SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 17. Mai 2021

Als „Ungehörigkeit, die in einer schlechten Tradition in dieser Stadt steht“ bezeichnet Richard Mergner, Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, die Bebauungspläne für ein Biotop im Stadtwesten und das Vorgehen der „Immobilien Zentrum Regensburg“-Gruppe. Bei einer Demonstration vor Ort fallen weitere deutliche Worte. Bericht und Kommentar.

Richard Mergner (re. neben Raimund Schoberer) ist als Landesvorsitzender des Bund Naturschutz nach Regensburg gekommen, um seinen Kolleginnen und Kollegen Rückendeckung zu geben. Foto: bm

„Zornig und frustriert.“ So beschreibt Dr. Josef Paukner seine Gemütslage, während er an der Ecke Lilienthalstraße/Hermann-Köhl-Straße gegen Wind und Verkehrslärm anredet. Der Sprecher der DoNaReA (Donau-Naab-Regen-Allianz) erinnert an die 2010er Ziele zum Klimaschutz, die erst auf 2020 und dann auf 2030 verschoben wurden, während konkretes Handeln ausbleibe. Er ärgert sich über das politische „Sonntagsreden-Blabla“, während auf der anderen Seite Biotope und Grünflächen vernichtet würden. Und wenn er mittlerweile Worte wie „Biodiversitätsstrategie“ höre, dann bekomme er „das Kotzen“. Als Mitglied im Umweltbeirat der Stadt Regensburg habe er schon mehrfach einen Fortschrittsbericht zum „Leitbild Energie und Klima“ eingefordert, das 2017 beschlossen wurde. Erfolglos.

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