Kommentar

Ehrenbürger Benedikt – ist doch mir egal

Papst em. und Ehrenbürger von Regensburg: Benedikt XVI. Foto: Archiv/ Staudinger

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Regensburg verleiht. Sie sagt nichts über die Integrität des Würdenträgers aus, bietet aber einen aufschlussreichen Einblick in den jeweils herrschenden Zeitgeist.

Wissen Sie was? Es ist mir ziemlich egal, ob Joseph Ratzinger aka Papst Benedikt XVI. nun Ehrenbürger von Regensburg bleibt oder nicht. Es ist mir egal, ob er weiter Träger der höchsten Auszeichnung ist, die die Stadt Regensburg vergibt und die – gemäß Stadtrecht – nur an Persönlichkeiten verliehen wird, „die sich in außerordentlicher Weise um die Stadt Regensburg verdient gemacht haben“.

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Natürlich trug und trägt er – qua Amt – Verantwortung für die Vertuschung von Missbrauchstaten und damit die fortgesetzte Vergewaltigung von Kindern und Jugendlichen, nicht nur im Erzbistum München und Freising. Und natürlich ist seine Entschuldigung, in der er genau diese persönliche Verantwortung nicht einräumt, windelweich, trieft vor Selbstmitleid und wird flankiert von einem Faktencheck seiner Juristen, die agieren wie versierte Strafverteidiger vor Gericht: lediglich einräumen, was nicht mehr abzustreiten ist, aber kein Jota zur Klärung von offenen Fragen beitragen. Für das ehemalige Oberhaupt einer Kirche, die versprochen hat, den jahrzehntelangen Missbrauch und dessen Vertuschung aufzuklären und die postuliert, daraus gelernt zu haben, ist das deutlich zu wenig.

Aber warum sollte man ihm deshalb die Ehrenbürgerwürde aberkennen? Deren Verleihung sagt, ebenso wie viele weitere Auszeichnungen, nichts aus über die Integrität einer Person. Sie ist lediglich Ausdruck politischer Machtverhältnisse und eines herrschenden Zeitgeists.

Fragwürdige Ehrenbürger gibt es genug

Dazu muss man gar nicht bis zu den Ehrenbürgerwürden für Adolf Hitler oder Gauleiter Adolf Wagner – extreme Ausnahmefälle – zurückgehen, bei denen die Stadt Regensburg es erst 2011 schaffte, sich auch offiziell zu distanzieren. Man muss auch nicht den BVP-NSDAP-CSU-Politiker und Regensburger Oberbürgermeister Hans Herrmann anführen, dessen Name 2015 von der Liste der Ehrenbürger gestrichen wurde.

Was ist mit Erzbischof Michael Buchberger, zum Ehrenbürger ernannt 1950, dessen zweideutigem Verhältnis zum Nationalsozialismus und seinen antisemitischen Schriften?
Was ist mit Domkapellmeister Theobald Schrems, Ehrenbürger 1963, der mit den Domspatzen Hitlers Nähe und seinen Vorteil suchte und sich ebenfalls als Verharmloser von Missbrauch und als Täterschützer hervortat?
Was ist mit Walter Boll, Ehrenbürger 1980, und dessen Beteiligung an Arisierung und Enteignung von jüdischem Eigentum?
Was ist mit dem Politkriminellen Franz Josef Strauß, 1985 zum Ehrenbürger ernannt?
Und was ist mit Hans Schaidinger, Ehrenbürger seit 2014, dessen Verstrickungen in das korruptive System Regensburg aller Straflosigkeit zum Trotz offenkundig sind?

Die Verleihung städtischer, aber auch anderer Würden (man denke nur an das Bundesverdienstkreuz oder den Bayerischen Verdienstorden und manchen Träger, mit dem man nicht ein einer Reihe stehen möchte) sind ebenso wie Denkmäler und auch Straßennamen weniger Ausdruck zeitloser Verdienste der jeweiligen Personen, sondern von deren Bekanntheitsgrad, deren Einfluss, der herrschenden Meinung, von gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen.

Der Regensburger Zeitgeist 2006 gab so einiges her

Und 2006 galt in Regensburg eben die herrschende Meinung, dass Papst Benedikt, Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft, von der auch damals schon bekannt war, dass in ihren Reihen Kinder vergewaltigt und diese Taten vertuscht wurden, die Ehrenbürgerwürde verdient habe. Der Zeitgeist gab es her, dass eine papstkritische Demo verboten wurde („Wer demonstriert, wird verhaftet.“), dass papstkritische Kunst vom Haidplatz wegzensiert und ein Ermittlungsverfahren gegen den Maler eingeleitet wurde und dass ein papstkritischer Journalist Papstwiesenverbot erhielt.

Vielleicht sollte man den emeritierten Papst deshalb auf der Liste der Ehrenbürger von Regensburg belassen, genau so wie Boll, Buchberger, Strauß, Schaidinger und andere – zu Dokumentationszwecken und versehen mit Erläuterungen. Damit nachfolgende Generationen nachvollziehen können, wie die Regensburgerinnen und Regensburger früher so drauf waren.

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Kommentare (27)

  • Günther Herzig

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    Mir ist es nicht egal. Ich bin in Regensburg geboren. Alle meine sozialen Bezüge haben mit dieser Stadt zu tun. Die längste Zeit meines Lebens habe ich hier gelebt und gearbeitet. Meine Kinder haben hier die Schule besucht und bezeichnen sich, wie ich, als Regensburger.
    Sollte eine Abstimmung dazu führen dass eine Minderheit empfiehlt ihm die Ehrenbürgerauszeichnung zu entziehen, wird sofort jemand behaupten ein übergroßer Teil der Bevölkerung habe sich dagegen ausgesprochen, auch wenn ein versteckter Anteil in dieser Mehrheit nur deshalb nicht votierte, weil es ihn nicht interessierte.

  • Mr. T.

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    Interessante und absolut nachvollziehbare Sichtweise. So hab ich das noch nicht betrachtet. Ratzinger reiht sich in diese illuste Gesellschaft ganz gut ein – irgendwo so bei Schrems. Es fällt schwer, darunter jemanden zu finden, der keine Abscheu erregt.

  • Stefan Aigner

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    @Mr. T.

    Schrems musste ich tatsächlich noch ergänzen.

  • Mr. T.

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    Stefan Aigner, da kann man schon mal die Übersicht verlieren, wenn sich die Ehrenbürgerliste liest wie ein Best Of der Kriminalgeschichte Regensburgs.

  • joey

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    vielleicht hilfts, wenn man nicht jedem aktuellen Hype eine Würde verleiht. Man stelle sich vor, der aktuelle Papst käme und würde ganz traditionell vom Stadtrat heilig gesprochen – ähm ehrengebürgert… und dann stellt sich raus, daß er mit den Militärdiktatoren recht gut war… ja was machen wir mit seinem ganzen Ökoaktivismus? Ist er nun gut oder schlecht?
    Nicht einmal Heilige sind ohne Sünden, z.B. der Original Franziskus oder gar Paulus, der Ex-Saulus? Sogar Greta … nein, dieses Shitstorm provoziere ich jetzt nicht, klammern wir die grüne Madonna mal aus.

    Merke: nur Gott ist perfekt. Den kann man zum Ehrenbürger ernennen mit lebenslangem kostenlosen Eintritt ins Museum.

  • Bertl

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    Wenn man die aufgeführte Liste der “Ehrenbürger” liest, bleibt einem, der für die “Ehre” vorgesehen ist, nur das “nein Danke”.

  • Günther Herzig

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    Natürlich ist Stefan Aigners Sichtweise einleuchtend und auch überzeugend. Wäre mir nicht so zuwider, an ihn als Ehrenbürger zu denken und all die anderen Charaktere, hätte ich mich zu der Sichtweise Stefan Aigners bekannt.
    Beides ist richtig. Ich hoffe nur auf einen sichtbaren Akt, durch den der Bevölkerung klar gemacht wird, was richtig und was falsch ist.
    Wie sagt unser unsäglicher Bundeskanzler? Alles ist auf dem Tisch, nur, er sagt nicht was!

  • Pattirift

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    Danke für den Kommentar. Jetzt dem Ratzinger die Ehrenbürgerwürde wieder wegzunehmen, halte ich für absurd. Er steht doch in der Reihe derer, die nie hätten diesen Titel bekommen dürfen. Es ist in Regensburg immer dieselbe Liga, die auszeichnet und ausgezeichnet wird. Kritische Menschen sind kaum darunter. Kleinbürger ehren jene, die sie für Großbürger halten.

  • Hindemit

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    Eine wahrlich illustre Gesellschaft, diese sogenannten Ehrenbürger. Manch eine(r) ist froh, nicht dort gelistet zu werden. Die Liste sollte umbenannt werden in “Scheinheiligkeiten”, dann könnten Ratze und Konsorten ruhig darufbleiben.

  • corazondemelon

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    Ist eigentlich Gloria immaculata auch eine Ehrenbürgerin? Wenn ja, würde das schon wieder passen.

  • Andreas

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    Ratzinger war eben leider – sorry, Herr Aigner – nicht nur „das ehemalige Oberhaupt einer Kirche“, sondern der ehemalige Stellvertreter Gottes auf Erden, der Lobbyist der einzig wahren Religion, die etwa den Evangelischen ihr Kirchesein abspricht.

    Das dauernde Leben im Wolkenkuckucksheim, Benedikts XVI. völlige Realitätsferne – gerade sein Denken in Sachen Missbrauch – hat er in seinem Beitrag im „Klerusblatt“ 2019 ungewollt selbstentlarvend ausgebreitet:

    Nicht nur, dass er darin die 1968er verantwortlich macht, obwohl es Missbrauch nachgewiesenermaßen längst früher schon gab. Das Entlarvende ist vielmehr seine Schlussfolgerung aus der (ihm sogar persönlich gegenüber getätigten) Schilderung einer Ministrantin, die vom geweihten Täter, einem Kaplan, jedes Mal mit den Worten „Das ist mein Leib, der für dich hingegeben wird“ missbraucht wurde.

    Benedikt XVI. äußert zunächst Verständnis dafür, dass das Opfer inzwischen „die Wandlungsworte nicht mehr anhören kann, ohne die ganze Qual des Mißbrauchs erschreckend in sich selbst zu spüren“. Aber was muss getan werden? Und da verschlägt es einem die Sprache! Seine Nabelschau schlussfolgert: „Ja, wir müssen den Herrn dringend um Vergebung anflehen und vor allen Dingen ihn beschwören und bitten, daß er uns alle neu die Größe seines Leidens, seines Opfers zu verstehen lehre. Und wir müssen alles tun, um das Geschenk der heiligen Eucharistie vor Mißbrauch zu schützen.“

    Das Opfer? Es spielt wie im Kirchenrecht üblich nur als Zeugin gegen den Priester wegen dessen Verstoßes gegen das 6. Gebot eine Rolle. Geschützt werden muss dagegen in diesem Falle die heilige Eucharistie, die vom Priester missbraucht worden ist …

    Ratzingers Text im Original hier:
    https://de.catholicnewsagency.com/story/die-kirche-und-der-skandal-des-sexuellen-missbrauchs-von-papst-benedikt-xvi-4498

    Ein schöner Kommentar dazu hier:
    https://hpd.de/artikel/neuster-suendenbock-fuer-den-missbrauchsskandal-68er-revolution-16734

  • Franz

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    Um Himmelswillen wird jetzt der erhaltene Backenstreich anläßlich meiner Firmung auch ungültig? Ich möchte aber doch ungern auf die ‚Ohrfeige‘ verzichten.

  • R.G.

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    Glaubt man den Biographien, waren die Ratzinger Brüder für einige Jahre in der Prägung durch den gleichen Orden wie der meines Täters.
    Weil der Kaplan einer anderen Gemeinschaft auf mein Schreien mir zu Hilfe eilen wollte, der notgeile Pfarrer aber seine Beute nicht loslassen wollte, kam es zwischen den beiden Männern zu einer Schlägerei. Der Jüngere versuchte dabei nur, mir die Flucht zu ermöglichen.
    Er wurde sehr bald danach auf einen anderen Kontinent strafversetzt. Weil er mir geholfen hatte. Eine Ungehorsamstat gegenüber seinem Vorgesetzten!

    Etwa ein halbes Jahr nach dem Gewaltgeschehen brachte der Pfarrer ein Buch zu uns, mit der Forderung, es müsse Märtyrerkinder geben. Er hatte schon vorausgesucht, welche Todesart ich wählen sollte, mir sich selbst eine Lungenentzündung holen, wenn ich Jesus zu Liebe bei Minusgraden sehr weit her ohne ausreichende Kleidung bis in seine Kirche käme und mich freuen, weil ich danach bald sterben und von da an jeden Tag mit dem Heiland misshandelt, gegeißelt und gekreuzigt werden dürfe.
    Die Pfarre müsse dafür eine Wallfahrtskirche mit meinem Bild erhalten.
    Vor dem selbstgewählten Tod sollte ich jedoch so handeln wie in der anderen Geschichte, dort hatte ein Kind sterbend – wie er mir erklärte, hatte es einen zerfetzten Unterleib – seinen Mörder zu sich gebeten, um ihm zu danken, dass er ihm ermöglichte, bald Jesus im Himmel das Kreuz tragen helfen zu dürfen.

    So werden Täter zu Helden.

    Was unterscheiden die Worte des uralten Papstes von dem menschenverachtenden Hass, der mir als Glaubensinhalt präsentiert wurde?
    Wer seine Karriere der Prägung durch solche Lehrer verdankt, dessen Karriere wirkt auf mich wie Schweigegeld aus Täterhänden.

    Auf Wunsch reiche ich gerne die Literaturhinweise nach.

  • KW

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    Habe ich auch gesehen, wobei ich ehrlich gesagt nicht genau weiß, wie ich Schleich einordnen soll. Das beste seiner Sendungen scheinen mir immer noch der Gstanzlsänger und die FJS Parodien zu sein.

  • auch_ein_regensburger

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    Schleich war gut, bis Corona kam. Das seltsame Querdenker-Geraune, das seitdem seine Sendung durchzieht, ist kaum zu ertragen. Schade drum, habe ihn immer gerne gesehen, inzwischen schalte ich entnervt nach wenigen Minuten um.

  • Schröck Hans

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    Johannes Heibel (www.initiative-gegen-gewalt.de) hat auf einen Podcast des österreichischen Magazins PROFIL hingewiesen:
    https://youtu.be/r3ZkmRJrynw
    Darin beschreibt ein betroffener Priester seine Erfahrungen mit Kardinal Ratzinger.
    Ich hoffe, die staatlichen Zuschüsse für dieses menschenverachtende Paralleluniversum werden unter der jetzigen Regierung ernsthaft auf den Prüfstand gestellt. Mehr wie einmal austreten geht ja nicht …

  • Daniela

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    @ Kommentar Stefan Aigner

    So egal, sei es dann doch nicht. Ihre Sichtweise jedoch ist nachvollziehbar und anschaulich dargestellt.

    Die Ehrenbürgerschaft in Regensburg, wie auch anderenorts, stellt sich offensichtlich als eine Widergabe des jeweiligen Zeitgeistes dar.

    Man huldigte zu jeder Zeit, den lebenden Führern, sei es politisch oder religiös. Es kommt einem sich anbiedern gleich, dass durch die jeweilige Stadtführung umgesetzt wurde.

    Könnte man es, jetzt im Nachgang, möglicherweise als ‘ latente Hörigkeit bis hin zum fanatischen Umjubeln der umstrittenen Ehrenbürger’ der jeweiligen Stadtmächtigen halten?

    Doch wie wolle man sich sonst mit Zeitgeschichte einer Stadt auseinander setzen? Indem man die ‘alten (falschen) Geister’ (aus jetziger Sicht) stehen ließe?

    Wäre dem so, käme es nicht dem gleich, man wolle sich gar nicht, sei es historisch, moralisch…., damit auseinander setzen?

    Bilde die jetzige Auseinandersetzung mit diesen Ehrenbürgern und deren Zeitgeist nicht die Plattform für gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt – Historie?

    Aus meiner Sicht, wäre es sogar dringend geboten, dass man sich damit auseinander setzt.

  • M.P.

    |

    Die Beiträge von @ Andreas sind sehr durchdacht, fundiert und für mich sehr nachvollziehbar. Ich danke für diese Sichtweise. So etwas bringt auch dem synodalen Weg einen Impuls.
    „ Leute, fängt an systemische Zusammenhänge zu erkennen! Zieht daraus Konsequenzen!!“
    Danke Andreas. Ihre Beiträge sprechen mir aus der Seele.

  • Andreas

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    @ M.P.: Kann Ihnen jetzt auf die Schnelle leider nicht mehr schreiben als: Vergelt’s Gott! Wir verstehen uns.

    Ich wollte noch auf den frei zugänglichen Beitrag von 2018 des österreichischen Mediävisten Prof. Dr. Peter Dinzelbacher “Pädophilie im Mittelalter” hinweisen: http://www.austriaca.at/0xc1aa5576_0x0039013f.pdf

    Dabei wird das Thema erstmals (!) im historischen Kontext des Mittelalters dargestellt.
    Wen überrascht es, dass es (auch kirchlicherseits) sexuellen Missbrauch auch schon vor (sehr) langer Zeit gegeben hat? Ja, sogar ganz offiziell nach Kirchenrecht erlaubt! So sollte Benedikt XVI. den Beitrag unbedingt lesen, wo nachgewiesen ist, dass die Kirche – raffiniert, wie sie schon zu allen Zeiten war – durch Papst Alexander III. (reg. 1159-1181) Eheschließungen mit siebenjährigen (!) Mädchen kirchenrechtlich für legitim erklärte.

  • R.G.

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    Da wird mir wirklich flau im Magen, wenn das von Andreas erbrachte Maß an in der Kirche verpöntem Mitgefühl mit dem Opfer rituellen Missbrauchs, für Sie einen Impuls für den synodalen Weg abgibt.

    Es ist Zeit, zu handeln, nicht wieder anzukündigen künftig zuzuhören, wenn Opfer sich ausbreiten und dabei stets neu in die Verwundung eintauchen, ohne je ein Erwachsenwerden der Kirche im Sinne von helfender Hinwendung erleben zu können.

    Nichts als Handeln ist jetzt von jedem einzelnen Priester gefordert.
    Der Papst ist und war nicht nur Oberhaupt, sondern Produkt des Schweigens Hunderttausender.

    Alle haben geschwiegen zum Verhalten des Ratzinger in Vatikanischer Papakleidung, zu unerträglichen sexualmoralischen Begründungen, weshalb Missbrauche geschehe, zu hirnrissigen Pflichtbeichten von siebeneinhalbjährigen Kindern, die dabei Sünden gegen das sechste Gebot zu berichten hatten und haben – geistige Frühsexualisierung vom Feinsten.
    Wenn jetzt nicht jeder einzelne Priester und Pater und alle Laienmitarbeiter Konsequenzen ziehen und tätige Verantwortung übernehmen, ist das Ende des Wirtschaftsbetriebes Katholische Kirche eingeläutet.

  • R.G.

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    Es hat auch der Staat Mitverantwortung, wenn er trotz des dringenden Bedarfs, keine akademischen Umstiegsausbildungen anbietet.

    Die Durchlässigkeit in andere Fächer muss geschaffen werden.
    Ein Mitarbeiter der Kirche kann, wenn er Ekelhaftes mitbekommt, nur schweigen und weiter Geld für einen kargen Lebensunterhalt nehmen, oder rausgehen und alles verlieren.
    Die Fügung unter ein einem zweifelhaft gewordenes Regime ist damit erzwungen.

  • R.G.

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    Jeder und jede, Eltern, Tanten und Onkeln, Lehrer, Politiker und Bürger, kann dieses Jahr gegen MIssbrauch fördernde Orte vorgehen.
    Achtet darauf, dass dieses Jahr schon die Erstbeichte nicht mehr in verschlosenen Beichtstühlen stattfinden darf; Priester und Kinder müssen offen sichtbar sein. Wichtig ist, dass man dabei den ganzen angezogenenKörper des Geistlichen sehen kann.
    Lasst nicht zu, dass Kinder sich in Räumen umkleiden sollen (Sakristei), zu denen Priester oder kirchliche Mitarbeiter (Kirchendiener, Geistliche) freien Zugang haben.

  • Ehemaliger Domspatz

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    Das entbehrt jeder Grundlage, wenn man sich jetzt so zum Thema äußert.
    Im Alter wird man eben noch mehr From.
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    Kirche – Vatican City:Kritik an Benedikt: Gänswein sieht Kampagne als “Dreck”
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/kirche-vatican-city-kritik-an-benedikt-gaenswein-sieht-kampagne-als-dreck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220209-99-43647
    __________________________________________________
    https://religion.orf.at/stories/3211360/
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    Das System Gänswein:
    https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/Das-System-Gaenswein-Warum-der-Papstsekretaer-seinen-Fall-selbst-mitverschuldete;art410924,10447225

  • R.G.

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    “Gänswein: Papst Benedikt XVI. „Vater der Transparenz“
    https://religion.orf.at/stories/3211440/

    Persönliche Anmerkung: Der berittene Bote, der die Transparenz vom Ratzinger Kirchenpapa (der im mittelalterlichen Kleide) in die hiesigen Diözesen bringen sollte, ist vor einigen Jahren bei der Überquerung der Alpen vom Pferd gefallen. Bitte die dadurch entstandene Verzögerung zu verstehen.

  • Edomspatz

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    Es kommt ein Schiff geladen, und es kommen dann noch mehr Sachen von damals an, s Tageslicht. Wenn man nur zum Thema Institution Regensburger Domspatzen dann diese Zahlen hochrechnet…
    https://www.katholisch.de/artikel/33033-historiker-zu-missbrauch-in-deutschland-zehn-jahre-verschlafen

    Missbrauchs-Prävention:
    Therapie statt Taten
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburg-praevention-paedophilie-1.5527910

    https://www.kein-taeter-werden.de/pressemitteilungen/kein-taeter-werden-neuer-standort-in-regensburg/

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