„Moloch der Ausnutzung“ – ein MZ-Austräger klagt an

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Mit 13 hat er zum ersten Mal die Mittelbayerische Zeitung verteilt. Später arbeitete Thomas Reitemeyer mal als Fahrer, mal als Austräger für die Presse-Zustellgesellschaft Oberfalz (PZO) – Logistiktochter des MZ-Verlags, an der auch der Neue Tag in Weiden beteiligt ist. Reitemeyer ist einer von knapp 3.600 Beschäftigten in dem Unternehmen. Von den Arbeitsbedingungen hat der 35jährige seit längerem „die Schnauze voll“.

An MZ-Verlagschef Peter Esser hat Reitemeyer deshalb einen Brief verfasst, in dem er Missstände bei den Austrägern und Fahrern anprangert. Nachdem Esser einen Termin für eine persönliche Übergabe abgelehnt hatte, warf Reitemeyer das Schreiben bei den Essers in den Briefkasten und leitete es als offenen Brief an die Medien weiter.

Der Tonfall ist aufgebracht, stellenweise erschüttert. Reitemeyer spricht von einem „Moloch der Ausnutzung und Menschenfeindlichkeit“. „Die Angestellten werden nur noch als Humanressourcen und Kostenfaktor betrachtet“, heißt es weiter. „Den Kostenfaktor gilt es hier zu minimieren.“ Als Beleg für dieses „Lohndumping“ bei den Trägern führt Reitemeyer eine Bezahlung von 2,50 Euro pro verteiltem MZ-Abo im Monat an. Bei neueren Verträgen sei die Vergütung noch niedriger. Vor 14 Jahren habe ein Austräger bereits 4,90 DM pro Abo erhalten, allein inflationsbereinigt müsse der aktuelle Lohn eigentlich bei über drei Euro liegen, fordert Reitemeyer. Gespart werde auch an anderer Stelle: „Sie nötigen Ihre Leute, sechs Tage die Woche zu arbeiten und geben ihnen dafür nur den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen.“

Die Bezahlung für Prospektverteilung sei „ein Witz“, schreibt Reitemeyer, ohne Zahlen zu nennen. „Es wird keinerlei Arbeitsmaterial und Schutzkleidung gezahlt.“ Von „ewigen Druckverspätungen“ ist die Rede, die zu unzumutbaren Wartezeiten für Träger führten. Reitemeyer macht dafür vor allem das neue Druckzentrum verantwortlich. In den Betriebsrat hat er nur wenig Vertrauen. Dessen Vorsitzender sei „zu sehr in die (…) Firmenpolitik der Gewinnmaximierung um jeden Preis eingebunden“. „Unabhängig ist er in jedem Fall nicht, sonst hätte er nicht als Unternehmer bei Ihnen fungiert“, so Reitemeyer in Richtung Peter Esser.

Heftige Vorwürfe erhebt Reitemeyer auch im Hinblick auf die Behandlung der Fahrer, die tagtäglich die MZ ausliefern. Ein Teil der auszuliefernden Prospekte werde nicht bezahlt; das Gewicht sei oft so hoch, dass Überladung der Fahrzeuge drohe. Manchmal müssten Strecken deshalb doppelt gefahren werden. Eine Kontrollwaage sei im Betrieb ohnehin nicht vorhanden. „Das ist vom Verleger eine Fahrlässigkeit, die auf Kosten der Fahrer geht.“ Ebenso fehlten Packtische, das Packsystem an sich sei unzuverlässig, der generelle Arbeitsablauf beim Verladen unübersichtlich, der Informationsfluss völlig unzureichend und Verantwortliche meist nicht erreichbar. Immer wieder komme es auch hier zu Verzögerungen, Fehlern und langen Wartezeiten. All dies führe zu „einem schlechten Klima“ zwischen Fahrern und Austrägern. „Dies ist anscheinend vom Verleger gewollt.“

Post der MZ-Tochter Citymail müsse von den Fahrern ohne Bezahlung ausgeliefert werden. „Ihre initiierte Konkurrenz zur Post nutzt die Fahrer der Mittelbayerischen Zeitung als Gratis-Transport für Citymail aus“, schreibt Reitemeyer. Ohnehin sei die Bezahlung der Fahrer „eine Farce“. Reitemeyer spricht von „circa 48 Cent“ pro Kilometer, „je nach Unternehmer und Gutdünken des Geschäftsführers“. Bei einem Subunternehmer sei ihm ein Fall bekannt, in dem die Bezahlung bei 33 Euro für 108 Kilometer Fahrstrecke gelegen habe. „Sie unterstützen hier moderne Sklaverei.“ Angesichts all dessen herrsche bei dem Logistikunternehmen der MZ ein denkbar schlechtes Betriebsklima. „Sie erzeugen damit Leute, die Rad fahren: Nach oben buckeln, nach unten treten und am besten alles, was auf einen zurückkommen könnte, vertuschen oder einem anderen in die Schuhe schieben.“

„Sehr geehrter Herr Esser, diese Punkte gebe ich Ihnen als Hausaufgabe zur Verbesserung in Ihrem Betrieb“, schreibt Reitemeyer am Ende. „Es gibt hier nichts zu rechtfertigen, man kann sich hier auch nicht rausreden. Dieses Schreiben zu ignorieren, wäre ein Verstoß gegen die Menschlichkeit.“ 31 Mitarbeiter will Reitemeyer befragt haben, um diese Missstände zusammenzutragen.

Weist die Vorwürfe als „Spekulationen“ zurück – Verlagschef Peter Esser. Foto: IHK

In einer eher allgemein gehaltenen Stellungnahme weist Verlagschef Peter Esser die Vorwürfe Reitemeyers als „Spekulationen“ zurück, „die entweder nachweislich jeder Grundlage entbehren oder aber nicht seriös begründet werden können“. Verzögerungen bei einer neuen Druckmaschine seien nicht vermeidbar, Fahrer wie Austräger würden für Wartezeiten entschädigt. Seit Jahren arbeite man „konstruktiv und vertrauensvoll“ mit den Betriebsräten und Gewerkschaften zusammen.

„Angesichts der hohen Zahl von Angestellten und Mitarbeitern in den Logistik- und Vertriebstöchtern des MZ-Verlags müsse man „sowohl die Wirtschaftlichkeit wie auch die Arbeitsbedingungen im Auge haben“, so Esser. „Dass dies auch eine Gratwanderung sein kann, liegt auf der Hand, wird aber von uns seit Jahrzehnten mit Augenmaß verfolgt. Die hohe und testierte Qualität unserer Zustellung wäre mit unmotivierten Mitarbeitern und schlechter Ausstattung auch gar nicht erreichbar.“

Abschließend verweist Peter Esser auf die „großen Anstrengungen“, um den Mitarbeitern die „verdiente Wertschätzung entgegenzubringen“, die Sorge um Pensionisten und in Not geratene Mitarbeiter sowie das soziale Engagement des MZ-Verlags. „So agiert kein Unternehmen, das nur auf Rendite und sozialen Kahlschlag aus ist.“ Mit Reitemeyers Brief werde man sich „intern weiterbeschäftigen“.

Das Schreiben von Thomas Reitemeyer als PDF

Die Stellungnahme von Verlagschef Peter Esser als PDF

Bericht von einer Teilbetriebsversammlung der MZ-Austräger

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Kommentare (16)

  • peter petry

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    Diese Dinge sind in der Branche bekannt, normalerweise würde sowas in der Zeitung stehen. Nur blöd das wir nur eine Zeitung haben.
    Die Polizei müßte mal die Fahrzeuge wiegen , wenn sie vom Hof fahren -auwei

  • Sepp

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    Sowas nennt man freie Marktwirtschaft ! Keiner wird gezwungen dort zu arbeiten oder diese Zeitung kaufen.

    Aber Hr. Aigner und die Blogger hier werdens schon richten – aber bitte nicht nach den bösen Polizisten, Staatsanwälten oder Beamten rufen !

  • hansdampf

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    Freie Marktwirtschaft und MZ find ich putzig, so in der Kombination!

  • peter petry

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    @Sepp stimmt die Polizei ruft man in Regensburg nur ,wenn 16 Schuss abzugeben sind !
    stimmt das ist Marktwirtschaft, in Deutschland soll es die soziale Marktwirtschaft geben – hab ich mal irgendwo gelesen.

  • Joachim Datko

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    Wie hoch ist der zeitliche Aufwand für Zeitungszusteller? Welche Bezahlung pro Stunde ergibt sich aus erhaltenem Geld und zeitlichem Aufwand?

    Aus der im Artikel angebotene Faktenlage ist meiner Ansicht nach nicht zu ermitteln, wie hoch der „Stundenlohn“ ist.

    Meiner Einschätzung nach sind bezahlte Tageszeitungen ein Auslaufmodell. Die Rolle der Tageszeitungen wird immer mehr durch Internetportale übernommen. ich will aktuelle Information und nicht kiloweise Papier mit Nachrichten von Gestern.
    Siehe z. B. : http://www.tagesschau.de/ausland/zeitungenusa100.html

  • thoams

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    zum Stundenlohn: Der schwankt natürlich von Gebiet zu Gebiet, je nach Bebauung. Am Dorf ist es richtig schlecht, da hier mehr Weg zurück zu legen ist und meistens ein Auto gebraucht wird, da zahlt die MZ auch etwas mehr, um die 2,70euro pro Abo für Austräger, die noch die alten Verträge habe.
    Der Stundenlohn ist meines Erachtens nicht ganz so relevant, weil man es ja nur eine, maximal 2 stunden am Tag machen kann, eben einfach nur das Gebiet austragen 6 tage die Woche in der Früh um 4h.
    Nehmen wir an, man hat ein Dorf mit 80 Zeitungen, braucht 2 stunden am tag. 80*2,70euro=216euro im Monat. 2 Stunden am Tag, im Schnitt 25 Tage=50Stunden im Monat. 216Euro / 50Stunden = 4,32Euro in der Stunde
    In der Stadt ist es etwas besser, da kann man bis auf das doppelte an Stundelohn Rechnen, obwohl das Abo schlechter gezahlt ist mit 2,50Euro. Sind nun Prospekte dabei, braucht man dann gleich die doppelte zeit zum Austragen, sind teilweise mit 2 cent gezahlt, angenommen man hat 400 Prospekte(und das ist sehr gut angesetzt, normal sind es wesentlich weniger) sind gleich 800Cent also acht euro für die doppelte zeit, also 4 Stunden Austragen. (man muss natürlich dann dass nach den zeitungen separat austragen, weil man sonst die 6 uhr Grenze nicht mehr schafft) dann hat man ca 8,60euro an stundenlohn für die Zeitungen. 400prospekte in 2 stunden gleich 4 euro stundenlohn(sehr gut gerechnet), macht einen Gesamtstundenlohn von: 6,30h Brutto
    Dafür kriegt man nur den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen und schenkt der MZ im Jahr 52Tage an Freizeit.
    Und wie gesagt, man kann ja nur das Gebiet austragen, es geht nicht, dass man mehr arbeitet als diese 1-2 stunden am tag. man steht also für 216 euro jeden tag in der früh auf und hat nicht mal ein ganzes Wochenende, dann kann man sich nicht mehr auf eine Zeit einstellen wann der Fahrer kommt, sondern steht stundenweise an der Bushaltestelle bei Regen, Schnee und Kälte.
    Die Fahrer im übrigen kriegen k e i n e Wartezeit gezahlt, weil alle Unternehmer sind (bis auf 1,2 Ausnahmen) und Prospekte werden den Fahrern generell nicht gezahlt.
    @Sepp: eigentlich sollten wir hier s o z i a l e Marktwirtschaft haben hier in Deutschland. Wenn man informiert wäre, dann wüsste man auch, dass das mit den Arbeitsplätzen im Moment nicht so ganz rosig aussieht, daher hat nunmal jeder angst den Arbeitsplatz zu verlieren und ist aufgrund dessen erpressbar. hast du bock dich mit dem Arbeitsamt oder der Arge rumzuärgern?
    Ich verstehe, dass manche Leute nie in der Situation waren, wo es um nackte überleben geht, aber diese Sprüche zeugen meiner Meinung nach von Ignoranz und sind absolut an der gegenwärtigen Realität vorbei.

  • thoams

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    noch ein Nachtrag zu den Geschäftsgebaren:
    Da ich als Kurierfahrer tätig war, wurde ich vor einigen Jahren(es war genau der Zeitpunkt, als die MZ das Weidener Tagblatt übernahm) um kurz nach 13h angerufen, ich solle doch möglichst schnell einen Brief in der Margaretenstrasse abholen und nach Weiden fahren.
    Eine Kurierfahrt nach Weiden kostet 100Euro+Märchensteuer.
    Es stellte sich heraus, dass der Brief eine fristlose Kündigung war, die gegen einen Mann ausgesprochen wurde, der seine Meinung sagte…. Ich habe leider den Namen nicht mehr im Kopf. Die Rechnung hätte ich zum Beweis noch.
    Der Mittelbayerischen Zeitung war es also 119 euro Wert, nur dass jemand seine fristlose Kündigung innerhalb von 2 Stunden hat, was mit der post 55cent gekostet hätte mit nur einem Tag Verzögerung.
    Ich glaube, dass dieses Verhalten für sich selber spricht und natürlich kümmert sich die MZ um jeden Mitarbeiter… vorallem um die die es wagen eine eigene Meinung zu haben

  • kopfschüttel

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    @thoams

    Ich glaube kaum dass die MZ mit der Begründung „Kündigung wegen eigener Meinung“ vor einem Arbeitsgericht durchkommen würde… Wenn Sie den Brief geöffnet und gelesen haben glaub ich es Ihnen. Alles andere ist eine Vermutung. Evtl. hat sich jemand einen Scherz mit Ihnen gemacht…

  • thoams

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    @kopfschüttel: Natürlich mache ich keinen Brief auf, den ich wo hin zu bringen habe. Allerdings sind die Leute in Weiden schon etwas aufgebracht gewesen und haben mich über den Sachverhalt aufgeklärt. Ich habe mich direkt geschämt, dass ich das unterstützt habe. somit zum Thema Scherz.
    Es haben schon andere Leute Hausverbot bekommen, nur weil sie ihre Meinung gesagt haben. Als es die Pforte unten noch gab mit dem Sicherheitsdienst, mit diesen Leuten hatte ich sehr viel kontakt, da hing alle Nase lang mal ein Zettel drin, dass der und der keinen Zutritt mehr hat in der MZ und Hausverbot.
    Ich denke also, dass meine 15 jährige Erfahrung in der MZ ausreicht um fundiert über die Vorgänge dort berichten zu können.

  • kopfschüttel

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    @thoams

    Ich wollte Ihnen auch nicht unterstellen!!! Ich finde es aber komisch das man einem Kurierfahrer über solche Sachen unterrichtet. Ein Postbote überbringt tagtäglich vielen Menschen schlechte Nachrichten. Trotzdem wird man diesen nicht über alles unterrichten was sich da in einem Brief enthält. Bei fristlosen Kündigungen gibt es auch Fristen die man einhalten muss (z.B. die schriftliche Begründung warum man jemanden entlässt). Das rechtfertigt durchaus einen Eilboten. Ob es aber tatsächlich die Begründung ist die Sie uns hier liefern bzw. das was Sie vom hörensagen mitbekommen haben oder ob die fristlose Kündigung aus einem ganz anderen Grund stattgefunden ist nicht belegbar. Ich glaube auch nicht, dass Sie sich für etwas schämen müssen. Sie machen Ihren Job. Partei für jemanden zu ergreifen aufgrund Erzählungen ist meist nicht sonderlich glücklich.

  • thoams

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    wir sind ein freies land und jeder darf hier seine meinung haben ausser in der mz. mehr brauche zu diesem thema nicht mehr sagen weil es eh müsig ist jemanden umstände auf zu zeigen, die nicht in seinem erfahrungsbereich liege und die er niemals kennenlernen wird, weil er über einer gewissen verdienstgrenze liegt.
    ausserdem ergreife ich für niemanden hier partei, das sind eigene erfahrungen, ergänzt mit erfahrungen anderer leute.

  • Werner

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    Zu allen Problemen gibt es eine Lösung, eigentlich nur zwei! a) ich lasse mich zum Wurm machen, dann darf ich nicht jammern wenn auf mich getreten wird; b) ich wehre mich, indem das ich mich mit Kollegen/innen vereinige und gemeinsam das Ziel anstrebe. NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!!
    Logik: wer braucht wem, wir die Verleger oder die Verleger uns? wer bringt das Produkt an die Kunden?
    WIR nur WIR, wir Zusteller/innen!!! Angst vor der Kündigung? „blablabla“ denkt wirklich jemand, dass die Vertriebe 20,30 oder noch mehr Zusteller/innen kündigen? Vereint euch, kämpft gemeinsam um eure Rechte und ihr werdet sehen, wie schnell sich die Ärsche von den schlauen Managerment bewegen. Schließt einen Arbeits-Sozialrechtsschutz ab oder werdet Mitglied bei ver.di dann können wir gemeinsam das erreichen was uns bewegt; fairer Umgang, faire Bezahlung, faire Arbeitszeiten usw.

    Herzliche Grüße aus München

  • Morningman

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    Lieber thoams und lieber kopfschüttel,
    thoams hat recht. Auch unser Verlag (Münchner Merkur) hat mir gekündigt, und zwar mit einer einzigen Zeile. Ich stand nur im Verdacht, eine BR gründen zu wollen. Meine Arbeit verrichtete ich jahrelang reklamationsfrei.
    Der Text der Kündigung lautete: „hiermit kündigen wir das zwischen uns bestehende Arbeitsverhältnis untereinhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist mit Wirkung zum …“ Punkt. Kein Grund. Es gab keinen
    die Kündigung rechtfertigenden Grund. Der Verdacht, dass ich einen BR zusammen mit einigen Kollegen gründen wollte, wurde aber zusammen mit meiner Mitgliedschaft bei VERDI als Grund von der Unternehmenszentrale indirekt bestätigt. Es werden also Arbeitnehmerrechte ausgehebelt (Recht auf BR laut Betr.VG, Kündigungen ohne Grund.
    Das alles geschieht in der größten bayrischen Tageszeitung, die einem Verleger gehört, der sich regelmäßig als Humanist, Sozialethiker ausgibt, und der unlängst im Liebfrauendom zu München eine Bibelarbeit über das „Weltgericht“ gehalten hat, wo er an die soziale Verantwortung der Unternehmer appelliert hat. Er sagte wörtlich: „die soziale Verantwortung sei das Grundgesetz unserer Wirtschaft, und nicht das,was liest über die Zockermentalität unserer Zeit.“
    Und weiter sagte er: „Jeder Christ sei aber aufgefordert, in die richtung zu steuern, die Jesus vorgegeben habe. An ihm müsse man sich ausrichten im Kampf mit der Trägheit unserer Herzen.“
    Der Verleger, der von sich sagt, sich nicht ins Tagesgeschäft einzumischen, tut gut, regelmäßig seinen Managern ordentlich auf die Finger zu schauen und endlich mal eine verbindliche Unternehmens-Charta
    zu definieren. Aber vielleicht ist hierzu die Trägheit seines Herzens zu groß.
    Morningman17

  • Vampir

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    Hallo Morningman,

    einen kollegialen Gruß aus Bremen. Diese Schweinerei wirst Du Dir hoffentlich nicht gefallen lassen und umgehend Kündigungsschutzklage einreichen. Bei Euch in München brodelt es ja wie bei uns in Bremen bei der Bremer Tageszeitungen AG . Lass Dir nichts gefallen von diesen Ausbeutern, die Ihre Mitarbeiter wie Dreck behandeln.

  • Das soll wohl ein Witz sein… | Regensburg Digital

    |

    […] hatte er schon bei Betriebsversammlungen und in einem offenen Brief an MZ-Boss Peter Esser den „Moloch der Ausnutzung“ angeprangert. Es folgte der fristlose Rausschmiss. "Die Mittelbayerische braucht ihre […]

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