SOZIALES SCHAUFENSTER

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„Neun Hanauer Gesichter und eines aus Regensburg.“ Mit diesen Worten ist die am Samstag gestartete Ausstellung im Colosseum in Stadtamhof überschrieben. Derya Saraçoğlu verarbeitet damit ihren eigenen Verlust. Ihr Freund und Schwager Fatih Saraçoğlu ist eine von neun Personen, die am 19. Januar 2020 von einem rechtsextremistischen Attentäter aus rassistischen Motiven in Hanau ermordet wurden.

Derya Saraçoğlu vor dem Porträt ihres Schwagers. Foto: Herbert Baumgärtner

„Die Ausstellung soll aber auch zum Austausch anregen“, sagt Derya Saraçoğlu. Sie wolle Bewusstsein schaffen und aufzeigen, dass Hanau durch die Tat fortan eng mit Regensburg verbunden sei.

Fatih Saraçoğlu wuchs in Regensburg auf, ging hier zur Schule, verbrachte seine Jugend in der Stadt. Er machte eine Ausbildung und träumte nebenbei von einer Karriere als Boxer. Talent dafür hatte er. Schließlich wollte er mit seiner Partnerin in Hanau neu anfangen. 2017 zogen sie in die hessische Stadt.

Gehorsam erforschen

Konferenz an der Uni Regensburg: Warum gehorchst du – auch gegen deinen Willen?

Von 9. bis 11. September 2026 findet eine Tagung an der Uni Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt. Sie bringt Psychologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur zusammen. Die Wissenschaftlerinnen zeigen, wie sie Gehorsam erforschen. Historikerinnen und Psychologinnen stellen sich dabei dieselbe Frage: Warum gehorchen Menschen – trotz grausamer Befehle?

Kolumne

Morgen, Regensburg! Vielleicht charmant, sicher teuer

Ob nun bei der Anklage gegen die frühere Tafel-Chefin oder den Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts bei der Regierung – manchmal dauert es einfach etwas länger. Lange gedauert hat es auch bis der AfD-Abgeordnete Nolte vom Verfassungsschutz überwacht wurde und ich bin gespannt, wie lange es dauert, die charmanten Zimmer einer WG am Fischmarkt zu vermieten. 

Regensburg Analog

Live-Radio am Sonntag: Wie ist es im Krieg, Herr Krahe?

Sozialpädagoge, Trauma-Berater und Friedensaktivist. Thomas Krahe hat viele Berufungen. Er hat mit Suchtkranken und Geflüchteten gearbeitet und war in mehreren Kriegsgebieten; unter anderem im Iran, in Kurdistan, Jugoslawien und im Baskenland. Sein Leben steht ganz im Zeichen des gewaltfreien Widerstands. Wir sprechen mit ihm darüber, wie es sich anfühlt im Krieg zu sein. Was traumatisierte Soldaten über ihre Einsätze erzählen. Und welche Bedeutung Individualität, Gemeinschaft und Freiheit für ihn haben.

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