Maßregelvollzug Taufkirchen

Schreie in der Forensik: Chefärztin nimmt Stellung

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Nach unserem Bericht über ein bedrückendes Telefongespräch mit einer Insassin der Forensik in Taufkirchen – im Hintergrund sind immer wieder laute Schreie einer fixierten Frau zu hören – haben wir mit Verena Klein gesprochen. Die Chefärztin ist seit Juli 2013 Leiterin des Maßregelvollzugs in Taufkirchen.

Die Forensik des Isar-Amper-Klinikums in Taufkirchen. Foto: Bezirk Oberbayern

Die Forensik des Isar-Amper-Klinikums in Taufkirchen. Foto: Bezirk Oberbayern

Insgesamt sind dort 160  psychisch kranke Straftäterinnen untergebracht. Vier von ihnen leiden Klein zufolge an einer „fatalen Kombination“ aus Minderbegabung und schweren Persönlichkeitsstörungen. Zum eigenen Schutz, dem des Personals und der übrigen Frauen müssten speziell diese vier Patientinnen häufiger fixiert werden. Die Schreie im Hintergrund des von uns veröffentlichten Telefonats stammen von einer dieser vier Frauen.

Das Telefon neben dem Isolierzimmer

Verhindern oder unterbinden könne man dies nicht. „Es gibt Patientinnen, die schreien vor, während und nach der Fixierung.“ Das Telefon für Patientinnen hänge direkt vor dem „Kriseninterventionszimmer“, in dem die Frauen fixiert werden, so Klein. Das werde man künftig ändern, „weil es für Angehörige und Menschen, die keine Erfahrungen mit der Forensik haben, tatsächlich schockierend klingen kann“.

Fixierungen: 29 Stunden im Durchschnitt, aber…

Erstaunlich: Erst seit dem Jahr 2013 werden Fixierungen systematisch erfasst.

Auf eine Anfrage des bayerischen Sozialministeriums aber hat Klein die Zahlen ab November 2011 erhoben. Demnach wurden vom 1. November 2011 bis 30. Juni 2013 in der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Taufkircheninsgesamt 18 Patientinnen im Rahmen von 337 Maßnahmen fixiert. Im Durchschnitt dauerte eine Fixierung 29,12 Stunden (insgesamt 9.813 Stunden).

Diese hohe Zahl sei insbesondere auf eine „massiv fremdaggressive Patientin“ zurückzuführen, die alleine „mehr als 1.418 Stunden oft auch einige Tage am Stück fixiert werden musste“, schreibt Klein. Mehr zu dieser Patientin weiter unten.

83 Fixierungen seien „auf freiwilliger Basis auf eigenen Wunsch zum Selbstschutz der Patientin bei inneren Anspannungszuständen“ erfolgt.

„Bei all diesen Maßnahmen gibt es immer eine Sitzwache“, so Klein. Zwei Mal täglich werde durch den zuständigen Arzt und ein Mal durch den Oberarzt geprüft, ob die Maßnahme beendet werden könne.

Klein räumt ein, dass die Zahlen bis 2011 wohl höher gewesen seien. Das habe sich mit dem Umzug in den Klinikneubau verbessert. „Die aktuellen Zahlen sind rückläufig.“

Warum ist die Zahl der Fixierungen so hoch?

Dass die Zahlen zu Fixierungen in Taufkirchen auf den ersten Blick recht hoch erscheinen, hat Klein zufolge mit dem speziellen Zuschnitt der Frauen-Forensik zu tun. Während männliche Patienten, die für sich und andere gefährlich werden können, in die darauf ausgelegte Forensik nach Straubing verlegt werden können, sind in Taufkirchen sowohl Frauen mit leichten wie auch schweren psychischen Störungen untergebracht. „Wir müssen alle behandeln und zum Schutz der anderen dann auch die aggressiveren Patientinnen häufiger fixieren“, sagt Klein.

Zum anderen habe man sich in Taufkirchen dafür entschieden, die Türen der Insassinnen grundsätzlich unverschlossen zu lassen. „Muss eine Patientin dann doch einmal isoliert und ihre Tür verschlossen werden, gilt das als freiheitsentziehende Zwangsmaßnahme.“

Ilona Haslbauer: Keine Entbindung von der Schweigepflicht

Klein weist darüber hinaus darauf hin, dass „Patientenbefragungen“ das Ergebnis erbracht hätten, dass sich die große Mehrheit der Patientinnen in der Forensik Taufkirchen korrekt und „fair“ behandelt fühlen (Die Ergebnisse der Befragung 2013 hier als PDF). „Und das obwohl keine von ihnen freiwillig, sondern durch Gerichtsbeschluss hier untergebracht ist.“

Die Regensburgerin Ilona Haslbauer, die einem Spiegel-Bericht zufolge 25 Stunden fixiert wurde, zählt nicht zu den vier angesprochenen Frauen. Eine solche Fixierung sei die Ausnahme, so Klein. „Wir wären auch jederzeit bereit, dazu ausführlich Stellung zu nehmen. Allerdings verweigert Frau Haslbauer uns die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht.“ Bislang habe man deshalb nur mit einer Pressemitteilung zu den konkret erhobenen Vorwürfen reagieren können.

„Unterstützerkreis Gustl Mollath“ fordert Aufklärung

Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich bei der oben erwähnten „massiv fremdaggressiven Patientin“ mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Transsexuelle, die zwischenzeitlich in die Forensik nach Straubing verlegt wurde. Einem Bericht der Nürnberger Nachrichten vom heutigen Samstag zufolge fordert der „Unterstützerkreis Gustl Mollath“ wegen der häufigen Fixierung dieser Patientin in Taufkirchen Aufklärung und spricht von bewussten Schikanen. Einmal sei die Patientin 60 Tage am Stück fixiert worden.

Allerdings zeigt sich an diesem Fall auch ein Dilemma: Wie wir bislang in Erfahrung bringen konnten, soll es von Seiten dieser Patientin mindestens 50 Übergriffe auf Personal und Mitpatientinnen gegeben haben.

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Kommentare (27)

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    Vielen Dank Herr Aigner für diese Berichtsfolge… Ich denke, ich spreche für einige Menschen, wenn ich Ihnen, sage dass das was sie tun, sehr ehrenwürdig ist. Sie kümmern sich um Menschen und ob Ihnen REcht widerfährt….Weiter so… Meiner Meinung nach sollten Sie für das Bundesverdienstkreuz nominiert werden. Psychiater , ihre Handlungen und ihre Verschreibungen müssen mehr überwacht werden. (siehe Fall Mollath)

    Ich habe mir die Hilfeschreie der FRau im letzten Bericht gar nicht erst angehört, weil ich schreckliche Erfahrungen mit der Psychiatrie machen musste… Ich bin ambulant zu einem Allgemeinarzt gegangen, der mir bei einer Viruserkrankung falsch Psychopharmraka verschrieb… Als ich ein paar Tage auf diese Tabletten war, geriet ich ins halluzinieren und ich konnte nur noch liegen… Mich hat man dann in eine geschlossene Psychiatrie überwiesen…Den Namen des krankenhauses sage ich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht, dasselb gilt auch für die Ärzte, die mich damals unter Zwang fehlbehandelten….

    Als ich in der geschlossenen war wurde ich erpresst. Ich käme auf keine offene mehr wenn ich die Tabletten nicht nehme und die Krankenschwester sagte, sie müssten mich zwingen, wenn ich mich weigere… Da ich schreckliche Auswirkungen dieser Drogen spürte, weigerte ich mich. Ich war sehr verlangsamt, alles tat weh, ich beam Ängste auf die Medizin usw… Die Schwestern (und 1 Pfleger) zerrten mich ins Zimmer, ich weinte und sie machten mir den Mund auf, hielten mich fest… Ich wurde weiter jahrelang fehlmedikamentiert als psychisch Gsunde mit einer Viruserkrankung.

    Jetzt circa 9 Monate nach dem Absetzen sagt meine Psychiaterin , ich sei psychisch gesund und sie kann aber keine FEhlbehandlung als Diagnose aufschreiben. Auch mein Psychologe sagt, er glaubt mir dass ich fehlbehandelt wurde und er findet keine psychiatrischen Diagnosen… ICh leide noch erheblich unter den körperlichen Schaden, die mir durch diese „Medikamente“ zugeführt wurden. Aber die psychiatrischen sind weg. Ich bin als ich auf diesem Zeug war, fast durchgedreht. Ich war nicht agressiv aber ich hatte sehr starke Ängste und Depressionen, Suizidgedanken… Diese waren vor der Behandlung nie da…

    Wenn man sich den Fall Mollath anschaut, erkennt man, wie schnell ein Mensch in diese Fänge geraten kann (siehe auch meine Situation).

    Während meiner Zeit habe ich jedoch auch Psychiater kennengelernt, die mir gegenüber sehr respektvoll waren, mich auch nicht erpresst haben. ICh schere nicht alle über einen Kamm.

    Wenn es zu dem BEstätigen einer FEhlbehandlung kommt, weigern sich alle, dies zu sehen oder auch die damalige Diagnose mit falschem Rezept auch nur zu sehen… DAs hat mich sehr enttäuscht. Jetzt muss ich zusehen, wie ich mit den körperlichen Schäden klarkomme . Es ist schwer, damit zu leben, aber ich schaffe es schon…Das Wichtigste ist dass ich keine Änste und Suizidgedanken mehr habe (die hatte ich durch die Tabletten) und das wichtigste ist auch dass ich wieder sprechen kann (konnte ich mit der medizin auch nicht, nicht mal gehen und stehen teilweise)….Nur diese körperlichen schlimmen Beschwerden bleiben.

    Das ALLERBESTE was man nun durch Herrn Aigners berichterstattung erreichen könnte ist, dass Psychiater auch die negativen Wirkungen dieser MEdikamente sehen…. und auch diese ABSETZSYNDROME, die ENTZÜGEN ähneln. Wenn man sich die Fakten ansieht, so könnte jeder profitieren, auch die Psychiater… Nichts würde ich mir sehnlicher wünschen, als das LEute das an sich ranlassen…. Ich habe BErichte von Leuten gesehen, die Heroin konsumiert haben. Sie sagten, Heroinentzug sei weniger schlimm als ein Entzug der Psychopharmaka.

    Im ICD gibt es einen Schlüssel, der heisst psychische Störungen durch psychotrope Substanzen… (F10 – F19)… Psychotrope Substanzen sind auch Psychopharmaka. Ich habe beim Arzt nachgefragt. Zu sagen dass diese Tabletten also NIE Psychosen oder Depressionen auskösen können, ist falsch…Es tut mir leid…. ich hab selber schrecklichste ERfahrungen damit gemacht und weiss wovon ich spreche…

    Ich kenne Freundinnen, denen es nach dem Absetzsyndrom viel besser geht. Sie können wieder ihr Leben leben und sie sind nicht nochmal im Krankenhaus gelandet..Mit tabletten kamen sie jedes jahr neu rein…. Viele depressiven Patienten helfen auch Verhaltenstherapie, Gespräche etc.., an Stärken ansetzen, neue Hobbies finden…. das kann auch jahre dauern aber besser als immer auf medizin angewiesen zu sein, die auch leberschäden hervorrufen kann. ….

    Sicherlich kommen die meisten Patienten hinein, weil sie depressiv sind. Die meisten müssen mit MEdizin alle paar Jahre wieder rein..Wenn die Tabletten helfen würden, könnten sie ihr Leben ohne dauernde Einweisungen voranbringen. Diese Medizin macht mehr Schaden als Gutes. Das ist meine MEinung.

    Gustl Mollath sagt, dass selbst die Heraussteller zugeben, dass Suizidgedanken ausgelöst werden können durch Psychopharmaka, auch Psychosen…. Zwei Ärzte haben mir dasselbe bestätigt und sie sind ebenso Psychiater…

    Jeder Arzt hat die Verantwortung auch negatives sehen zu müssen…Dem sind sich viele bestimmt bewusst…Manchmal habe ich den Eindruck, sie sind da ein bisschen einschichtig in ihren Sichtweisen und sie unterstellen der NEgativwissenschaft, dass es keine Wissenschaft wäre. Das ist eine Unterstellung und kein Fakt.

    Ich empfehle die Bücher von Dr. Zehentbauer, Dr. Volkmar Aderhold anzusehen. Hier geht es um negative Auswirkungen der Psychopharmaka. Es gibt sehr viele weitere Bücher darüber, ich möchte zwei Ärzte namentlich anbringen….

    Wenn man die Tabletten zu schnell reduziert, kommt man in ein schlimmes Absetzsyndrom. Deswegen sollte man sie langsam ausschleichen. Das kann lange dauern, auch Monate. Die Absetzsymptome werden wieder in der Regel auf eine psychischr Krankheit geschoben….

    Ich bitte alle Psychiater inständigst, keine Patienten gegen ihren Willen auf das Zeug zu setzen, so wie das bei mir als Gesunde der Fall war. (Viruserkrankung)… Ich bitte sie, diese negative Wissenschaft zu sehen und dieser nichts böses zu unterstellen. Ziehen Sie es auch mal in Betracht, diese MEdikamente LANGSAM zu entziehen….

    Das ist nicht respektlos gegenüber der Psychiatrie gemeint. Wir alle können bereichert werden, wenn wir auch negative Fakten sehen. Und ihr seid die Ärzte, die die Macht haben, das zu verschreiben.

    Dr. Volkmar Aderhold:

    Gehirnscans – was uns die bunten Bildchen sagen

    Die Psychiatrie sieht sich selbst als wissenschaftliche Disziplin. Doch Kritiker wenden ein, daß ihre Methoden pseudowissenschaftlich seien. Für die Existenz sogenannter “psychische Krankheiten” im medizinisch-biologischen Sinn würden keinerlei objektiven Beweise existieren. Psychiatrische Diagnosen wären subjektive Werturteile, die sich auf Beobachtung des Verhaltens eines Probanden beziehen. Die Psychiatrie kontert mit Gehirnscans – bunten Bildchen, die angeblich biologische Defekte in als “schizophren” diagnostizierten Menschen zeigen sollen. Doch was ist dran an dieser Behauptung?

    Early and Late Gray Matter Deficits in Schizophrenia

    Gehirnscans wie diese vergleichen Gehirne von als schizophren diagnostizierten Menschen mit Gehirnen von Menschen ohne diese Diagnose. Auf den Bildern ist deutlich zu sehen, daß innerhalb von 5 Jahren bei den als schizophren diagnostizierten Menschen die graue Substanz degeneriert. Das deuten Psychiater dann als Beweis dafür, daß psychiatrische Krankheiten in Form von echten Gehirnkrankheiten existieren.

    Was soche Studien jedoch verschweigen: Neuroleptika, die bei der Diagnose Schizophrenie verordneten psychiatrischen Drogen, verursachen selbst Neurodegeneration, wie zahlreiche, wissenschaftliche Studien belegt haben.

    Dr. Volkmar Aderhold fasste in einer wissenschaftlichen Abhandlung zum Thema Neuroleptika viele dieser Studien zusammen. Darin stellt er fest, daß es bereits nach 2-8 wöchige Anwendung von Neuroleptika zu so starker Neurodegeneration kommt, daß man diese mittels bildgebenden Verfahren nachweisen kann. Diese Neurodegeneration sei vermutlich kumulativ dosisabhängig und korreliere mit neuropsychologischen Defiziten. In Tierversuchen mit Ratten wurde eine Reduzierung der Dichte der postsynaptischen, dendritischen Nervenendigungen nach 6-monatiger Verabreichung des Neuroleptikums Haloperidol nachgewiesen. Ein Experiment mit Affen zeigte, daß auch neuere, sogenannte atypische Neuroleptika, die weniger stark die gefürchteten Spätdyskinesien verursachen, ebenso zu Hirnschwund führen, wie die klassischen Neuroleptika. Bei Patienten zeigt sich laut Studien unter neuroleptischer Dauermedikation zwischen dem 5. und 9. Jahr des beobachteten Verlaufs eine deutliche Verschlechterung der neurokognitiven Leistungsparamater wie dem verbalen Gedächtnis, der Problemlösefähigkeit, sowie der sprachlichen und motorischen Fähigkeiten.

    Dr. Anke Post und ihre Kollegen vom Max Plank Instiutut für Psychiatrie in München erforschten im Rahmen einer Studie, die untersuchen sollte, ob die Gabe von hochdosiertem Vitamin E neuroleptikainduzierten Dyskinesien vorbeugen kann, die molekularbiologischen Mechanismen von neuroleptikainduzierter Neurodegeneration. Dabei stellte sich heraus, daß Neuroleptika (hier Haloperidol) durch Veränderung der Genexpression Apoptose – den programmierten Zelltod – in Gehirnzellen auslösen.

    Wenn aber die Schizophrenie, wie die psychiatrische Lehrmeinung behauptet, eine Gehirnerkrankung ist, die sich unter anderem durch Neurodegeneration und Verminderung der kognitiven Fähigkeiten bemerkbar macht, wieso sollte man dann zur Therapie dieser Krankheit Medikamente verabreichen, die erwiesenermaßen genau diese Symptomatik hervorrufen?

    Und warum bleiben bei Menschen mit entsprechender Diagnose, die sich einer neuroleptischen Langzeitbehandlung entzogen haben, entsprechende Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren und neuropsychologische Tests ohne Befund? Professor Dr. Johannes Schröder von der Universitätsklinik Heidelberg führt dies auf Dissimulation zurück. Die klinische Erfahrung würde zeigen, daß psychisch Kranke die Symptome ihrer Krankheit wegsimulieren.

    Unter dessen sind in der Fachwelt erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit von Gehinscans aufgekommen. Craig Bennett von der University of California legte einen toten Lachs in ein fMRT-Gerät. Als er dem toten Tier Aufgaben stellte, zeigte das Gerät Hirnaktivitäten an.

    Mehr Informationen zum Thema:

    Schizophrenia.com: Schizophrenia Pictures and Images of Brains

    Dr. Volkmar Aderhold über Neuroleptika

    Mechanisms Underlying the Protective Potential of Alpha Tocopherol (Vitamin E) against Haloperidol-associated Neurotoxicity

    Der Spiegel: Hirnschwund durch Psychopillen?

    Psychiater und Demenz

    Süddeutsche Zeitung: Neuronenforschung – Ein Fisch schaut in die Röhre

    Pflasterritzenflora: Gedanken eines toten Lachses

    Zeit Online: Hirnforschung – Alles so schön bunt hier

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    (Mädchen begeht Suizid auf Grund von Zoloft.)

    http://www.youtube.com/watch?v=6Xjx0gdL83I

    Dr. Arne Schäffler warnt in seinem Buch vor den Risiken der Medikamente wie Suizidgedanken usw…

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    Gefährliche Glückspillen – Reportage ZDF ….Es geht um die suizidalen Auswirkungen und um sonstige NEbenwirkungen (im you tube kanal von dr. edar raschenberger kommentiert)

    http://www.youtube.com/watch?v=4Uk4f_hMvT4

    Antidepressiva und Kinder (ZDF Frontal 21)

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    Ich war nie in der Forensik untergebracht… Ich denke, es gibt Unterschiede zwischen Forensik und „normaler“ Psychiatrie.

    Dennoch bin ich aus eigenen schrecklichen Erfahrungen mit diesen Tabletten davon überzeugt, dass sie insgesamt viel mehr zerstören als das sie helfen… ..

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    Kritik an Zwangsbehandlung, die eigentlich verboten war…

  • Remission

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    Psychiatrie und Psychopharmaka sind Mythos. Wir haben Angst davor. Mehr Angst als vor dem Krebs oder dem Rollstuhl. Die „Geisteskrankheit“ bedroht unser „Ich“.

    Davor können Medikamente schützen. Sie sind weder Teufelszeug noch Wundermittel. Wenn, dann werden sie dazu stilisiert oder falsch angewendet. Während die Pharmaindustrie mit massivem Marketing immer neue Präparate auf den Markt schmeißt und suggeriert, Chemie könnte ein krankes Leben heilen, sehen Einige in ihnen den wirklichen Grund für die Zunahme psychischer Erkrankungen. Beides ist falsch. Kritisch-wissenschaftlich betrachtet beseitigen Psychopharmaka weder die Ursachen psychischer Erkrankungen – noch verursachen sie jene. Im besten Falle lindern sie Beschwerden und helfen Patienten, ein erträgliches Alltagsleben zu führen.

    Sie sollten aber nur verabreicht werden, wenn schwere psychiatrische Krankheitsbilder vorliegen und ein Abwägung zwischen Nutzen und Risiken (insb. Nebenwirkungen) stattgefunden hat. Die harmlose Lifestyle-Glückspille gibt es nicht. Sie sollte auch nicht vom Hausarzt verschrieben werden. Ritalin und SSRI-Antidepressiva sind Negativbeispiele. Wenn nicht nur der Erstklässler, sondern auch die Mama Ritalin schluckt oder Examenskandidaten Antidepressiva, sagt dies viel über unsere Gesellschaft aus – aber wenig über den Nutzen von Psychopharmaka.

    Moderne Beruhigungsmittel sind jedenfalls aus der Psychiatrie nicht wegzudenken. Sie psychiatrieren die Betroffenen nicht, sondern verkürzen massiv stationäre Aufenthalte. Gleichzeitig nehmen psychische Erkrankungen und psychiatrische Interventionen erschreckend zu. Es spricht viel dafür, dass diese Gesellschaft unter Stress, Leistungsdruck, Einsamkeit und Überreizung immer kränker wird. Dagegen helfen keine Pillen!

  • Humanistin

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    „Wir“ können „UNS“ weiter in die Taschen
    lügen oder es lassen!

    Punkt: 9,10,11,12 Neurosen, Psychosen,
    psychosomatischen Störung Verbrechen

    Wie entsteht emotionale Blindheit?
    21 Punkte

    9.Verdrängung führt zu Neurosen, Psychosen, psychosomatischen Störungen und zum Verbrechen.
    10. In der Neurose werden die eigentlichen Bedürfnisse verdrängt und verleugnet und statt dessen Schuldgefühle erlebt.
    11. In der Psychose wird die Misshandlung in eine Wahnvorstellung verwandelt.
    12. In der psychosomatischen Störung wird der Schmerz der Misshandlung erlitten, doch die eigentlichen Ursachen des Leidens bleiben verborgen.13. Im Verbrechen werden die Verwirrung, die Verführung und die Misshandlung immer wieder neu ausagiert.
    14. Therapeutische Bemühungen können nur dann erfolgreich sein, wenn die Wahrheit über die Kindheit des Patienten nicht geleugnet wird.

    http://www.alice-miller.com
    © 2013 Alice Miller

    http://www.alice-miller.com/flugblatter_de.php?page=4

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    Das ist auch kein Hassaufruf gegen Psychiater meinerseits..besonders jetzt nicht vor Weihnachten….Respekt muss man vor jedem Menschen haben, auch wenn mir durch die Psychiatrie sehr viel Leid zugefügt wurde und ich habe wie gesagt auch schon nette Psychiater kennengelernt. Persönlich hab ich nichts gegen sie. Ich habe eine Wut auf den Oberarzt, das Team, das mich damals auf Medizin gezwungen hat und mich nicht ernst nahm, obwohl ich ihnen dauernd sagte, ich hatte nur einen Viruserkrankung. Sie machten Fehler, die fahrlässig sind und die bis heute weitere Auswirkung haben. Trotzdem versuche ich es als Schicksal und Test in meinem Leben zu sehen, auch aus religiöser Sicht.

    Ich weiss nicht, ob ich körperlich wieder so hinkomme, wie vor der fehlbehandlung…Es geht hier auch nicht nur um mich, es geht auch um die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die wegen den Auswirkungen gar nicht mehr leben.. Auch wenn es nur ein Bruchteil wäre, der durch diese Tabletten Suizid begeht, muss dieser Teil wahrgenommen werden und auch richtig auf die unerwünschten Wirkungen geschoben werden..

    Eine Wissenschaft ist für mich etwas, das von Ärzten geschrieben wurde und immer wieder überprüft wird.

    Ich habe jetzt keine Suizidgedanken mehr weil ich runter bin von allem…aber der Entzug hat lange gedauert und als ich auf den Tabletten war, war das ebenso die Hölle, sonst hätte ich nie abgesetzt…

    Kritiker und Ärzte müssen zusammenkommen und darüber reden. Jedes Mal, wenn ich erwiesene Fakten zeigte, glaubten die Ärzte nicht daran. Man muss auch aufpassen, wie man es vor einem Psychiater rüberbringt, da sie sich nicht auf den Schlips getreten fühlen sollen. Man sollte nicht von oben herab wirken. Viele von ihnen haben es mir übel genommen, wie ich sie auf diese Wirkungen aufmerksam machte. MEinen falsche Reaktion darauf war dann , dass ich ihnen zickig gegenübertrat.. sowas hilft auch nicht weiter…

    Wir brauchen die Ärzte, denn nur sie dürfen diese Tabletten verschreiben…Falls wir sie erreichen, dann denken sie vielleicht auch mal drüber nach.und beachten diese negativen Aspekte…Wenn die Ärzte diese Studien und auch Bücher (von Doktoren verfasst) wahrnehmen, dann können sie die unerwünschten Wirkungen als Effekt des Medikaments sehen und nicht bei allen Patienten eine Krankheit hineindeuten..Bei manchen wirken diese MEdikamente nunmal so siehe mein Beispiel, noch schlimmer der Fall Candace.

    .. Vielleicht kommen die Psychiater dann auch darauf, dass sie vor allem bei jungen Frauen langsam absetzen…Ich hätte folgende dringende Bitte, dass Studien und Ärztebücher nicht immer als korrupt angesehen werden oder als keine Wissenschaft…
    Diese negativen Auswirkungen stimmen, ich habe sie selbst durchgemacht.

    Auch hier ist nochmal zusammengefasst, dass Suizide bei Fluctin auftreten können…

    .Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoxetin#Nebenwirkungen

    Nebenwirkungen[Bearbeiten]

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die mit Fluoxetin in Verbindung gebracht werden, zählen laut Herstellerangaben: Übelkeit (22 % der mit Fluoxetin behandelten Patienten klagten über Übelkeit, jedoch nur 9 % der Placebokontrollgruppe), Schlaflosigkeit (19 % der mit dem Verum behandelten Patienten litten unter Schlaflosigkeit, im Gegensatz zu 10 % der Kontrollgruppe), Müdigkeit (diese verspürten 12 % der Verumpatienten – nur 5 % der Placebokontrollgruppe), Anorexie (10 % der mit Fluoxetin behandelten Patienten litten unter Appetitlosigkeit, jedoch nur 3 % der Kontrollgruppe), Angst (12 % der Verumgruppe verspürten Angstgefühle gegenüber 6 % der Placebokontrollgruppe), Nervosität (diese Nebenwirkung trat bei 13 % der mit Fluoxetin behandelten Personen auf, sowie bei 8 % der Placebogruppe), Asthenie (11 % der Verumpatienten klagten über Muskelschwäche gegenüber 6 % der Placebokontrollgruppe), Tremor (Bei 9 % der Fluoxetinpatienten trat diese Nebenwirkung auf, jedoch nur bei 2 % der Kontrollgruppe). Jene Nebenwirkungen, die Hauptgründe für eine Unterbrechung der Behandlung mit Fluoxetin waren, sind Angstzustände, Schlaflosigkeit und Nervosität sowie Manie bei pädiatrischen Studien. Auch können suizidale Gedanken und/oder Handlungen auftreten. [10][11] [12][13][14] Ähnlich wie bei anderen SSRIs ist sexuelle Dysfunktion – einschließlich Anorgasmie und verminderter Libido – eine häufige Nebenwirkung.[15] Zusätzlich können teils schwere Ausschläge und Nesselsucht auftreten (7 % der Probanden), was bei einem Drittel der Betroffenen zu einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung führte.[10][12][16] Akathisie (innere Unruhe und Unfähigkeit, still in einer Position zu verharren) ist ebenfalls eine eher häufige Nebenwirkung.[17][18] Akathisie setzt üblicherweise unmittelbar nach Beginn der Therapie ein (oder auch bei einem Erhöhen der Dosis) und verschwindet meist, nachdem die Behandlung beendet oder die Dosis herabgesetzt wurde. Propranolol lindert gegebenenfalls auch die Symptome.[17][19][20]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin

    Unerwünschte Wirkungen von Venlafaxin: suizidale Handlungen….auch aggressive handlungen wurden beobachtet

    Ich weiss, Wikipedia ist keine Fachliteratur.. jedoch möchte ich hier diese unerwünschten Wirkungen nochmals anbringen..

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    http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/region-bayern/patienten-wochenlang-an-neun-korperstellen-festgeschnallt-1.3369680

    PATIENT WOCHENLANG AN NEUN KÖRPERSTELLEN FESTGESCHNALLT BERICHT

    Stefan hat diesen Artikel auf facebook geteilt…danke dafür :) !! Ich freue mich sehr dass du an diesem Thema weiterhin dranbleibst…..

    Es werden in Forensiken Menschen 24 Stunden lang gefesselt, zugespritzt…anscheinend fixiert, weil sie die Medikamente mit riesigen Nebenwirkungen nicht nehmen wollen, dann sich wehren und den Arzt ins Bein stossen…Ich kann dieses Verhalten verstehen, es ist Verzweiflung..Die sind hilflos…. Wie schon berichtet, habe ich selbst durch Zwang diese MEdikamente nehmen müssen, bin bei einer Viruserkrankung ambulant und nachher stationär fehlbehandelt worden…

    Ich wurde nicht fixiert dafür aber festgehalten und Mund geöffnet, obwohl ich zu keiner ZEit aggressiv oder eigengefährdend war, kein richterlicher Beschluss vorlag..Das möchte ich nochmal betonen…. .Ich habe lediglich gesagt, dass ich die MEdizin nicht nehmen möchte, da ich sie nicht vertrage und miti diesen schrecklichen Auswirkungen nicht auskomme. (Ohnmacht fallen, epileptische Anfälle, Ängste, SChmerzen etc..) Auch habe ich gesagt, die Medizin nur bei Mononukleose bekommen zu haben und dass ich nicht psychisch krank war, bin… Anschließend kamen die Erpressungen, wenn ich nichts nehme, dann darf ich auf keine offene und am schluss wurde ich doch gezwungen…..

    Schlimm dass so etwas passieren darf..Wir leben im 20. Jahrhundert…. Wir müssen unbedingt an Psychiater rankommen und sie müssen es sehen wollen, dass diese MEdikamente schlimme psychische und körperliche Auswirkungen haben. Ich leide immer noch unter den Spätfolgen der Fehlbehandlung. Und bitte keinen Ärzten unterstellen, sie sind korrupt, weil sie die Negativseiten anerkennen. Zu sagen sie sind korrupt ist kein Fakt, sondern eine Unterstellung.

    Manche Psychiater lassen mit sich reden, sehen Studien an und sehen diese Negativauswirkungen bereits seit langem…. Manche behandeln Leute auch würdig und gerecht.. .Ein guter Arzt lässt den Patienten IMMER selber entscheiden besonders wenn es um diei Gesundheit geht. Es gibt weitere Fachliteratur (Dr. Arne Schäffler) die bestätigt dass Menschen auf diese Tabletten AGGRESSIV werden können. Ich bin sehr froh dass miri das wenigstens nicht passiert ist…

    Es gibt meines Wissens nach ein Gesetz, das Zwangsbehandlung verbietet….. Ich weiss nicht ob und inwiefern das Gesetz schon wieder verändert wurde aber es existiert. Darin wird gesagt fixieren darf man, aber nicht zwangsbehandeln. Im Enddefekt stelle das immer Körperverletzung dar. Gilt das jetzt immer noch so?

    Ich wünsche diesen LEuten viel Kraft und Gottes Segen..Mir tut es so leid was sie durchmachen …. Diese Patienten werden zu Grunde gerichtet ..Sicher kommen viele depressiv rein aber die Tabletten erzeugen auch Suizidgedanken, was anerkannt ist…. Ich kann das selbst bezeugen… Wenn manche darauf aggressiv werden werden sie weiter zugepumt … und wieder fixiert…schlimm was so passiert auf der Welt… . aber sie bleiben dran Herr Aigner und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar…. An Psychiater: bitte lasst mit euch reden uns seht auch mal diese negativen Seiten .bitte … es ist wichtig…nicht auf eine Seite blicken sondern auch Erfahrungen und Fachliteratur über diese Medizin gelten lassen… Wenn wir das schaffe, dann ist es auch gut für euch , da ihr einen besseren Ruf kriegt..

    … Viele Leute, das mache ich jetzt nicht, bezeichnen sie als Drogenverschreiber… Es wäre für jeden besser, jeder würde profitieren… Ich hoffe für die Patienten in den Forensiken dass sie das Zeug langsam absetzen…(kann bis zu einem jahr noch länger dauern, kommt drauf an wie lange man die tabletten nimmt).. sonst geratet man in das Absetz-/Reboundyndrom…Sie können es aber nur absetzen wenn sie nicht dauerhaft gezwungen werden….
    Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen Herr Aigner !!! MAchen Sie so weiter und bleiben Sie dran… liebe grüße …

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    Auch andere Medien berichten darüber…“Deutschland – Maßregelvollzugsland mit Foltermethoden ? !
    In Italien wurde die Zwangspsychiatrie in den 70iger Jahren verboten.
    Deutschland Psychiatrie Wurden Psychiatrie-Patienten 60 Tage lang am Bett fixiert?“ http://www.nordbayern.de/…/wurden-psychiatrie-patienten… …

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    Suizide, Gewalttaten ausgelöst durch Psychopharmaka : Ärzte und Professoren sprechen hier

    http://www.youtube.com/watch?v=4Uk4f_hMvT4

    Psychiater müssen endlich diese gefährlichen Effekte sehen .

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    Gustl Mollath über Psychopharmaka

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    MOLLATH PSYCHIATRISCHE GUTACHTERIN ZWEIFELT AN DER FUNKTION DES SYSTEMS DER BEGUTACHTUNG…mollath bei Reinhold Beckmann

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    Postbote Gerd Postl wurde zum Oberarzt einer psychiatrischen Klinik ernannt…Gustl Mollath Part 24 Gert Postel und Armin Richter bei Maischberger…

  • marie

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    http://www.youtube.com/watch?v=4Uk4f_hMvT4
    ARD Reportage…. Professoren, Richter, Patienten bestätigen dass Antidepressiva Suizide und Gewalttaten, Aggressionen auslösen können…

  • marie

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    http://www.youtube.com/watch?v=YfxdpoMLUwg
    Zwangsbehandlung verboten nach Rechtsprechung Gerichtshof für Menschenrechte 2011
    Holger Z begann durch Psychopharmaka Selbstmord und wurde des Öfteren isoliert, gefoltert.

  • „Verbrechen gegen die Menschlichkeit in deutschen Krankenhäusern“ | Regensburg Digital

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    […] Wir konfrontierten Chefärztin Verena Klein, seit Juli 2013 die Leiterin des Maßregelvollzugs, mit … Dabei erläuterte sie zunächst, dass es die Schreie einer von vier Patientinnen zuzuordnen seien, die zum eigenen Schutz, dem des Personals und der übrigen Frauen häufiger fixiert werden müssten. Sie litten an einer „fatalen Kombination“ aus Minderbegabung und schweren Persönlichkeitsstörungen. Während sich das plausibel anhört, geben weitere Auskünfte, die Klein uns auf Nachfrage gegeben hat, zu einigen Fragen Anlass. Vor allem zur Fixierungspraxis in der Vergangenheit. […]

  • mal nebenbei | Garfield, Sonntags-Blogger

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    […] für eine Einweisung. Fixierung oder die Ruhigstellung mit z.B. Haldol sind im Maßregelvollzug keine Seltenheit; gleichzeitig sind der Entlassung größere Hürden gesetzt: ein erster Antrag kann erst nach 10 […]

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