SOZIALES SCHAUFENSTER

Kommentar

Betretungsverbote für Jahninsel und Gries sind Unsinn

Stadtspitze und Koalition denken über ein Betretungsverbot für Jahninsel und Gries nach. Hintergrund sind Anwohner-Beschwerden wegen Lärm und Müll. Dabei gäbe es jetzt schon Regeln, die man kontrollieren könnte. Außerdem müssen Anwohner auch mal etwas aushalten.

Die Debatte ist schon alt. Sie findet ungefähr jedes Jahr zur selben Zeit statt. Immer dann, wenn es wärmer wird. Dann, wenn die Menschen abends länger draußen bleiben. Immer dann ist es irgendwem irgendwo zu laut. Immer dann häufen sich die Beschwerden und immer dann gibt es Rufe nach irgendwelchen Verboten, die dann in den Medien aufschlagen.

Im Fokus (vor allem, aber nicht nur): Jahninsel, Donauufer und Grieser Spitz. Seit über 15 Jahren arbeite ich als Journalist in Regensburg und seit über 15 Jahren ist das so. Früher waren es nur die Punker, mittlerweile sind es junge Leute ganz generell. Doch seit über 15 Jahren hat sich die Politik davon nicht großartig beeindrucken lassen. Und das war auch gut so. Bis jetzt.

Bestehende Verbote werden nicht durchgesetzt

Nun soll es nämlich ein Betretungsverbot richten. Das verlautet zumindest aus dem Umfeld der Regierungskoalition. Man denke da gerade darüber über irgendsoetwas nach, heißt es. Dass man nicht mehr darüber hört, dürfte auch daran liegen, dass ein solches Verbot rechtlich schwierig sein könnte, andererseits könnte es auch darin begründet sein, dass bereits jetzt Regelungen da wären, die das, was hauptsächlich moniert wird, verbieten.

Ein Blick in die Grünanlagensatzung der Stadt Regensburg zeigt:

Bereits jetzt ist es untersagt, „Rundfunk- oder andere Tonwiedergabegeräte oder Musikinstrumente ruhestörend zu gebrauchen oder eine Ruhestörung auf andere Art und Weise herbeizuführen. In den Grünanlagen Gries, (…) und Jahninsel (…) ist der Gebrauch von Rundfunk- oder anderen Tonwiedergabegeräten und Musikinstrumenten von 22.00 Uhr bis 07.00 Uhr verboten.“

Bereits jetzt unterliegt der Alkoholkonsum gewissen Beschränkungen. Und ganz generell ist Ruhestörung ein Delikt, dass geahndet werden kann. Im Zweifel könnten ja mal Bluetooth-Boxen konfisziert und Platzverweise ausgesprochen werden. Das alles wäre jetzt bereits möglich, wenn Appelle eben nicht fruchten.

Doch offenbar sind Polizei und Kommunaler Ordungsservice (KOS) entweder nicht in der Lage oder nicht willens, die bereits bestehenden Verbote auch durchzusetzen. Wer soll es dann bei einem generellen Betretungsverbot machen? Wem die jetzt bestehenden Regeln gleichgültig sind, den wird auch ein Betretungsverbot nicht wirklich beeindrucken.

Jede Wohnlage hat Vor- und Nachteile

Abseits davon muss man aber auch ansprechen: Wer am Gries und im Umfeld der Jahninsel wohnt, ist privilegiert. Viel Grün, direkt an der Donau, kaum Verkehr. Da mag an leicht vergessen, dass man in einer Stadt lebt und dass die nebenan liegende Grünanlage nicht der verlängerte Vorgarten von einem selbst und den Nachbarn ist.

Da mag man vergessen, dass in so einer Stadt andere direkt an Hauptverkehrsachsen mit entsprechendem Verkehr leben müssen. Allen Beschwerden zum Trotz wird es dort kein Fahrverbot geben.

Und da mag man vergessen, dass andere in der Altstadt wohnen. Neben oder über Kneipen. An Plätzen, die im Sommer voller Menschen sind, auch oft betrunken und laut. Ein Betretungsverbot für solche Plätze hat (trotz Beschwerden und entsprechendem Leidensdruck Einzelner) noch niemand vorgeschlagen. Bis jetzt zumindest…

Jede Wohnlage hat ihre Vor- und Nachteile. Und der Nachteil der Lage an Jahninsel und am Gries mag heuer – coronabedingt – mal etwas, vielleicht auch deutlich schwerwiegender ausfallen. Es ist mehr los, es ist lauter. Und wo mehr Menschen sind, gibt es auch entsprechend mehr Idioten und entsprechend mehr Müll, der liegen bleibt. Bitter, aber so ist das nun mal, so lange bestehende Regeln schon jetzt nicht durchgesetzt werden.

Manches muss man auch aushalten

Statt jetzt über ein Betretungsverbot nachzudenken, weil sich wieder einmal eine durchaus überschaubare Zahl von Menschen öffentlich ob ihrer gestörten Ruhe beschwert, wäre es politisch mutiger, auch einmal zu sagen: Tut uns leid. Daran können wir wenig ändern. Junge Menschen sind immer mal unvernünftig, oft nervig und manchmal richtig ekelhaft, aber die brauchen auch ihren Platz und die dürfen auch feiern. Das müsst ihr eben aushalten. Wir leben in einer Stadt.

Disclaimer: Der Autor hat bis vor drei Jahren selbst am Gries gewohnt und fand es ohne Einschränkungen angenehm.

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Kommentare (82)

  • Mr. T.

    |

    Full Ack!

    Lärm und Müll am Grieser Spitz, dem Donauufer und auf der Jahninsel mit einem Betretungsverbot verhindern zu wollen, ist ungefähr genauso abseitig, wie eine Kontakteinschränkung mit einem Ausgehverbot durchsetzen zu wollen ;-)

  • Kernel

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    Super Artikel. Muss man nichts mehr hinzufügen.
    Außer das ich wirklich bereue diese Koalition mit gewählt zu haben.

  • Peter Lang

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    Einspruch, Herr Aigner! “Wir leben in einer Stadt”, das heißt aber nicht, dass man sich deshalb aufführen kann wie der Rotz am Ärmel.
    Einspruch, Herr Aigner, die “Stadt” betont bei jeder sich bietenden Beschwerde, dass sie machtlos ist. Den Mut hat sie! Zitat vom 25. Juni 2020 aus einer Antwort vom Ordnungsamt: “… jedoch ist eine dauerhafte Überwachung oder eine Erhöhung der Kontrollfrequenz aufgrund der Personalausstattung des KOS und der Wahrnehmung sonstiger Aufgaben – gerade im Altstadtbereich – leider nicht möglich.”
    Meine Beobachtung ist, dass “Stadt” und Polizei sind gar nicht willens, einzuschreiten. Insofern gehe ich mit ihren Ausführungen d’accord. Denn: Ordnungskräfte und Stadtverwaltung haben vor dem Mob kapituliert. Vor wenigen Sommern wurde ich von Polizeikräften gebeten, noch um 00.45 Uhr einen Trommler und sein Publikum am Bismarckplatz doch bitte zu tolerieren, weil, würde man einschreiten, fürchte man “gelyncht” zu werden.
    Ich verstehe gut und bedaure, dass viele “junge Leute” (und es sind bei Weitem nicht nur die, die über die Stränge schlagen) dieses Lockdown-Frühjahr keinerlei Gelegenheit zum Feiern und Flirten hatten. Aber, was aktuell passiert, ist schlichtweg barbarisch. Mal abgesehen vom Lärm, der 2020 ein nie erreichtes Macimum erreicht hat, es ist auch für “privilegierte” Anwohner eine Zumutung, sich morgen um Lachen aus Fäkalien herum seinen Weg zu bahnen.
    Noch etwas: Seit Jahren ist die Dominikanerkirche am Bismarckplatz Baustelle. Das heißt, werktags um 7:00 Uhr wecken einen der Presslufthammer. Das Gegröle der “Feiernden” ist da gerade einmal vor ein paar wenigen Stunden vertummt. Noch zur Info: der Bismarckplatz (auch in teilen) wurde 2020 wiedeholt geräumt!

  • Burg

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    In welchem Stadtteil wohnt denn die Stadtspitze?

  • highwayfloh

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    Die ganze Sache ist differentzierter zu betrachten. Ja auch ich war mal jung und hab auch die “Toleranzgrenzen” ausgelotet und so manches mal wurde “ein Auge zugedrückt”. Heute sehe ich aber einiges anders, als damals und verstehe im Nachhinein, warum mir bewusst auch Grenzen gesetzt wurden und ich die Konsequenzen zu tragen hatte, wenn ich diese dann zusätzlich zur praktizierten Toleranzgrenze überschritten hatte.

    Tolleranz ist nämlich etwas sehr empfindliches, man gewährt diese aufgrund der Basis, dass “der/das/die/es” Gegenüber die entgegenstehenden Interessen ebenso respektiert und akzeptiert. Dieses Gleichgewicht gerät leider immer weiter aus der gesunden Balance.

    Wenn der Autor den Satz prägt: “Das müsst Ihr eben aushalten”. So gilt dies auch für die andere Seite, nämlich, dass, wenn die gezeigte und gewährte Toleranzgrenze überschritten ist und entsprechende Konsequenzen gezogen und durchgesetzt werden.

    Eine Gesellschaft funktioniert nun mal nur vernünftig, wenn es keine Seite zu ihren Gunsten einseitig übertreibt, nach dem Motto: “Alles mir und meins”.

  • Markus Wolter

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    Volle Zustimmung, Herr Aigner!

    Like-Button wären nicht schlecht ;-)

    Übrigens wohnen wir in der Nähe der Dult. Da müssen wir Pinkler und andere Unannehmlichkeiten neuerdings (zu nicht Corona-Zeiten) über drei Wochenende Stadt-verordnet ertragen – also geht doch, oder?

  • R.G.

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    Wenn da nur keine Retourkutsche dabei ist, weil wegen der Liebhaber des Grieser Spitz’
    die Radfahrbrücke nicht gebaut werden sollte, oder wegen des Verlustes der Privilegien der Bootsfahrer. Ich hoffe, man sieht bei der Stadt genauer hin, wer sich für ein Verbot stark macht. Bemerken Sie bitte auch, wenn sich jemand aus einem Penthouse mit Riesen Glasflächen und schick reduzierter Optik, sprich glatten und harten Flächen, beschwert. Der macht sich ein Stück des Schallproblems auch selbst.

    Eine Großstadt sollte gezielt zu Gratisangeboten lenken und damit ohne zu schulmeistern aufzeigen, wie man sich im Freien benehmen kann.
    Jugendliche, Erwachsene vom Computer, von den Kampfspielen wegzukriegen, soll und muss Ziel sein. Es ist im Interesse der guten Politik, die Bürger in Freiräumen zu erleben, und so zu laufend zu sehen, wie die Menschen sind.
    Schließlich und nicht zuletzt, schon wenige Bäume und Sträucher vor allem, können das Schallempfinden verändern. Ich lebe sehr grün und ruhig. Heute zum Beispiel ist es pure Idylle. Aber Halt, da ist doch etwas! Übermalt vom Rauschen der Blätter des bei uns beinahe immer vorhandenen Windes, im Winter immer noch gebremst durch die immergrünen Bäume, trägt es alle paar Tage bis spät nach Mitternacht wellenartig Geräusche von Freiveranstaltungen zu uns. So und nicht anders hört sich ein typischer Sommerabend in einer Stadt der Lebenden an.
    (Lauter dagegen einzelne Familien auf ihren Balkonen und Terrassen.
    Ich bin deshalb dafür, den Aufenthalt auf den zu den Wohnungen gehörenden Freiflächen gänzlich zu verbieten, jawoll. Und gleich danach Wassertoiletten, Herrschaftszeiten, das rauscht! ; ) )

  • R.G.

    |

    @Peter Lang
    Ich hatte in einem anderen Thread drauf hingewiesen, dass ich der Nachtgastronomie eine wichtige “Ordnungsfunktion” zuschreibe.
    Wenn sich dieses Jahr alles, was nicht gelernt hat sich selbstverantwortlich im Freien nachts gesittet zu benehmen, einfach auf wenigen Wiesen wild trifft, hat man als Stadt ein selbst erzeugtes Problem.

  • DerAnonymous

    |

    Wie wäre es mit Fahrverboten auf der Autobahn weil dort zu schnell gefahren wird?

    Überhaupt auf so eine Idee zu kommen zeigt die ekelhafte Ignoranz der Privilegierten, die auf öffentliche Plätze zur Erholung nicht angewiesen sind. Kein Wunder, wenn die Jugend und andere Nutzer von öffentlichem Gemeingut die Politik immer mehr verachtet.

    Meine Spende für eine Klage, falls so ein Verbot kommt, ist fest zugesagt. Meine Teilnahme an einer Demo dagegen auch.

  • R.G.

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    Wie würde man in einer Stadt vorgehen, wo dialogfähige Politiker an der Spitze der einzelnen Parteien stehen?
    Nachtgastronomen, Barinhaber, Streetworker, Kontaktpolizisten und Jugendvertreter aus den Parteien bzw. Gruppen an einen Tisch setzen, und nach Freiräumen suchen, die nachts Aufenthaltsort für vorwiegend Jugendliche sein könnten. Überlegen, wer dort einen Teil der Fläche wenigstens durch Fahrrad-Bars oder von kleinen Pop Up Anhängern aus mit Getränken versorgen könnte. Toiletten bereitstellen.

    Bitte weitere Ideen entwickeln.

  • Charlotte

    |

    Lieber Herr Aigner, ich schätze Ihre Meinung sehr, aber hier muss ich doch ein Statement abgeben.

    Kein Mensch hat irgendetwas dagegen, wenn Menschen sich ruhig und diszipliniert im öffentlichen Raum aufhalten. Und ja, die Stadtverwaltung, die Ordnungskräfte und auch der letzte Stadtrat hatte kein Interesse, im Sinne des Lärmschutzes die Anwohner zu schützen.

    Und da meine ich bei weitem nicht nur die Anwohner in Stadtamhof, sondern auch alle Anwohner im gesamten (Alt-)-Stadtgebiet.

    Es geht eben nicht, dass eine (!) Gruppe – nämlich die der Feiernden, ganze Areale des öffentlichen Raumes in der Altstadt und an der Donau für sich beanspruchen, und anderen Gruppen dabei keinen Platz mehr lassen (z. B. für Ruhesuchende, Familien, Kindern, Senioren oder auch Anwohner, die ein Recht auf Nachtruhe haben).
    Und zu guter Letzt keinerlei Rücksicht nehmen und Einsicht zeigen, dass allein die Masse an Feiernden Lärm verursacht. Eine Unsitte ist ebenfalls, dass jeder meint, die Welt mit seinem Musikgeschmack belästigen zu müssen.

    Die Lärmschutzgesetze zum Schutz aller Bürger in Regensburg sind einfach einzuhalten – ohne Wenn und Aber. Lärm ist gesundheitsschädlich und hat in Wohngebieten nichts zu suchen – egal wo.

    Nicht umsonst auch hat die Gastronomie Regeln einzuhalten und das tun sie überwiegend auch. Da das im Öffentlichen Raum in Regensburg aufgrund der Größe der Flächen einfach auch nicht konsequent kontrolliert und sanktioniert werden kann, ist ein Nutzungsverbot ab einer bestimmten Zeit richtig. Wer feiern will, kann das zuhause oder in der Gastronomie tun.

    Dass Corona das momentan nicht zulässt, ist nunmal zu akzeptieren. Nicht nur die Jugend hat Einschränkungen auszuhalten, sondern wir alle – ob uns das gefällt oder nicht.

  • @Charlotte

    |

    Finde den Beitrag von Charlotte einen interessanten Ansatz, auch mal über Verkehrspolitik zu diskutieren:

    Kein Mensch hat irgendetwas dagegen, wenn Menschen sich ruhig und diszipliniert im öffentlichen Raum fortbewegen. Und ja, die Stadtverwaltung, die Ordnungskräfte und auch der letzte Stadtrat hatte kein Interesse, im Sinne des Lärm- und Umweltschutzes die Anwohner zu schützen.

    Und da meine ich bei weitem nicht nur die Anwohner an der Friedenstraße, sondern auch alle Anwohner an allen Bundesstraßen im Stadtgebiet.

    Es geht eben nicht, dass eine (!) Gruppe – nämlich die der Autofahrer, ganze Areale des öffentlichen Straßenraumes in der ganzen Stadt, aber vor allen an den riesigen platzfressenden Autobahnen samt zubringern, beanspruchen, und anderen Gruppen dabei keinen Platz mehr lassen (z. B. für Fußgänger, Radler, Skater oder Rollerfahrer).
    Und zu guter Letzt keinerlei Rücksicht nehmen und Einsicht zeigen, dass allein die Masse an Autos Lärm verursacht. Eine Unsitte ist ebenfalls, dass jeder meint, die Welt mit seinem Geschmack für Fortbewegungsmittel belästigen zu müssen (siehe Poser am Domplatz).

    Die Lärmschutzgesetze zum Schutz aller Bürger in Regensburg sind einfach einzuhalten – ohne Wenn und Aber. Lärm und damit Autoverkehr ist gesundheitsschädlich und hat in Wohngebieten nichts zu suchen – egal wo.

    Nicht umsonst auch haben alle anderen Verkehrsteilnehmer Regeln einzuhalten und das tun sie überwiegend auch. Da das Autofahren im Öffentlichen Raum in Regensburg aufgrund der Größe der Flächen einfach auch nicht konsequent kontrolliert und sanktioniert werden kann, ist ein Autoverbot ab einer bestimmten Zeit richtig. Wer autofahren will, kann das im eigenen Garten oder auf dem ADAC-Trainingsgelände tun.

    Dass Corona das momentan nicht zulässt, ist nunmal zu akzeptieren. Nicht nur die Autofahrer haben Einschränkungen auszuhalten, sondern wir alle – ob uns das gefällt oder nicht.

  • Nemo Udeis

    |

    Auch ich möchte diesem Kommentar widersprechen:
    Im Voraus: Ich habe 40 Jahre nahe der Weißenburgstraße gewohnt, und wohne jetzt am innerstädtischen Grüngürtel. Ich bin also jetzt “privilegiert”, wie man das wohl so nennt.
    Der normale Verkehr an den Hauptverbindungsstraßen ist für die (langjährigen) Anwohner eigentlich das kleinere Übel. Aus der Erfahrung an der Weißenburgstraße sind diejenigen das Problem, die diese Straßen dazu benutzen, um sich in Autorennen auszutoben.
    Keiner der heutigen Anwohner kann etwas dafür, dass in der Nazizeit genau an dieser Stelle eine neue Donaubrücke geplant wurde. Keiner der heutigen Anwohner kann etwas dafür, dass die Weißenburgstraße in den 1950er-/60er-Jahren zur Autobahn ausgebaut wurde, die das Gründerzeitviertel im Osten endgültig entwertet hat (im Westen ist diese Stadterweiterung noch weitgehend intakt). Keiner der heutigen Anwohner kann etwas dafür, dass die Nibelungenbrücke beim Neubau endlich die Dimensionen bekommen hat, die sich der Gröfaz eigentlich gewünscht hat, und weswegen er laut Gerüchten der Einweihung der “zu kleinen” Brücke fernblieb.
    Eigentlich bin ich in meiner Grundeinstellung konservativ und auch eher CSU-Wähler. Was aber diese Partei im Moment bzgl. Weißenburgstraße abzieht, ist ein Hohn für alle Anwohner, die sogar bis zu 200-300 Meter weiter weg wohnen: Endlich wird es durch das Tempolimit ruhiger an dieser Stelle und für ein ganzes Karree steigt die Wohnqualität. Von örtlichen CSU-“Persönlichkeiten” muss man sich allerdings die fadenscheinigen Argumente anhören, dass diese “Qualität” mehr Menschen schadet als nützt, dass die Nibelungenbrücke gar nicht an einer anderen Stelle (z.B. weiter östlich) gebaut hätte werden können, weil dadurch 1935(!) zuviele andere Menschen beeinträchtigt worden wären usw. usw.
    “Wer hier wohnt, muss auch etwas aushalten” – diese Aussage verhöhnt die Betroffenen aber noch mehr. Man zahlt eine innerstädtische Miete, und man will im Sommer irgendwann in der Nacht auch mal lüften, um die Wohnung in einer “steinernen Stadt”, die sich ohne Ende aufheizt, etwas kühler zu bekommen. Zu hören bekommt man den Lärmpegel einer zweigeteilten Generation: Die einen, die sich vernünftig und ab einer gewissen Uhrzeit in angemessenem Rahmen verhalten. Die anderen, denen es völlig egal ist, was um sie herum geschieht, und der nur ihr eigenes Ego und ihr Vergnügen wichtig ist. Eigentlich sollten die Mieten in der Stadt deutlich günstiger sein, wenn man solche beeinträchtigenden Faktoren berücksichtigt. Der “Innenstadtfaktor” des Mietspiegels wäre dann vielleicht einmal zu überdenken … Bierflaschen hatte ich noch nicht im Vorgarten, ich habe nämlich keinen. Aber menschliche Hinterlassenschaften in jeglicher Form vor der Haustür machen auch keinen Spaß. Aber das sind ja sicher nur Einzelfälle …
    Ich verstehe die Anwohner am Grieser Spitz, und ich verstehe – mit einem Ohr aus meinem Fenster jetzt um 2.30 Uhr nachts bei in der Nachbarschaft immer noch lautstark feiernden jungen Leuten – meine Nachbarn: Die Verordnungen nützen nichts, solange sie keinen interessieren oder keiner darüber Bescheid weiß – das sehe ich als größtes Problem – und jeder, der sie durchsetzen will, ignoriert oder ausgelacht wird. Die Betretungsverbote mögen für eine Generation, in der der Kommentator und auch ich aufgewachsen sind, Unsinn sein, weil wir sowas mitbekommen. Sorry, wir wurden “anders erzogen”, um es platt auszudrücken. Viele der heute Feiernden leben offenbar in einer Bubble, in der man sich nur noch über die Gerüchte aus dem Freundeskreis informiert. Verordnungen interessieren nicht. Und ohne Verbote funktioniert es (leider) nicht, weil es offenbar auf andere Weise nicht verstanden wird.

  • Burgweintinger

    |

    Charlotte

    was wollen Sie uns sagen? Wie im Artikel beschrieben gibt es bereits Regeln, die völlig ausreichend sind. Warum rufen Sie denn nicht das nächste Mal die Poilzei, wenn es Ihnen zu laut ist? Wenn bei mir die Wohnung über mir auch zu laut feiert, dann geh ich da hin und bitte um Ruhe, wenn das nicht fruchtet, rufe ich die Polizei…

    Ein generelles Betretungsverbot ist völliger Quatsch!

  • Mathilde Vietze

    |

    Kritik ist das “Salz in der Suppe” der Demokratie. Allerdings kommt es auch hier auf das
    “w i e ” an. Kein Ernstzunehmender wird jungen Leuten verbieten, auf Regensburger
    Plätzen zu feiern. Die hier angesprochene “Zielgruppe” allerdings verwechselt Freiheit
    mit Zügellosigkeit, versaut und vermüllt die Plätze, besäuft sich bis zur Besinnungs-
    losigkeit, hinterläßt seine Exkremente und zieht dann grölend durchs Wohngebiet.
    Diese Spezies ist nicht nur nicht bereit, Regeln einzuhalten, sie ist auch nicht (und
    das ist das große Problem) auch nicht dialogbereit. Die Stadt hat mehrfach nieder-
    schwellige Gesprächsangebote gemacht, aber von diesen Typen ist keine gekommen.
    Meine große Sorge ist, daß auf diese Weise leider dem rechten Gesockse, dessen
    Credo nur Recht und Ordnung heißt, Munition frei Haus für harte Strafen, Platzver-
    weis und Verzicht auf vernünftigen Dialog geliefert wird.

  • Gerda Huber

    |

    Ich habe selbst mal in der Altstadt gelebt und auch da war es oft mehr als nur laut. Musikgruppen vor den Fenstern, die stundenlang abgerockt haben etc. Am lästigsten waren die Besoffenen, die früh um 3.00 Uhr grölend durch die Gassen wanderten. Da half nicht einmal das geschlossene Fenster (also Lüften ging gar nicht). Die angerufene Polizei zuckte am Telefon mit den Schultern; die Stadtverwaltung sei da nicht sooo dahinter her.
    Dass es auf der Jahninsel etc. auch mal lauter wird – lässt sich wohl kaum verhindern. Das wichtigste ist der Nachtschlaf, wenn da die Polizei und das Ordnungsamt einknicken, dann kann ich das nicht akzeptieren:
    “00.45 Uhr einen Trommler und sein Publikum am Bismarckplatz”. Vor einigen Demonstranten hat niemand Angst und da ists auch kein Problem, mit einigen Einsatzwagen aufzufahren. Und davor soll sich die Polizei gefürchtet haben? Trommler sind in der Regel keine prügelnden Rechtsradikalen.
    Und wie man sieht gehts ja doch:
    “Noch zur Info: der Bismarckplatz (auch in Teilen) wurde 2020 wiederholt geräumt!”

    Fazit: Überall wo mehr Menschen zusammen kommen, menschelt es. Ob das ein Fußballstadion, ein Kinderspielplatz ist oder eine Jahninsel. Also Toleranz üben und die wirklich üblen Auswüchse (nach 22.00 Uhr) kontrollieren und einschreiten.
    Ist allemal besser als alles abzusperren und dann wieder zu jammern, dass die Jugend nur noch vor den Bildschirmen hängt, immer dicker wird und sich nicht mehr bewegt.

  • Charlotte

    |

    DerAnonymous
    10. Juli 2020 um 20:25 | #

    Was für ein Irrglaube: die Masse an Bewohnern in der Altstadt und Stadtamhof hat weder Garten noch Balkon, und selbst wenn, berechtigt es niemanden, den Rest der Gesellschaft derart zu belästigen.

    Es gibt kein Recht auf Party im öffentlichen Raum – aber es gibt Vorgaben , die das Zusammenleben regeln. Selbstverständlich werden sich ihre Nachbarn im Haus beschweren, wenn Sie im Treppenhaus ihren Müll liegen lassen und täglich Party rund um die Uhr machen.

    Und allein ihr Kommentar zur Polizei (Kein Wunder, dass man sie verachtet…) ist der beste Beweis, die Plätze gleich mal grundsätzlich zu schließen. Die vernünftigen Bürger müssen leider immer unter den Ignoranten leiden.

  • Sperrstunde

    |

    Alle Freiflächen brauchen Regeln wie alle Biergarten und Freisitze auch. Bei Biergärten und Freisitzen ist der Wirt verantwortlich und er muss zur Sperrstunde schließen. Das ist ein Gebot der Rücksicht gegenüber den Anwohnern. Warum soll das bei Parks anders sein? Warum soll es da keine Sperrstunde geben?

    Leider hat auch die Rücksichtslosigkeit in den letzten Jahren sehr zugenommen. Immer mehr ziehen laut redend, lachend und schreiend zu jeder Uhrzeit unter Fenstern vorbei, hinter denen Menschen und Kinder schlafen sollen. Die Mehrheit der Leute ist freundlich und friedlich, aber die wenigen Lauten und Angetrunkenen bestimmen die Atmosphäre.

    @Herr Aigner, Sie meinen, andere müssen müssen mit dem Lärm an verkehrsreichen Straßen leben. Das ist ein Übel, da haben Sie Recht. Aber das ist kein gutes Argument für einen allgemeinen Lärm in der Art: wenn die einen Lärm aushalten müssen, dann müssen es auch die anderen. Auch ist es nicht richtig, dass es gegen den Verkehrslärm keine Fahrverbote gibt. Innenstädte werden beruhigt, Straßen geschlossen, km 30 an vielen Stellen, Lärmschutzwände aufgestellt. Das ist sicher nicht ausreichend und eine autofreie Stadt haben wir noch lange nicht.

    Wir haben eine Sperrstunde für Biergärten und Freisitze, wir brauchen sie auch für Parks und Grünflächen!

  • Tobias

    |

    Kommentar gelöscht. Ihre Spekulationen sind falsch.

  • semmeldieb

    |

    ein betretungsverbot ist wirklich unsinn.
    parkwächter wären hingegen sinnvoll.

    führt den “alledackel” wieder ein!

    diese wollüstige verbieterei in zunehmend mehr lebesbereichen erreicht langsam dimensionen, die mir nicht recht sind. (covid19 mal ausgenommen, hier geht es um akut um leben und tod)

  • Burgweintinger

    |

    @Sperrstsunde, also wenn es nach Ihnen geht kann ich nicht mehr meinen Hund oder auch mal ohne Hund früh um 05:00 Uhr durch den Park spatzieren. Letztes Jahr an heißen Tagen war dies die beste Zeit.
    Anscheinend wart ihr alle mal nicht jung oder seid bereits so alt, dass ihr Euch nicht mehr erinnern könnt…
    Im Alter wird man intolerant, heißt es…

    Und noch was: Wer vierzig Jahre an der Weißenburgstrasse gewohnt hat und dann an den Grüngürtel zieht und sich nachher beschwert, dass es so laut sei, dem ist nicht zu helfen, sorry, es ist bekannt und es ist heute nicht anders als vor 25 Jahren, also, wer sich dafür entscheidet, muss nun mal mit dem Kompromiss leben.

    Sollen alle jungen Leute verschwinden? Dann gründet eine BI, kämpft für die Schließung von Uni und Hochschulen, damit nicht soviele junge Leute kommen, oder besserer Vorschlag, wer ohne Lärmbelästigung am Grüngürtel wohnen will kann das tun…, in Görlitz…, aber da regen sich die Leute wieder auf, dass nur noch Rentner da sind…

  • Ralf D

    |

    Ich bin ehrlich gesagt etwas erzürnt über diese völlig falsch Diskussion. Eines vorweg: Ein Betretungsverbot geht gar nicht. ABER: Die aktuelle Situation wird völlig falsch und unvollständig von den Medien aktuell eingeschätzt. Natürlich sind es die Anwohner, die sich hier seit Jahren beschweren. ERNEUT ABER: Die Situation auf dem GSpitz ist dieses Jahr an den Wochenenden derart eskaliert, dass diese Freiflächen auch für alle anderen Bürger unzugänglich werden. Das ist eine völlig neue Situation und ist nicht die Party der letzten Jahre, die wir als Regensburger sehr gut kennen und noch völlig ok war.

    Ich gebe gerne Beispiele: Wir sind eine kleine Familie in der Altstadt wohnhaft und sind sozusagen fast immer wie irgendwie möglich an der Donau draußen. Abends vorzugsweise die letzten Jahre am GSpitz. Seit diesem Jahr gibt es folgende, eindeutg negative Veränderung dort:

    1. Die Masse an Menschen dort ist exponentiell gestiegen (klar wg Corona), das Durchschnittsalter von gefühlt all die Jahre 25-35 liegt jetzt aber bei 16-20. Publikum eher Schüler als Studenten und Familien.

    2. Das ganze ist keine Party mehr, sondern eine allabendlich aus dem Ruder laufende Klassenfeier mit erster Alkoholerfahrung mit allem drum und dran.

    3. Das gesamte Areal – insbesondere der Spielplatz – wird als Toilette benutzt. Spielplatz ist hier no go. Aber wo sollen die Massen an Leute natürlich hin, wenn´s drückt? Unsere Tochter hat an einem Samstag um 20:00 noch nie so viel urinierende Penise rund um die Spielplatzbeschühe gesehen, das darf nicht sein und geht so nicht. Auch großes Geschäft wird verrichtet, ist aber auch klar, weil das die einzigen Büsche und etwas uneinsehbaren Bereiche sind.

    4. Viele kennen sich ab Einbruch der Dunkelheit gar nicht mehr: Die zuvor Kistenweise angekarrten Bierflaschen werden mutwillig zerdeppert, Einkaufswagen voll leerem Billig-Alkohol die Kaimauer in die Donau gefahren unter großem Gegröhle.

    5. Dort war nie Aggression all die letzten Jahre. Jetzt ist das völlig anders. Die Enthemmung und Aggression ist derart angestiegen, dass es immer wieder zu Schwanzvergleichen Halbstarker und Pöbeleien kommt.

    6. Über Trinkspiele wie Beer-Pong, Trichtertrinken und Co muss man ja nichts sagen und die Folgen sind auszumalen, ebenso die Blauzahn-Boomboxen – all das: fast schon geschenkt.

    7. Die Jugendlichen sind vornehmlich aus dem Umland. Sogar Städtedreieck, aber auch Lappersdorf oder Burgweinting und kommen dorthin, weil es sich eben wohl rumgesprochen hat, dass dort alles möglich ist aktuell.

    Die Situation ist also eine völlig neue zu all den letzten Jahren, das muss man einfach so sehen und muss auch anders bewertet werden. Auch von den Medien. Hier auf die spießigen Anwohner loszugehen und Toleranz einzufordern, ist zu billig und wird der Sache nicht gerecht.

    Das Verhalten der Personen dort ist indiskutabel, ein Betretungsverbot allerdings sowieso.

    @Hr.Aigner: Ich bin etwas enttäuscht von Ihrer einseitigen Sichtweise und Darstellung der Situation. Sie glauben nach wie vor zu wissen, wie die Situation dort wirklich ist, obwohl sie persönlich dort ja nicht mehr wohnen, scheinen sich damit aber auch nicht auseinanderzusetzen. Sprechen Sie doch bitte einmal mit ihren alten Nachbarn und Vermieter, die seit diesem Jahr genau in diesen Hotspot geraten sind und sich jetzt – zu Recht – dagegen wehren. Die Anwohner sind das eine, es gibt aber auch erzürnte Bürger, die die Situation so nicht mehr hinnehmen wollen, die dort nicht wohnen. Der Spitz ist für alle da und das muss so bleiben.

    Die Situation macht den Grieser Spitz aber aktuell für ALLE Bürger dieser Stadt ab 19:00 fast schon unnutzbar, wer das aktuell mit der Altstadt oder dem Bismarckplatz vergleicht, hat die Situation noch nicht selbst miterlebt. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Wir können dort mit den Kindern keinen lauen Sommerabend mehr verbringen und meiden das Gebiet nach zwei Versuchen am Wochenende. Das ist einfach traurig und darf so eigentlich nicht sein, weil eben die Gründe Eskalation und Enthemmung einzelner sind und nicht, weil da viel Leute etwas Grillen und bis Mitternacht Gitarre spielen, so wie das die letzten Jahre der Fall war.

    Wir sind strikt gegen ein Betretungsverbot, aber es muss etwas geschehen, da der Grieser Spitz und auch die Donau-Auen für alle Bewohner dieser Stadt da sind.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Ralf D.” Ich danke Ihnen für Ihren mutigen und Gott sei Dank keinesfalls einseitigen
    Beitrag.

  • Jakob Friedl

    |

    @:@Charlotte:
    Lärmorte im Stadtgebiet:
    VERKEHRSLÄRM auf 332 Seiten “Lärmaktionsplan Regensburg”
    siehe: Vorlagesammeldokument // Di 07.07.2020: Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen
    https://www.regensburg.de/rathaus/stadtpolitik/regensburger-sitzungsdienst/sitzungskalender // Anlage 5: Auswertungsbericht Öffentlichkeitsbeteiligung
    Kommentare zu Lärmorten ab Seite 306
    https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/planungs-u-baureferat/stadtplanungsamt/informationen-verkehrsplanung/laermaktionsplanung-nach-der-eu-umgebungslaermrichtlinie
    https://www.ideen-fuer-regensburg.de/ecm-politik/regensburg/de/home/info/id/54

    Antipoden: Einzelhandelskonzept & Parkraumkonzept Innenstadt
    https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/planungs-u-baureferat/amt-fuer-stadtentwicklung/entwicklungsplanung/aufgaben-und-projekte/einzelhandelskonzept
    https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/planungs-u-baureferat/stadtplanungsamt/informationen-verkehrsplanung/parkraumkonzept-innenstadt
    Fast 1 Mio Leute kommen meist mit dem Auto ( u.a. aus Weiden, Amberg, Straubing, Landshut) um in der Regensburger Innenstadt einzukaufen. Park&Ride hingegen ist nur zu 4% ausgelastet. „Die Altstadt ist als oberzentraler Einkaufsstandort für das gesamte Einzugsgebiet mit einem vielfältigen und attraktiven Einzelhandelsbesatz und einem angenehmen Umfeld für den Erlebniseinkauf zu erhalten und zu stärken.“
    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Förderung dieser Entwicklung der Innenstadt gut tut.

    Abgefahren: Im Minoritenweg wird hinter dem Museum gerade ein großes Parkdeck für städtische Angestellte gebaut, so bleibt mehr Platz für die motorisierten Altstadt-Kunden in den Parkhäusern… Das bedeutet weiterhin übermäßig viele Autos durch die Zufahrtsschneise Minoritenweg mit zwei Schulstandorten, Verkehrslärm, Abgase, Hitzeentwicklung über dem riesigen schwarzen Blechdach des Parkhauses… Das erscheint nicht besonders klimaresilient. Es sind auch vertane Chancen für eine Museumserweiterung mit Aufenthaltsqualitäten in einem begrünten Hof hinter der Minoritenkirche mit Durchgang zum Leeren Beutel. Das bedeutet: Weniger Ruheorte in der Altstadt und mehr Lärm und Stressbelastung im gesamten Stadtgebiet.

  • Charlotte

    |

    Vielen Dank @ Mathilde Vietze für Ihren Beitrag.

    Genau so ist es. Die letzten 10 Jahre haben Ja trotz Verständnis und Dialog keine Verbesserung gebracht, sondern eine jährliche Verschlechterung. Das Projekt Dialog ist gescheitert. Das hat man mit mehreren Generationen leider erfolglos versucht.

    @Burgweintinger
    Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass es analog zur Gastronomie Sperrstunden geben muss? Genau weil diese Rücksichtslosigkeit vorhanden ist, muss es Konsequenzen mit hohen Bußgeldern geben.

  • Burgweintinger

    |

    Herr Ralf D, woher wissen Sie denn so genau, woher die jungen Menschen kommen?
    Haben Sie diese befragt, oder hatten die ein Schild auf dem Kopf “ich bin der so und so und komme aus …”

    @Charlotte
    Warum ist es so schwer zu verstehen dass Gastronomie kein freier Raum ist oder besser gesagt, öffentlicher Raum. ich bin ein freier Bürger und möchte mich frei bewegen können, wann und wo ich will im freien Raum, sonst kann ich gleich nach China auswandern…

    Macht Euch mal locker und seid nicht so spießig bzw. provinziell, sicherlich ist es nicht in Ordnung was da einige abziehen, aber deswegen mit Betretungsverbot kommen…,

    Und dann wundert Ihr Euch wenn die Berliner über die Bayern lachen…?

  • Sabine V

    |

    Ich muss Ralf zustimmen und wundere mich wie falsch und einseitig die Sache auch hier bei r-digital dargestellt wird, als ob die Anwohner das Problem wären. Auch ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Dieses Jahr dort ist nicht mit der vorherigen Situation zu vergleichen. Wirklich krass, wie das dort abgeht und völlig unverantwortlich. Ich jogge dort normal. Jetzt nicht mehr.

  • Polizist

    |

    Ist doch ganz einfach: Hier mal entsprechend aufräumen und dem Partyvolk zeigen, wie die Vorschriften und Regeln sind. Wer sich nicht dran hält, der wird entsprechend abgeführt, angezeigt und bei Widerstand ruhig auch mal mit dem Knüppel für das bessere Verständnis zeigen. Gerade das Gesocks, dass sich zwischen Steinerner und Eisernem Steg niederlässt und den Weg in ein Glasscherbenbeet verwandelt, darf mal entsprechend behandelt werden. Wer nicht hören will, muss fühlen.

  • Mr. T.

    |

    Der Beitrag von Ralf D ist interessant. Ich gehe davon aus, dass er das objektiv schildert, da er ja auch keiner derer zu sein scheint, die dort alles verbieten wollen. Wenn es natürlich so ist, dass die Studenten der letzten Jahre am Grieser Spitz jetzt von Schülern aus dem Umland vergrault wern, ist es schon bedenklich. Dann muss man das wohl von der Diskussion um Bismarckplatz und so weiter abtrennen.

    Auch interess- und amüsant, wenn in einer typischen Beschwerdesuaa das Wort Feiernde durch Autofahrer ersetzt wird. Klappt nahezu nahtlos :-)

    Schlimm allerdings, wenn Leute zwar die 26 Buchstaben des Alphabets noch unterscheiden können, um hier einen Beitrag zu verfassen, aber völlig unfähig sind, auch nur etwas zwischen all den Menschen zu differenzieren, die auf den besagten Plätzen zu späterer Stunde unterwegs sind. Da ist dann jeder automatisch Teil eines saufenden, kotzenden, pissenden, scheissenden, marodierenden, umherziehenden Mobs (alleine diese Wortwahl schon).

    Ich habe gewusst, dass ich in der Altstadt nicht genauso ruhig wohne wie vielleicht in Mariaort. Aber viele ziehen da hin weil sie das lebhafte Flair und die vielen Bars, Kneipen und Restaurants schätzen, hätten jedoch gerne, dass dann, wenn sie sich entschließen, heimzugehen, hinter ihnen die Tür zugesperrt wird. Die strikte Sperrstunde ist meiner bescheidenen Meinung nach eh ein Grund dafür, dass es zu später Stunde schon mal etwas lauter in der Altstadt wird. Kein Wunder, wenn alle gleichzeitig den kontrollierten Raum der Gastronomie verlassen müssen, obwohl sie noch nicht zum Heimgehen bereit sind.
    Dieses Jahr ist natürlich alles etwas anders und man sollte es noch etwas entspannter sehen, um den eh schon gebeutelten Wirten wenigstens etwas die Chance zu geben, Schadensbegrenzung zu betreiben.

  • Jakob Friedl

    |

    Korrekturen zu meinem Kommentar vom 11. Juli 2020 um 13:25 |:
    -“Park&Ride hingegen ist nur zu 4% ausgelastet” muß heißen “der Anteil von Park@Ride liegt bei nur 4%”
    -Etwas übereilt: Bei dem Parkdeck im Minoritenweg handelt es sich um Polizei-Parkplätze. Dachbegrünung fehlt. Ob es einen Durchgang zur Bertholdstraße geben wird? Möglich wäre es.

  • peter

    |

    1)
    wenn alle öffentlichen toiletten (bis ais die am neupfarrplatz, und die dixies auf der jahninsel) um 20h zugesperrt werden, muss man sich über wildpinkler nicht wundern

    2)
    selbst wenn man jahninsel und spitz zumacht, werden die leute halt 50m weiter gehen

    – das erste mal als die jahninsel immer nach 22h leergeräumt wurde, hat sich die zahl derer, die zwischen holzlände und steinerner am stadtseitigen ufer hingesetzt haben multipliziert, mittlerweile ist alles immer komplett voll

    3)
    der ganze batteriebetriebene musikkram gehört meiner meinung nach ab 22h eingesammelt und dann eingestampft+geldstrafe wg. ruhestörung, das gibt die rechtslage z.Z auch schon her (und wer meint trommeln auf die jahninsel oder das spitz schleifen zu müssen, gehört sowieso sofort in therapie).

    es rennen genügend pfandsammler durch die gegend, um einen abtransport der leeren flaschen sicherzustellen.
    ausserdem sollte sich eine kultur etablieren, die sicherstellt, das wenn der kram zerdeppert wird, sofort die leute reingeworfen werden, die das gemacht haben.

    ich selbst trinke (und rauche) seit 1987 im öffentlichen raum in regensburg, niemand wird müll oder kippen von mir in freier wildbahn finden..

  • Horst

    |

    Ich denke auch, man hat schlichtweg etwas Angst vor den Reaktionen von 1000 besoffenen Aggro-Teenies, wenn die bestehenden Regelungen mittels Ordnungsdienst und Polizei wirklich konsequent durchgesetzt würden. Ein Betretungsverbot ist wohl das große Geschütz, durch das man einen vermeintlich eher unangenehmen Einsatz zur konsequenten Auflösung von U20-Saufpartys vermeiden möchte.

    Die Beobachtungen von Ralf D. (Kommentar 11. Juli 2020 um 13:06) treffen, glaube ich, ziemlich ins Schwarze. Ich bin gestern mit dem Rad in Sinzing ein Stück hinter einem Grüppchen Pubertierender gefahren, die sich ganz angeregt unterhalten haben, wer sich heute Nacht am Grieser Spitz wieder am ärgsten die Kante gibt. Und ich würde Ralf D. auch absolut zustimmen, dass Toleranz und Rücksichtnahme eben in beide Richtungen gehen muss. Ich als Ü30-Greis hätte momentan keine Lust, mich auf dem Grieser Spitz am Abend niederzulassen.

    Explizit um das Thema ging es diese Woche übrigens auch im BR bei “quer”:
    https://www.br.de/mediathek/video/party-anarchie-im-freien-lautes-treiben-nach-dem-lagerkoller-av:5f0779336a35340014f3a07c
    Die Aussage bei 2:20 “Die [Anwohner] sollen halt umziehen. Wer sich nicht an den Lärm gewöhnt, soll sich halt bessere Fenster kaufen.” trifft genau den Tenor im letzten Absatz dieses R-D Artikels. Sicher sind nicht alle so asozial, die auf der Insel hocken. Aber das grundsätzlich mit “Junge Leute sind halt so” zu entschuldigen, finde ich dann doch etwas schwach – auch vor dem Hintergrund, dass in anderen Belangen “die Jugend” doch immer ernstgenommen werden will.

  • Tröster

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    Tja, das sind nun die Folgen von jahrzehntelangem Saufen und Partymachen auf Malle.
    Da das ja , zumindest im Moment, nicht mehr möglich ist, verlagert sich dieses Geschehen in unsere Städte. Schließlich hat doch jeder das Recht, ohne Rücksicht auf andere lärmend, grölend und saufend “Party zu machen”. Wen inteessieren da irgendwelche Anwohner.
    Oder wie es ein interviewter Party-Terrorist mal ausdrückte. “Die sollen sich nicht so haben, Malle ist schließlich nur einmal im Jahr. Und wenn’s ihnen nicht passt, sollen sie eben wegziehen.” Prost!

  • Joachim Wolbergs

    |

    Auch wenn ich Herrn Aigner für einen in Schubladen denkenden Journalisten halte, der meiner Meinung nach bei seiner Berichterstattung über all die Dinge, die mich betreffen jede journalistische Sorgfalt und Fairness hat vermissen lassen, seiner in diesem Kommentar geäußerten Meinung stimme ich voll zu.
    Ich hoffe, das schadet ihm jetzt nicht bei seinen Kommentatoren, wenn gerade ich ihm zustimme.

  • Ralf D

    |

    @Burgweintinger: Ihre etwas provokante Art hier “nachzufragen” ist ja nett. Sie werden es vielleicht kaum glauben, aber: Wir sprechen durchaus einmal mit anderen Mitmenschen. Vor allem wenn man sich so nah ist. Unterhalten nennt man das und zwischenmenschliche Kommunikation, kennen Sie ja außerhalb des Netzes bestimmt auch.

    Die größte Gruppe von vielleicht geschätzten 30-40 Personen an diesem Abend, die gleich neben uns ihr Lager aufgeschlagen hatten, war aus Burglengenfeld und sind nach eigener Aussage extra nach Regensburg gekommen, um Schulende und wegen Corona eh zu feiern. “Weil hier was los ist und mehr geht”. Vermutlich ein halber oder ganzer Kollegstufenjahrgang.

    Wir sprechen gerne mit Menschen, weil wir uns den Lebens- und Freizeitraum gemeinsam teilen, wissen Sie? ;-)

  • XYZ

    |

    Zu Wolbergs 18.59
    Das war mal wieder unter der Gürtellinie: die Berichterstattung ist detailreich und sachlich, wenn der Herr Journalist mal ihre Meinung trifft wird er belobigt, wenn nicht getadelt – auf einen solchen Quatsch kann ich gerne verzichten, verstehe unter Presse was anderes.

  • R.G.

    |

    Zwischen der von der Politik angeblich zu erwartenden Drohung, die Grüninseln Regensburgs teilweise oder ganz zu sperren, Herrn Aigners Eintreten für Verständnis der Jugend gegenüber und ein Offenhalten der Freiflächen, stelle ich Ralf D’s Beitrag, der im Grunde dem “Ballermann Regensburg”(den Begriff gebrauchte er nicht!) eine Absage erteilt.

    Die Politik sollte nach der Corona-Einschränkung bei der Jugend mit exzesshaften Aufbranden von Lebensgefühl gerechnet und vorgesorgt haben, indem sie ein Mittelmaß an Kontrollen anforderte. Es gibt etwas zwischen Gewährenlassen und völliger Verbannung. Heranwachsende haben ein Recht auf Nischen der Freiheit bei Erfahrung von Grenzsetzungen. Es ist lebensfern, von ihnen Selbstkontrolle zu erwarten, wenn sie die Erfahrung machen, nicht mal selbst durch Kontrollen geschützt zu sein.

  • Burgweintinger

    |

    @Ralf D

    Herr Ralf D, ich habe deswegen nachgefragt, weil Sie in Ihrem 1. Kommentar unter Punkt 7 nannten woher die Leute kommen.

    Erstens, was spielt das für eine Rolle woher die Leute kommen? Kann man daraus ableiten, dass aus Ihrer Sicht sich nur Anwohner dort aufhalten dürfen? Welchen Gedankengang haben Sie? Das habe ich jetzt schon öfters erlebt, dass die Grieser meinen, Ihnen gehört der Gries! Nein dem ist nicht so, ebenso gehört den Alstadtbewohner auch nicht die Altstadt!

    Ich glaube, Sie kommen nicht ursprünglich aus Regensburg, nichtmal aus dem Umland.

    Das ist ja schön, wenn Sie gerne mit den Menschen sprechen, dann sagen Sie doch den Menschen, Sie sollen nicht,wie in Ihrem 1. kommentar unter Punkt 3 genannt, ihren Penis überall hinhalten…, oder haben Sie dort auf cool und verständnisvollen jungen Papi gemacht und lästern jetzt hier ab? ;)

    Nix für ungut!

  • XYZ

    |

    Kannte mal die Altstadt und wohnte dort, war ruhig – dann kamen die Königswiesener Wohn-Kasernen und sonstwo, und dann higha-billy und tremmy-demmy, wundere mich nicht dass da die Jugend einen Auslauf braucht – aber bitte mit Grenzen.

  • Ralf D

    |

    @Burgweintinger:
    Auf Ihr persönliches Bashing will ich gar nicht versuchen erst einzugehen, ich stelle nur fest: Sie scheinen die Anwohner dort aus irgendeinem Grund schon grundsätzlich nicht sonderlich zu mögen, zumindest liest man das aus ihren Kommentaren schon mal gerne heraus. Ich kenne diese nicht, kann aber als über 25 Jahre in der Altstadt wohnend sagen: So ganz übel, versnobbt oder mimosenhaft können die wohl nicht sein dort, immerhin haben sie in den paar schönen Sommerwochenende zahlreiche Großveranstaltungen vor der Haustür, ohne dass es dort schon eine Bürgerinitiative oder Ähnliches dagegen gäbe (mal ganz abgesehen vielleicht von einzelnen Querulanten, die es aber überall gibt): Ich kann mich an Sommer erinnern da waren wir jedes, wirklich jedes Wochenende fast dort und haben es genossen, da war verteilt auf die Sommerwochenenden direkt vor deren Haustür: 3 Tage Bürgerfest, 3 Tage Spectaculum, 1 Tag Jahninselfest, 2 Tage buntes Wochenende, Dult-Vorglüh-Parties und das übliche, schöne Gegrille und gute Gefeiere dazwischen. Ich kenne keinen dort, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das wirklich so intolerante Snobs dort sind. Ihren tiefe Ablehnung und Unterstellung den Mitbürgern dort muss also auch eine persönliche Vorgeschichte vorangehen, denke ich. Dass diese IHREN Spitz gegen den Rest dieser Stadt verteidigen und für sich haben wollen, scheint daher eher eine persönliche Fehde Ihrerseits zu sein, wenn man sich einmal überlegt, was da so los ist an den paar schönen Wochenenden im Jahr.

    Jetzt aber wieder zu Sachargumenten:
    Natürlich ist durchaus interessant, woher die Menschen, die sich dort so die Kante geben, überhaupt nun plötzlich kommen und was ihre Beweggründe dafür sind, schon allein deswegen um zu versuchen die Sachlage zu verstehen und auch um Lösungen dafür zu ringen. Wenn sich derart abrupt das Publikum und die Stimmung ändert und man gesagt bekommt “daheim bekommen wir nur Kontrollen und Strafen, hier ist es aber geil, weil einfach alles möglich, man kann hier voll eskalieren” (Eskalieren wird in der Jugendsprache verwendet um auszudrücken brachial zu feiern ;-) dann ist das schon bemerkens- und erwähnenswert und spielt vielleicht auch in der Lösungsfindung eine Rolle.

    Ich will Ihnen aber auch gerne einen kurzen Erfahrungsbericht zur heutigen, sich ganz anders darstellenden Situation geben, der wohlgemerkt natürlich subjektiv und lediglich eine Momentaufnahme ist:

    Wir haben heute gegen 20:00 auf unserem Nachhauseweg noch eine Runde dort gedreht und waren wiederum entsetzt. Eines vorweg: Die Temperaturen waren natürlich viel kühler und die Räumungen der letzten Wochenende haben vielleicht mittlerweile auch gewisse Resultate erzielt. Es waren nicht mal ansatzweise so viele Leute mehr feiernd unterwegs wie sonst erlebt. ABER: Bei der Hinfahrt wurden wir aufgehalten von drei Mitarbeitern des Ordnungsamtes. Mündliche Verwarnung, Fahrradfahren ist hier untersagt, absteigen und schieben. Bei Zuwiderhandlung kann ein Bußgeld erfolgen. Hinten am Spitz angekommen folgendes, trauriges Bild: Ganz vorne am Spitz stehen zwei Polizei-VW-Busse und überblicken das Areal. Auf den Wegen rund um den Spitz und auf den Zugangswegen patrouillieren ungelogen und in der Tat kontinuierlich und zeitgleich: Polizei, Mitarbeiter des Ordnungsamts und privater Sicherheitsdienst von der Stadt angestellt. Wir haben die doch etwas skurrile Situation auf uns wirken lassen und eine zeit lang beobachtet. Trotz dass kaum jemand anwesend ist und auch wirklich keiner der Anwesenden “eskaliert”: Die Herren vom Ordnungsamt ermahnen weiterhin Fahrradfahrer und unterbinden ein sich gerade anbahnendes Trinkspielchen. Polizei patroulliert nur auf und ab, beobachtet die Situation, der Sicherheitsdienst geht von Gruppe zu Gruppe und spricht diese an. Einzelne Gruppen verlassen immer wieder den Spitz.

    Nachdem jahrelang die einzige Maßnahme war lächerliche Schilder in Jugendsprache im Rahmen von Fair-Feiern aufzustellen, packt die Stadt von Null auf Hundert den Law-And-Order-Holzhammer aus. Das ist also die Antwort auf ein Problem und das Resultat weil sich einige mit ihrer eigenen Eskalation übernommen haben.

    Das ist mehr als traurig, fast schon tragisch. Zwischen Malle-Parties und der heute wahrgenommenen Situation muss es doch einen Mittelweg geben?

    @Burgweintinger: Ich frage Sie ganz ernsthaft: Was schlagen Sie denn vor? Die Malle-Parties weiter gewähren lassen mit dem Resultat, dass sie zwar persönlich weiterhin den ach so intoleranten und versnobbten Anwohner grollen können und die Stadtverwaltung da jetzt so massiv durchregiert und alles nur noch kontrolliert, oder aber eine Lösung zu finden?

    Weder mit den Malle-Parties (dieser Begriff gefällt mir, weil treffend, vielen Dank), noch mit dieser Gängelung und Pseudo-Sicherung ist das ein Wohlfühlraum für Bürger dieser Stadt.

    Sind die Anwohner jetzt in Ihren Augen schuld an dieser Situation?

    Ich hoffe auf eine andere Lösung und bin enttäuscht von der Stadt, die wirklich jahrelang zugesehen hat, wie sich das entwickelt hat und jetzt plötzlich völlig unverhältnismäßig und ebenso unangemessen sowie übertrieben reagiert.

    Für mich sind beide Dinge keine Option wenn es um ZUSAMMENleben in einer Stadt geht. Weder Malle ohne Ende, noch Law-And-Order. Die Anwohner nun pauschal dafür zu beschuldigen und als intolerant und mimosenhaft hinzustellen ist so gesehen schon irgendwo sehr dreist, lenkt aber von einer Lösungsfindung und den wahren Symptomen einfach gut ab.

  • Markus Frowein

    |

    Erst züchtet die Stadt jahrzehntelang ganz bewusst diese Zustände, damit ein paar
    Leute ganz viel Bier verkaufen können, und will jetzt die Leute wieder vertreiben …

  • Ralf D

    |

    Mal ganz naiv gefragt: Hier wird teils so getan, wie wenn ein halber Stadtteil und deren Bewohner bei der Stadt ein Betretungsverbot gefordert hätte. Ist das der Fall? Gibt es da eine neue Bürgerinitiative, die das fordert? Oder ist es nicht vielmehr so, bei allem was man “aus den Medien weiß”, dass die Stadt aufgrund anhaltender Kritik hier seit Jahren nicht adäquat mit Lösungsansätzen reagiert zu haben jetzt wild um sich schlägt und sich das ausgedacht hat? In der MZ wird ein Anwohner zitiert, der das gut findet und sogar noch schärfere Maßnahmen will. Ist diese eine Stimme der repräsentative Grund gegen alle anderen Geschütze aufzufahren?

    Das ist doch schwacher Journalismus. Von MZ und auch von R-Digital und einfach nur polemisch bis klick-erhaschend. Wo sind denn die Stadtamhofer-Verhinderer, die das gute Partyvolk und die Jugend rauswerfen wollen eigentlich, die hier ständig suggeriert werden?

  • R.G.

    |

    @Ralf D.
    Sie hatten einen sehr guten Start hingelegt mit Ihren ersten Kommentar.
    Bleiben Sie einfach bei sich, schreiben Sie konstruktiv, gehen Sie auf Provokationen nicht ein.
    Die Enttäuschung gegenüber Herrn Aigner können Sie gegen eine gepflegte Diskutierhaltung tauschen, immerhin gibt er hier genau für fünf Tage nach Erscheinen der Artikel weiteren Meinungen Raum, also nutzen Sie das für gute Vorschläge.
    Herr Frowein fügt ein, die Zustände wären erst jahrzehntelang von der Stadt gezüchtet worden. Ich meine, bei vielen offenen Lokalen verlief sich dennoch der größte Teil der jetzt Feiernden unter den zahlenden Gästen. Die Möglichkeit ist in diesem Jahr nicht mehr gegeben. Das führte selbstverständlich zu Eskalationen, konnte man sich ja denken, braucht keiner von den Entscheidern überrascht zu tun. Aufgrund der nun schlechteren finanziellen Situation der Eltern und Großeltern werden Jugendliche vorraussichtlich dauerhaft billigere Begegnungsmöglichkeiten suchen als bisher, und es wartet bereits eine Reihe Stuben, Buden, Keller auf sie, von den Rechten und anderen radikalisierenden Randgruppen.
    Es wäre ganz schwach von der Stadt, wenn sie keine einlandenderen Angebote setzte, als jene sie bieten. Auf Dauer unsichtbar machen werden sich die Jungen (und auch die Alten) sicher nicht lassen.

    Wie der Disput zwischen Burgweintinger und Ralf D. zeigt, wäre es sinnvoll, sich mit den Verantwortlichen der Nachbargemeinden gemeinsam zu überlegen, was man alles anbieten möchte. Hoffentlich nicht nur Feiern. Ich war beispielsweise gerne abends bei Vorträgen und Diskutierabenden im kleineren Kreis, durchaus im Freien.
    Dem reinen Sauftourismus nach Regensburg wäre schon durch Verkehrskontrollen samt Alkotests beizukommen.

    Einen Teil der Regulierung des Verhaltens der Menschen bekam man bisher in den Städten durch die nächtlich offenen Lokale, weil die Wirte mit verantwortlich sind, wenn es zu laut ist, einen Teil der Beruhigung hatte man durch die mittelalten und älteren Menschen, die sich auf Freiflächen schon immer gern aufhielten, sie wurden in diesem Jahr in Innenräume verbannt, ihnen sogar das Sitzen an der Frischluft verboten. Obschon das Virus in der Enge der Innenräume besser Beute machen kann. Welche Botschaft gab man damit den Jugendlichen, wenn den Alten die Erscheinung im Stadtbild so gut wie verboten war?
    Die Politik sollte sich bewusst machen, sie muss mehr als ein Wauwau sein, der gestern noch treuzahm, heute unberechenbar bissig auftritt.

    Wie bringt man einen normalen Altersmix zurück in die Freiflächen oder positioniert sich als Urlaubsstadt für die eigenen Bürger, auf welche Art macht man es ihnen gemütlich vor der eigenen Haustür?
    Mit Angeboten meine ich zuallererst, zusammen mit aufgrund der noch herrschenden Corona-Einschänkungen am Verdienen gehinderten Berufsgruppen, unter anderem Künstlern, Programme zu überlegen, wie man die Freiflächen lärmarm “bespielt”, zum Beispiel mit “Unplugged” Gitarre-Abenden, wo man schon mal zehn Leute aus der Stadt anheuert, die gerne auch Wissen weitergeben, das können Musik(schul)lehrer, aber auch Freischaffende. Auch mal mit Malaktionen um Mitternacht, warum nicht?
    Herr Ralf D., ich kann Ihr Entsetzen über die zu strikt erscheinende plötzliche Regulierung verstehen, kann mich aber auch in die Kontrollgruppen hineindenken. Stärker hätte es zwar gewirkt, wenn die Stadt zuerst auf die Einhaltung der Regeln aufmerksam gemacht und erst dann imposanter dreingeschlagen hätte, aber jetzt machen Sie als Anrainer das Beste draus, kommen sie sofort mit aufbauenden Vorschlägen!

    Wie kann die Grünzone in ihrer Wohnnähe wieder ein positiver Platz für möglichst viele Gruppen sein?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Burgweintinger” Also, über Ihre Kommentare kann ich nur den Kopf schütteln.
    Erstens will niemand “die Jugend” vertreiben und zweitens interessiert es keine
    alte Katze, wenn Sie morgens um 5.00 Uhr Ihren Wauwau Gassi führen.
    Es geht darum, daß diejenigen jungen Leute, die ganz normal fröhlich feiern und
    niemanden belästigen, von den Idioten, die Freiheit mit Zügellosigkeite verwechseln,
    die Freude am Feiern vergällt wird. Mir tut sich da eine Parallele auf: Wenn die fried-*
    lichen Demonstranten von den Krawallmachern gestört werden, dann provoziert das
    eine möglicherweise Verschärfung des Demonstrationsrechts. Und das darf auf keinen
    Fall passieren. Und ebenso dürfen d i e jungen Leute, die fröhlich und respektvoll
    feiern wollen, nicht wegen denen, die sich wie die Saubären aufführen, verjagt werden.
    Ich hoffe, ich war deutlich genug, damit Sie verstehen, worum es geht.

  • Mr. B.

    |

    Meine Meinung:

    Seit 20 Jahren haben wir ständig den Egoismus der Ellenbogengesellschaft gefördert.
    In weiten Teilen wurde vieles erlaubt und geduldet, was nicht gerade für ein Zusammenleben fördernd ist.
    Die Gesellschaftsschichten insgesamt triften immer mehr auseinander.
    Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis für den anderen wird quasi fast nicht mehr praktiziert.
    Da muss man man sich nicht wundern, wenn sich auch die Verhältnisse auf dem GSpitz ändern.
    und………..mit Corona hat das nicht viel zu tun. Corona kam nur dazu!

    ps: Ich kann es mir nicht verbeißen:
    Lieber Hr. Joachim Wolbergs, R-D hat aus meiner Sicht zu Ihren Anklagen sehr neutral und umfassend in der Gesamtschau berichtet!
    Wie hätte sich der normale Bürger sonst umfassend über Anklagepunkte und Inhalte, bzw. über den Prozessverlauf informieren sollen?????????

  • Untertan Giesinger

    |

    Das Volk will Brot und Spiele!
    Brot hat das “Jungvolk” derzeit noch genug.
    Es mangelt ihm aber offensichtlich an Spielen.

    Mein Aufruf an den Minister-Despoten Bayerns:

    Besuchen Sie inkognito die bösen Party-Bereiche in ihrem Königreich; und machen sie sich ein Bild von den Folgen und Auswüchsen ihrer Beschränkungsmaßnahmen.

    Herr Sö**er, Sie könnten wohl am Dultplatz mit dem Hubschrauber landen.
    Ihre Bodyguards könnten Sie dann in der Sänfte bis zum Grieser Spitz tragen.

    Sie sollten vielleicht nicht unbedingt ihre weiß-blau-karierte Königreich-Maske tragen.
    Eher was neutrales aus Stoff oder am besten gar keine, um unerkannt zu bleiben.

  • R.G.

    |

    @XYZ
    Ihre Meinung zu Wolbergs Beitrag von18.59
    Unabhängig davon wie man zu Wolbergs sonstigem Verhalten und seinen Ansichten steht, er ist rein aufgrund seines Alters für die jungen Menschen eine Vorbildfigur, wie beinahe alle hier.
    Wenn ihn ein Thema betreffend die Jugend aus seiner Situation, in der er um sein Schicksal kreist, herausholt und er öffentlich eine Meinung abgibt, kann man ihm doch themenbezogen antworten, was sonst?
    Hier geht es um die Jugend, die einen Ort suchte, wo sie während der Coronalockerungen, ohnehin in Befürchtung es käme zu einem zweiten Deckeldrauf (Lockdown), erwünscht schien. Ein dominierender Teil unter ihnen probierte sich an einem exzessiven Feierklischee, was zur Verdrängung von Menschen mit mäßigeren Bedürfnissen führt.
    Dass mangels Begleitung und sinnvollem Maß an Kontrolle über die Stränge geschlagen werde, war genauso vorhersehbar wie es in Zuschauerrängen von Sportstadien unter Erwachsenen zu Entgleisungen käme, wenn es denn gar keine Regeln und deren Kontrolle gäbe.
    Notwendig ist zuerst ein grundsätzliches Ja zur Jugend, das haben Aigner, Ralf D. oder auch Wolbergs abgegeben.
    Sie soll hören, dass sie für die Gesellschaft mehr als nur das Heer der Freiwilligen bedeutet, das man bei Bedarf nutzt.
    Und dann redet man mit ihr über die Regeln, nicht nur über sie hinweg oder nonverbal, durch ihre Vertreibung aus dem Gesichtsfeld.

  • Mr. T.

    |

    Herr Wolbergs, Sie brauchen keine Angst haben, dass Ihr Kommentar bzw. Ihre Zustimmung Herrn Aigner in irgeindeiner Art und Weise schadet. Die meisten seiner regelmäßigen Leser sollten wissen, dass Sie auch gute Seiten haben und gute Entscheidungen getroffen haben, was Herr Aigner auch oft genug positiv erwähnt hat. Leider denken Sie zu sehr in Schubladen. Ich kenne genug, die sagen: “Der Wolbergs war ja ganz toll, ABER …”. Und mit diesem großen ABER – wie es auch Herr Aigner äußert – sollten Sie sich auseinandersetzen, anstatt jeden, der das große ABER sagt, sofort in die Gegner-Schublade zu stecken.

    Zurück zum Thema: Sie sitzen im Stadtrat, lassen Sie uns wissen, wie dort über das Problem gedacht wird. Wir sehen sonst nur das Ergebnis der Entscheidungen. Der Weg dahin wäre durchaus interessant. Sie stehen für eine lebenswerte und lebhafte Stadt und nicht für eine totregulierte Nekropole. Setzen Sie sich dafür ein!

  • xy

    |

    Wenn Sperr- und Ruhezeiten nicht helfen, und auch Corona-bedingte Annäherungsverbote nicht helfen, dann muss man es eben mit Betretungsverboten versuchen. Da habe ich großes Verständnis mit der Stadtspitze. Ein Grundrecht auf Partymachen gibt es nicht, ebenso wenig wie ein Grundrecht auf Alkohol oder endloses Geschrei.

  • Burgweintinger

    |

    Herr Ralf D.,

    ich bitte um Verzeihung, will niemanden bashen, provozieren ein bisschen schon.

    Ich selbst habe über 30 Jahre in der Alstadt gewohnt, unter anderem 6 jahre auch in der Nähe um die Gegend um die es geht, nähmlich in der Wöhrdstrasse. Ja ich kenne einige, die dort wohnen, aber ich habe keine Ressentiments oder persöhnliche Fehde, nein ganz im Gegenteil. Allerdings sagen meine Bekannten, dass ein nicht unerheblicher Teil, vor allem die, die noch nie zeit ihres Leben woanders gewohnt haben, schon so Sprüche los lassen: “Wir gehen nicht in die Stadt oder wir gehen nicht über die (steinerne) Brücke und die da drüben sollen gfälligst an ned rüber kommen…”

    Ich stimme Herrn Aigner zu 100% zu, mit seinem Kommentar, wer da wohnen will muss etwas aushalten, er weiß davor, worauf er sich einlässt…
    Mir kommt dieses Thema so vor, wie die Leute, die aufs Land ziehen und sich nachher beschweren, dass es nach Kuhstall riecht, oder der Gockel (=Hahn, wenn Sie es nicht verstehen, Herr Ralf D. ;) ) morgens kräht…,

    Wissen Sie, ich erlebe es auch hier in Burgweinting, wenn ich meine Enkeltochter spazieren schiebe, die Kids und Jugendlichen sind im Wald (übrigens ein herrliches Naturschutzgebiet), haben dort ihre Kiffer und Säuferecken, ja und lassen immer wieder den ganzen Dreck liegen…

    Hier muss mit voller Härte durchgefriffen werden, was das Gesetz her gibt, aber bitte nicht auf Kosten der Allgemeinheit, indem man ein Betretungsverbot fordert/ausspricht…

    Im übrigen, ich wohne jetzt in einer Gegend (Arndtstrasse), die wirklich versnobbt ist.

    Zu XYZ: Was Sie hier schreiben stimmt einfach nicht. Die Hochhäuser in Königswiesen wurden anfang der siebziger gebaut, zum damaligen Zeitpunkt war die Regensburger Altstadt in einem schäbigen Zustand, jedes zweite Haus hatte einen undichten kaputten Dachstuhl, die Tauben brüteten und kackten überall hin, jeder Platz (Haidplatz, Neupfarrplatz etc.) war ein Parkplatz , und da wollen Sie mir sagen, die Altstadt war ruhig und sauber?

  • KW

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    @Ralf D
    Bitte zu bedenken, dass die handvoll Leute die hier rege mitdiskutieren ebenfalls alles andere als repräsentativ sind UND es sich um einen Kommentar von Herrn Aigner handelt der auch ganz eindeutig als solcher gekennzeichnet ist. Es ist eben kein aufwändig recherchierter und alle Seiten zu Wort kommen lassender Artikel und soll das in dem Fall auch gar nicht sein. Es ist ledigleich die Meinung des Autors.

  • R.G.

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    Das ärgerlichste Problem derzeit ist für mich die Sprachverblödung in der Politik.
    Da reden erwachsene Männer und Frauen davon, man müsse wegen Corona einen Babyelefanten Abstand halten. Hej, noch nie was von Armlängen gehört? Soll man solche Scheingroßen passend beim nächsten Empfang mit Baby-Kosenamen vorstellen, nach der Art, hier kommt Herr Furziburli und Frau Hosengaggili?

    Für ähnlich kindisch, nur um wenige Jahre in der Entwicklung weiter halte ich es, wenn man wie in den Revierkämpfen zur Kinderzeit, nicht zur eigenen Gruppe, in dem Fall zur mittelalten Politikerelite Gehördenden, gleich den Zutritt zu allem verbieten möchte, mit übertrieben nach Aufmerksamkeit heischenden Worten.

    Man hat in Regensburg Probleme in Grünflächen, zum größeren Teil, weil man einmalige Chancen versäumte. Das ist das Jahr, in dem man die eigenen Bürger vom Urlaub in der eigenen Stadt überzeugen könnte. Wenn man es kapieren würde.
    (Übrigens schickte die Stadt Wien um 40 Millionen Euro Gastro-Gutscheine an die Haushalte, einzulösen für Speisen oder alkoholfreie Getränke)
    Noch ein Link zur Tiroler Tageszeitung. Man meint dort, die jungen Leute seien vergessen worden. Deshalb feierten sie an abgelegenen Orten exzessiv.
    https://www.tt.com/artikel/17123402/plattform-offene-jugendarbeit-man-hat-die-jungen-vergessen

  • Markus Frowein

    |

    @ R.G. (12. Juli 2020 um 04:33)

    “Herr Frowein fügt ein, die Zustände wären erst jahrzehntelang von der Stadt …”

    Das folgende Video ist ca. 8 Jahre alt, machen Sie sich selbst ein Bild (ab min.: 5:22).
    Ich glaub’, es war schon immer so: https://www.magentacloud.de/lnk/fFFxUX2S#file

    Warum jetzt plötzlich der Stadtrat wie von der Tarantel gestochen reagiert? K.A.!

  • XYZ

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    Zu Burgweintinger 11.17
    Die Altstadt war damals sehr wohl ein kleines Habitat: die Menschen sehr freundlich und nachbarlich, wenn es keinen Lift gab wurde der Einkaufskorb vom Fenster heraufgezogen, unterm Dach gab es Studentenzimmer: dann kam die Moderne, Lift und brandgefährlicher Müllschlucker, überbreite Strassen, Donautangente autogerecht geplant – weitere Untaten hat gottseidank der Denkmalschutz verhindert, Petzet zu nennen – das war mal die SPD.

  • Sperrstunde für ein neues Regensburg

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    Es ist doch ganz einfach. Die Stadt unterhält hier Grünflächen mit Grillzonen, mit Freibad ohne Eintritt, ohne Badeschluß und ohne Alkoholkontrolle. Jeder Wirt weiß, ob im Biergarten oder aus der Mälze, das kann nicht gut gehen. Man kann nicht auf Selbstverantwortung hoffen und gleichzeitig Alkohol freigeben. Alkohol ohne jede Kontrolle führt zu Enthemmung, zu Verlust von Scham- und Schuldgefühlen, letztlich zu Kontrollverlust und barbarischem Verhalten, für das sich die meisten hinterher schämen. Das hat mit den inneren Werten der Personen wenig zu tun, die meisten sind freundlich und bemühen sich. Wenn aber die Party losgeht und der Alkohol und anderes läuft, weil man 18 ist oder weil man Abi hatte, dann existieren für viele keine Anwohner mehr, dann verschwindet die Umgebung und ich sehe nur noch mich in meinem Rausch. Mit den bekannten Folgen. – Nachts zwischen 2 und 4 kommen öfter auch erwachsene Angetrunkene hier an den Strand zum Baden, sie schreien wie die Berserker, ziehen sich aus, die Frauen kreischen, sie rennen ins Wasser als wäre das nicht peinlich, sondern eine ungeheuere Großtat. Das Projekt “freies Baden” in einer “lebendigen Stadt” ohne Kontrolle ist auf dem besten Weg zu scheitern.

    Das Problem ist weniger die Tat als solche, als die Häufigkeit! In Regenburg und Umfeld werden geschätzt jeden Tag 10 junge Leute 18 und viele, viele haben Geburtstag oder sind aus sonstigem Grund in einem Ausnahmezustand mit einer Ausnahmeberechtigung für Alkohol in Mengen usw.

    Ich denke, es gibt nur zwei Möglichkeiten:
    a) einen “Bademeister”, einen “Wirt”, eine Aufsicht oder eine Sperrstunde. Ein Wirt würde früh schon einschreiten, wenn das Abi-Saufen am Spitz beginnt. Der ansich erfolgreiche Ordnungsservice der letzten Monate war wohl nicht präsent. Man hat dafür wahrscheinlich “kein Geld”.
    b) Die andere Möglichkeit ist eine Sperrstunde wie in den Biergärten und Freibädern. Es heißt dann “letzte Bestellung”, “Badeschluß” und dann eben “Der Park schließt in wenigen Minuten. Bitte treten Sie den Heimweg an.”
    Als Hoffnung kann man noch anfügen: Wenn sich diese neuen Regeln etabliert haben, wenn es sich bis ins Regensburger Umfeld herumgesprochen hat, dass Regensburg keine freie Partyzone mehr ist, dann kann die Sperrstunde auch wieder verändert werden. Wichtig wäre, eine neue Einstellung zu “Regensburg”, ein neues Regensburg.

  • beob

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    +++ein betretungsverbot ist wirklich unsinn.
    parkwächter wären hingegen sinnvoll.

    führt den “alledackel” wieder ein!***

    Diese Leute, die keine Rücksicht auf die berechtigten Interessen der Anwohner und der Allgemeinheit haben, haben auch keinen Respekt vor Regeln und den Anordnungen der Ordnungskräfte. Einen einzelnen “Alleedackel” nehmen die sowieso nicht ernst und eine Streifenwagenbesatzung auch nicht. Die liefen Gefahr von diesen Leuten angegriffen zu werden. Nein, hier muss eine “Null-Toleranz-Strategie” gefahren werden.

  • beobachter

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    +++Sollen alle jungen Leute verschwinden?+++

    Niemand hat etwas gegen “junge Leute”. Es geht um die Zeitgenossen, die spät nachts lärmen und die Umwelt zumüllen und zwar unabhängig von deren Alter.

  • GrünerFrosch

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    Fast schon grotesk oder einfach nur überheblich:
    Die Stadt gehört allen. Dieser Slogan wurde heute eigentlich zu Recht von GrünerJugend, Jusos und Stadtjugendring bei der Demo auf der Jahninsel vertreten. Die Redebeiträge gingen aber argumentativ eher in die Richtung, der verkrusteten, regensburger Verwaltung seit Jahren: Angeblich Privilegierte dürfen auch mal zurückstecken müssen. Da fragt man sich doch schon: Euch ist schon klar, dass euch gerade weder Anwohner, noch Stadträte oder Cops eure Stadt kaputt macht, sondern eine Minderheit von Malle-Sauf-Müll-Gröhler-Deppen euch Teile der Stadt durch ihre Prollerei nehmen?

    Ich sehe euch keinen Dialog mit den Prolls zu führen, lediglich gegen alle nun zu hetzen.

  • Dieter

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    Eigentlich ist jeder Satz in diesem Artikel einseitiger und halbausgegorener Nonsens, aber eine ausgiebige Antwort wäre mindestens genauso lange. Ich mache es kurz:

    Betretungsverbote sind nichts neues, es gibt in Regensburg Parks und Anlagen mit Öffnungszeiten, im Landkreis wurde vor Jahren Ähnliches für einige Weiher eingeführt.
    Die Gründe waren auch hier Lärm, Müll und Sachbeschädigung, sowie die gelegentliche Schlägerei.
    Ein Betretungsverbot ist die kostengünstige und wirkungsvolle Verbotskeule, die die Mehrheit der Bürger überhaupt nicht betrifft, sondern nur eine Mehrheit der Feiernden, die sich bei einer asozial feiernden Minderheit dafür bedanken können.

  • alphaville

    |

    @ aigner

    Hallo Herr Aigner ich lese seit mehr als einen Jahrzehnt gerne ihre Artikel und Kommentare. Weil sie meist hohe Journalistische Schule sind.

    Aber dieser Kommentar war das Schwächste, was ich bisher von Ihnen gelesen habe.

    Vielleicht reflektieren sie nochmal, was sie da geschrieben haben. Denn der Satz: “Das müsst ihr eben aushalten.” war soweit unter ihrem Niveau, dass ich mich ernsthaft frage, ob Sie diesen geistig unterirdischen Satz wirklich selbst geschrieben haben können.

  • Altstadtkid

    |

    Ein Betretungs-Verbot ist seitens der Stadt und der Ordnungskräfte nicht durchsetzbar, also kann es auch nicht veranlasst werden.
    Um die Jahninsel und den Spitz nach 22 Uhr zu räumen müsste man 100schaften einsetzen.
    Die Anwohner könnten sich ja dann bei Beschwerden darauf beziehen und Maßnahmen einfordern.
    Da fällt der Stadt der laxe Umgang mit Ruhestörungen der letzten Jahre jetzt auf die Füße.
    Wehe dem der privat feiert und zu laut ist oder dem Wirt der Freisitzverordnungen verletzt, da wurde man sofort hart ran genommen.
    Im öffentlichen Raum allerdings konnte man sich aufführen wie die Axt im Walde und wurde nicht mal beachtet.
    Das wurde den Regensburger Bürgern dann als Regensburger Feierkultur verkauft, und Pseudoaktionen mit den lokalen Nacht- Fürsten organisiert.
    Anrufe wegen Ruhestörung wurden nicht mal mehr verfolgt.
    Jetzt trifft es halt die Stadtamhofer , die haben natürlich ne bessere Lobby als die Glasscherbenviertler in der Innenstadt, werden aber aus o.g. Gründen auch scheitern

  • Charlotte

    |

    Ein kleiner Teil der Bevölkerung will weiterhin keine Rücksicht auf Anwohner nehmen und er will weiterhin nicht verstehen, dass gerade durch ihr Verhalten ‚Regensburg Nicht mehr allen gehört‘, sondern einer Minderheit.

    Die Oberbürgermeisterin handelt völlig richtig: nicht nur wegen der Müllthematik und Lärmbelästigung. Auch die Coronaschutz-Maßnahmen müssen eingehalten werden – zum Schutz von Arbeitsplätzen und diverser Unternehmen und der Risikogruppen.

    Verbote haben wir übrigens in unserem gesamten Leben und ein Verbot ist in keinster Weise verwerflich. Es regelt unser aller friedliches Zusammenleben.

    Bei saftigen Bußgeldern, die konsequent verhängt werden, kann viel Personal bezahlt werden und irgendwann hat auch der letzte begriffen, was geht und was eben nicht geht.

  • Mr. T.

    |

    Es müsste sich halt eine Art Kultur des Feierns im freien Raum entwickeln, in der es verpönt ist, laute Malle-Musik zu spielen, seinen Dreck nicht mitzunehmen und Flaschen zu zerhauen.
    Dazu muss aber auch die Möglichkeit bestehen, seinen Müll entsorgen zu können. Dasselbe gilt für die Möglichkeit der persönlichen Erleichterung. Von der Donau läuft keiner mehrmals am Abend zum Bahnhof aufs nächste offene Klo.
    Irgendwie müssen sich die friedlich und lustig feiernden den Raum zurückerobern. Und das muss dann auch ge- oder erduldet werden. Extreme Exzesse braucht man nicht unbedingt aushalten. Und auf die hat der Kommentar von Stefan Aigner wohl auch nicht abgezielt – auch wenn manche das wohl so aufgefasst haben.

  • Jakob Friedl

    |

    @Charlotte: Kunst zum Thema Müll könnte helfen, den Feiernden begreiflich zu machen, dass sie achtsam mit der Wiese umgehen sollen und so den Überbietungswettbewerb bestehend aus Saufen, Lärmen, Müllen auf´s Korn nehmen: Geschnitzte Kippenstummel und Bierdeckel, Mobiles aus Sauffrüchten in den Bäumen, überdimensionale Taschentücher, Pizzakartonstapel aus Beton, riesige Scherben, in 5m Abstand eine Kakophonie aus bemalten Baumstämmen als überdimensionale Handyboxen mit jeweils eigener egopimpender Musik… und: Eine Künstlerbude, Toilettenanlagen, Pissoirs etc. Die Stadt kann hier durchaus konstruktiv tätig werden. Müll in der Stadt: https://youtu.be/-k58c3ujeMs

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Grüner Frosch” – Wie wollen Sie “einen Dialog mit den Prolls” führen,
    wenn diese überhaupt nicht wollen?

  • Altstadtkid

    |

    Das Problem ist auch dass eben die Feierkultur zur Zeit anscheinend aus amerikanischen Collegetrinkspielen ,Saufen bis der Arzt kommt , Ballermannhits gröhlen zu lauten Boomboxen und hysterischem schreien besteht.
    Um seine Haltung zu krönen und seine unverstandenen pubertäts Pein auszuleben, werden dann in einem Akt revolutionärer Haltung die Bierflasche zerschlagen oder in die Donau geworfen.
    Leute dass sind unsere Kinder, warum sind die so??????????
    Irgendwann wird sich das vielleicht auch wieder ändern

  • Julian86

    |

    Die Sicht der Dinge hat viele Variablen.

    -sicht: An-; Kurz-; Trüb-; Nach-; Stadtan-; Grundan-; Bürger-; Über-; Rück-; Vor-; Klar-; Tugendge-; Rechtsan-; Weit-;

    Wohin soll das führen?

    Rechte & Pflichten

    ” … als ob seine persönliche Freiheit bedeute, seine Rechte – und seine Ansprüche – ohne eigene Verantwortlichkeit ausüben und verwirklichen zu dürfen. Wenn aber jedermann ausschließlich seine eigenen Rechte verfolgte und keinerlei Pflichten und Verantwortungen akzeptierte, dann kann ein Volk und sein Staat – oder die Menschheit als ganze – in Feindschaften, in Konflikte und schließlich in Chaos verfallen.

    Ohne Verantwortungsbewußtsein der einzelnen kann Freiheit verkommen zur Vorherrschaft der Starken und der Mächtigen. Deshalb ist es eine stetige Aufgabe, der Politiker und der Staatsbürger, Rechte und Verantwortlichkeiten im Gleichgewicht zu halten.”
    Quelle:
    Helmut Schmidt über einen minimalen ethischen Kodex des Zusammenlebens
    Zeit, von den Pflichten zu sprechen!
    https://www.zeit.de/1997/41/titel2.txt.19971003.xml

  • Untertan Giesinger

    |

    Falls hier im Forum Schullehrer anwesend sind, hätte ich einen Vorschlag für die letzten Wochen vor den Ferien.

    Besprechen und erörtern Sie bitte mit ihren Schülern die Thematik. Die Sichtweise der (nüchternen) Schüler würde mich schon auch interessieren.
    Allerdings gebe ich einem der Vorkommentatoren Recht.
    Wenn da viel Alkohol im Spiel ist, wird bei manch einem quasi das Hirn an der Garderobe bzw. am Zugang zu den Grünflächen abgegeben.

  • Betonfreund

    |

    Warum feiern die Leute nicht oben an der Uni? Da ist mehr als genug Platz, und stören tut es auch keinen. Aber Lösungen für echte Probleme zu suchen und zu finden, das ist die Sache der jungen Leute heute halt auch nicht mehr.
    “Ich hab ein Recht auf einen Kindergartenplatz”, treibt jetzt erst seine Blüten aus.

  • auch_ein_regensburger

    |

    Sorgen über die Jugend von heute muss man sich wohl erst machen, wenn sie es nicht mehr schafft, dass sich die Spießbürger über sie aufregen.

  • Mr. T.

    |

    auch_ein_regensburger +1 :-)

  • Hthik

    |

    @Markus Frowein 12. Juli 2020 um 00:48
    Den Handel mit den wirklich gesellschaftsschädigenden Drogen auch nur wesentlich einschränken zu wollen, ist ein heimtückischer Dolchstoß in das Herz unserer bayerischen Freiheit und Lebensart. Warum können wir über Leute, die sowas denken, nicht einfach ein Betretungsverbot für Bayern verhängen?

  • Altstadtkid

    |

    @Betonfreund, Super Idee und die angeschlagenen Gastronomen machen Freiluftbars
    Das meine ich nicht ironisch
    Oder irgend ein abgelegener Park

  • Hthik

    |

    @Ralf D 11. Juli 2020 um 23:42

    Danke für den Bericht. Damit scheint das Problem gelöst. Das ist die übliche Taktik, um es gar nicht erst groß werden zu lassen und die funktioniert häufig auch sehr gut. Die jetzt etwas übertrieben erscheinende Kontrolle soll genau das Signal setzen: Schluss mit freundlichem Wegsehen. Ab jetzt ist Vorschrift Vorschrift und wer dagegen verstößt wird sofort mit aller Konsequenz behandelt. Das wird sich nach der ersten Phase wieder etwas einpendeln. Kommt es wieder zu Problemen, ziehen wir die Schraube wieder an. Bei nicht gesteuerten Exzessen – ein Allgemeiner Ausschuss Anarchistischer Alkoholiker wird nicht dahinter stecken – und Dranbleiben, sind die Erfolgsaussichten sehr gut.

    Die Polizei weiß, was sie tut. Vertrauen Sie ihr. Ich wünschte, ich könnte das öfter schreiben.

    Dass sie damit dem Vorschlag der Presse folgt “Dabei gäbe es jetzt schon Regeln, die man kontrollieren könnte.” ist ja auch nicht schlecht. Jedenfals besser als erst zusehen und dann wenn es unerträglich wird mit Hundertschaften Bereitschaftspolizei gegen Hundertschaften Besoffener die Völkerschlacht an Regen und Donau inszenieren.

  • Johannesleo

    |

    Man möge mir nachsehen, dass ich nicht alle 75 Kommentare gelesen habe und jetzt eventuell etwas wiederhole.

    Zum Absatz “Doch offenbar sind Polizei und Kommunaler Ordungsservice (KOS)…”. Aus Sicht der Behörden hat das Betretungsverbot einen riesigen Vorteil bezüglich Durchsetzbarkeit: es besteht hier kein Interpretationsspielraum. Man ist entweder dort oder nicht. Wenn ja, gibt es Konsequenzen. Wenn die Polizei bei Ruhestörung geholt wird, muss abgewogen werden, wie laut ist eigentlich laut. War es schon jenseits des Erlaubten oder nicht ? Diese Abwägungen und Diskussionen (auch bei anderen Verboten und Verstößen) spart man sich (ggf. auch später vor Gericht).

  • Markus Frowein

    |

    Aus Erfahrung weiß ich:

    Gegen Leute, die sich beim Feiern im Park nicht benehmen können, hilft Hundekot.

    Das soll jetzt natürlich kein Aufruf zur Begehung von Ordnungswidrigkeiten sein. ;-)

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Auch ein Regensburger:” – Ich (79 Jahre) ärgere mich auch über jene Spieß-
    bürger, die pauschal über alle Jungen schimpfen, die nicht nach ihren rückwärts-
    gewandten Vorstellungen leben. Und – ich hatte da auch noch nie Hemmungen,
    denen unverblümt zu sagen, was ich von ihren verbohrten Ansichten halte.
    Wer sich allerdings über rücksichtslose Saubären aufregt, ist bestimmt kein alter
    Spießer; über diese Sorte von Zeitgenossen regen sich auch die Jungen auf.

  • R.G.

    |

    Was sich hier im Großen abspielt, das entspricht der in Kleinen stattfindenden Auseinandersetzung von Eltern mit ihren pubertären Kindern.
    Sich zuerst um die Jugendlichen gar nicht mehr zu scheren, und wenn sich die Nachbarn beklagen, plötzlich theatralisch für immer Hausarrest zu verordnen, wäre vergleichbar PEINLICH.

    Beides drückt aus: Versagen der Erwachsenen in ihrer Verantwortung, mit der Jugend im Dalog zu bleiben.
    Als Grundleistung ist den verantwortlichen Älteren abzuverlangen, die hygienischen Voraussetzungen zu sichern, im konkreten Fall bei den Freiflächen wäre das die Zugänglichkeit zu Toiletten und ausreichend Müllkörben.
    Dann Regeln für das Zusammensein erarbeiten, sichtbar machen.
    mahnen wenn Entgleisungen beginnen;
    als zweite Stufe auf die Einhaltung von den vorher allen bekannt gewesenen Regeln pochen und Konsequenzen für den Wiederholungsfall aufzeigen;

    Schutz und Hilfe den unterdrückten und zurückgedrängten Jugendlichen anbieten, wenn eine Gruppe neben ihnen eskaliert und sie verdrängt;
    deshalb ein Mittelmaß an Kontrollen bieten, damit sich bedrängte Personen an z.B. Kontaktpolizisten wenden können;
    Streetworker rausschicken;
    die Chance nutzen um an dem Ort mit den jungen Leuten das Gespräch zu suchen, seitens der Politik;
    mal einen Drogenbus hinstellen, in dem ANONYM vor allem synthetische Drogen getestet werden können – ein Projekt zur Drogenvermeidung, das es meines Wissens in der Schweiz und in Österreich gab. Der Schrecken ist dann groß, wenn man erfährt, was alles Unerwünschtes oder Anderes drin ist, als man zu kaufen dachte;
    Gruppen ansprechen, die sich nett verhalten, sie als Beispiel posten, wenn sie es wünschen;
    in den Freiflächen, wo sich junge Leute aufhalten ein Dankeschön plakatieren für die Hilfe während des Lockdowns,,
    etc…

  • XYZ

    |

    Sage und schreibe neunundsiebzig Kommentare allein wegen des Grieser Spitz: um es nicht zuzuspitzen, wo bleibt der allgemeine und menschliche Konsens? Dieselben Probleme gibt es in München vor dem Gärtnerplatztheater, wo sich auch Wohnungen befinden: Rücksichtnahme zur Nachtzeit? Ebenfalls unbekannt.

  • Untertan Giesinger

    |

    Altstadtkid
    13. Juli 2020 um 14:51 | #

    @Betonfreund, Super Idee und die angeschlagenen Gastronomen machen Freiluftbars
    Das meine ich nicht ironisch
    Oder irgend ein abgelegener Park
    ———————————-

    Was ist denn mit dem Papst-Besuchsgelände von 2016?

    Ließe sich dorthin nicht auch schnell und unkompliziert eine Sauf-Buslinie installieren? Vielleicht bezahlt vom Stadtjugendring?

    Bis auf den letzten Satz meine ich das jetzt auch nicht ironisch.

    Dort oben könnte man wohl auch endlos Krawall machen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Das Schlimmste am Ganzen ist folgendes: Den Krawallbrüdern ist es
    scheißegal, daß ihr Verhalten den Ruf nach schärferen Gesetzen und
    härteren Strafen heraufprovoziert. Und das muß unter allen Umstän-
    den vermieden werden. Das ginge nämlich dann nur zu Lasten derer,
    die sich bisher schon immer rücksichtsvoll verhalten haben.
    Ich habe allerdings gar nichts dagegen, wenn die Unbelehrbaren mal
    eine “Belehrung” im Sinne von gemeinnütziger Arbeit, z.B. den Dreck,
    den sie im Suff verursacht haben, wegräumen.
    Den Reaktionären darf keine Gelegenheit geboten werden ihre “law-and-
    order-Parolen herumzuposaunen.

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