SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 15. Januar 2019

Die niedrigsten Nebenkosten aller Anbieter – sie waren im Oktober 2014 ein entscheidendes Argument für die Vergabe der Wohnbaugebiete auf dem Nibelungenareal an das Bauteam Tretzel. Aktuelle Mietangebote weichen nun deutlich – bis zu 75 Prozent – von den damaligen Angaben ab. Zur Frage, wie sich die Zahlen von 2014 errechnet haben, verweigert die Stadt seit Wochen eine Auskunft. Allerdings werden nun einige Stadträte hellhörig.

1,44 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter versprach Tretzel den Stadträten im Vorfeld des Verkaufs der Nibelungenkaserne, aktuell werden bis zu 2,53 Euro pro Quadratmeter als Vorauszahlung verlangt. Foto: Archiv

Über fünf Wochen – so lange ist es her, seit unsere Redaktion zum ersten Mal eine Anfrage bei der Regensburger Stadtverwaltung gestellt hat. Seitdem haben wir mehrfach nachgehakt und uns Anfang des Jahres auch direkt an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gewandt. Erfolglos. Man verweigert eine Auskunft. Am Montag haben wir schließlich Stadträte aller Fraktionen, neben Maltz-Schwarzfischer auch Bürgermeister Jürgen Huber und die Bauteam Tretzel GmbH angeschrieben. Es geht um die Frage, wie sich die Nebenkosten der rund 550 Wohnungen errechnen, die das Bauträgerunternehmen auf dem Areal der früheren Nibelungenkaserne errichtet (hat) und wie die erheblichen Differenzen zwischen den Angaben, die den Regensburger Stadträten im Vorfeld des Verkaufs präsentiert wurden und Kosten, die nun bei ersten Vermietungen aufgerufen werden, zu erklären sind.

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