SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 5. Mai 2021

Plädoyers im Schlegl-Prozess

„Spätzchen“ Schlegl im „Spendensumpf“

Freispruch oder 42.000 Euro Geldstrafe – so sehen die Forderungen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft im Prozess gegen den früheren Oberbürgermeisterkandidaten Christian Schlegl aus. Oberstaatsanwalt Jürgen Kastenmeier nutzte sein Plädoyer, um noch einmal die Dimension der gesamten Affäre darzustellen. Er spricht von einem „der größten Spendenskandale in Bayern“.

Plakat im Wahlkampf 2013/14. Die Staatsanwaltschaft hält Christian Schlegl zugute, dass er das kriminelle System nicht erfunden hat, sondern durch seine politische Laufbahn in Regensburg wohl so sozialisiert wurde.

„Fehler gab es sehr wohl. Und ich muss mir eingestehen, dass mein eigenes Gespür für Fehlverhalten meinem eigentlichen Anspruch nicht gerecht geworden ist.“ Am Ende blitzt dann doch ein gewisses Schuldbewusstsein auf bei Christian Schlegl. Während des Prozesses gegen ihn hat der frühere OB-Kandidat der Regensburger CSU geschwiegen, doch für sein letztes Wort nimmt Schlegl sich dann doch über fünf Minuten Zeit.

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