SOZIALES SCHAUFENSTER

Pizzabackofenfest mit Künstler Friedl

Im Reich des Ribislkönigs

Was ist von der „Liste Ribisl“ im kommenden Wahlkampf zu erwarten? Bei einem Pizzabackofenfest setzte Spitzenkandidat Jakob Friedl erste Duftmarken.

Der Ribislkönig (mit Hut) und die Europakandidaten der Partei DIE PARTEI. Fotos: Bothner

Es war vielleicht einer der politischsten Samstage, die Regensburg seit langem erlebt hat. Am Abend gab sich der ehemalige griechische Finanzminister und Hoffnungsträger vieler europäischer Linken die Ehre und sprach im Leeren Beutel über die Zukunft Europas. Bereits am Nachmittag versuchte sich sein Politikkollege Jakob Friedl darin, in Burgweinting die Massen mit frisch gebackener Pizza und moderner Politik für Regensburg zu begeistern. Am Ende des Tages konnte jedoch nur einer von beiden die Massen locken.

„Ich bin die Liste!“

Es mag einem absurd erscheinen, wenn ein Oberbürgermeisterkandidat damit wirbt, die Stadt mit Ribislhecken (Johannesbeersträucher) an möglichst vielen Orten der Stadt zu bestücken. Andererseits braucht die Stadt ja vielleicht auch einfach mal etwas verrücktere Ideen als die alten Hits der etablierten Parteien. Von einem Kultur- und Kongresszentrum oder einem Haus der bayerischen Sträucherkunde ist bisher jedenfalls bei Friedl nichts zu finden. Stattdessen geht es ihm um die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Im Reich des Ribislkönigs wird der Darm ökologisch verträglich entleert. Das DIY-Dixie wandelt die Exkremente mit Hilfe von Gras in Düngematerial um, das dann für die Ribislhecken verwendet werden kann.

„Wir haben viele ungenutzte öffentliche Grünflächen in der Stadt, da könnte man überall wunderbar Ribislhecken pflanzen“, so der Politikneuling. Der Vorteil bestehe in der einfachen Anzucht dieser Pflanzen. „Zudem schmecken sie halt einfach lecker.“

Dass sich Jakob Friedl schon jetzt auf Augenhöhe mit den großen Parteien sieht, zeigt sich auch am selbstbewussten Verhalten gegenüber seinen Kollegen von der Partei DIE PARTEI. Während eines kurzen Dialoges am Rande des Backofenfestes macht Friedl seinen Ambitionen als Führungsfigur Luft: „Ich bin die Liste!“ Das Gegenüber kann nur kleinlaut erwidern. „Ich bin zumindest auf der Liste.“ Punkt für Friedl.

Das Pizzabackofenfest in Burgweinting dient neben der Bekanntgabe der politischen Agenda der „Liste Ribisl“ auch der Feindmarkierung. „Wir wollen uns auf Augenhöhe mit der SPD begeben“, erklärt Friedl. Schon seit Jahren organisiert die Burgweintinger SPD regelmäßig ein eigenes Backofenfest am Islinger Weg. Dort steht ein fest installierter Holzbackofen. Doch während die Konkurrenz nur billige Leberkassemmeln auftreibe, wie Friedl klarstellt, bietet er mit selbst gemachter Pizza aus dem Ofen ein kleines Highlight.

Burgweinting dem Erdboden gleichmachen

Nur das Wetter will leider nicht so ganz mitspielen und so bleibt der erhoffte Ansturm aus. Doch immerhin 60 Interessierte wagen sich zwischen 14 und 18 Uhr in das Reich des Ribislkönigs. PARTEI-Europakandidatin Melody Bayer sowie der Landesverbandsvorsitzende Max Hartl versuchen zwar durch interessante Statements die Anwesenden bei Laune zu halten, doch verpuffen diese Versuche im Prasseln des Regens auf den gespannten Planen unter dem Pavillon, den Friedl angesichts der Wetterkapriolen noch rasch zusammengezimmert hat. Hartl lässt sich, aufgestachelt vom Wetter, schließlich zu der Forderung hinreißen, Burgweinting nach seiner Wahl dem Erdboden gleichzumachen. Inwieweit der Ribislkönig diese Forderung mittragen kann ist fraglich.

Doch Friedl hat eine Vision, die er in den anstehenden Kommunalwahlkampf tragen möchte. Laut ihm besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen der aktuellen Politikverdrossenheit und dem Mangel an öffentlicher Raumnutzung. „Die Leute erleben ein Gefühl der Ohnmacht“, erklärt Friedl. Die Politik erscheine vielen weit weg und die Gestaltungsmöglichkeiten seien kaum vorhanden. „Das gleiche stelle ich bei der Aneignung des öffentlichen Raumes fest.“

Friedl will „Stimme der Bürger“ sein

Man traue sich ja gar nicht die Stadt als eigene Kunstfläche zu betrachten, da jeder Winkel durch Bürokratie verbarrikadiert werde, so die deutliche Kritik des stadtbekannten Künstlers an die Behörden, so Friedl. Diese Erfahrung mache er schon seit Jahren – der Europabrunnendeckel lässt grüßen.

Endlich ein Bürgermeister, der auch mal selbst den Akkuschrauber in die Hand nimmt.

Auch aktuell sei ihm erst kürzlich die Bepflanzung von ungenutzten Flächen mit Ribislhecken von Seiten des Gartenamtes untersagt worden, schimpft Friedl. Eine Begründung sei man schuldig geblieben. Doch davon möchte sich der „Beergermeisterkandidat“ Jakob Friedl, wie er sich selbst bezeichnet, nicht unterkriegen lassen. „Durch meine Kandidatur bekomme ich in gewisser Weise die Legitimierung an den kommenden Wahlkampfdebatten teilzunehmen und diese Plattform möchte ich für unsere Sache nutzen.“ Er wolle dabei auch Stimme der Bürger sein.

Deshalb gibt es am Samstag auch noch Gelegenheit, eigene Ideen in das Wahlprogramm einfließen zulassen. Neben bezahlbarem Wohnraum und kostenlosem ÖPNV gibt es auch den Wunsch nach einer Acht-Tage-Woche sowie einem dreitägigen Wochenende. Die kommenden Monate werden zeigen, was die Liste Ribisl davon aufgreifen wird.

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Kommentare (17)

  • Piedro

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    „Endlich ein Bürgermeister, der auch mal selbst den Akkuschrauber in die Hand nimmt.“

    Sicher, dass das keine Heißklebepistole ist?

  • Joachim Datko

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    Ehre, wem Ehre gebührt!

    Zitat: „Schon seit Jahren organisiert die Burgweintinger SPD regelmäßig ein eigenes Backofenfest am Islinger Weg. Dort steht ein fest installierter Holzbackofen. Doch während die Konkurrenz nur billige Leberkassemmeln auftreibe, wie Friedl klarstellt, bietet er mit selbst gemachter Pizza aus dem Ofen ein kleines Highlight.“

    Die Versorgungslage bei Festen der SPD in Burgweinting ist mir in guter Erinnerung: Friedl sollte da die SPD nicht schlechtreden. Das Angebot war vielfältig und hat gut geschmeckt.

    Ich habe bei der SPD oft gut gegessen. Besonders zu erwähnen wäre bei den Backofenfesten das reichhaltige Angebot an sehr gutem Kuchen.

  • R.G.

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    Man hatte Regensburg in Sachen Sozialer Wohnungsbau kurioserweise mit Wien verglichen. Auf was hinauf eigentlich?

    Ehrlich wäre, sich wirklich vergleichbar zu machen durch reale Anstregungen. Im Kleinen:
    https://www.wien.gv.at/umwelt-klimaschutz/urbanes-garteln.html

    Die Förderung von begrünten Innenhöfen, Gemeinschaftsbeet-Projekte, Bepflanzungen von Baumscheiben….

    PS.: Wenn Zeitungen Gewinne ausloben, schlage ich als Preise Gartenbeete im Stadtgebiet vor.
    Eine oberösterreichische Zeitung (OÖN) fördert die Ansiedlung, und wo es gesetzlich noch nicht gestattet ist (weil Stadtgebiet), die Teilhaberschaft von Städtern an ländlich untergebrachten Bienenstöcken.

  • Sir Sonderling

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    „Beergermeisterkandidat“. Was für ein fein ziseliertes Wortspiel voller Hintersinn. Man spürt: Genialität?
    Im Ernst: unfassbar, wie sich Regensburg Digital diesem Klamauk-König vor in hündischer Ergebenheit vor die Füße wirft. „Stadtbekannter Künstler“ – da könnte man sich doch in der Einschätzung ein klein wenig vertan haben. Hofnarr einer sich selbst feiernden Randgruppe, würde da schon eher passen.
    Auch die Qualität der Recherchen lässt zu wünschen übrig, wie Datkos Zeugenaussage (und weiter gehende Ermittlungen meinerseits) belegen: Mitnichten beschränkte sich die SPD auf billige Leberkassemmeln, sondern wusste stets durch Qualität und Quantität bei der Füllung des Wanstes zu brillieren. Garant für exzellenten Leberkas am Burgweintinger Backofen ist nämlich der Lachmayr Willi, und auf den lässt niemand etwas kommen, der je von seinen Speisen gekostet hat.
    Aber wen interessiert das schon. Wenn das Kasperle jodelt, dann jodelt man seine Phrasen halt ungeprüft mit.

  • dünnster Künstler

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    Fundsachen 27.4.19: Ein Jackerl, ein Fließpulli (im Kopf), ein Regensschirm…
    Tel: 0176 97 87 97 27.
    http://europabrunnendeckel.de/download/ribisl/Fundsachen_Backofenfest_27_April_2019.jpg

    Mit im Bild u.a. das Ribisl Statement mit den Anregungen der Gäste zur OB-Wahl. Das Statement habe ich um 16:54 in eine weitere Rede -ohne Drum&Bass- verpackt (vergl.Backofenfest Programm…siehe unten)
    http://europabrunnendeckel.de/download/ribisl/RIBISL_STATEMENT_27_april_2019_DSC04495.jpg

    @Sir Sonderlink:
    Kuchen ohne Vision, Diskussion und Politik reicht ja für eine Volkspartei vollkommen aus. Den Alleinunterhalter haben sie zum Glück auch schon abgeschafft.
    Wir werden an unseren Backkünsten arbeiten und vielleicht gibt es im Sommer dann auch bessere Brezeln als bei der CSU, fraglos jedoch mehr Engagement im Stadtteil: http://europabrunnendeckel.de/download/ribisl/Brezl_Backhaus.jpg

    Hier bin ich beim Jodeln zu sehen. (Aufforderung sich in die Ribisl-Hecken-Liste einzutragen und Auforderung am Ribisl Statement mitzuschreiben…) https://www.youtube.com/watch?v=sNqIlHU5eyo

    Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal für das Engagement der professionell arbeitenden Konstrukteure vom Fvfu-uüUF.e.V. für Bühnen- und Kathedralenbau :-), meinen tagelang hart mitarbeitenden Vater, Freunde und das Personal von DIE PARTEI fürs Aushecken, Mittragen, Schnippeln, Backen, Aufräumen und Verluste teilen! Schöne Grüße auch an alle Gäste und die wunderbaren Musiker Sessil Siffkov & Dr. Sound von 7track und die unvergleichliche Crew von Carl Kleins Orderly Queue Of One.
    Fotos vom 1. Ribisl_Backofenfest 2019 später auch hier:
    http://europabrunnendeckel.de/?p=7534

  • xy

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    Das Thema „Demokratie“ mit all seinen wichtigen Sachthemen ist viel zu ernst und ohnehin genug gefährdet, um es durch eine Ribislkönig gezielt lächerlich zu machen.

  • dünnster Künstler

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    …und fast hätte ich es vergessen: Vielen Dank an die neue Heizergeneration vom Gartenbauverein Burgweinting, die das städtische Backhaus nun auch für den Kunstverein bedienen. Sa 3. August: Sommerfest // So 29.September: Herbstfest

    Die „Maibaumpartei“ war 2015 noch zu viel des Verkraftbaren… ( !!!eine andere Partei als CSU/SPD ????) – obwohl das kleine partizipative Fest sehr schön war und wir ordentlichst aufgeräumt haben. Fotos 2015: http://europabrunnendeckel.de/?p=3844#maibaumpartei

  • Piedro

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    @xy
    „Das Thema „Demokratie“ mit all seinen wichtigen Sachthemen ist viel zu ernst und ohnehin genug gefährdet, um es durch eine Ribislkönig gezielt lächerlich zu machen.“
    Wo hat der Kandidat denn die Demokratie lächerlich gemacht? Ist mir völlig entgangen, ich bitte um einen Hinweis.

    @Sir Sonderling
    „Im Ernst: unfassbar, wie sich Regensburg Digital diesem Klamauk-König vor in hündischer Ergebenheit vor die Füße wirft. „Stadtbekannter Künstler“ – da könnte man sich doch in der Einschätzung ein klein wenig vertan haben. Hofnarr einer sich selbst feiernden Randgruppe, würde da schon eher passen.“
    Im Ernst: hündische Ergebenheit, weil über den Kandidaten berichtet wird? Aber sonst geht es hoffentlich gut? Naschen Sie doch mal gelegentlich ein paar Ribisl, die sind gut für’s Hirn und für’s Gemüt. Ob wer Kandidat von der erwähnten „Randgruppe“ für einen Narren gehalten wird lasse ich mal dahin gestellt, aber wer sich hier zum Narren macht liegt auf der Hand. Der Kandidat ist es nicht. Wenn manch Kasperle jodelt trällert es doch bloß Verachtung, gelle?
    Immerhin, Ihre Richtigstellung bezüglich der Bewirtung durch „Sozialdemokraten“ hat Substanz.

  • dünnster Künstler

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    @XY:
    Demokratie ist allerdings zu wertvoll um der Fremdenhass verbreitenden AFD freies Feld in einem kulturell vernachlässigten Stadtteil zu überlassen.

    22% ( Endergebniss 24,?%) AFD bei den Landtagswahlen 2018 im Sprengel der Stadtbücherei Burgweinting (Offensive Zukunft Bayern & EXPO 2000 Siedlung)
    https://www.regensburg.de/wahlen/ergebnisse/LW/362000_001256/3053629990108.html?Landkreis=3053620000000.html&Stimmbezirk=3053629990108.html

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Politikverdrossenheit fängt auch mit den für alle eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten des öffentlichen Raum vor der eigenen Haustüre an: „Ribislhecke? Das wäre toll, da würde ich mich gerne kümmern und jeder kann was naschen. Eine sehr schöne Idee. Aber vergiss es, dafür gibt es nie eine Erlaubnis! Die machen da oben doch was sie wollen…Bürokratie…Keine Chance..Politiker?..Sinnlos.“
    Man sollte sich die organisierte Langeweile und das Regiert werden nicht immer gefallen lassen. Gemeinschaftliche Projekte im öffentlichen Raum und dadurch angestoßen, mannigfaltige Möglichkeiten für alle ihre eigenem schönen Ideen an vielen selbstgewählten Orten im sogenannten öffentlichen Freiraum ausprobieren zu können, sind ein gutes Beispiel für Lebensfreude und gegen Ohnmachtsgefühle, Hetze und Hass.

    Die Ribisl Idee ist keine rein gärtnerische sondern auch eine soziale. Es geht um gesellschaftliches Engagement, Selbstermächtigung, Deutungshoheit und zwischenmenschliche Reibung.

  • Frank Frei

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    Die „Liste Ribisl“ ist für diejenigen, die aus Protest ein wenig Spaß haben wollen, die Wollbergsche „Liste Brücke“ sammelt die alten weißen Männer, Pessimisten und Unzufriedene ein.

  • Markus Frowein

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    @ Frank Frei (1. Mai 2019 um 10:57)

    Die „Liste Ribisl“ ist DIE Instanz für die Rückeroberung des öffentlichen Raumes durch
    die Bürger, was die anderen mit öffentlichem Raum veranstaltet haben und wohl auch
    veranstalten werden, kann man in diversen (u.a. künftigen) Gerichtsverfahren erfahren.

  • Joachim Datko

    |

    Zu dünnster Künstler 08:14: „@XY:
    Demokratie ist allerdings zu wertvoll um der Fremdenhass verbreitenden AFD freies Feld in einem kulturell vernachlässigten Stadtteil zu überlassen.

    22% ( Endergebniss 24,?%) AFD bei den Landtagswahlen 2018 im Sprengel der Stadtbücherei Burgweinting“

    Im Gegenteil, wir haben in Burgweinting einen eigenen Künstler, sogar den dünnsten Künstler. Kulturell haben wir einiges voraus. Und auch die Burgweintinger dürfen wählen, was sie für richtig halten. Ohne die AfD hätten viele meiner politischen Positionen keine Vertretung in den Parlamenten.

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

  • Lothgaßler

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    @Jakob Friedl aka Ribislkönig:
    Mit Verweis auf München mit copy & paste ins Wahlprogramm übernehmen:
    „…Nach einer Exkursion nach Stockholm und den dortigen „Summer Streets“ im Frühjahr 2018 wurden fraktionsübergreifend eine Reihe von Anträgen gestellt, um in München ebenfalls mehr sommerliche Lebensqualität in ausgewählten Straßenräumen zu ermöglichen. Die Verwaltung hat jetzt einige Maßnahmen vorgeschlagen, darunter auch eine saisonale Umnutzung von Parkplätzen im Sommer…Die Stadtviertelpolitiker plädieren auch dafür, dass die geplante saisonale Umnutzung von Parkplätzen sofort umgesetzt wird. Dabei sollen Parkplätze für Kunst- und Kultur-Aktionen oder auch als Freischankflächen genutzt werden. …“
    (https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ludwigsvorstadtisarvorstadt-mehr-autofrei-probieren-1.4428103)

  • dünnster Künstler

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    Bevor ich mit den Ribisl Wahlversprechungen herauskomme hier noch ein wenig Grundsätzliches:

    @Datko:
    Dein Sozialdarwinismus verträgt sich anscheinend gut mit der Angstmacherei, der Xenophobie, dem Chauvinismus, dem Rassismus und der Ausländerfeindlichkeit auf den AFD Plakaten.

    Mit gemeinwohl-verträglichem Engagement, lustiger Kultur und Ideen die Chancen im Stadtteil zu nutzen hat diese Hetze allerdings gar nichts zu tun. Die AFD baut auf Frust und Egoismus.

    Wir haben im Zentrum des Stadtteils anstatt einer Agora ein privatisiertes Stadtteilzentrum mit Leerstand in dem die Stadt teuer einmietet und das, wohl aus steuerlichen Gründen, jährlich weiter verkauft wird… Soziale Stadt und ein Bürgercafe wurde leider nicht umgesetzt. (danke CSU!) …ganz abgesehen von den nicht einmal ansatzweise eingelösten Versprechungen bei der Grundsteinlegung der Expo 2000 und der Offensive Zukunft Bayern Siedlung: „Die harte Arbeit der Jury ist vorbei, die härtere Arbeit der Umsetzung kann beginnen.“ Prof Dr. Manfred Schneckenburger anno 1998 n.Chr. im 1. und dicksten Katalog „Regensburg plant und baut“ (Hartl saß ja auch in der Jury…)
    ….dann wären da noch einige verhinderte und eingemachte Kunstprojekte (da kerat sich a Metzgerei eini…) und eigenartigerweise unauffindbare Unterlagen für den städtischen Maibaumständer der nun, seit 2015 wieder ungenutzt, als ein Monument gegen Engagement an der Stelle der Klitoris im Eingangshain der Käthe Kollwitz Siedlung steht. (anloge Raumorganisation)

    Abgesehen von solchen unvorteilhaften Rahmenbedingungen, muß ich sagen: Die Burgweintinger*innen mag ich sehr und es kann hier draussen auch sehr schön sein.
    2012 Eröffnete der FUF die Art BuZZ`l als Kunstschneise Burgweinting: Von der Grenze zum Landkreis aus sollte Regensburg durchlässiger für neue Formen der Kunst werden: http://europabrunnendeckel.de/?p=4134
    Seit dem Rauswurf der Art BuZZ`l 2013 ist auf dem Belegungsplan vom BUZ in der Halle über dem LIDL, neben dem Bürgerbüro, dem Jugendamt und der Stadtbücherei ein Kunstprojekt eingezeichnet; künstliche Aromastoffe (vergl. Junibaum)
    Aber immerhin ein Anknüpfungspunkt….

  • Barnie Geröllheimer

    |

    Haha, künstliche Aromastoffe; Sie meinen wohl das Treppenhaus beim Lidl….

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