SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 29. Mai 2021

Ein 21-jähriger Student wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Regensburg zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er im Frühjahr 2019 seine Ex-Freundin vergewaltigt hat. Wie so häufig in ähnlichen Konstellationen gab es keine Zeugen und es stand Aussage gegen Aussage. Das Gericht war trotzdem von seiner Schuld überzeugt.

Urteil am Amtsgericht Regensburg. Foto: om

„Wie kann man einen Menschen so behandeln?… hast mich behandelt wie eine Nutte… wie egoistisch und krank kann ein Mensch sein?… siehst mich wie ein Stück Scheiße, bist in mich eingedrungen. Such dir bitte Hilfe, ich wünsche niemandem so behandelt zu werden. Ich habe geheult wie nochmal was… Bin nur ein scheiß Objekt für dich zum Ficken; ich bin zu dir gekommen, um zu helfen nicht um gefickt zu werden“.

Es sind Auszüge einer langen Chatnachricht, die Regina D. (Name geändert) zwei Tage nach der Nacht vom 15. Mai 2019 ihrem damaligen Ex-Freund geschrieben hat. Er antwortete unter anderem: „Das einzige, was ich mir eingestehe, ist, dass es ein bisschen zu weit ging.“

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