"Nordkoreanische Verhältnisse"

AfD Regensburg: 100 Prozent für „Bananen-Nolte“

Mit 100 Prozent der Stimmen hat die AfD Regensburg den extrem rechten Benjamin Nolte zum Kandidaten für die Landtagswahl nominiert.

Freut sich auf seiner Facebook-Seite über die Nominierung: Benjamin Nolte. Screenshot: Facebook

Freut sich auf seiner Facebook-Seite über die Nominierung: Benjamin Nolte. Screenshot: Facebook

Der Jubel kennt keine Grenzen. „Glückwunsch, Benjamin.“ „Regensburg ist eine tolle Stadt.“ „Rock das Haus und zerleg die Antifa!“ So feiern AfD-Mitglieder in einer internen Chat-Gruppe die Nominierung von Benjamin Nolte zum Stimmkreiskandidaten für die AfD in Regensburg. 100 Prozent der Mitglieder haben sich nach Informationen unserer Redaktion für den 36jährigen ausgesprochen, der vor einigen Jahren als „Bananen-Nolte“ zu einiger Berühmtheit gelangt war und kurzzeitig selbst der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ zu weit rechts stand.

Rassistischer Auftritt beim Burschentag

Seinen Spitznamen erhielt Nolte anlässlich eines Vorfalls beim Burschentag in Eisenach im September 2009. Damals, so schilderten es Teilnehmer der Wochenzeitung „Die Zeit“, streckte Nolte den Mitgliedern der eher liberal ausgerichteten Burschenschaft Alemania Köln eine Banane entgegen – ein Anspielung darauf, dass dort auch dunkelhäutige Aktivitas akzeptiert sind. Urwaldlaute und „Neger“-Gesänge sollen flankierend den Raum erfüllt haben. Noch bevor seine Burschenschaft Nolte rauswerfen konnte, erklärte dieser damals seinen Austritt und wechselte zur Münchner Burschenschaft Danubia, wo er mittlerweile zu den alten Herren zählt. Seit Jahren wird die Danubia vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Die Aktivitas werden als rechtsextremistisch eingestuft.

Juli 2017: Benjamin Nolte beobachtet vom Danuben-Haus aus

Juli 2017: Teile der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem beobachteten Aktivitas der Danubia beobachten vom Danuben-Haus aus eine vorbeiziehende linke Demonstration. Unter ihnen Paul Zeddies, Cheforganisator der „Identitären Bewegung“ in Bayern (2. v. li.), und der Neonazi Lorenz Maierhofer, einst Aktivist beim verbotenen „Freien Netz Süd“ (2.v.re.). Foto: Witzgall

Als entsprechende Vorwürfe gegen Nolte 2014 öffentlich wurden, trat er nach anfänglichem Zögern als stellvertretender Bundesvorsitzender der „Jungen Alternative“ (JA) zurück. Vorstandskollegen, die ihn anfänglich noch verteidigt hatten, distanzierten sich. „Grundsätzlich ist eine Mitgliedschaft in einer Organisation im rechtsextremistischen Umfeld nicht mit der Mitgliedschaft in unserem Vorstand vereinbar“, so der JA-Bundesvorsitzende Philipp Ritz damals zur taz.

Nolte im Aufwind

Doch diese Zeiten sind in der AfD mittlerweile schon länger vorbei. Der 2014 noch zur AfD gehörende, gemäßigte Flügel um Bernd Lucke und Olaf Henkel hat sich schon lange von der Partei abgespalten. Rechtsaußen wie Benjamin Nolte befinden sich im Aufwind. Bereits bei der Bundestagswahl stand er auf dem nicht so schlechten Platz 19. Erst im Januar 2018 wurde Nolte in den Vorstand der AfD Oberbayern und den bayerischen Landesvorstand gewählt.

Er gilt als ein Bindeglied zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“, wo er in der Vergangenheit schon als Redner bei einer Demonstration in Freilassing auftrat. Zudem ist Nolte Mitglied in der völkisch-nationalistischen „Patriotischen Plattform“ der AfD, deren bayerischen Ableger er 2014 mitbegründete. Immer wieder bekundet er öffentlich seine Solidarität mit Björn Höcke, dem bekanntesten Rechtsextremisten innerhalb der AfD, gegen den nach wie vor ein Parteiausschlussverfahren läuft.

AfD Regensburg am äußersten rechten Rand

All dies schadet Nolte nicht, im Gegenteil, wie das Wahlergebnis des Kreisverbandes Regensburg belegt, der sich damit endgültig am äußersten rechten Rand der AfD positioniert. Hier fiel der Kreisvorsitzende Vadim Derksen in der Vergangenheit schon – in zweifelhafter Gesellschaft – mit der Teilnahme an einer Demo der Identitären auf. Derksen, der dank des Einzugs der AfD in den Bundestag mittlerweile einen Job als „Social-Media-Experte“ beim Abgeordneten Anton Friesen bekommen hat, feiert die 100 Prozent für Nolte in der bereits erwähnte Chat-Gruppe als „Nordkoreanische Verhältnisse in Regensburg. Dafür Leberkäsfrei“.

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Kommentare (26)

  • Mr. T

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    Nur noch Eckl…, äh Ekelthemen auf regensburg-digital zur Zeit. Na ja, passt zur Dschungelcampsaison.
    Das Schlimme ist ja, dass so ein Rechtsruck in der NSAfD (ja, sowas ist leider auch noch möglich) die Parteien links daneben auch noch motiviert, den frei gewordenen Platz zu füllen. Traurig, wie groß das Potenzial für so ein Pack bei uns hier ist …

  • Joseph

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    Vadim Derksen… Ein urdeutscher, nationaler Name :D :D
    Wenn das der Führer wüsste…

  • Max-Peter Kreutzer

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    Erschreckend, was sich in meiner liebsten Stadt in Deutschland abspielt. Das Herz in Bayern blutet wahrscheinlich . Ich hoffe für die Zukunft von Bayern und auch für Deutschland, dass die „Braune Brut“ endlich verschwindet. Die Oberpfalz soll ihren tollen Ruf behalten! und darf nicht nach Rechts abrutschen.

  • Josef Dilling

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    100 % für einen AfD-Kandidaten ? Wieviele Mitglieder waren bei der Wahl anwesend ?
    20 ? 30 ? 50 %
    Als Martin Schulz zum Vorsitzenden der SPD gewählt wurde hatte er auch 100 %;

    Und braune Brut ? Die Oberpfalz benötigt keine linken Spinner wie anderswo in Deutschland und mehr denn je eine Partei, die sich gegen moslemische Schariaverehrer und Ehrbeschützer einsetzt.

    Und identitäre Bewegung ?
    Die mögen wohl vom Verfassungsschutz beobachtet werden, aber ich hätte gerne von irgendjemand erklärt, was die IB bisher gesetzeswidrig getan hat. Diejenigen, die gefährlich für unsere Verfassung sind, das sind Antifa, Attac, Linke, Feministinnen , …

    Nur eine starke AfD macht Bayern und die Oberpfalz wieder zu dem, was es einmal war:
    ein konservatives und sicheres Gebiet, in welchem Menschen selbst- und kulturbewußt, stolz und zufrieden leben können und ohne, daß an jeder Ecke eine in Decken gehüllte Moslemin steht. Der Kirchtum muß das Zentrum des bayrischen Lebens sein und nicht das importierte, landesfremde Minarett.

    Josef

  • Joachim Datko

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    Man sollte sich von Anfeindungen nicht beeinflussen lassen. Ich antworte auf Anfeindungen in der Regel nicht, da Anfeindungen einen Teil ihrer Wirkung aus der Reaktion des Opfers ziehen. Die Wahlerfolge im letzten Jahr geben der AfD recht, sie ist auf einem guten Weg. Der „Genosse“ Trend geht zurzeit mit der AfD. Ich freue mich schon auf den bayerischen Landtagswahlkampf.

  • Roubal-Ranger

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    @Josef Dilling: Sie treffen mein Humorzentrum zu 100%. War doch Satire, oder ?

  • Josef Dilling

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    @ Roubal-Ranger :

    Wenn Sie Vorgänge von Antifa und Attac wie beim Gipfel im Hamburg mit Plünderungen, Angriffen auf die Polizei, angezündeten Autos und weiteren zahllosen Körperverletzungen und Randalierereien nicht auch als verfassungfeindlich und kriminell bezeichnen, dann müssen Sie sich im Kreise von Menschen befinden, die schon über einen ganz besonderen Humor verfügen.

    Meiner jedenfalls ist anders gelagert und das was ich oben geschrieben habe hat mit Satire nichts zu tun.

    Josef

  • auch_ein_regensburger

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    @ Dilling Sepp
    Da haben Sie natürlich Recht. Es wird wirklich Zeit, dass in Bayern wieder Zucht und Ordnung einkehren, nachdem die linken Spinner von der CSU das Land zusammen mit der Antifa und den Feministinnen jahrzehntelang heimlich islamisiert haben. Oder habe ich da irgebndetwas falsch verstanden?

  • Arno Nym

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    Zucht und Ordnung? Mit einem Südpreußen als zukünftigen Ministerpräsidenten?
    der Zug ist abgefahren, das hat es früher nicht gegeben. N Franke… Wo das hinführt haben wir vor ein paar Jahren erlebt.
    Ich bin da voll auf der Seite der AfD. GRENZEN DICHT!
    Und zwar gleich hinter Nürnberg! Die sollen bleiben wo sie sind uns unsere schöne Oberpfalz in Ruhe lassen. Von der Grenze nach Sachsen und Thüringen will ich garnicht sprechen. Diese Wirtschaftsimmigranten habe ich dicke. Verstopfen unsere Autobahnen und wenn sie das Maul aufmachen, bekommt man Kopfschmerzen.
    Alles abriegeln und nur noch untereinander paaren. Nur so kann die Oberpfalz bleiben wie sie war.

  • Josef Dilling

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    Sehr geehrter Herr Aigner,

    mir ist immer noch unklar, wer die Reportage „AfD Regensburg: 100 Prozent für „Bananen-Nolte““ verfaßt hat.
    Ich darf Sie nochmals höflich bitten, dem geneigten Leser doch endlich mitzuteilen, wieviele AfD-Mitglieder bei der Nominierungsversammlung von Bemjamin Nolte zugegen waren. Dies ist wichtig, um das 100-%-Ergebnis im Vergleich zum 100-%-Schulze bewerten zu können.

    Zudem ist auffällig:
    Sie erwähnen, daß Benamin Nolte Mitglied der Burschenschaft Danubia sei. Seit Jahren wird die Danubia vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Die Mitgliedschaft bei Danubia ist aber werder verboten, noch kriminell noch gibt es dort Schlägerkommandos im Vergleich zu Attacis und Antifas.
    Wenn das in Ihrer Reportage Hervorhebung findet, dann frage ich mich, warum auf der Startseite von regensburg-digital ein Werbebanner des kommunistischen VVN-BDA geduldet wird, der ebenfalls vom Verfassungschutz seit Jahren beobachtet wird.

    Sie wenden in Ihrer Berichterstattung doch nicht etwa zweierlei Standards an ?

    Josef

  • Stefan Aigner

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    @Josef Dilling

    Ich weiß nicht, wie viele Mitglieder anwesend waren, weil die AfD im Gegensatz zu anderen Parteien nicht zu solchen Wahlen einlädt. Vadim Derksen hat in der Chatgruppe meines Wissens nur das Ergebnis mitgeteilt. Zur Einordnung der VVN empfehle ich zum Einstieg Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigung_der_Verfolgten_des_Naziregimes_%E2%80%93_Bund_der_Antifaschistinnen_und_Antifaschisten

    Ganz grundsätzlich zur Danubia: Eine Organisation, die Holocaustleugnern ein Podium bietet und in deren Haus schon rassistische Schläger versteckt wurden, ist für mich nicht satisfaktionsfähig.

  • Tobias

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    @Max-Peter Kreutzer:
    Ich muss sagen, ich bin verdutzt über ihre Aussage. „Bayern darf nicht rechts abrutschen“. Das klingt so, als wäre dies irgendeine nicht aufzuhaltende Regel, eine Art Naturgesetz. Und genau das ist ja das Interessante: Die Wähler, als Bayern, wollen es – oder nicht. Momentan wollen es viele, aber eben nur knapp 10% (ich habe die Zahlen in Bayern nicht im Kopf, so 8%?). Aber warum wohl? Alles heimliche „Nazis“ (auch hier wieder: Wo in der AfD „Sozialismus“ steckt, egal ob „National“ als Prefix oder nicht, soll mal jemand erklären)? Oder haben doch vielleicht mehr und mehr Leute, nun ja, keine Lust auf eine Good-Cop-Bad-Coop-Groko, bei der abwechselnd die SPU oder die CDU der Buhmann ist? Im Großen und Ganzen war alles nach dem zweiten Weltkrieg Einheitsbrei. Mal Rot, mal Schwarz.

    Aber die Zeiten ändern sich – die Parteien allerdings nicht. Dort wird von Wohlstand gefaselt (und verteilt), der nicht überall vorhanden ist. Deutschland hat weltweit eine der höchsten Abgaben bei geringem Merianeinkommen, schlechter Rente und geringem Wohneigentum. Dass man dennoch plötzlich Milliarden für Fremde übrig hat, finden halt nicht „alle“ gut.

    Deshalb halte ich es für äußerst bizzar, so zu tun, als würde die AfD pauschal jedes Jahr an Stimmen gewinnen. Vielleicht erübrigt sich die Partei bald, vielleicht nimmt sie zu, aber das sind dann Bürger, Wähler, Steuerzahler, Leute wie Du und ich (und jetzt bloß keine Unterscheidung; die meisten sind keine Straftäter und deshalb besteht kein Grund zu jedweder Ächtung der Wähler der AfD). Wenn sich aber die Situation nicht ändert und die Sozialabgaben steigen, bei gleichbleibend schlechterem Service, dann wählt man nicht „Weiter so“.

    Es liegt zu 100% an der jetzigen Politik, die AfD zu verhindern. Das sage ich als AfD-Wähler. Aber sie ist nicht willens. „Weiter So“-Merkel, Familiennachzug, Milliarden für Fremde, nachweislich kulturfremde, ungebildete junge Männer ohne Integrationswillen und Aussicht auf qualifizierte (sozialversicherte) Arbeit. Und solange dafür Geld da ist, aber die Außiger Straße oder Studentenwohnheime für die „Länger hier lebenden (TM)“ vergammeln oder dass unsere Polizisten von afghanischen „Schutzsuchenden“ niedergetreten werden – das sorgt hier und da eben für einen Anstieg dieser Prozentzahlen am rechten Wählerspektrum. Oder werden die endlos beschimpften und von der Politik mit internen Ermittlung bei Waffen- oder Gewalteinsatz gegängelten Polizisten ewig „Mehr arabische Migration“ wählen?

    „Nobody sees the elephan in the room“ sagt die Auslandspresse.

    Kurzum: Es rutscht nix von alleine nach links oder rechts, oben oder unten. Kausalzusammenhänge, die so eindeutig sind, sollte man definitiv erkennen können.

  • R.G.

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    @Tobias
    Was konkret hat die AfD für die Regensburger sozial Schwächeren bisher getan?
    Wie genau kümmert sie sich um die Außiger Straße Bewohner?
    In welcher Weise unterstützt sie die in Heimen Missbrauchten bei der Wahnehmung ihrer Rechte?

    Bitte zählen sie das auf, denn Taten überzeugen.

  • Mr. T

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    Ja klar, und aus Angst vor sozialem Abstieg wählt man die NSAfD, die Partei, die für den größten Sozialabbau stehen würde. Warum wählt man dann nicht die, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen oder einen deutlichen höheren Mindestlohn stehen würden? Weil die nicht „Ausländer raus“ brüllen! Und diejenigen, die eh schon am Rande der Gesellschaft existieren, die spielt Ihr noch gegen die aus, die überhaupt keine Existenz mehr haben, wenn wir ihnen nicht helfen. Kein Cent, der für die Hilfe von Zuflucht Suchenden ausgegeben wird, wird einem Blut-und-Boden-Deutschem weggenommen. Diejenigen, die jetzt das rechte Pack wählen, wären die ersten, die unter die Räder kommen, wenn sie an die Macht kämen.

  • Nachbar Meier

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    Kommentar gelöscht. Keine Trolle.

  • Barnie Geröllheimer

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    Die AFD ist grundsätzlich eine demokratische Partei, die genau wie andere Parteien moderate und auch extremere Ansichten beherbergt. Die SPD zum Beispiel wird auch nicht als MLSPD bezeichnet, nur weil ein – sogar im öffentlichen Dienst beschäftigtes – Mitglied die Überwindung des Kapitalismus und eine neue Gesellschaftsordung fordert. Genauso sind in der SPD moderate und extremere Ansichten vertreten, ohne dass man diese kommunistisches Pack nennt. Mal den linksgrünen Belag von Brille und Hirn wischen und wieder klar sehen…

  • auch_ein_regensburger

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    @ Geröllheimer
    So so, die SPD stellt also kommunistische Landtags-Kandidaten auf ….
    Wahnsinn, welches Maß an Sinnlosigkeit und Realitätsverzerrung sich hier Bahn bricht, sobald sich AfD-ler zu Wort melden. Vielleicht mal den braunen Belag von Brille und Hirn wischen und wieder klar sehen?

  • Giesinger

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    Ich bin kein AFDler, momentan sogar SPDler und würde trotzdem sagen, Barnie Geröllheimer hat einfach nur Recht mit seiner Botschaft eben um 11.50 Uhr.

  • Lothgaßler

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    Ich hoffe, dass die extremen Ansichten in der Bevölkerung keinen breiten Anklang finden, und ich denke so wirds auch kommen. Dass vieles damals eben nicht besser war, das ist so gut wie allen bewusst. Deshalb will auch keiner, bis auf einen kleinen Haufen sich selbst zu den Auserwählten zählenden, dieses Dritte Reich wieder auferstehen lassen. Die ganze Ausgrenzerei und das Schlechtmachen der Leute nebenan macht nichts besser, aber so gut wie jeder erkennt, dass auch er sehr schnell auf Seiten der Niedergemachten stehen könnte.
    Insofern sehe ich die Wahl solcher Kandiaten als eher vorteilhaft an, weil die Wahrscheinlichkeit für einen politischen Skandal doch erhöht ist. Mit der Folge, dass potenzielle Protest- oder Wechselwähler eher abgeschreckt werden.
    Es ist schon beschämend, dass eine sehr rechtsaußen-lastige Burschenschaft in Bayern überhaupt existiert. Wer sponsort diese Truppe, das gehört offen gelegt. Die alten Herren dieser Burschenschaften dürften wenig Lust auf schlechte Presse haben, vor allem wenn ihr Name dabei fällt.

    @Barnie Geröllheimer: Nur mal so nebenbei: Der „Kapitalismus“ ist keinesfalls unser deutsches Modell für die Entwicklung einer erfolgreichen Gesellschaft, zu der die Wirtschaft auch, aber nicht alleinig gehört. Den „Kapitalismus“ will keine Partei bei uns einführen!
    Unser Modell nennt sich seit Jahrzehnten „soziale Marktwirtschaft“. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20642/soziale-marktwirtschaft
    Der von Ihnen angesprochene SPD-Abgeordnete ist da etwas spät dran mit seiner Erkenntnis und missbraucht den Begriff „Kapitalismus“ als politischen Kampfbegriff, aber es herrscht zweifelsohne Nachjustier-Bedarf.

  • Josef Dilling

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    @ Stefan Aigner

    Zitat: „Ich weiß nicht, wie viele Mitglieder anwesend waren, weil die AfD im Gegensatz zu anderen Parteien nicht zu solchen Wahlen einlädt. Vadim Derksen hat in der Chatgruppe meines Wissens nur das Ergebnis mitgeteilt.“

    Ich stelle fest: auf Regensburg-Digital erscheint eine umfangreiche Reportage mit der Bewertung von Personen, ohne daß ein Reporter vor Ort war. Wos genaus woaß ma ned. Aber es wird nachhaltig polemisiert.

    Zitat: „ Zur Einordnung der VVN empfehle ich zum Einstieg Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigung_der_Verfolgten_des_Naziregimes_%E2%80%93_Bund_der_Antifaschistinnen_und_Antifaschisten“

    Auszüge aus dem bayerischen Verfassungsschutzbericht 2016:

    1.) Durch aktive Mitarbeit übt die DKP auch auf Organisationen
    wie die VVN-BdA und das Münchner Bündnis gegen Krieg und
    Rassismus Einfluss aus. (S. 222)
    oder

    2.) Der Bundessprechers der VVN-BdA, Ulrich Schneider:

    „Die Kunst der Bündnisarbeit ist es, eine möglichst breite Zusam-
    menarbeit zu entwickeln, die allen Teilnehmenden ausreichend
    Raum für eigenständiges Handeln im Sinne der gemeinsamen
    Zielsetzung gibt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Blockadeaktionen
    gegen Naziaufmärsche oder andere direkte Aktionen durchaus
    legitime Mittel sind, selbst wenn nicht alle Kräfte im Bündnis sich
    dieser Aktion anschließen können. (S. 224)

    http://www.verfassungsschutz.bayern.de/mam/anlagen/verfassungsschutzbericht_bayern_2016_mai_2017.pdf

    Ich bleibe dabei: Der VVN-BdA ist von Kommunisten, Attacis und Antifas unterwandert, die vor keiner Gewalt gegen Andersdenkende zurückschrecken.

    Zitat: „Ganz grundsätzlich zur Danubia: Eine Organisation, die Holocaustleugnern ein Podium bietet und in deren Haus schon rassistische Schläger versteckt wurden, ist für mich nicht satisfaktionsfähig.“

    Dann nennen Sie doch bitte einmal Namen.
    Danke.

    Josef

  • Stefan Aigner

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    @Dilling

    Na da haben Sie aber gar fürchterliches über die VVN ausgegraben, im Gegenzug nehmen Sie die harten Fakten zur Danubia nicht zur Kenntnis. Damit erübrigt sich auch eine ernsthafte Diskussion mit Ihnen.

  • auch_ein_regensburger

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    Heute auf dem Parteitag in Sachsen hätte die AfD jedenfalls Gelegenheit, ihr Verhältnis zum Rechtsextremismus zu klären. Sollte sie diese Chance einmal mehr nicht nutzen, ist die Sache wohl klar.

  • Nachdenkende

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    @R.G.: „Was konkret hat die AfD für die Regensburger sozial Schwächeren bisher getan? “ – wie lange gibt es die AfD schon und wie lange sind sie schon im Regensburger „Parlament“? Bitte mal aufzählen, wie viele Jahre und Jahrzehnte die Altparteien schon dort sind und was sie in den vielen Jahren „Gutes“ getan haben.
    @Mr.T.: „bedingungsloses Grundeinkommen“ – in Finnland wird das schon ausprobiert für einge Personen. Soweit ich mich erinnere: 650 Euro pro Monat. Können Sie davon ihre Miete bezahlen und auch noch etwas essen? Wenn das für alle gelten soll, wer bezahlt das? Ca. 82 Mio mal 650 € macht 53,3 Milliarden Euro und bleibt trotzdem ein „Hungerlohn“.
    „Kein Cent, der für die Hilfe von Zuflucht Suchenden ausgegeben wird, wird einem Blut-und-Boden-Deutschem weggenommen“ – ach was, woher kommt denn das Geld dafür? Fällt es vom Himmel?
    @Lothgaßler: „Mit der Folge, dass potenzielle Protest- oder Wechselwähler eher abgeschreckt werden.“ – dann empfehle ich Ihnen, sich mal die Redebeiträge der AfD’ler im Bundestag bei Youtube anzusehen. Das einzige, was Sie abschrecken wird, sind die hysterischen abartigen Zwischenrufe der Altparteien.
    @Stefan Aigner zu seiner Antwort auf „Dilling“: das „Ausgegrabene“ über VVN ist überall öffentlich einsehbar und eine Tatsache. Deshalb wäre eine Diskussion darüber sinnvoller als über eine örtlich begrenzte Burschenschaft. Klar, den Kopf in den Sand stecken bei unangenehmen Themen ist auch eine Lösung, für manche Menschen zumindest – sind Sie stolz darauf?

  • Mr. T

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    Nachdenkende :-)
    Nachdenken alleine hilft nicht, wenn man den Falschen nach denkt oder dabei gar noch unheimlich vom Pech verfolgt ist …

  • R.G.

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    @Nachdenkende

    Um den alten oder behinderten Nachbarn zu helfen, jemanden im Krankenhaus und im Altersheim zu besuchen etc., braucht es keine Stellung in der Regierung.

    Die soziale Kompetenz kann man schon vorher im Alltag ganz bewusst unter Beweis stellen.

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