Die Fraktionsprivilegien sollen die ehrenamtliche Arbeit im Stadtrat stärken; seit dieser Periode greifen sie bereits ab zwei Stadträten. So sagt es OB Thomas Burger. Doch just zwei größere Oppositionsfraktionen warten seit Monaten darauf, ein Büro für diese Arbeit zu bekommen.
Die SPD hat seit Jahrzehnten eines – ebenso CSU und Grüne. Die Brücke, seit ihrem Einzug im Stadtrat, auch. Die Freien Wähler seit 2008. Die ÖDP ebenfalls; sie teilt es sich mit den Stadtratsneulingen von Volt. Die Rede ist von einem Fraktionsbüro.
Parteien, die in Fraktionsstärke in den Regensburger Stadtrat gewählt werden, haben Anspruch auf eine gewisse Infrastruktur – Personal und Büroräume.
Ein Jahr und zwei Monate, ausgesetzt zur Bewährung, fordert die Staatsanwaltschaft im Prozess um mögliche Abzocke bei der Vermittlung von Handwerkerleistungen. Die Vorwürfe sind im Lauf des Prozesses stark zusammengeschrumpft.
Anwohner der Nicolaus-Gallus-Straße begehren auf, weil ihre gepflasterte Straße asphaltiert werden soll. Sie pochen auf die klimatischen Auswirkungen durch Versickerung. Eine solche finde schon jetzt kaum statt, sagt die Stadt und verweist auf die hohen Kosten.
Ob nun bei der Anklage gegen die frühere Tafel-Chefin oder den Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts bei der Regierung – manchmal dauert es einfach etwas länger. Lange gedauert hat es auch bis der AfD-Abgeordnete Nolte vom Verfassungsschutz überwacht wurde und ich bin gespannt, wie lange es dauert, die charmanten Zimmer einer WG am Fischmarkt zu vermieten.
„Mehr ein abgehalftertes Finanzprodukt als ein schönes Nahversorgungs- oder Stadtteilzentrum.“ So nennt Stadtrat Jakob Friedl das BUZ in Burgweinting. Ein Besuch vor Ort zeigt: er hat recht. Dabei machte ein Investor vor über zwei Jahren große Versprechungen.
Eine Mehrheit im Stadtrat hätte OB Thomas Burger gehabt. Dennoch wurde der Beschluss über die neue Sondernutzungssatzung auf September vertagt. Es bestehe Abstimmungsbedarf. Gastronomen hatten Kritik an der geplanten Gebührenerhöhung geübt.
„Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben“, ist der wohl bekannteste Satz des Drachen Tabaluga. Und etwas kindlich wirkt es auch, wenn Gloria von Thurn und Taxis Tabaluga-Schöpfer Peter Maffay imitiert. Dessen Statement bei den Schlossfestspielen hat ihr offenbar doch gestunken.
FDP, CSU und AfD stimmten dagegen: die AfD wird auch die nächsten sechs Jahre keinen Verwaltungsbeirat stellen. Wasser in den Wein der moralischen Einigkeit gab es dennoch.
Der Stadtrat lehnt den Bürgerentscheid gegen die Sallerner Regenbrücke ab. Damit ist die bei dem Thema gespaltene Koalition halbwegs gesichtswahrend aus dem Spiel. Nicht auf das Spiel der AfD ließ sich die Landrätin bei ihrem Sommerempfang ein.
„Mehr als unbefriedigend“ nennt die Stadt Regensburg die Situation im Marinaquartier. Zwei Grundstückseigentümer lassen die großen Wasserbecken – Bestandteil des Hitzemanagements von Regensburg leer stehen und berufen sich auf einen technischen Defekt. Dauert es zwei Jahre, so etwas zu beheben?
Etappensieg für eine Wohnungseigentümergemeinschaft im Stadtwesten: im Streit um die Fällung einer imposanten Eiche stoppte das Amtsgericht Regensburg das Vorhaben. Im Urteil wird mehrfach die Fällgenehmigung des städtischen Umweltamts kritisiert.
Die Stadt Regensburg sorgt mit ihrem hemdsärmeligen Umgang beim Thema Notausgang für Furore und hat es mal wieder in die BR-Sendung quer geschafft. Das Verwaltungsgericht Regensburg trifft einer Entscheidung mit Signalwirkung zum Auskunftsanspruch der Presse.
Ein erster Schritt zu einer potentiellen Massenüberwachung oder ein notwendiges Mittel, um der Bundespolizei ihre Arbeit zu erleichtern? Änderungen beim Bundespolizeigesetz sorgen für Kritik bei Bürgerrechtlern. Peter Aumer (CSU) und Carolin Wagner (SPD) haben zugestimmt und verteidigen das neue Gesetz.
Das Experiment ist vorbei: die Partnerschaft zwischen Caritas und Landkreis am Krankenhaus Kelheim wird nach vier Jahren beendet. Profitiert hat davon wohl nur eine Beratungsfirma.
Mit 488 Bildern des Regensburger Fotografen Herbert Baumgärtner dokumentiert der Bildband „WAA NIE!“ den Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.
Die Regensburger Abgeordneten versuchen, den Ball flach zu halten. Doch tatsächlich plant die Bundesregierung massive Einschränkungen bei den Auskunftsrechten für Bürger, Organisationen und Medien. Das Informationsfreiheitsgesetz soll nach über 20 Jahren faktisch abgeschafft werden. Man will sich bei seiner denkbar schlechten Performance wohl nicht zu genau in die Karten schauen lassen.
Die Gewerkschaft ver.di moniert die niedrige Vergütung beim Werkhof Regensburg und fordert Tarifverhandlungen. Der Geschäftsführer nennt die Forderungen verwerflich. Tarifbezahlung hätte Insolvenz oder Massenentlassungen zur Folge, sagt er.
„Wir sagen Stopp!“ Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser in Stadt und Landkreis, Rettungsdienste und führende Kommunalpolitiker in Regensburg stellen sich gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung. Es soll am Freitag verabschiedet werden.