Ein KI-Rechenzentrum für Wenzenbach? Das mögliche Aus für den mittelalterlichen Abbachhof mit seiner fast tausendjährigen Kapelle? Angeblich geplante Milliardeninvestitionen und viele offene Fragen. Eine Spurensuche.
Dieser Entwurf der spanischen Firma Ignis zeigt, wie das KI-Rechenzentrum aussehen könnte. Foto: Ignis Energy
Von Markus Feilner
Nordöstlich von Regensburg rumort es. Schon seit einigen Wochen. Obwohl es noch keine offiziellen Anträge gibt, obwohl weder Denkmalschutz noch die IHK mal angefragt wurden, geht ein Gespenst um auf dem Abbachhof, und das heißt „KI-Rechenzentrum“. Der mittelalterliche Bauernhof mit seiner fast tausendjährigen Kapelle im äußersten Westen von Wenzenbach soll womöglich einem KI-Rechenzentrum mit der Leistung eines kleinen Kernkraftwerkes (300 Megawatt) weichen.
Die Pächter des Abbachhof sind entsetzt, eine Bürgerinitiative gründete sich, eine Petition hat tausende Unterstützer, der Bund Naturschutz protestiert und manch Unternehmer oder Grundbesitzer reibt sich schon die Hände, sogar das bayerische Fernsehen berichtet. Der Grund wechselte für zweistellige Millionenbeträge den Besitzer, Milliardeninvestitionen sind angeblich geplant. Was ist da los?
„Mehr als unbefriedigend“ nennt die Stadt Regensburg die Situation im Marinaquartier. Zwei Grundstückseigentümer lassen die großen Wasserbecken – Bestandteil des Hitzemanagements von Regensburg leer stehen und berufen sich auf einen technischen Defekt. Dauert es zwei Jahre, so etwas zu beheben?
Wegen des geplanten Abbaus von Arztstelllen schlagen nun Medizinistudentinnen und -studenten Alarm. Das werde auf Kosten von Lehre und Patienten gehen. Im kommenden Semster müssen am Uniklinikum 50 Prozent mehr Studierende betreut werden.
Protest gegen die Sperrung der Georg-Herbst-Straße. Die Baugenossenschaft Margaretenau bewirtschaftet knapp 400 Wohnungen in dem Stadtviertel und sagt: „Wir freuen uns für unsere Mitglieder über jegliche Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Margarentenau beitragen“.
Die Fragestellung zu unbestimmt, die Zielsetzung rechtswidrig: aus diesen beiden Gründen empfiehlt das Rechtsreferat den Stadträten am kommenden Donnerstag, den Bürgerentscheid gegen die Sallerner Regenbrücke nicht zuzulassen.
Etappensieg für eine Wohnungseigentümergemeinschaft im Stadtwesten: im Streit um die Fällung einer imposanten Eiche stoppte das Amtsgericht Regensburg das Vorhaben. Im Urteil wird mehrfach die Fällgenehmigung des städtischen Umweltamts kritisiert.
Hinterbliebene von Opfern des NS-Regimes erzählen ihre Geschichten. Vereine, Gewerkschaften und Bürger fordern zusammen mit ihnen einen zentralen Erinnerungsort am Dachauplatz. Der Oberbürgermeister reagiert verhalten, die Stadtratsfraktionen sind gespalten und die katholische Kirche antwortet nicht.
Ein erster Schritt zu einer potentiellen Massenüberwachung oder ein notwendiges Mittel, um der Bundespolizei ihre Arbeit zu erleichtern? Änderungen beim Bundespolizeigesetz sorgen für Kritik bei Bürgerrechtlern. Peter Aumer (CSU) und Carolin Wagner (SPD) haben zugestimmt und verteidigen das neue Gesetz.
Das Experiment ist vorbei: die Partnerschaft zwischen Caritas und Landkreis am Krankenhaus Kelheim wird nach vier Jahren beendet. Profitiert hat davon wohl nur eine Beratungsfirma.
Mit 488 Bildern des Regensburger Fotografen Herbert Baumgärtner dokumentiert der Bildband „WAA NIE!“ den Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.
Die Gewerkschaft ver.di moniert die niedrige Vergütung beim Werkhof Regensburg und fordert Tarifverhandlungen. Der Geschäftsführer nennt die Forderungen verwerflich. Tarifbezahlung hätte Insolvenz oder Massenentlassungen zur Folge, sagt er.
„Wir sagen Stopp!“ Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser in Stadt und Landkreis, Rettungsdienste und führende Kommunalpolitiker in Regensburg stellen sich gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung. Es soll am Freitag verabschiedet werden.
39,5 Grad Celsius Höchsttemperatur. 13 Tage über 30 Grad. 9 Tage über 35 Grad. Zwei Hitzetote. Eine Bilanz von Polizei, Feuerwehr, Krankenhäusern und der Stadt Regensburg.
Ein Wechsel von der R-KOM zur Telekom legte bei einem 82-Jährigen Internet und Telefon lahm. Der existierende Glasfaseranschluss funktioniert bis mindestens Ende September nicht mehr – wegen verschiedener Steckersysteme, sagt ein R-KOM-Sprecher.
Ein Notausgang war Grundvoraussetzung, um den Gastronomiebetrieb im Fischgässl 4 überhaupt zu genehmigen. Brandschutz. Jetzt hat ein Bauherr ihn ohne Ankündigung mit einem Treppenturm zugestellt – entgegen geltender Vorschriften. Das Bauordnungsamt sieht das nicht so eng.
Das Restaurant Mesopotamia kämpft ums Überleben. Die Dauerbaustelle am Weinmarkt und eine kürzlich umgesetzte Vollsperrung für Fußgänger haben für massive Umsatzeinbrüche gesorgt. Ohne ein Entgenkommen der Stadt Regensburg droht die Insolvenz.
Deutliches Urteil am Arbeitsgericht Regensburg: Das Universitätsklinikum muss eine Leitende Oberärztin weiterbeschäftigen. Man hatte schwere Geschütze aufgefahren, um die Spitzenmedizinerin loszuwerden. Doch beweisen konnte das UKR den vorgeblichen Arbeitszeitbetrug nicht.
Am Regensburger Hauptbahnhof verenden Tauben in defekten Schutznetzen – die Stadt prüft, die Bahn verspricht Kontrollen und die Koalition plant Lösungen.
Auf Druck von Wissenschaftsminister Markus Blume lud der UKR-Vorstand am Donnerstag zur Pressekonferenz. Thema: die geplanten Stellenstreichungen. Vieles bleibt vage. Ein Sanierungsplan scheint noch ganz am Anfang zu stehen.
Bei einer Veranstaltung der Scientists for Future Regensburg Mitte Juni drehte sich alles um die Wärmewende. Die renommierten Experten Dr. Norwin von Malm und Dipl.-Ing. Franz Waldmann präsentierten die teils erschreckenden wissenschaftlichen Fakten, aber auch die existierenden Lösungsansätze. In der folgenden Diskussion mit weiteren Experten stellten sich auch die Stadt Regensburg und die REWAG den Fragen des Publikums, wobei sich Wissenschaftler, Vertreter der Stadt und Bürgerinnen überraschend einig waren.