Pressekonferenz

„Was sollen wir machen?“ – Protestierende Roma im Dom schildern ihre Lage

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Die über 40 Roma aus dem Balkan, die am gestrigen Dienstag im Regensburger Dom Quartier bezogen haben, äußerten sich heute im Rahmen einer Pressekonferenz zu ihren Motiven, den Hintergründen ihrer Lebenssituation und ihren Perspektiven. Dem Bistum Regensburg dankten sie dabei ausdrücklich für die bisherige Unterstützung.

Ein Teil der im Dom schutzsuchenden Roma. Foto: Michael Bothner

Ein Teil der im Dom schutzsuchenden Roma. Foto: Michael Bothner

Seit gestern Vormittag befinden sich über 40 Flüchtlinge aus dem Balkan, darunter auch mehrere Kinder und Jugendliche, im Regensburger Dom, um auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen und gegen ihre drohende Abschiebung zu protestieren. Heute nahmen sie im Rahmen einer Pressekonferenz Stellung zu ihren Aufenthaltsgründen im Dom.

Insbesondere der Sprecher der Gruppe, Isen Asanovski, schilderte die Situation der Asylsuchenden, aber auch einige andere ergriffen das Wort und richteten sich an die Öffentlichkeit. Auf die Frage warum gerade der Dom als Protest- und Aufenthaltsort gewählt wurde, antwortete Asanovski, dass die Menschen sich nicht anders zu helfen wüssten und keine andere Möglichkeit sähen auf ihre ausweglose Situation aufmerksam zu machen. Sie seien unmittelbar von Abschiebung bedroht, die jederzeit eintreten könne. 

In den Herkunftsländern drohe den Roma jedoch schwerwiegende Diskriminierung. Sei es im Gesundheitswesen (ein paar der sich im Dom befindenden Personen seien nach Auskunft Asanovskis schwer erkrankt), in der Bildung oder im Berufsleben. Auch aufgrund weiterer Benachteiligungen und Anfeindungen gebe es für die Menschen keinerlei menschenwürdige Perspektiven in den Balkanländern.

Sprecher Isen Asanovski (links) beim Gespräch mit der Presse. Foto: Michael Bothner

Sprecher Isen Asanovski (schwarze Jacke) beim Gespräch mit der Presse. Foto: Michael Bothner

Große Probleme durch Asylrechtsverschärfung

Auch durch die verschärfte Asylgesetzgebung in Deutschland seien die Asylsuchenden zu dem jetzigen Schritt gezwungen. Die Lage in den bayerischen Rückführungseinrichtungen sei sehr schlecht, selbst im Dom gehe es den Menschen deutlich besser als in den Einrichtungen. „Die erste Nacht war sehr ruhig, viele konnten seit langer Zeit zum ersten Mal in Ruhe schlafen“, so Asanovski. Auch die Kinder hätten keine Angst gehabt, wie sonst im „Lager“. 

Hintergrund der aktuellen Lage der Roma dürfte insbesondere die im Jahr 2015 auf Drängen der CSU beschlossene Einstufung Kosovos, Montenegros und Albaniens zu sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ sein. Für Menschen aus diesen Ländern ist die Aussicht auf Anerkennung des Asylantrags nunmehr nahezu unmöglich. Regelmäßig brüstet sich die Bayerische Staatsregierung damit Menschen „in der Regel in wöchentlichen Sammelrückführungen“ in ihre Herkunftsländer abzuschieben. Um dies effizienter zu bewerkstelligen, gibt es in Bamberg und Manching bei Ingolstadt sogenannte Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE), in denen gezielt Menschen aus dem Balkan untergebracht werden.

Flüchtlinge suchen Schutz und danken der Kirche und Unterstützern

In der Obhut der Kirche, die die protestierenden Roma einstweilen duldet, ihnen zwei Räumlichkeiten in einem Seitenflügel des Doms zur Verfügung gestellt hat und sich mit Hilfe der Malteser und der Caritas um ihre Versorgung bemüht, genießen die Flüchtlinge vorerst Schutz und müssen keine unmittelbare Angst vor Abschiebung haben. Zumindest solange das Bistum auf ein Einschreiten der Polizei verzichtet.

Die Flüchtlinge dankten Bischof Voderholzer, der sich selbst noch nicht vor Ort gewesen sei und den kirchlichen Mitarbeitern, von denen sie freundlich und verständnisvoll empfangen und endlich als Menschen behandelt worden seien. Auch den Unterstützern, die vor dem Dom eine Dauerkundgebung zur Unterstützung des Protests angemeldet haben, sprachen sie ihren Dank aus.

Aktuell wissen die Roma jedoch nicht wie lange sie im Dom bleiben werden (können), ob eine oder zwei Wochen oder sogar Monate, jedoch erhoffen sie sich endlich Anerkennung und eine Asylperspektive für die Möglichkeit eines selbstständigen Lebens in Deutschland.

Eine Roma erläutert den Medien ihre Situation. Foto: Michael Bothner

Albana Ademi erläutert den Medien ihre Situation. Foto: Michael Bothner

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Kommentare (86)

  • Xaver Zach

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    Mal ne Frage,
    Wem ghört denn der Dom?
    Der Kirche oder dem Freitstaat?
    Danke.

  • Martin Oswald

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    Eigentümer des Doms ist der Freistaat, das Hausrecht übt die Diözese aus.

  • Xaver Zach

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    Heisst das nach dem Prinzip Schmied und Schmiedl, dass der Freistaat das letzte Wort hat?
    Wie ist das dann mit dem Kirchenasyl usw?
    Danke.

  • Mr. T

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    Die Zurückhaltung der Behörden beim Kirchenasyl beruht auf einer gewissen Respekthaltung. Eine rechtliche Grundlage hat das (so viel ich weiß) nicht. Man sagt halt, dass eh nichts passieren kann so lange wer auch immer in einer Kirche ist. Würde die Diözese den „Besetzer“ nicht mehr wollen, würde man ihn rausholen. Würde sich da drin jetzt ein Terrordrahtzieher verschanzen und seine Geschäfte weiter betreiben, würde man ihn sicher rausholen.
    Für manche Menschen in akuter Not ist so ein Kirchenasyl die letzte Hoffnung. Die Diözese kann einen nicht rausschmeissen ohne saublöd dazustehen und man bekommt Aufmerksamkeit für sein Anliegen. Unter den Augen der Öffentlichkeit kann dann ein Entscheidung über Bleiben oder Abschieben vielleicht anders ausfallen als in der Anonymität.

  • joey

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    der Bischof weiß nur noch nicht, wie er aus dem Schlamassel rauskommen soll.

  • Christian Feldmann

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    Kirchenasyl ist bekanntlich die letzte Rettung für jene, die die staatliche Gewalt und Bürokratie für nicht schützenswert hält, abschieben will. Das heißt, in solchen Fällen besinnt sich die Kirche auf ihre Wurzeln („Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“) und stellt sich gegen den Staat, oft durchaus erfolgreich.

  • Christian Feldmann

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    besinnt sich die Kirche auf ihre Wurzeln („Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“) stellt sich die Kirche gegen den Staat, oft durchaus erfolgreich.

    Bitte korrigieren … DANKE!
    besinnt sich die Kirche auf ihre anarchischen Wurzeln („Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“) und stellt sich gegen den Staat, oft durchaus erfolgreich.

  • Tollhaus

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    Metapher zum Sachverhalt:
    Nr.1 Eine Mutter befindet sich im Supermarkt mit ihrem Kind. Das Kind möchte Schokolade. Die Mutter sagt nein. Das Kind legt sich schreiend auf den Boden und macht keine Anstalten damit aufzuhören. Schlussendlich gibt die Mutter entnervt auf. Sie kauft dem Kind die Schokolade. Künftig weiß das Kind was es zu tun hat. Das Kind teilt dies auch weiteren Kindern im Kindergarten mit, um auch diese auf den Trickbetrug hinzuweisen. Die Erpressung hatte Erfolg…
    Nr.2 Eine Kasse weiter sieht ein anderes Kind die ganze Szenerie. Das Kind probiert es auch aus. Da es allerdings eine schlaue und weitsichtige Mutter hat, bekommt es aufgrund dieser Verhaltensweise keine Schokolade. Die Mutter weiß ganz genau dass Sie sich nicht erpressen lassen kann und will. Jetzt nicht und auch nicht für die Zukunft. Ob das Kind seine Schokolade bekommt hängt von anderen Faktoren ab. Jedenfalls nicht durch Nötigung oder Aktionsterror.
    Für mich ist die Sache klar.
    Jedoch gestehe ich Ewiggestrigen linken Piep-piep-piep-wir-haben-uns-alle-lieb-Nestbeschmutzern zu, die erste Geschichte zu favorisieren…
    An alle Kirchenasylsuchenden, auf Baukränekletternden, in den Hungerstreiktretenden, sonstige tolle Einfälle Habenden:
    Sucht Euer Glück doch in einem Land, in welchen Erpressung an der Tagesordnung steht. Vielleicht habt Ihr da ja mehr Erfolg!

  • Harry

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    @Tollhaus: Oh oh oh, Menschenrechte mit Schokolade vergleichen, und die Einforderung von Grundrechten und fairer, menschlicher Behandlung als Erpressung bezeichnen – fragt sich, wer hier wirklich „ewiggestrig“ ist.

  • Mr. T

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    Tollhaus &Co., warum sucht Ihr Euer Glück nicht in einem Land, indem Rrrecht und Orrrdnung noch richtig durchgesetzt werden, anstatt unserer schönes Land wieder um 80 Jahre zurückdrehen zu wollen? Nordkorea, Ungarn, Weißrussland, usw. – da ist jedes Klima in der Auswahl. Dann hätten wir schön Platz und Frieden für unsere Zuflucht Suchenden in der Bunterepublik Deutschland.

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Tollhaus“ – Ich habe Ihre Botschaft verstanden! Natürlich wollen Sie nicht die
    Situation der Flüchtlinge mit der „Schokolade“ vergleichen, aber ich weiß genau,
    was Sie meinen. Die linke ANTIFA schert sich nämlich einen Dreck um die Flücht-
    linge. Diese sind ihr nur ein willkommener Anlaß, aller Welt vor Augen zu führen,
    was für ein S c h e i ß s t a a t die BRD doch ist.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Tollhaus
    Besonders süß ist ja die Bezeichnung „ewiggestrige Nestbeschmutzer“. Ein paar andere Schlagwörter fehlen mir hier allerdings noch, z.B. „Linksfaschisten“ oder auch sehr schön: „links-grün-versiffter Meinungsterror“. Weitere Inspirationen gibt’s bei Bernd Höcke und anderen. Niemals vergessen: Ihr seid die Opfer und wer eueren intoleranten, menschenfeindlichen Krampf nicht akzeptiert, will euch natürlich unterdrücken und wird mindestens vom internationalen Finanzkapitalismus gesponsert.

  • Rentnerin

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    an Tollhaus und Frau Vietze:

    Bravo !

    Alle die sich so beherzt schriftlich und emotional kümmern, sollen doch die Flüchtlinge in ihren Haushalten aufnehmen und nicht nur reden und schreiben.

    Nich reden und dumm daherdiskutieren, sondern handeln.

    Was war denn bei uns nach dem Krieg – Trümmerfrauen – die Männer im Krieg getötet – Hunger – die Kinder und Familien in unendlicher Armut – in die Schule mussten wir Heizmaterial mitbringen – es wurden 2 Klassen in einem Raum unterrichtet – wir krempelten die Ärmel hoch.

    Der Staat verordnete Zwangseinweisungen.

    Heute wird Jahre lang diskutiert und gejammert aber nicht gehandelt.

  • Xaver Zach

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    Ich wollte hier ja keine anti-pro-Asyl Diskussion aufwerfen.
    Hat mich nur interessiert wem dieser Bau gehört und wer letztlich die Entscheidungsbefugnis hat.
    Dass der „Osten“ vielleicht nicht unbedingt zu den klassischen Asylländern gehört ist klar.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Rentnerin
    Wie wäre es, wenn Sie es jedem Einzelnen überlassen, wie und in welchem Umfang er sich wo engagiert? Mal ganz abgesehen davon, dass die Unterbringung und Versorgung von Flüchtenden und Asylbewerbern Aufgabe des Staates ist und bleibt. Und dass die Nachkriegszeit hart war, ist unbestritten, hat mit dem Thema aber leider herzlich wenig zu tun.

  • mexiclicka

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    Wären es Deutsche Bundesbürger, die hätte man schon längst aus dem Dom entfernt.

  • Jacques Bressot

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    Kommentar gelöscht. Keine rassistischen Klischees.

  • Regensburger

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    Fakt ist ,dass alle im Dom befindlichen Asylbewerber einen rechtskräftigen Abschiebebescheid erhalten haben und umgehend abgeschoben werden müssen, damit deren Verhalten hier nicht Schule macht. Ich möchte nur zu gerne mal sehen, was los wäre, wenn es nur eine sozialbedürftige Person wagen würde, im Dom einen „Donaustrudel“zu verkaufen. Die „Willkommenspolitik“ von Frau Merkel und die Politik von Herrn Wolbergs hat zur Folge, dass in Regensburg schönster Wohnraum für Nicht-Deutsche geschaffen wird, alle Anderen aber auf der Strecke bleiben.

  • keinmenschistillegal

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    Liebe rassisten und andere nur durch die gnade der späten geburt nicht am massenmord an den sogenanntem zigeunern beteiligte: falsches forum für euch, zu CSU und afd seiten wechseln

  • tim

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    @Rentnerin: Ein starkes Stück, sich an dieser Stelle im „Trümmerfrauen“-Mythos zu weiden. Nachdem man Millionen Menschen und u.a. auch die Hälfte der Sinti und Roma massakriert hat, die halbe Welt in Schutt und Asche gelegt hat, inszeniert man sich als Opfer und selbstlose Heldinnen, weil man ein paar seiner Trümmer aufräumt. Wie hätten Sie es denn gerne gehabt, hätten die überfallenen Völker auch noch euren Dreck in Deutschland wegmachen sollen als Strafe dafür, dass man euch nicht gewinnen hat lassen oder wie? Deutschland hat u.a. die westliche Sowjetunion abgefackelt, die Menschen dort können sich was auf ihren Wiederaufbau einbilden, denen wurde nicht mit Marshallplan u.dgl. in den A… geblasen.
    Es waren große Teile der NS-Eliten nach 1945 in der BRD wieder in Amt und Würden. Man tut so, als wäre das zwar unschön gewesen, aber weiter nicht relevant oder von nennenswertem Einfluß auf die Gesellschaft und die „Selbstverständlichkeiten“ im Denken der Menschen. Zur „Mündigkeit“ gehört aber, von sich zu wissen, wes Geistes Kind man ist.

  • Regensburger

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    An alle Gutmenschen und Sozialromantiker: Nehmt ihr sie doch alle auf, wenn ihr so schlau daherredet!
    Ab September 2017 wird sich hier sowieso etwas gehörig ändern…

  • Helmut Wurmdobler

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    Nach vielen Verfahren, deren Ausgang dann auch noch gerichtlich überprüft worden ist hat sich herausgestellt, dass die von diesen Menschen behaupteten Asylgründe nicht stichhaltig waren und ihr Asylantrag abgelehnt. Diese Menschen akzeptieren unsere Gesetze aber nicht und kehren nicht in ihre Heimat zurück. So ein Verhalten ist nicht zu tolerieren. Gerade auch wegen der Generalprävention. Fazit: Die Abschiebung ist zeitnah durchzuführen.

  • Muselmann

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    Kommentar gelöscht. Irgendwelche rassistischen Klischees können Sie woanders verbreiten.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Helmut Wurmdobler
    „hat sich herausgestellt“ ist hier wohl nicht ganz der passende Ausdruck, korrekter wäre: „ist entschieden worden“, und zwar nach politischer Vorgabe. Davon abgesehen, gibt es neben dem staatlich gesetzten, positiven Recht eben auch universal geltendes Recht, wie z. B. die Menschenrechte. Zwischen diesen beiden Rechtssphären treten bisweilen eklatante Widersprüche zu Tage. Dass die jeweils Betroffenen die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um die Öffentlichkeit auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, ist völlig legitim. Ud zwar unabhängig davon, wo sie herkommen.

    @Regensburger, mexiclicka & Co.
    Wie wäre es mal mit Argumenten statt dummer Sprüche? Oder hapert es da etwa? Aber pöbeln Sie ruhig weiter, Sie entlarven sich mit jedem Posting mehr.

  • keinMenschistillegal

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    @Wurmdobler: ich bin zwar schon von Berufs wegen ein Anhänger des Rechtsstaats, allerdings gibt es nur noch wenig Rechtsstaat beim Ausländerrecht. Mit der gesetzlichen Einstufung der Herkunftsländer der Roma als „sichere Herkunftsstaaten“ findet nur noch eine sog. summarische Prüfung des Asylrechts statt. D.h. im Normalfall gar keine mehr. Nicht gelesen, dass die Ausbildung der Asylentscheider beim BaMF ganze 3 Wochen dauert, und dass nur jede 10000e Entscheidung behördenintern überprüft wird ??? O.k., könnte man sagen, aber die Verwaltungsrichter werdens schon richten !? Schon mal ins deutsche Asylrecht eingelesen als Ausländer ohne gutes Deutsch ? Ich würde sagen, da scheitert selbst ein Deutscher . Achsoja die Rechtsanwälte, die…Die wenigen Anwälte, die hier tätig sind, verlangen ihre Kosten als Vorschuss, sonst gibts keine Vertretung. Gerade das Geld fehlt aber diesen Leuten. Also: Freuen Sie sich, dass der Rechtsstaat für die deutschen Staatsbürger (so sie nicht gerade Hartz IV-Empfänger , schwerbehindert o.ä. sind) einigermassen funktioniert , und hoffen Sie mit mir, dass wenigstens jetzt durch den politischen Druck der Dom“besetzung“ den Leuten möglicherweise Menschlichkeit statt Abschreckungsrecht widerfährt.

  • tim

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    @Regensburger: Du meinst, „ab September 2017 wird sich hier sowieso etwas gehörig ändern“!? Dass die Bürgerlichen euch Nazis mal wieder die Macht vor die Füße werfen?
    Muss ich dich enttäuschen, dafür ist es noch zu früh. Zwar gilt sicher nach wie vor für das Mitte-Rechts-Verhältnis, was Franz-Josef Strauß über euch Nazis sagte: „Mit Hilfstruppen darf man nicht zimperlich sein … Man muss sich der nationalen Kräfte bedienen, auch wenn sie noch so reaktionär sind … Hinterher ist es immer möglich, sie elegant abzuservieren.“
    Aber erstmal geht für die Seehofers und Konsorten der christlich-demokratische Ausbeutungs-Betrieb viel reibungsloser vonstatten, wenn die völlig Durchgeknallten nur auf der Ersatzbank warmgehalten werden. Das Catering hierbei obliegt bekanntlich dem „Verfassungsschutz“.
    Euch Nazis wird man erst wieder ans Ruder holen, wenn die Widerstände zu groß werden. Von nennenswertem Widerstand sind wir aber leider weit entfernt.

  • Helmut Wurmdobler

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    dann sollte man eigentlich erwarten können, dass Verwaltungsentscheidungen, die zumal von der unabhängigen Justiz überprüft worden sind, respektiert werden.

    Wer natürlich der Ansicht ist, Deutschland sei ein Unrechtsstaat und die Justiz sei politikhörig, der muß das natürlich so sehen.

  • joey

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    geht’s auch mit weniger Lautstärke?
    Hier werden einige als Rassisten und Nazis bezeichnet (keinmenschistillegal, tim), Deutschland als Scheißstaat (MVietze), … was Muselmann geschrieben hat, kann ich nicht lesen, es entgeht mir wohl nicht viel.

    Seid froh, daß es unterschiedliche Meinungen gibt. Das regt unser Denken an. Wenn man sich nicht für Gott oder dergleichen hält, dürfen wir unsere menschlich beschränkte Wahrnehmung immer wieder erweitern.

  • Wilhelmsburger24

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    Der Aktivist Isen Asanovski reist offenbar durch die Bundesrepublik und macht aus Kirchenbesetzungen durch Roma eine Art Roadshow. Er hat eine sehr aehnliche Aktion mit Roma im Hamburger Michel im letzten Jahr schon durchgefuehrt. Da muss man sich zwangslauefig fragen: welche Staedte und welche Kirchen sind als naechste dran ?

  • raschelmann

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    Eichstätt, Bamberg, Würzburg, Passau, München-Freising und Augsburg sind in Bayern noch als Dombauten vorhanden, aber richtig wohnlich ist es da auch nicht wirklich!

  • Schämteuch!

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    Jetzt reicht´s. Sieht eigentlich irgendjemand hier noch, dass es sich um Menschen in Not handelt? NIEMAND verlässt gerne und freiwillig seine Heimat, außer man hat den Luxus sich die Abenteuerlust leisten zu können.
    Es geht nicht um den Schutz des Rechtsstaates, dessen Entscheidungen man doch bitte respektieren soll. Der Rechtsstaat hat sich zumindest in der Asylgesetzgebung zum Un-Rechtsstaat entwickelt. Das sage ich als Profi in der Flüchtlingsarbeit und ich kenne mich wirklich mit dem Ausländerrecht aus,! Die Asylgesetzgebung hat inzwischen jeglichen Bezug zu Realitäten in den Ländern verloren. Es geht bei der Einstufung in sog. „sichere Hekunftsländer“ doch schon längst nicht mehr darum, wie sicher Menschen, hier Roma, in den Ländern tatsächlich sind, sondern darum irgendwie weniger Flüchtlinge = Menschen in Not, ins Land zu lassen. Un dabei auch noch den rechten Parteien wieder ein paar Stimmen abzujagen um an der Macht zu bleiben. Nochmal zum Mitschreiben, weil mich all diese Kommentare von wg. Rechtsstaat blabla wirklich sauer machen. Die Grundlagen für die aktuellen Verschärfungen im Asylrecht bilden nicht die Wirklichkeit in den Ländern ab, sondern sind völlig an den Haaren herbeigezogen. Es gibt systematische Diskriminierung und Ausgrenzung von Roma und die Balkanstaaten sind NICHT in der Lage und/oder nicht willens die Menschen davor zu schützen. Fahrt hin, schaut es euch an, sprecht mit den Menschen!
    Und aus dieser Perspektive sind diese Menschen keine rechtsscheuen Staatszerstörer, die einfach nicht die tollen deutschen, ach so rechtsstaaltlichen Entscheidungen akzeptieren wollen, sondern Menschen, die ihre Menschenrechte auf ein irgendwie menschenwürdiges Leben für sich ud ihre Kinder in Anspruch nehmen wollen. Hier in Deutschland, denn in ihrer Heimat ist es nicht möglich!

    Ich empfinde es als zynisch, wenn ausgerechnet in Deutschland, in dem Land, in dem zigtausende von Roma umgebracht, eingesperrt, zwangssterilisiert u.ä. worden sind, diesen Menschen dieser Schutz verweigert mit.
    Da schäme ich mich einfach nur noch für mein Land, das heute abend wieder super-patriotisch ist…
    Bitte schlagt mal die Geschichtsbücher auf oder redet mit den Alten anstatt hier wieder dieses ganze rassistische Zeugs loszulassen.
    Und seht die Menschen!

  • joey

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    @schämteuch
    nein, ich schäme mich nicht. Die NS Zeit eignet sich nicht als Keule zur Durchsetzung heutiger Themen – die Nazis waren ein wenig schlimmer als die CSU würde ich sagen.

    Die SundR sind in ihren Heimatländern nicht von der Vernichtung bedroht. Sie werden benachteiligt, wie schon immer.
    Genau genommen müssen wir mit solcher Argumentation die ganze Welt aufnehmen, denn die meisten Menschen sind irgendwo und irgendwie benachteiligt. Schon allein alle Frauen aus islamischen und strengkatholischen und hinduistischen und buddhistischen Ländern… noch genauer brauchen wir es wohl nicht.

    Das deutsche Asylrecht ist für sowas nicht gedacht gewesen. Weil man (Politiker aller Farben inkl linke) das Asylrecht aber nicht abschaffen darf, wird es systematisch matt gesetzt: mit den sicheren Herkunftsstaaten.

    Wer eine neue Migrationsflut in irgendein europäisches Land zuläßt, wird abgewählt.

  • TS

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    @Schämteuch!
    Sie haben vollkommen Recht. Aber was ist jetzt die Konsequenz dieser Erkenntnis?
    Alle Flüchtlinge, Verfolgte und Zu-Unrecht-Behandelte werden von uns aufgenommen?
    In einer perfekten Welt würden wir das sicherlich machen. Aber die Realität in der wir leben, erlaubt das nicht.

    Aktuell müssen wir, im Rahmen unsere Möglichkeiten, helfen. Wir müssen dabei aber auch die Unzufriedenen, Benachteiligten, Armen usw. bei uns mitnehmen.
    Kümmert man sich nicht um diese Menschen, kann man ihnen auch nicht verständlich machen, warum es Milliarden Hilfen für Flüchtlinge gibt.

    Wie soll dies eine alleinerziehende Mutter verstehen, wenn der Staat ihr vom wenigen Geld das sie bekommt, jetzt noch tagesweise etwas abzieht, wenn das Kind am Wochenende beim Vater ist?

    Jedes Jahr hören wir, dass es wieder Rekord Steuereinnahmen gibt und die Reichen reicher werden.
    Ja, den sozial Schwächeren bei uns geht es nicht so schlecht wie wo anders. Erwarten kann ich da aber halt keine große Begeisterung über Flüchtlinge. Eher den aktuellen Trend zur AfD.

    Ich bin fern davon beurteilen zu können, was der richtige Weg ist. Bin mir aber ganz sicher, dass es besser ist sich um Ursachen zu kümmern als um die Folgen.

    Deutschland, als reiches Land, hat die verdammte Pflicht zu helfen. Es wird genug verschwendet oder landet bei reichen Eliten. Aber es muss auch sinnvoll eingesetzt werden.
    Es ist human, hungernden Afrikanern Nahrung zu geben, so lange wir aber deren Bodenschätze rauben, Waffen liefern und nicht zulassen, dass dort etwas aufgebaut wird, lindern wir nur etwas Leid, schaffen aber mittel- und langfristig großes Leid.

    In den Nachrichten hören wir, dass sich die deutschen Waffenexporte verdoppelt haben.
    Scheint niemanden zu stören. Schafft ja auch Arbeitsplätze bei uns.

    Wir streiten über TTIP und CETA. Wo aber bleiben die Freihandelsabkommen mit armen Ländern, damit die eine Chance bekommen? Statt dessen setzen wir mit Hilfe von Diktatoren oder Unrechts-Regimen durch, im Zuge der Globalisierung, deren Küsten leer zu fischen.

    Was wir, als Staat oder Wirtschaftsmacht tun, tun wir um für uns Vorteile zu bekommen. Die Folgen für andere, interessen erstmal wenig. Das ist leider die menschliche Natur.

    Wir, als Gesellschaft, sollten lernen es zukünftig besser zu machen. Ich sehe aber nicht, wie das gehen soll. Das politische System, die Gier und der Egoismus der Menschen scheinen mir stärker zu sein.
    Ich fürchte, wenn die Zeiten mal wieder schlecht sind, kommt auch bei uns ein Trump und wir bauen Mauern auf.
    Hoffentlich bin ich zu pessimistisch…

  • Tobias

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    @ „Schämteuch“

    Zitat.“ Ich empfinde es als zynisch, wenn ausgerechnet in Deutschland, in dem Land, in dem zigtausende von Roma umgebracht, eingesperrt, zwangssterilisiert u.ä. worden sind, diesen Menschen dieser Schutz verweigert mit.“

    Diese Leute, die nun hier sind, haben nix mit den von Ihnen besprochenen Dingen zu tun. Die sind zwei, eventuell schon drei Generationen weiter. Genauso wie mit uns Deutschen. Ich bin Baujahr 1990, denken Sie, mich interessiert hier irgendeine herbeiphilosophierte Schuld eines Roma/Sinti, der ebenfalls 25 Jahre jung ist?

    Das Problem dahinter ist, dass die Regensburger linksradikalen „Aktivisten“ mal wieder ihre Leute missbrauchen, wenn Sie nicht gerade Kriegsdenkmäler (wie im Stadtpark) beschmieren, Sachbeschädigung betreiben (Aufkleber und Graffiti), Wirte bedrohen (s. Location für AfD-Tagungen) oder auf NPD-Kundgebungen verhaftet werden (s. Regensburg-Digital). In griechischen Flüchtlingslagern ertrinken Leute für ein reißerisches Foto oder werden durch Linke Meldungen wie „Die Grenze ist offen“ ins Tränengas getrieben (auf den Pressebildern ist übrigens nur ein „Flüchtling“ zu sehen, die anderen zehn Menschen auf dem Bild sind Photografen. Alles Show!)

    Roma (und Sinti, diese aber weniger) werden nicht verfolgt, aber benachteiligt. Und das liegt an dem Ruf, den sie sich aufgebaut haben. Egal ob sie in Duisburg Müll aus dem Fenster werfen (und die Stadtreinigung auf Steuerzahlerkosten diese dann in die leeren Müllcontainer wirft) oder in die Treppenhäuser und Lifts urinieren. Oder, wie bei ARD gehört, Löcher im Keller von Mehrfamilienhäusern bohren, um einen Brunnen zu haben*. Diese Lucy von den No Angels ist doch Sinti, und die hat bei diesem ZDF-Talk dem Roma-„Beauftragten“ mal die Realität erklärt. Ist doch klar, dass sich SOWAS nicht integriert, genauso wenig die ansteigenden Diebstahlraten. Der Ruf als Nomadenvölker und Bettler weltweit und seit Jahrhunderten kommt nicht von ungefähr…

    * https://youtu.be/NoIfo0J_Jfc?t=12m48s (Maischberger, ARD, 2013. Direkt auf diese Aussage vorgespult)

    Besonders die Aussage/Einschätzung um 14:30 in dem Film ist interessant.

  • Ronald McDonald

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    Nette Menschen!
    Brauchen wir dringend!
    Bitte gleich an die leeren Arbeitsplätze an den Bändern bei BMW stellen, auch Krones wird auf diese Fachkräfte schon lange sehnsüchtig gewartet haben.
    Und für Herrn Isen Asanovski wird sich doch ein Redakteurspöstchen bei der migrationsverschwurbelten „MZ“ oder bei Herrn Kittel (kleiner Scherz!) oder wenigstens bei „regensburg-digital.de“ finden.
    Für die Wohnhaftmachung möge Herr Wolbergs mit der GroBuntKo sorgen, vorläufig im Neuen Rathaus [dem alten Nazibau!] – irgendwie, später dann im neuen Dörnberg-Viertel – soviel Willkommenskultur muß schon sein.
    „Wir schaffen das“ (Angie-Mantra), „diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind uns willkommen, sie sind eine Bereicherung für uns alle“ (Maria Böhmer, CDU, Ex-Staatsministerin bei Angie, Ex-Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Migration[sgedöns], Mitglied im ZK der deutschen Katholiken, [leider] volksdeutsch = [leider] weiß, [natürlich] ledig, [natürlich] kinderlos, [natürlich] überversorgt).

  • Xaver Zach

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    Ob die ganzen Verfolgten dieser Erde a soviel streiten obs dahoambleim sollen oda ned?
    Ungerechtigkeit gibt’s überall.
    Unmut kommt halt immer dann auf, wenn die Politik ihren Aufgaben nicht gerecht wird…
    I bin sicher ned rechts, aber wenn wir uns mal umsehen dann entdecken wir auch unter unseren Mitmenschen deutscher Abstammung viel Unrecht, wäre des ned so, so denk ich, würd diese ganze Asylgschicht ned so grosse Wellen schmeissn und die rechtsverirrten Zeitgenossen hätten ned soviel Zuwachs!

  • Tollhaus

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    Metapher zum Sachverhalt:
    Da leider Zu viele Rosarotebrille-Gutmenschen mit Hang zur polemischen Melodramatik die bittere Wahrheitspille nicht schlucken wollen.
    Hier Teil 2.
    Ein Schwerverletzter kommt in die Notaufnahme. Viele Emotionen bei den Angehörigen und viel Tränen. Der Notarzt heult auch mit weil er am Unfallort war. Der Chirurg, der Anästhesist und auch die OP-Schwestern können nicht mehr an sich halten. Vor lauter überbordenden Gefühlen weiß niemand mehr was zu tun ist. Leider hilft alles Gejammer und Gezeter nichts. Der Patient verstirbt. Keiner konnte ihm helfen. Alle waren auf der Gefühlsschiene verhaftet und so kommt es leider zum Schlimmsten. Keiner hielt sich an Verordnungen und Verfahrensweisen. Sie kamen allesamt nicht von der Emotionsebene auf die Sachebene. Dieses Krankenhaus trägt den Namen „St. Wünschdirwas-Alleswirdirgendwiegut“

    Nächste Geschichte:
    Ein Schwerverletzter kommt in die Notaufnahme. Viele Emotionen bei den Angehörigen und viel Tränen. Der Notarzt erklärt dem Team in der Notaufnahme was zu tun ist. Die Ärzte übernehmen souverän den Patienten. Die Angehörigen werden beruhigt. Die Ärzte lassen sich nicht von Emotionen leiten und funktionieren auch unter Stress perfekt. Sie halten sich an alle internen Regeln und Leitlinien um den Patienten zu operieren. Auch am ansetzen des Skalpells kommen niemanden im OP-Saal die Tränen. Der Patient überlebt und wird gesund entlassen. Dieses Krankenhaus trägt den Namen „St. AlleskommtinOrdnungwennsichalleandieSpielregelnhalten“.
    In welches Krankenhaus möchten den alle Gutmenschen gerne. Vor allem diejenigen die immer wieder mit dem Vergleich kommen das die Rechtschaffenen sich die Nazizeit wieder wünschen würden.
    Aufgepasst! Wir haben seit sehr vielen Jahrzehnten bereits eine Bundesrepublik Deutschland. Hier funktioniert alles sehr gut. Vielleicht sogar mitunter deshalb weil es Gerichte gibt die Urteile verkünden. Ja, es gibt sogar Menschen die kapiert haben dass es nur so auf Dauer geht. Wenn nun alle Urteilsempfänger sich in Zukunft wehren weil es ihnen irgendwie nicht behagt, ja dann willkommen im Krankenhaus Nr1!

  • tim

    |

    @Tollhaus: Noch eine Metapher: Einer der bald 1,2 Millionen Millonäre in Deutschland, ein Bildzeitungsleser und ein Flüchtling sitzen an einem Tisch mit 10 Keksen darauf. Der „Leistungsträger“ nimmt sich 9 neun der Kekse und sagt zum Bildzeitungsleser: „Pass auf, der Flüchtling will an deinen Keks!“

  • Trollhaus

    |

    @ Tollhaus:
    Ich hoffe, Sie sind ein Troll. Ihr Geschwurbel mit den sinnbefreiten Analogien schreit jedenfalls danach.

  • menschenskind

    |

    @joey
    Sie sind unverbesserlich, denn Sie hängen entgegen jedweder Einsicht und entgegen jedweden Verstandes Denkweisen der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts an.

    Wenn Sie immer noch glauben, dass die NS-Zeit die einzige Schande ist, die unserer deutschen Identität anhaftet, dann ist das einfach Kaffee von vorgestern. Heute sind wir, zumindest wenn wir uns auch anderen Geschichtserkenntnissen öffnen als denen, die in verlogenen Geschichtsbüchern des CSU-Staates stehen, weiter.

    Googeln Sie doch mal „deutsche Tabus“ oder „deutsche Fettnäpfchen“ und lesen Sie dann diesen Artikel:
    http://www.hagalil.com/2016/06/24-deutsche-tabus/

    Das hat mit „Keule“ gar nichts zu tun, sondern vielmehr mit trotziger Uneinsichtigkeit, wenn Sie sich nicht schämen können oder wollen. Eine jede Generation Deutscher hat durch Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit und durch die Unfähigkeit allernächstliegende Fragen zu stellen, sittlich-moralisch versagt, keineswegs nur die Kriegsgeneration.

    Und deshalb haben wir Deutschen allen Grund uns als Vorbilder und Vorreiter in Sachen Menschlichkeit zu zeigen, um unsere so furchtbare Reputation als Schlimmste der Schlimmen endlich abzustreifen.
    Nur, mit derart verhärteten Individuen wie Ihnen, fürchte ich, wird dies schwer fallen.

    Wenn Sie ferner schreiben…
    „Die SundR sind in ihren Heimatländern nicht von der Vernichtung bedroht.“
    outen Sie sich als typischer deutscher 08/15-Ignorant.

    Denn heute weiß man doch allmählich, nach x Zeitungsartikeln und y Fernsehberichten, dass S (Sinti) vorwiegend in Deutschland beheimatet sind, R (Roma) hingegen in Osteuropa. Auch hier auf Reg.dig wurde dies schon des öfteren thematisiert.

    Haben Sie weggelesen? Oder geschlafen? Nein, ich weiß schon, interessiert Sie nicht. Ignorant eben.

    Wer S und R, so wie Sie, unbedarft und unüberlegt in einem Atemzug ausspricht, lebt an der Realität vorbei, oder gar hinter ihr.

    Kann man noch herzloser argumentieren als Sie?
    „Sie werden benachteiligt, wie schon immer.“
    Absolut harakterlos, und so typisch für einen satten, bequemen, egoistischen Deutschen!

    Oder dieser Satz von Ihnen, der nichts anderes als billige, populistische, wir-wollen-mit-keinem-teilen-AfD- bzw. CSU-Polemik ausdrückt:

    „Genau genommen müssen wir mit solcher Argumentation die ganze Welt aufnehmen, denn die meisten Menschen sind irgendwo und irgendwie benachteiligt.“

    Wer hat denn je verlangt, dass wir die „ganze Welt“ aufnehmen? – Ich kenne keinen. Benennen Sie doch jemanden, der dies je forderte! – Können Sie nicht. Eben, billige Polemik

    Ihnen geht es einfach zu gut. Und Herz haben Sie auch keins. Sie (und Ihresgleichen) sind eine Schande für unser Land!

  • Torwart

    |

    Die Politik muss sofort handeln und den ehemalige CSU Integrationsbeauftragten ,,Bora Ataman,,wieder ins Spiel bringen und auf der Stelle ihn für diese Sache einschalten bevor es zu spät wird für unsere schöne Stadt Regensburg.

  • Mr. T

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    Oh, Ataman und seine vielen Identitäten sind wieder raus! Das wird lustig!
    Tollhaus hat noch ein Krankenhaus vergessen. In St. NSAdfD-Traum ist ein Zuflucht Suchender in der Notaufnahme abgewiesen worden weil er auch nie in unser Gesundheitssystem eingezahlt hat. Der dahinter mit dem PEGIDA-Anstecker, dem der Molli vorm Flüchtlingsheim in der Hand abgefackelt ist hat sich noch gefreut, dass er schneller dran kommt, dann aber trotzdem blöd geschaut, als man ihm erklärt hat, dass er sich als Arbeitsloser selber hätte versichern müssen, wenn er eine Behandlung gewollt hätte.
    Menschenskind, danke für die Aufklärung. Als aufmerksamer Leser war mir gar nicht mehr bewusst, dass es auch außerhalb Bayerns Deutsche gibt, die Schuld auf sich geladen haben ;-)

  • joey

    |

    @menschenskind
    danke für die persönlichen Angriffe auf mich, sie schreiben dadurch sehr viel über sich selbst.
    Repliken zu „unverbesserlich“ lasse ich jetzt lieber weg, kann mir aber nicht verkneifen, daß Sie doch einfach einen Roma aufnehmen können, wenn sie eine Erklärung zur Kostenübernahme (sozial und gesundheit) unterschreiben. Sie fühlen sich ja dazu verpflichtet.
    Bassam Tibi, Henryk M. Broder und andere rechtsradikale Syrer, Juden und … fürchten sich vor den vorbildlichen Deutschen.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Tobias
    Sie können einem ja fast schon leid tun. Da geben Sie sich soviel Mühe, Ihre tumben Feindbilder (Linke! Ausländer!) in halbwegs durchformulierte Sätze zu verpacken, und dann schaffen Sie es, Ihr zutiefst menschenverachtendes Weltbild in einem einzigen Ausdruck zusammenzufassen: „SOWAS“, bezogen auf Roma. Kleiner Hinweis: Auch Nicht-Deutsche sind Menschen. Sollte eigentlich jeder kapieren, der auch nur 1 Gramm Hirn im Kopf hat …

    Sparen Sie sich doch einfach die Mühe und beschränken Sie Ihre Kommentare hier auf RD auf „Ich hasse Linke! Ich hasse Ausländer!“. Der Inhalt wäre der gleiche, und man spart sich eine Menge Zeit beim Lesen. Außerdem weiß man ja eh, von wem es kommt ….

    @Tollhaus
    Wenn Sie als selbsternannter „Rechtschaffener“ (immer lustig!) meinen, hier Ihre seltsame „Wahrheit“ verbreiten zu müssen, warum tun Sie es dann nicht einfach, statt sich in sinnfreien, verschwurbelten Metaphern zu verlieren? Vielleicht, weil Ihr Weltbild genauso verworren ist?

    Ist es eigentlich ein Naturgesetz, dass Rechte keinen fehlerfreien Text in ihrer Muttersprache verfassen können? Oder brauchen sie dafür jemanden, von dem sie abschreiben können? Oder ist das gar schon ein neues Feindbild („Scheiß Satzbau! Scheiß Rechtschreibung! Wird man ja wohl mal sagen dürfen …!“)?

  • Jacques Bressot

    |

    Frage an:
    @Trollhaus, @tim, @joey, @menschenskind, @keinMenschistillegal, @Schämteuch!
    Wie Hoch war euere bisherige „finanzielle“ Hilfe gegenüber den Flüchtlingen, bzw. den Asylsuchenden. Wievielen davon habt ihr bisher persönlich geholfen, indem ihr Ihnen zum Beispiel Wohnraum zur Verfügung gestellt habt, bzw solche Personen / Familien bei euch zuhause aufgenommen habt?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Helmut Wurmdobler: Ich erlaube mir, Ihnen zuzustimmen, bin aber gespannt,
    wieviele Kommentatoren jetzt wieder über mich herfallen.

  • Jacques Bressot

    |

    @auch_ein_regensburger
    Meine o. g. Frage richtet sich selbstverständlich auch an sie

  • menschenskind

    |

    Antwort an Jacques Bressot:

    Als Streetworker für Sinti und Roma habe ich täglich die Gelegenheit persönlich Hilfestellung in allen erdenklichen Lebenslagen, auch bei der Beschaffung von Wohnungen, bei Behördengängen, bei Konflikten und Missverständnissen etc. für Angehörige der Minderheit zu leisten. Ebenso wie meine Kollegen lade ich Flüchtlinge immer wieder auf eigene Kosten zum Essen ein, oder verbringe ich mit ihnen einen Teil meiner Freizeit (die ich auch z.B. mit einem zusätzlichen Job hätte verbringen können!). In diesem Beruf gibt es kaum einen normalen Feierabend.

    Und Sie, JB, wie viele Cent (oder gar Euro) haben Sie bisher in die Hilfe für Sinti und Roma investiert?
    Haben Sie, JB, jemanden bei sich aufgenommen?
    Haben Sie sonst irgendein Zeichen der Menschlichkeit oder der Hilfsbereitschaft gegenüber Angehörigen der Minderheit erkennen lassen?

    Antworten Sie ruhig, denn ich war ebenso offen Ihnen gegenüber.

  • Mr. T

    |

    Jacques Bressot, wir können gerne die Solidargemeinschft auflösen. Wenn wir für das ganze rechte Pack nicht mehr mitzahlen müssen, übernehmen wir gerne die Unterstützung der Zuflucht Suchenden alleine.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Jacques Bressot
    Ihre Frage ist 1. unsinnig und wurde 2. weiter oben bereits beantwortet: Die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist und bleibt eine Aufgabe des Staates.

    Umgekehrt wird vielleicht eher ein Schuh daraus: Was haben Sie denn bisher persönlich für Nachteile erlitten duch die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland? Ich bin gespannt …

  • Lothgaßler

    |

    Mal angenommen, die hier zur Rückführung in ihre „Heimatländer“ (was schon nicht ganz stimmt) vorgesehenen Menschene hätten eine Berufsausbildung und könnten ihrer Arbeit nachgehen, wie würde dann die Antwort der Law-and-Order-Vertreter lauten: Leben und Leben lassen, oder Recht-haben? Es ist doch egal, welcher Abstammung jene Menschen sind, die bei uns leben wollen. Was für ein Mischmasch bildet unsere bayerischen Wurzeln?! Die Frage ist, ob sie nach unseren Regeln leben wollen, oder ob sie uns nur „ausnutzen“ wollen. Was also zählen sollte ist die individuelle Integrationsleistung. Asyl ist eine Eintrittskarte, es sollte nicht der einzige Weg zu uns sein. Wenn Alternativen bestehen, dann kann völlig unaufgeregt mit dem Individuum sein mit unserem Wollen abgeglichen werden, und es können auch humanitäre Hilfen (wie schon heutzutage z.B. Operationen, sofern sinnvoll) ermöglicht werden. Unabhängig davon muss in Europa die Zeit der Diskriminierung von Ethnien vorbei sein, das muss auch durchgesetzt werden. Einfach zu behaupten es gäbe keine Diskriminierung und das alles wäre nicht so schlimm, das wird uns wieder vor die Füße fallen.
    Die Kosten, die wir für die Asylsuchenden schultern müssen, und die Lastenverteilung (Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherungen) sind politisch so gewollt. So manchem Asylsuchenden dämmert inzwischen, dass er auch in drei Jahren noch keine Arbeit haben wird, weil seine und unsere Vorstellungen unterschiedlich sind.
    Davon abgesehen darf ein Asylsuchender nicht nach Nützlichkeit bewertet werden. Asyl muss sein, für alle anderen braucht es einen alternativen Zugang zu uns.

  • Tollhaus

    |

    Eine einfache plakative Versinnbildlichung waren schon immer ein gutes Mittel für emotional fehlgeleitete Traumtänzer. Aber einige hängen ihren Tagträumen wohl so sehr nach dass Sie vergessen warum wir in einem so fortschrittlichen, wirtschaftlich starken Land leben dürfen.
    Bestimmt nicht deshalb weil so viele Transferempfänger dazu beitragen. Von nix kommt nun mal nix.
    Nicht umsonst schaut es in deren Länder so aus. Übrigens gilt das fast für den ganzen Balkan.
    Einige hängen auch so sehr in Ihrem Schwarz-Weiß-Klischee denken nach das alle, die nicht so denken wie Sie automatisch Rechte wären. Hauptsache eine Schublade ist gefunden. Dann folgt zur Herabwürdigung der Angriff auf die Rechtschreibung. So dumm wie auch durchschaubar…
    Da fängt quasi auch die Diskriminierung an, um sich selbst höher zu stellen versucht man nicht auf die Argumentation einzugehen, lieber verliert man sich in Seitenstraßen.
    Apropos Rechts. Ist es nicht irgendwie komisch dass alles positiv damit behaftet ist. Rechtsprechung. Oder die Aussage „Da hast du recht!“. Oder Rechtschaffener Bürger etc p.p.
    Dahingegen kennt man eher negativ behaftet: „Das war echt link von Dir!“
    Ich glaube die Linken haben einfach ein Identitätsproblem mit sich selbst.
    Da ich selbst weder Links noch Rechts bin kann ich beruhigt mein gerade Sicht auf die Dinge genießen.
    Mir läge es fern alle, die nicht meiner Sicht der Dinge folgen wollen automatisch als Linke zu bezeichnen. Auch die Rechtschreibung liegt mir jetzt nicht so am Herzen. Schließlich genießt auch die Lyrik und Prosa eine gewisse künstlerische Freiheit. Bei Kommentaren halte ich es genauso. Oder würden Sie einen R.u.S für seinen Akzent oder sein nicht ganz fehlerfreies Deutsch in Schrift und Sprache kritisieren? Sie RECHTER!!!
    Tja, erwischt! Sie sehen. Alles nicht so einfach im Staate der Wohlfahrt.
    Vorschlag von mir: Alle Befürworter dieser Aktion suchen sich eine Insel welche zum Verkauf steht. Dort gründet man den „Kein-Mensch-Ist-Illegal-Staat“. Man kann da in Frieden leben. Weitab von jeglicher RECHTSsprechung und sonstigen Leistungspflichten. Einfach den ganzen Tag abhängen und in der nicht vorhandenen Fußgängerzone um eine Dublone (Entschuldigung! Die Währung ist mir leider nicht bekannt!) betteln. Dass es keinerlei Fabriken oder sonstige behördliche (Sozial)Einrichtungen gibt liegt naturgemäß daran das jeder macht was er will. Die Meisten die hier leben waren ohnehin in der Montessorischule, kommen aus der Punkerszene und lieben Pippi Langstrumpf. Denn die macht sich ihre Welt, wie sie Ihr gefällt. Kleiner Tipp zum Abschrauben der Kokosnüsse: Vorsicht, die haben ein Linksgewinde! Aber zumindest braucht man sich nicht an Urteile zur Abschiebung halten…
    Gute Reise!

  • Jacques Bressot

    |

    @auch_ein-_regensburger hat bereits die Frage beantwortet, indem er darauf hinweist, dass die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern Aufgabe des Staates ist und bleibt. Im Falle der Roma hat der Staat bereits entschieden. Jeder Steuerzahler – d. h. Jeder der dem Staat nicht selbst auf der Tasche liegt – trägt durch seine monatlichen Abgaben ( fast 50% des Bruttogehaltes) in beachtlichem Umfang zu deren Unterstützung bei (ungefragt ob er will oder nicht). Zu der Frage was ich persönlich für Nachteile erlitten habe: ein Bekannter wurde von mehreren Tätern südosteuropäischer Herkunft grundlos zusammengeschlagenen und ich selbst wurde bereits von ebensolchen ausgeraubt.

  • hutzelwutzel

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    Keep calm, keep cool!

    @joey

    „der Bischof weiß nur noch nicht, wie er aus dem Schlamassel rauskommen soll.“

    Sehe ich auch so. Trotzdem ist es hoch zu schätzen, dass die Diözese Regensburg dies nun doch ermöglicht und zu den Leuten steht. Warum dies nun (doch) kein Kirchenasyl sein soll, leuchtet mir dennoch nicht ein.
    Sehen wir mal wie lange der Bischof – oder der GV würde ja grds. auch genügen – braucht, um die paar Meter am Domschatzmuseum vorbei in den Dom zu gelangen, und real diese armen Leute zu begrüßen. ;-)
    Ein Selfie mit Bischof – und das meine ich ehrlich – wäre jetzt die beste Möglichkeit, die Angelegenheit anständig diskutieren zu lassen, und im „Abschiebe-Freistaat“ menschlich/ menschenwürdig praktikable Lösung individueller Art zu finden. Flüchtlinge/ Asylsuchende sind schliesslich nicht in Sippenhaft zu nehmen, sondern als Individuen zu behandeln.

  • Die Lösung

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    Ganz genau! Und hier hat der Staat entschieden, diese Asylbewerber nicht unterzubringen, sondern wegen abgelehnter Asylanträge auszuweisen. Wo ist also überhaupt das Problem?! Bzw. ein Grund, rumzudiskutieren?!

  • Benjamin S. Blatt

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    Liebes Menschenskind und jeder andere,
    Hilfe ist immer loeblich aber was mir seit dem Ich in deutschland lebe aufgefallen ist, ist dass ich als jude mit deutschen wurzeln mehr furcht vor Supporters der Linken und Gruene haben muss als vor Supporters der CSU oder AFD.
    Ich halte auch diesen in deutschland einzigartigen paranoia gegenueber allem was deutsche geschichte und kultur feiert als ’nazi‘ sehr bizzare.
    dazu kommen diese comments hier von left-oriented die alles mit nazi germany in verbindung bringen.
    als jude mit deutsche wurzeln und relatives die in der Shoah verloren gingen, halte ich es fuer beleidigend gegenueber den opfern von nazi germany whenever (sp. wenn immer?) eine party wie die AFD mit nazis auf ein platform gestellt wird, und ja ich lese sehr viel ueber die AFD und auch ihr program.
    da sind naturlich auch extreme dabei, aber nicht nazi, die AFD ist eher conservativ und capitalist, nicht socialist und auch nicht nationalist.
    btw: wenn nationalists in deutschland in nummern wachsen ist das nicht schuld von AFD oder CSU.
    Common sense ist dass 70 jahre spaeter die deutschen keine angst haben sollen ihre geschichte und ihre kultur zu feiern.
    deutsche geschichte ist nicht nur 1933-1945 aber ich erlebe wie paranoia in deutschland alles was tradition, kultur und stolz foerdert sofort mit nazi germany bezeichnet wird. da bin ich nicht der einzige amerikanische jude mit deutschen wurzeln der das wirklich schlimm findet und auch gefaehrlich!
    deutsche duerfen nicht vergessen ja aber wenn ich deutsche kennenlerne und die manchmal angst haben vor mir als juden ihre meinung zu sagen, dann finde ich das schlimm.
    regressive und repressive politics gibt es nicht nur von far-right sondern auch (erst recht in deutschland) von establishment bis far-left.
    wenn ihr populism von right-wing verhindern wollt dann stop mit paranoia und diesen candylike giveouts von dem label ’nazi‘.
    Stereotyping und Hyperbole ist nicht nur schlimm von der right-wing.
    important: Deutsche haben kein ‚gene‘ dass sie zu evil nazis mutieren laesst wenn sie sich ‚Runes‘ tattoowieren oder positive von Bismarck reden.
    Das mit den runes sage ich weil deutschland das einzige land ist wo kulturelle symbols und traditionen als gefaehrlich gesehen werden, sogar ohne zusammenhang zu nazi germany.
    wenn immer mehr deutsche nach rechts rucken (und mit rechts meine ich nicht nazi) dann duerfen centralist und leftwing politicians und supporter (wie viele es hier sind) sich nicht wundern.
    Jede deutsche person die ich in 10 jahre kennengelernt habe und etwas interviewe sagten mir dass sie ’sick of it‘ sind bei allem als nazi genannt zu werden.
    ich bin mir sicher dass es besser gegen rightwing populism ist wenn man den deutschen wieder etwas common sense interest an eigener kultur & geschichte & auch etwas cultural pride (or at least positive thoughts) erlaubt ohne sie sofort mit ’nazi‘ und ‚volkisch antisemites‘ von damals zu vergleichen.
    selbst ‚liberal jews‘ wie ich und viele liberal freunde in der US finden es hyperbole wie eure green party und linke und spd sich verhalten.
    das wort ‚Nazi‘ hat bei euch kein meaning mehr so leicht wie das benutzt wird.
    wenn das sich nicht aendert, dann no complains wenn ‚rechtsruck‘ weiter ‚rucked‘

  • tim

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    @Tollhaus: Leider stehen bei dir Freizeit und Denk- bzw. Schreibfertigkeiten in einem eher ungünstigen Verhältnis zueinander.
    Ein grundlegendes Thema, das du ansprichst ist „warum wir in einem so fortschrittlichen, wirtschaftlich starken Land leben“. Sollte der eine oder andere hier mal drüber nachdenken, wem das frühere Jugoslawien heute gehört, wer da mit verantwortlich zeichnet für die Verhältnisse dort und die Situation der Sinti und Roma in diesen „sicheren Drittstaaten“. Man könnte mit etwas Hirn dahinter kommen, dass Können und Fleiß der Deutschen nur darin bestehen, anderen in der Welt unter erbärmlichen Bedingungen 2,50 Euro-Klamotten nähen zu lassen, anderen die Rohstoffe für ihre „westliche Wertegemeinschaft“ aus dem Boden holen zu lassen etc.
    Wie wär’s für den Bundestagswahlkampf 2017 mit einem Wettbewerb um die besten AfD-Wahlplakat-Slogans? Meine ersten Vorschläge wären: „Ausländer raus! Wir wollen künftig unsere Drecksarbeit selber machen!“, oder: „Ausländerinnen raus aus den Puffs! Deutsche Weiber für deutschen Männer!“

  • Ronald McDonald

    |

    Update, update, update

    Laut kath.net von heute, 10:30h, „werden die rund 45 Flüchtlinge, die seit Dienstagvormittag den Rgbger Dom besetzt haben, am Montag [also morgen] in ein Pfarrheim umziehen“.
    Wahrscheinlich wird es sich um „das Pfarrheim Sankt Emmeram am Rande der Altstadt“ handeln, „das sie am Freitag [08.07.2016] besichtigt hatten“.
    Schade, nun hat der Dom St. Peter eine Attraktion weniger.

  • Paul2

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    Lieber Benjamin S. Blatt,
    Sie haben ja so recht! Gut gesprochen (geschrieben)! – Leider sind die deutschen „green party, linke, spd, leftwing politicians und supporter“ gegen die von Ihnen thematisierten Argumente komplett taub – und diffamieren alle, die hier lediglich ihre demokratischen Grundrechte ausüben (eine abweichende Meinung äußern; zur Wahl zugelassene, jedoch nicht genehme Parteien wählen etc.) reflexartig als „Nazi“.
    Man merkt, dass Deutschland in Sachen Demokratie und Bürgerrechte auch 70 Jahre nach Kriegsende noch ein Entwicklungsland ist… und ich kann sehr gut verstehen, dass sich viele Nachkommen der in den 1940ern verfolgten Volks- und Bürgergruppen allmählich „wie im falschen Film“ vorkommen.
    MfG
    Paul2
    PS: Und wer jetzt nicht meiner Meinung ist, der ist ein Nazi!!!! [gaaanz ruhig bleiben: Ironie…]

  • Tollhaus

    |

    @tim
    Grundlegend kann man sagen dass es wohl ohne unsere westliche Hilfe, bei Ihnen wohl Ausbeutung, noch schlimmer dort aussähe. Ich denke in gewissen Ländern liegt es daran dass viel zu viel Korruption vorherrscht. Gepaart mit der südländischen Mentalität was die Arbeitseinstellung angeht und natürlich auch der Einstellung überhaupt Steuern zahlen zu wollen kann man sehen was rauskommt. Jammern hilft nix, jeder muss sich mal selbst auf die Fingern sehen. Da liegt nun mal der Hase im Pfeffer.
    Hier die Rechnung: Je Heißer das Land plus je Größer der Anteil der gewissen Religion (Islamismus) desto grottiger der insgesamte Zustand des Landes. Nur dass dies die jeweiligen Ländern nicht kapieren, dass Sie selbst Ursache und Lösung sind. Dann werden natürlich alle auf Weltreise geschickt. Siehe auch Problematik der Maghrebstaaten. Grundsätzlich alles ähnlich. Und wenn Sie erstmal hier sind dann hängen leider viel zu viele am Sozialtropf. Ich erwarte ehrlich gesagt nicht dass Sie das kapieren. Da Sie sehr wahrscheinlich mit dem typischen deutschen Schuldgefühl geboren worden sind, versuchen Sie jetzt alle davon zu überzogen dass jedwedes Unrecht auf der Welt an den Deutschen liegt. Ich bin frei von jedem Schuldgefühl. Denn diese geistige Kastration, wie es anscheinend bei sehr vielen Duckmäuschen durchgeführt wurde, ist mir nicht widerfahren. Glauben Sie ruhig den ganzen „Wir sind an alles schuld Mist“. Ich denke da anders. Frei weg sage ich Ihnen: Nazis raus, Linksextreme raus und auch Illegale Einwanderer aus. Nicht zu vergessen alle Abschüblinge und sonstige Wirtschaftsflüchtlinge.
    Aber kritisieren Sie ruhig weiterhin irgendwelche Schreibstile oder Rechtschreibfehler. Hauptsache Sie behalten Ihre Schuldgefühle, denn diese haben Sie augenscheinlich verdient.

  • Mr. T

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    Paradebeispiele für
    – Zynismus „westliche Hilfe“
    – Rassismus „südländischen Mentalität was die Arbeitseinstellung angeht“
    – Dummheit „Je Heißer das Land plus je Größer der Anteil der gewissen Religion (Islamismus) desto grottiger der insgesamte Zustand des Landes“

  • auch_ein_regensburger

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    Selbstverständlich ist die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern eine staatliche Aufgabe. Was denn sons? Die Frage, um die es hier geht, ist doch, ob es legitim ist, dass die Gruppe im Dom, bzw. im Pfarrheim vom St. Emmeram, in dieser Form auf ihr Anliegen aufmerksam macht. Meiner Meinung nach: ja. Der Meinung anderer Kommentatoren nach: nein. Darüber diskutieren: jederzeit, gerne auch kontrovers. Den momentan offensichtlich obligatorischen, latent bis offen rassistisch fundierten Shitstorm kommentarlos akzeptieren: nein.

    @ Jacques Bressot: Wenn Sie von „Tätern südosteuropäischer Herkunft“ beraubt worden sind, ist das selbstredend sehr unschön. Wenn es denn wirklich den Tatsachen entspricht. Diese negative Erfahrung auf auf alle Südosteuropäer im Allgemeinen und die Gruppe im Dom im Speziellen zu übertragen, ist trotzdem absurd. Über Ihre etymologischen Versuche breiten wir an dieser Stelle mal lieber den Mantel des Schweigens … Und was Ihre Einlassungen zum Thema „Rechts oder nichts rechts“ betrifft: ebenfalls geschenkt; die üblichen neu-rechten Phrasen à la „Wir sind das Volk“ eben.

  • joey

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    @Mr. T und Tollhaus

    Nicht immer so einfach… (in beiden Richtungen)

    „die südländische Mentalität“ albanischer Bauarbeiter auf meinen Baustellen kann ich loben: Freundlichkeit, Höflichkeit, Eifer, Fleiß und Genauigkeit, viele Überstunden bei niedrigem Lohn… diese Leute haben sich meine Bewunderung verdient. Die arbeiten das ganze Jahr hart für oberpfälzer Firmen, damit die Schwestern zuhause studieren können. Ja, das ist südländische Mentalität. da zählt Familie noch was, wie wir uns das gar nicht vorstellen können.

    Warum aber ist Albanien Albanien? Genau die Familien- und Clanwirtschaft entscheidet, wer welchen Job kriegt, wer welchen Lohn und welche Chancen kriegt. Konservative Religionen (Islam, orthodoxe Christen etc.) sind dazu die geistigen Särge.

    Deshalb rufe ich immer wieder dazu auf, daß Deutschland Deutschland bleiben möge. Parallelgesellschaften können dieses Deutschland in seinen Vorteilen zerstören. Das hat nicht immer was mit Rassismus zu tun, sondern mit Realismus. Denn Albanien und sonstige sind nicht wegen westlicher Ausbeutung (wenn dann die osmanische…), sondern wegen Korruption und falsch verstandenem Konservatismus so mies.

    Ja, Korruption gibt’s auch bei uns, Bauträger entscheiden offenbar, wer hier OB wird. Trotzdem ist hier kein Albanien, sondern nur arbeitende Albaner. Denen gönne ich auch mehr Lohn und freue mich über ihre Anwesenheit.

    Warum das bei vielen Roma nicht funktioniert, ist eine komplexe Sache. Einfache Erklärungen helfen da nicht. Hilfreich sind aber auch nicht Beschimpfungen der Diskutanten. Nehmt Argumente.

  • gene

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    Hier eine Reportage über ein Projekt, das im Herkunftsland etwas für die Roma macht. Sowas bräuchte es in Mengen. Dass sich dieser Mann nicht von all den Schwierigkeiten abschrecken lässt, finde ich höchst respektabel.

    http://reportagen.sueddeutsche.de/hotel

  • Ignatz

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    Mal ne Frage?
    Gibts rd noch? Heute ist ist fast eine Woche seit dem letzten redaktionellen Artikel vergangen!

  • eine Regensburgerin

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    Ich habe Angst um diese Menschen un um viele andere Menschen. Dieser Hass – ist er langsam nicht schlimmer als in ihren Heimatländern? Sind diese Menschen womöglich hier bei uns noch mehr in Gefahr?
    Es sind zu wenig Helfer, es sind zu wenig Menschen, die sich politisch für diese Menschen engagieren.
    Wo sind unsere Jugendämter? Kinderschutzbund? Wo sind alle Gleichstellungsbeauftragten und andere Menschenrechtler.
    Es sind einzelne Personen, die noch da sind, die noch helfen wollen, die widersprechen, die argumentieren. Die Menschen, die nicht helfen wollen, können sie wenigstens nicht stören, wenn andere dabei sind zu helfen???
    Deutschland hat deutschen Aussiedlern aus Ostländern nach Deutschland zu kommen. Deutschland hat Menschen mit jüdischen Wurzeln aus Ostländern nach Deutschland umzusiedeln. Als Entschädigung…aber nie ROMA!
    Grade diese Familien, die hier bleiben wollen – sie wollen bessere Zukunft für ihre Kinder! Sie wollen,dass ihre Kinder zur Schule gehen! Ansonsten könnten sie untertauchen, betteln, kriminell werden… das wollen sie aber nicht.

  • menschenskind

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    Eine Regensburgerin fragt sich und uns…
    „…Dieser Hass – ist er langsam nicht schlimmer als in ihren Heimatländern? Sind diese Menschen womöglich hier bei uns noch mehr in Gefahr?“

    Wir Bayern pflegen tatsächlich eine ganz besonders lange und abscheuerregende Tradition im Hassen von solchen Menschen, die vielfach immer noch als „Zigeuner“ abqualifiziert werden.

    Wenn eine Regensburgerin mehr über diesen ganz besonderen Menschenhass erfahren möchte, so lese sie sich hier einmal ein. Diese Chronik steht inzwischen in mehreren Exemplaren auch in der Münchner Bayerischen Staatsbibliothek, kann demnach so schlecht nicht sein:
    http://www.sintiromabayern.de

  • Helmut Wurmdobler

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    @eine Regensburgerin

    ***Deutschland hat deutschen Aussiedlern aus Ostländern nach Deutschland zu kommen. Deutschland hat Menschen mit jüdischen Wurzeln aus Ostländern nach Deutschland umzusiedeln.***

    Richtig. Das ist doch gerade der Nachweis, dass Deutschland sich seiner Verantwortung bewußt und solidarisch ist.

    ***aber nie ROMA!***
    Ich kann man schon denken, warum die Mehrheit der Bevölkerung (nein, die Mehrheit der Bevölkerung sind nicht Nazis) eine negative Einstellung gegen Sinti und Roma hat.

    ***Grade diese Familien, die hier bleiben wollen – sie wollen bessere Zukunft für ihre Kinder! Sie wollen,dass ihre Kinder zur Schule gehen!***

    Mit der selben Motivation würden hunderte Millionen Menschen aus aller Welt nach Deutschland zuwandern wollen. Das is, wie jedermann einsehen wird, nicht möglich und von der ansässigne Bevölkerung auch nicht gewollt. Und ja, auch wir, die hier einheimische Bevölkerung haben berechtigte Interessen, was die Zuwande.rung angeht

  • semmeldieb

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    ach, menschenskind! hör doch mal auf mit dem schmarrn!

    du erreichst mit jedem mal ein wenig mehr das gegenteil.

    jedenfalls bei mir.

    ich denke nach jedem deiner „bayern-horrorland“-posts inzwischen nur noch daran, wie schön bayern ist, wie viele freundliche alte und junge menschen ich hier kenne und was unser blauweisses paradies an herrlichkeiten zu bieten hat.

    von der wirtschaft über die landschaft, hin zu den mannigfaltigen traditionen und regional vielfältigen kulturnuancen.

    wundervoll das alpenvorland!

    wundervoll der bayerischen wald!

    phantastisches franken!

    die artenvielfalt!

    all die mächtigen ströme und alpenflüsse!

    die grantler (du z.b.) , die bauern, die handwerker, die schönen städte!

    und all die zünftigen feste und umzüge!

    further drachenstich, landshuter hochzeit, gillamoos (hihi), die perchten hüfen durch den forst und dort am Busch lugt ein guglmann hervor!

    danke, dass du meine liebe zu dieser meiner heimat durch deine kontrapunkte immer wieder aufs neue beschwingst und mir all das schöne hier kontrastreich vor augen führst!

    danke!

  • menschenskind

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    Lieber Semmeldieb,

    lies mal einen Roman, der nicht umsonst als d e r Schlüsselroman Bayerns bezeichnet wird: „Erfolg“ von Lion Feuchtwanger.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erfolg_(Roman)

    Da drin ist von genau solchanen Leuten wie Dir die Rede.

    Von Bayern, „die die Fäuste auf die Augen pressten“, um ja nicht die Wirklichkeit um sich herum sehen zu müssen.

    Gleiches versucht auch die Politik unserer geliebten CSU, die fordert, erzählts dene Leit unser Land ist schön, so schön, so wunderschön. Vor lauter sich selber eingeredeter Schönheit sehen’s dann des Elend nimma. Und unsere Wirtschaft brummt und der Konsum reüssiert.

    Semmeldieb, so is‘ eben ‚as Leben, Du siehst nur die Erdnussbutternutellabutterweißbrotseite (in der Reihenfolge) und ich eben über Deine Brotrinde noch a Stückerl drüber hinaus.

    Du hast schon recht, wir leben in einem schönen Land. Aber, wenn alles so wunderschön warat, wieso haben wir Bayern immer noch eine der höchsten Fremdenfeindlichkeitsraten unserer Republik? Warum die höchste Selbstmordrate aller Bundesländer? Warum soviele Eingspierte in den Nervenkliniken (mehr als in anderen Bundesländern)? Warum werden wir mit unserm Hass auf die Juden und auf Sinti und Roma nicht fertig, wo’s doch von dene bei uns am wenigsten gibt (weniger als in anderen Bundesländern), ha, Semmeldieb?
    Sag mir’s.

  • Tollhaus

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    Ja Sowas.

    Da bestätigt wieder einmal eine reale Meldung meine Meinung, warum unsere R.u.S. so beliebt in all ihren Dependancen sind.
    Weiter so liebe und nette Romas! So wollen wir euch haben und geben Euch herzlichen Menschen gern Asyl. Denn für solche Aktionen…

    http://www.merkur.de/politik/polizei-befreit-arbeitssklaven-faengen-roma-clans-zr-6572012.html

    …kann man schon mal begründet dauerhaft das Weite suchen bzw. sein Heil in der Flucht und irgendwo Asyl beantragen.

  • Mr. T

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    Bis zum dritten Absatz im Merkur-Artikel hat die Aufmerksamkeitsspanne wohl nicht mehr gereicht, Tollhaus? Wenn alle Informationen, die ausreichen, seine eigenen rassisitischen Vorurteile zu bestätigen, beieinander sind, kann die selektive Faktensammlung bei Euresgleichen als beendet betrachtet werden.

    „Die meisten Tatverdächtigen sind Roma – einige rumänische Medien veröffentlichten daraufhin rassistische Kommentare. Der für Roma-Fragen zuständige Staatssekretär Ciprian Necula verurteilte das. „Kriminalität hat keine ethnische Qualität“, erklärte Necula, der innerhalb des Ministeriums für EU-Finanzierungen die Nationale Kontaktstelle für Roma leitet. „Es gibt keinerlei Sitte bei den Roma, Sklaven zu halten, im Gegenteil, bis vor 160 Jahren waren sie selbst Opfer dieses Phänomens“, schrieb Necula weiter. Auch im aktuellen Fall waren Roma unter den Opfern, wie der Aktivist Gelu Duminica, Direktor des Nichtregierungsvereins Impreuna, der Tageszeitung „Adevarul“ sagte.
    Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Roma in den rumänischen Fürstentümern Sklaven und wurde als solche wie Tiere auf Märkten gehandelt. In Rumänien leben heute etwa zwei Millionen Roma.“

  • Tollhaus

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    Jaja, die liebe Vergangenheit. Gestern so, Morgen wieder anders.
    Hier noch ein, wie ich meine, toller Gedanke:
    Da in Rumänien ca. 2 Millionen Roma leben, kann man bei 20 Millionen Einwohner Gesamt nicht mehr von einer Minderheit reden. Das ist schon eine ganze Menge.
    Ja dann! Auf geht’s liebe Dombesetzer. Ab nach Rumänien. Da tut euch keiner was. Eher andersrum! Da seid ihr nicht in der Minderzahl. Da könnt ihr euch eine eigene würdige Existenz aufbauen. Organisiert Euch! Wenn das nur halb so gut klappt wie die Kirchenbesetzungen des Herrn I.A. in Deutschland, ist der Erfolg garantiert. An der Qualifikation kann’s ja nicht mehr hapern. Es ist ja das ganze „Verfolgt sein“ auf dem Balkan schuld an der Misere. Aber in Rumänien, da geht was.
    Und sollte es mit der eigenen Selbständigkeit oder als Arbeitnehmer nicht klappen, gibt es in diesem EU-Mitgliedsland (Oh, oh! Abschiebung droht!) bestimmt auch gute Sozialleistungen. Falls Abschiebung droht einfach die nächste Kirche in Bukarest aufsuchen.
    Denn irgendwann muss ja die Kirchenbesetzungstour durch ganz Deutschland aufhören. Wird doch langweilig…

  • auch_ein_regensburger

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    Tja, mein liebes Tollhaus, so unterschiedlich sind die Maßstäbe. Was der eine als „tollen Gedanken“ feiert, ist für den anderen einfach nur unglaublicher Blödsinn.

    Der Name ist bei Ihnen offensichtlich Programm …

  • menschenskind

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    Tollhaus, Sie sind wirklich ein chancenreicher Kandidat für die noch zu schaffende TV-Show „Deutschland sucht seinen Dümmsten“. Tut mir wirklich leid.

    Fahren Sie mal nach Rumänien! Sie schaffen es leicht an einem Tag, von Regensburg aus, wenn Sie früh aufstehen.

    Nehmen Sie am besten die Nordroute, immer entlang der ukrainischen Grenze nach Osten. Sie kommen zunächst durch Landschaften, die Sie an den Bayerwald und an das Voralpenland erinnern werden. Sie kommen durch ein wunderbares, scheinbar unberührtes Tal mit Fichten, Tannen und einem rauschenden Bach in der Mitte, echt idyllisch. Nur eines stört: Behausungen aus Zweigen und aus Plastiktüten, zu Hunderten, ein ganzes Dorf, paar Kilometer weiter das nächste, und bald darauf das übernächste und überall zerlumpte Gestalten, Männer, Frauen, Kinder.

    Es ist ein Land, in dem es keinen Sozialstaat, kein Amt, keine Sozialhelfer gibt, an die sich ein Mensch in Not wenden kann, da gibt es nix, rein gar nix. Und jeder versucht nur eins – so gut wie’s geht, überleben. Es gibt auch keine Arbeit weit und breit, und wenn irgendwo doch, dann reicht sie nicht mal aus um die Angehörigen der Mehrheitsbevölkerung damit zu versorgen, geschweige denn die Roma, die ärmsten der Armen, die schwächsten der Gesellschaft.
    Rumänien zählt zu Europas Armenhäusern.

    Wenn so eine Familie mit Null Perspektive davon hört, im reichen Deutschland, da gibt es Arbeit, Wohnung, Sozialstaat usw., dann wäre sie ja blöd, nachdem sie zuvor schon alles und alles vergeblich versucht hat, wenn sie sich nicht auf den Weg machen würde.

    Gerüchte sind schnell in die Welt gesetzt und über Handy kann man heute jeden Verwandten nahezu überall in kurzer Zeit erreichen. Mit der Folge: Schon sind diese ebenfalls-EU-Bürger bei uns.

    Wenn Sie, Tollhaus, in ihrem eigenen Lande absolut ohne Perspektive wären, weil, zum Beispiel über Nacht sämtliche Oberpfälzer zu Staatsfeinden oder Aliens erklärt worden sind (wir wollen nicht hoffen, dass es soweit kommt), dann würden Sie wahrscheinlich auch nach Bolivien, Neu Seeland oder Russland gehen, um Ihre Lage (und die Ihrer Familie) zu verbessern.

    So müssen Sie mal zu denken lernen!

    Außerdem ist Deutschland kolossal reich. Jedenfalls hat sich Deutschland diesen Ruf europaweit, ach was, weltweit, erworben. Von reichen Onkeln und Tanten träumen viele (sie doch auch, Tollhaus, geben Sie es ruhig zu), von Akzeptanz, Grosszügigkeit, Menschenfreundlichkeit, ja, von „Christlichkeit“ auch manche.

    Deshalb:

    Warum wollen wir nicht a wengerl zammaruckn und ganz neue Leute in unserer Mitte begrüßen?

    Wie sehr haben sich gerade wir Bayern einst gegen die italienischen Gastarbeiter gewehrt (Hauts es auße, de Katzlmacher, de elendign)!. Wie sehr gegen die ersten Türken (Mia brauchn koane vo dene stinkaden Muslime)! Wie sehr gegen die Araber (Terroristen!). Jetzt leben’s alle friedlich unter uns und wir lernen bei Ihnen Kochrezepte, Bauchtanz, Heilkünste, exotische Rythmen, Kalligraphie, neue Instrumente usw. und sie unsere Sprache, unsere Lebensweise usw.

    Ich selber bekam im Frühjahr eine Romni als Kollegin. Sie ist großzügiger als meine deitschen und bayerischen Kollegen, wesentlich großzügiger, sie ist mehrsprachig, sie liest wissenschaftliche Literatur, veröffentlicht in Kürze ihr erstes Buch, verfügt über phantastische (auch akademische) Verbindungen in viele Länder.

    Wenn ein Fest („Event“) für 200 Leute oder mehr von uns ausgerichtet werden soll, klappert sie die Straßenmusikanten in unserer Stadt ab und handelt zu günstigen Bedingungen wunderbare Musikdarbietungen mit diesen ihren Landsleuten aus Mazedonien, Serbien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien aus.
    Zugegeben, meine neue Kollegin hat auch Kanten und Ecken und es gibt Deutsche, die kommen schlecht mit ihr zurecht, aber das sind nur die wenigen. Die meisten von uns schätzen die Neue sehr und wollen sie nicht mehr missen.

    Lange Worte, kurzer Sinn:

    Gebt’s dene Roma eine Chance, so wie unser Chef es getan hat. Er hat es nicht bereut und unsere Organisation steht heute mit der Romni besser da als zuvor ohne sie.

    Muss Ihnen sowas nicht zu denken geben, Tollhaus?

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Tim“ – Wer gibt Ihnen das Recht, die ehemalige Trümmer-
    frau und jetzige Rentnerin mit spöttischen Bemerkungen
    zu überziehen?

  • keinmenschistillegal

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    Nach eurer zuerst guten Berichterstattung muss ich mir nun die Informationen zum Stand .aus der mz holen.sehr schade

  • Tollhaus

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    @menschenskind:
    Beleidigungen helfen Ihnen nicht wirklich weiter. Weiß doch jeder dass dies nur der „Selbsterhöhung“ dient. Wer das nötig hat, ist sehr wahrscheinlich nicht im Besitz von guten Argumenten. Ich werde Sie jedenfalls nicht in irgendeiner Weise angehen.
    Zu Ihrer, schier unglaublichen“ Geschichte jedenfalls kann ich nur sagen: Es fehlt nach meinem Dafürhalten das Ende. Ja genau.
    Ich werde es für Sie ergänzen:
    „Und wenn Sie nicht alle gestorben sind, dann leben Sie noch heute gemeinsam im Multikulti-Land glücklich und zufrieden zusammen“.
    Diese Endung wäre genau richtig für dieses tolle Märchen!
    Eines ums andere handelt es sich um fehlgeleitete Emotionsdebatten. Diese helfen aber nicht darüber hinweg das Recht gesprochen wird (Abschiebeurteil) und auch umgesetzt werden muss (Abschiebung). Da hilft es auch nicht wenn man grundsätzlich gerne zum Italiener essen geht und auch auf dem Balkan gerne Urlaub macht. Ihre Geschichte ist demnach wirklich nichts anderes wie eine, für mich, erfundene Wünschedirwasgeschichte.
    Vielen Dank, ich habe mich sehr über diese Fiktion gefreut!

    Obwohl. Hmm. Ich glaube ich kenne ehrlich gesagt auch so ne Geschichte…Here it goes!
    Eine türkische Hausfrau, die sowieso daheim bei Ihren fünf Kindern ist, nimmt gerne noch die Studenten Lasse und Wiebke nach Ende der Schule dazu. Deren alleinerziehende Mutter ist nämlich als Konzernchefin oft weltweit unterwegs und auch sonst nicht oft zuhause. Über Skype videofonieren sie dann oft. Dass stört Mustafa, das Familienoberhaupt gar nicht. Außer er muss zufällig gen Mekka beten. Dann ist grad Schluss mit Skype. Aische, die fünffache türkische Mutter geht abends gern in die Disco. Dabei nimmt sie oft griechische männliche Freunde mit zum tanzen und auch ihre beste Freundin, eine kurdische HDP-Wählerin ist oft dabei. Die ist zwar grundsätzlich streng religiös aber der Caipi schmeckt halt in der Burleske-Bar am besten. Abholen lassen Sie sich gerne von Freunden aus Hoyerswerda. Die haben viel Zeit weil Sie morgens nie aufstehen müssen. Leider finden Sie, trotz ihres seriösen Auftretens keine regelmäßige Arbeit. Daher sparen Sie beim Friseur. Das scheren geht auch gegenseitig und ist günstiger. Nur das schnüren der Stiefel kostet manchmal viel Zeit (welche Sie ja ohnehin haben). In Ihrer Freizeit kümmern sich Kevin und Justin oft um alte Menschen. „Die sind ja so dankbar und geben uns so viel zurück!“.
    Ansonsten möchte Aische eine Weiterbildung zur Rettungsschwimmerin machen. Dabei ist Sie sehr erfolgreich, besonders beim Kleiderschwimmen macht Ihr niemand was vor. Nebenbei lernt Sie noch über die Bappel-App einige neue Fremdsprachen. Sächsisch gehört auch dazu, da es beim Abholen von der Disco durch Kevin und Justin wegen Sprachbarrieren zu Missverständnissen gekommen ist. Mustafas Freunde aus der AKP-Partei sind übrigens total begeistert, dass er so eine tolle vielseitige Frau mit verschiedenen Interessen hat. Obwohl Aische nach den Nächten in der Disco oft in fremden Betten aufgewacht ist, stört das Mustafa gar nicht. Er schafft es als gestandener westlich orientierter Mann locker morgens alle Kinder in die KiTa/Kindergarten/Schule/usw. zu bringen. Ansonsten ist er „total“ liberal. Auch der Imam um die Ecke findet die Mustafa und Aische einfach nur noch „Hammer“ und lobt die beiden bei fast jeder Predigt.
    ENDE

  • Michael

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    Schnell ist der Kommentator rechts- oder linksradikal. In welche extremistische Ecke ich einzureihen bin darf der Leser entscheiden.
    Das Asylrecht in Deutschland ist Menschen – ich meine ethisch korrekt – vorbehalten die politisch verfolgt sind. Davon gibt es in letzter Zeit etliche denen dieses Recht zustehen sollte. Nun stellt sich die Frage wie eng diese Definition des „politisch Verfolgtseins“ zu ziehen ist. Dass Deutschland ein attraktives Land ist und viele hier lieber leben möchten als in anderen Gegenden ist klar. Wieso nicht die ganze Welt in Deutschland willkommen heißen, weil dann alle glücklicher werden? Ich glaube es gibt nur sehr wenige , welche dies als eine rationale Lösung propagieren würden. Nochmal, wo zieht man die Grenze? Für mich ist die Grenze bereits überschritten wenn Menschen aus den östlichen Staaten hier Asyl suchen. Mir ist nichts von kriegerischen Auseinandersetzungen in Albanien, Kroatien, Rumänien etc. bekannt. Auch habe ich nichts von ethnischen Säuberungen oder religiösen Verfolgungen dort gelesen.
    Von Syrern war aber bei den Menschen im Dom in der MZ nicht die Rede. Ich finde es wichtig das Asylrecht jenen zuzugestehen die es brauchen. Wer glaubt die Ressourcen von Deutschland seien unbegrenzt und die Willkommenskultur unendlich, der stellt für mich die Hauptursache für das Erstarken der AFD und anderer rechten Parteien dar. Eine Dombesetzung von Personen mit denen bei uns und im Herkunftsland rechtsstaatlich umgegangen wird halte ich für überzogen und darf zum Wohle derer die gerechtfertigt Schutz suchen nicht Schule machen.

  • Herzschmerzgesülze in Aspik

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    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

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