SOZIALES SCHAUFENSTER

Jahninsel und Grieser Spitz

„Kein Sündenbock für städtische Versäumnisse.”

Fünf Parteijugenden haben am Dienstagnachmittag der Oberbürgermeisterin eine Petition mit über 2.300 Unterschriften übergeben. Es geht wieder einmal um Jahninsel und Grieser Spitz. Um das Betretungs- und Musikverbot, bei dem sich Stadt und Jugendorganisationen unversöhnlich gegenüberstehen.

Die Jugendvertreterinnen und -vertreter überreichen der Oberbürgermeisterin 2.300 Unterschriften. Foto: om

„Öffentlicher Raum für Alle: Betretungs- und Musikverbot aufheben“. So lautet der Titel einer Petition von fünf Regensburger Jugendorganisationen. Grüne Jugend, Jusos, Junge Ökologen, Julis und Linksjugend solid haben am Dienstag Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer vor dem Alten Rathaus über 2.300 Unterschriften übergeben. Bis Oktober kann sie noch gezeichnet werden. Die Unterzeichnenden fordern die Rücknahme des nächtlichen Betretungsverbots auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz sowie die Aufhebung des Boombox-Verbots in Parks.

Betretungsverbot – nachvollziehbare Reaktion?

Beides wurde Ende August 2020 vom Ferienausschuss des Stadtrats im Rahmen einer Änderung der Grünanlagensatzung beschlossen. Während das Verbot des Abspielens „elektronisch verstärkter Musik“ (Boomboxen) in allen 139 städtischen Grünanlagen jederzeit und dauerhaft gilt, ist das Betreten von Jahninsel und Grieser Spitz in den Monaten April bis Oktober von 23 bis 6 Uhr verboten. Diese Regelung ist bis Ende Oktober 2021 befristet.

Die Frist betont bei der Übergabe auch Maltz-Schwarzfischer. Wie es in der nächsten „Saison“ weitergeht, wolle sie mit Jugendvertreterinnen und -vertretern wie dem Jugendbeirat oder dem Stadtjugendring besprechen. Junge Menschen hätten „unter den Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders gelitten,“ so die Oberbürgermeisterin. Das Betretungsverbot sei allerdings zum damaligen Zeitpunkt eine Reaktion gewesen, „die auch nachvollziehbar sein kann,“ wenn man sich damit beschäftige, welche Situation es bereits vor Corona an den besagten Orten gegeben habe.

“Reaktion kann nachvollziehbar sein,” findet Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Foto: om

Boeckh fürchtet Gewaltexzesse und tätliche Übergriffe

In einem aktuellen Beitrag bei Regensburg Haber schildert Maltz-Schwarzfischers Rechtsreferent Dr. Walter Boeckh diese Situation genauer – oder entwirft vielmehr ein Horrorszenario. Von dröhnenden Boom-Boxen, „die Wände zum Erzittern bringen“ ist die Rede. Von Müll, Glasscherben und Uringestank. „Weggeworfene Spritzen“ würden kleine Kinder gefährden, ist sich Boeckh sicher. „Noch war und ist die Lage in Regensburg nicht eskaliert wie in vielen anderen Städten. Noch kam es nicht zu Gewaltexzessen und tätlichen Übergriffen. Aber so lange wollte und konnte die Stadt nicht warten!“, so der Rechtsreferent.

Zwar betont Boeckh ausdrücklich auch den angeblich „durch die Maßnahme geleistete[n] Beitrag zum Infektionsschutz,“ doch lässt er durchblicken, dass er das Betretungsverbot gerne auch länger hätte. Dieses sei nämlich „zunächst“ befristet. Eine mögliche Entfristung – welche auch die Jugendorganisationen fürchten – wird sicherlich nicht an Boeckh scheitern.

„Wir spielen nicht den Sündenbock für städtische Versäumnisse“

Die Parteijugenden – mit Jusos und Julis sind darunter auch zwei von Koalitionsparteien – fordern hingegen eine sofortige Aufhebung des Betretungsverbots. Man wolle damit nicht bis Oktober warten, so Juso-Chef Bastian Käsbauer bei der Übergabe der Unterschriften. Die Geschäftsführerin der Grünen Jugend, Franziska Pletl, wünscht eine umgehende Behandlung der Petition im Stadtrat. Das Betretungsverbot sei eine „völlig überzogene“ Reaktion.

Für Franziksa Pletl ist das Betretungsverbot eine “völlig überzogene” Reaktion. Foto: om

„Wir lassen uns nicht verdrängen und wir spielen nicht den Sündenbock für die Versäumnisse der Stadt, ausreichend Mülleimer sowie saubere und kostenlose Toiletten auf Jahninsel und Grieser Spitz zu installieren,“ so Pletl. Die im Sommer vergangenen Jahres versprochene Suche nach alternativen Flächen hätte nur ein Ergebnis gebracht: „Dass es keine Alternativen gibt“. Wie erwartet, würden sich nun die Leute, die nachts von Jahninsel und Grieser Spitz weggeschickt werden, an anderen Orten in der Altstadt treffen. Weniger Arbeit für den Ordnungsservice gebe es dadurch also auch nicht. Im Sinne des Infektionsschutzes sei das auch nicht. Das Verbot sei „mit Ansage gescheitert“.

Aufhebung des Verbots wird im Stadtrat regelmäßig gefordert

Maltz-Schwarzfischer entgegnet, dass sich die Stadt bemüht habe attraktive Ausweichflächen mit entsprechender Infrastruktur (Beleuchtung, Müllentsorgung, Toiletten oder Anbindung) zu finden, dies in einer dicht besiedelten Stadt aber sehr schwierig sei – und es auch darum gehen müsse, die Nachtruhe von Anwohnerinnen und Anwohnern zu wahren. Sie verweist darauf, dass man sich auf Jahninsel und und Grieser Spitz tagsüber weiterhin aufhalten dürfe.

Tobias Emmerling von der Linksjugend solid ergänzt am Schluss der knapp halbstündigen Übergabe, dass die Stadt die ohnehin begrenzten öffentlichen Räume nicht noch zusätzlich begrenzen sollte. Außerdem gehe es nicht ausschließlich um junge Leute. Auch andere Altersgruppen würden sich auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz treffen.

Seit das Verbot in Kraft ist, gab es im Stadtrat und in den zuständigen Ausschüssen bereits mehrere Versuche es wieder zu kippen. So stellten etwa die Brücke und zuletzt die Grünen-Fraktion entsprechende Anträge oder versuchten die Abschaffung in andere Punkte hineinzuverhandeln. Bislang erfolglos. Maltz-Schwarzfischer verspricht aber, dass die Petition bald wieder auf der Tagesordnung stehen werde.

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Kommentare (37)

  • Mr. T.

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    Vollkommen angemessen und nachvollziehbar die Position der jungen Regensburger Bürger. Das Verbot der elektronisch verstärkten Musik können Sie ab Zehn oder Elf ja noch als Verhandlungsmasse aufheben. Wäre mal interessant, wenn sich eine Handboll guter Anwälte dem völlig überzogenen Betretungsverbot annehmen würden.
    Für den Schutz der Anwohner würden die bereits geltenden Gesetze ohnehin ausreichen – wenn man nicht zu unfähig wäre, diese auch durchzusetzen.

  • Piedro

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    „die auch nachvollziehbar sein kann,“
    Die Oberbürgermeisternde ist echt Weltklasse darin zu kommunizieren was alles sein kann oder sein könnte.

    „durch die Maßnahme geleistete[n] Beitrag zum Infektionsschutz,“
    Da hat er wieder nen Boeckh geschossen. Die Infektionsgefahr im Freien ist weit geringer als in der “geregelten Gastronomie”, in die er sich die feiernde “Jugend” mit rechtswidrigem Verbot verbringen wollte. Auch konnten sich die Anwesenden leichter verteilen als an den derzeitigen Hotspots. Aber so ist das halt wenn der Horizont da endet wo Verbote nicht erlassen werden können/dürfen.

    “…dass sich die Stadt bemüht habe attraktive Ausweichflächen mit entsprechender Infrastruktur (Beleuchtung, Müllentsorgung, Toiletten oder Anbindung) zu finden…”
    Sehr lustig. Haben sie keine Plätze gefunden, wo schon Toiletten und Mistkübel zur Verfügung stehen. Ja, das dürfte wirklich schwer zu finden sein. Also am besten gleich alle Plätze ohne Klos und Mistkübel betretungsverbieten. Oder, vielleicht sagt ihr das mal wer, man könnte beides aufstellen.

    “Sie verweist darauf, dass man sich auf Jahninsel und und Grieser Spitz tagsüber weiterhin aufhalten dürfe.”
    Aha. Kinners, was wollt ihr. Die Mama hat gesagt ihr geht um acht ins Bett. Bis acht dürft ihr ja auf bleiben, also freut euch gefälligst, die Mama meint es ja nur gut.

    “Auch andere Altersgruppen würden sich auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz treffen.”
    Pssst! Ist das nicht geheim?

    “Maltz-Schwarzfischer verspricht aber, dass die Petition bald wieder auf der Tagesordnung stehen werde.”
    Wie putzig. Die Stadtratenden dürfen sich besprechen, ehe die Graue Tristesse den Antrag ablehnt. Naja, immerhin.

    Dass die Oberbürgermeisternde sich nicht die Finger an dem gerahmten Plakat verbrennt wundert mich irgendwie. Nun, die Jungbürger werden schon wissen wen sie bei der nächsten Ausschreibung auf keinen Fall wählen werden. Dazu jene, die vom Demokratieverständnis, den Fehlern und der Dummschwafelei der Koalitionäre die Nase voll haben, da könnte was zusammen kommen. Frei nach Frau Maltz-Schwarzfischer: Dann kann sich was geändert haben.

  • R.G.

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    @Oberbürgermeisterin
    ” Von Müll, Glasscherben und Uringestank. „Weggeworfene Spritzen“ würden kleine Kinder gefährden .”

    Sehen, sie sich die Jugendlichen auf den Bildern an, meinen Sie, sie sind verantwortlich zu machen für jedermanns Müll, Glasscherben und Uringestank?
    Was liebe Oberbürgermeisterin, plant man in eine Wohnung, damit nicht in die Ecke gewieselt werden muss?
    Richtig, gewonnen! Eine Toilette!
    : )

    Plant man die Toilette weiter weg, beim Nachbarn oder vor einem anderen Haus? Nein, gewiss nicht!
    Wie peinlich!

  • Gondrino

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    Diese Stadt ist so furchtbar spießig. Lasst die Jugendlichen doch feiern.

  • Hindemt

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    Die bisherige Politik der Koalition wirkt wie ein Konjunkturprogramm zur Revitalisierung der demokratischen Jugendinitiativen. Freuen kann ich mich nur eingeschränkt darüber, weil ich nicht glaube dass das beabsichtigt war. Lasst die Jugend endlich mit an die Wahlurne, erst dann wird die Politik Ihre Anliegen angemessen berücksichtigen.

  • Regensburmese

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    Je länger die Hunde im Zwinger sind, desto wilder werden sie loslaufen…
    btw: ich mag Hunde.

  • Piedro

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    @RG
    “Was liebe Oberbürgermeisterin, plant man…”
    Ihr hat vermutlich noch keiner gesagt, dass man Toiletten planen und baue, sogar mieten oder kaufen und aufstellen kann. Sie glaubte wohl die würden irgendwo am Stadtrand wachsen, aber man hat vergeblich nach solchen Orten gesucht; auch Mistkübel sind da keine gewachsen, die “entsprechende Infrastruktur” war unauffindbar. Als nächstes graben sie wohl wo eine Schüssel ein und starten eine Studie, ob ein Häusl draus gewachsen ist.

  • Winfried

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    Die jungen Leute sollen sich mal auf den Hosenboden setzen und ihre Lernrückstände aufholen. Für Ramba Zamba bleibt später immer noch Zeit.

  • R.G.

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    Macht mit Alt und Jung eine Nachttopfdemo.
    Geht auf überallhin mit Nachttopf und mit Mistsack.
    Irgendwer muss ja an die wichtigen Dinge denken, wenn es die Politik nicht tut.

    Wie früher im Salzburger Pinzgau bei den Hochzeiten, esst beim nächsten Fest in klarer Hühnersuppe (oder dem Veggie-Äquivalent) gebrühte braune Wurst, serviert im Emaille Nachttopf.-.

  • Hutzelwutzel

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    Ihr bekommt doch jetzt einen (weiteren? Lol) Nobelgastronomen in die Babostrasse. Also möchte Regensburg zum edlen RatisBONA werden. Da passen Jugendliche die fröhlich feiern nicht so ganz “rein”. Vorschlag meinerseits: Alles Einhausen was nicht gesehen werden soll, oder die normale Bevölkerung “in den Untergrund” verbannen. :-)

  • Hutzelwutzel

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    Zusatz: War doch klar, dass nach dieser Immobilien-Klitsche, die über einige Jahre “aufgearbeitet” wurde (Immer wenn ich daran denken muss, kann ich vor Lachen nicht mehr! :-) die Nobilisierung kommt.

  • Madame

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    Junge Leute alte Leute immer dieses jammern. Wenn diese platze Jahn Insel und grieser spitz nicht immer so vermüllt und von exkrementen hinterlassen würden, könnten auch die Anwohner ein Auge zudrücken. Schließlich ist auch jedes Jahr dult. Es wurden die oben genannten Plätze gesperrt, weil der Alkohol überhand nahm. Es ging eben an den städtische Plätzen weiter. Polizeieinsätze waren die folge. Alkohol enthemmt .

  • H. Müller

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    Es ist schlimm, wie die graue Koalition aus SPD, CSU, FDP und FW hier unter dem Vorwand eines Infektionsschutzes die Freiheit im öffentlichen Raum beschränkt, und unverhohlen restriktive Ordnungspolitische Maßnahmen durchsetzt.

    Mit diesem Missbrauch zerstört man auch die Zustimmung der jungen Menschen zur Pandemiebekämpfung, zumal diese Gruppe, die zum Schutz der älteren (wie ist eigentlich das Durchschnittsalter der grauen Koalitionäre?) auf soviel verzichtet hat.
    Zum Dank werden sie jetzt gezwungen, woanders zusammenzukommen, wo es dann enger und gefährlicher ist oder auch mehr Geld kostet.

    Gleichzeitig werden andere städtische Grünanlagen zum Gewinn einzelner Wirte in Biergärten umgewidmet, wo die Menschen dann noch enger beieinander sitzen und die Bepflanzung dauerhaft beschädigt wird.

    Und natürlich ist irgendwann dann wieder Dult (Veranstalter: Stadt Regensburg, 35 Tage/Jahr), und wenn die Horden von besoffenen Idioten aus ganz Ostbayern grölend durch die urinbenetzte Gegend ziehen, wird man wieder sehen, wie wichtig unserer Stadt die Einhaltung von Ordnung, Sauberkeit und der Schutz der Anwohner vor Lärm wirklich sind.

  • Mathilde Vietze

    |

    Da müssen die 99 % der anständigen jungen Leute für das eine Prozent
    Saubären und Krawallbrüder büßen. Wir haben früher auch nicht mit
    Kamillentee gefeiert, aber wir haben nicht randaliert und wir haben
    keinen Dreck hinterlassen.

  • reinhauser

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    Folgt man den ganzen Lärmlogiken, sollte man auch etwas gegen die lautstark auftretenden Grundschüler in Reinhausen unternehmen. Diese nerven bei geöffneten Fenstern nämlich gewaltig, wenn zweimal am Tag die Karawanen vorbeiziehen und ich mich dadurch in meinem Heimbüro stark beeinträchtigt fühle. ;-)

    Mir ist unerklärlich, warum und woher diese “Anti-Jugend-Lobby” kommt und wieso diese auch noch derart starke Vertretung durch den Stadtrat bekommt. Dass es in einer großen Stadt und dort vor allem in der Innenstadt abends und nachts laut werden kann, muss doch jedem aktuellen oder potentiell zukünftigen Bewohner klar sein.

    Abgesehen davon hat es auch schon viele, viele Jahre funktioniert. Nur gibt es wohl seit geraumer Zeit einen Schwund des Bindfadens zwischen den Ohren.

  • Piedro

    |

    @Mathilde Vietze
    Bravo, sie haben es auf den Punkt gebracht!
    Weil 1% der Betroffenen nicht zielführend zur Ordnung gerufen wurden, hält man die Sippenhaft für Betroffene nebst Anwohnern und nicht Betroffenen, weil nicht feiernden, sondern lediglich spazierenden Bürgern, für angebracht. Die sollen büßen, weil das Einrichten von Bedürfnisanstalten und Mistkübeln die Stadt ebenso überfordert wie das Durchsetzen ordnungspolitischer Regeln. Wenn sich ein Teil der Betroffenen nicht damit begnügt, die Buße still und nicht-öffentlich zu erdulden, wird die Buß- und Verbotszone ausgedehnt.

    Das allein ist schon fragwürdig, aber sich dafür des Infektionsschutzes zu bedienen ist bestenfalls lächerlich. Das scheint, als käme die Pandemie der Stadt gerade recht um Tatkraft vorzutäuschen, nicht im Sinne des Infektionsschutzes, wohl aber im Sinne von Un-Recht und Ordnung, Sauberkeit und Ruhe.

    Da tut man Deckel auf den Topf, um den Druck zu verringern, und bezeichnet das auch noch als vernünftig.

  • Hutzelwutzel

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    @Madame

    Verständlich, aber wo sich (junge) Leute in Menge rumtreiben sieht es eben immer so aus. Dafür haben Kommunen Bauhöfe, und die wiederum genügend Zeit um so was weg zu räumen. Macht sich auch bei Touristen gut wenn man in einer Stadt sieht, dass die städtischen Bediensteten nicht nur motorisiert unterwegs sind, sondern die Stadt sauber halten. Dafür bekommen die ihr Geld, und aus Jugendlichen werden irgendwann einmal Erwachsene, an denen es liegt ob Personal in sehr oft unnötiger Zahl weiterhin vorgehalten werden muss.

  • Hutzelwutzel

    |

    @Mathilde Vietze:

    Na ja, so korrekt ist das noch nie zugegangen. Aber es wurde von städtischer Seite mehr Wert auf Sauberkeit gelegt. Dass die Jugend heute leichter zu Krawallen neigt, verdanken wir nicht gering der “Law and Order”-Mentalität der Bayerischen Staatsregierung. Selbst nicht alles in Ordnung haben, aber gegenüber Bürger/innen dies durchsetzen wollen. Erinnert an sehr vergangene Zeiten, im von Regensburg so hoch gelobten Mittelalter.

    Nein, Bürger/innen müssen sich nicht wohl verhalten, um nach außen zu zeigen, dass die Regierenden deren Arbeit korrekt machen. Die “Regierenden” sind – um einmal einen ehem. Verfassungsrichter zu zitieren – “die Angestellten der Bürger/innen”. Scheinen einige Leute in Bayern immer wieder zu vergessen. Hoffentlich fällt es diesen Leuten – trotz demnächst im BTag durchgewunkener Gesetzesverschärfungen nicht doch noch irgendwann einmal “auf die Füsse”.

  • Robert Fischer ÖDP

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    Ich denke, viele Dinge kann man auch politisch ohne Verbote lösen, wenn Vernunft nicht klappt. Nicht immer kommunal, aber bis auf Herrn Janele hocken die selben Parteien ja auch im Bundestag, teilweise mit bestem Draht dahin.

    Eine Abgabe für Einwegprodukte einführen, mit der die Stadtreinigungen finanziell besser ausgestattet und Mehrweglösungen quersubventioniert werden. Dann leiden zwar auch alle, die Einwegprodukte kaufen und sie daheim entsorgen unter gestiegenen Kosten. Bis jetzt trägt sie aber die komplette Allgemeinheit, selbst wenn ich nie Einwegprodukte kaufe. Das ist ein bisschen fairer und erhöht die Attraktivität einmal kreativ zu werden in Sachen Mehrwegverpackungen. Ohne Not passiert ja nichts und der Markt regelt offensichtlich auch nicht.

    Pfand auf Mehrweg-Glasflaschen erhöhen. Dagegen wehren sich die vier Großbrauereien und die restlichen tausenden Brauereien fordern es schon ewig und drei Tage. 8 Cent ist einfach kein Wert, für 25 Cent für eine Glasflasche bringt man sie auch eher wieder zurück. Ist auch für Brauereien gut, weil die unter notorischem Flaschenmangel im Sommer leiden, weil der Druck nicht groß genug ist, die zügig zurückzubringen.

    Mehr öffentliche Toiletten, vielleicht auch sparsame Bio-Toiletten über den Sommer, im Winter braucht man die ja nicht. Dann muss man auch keine 6-Stelligen-Summen in den Haushalt einstellen… https://oeklo.at/ wäre evtl. ein Anbieter. Aber kein Geld ist in Regensburg ja meist eh ein Strohmann-Argument.

    Wieso gibt es zum Beispiel keine Disco-Wiese, bei der Disco-Betreibende fair aufgeteilte Slots buchen können? Man kann da ja auch Bereiche abstecken, in denen man immer nur mit seiner Peer-Group feiern darf. Soweit ich mich erinnere gab es da ein erfolgreiches Experiment in den Niederlanden. Man hätte es auch wissenschaftlich begleiten können, denn uns fehlen immer noch Daten über die Ausbreitung dieses Virus. Dieses Strandkorb-Ding ist ja schön und gut, haut doch aber keinen unter 30 von den Socken.

    Wenn es wirklich um den Lärmschutz geht, dann bitte auch das Autofahren um 22:00 Uhr einstellen.

    Generell sollte man doch froh sein, dass die Stadt so attraktiv ist, dass wir diese Art von Probleme haben. Ich komme ursprünglich aus Amberg, da hat man während der Kirwa-Zeit der Hund gfreckt in der Altstadt. Und mich deucht, genau deshalb zieht man auch zentral in eine Stadt, weil man nur aus der Haustür fallen muss, um was zu erleben …

  • Charlotte

    |

    Ich wünsche mir nur eines:

    dass endlich alle verstehen und akzeptieren, dass alle Menschen – auch kranke Menschen, Kinder, Familien, ältere Mitbürger, die arbeitende Bevölkerung, die um sechs Uhr morgens zum Dienst muss, oder auch Studierende ein Recht auf Nachtruhe und Sicherheit auch im Sommer in Innenstädten erhalten. Ein selbstverständliches Grundrecht meine ich, dass auch von politisch arbeitenden Jugendorganisationen selbstverständlich vertreten werden sollte. Dass es nicht nur um fehlende Mülleimer oder Toiletten geht, sollte jedem klar sein. Es geht eben nicht nur um die Pandemie–gestresste Jugend oder die jungen Erwachsenen. Alle Menschen leiden darunter, in unterschiedlichster Weise. Dass es eben wenig Verständnis und eine Rücksichtnahme bei einigen bis vielen gibt, sehen wir seid Wochen. Und wenn noch gefordert wird, dass auch nach 23.00 Uhr Lärm produziert werden können soll, bzw. immer Musikboxen und Musikmachen erlaubt sein soll, haben sich die Akteure selbst unglaubhaft gemacht: sie zeigen, dass es ihnen eben Wurst ist, ob Kinder, kranke Menschen, berufstätige Menschen, Studierende oder ältere Menschen in ihren Wohnungen auch mitten in der Stadt und in Wohngebieten schlafen können.

  • R.G.

    |

    Nähert euch dem Thema kreativ, immer aus Sicht eures künftigen Wunschberufs. Stellt das vielleicht in Youtube ein, mein Rat, unbedingt ohne euer Gesicht oder euren Körper zu exponieren.
    Albern, aber immer mit einer ernsten Einleitung, dass der Großteil der Regensburger Bevölkerung mittlerweile ein drückendes Problem hat. Besonders in…

    Titel: DIY. 10 Wege, das Clo-Problem vom Regensburg zu lösen.

    Wer Lehrer werden will, liest sich z.B. in Entwicklungspsychologie (dem Lehrbuch eurer Uni) in die anale Phase ein…
    Zukünftige Werber entwerfen vielleicht ein Wahlplakat. Mir fällt da ein: “Wählt nur Verstopfte mit Kontakten zu Gestopften!”
    Beschreibt das Problem wie…
    zukünftige Architekten
    Vertreter der Radlobby
    Berufene Regisseure
    Künftige Webdesigner
    Trockene Kriminalisten
    etc..

  • R.G.

    |

    @Charlotte meint:
    “Und wenn noch gefordert wird, dass auch nach 23.00 Uhr Lärm produziert werden können soll, bzw. immer Musikboxen und Musikmachen erlaubt sein soll, haben sich die Akteure selbst unglaubhaft gemacht: sie zeigen, dass es ihnen eben Wurst ist, ob Kinder, kranke Menschen, berufstätige Menschen, Studierende oder ältere Menschen in ihren Wohnungen auch mitten in der Stadt und in Wohngebieten schlafen können.”

    Gemach, Charlotte. So pauschal löst man das Problem nicht.
    Richtig ist, es gibt das berechtigte Bedürfnis auf gesunden Schlaf, und das real vorhandene Wünschen nach Zusammensein mit Menschen unter Musikbeschallung. Nachts, vielleicht sogar laut.
    In einer verantwortungsvollen Stadtregierung wird man dann auch schallisolierte Räume anbieten. Gab es früher auch. Im Jugendzentrum, dem kirchlichen Jugendraum, im Gewerkschaftshaus, nicht ganz legal im Bunker aus dem Krieg, in der Scheune (und am nächsten Tag schmeckte die Milch so rockig), usw.

    Einen Teil der Probleme schuf man durch das Bologna Studium, Studentenleben ist nicht mehr, es läuft alles straff und unter großem Leistungsdruck ab, Vergnügen muss schnell genossen werden, abends, nach dem Lernmarathon…

  • Piedro

    |

    @Charlotte
    “…ein Recht auf Nachtruhe und Sicherheit auch im Sommer in Innenstädten erhalten.”
    Dieses Recht ist niedergeschrieben, gültiges Recht. Dieses Recht durchzusetzen ist Pflicht der Ordnungsbehörden. Ein Betretungsverbot ist nichts anderes als die vermeintlich einfachste Methode diese Pflicht nicht erfüllen zu müssen. Weitere Verbote resultieren dann aus dem Unwillen oder der Unfähigkeit, dieses Recht an anderer Stelle, wo sich die Vertriebenen nebst anderen einfinden, durchzusetzen. Also bitte, was wollen Sie mitteilen, Frau Charlotte? Das Verbot von Ruhestörung reicht nicht um Ruhestörung zu verbieten?

    “Dass es nicht nur um fehlende Mülleimer oder Toiletten geht, sollte jedem klar sein.”
    Ja, selbst ihnen. Aber das ist die wesentliche Argumentation des Herrn Boeckh, und die Oberbürgermeisternde machte sich zwecks Problemlösung auf die Suche nach Häuseln und Mistkübeln. Also, was wollen Sie mitteilen, Frau Charlotte?
    “Es geht eben nicht nur um die Pandemie–gestresste Jugend oder die jungen Erwachsenen.”
    Völlig richtig, das Betretungsverbot richtet sich gegen alle Bewohner und Besucher.
    “Dass es eben wenig Verständnis und eine Rücksichtnahme bei einigen bis vielen gibt, sehen wir seid Wochen.”
    Wenn ich das richtig verstanden habe sogar seit Jahren. Das steht auch so im Artikel. Haben Sie den eigentlich gelesen, Frau Charlotte?
    “Und wenn noch gefordert wird, dass auch nach 23.00 Uhr Lärm produziert werden können soll…”
    Wo haben Sie denn das gelesen, Frau Charlotte? Im Artikel steht nichts von dieser vermeintlichen Forderung. Aber ohne die zu erwähnen könnten Sie den hier erwähnten Petitanten ja nicht unterstellen sie wären derart asozial, dass ihnen selbst die Schwächsten der Mitbürger völlig wurscht wären. Das war doch Ihre Intention, Frau Charlotte, oder nicht?

  • Tobias

    |

    @Reinhausener:

    Ich wusste gar nicht, dass die Schüler von 22 – 6 Uhr unterricht haben, Duzende Pizzaschachlteln und Bluetooth-Bassrollen mithaben… Ach nee, das ist ja auch nicht der Fall! (Na gut, Letzteres vielleicht schon). Also die Vergleiche hier, mit oder ohne Smiley, sind echt manchmal nur noch lächerlich.

    Ich glaube eher, der Grieser Spitz ist so eine Art “Krawallwiese” geworden, einfach nur, weil man jetzt dort wieder dem aus Facebook und Co. bekannten “Blasenbildung” fröhnen kann. Ich meine damit: Da ist ein großes Thema, etwa “Jung gegen Alt”, “Anwohner gegen Lärmkids”, “Bürger gegen böse Stadtregierung”. Und das hat gerade hart fahrt, deshalb muss man jetzt eben mit extra vielen Leuten dort auftauchen und die Lautsprecher extra laut stellen. Vorher hat man halt wegen des Umweltschutz rumkrakeelt und Straßen blockiert, jetzt will man eine Fläche einnehmen (was irgendwie konträr zu dem “für Alle” steht). Hat man diese bekommen, ist es halt, keine Ahnung welcher Shitstorm als nächstes zum Austoben gilt – vielleicht ein Autobahnbau oder “unbezahlbarer” Wohnraum im Dörnberg?

    Vor 3 Wochen war ich auch am Spitz. Bzw. an einem der Bänke bei der Brücke, und habe den Leuten beim Ins-Wasser-Springen zugesehen (und dabei jede Menge von diesen Flocken von den Bäumen ins Gesicht bekommen). Während dieser ca. 10 Minuten waren 9 Jugendliche zum Spitz an mir vorbei, 2x mit Laustprechern und insgesamt 4x Sekt- und ein Sixpack Corona-Bier. Klar, die wollen dort chillig sitzen und schalten die mitgebrachte JBL-Box dann ab, die sie extra mitgebracht haben… Und das an einem Dienstagnachmittag. Wie es zu den ausgemachten “Feierzeiten” zugeht, kann ich mir nur erahnen….

  • Charlotte

    |

    @Pietro

    Ich erspare mir eine Antwort im Detail. Ihr Kommentar zeigt ja eindrucksvoll, dass sie verzweifelt versuchen, noch irgendein Argument finden und meinen, viel Text reicht.

  • Burgweintinger

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    @ Charlotte
    Ihr letzter Kommentar zeigt, dass Sie wirklich sehr behaftet sind.

    Piedro hat mit seiner Antwort auf ihren Kommentar schlicht weg Sie zerlegt…

    … da würde mir auch nix mehr einfallen…

    … noch eins hoffentlich gehen ihre Kinder nie aus und gesllen sich unter Leute…

  • Piedro

    |

    @Charlotte
    Gnädigste, von Verzweiflung bin ich wirklich weit entfernt. Sie selbst verzichten doch auf Argumente und wiederholen bei diesem Thema ständig nur ihre Position: Ruhe muss sein, sauber muss sein, dann ist alles gut und alles andere ist wurscht, wer das nicht versteht ist asozial und man kann gar nicht hart genug durchgreifen um dieses hehre Ziel zu erreichen. Dabei verzichten Sie nachhaltig darauf, auf die Positionen anderer einzugehen, und haben auch kein Problem damit, die Aussagen eines Artikels zu ignorieren oder irgendwelche, vielleicht andernorts aufgeschnappten Forderungen, die tatsächlich nicht vernünftig sind, ins Feld zu führen, um den Disput um das Berichtete ad absurdum zu führen. Daran mögen andere verzweifeln, ich nicht, ich finde das auf seltsame Art unterhaltsam. Ihre Beiträge mögen manchmal kürzer sein als meine, aber sie ließen sich leicht noch etwas verkürzen: Recht und Ordnung und Stille sofort! ist doch das einzige Credo, das Sie vermitteln. Sie halten dem Gegenwind nicht stand, also gefallen Sie sich in der Position der Überlegenen, der ein Disput zu dumm geworden ist. Sehr durchschaubar, und durchaus unterhaltsam. Vielleicht bewerben Sie sich mal als Bürgermeisternde, die Grundvoraussetzung scheint gegeben zu sein.
    (Ach ja, bitte, Piedro mit butterweichem d in der Mitte, das klingt doch viel besser, auch gelesen.)

  • Jonas Wihr

    |

    Solche Probleme möchte ich auch mal haben: Kein öffentlicher vom Steuerzahler finanzierter Platz zum Krachmachen, Fummeln, Saufen, Beschallen, Lärmen, Grölen, Pissen, Beer-Pong-Spielen etc. Das ist ja schrecklich! Verstehe, dass das frustrierend ist. Gravierende Probleme kann man sich gar nicht vorstellen. Wie kann man der armen, in ihrer persönlichen Entwicklung beschränkten Jugend nur helfen? Hinweis an die Petitionsübergeber*innen noch zur gendergerechten Formulierung: Das heißt jetzt “Sündenziege”.

  • Mr. T.

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    Kommentar gelöscht. Bitte nicht persönlich werden.

  • R.G.

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    Gegensätze wie jetzt in Regensburg, dass Bedürfnisse wie die Charlottes und die der Jugendlichen und nächtlich Lebenszugewandteren unter den Erwachsenen, gegeneinander ausgespielt werden, erlebt man gelegentlich in dysfunktional gewordenen Familien.
    Irgendwann haut jemand schließlich autoritär auf den Tisch, die Stimme wird erhoben, der berühmte Satz, solange du die Füße unter meinen Tisch hältst, hast du zu gehorchen, wird gelebt.

    Eine schier nicht aufzuhaltende Entfremdung, deren Konsequenz die traurigste Trennung erzeugt, eine aller Familienmitglieder von ihrem herzlicheren Ich. Die Zeit, wo jeder noch ehrlich über seine Wünsche gesprochen und die der so sehr Anderen gehört hätte, ist dann vorbei.

    Wie fühlt es sich in Regensburg inzwischen an? Es ist eine menschlich wie akustisch harte Stadt geworden, mit scharfen Kanten, schmalen Schluchten, Haus eng an Haus, und weil es billiger als Gartenpflege ist, höchstens einem Wasserbecken oder versiegelten Flächen vor den Gebäuden. Die Wäsche hängt längst nicht mehr draußen aufgespannt, seltenst wächst wo Efeu oder wilder Wein.
    Man kann Stadt wahrlich schallschluckender gestalten, die Politik könnte es sehr wohl durch Förderung von exzessiver Begrünung von Dächern, Innenhöfen und Hauswänden, und Anlegen von Lauben. Das würde nebenbei in heißen Sommern auch um einige Grad abkühlen, und nicht jeder menschliche Lärm würfe sich in Echos zu den Schlafbedürftigen in die Zimmer. Aber man tut es nicht, weil man das Problem mehr liebt als die Lösung, und Durchregieren besser gefällt, als Leiten.

    Dem was in lärmverletzten, oft älteren Menschen nachhallt, sollte in Gesprächen Gehör geschenkt werden. Manchmal, wenn sich die Empfindlichkeit vervielfacht hat, ist dringend ein Hörgerät fällig, denn beginnende Schwerhörigkeit geht häufig mit einer Überwahrnehmung bestimmter Töne einher. Nicht zuletzt kann jemand auch unter Panik oder Herzrasen erzeugender Überempfindlichkeit leiden, Hyperakusis, absolut kein Nervenproblem und noch weniger Bosheit, sondern vom Ohrenarzt gut behandelbar.

    Die gleiche Aufmerksamkeit haben unsere Jugendlichen verdient. Wo sind sie überhaupt noch erwünscht? Wer hilft ihnen, sich unter gemäßigter Aufsicht zu verträglichen Erwachsenen zu entwickeln? Was aus einem werden kann, wenn in dieser Phase des Erlernens von sozialverträglichem Gruppenverhalten etwas verabsäumt wird, macht so mancher fuchtsteufelswilde oder auch verstörend egozentrisch anmutende Entscheider in der Politik vor.
    Dürfen junge Leute, wie unsere Urgroßeltern bis Eltern, überhaupt noch Lebensfreude in der Gemeinschaft erleben? Früher, ja da ging man durch den Wald wandern, badete und sonnte sich nackt, tags wie nachts packte jemand die Quetschharmonika, das Schifferklavier aus, gleich spielte jemand auf der Gitarre dazu. Man hat es vergessen oder verschweigt es bewusst.

    Müssen Boomboxen im Parks sein? Nein gar nicht, wenn es andere Orte gibt, wo Musik sein darf. Müssen sich alle in der Stadt versammeln? Ja, wo dürfen sie sich überhaupt noch treffen? Praktisch nirgends.
    Jedem seine Bedürfnisse.
    Liebesfähige Eltern, verantwortungsbewusste und von Menschlichkeit getragene Politiker, sind bemüht, in der Familie, in der Stadt, eine menschlich warme Atmosphäre zu erschaffen, wo eines jeden legale Bedürfnisse Raum erhalten.
    Das Ziel vor Augen,hilft man den Anvertrauten, stufen- und schrittweise Verständnis füreinander zu entwickeln und lebendige Orte zu schaffen.

  • Rezensent 3692

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    Das wird jetzt sowieso alles besser, die Boombox 2 gibt’s auch in Camouflage, da ist sie nicht mehr so auffällig.

    Außerdem: “Die JBL Boombox 2 ist wasserdicht gemäß Klasse IPX7, das bedeutet sorgloses Outdoor-​Entertainment bis zu 1 Meter Wassertiefe.” Vielleicht lässt sich da ja was machen…

  • Dugout

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    @Jonas Wihr
    Sie scheinen sich ja gut auszukennen was da so abläuft auf öffentlichen Plätzen, die wie der Name schon sagt “öffentlich” sind. Anscheinend sind sie einer der Problem-Anwohner die mehr und mehr übergriffig werden und öffentlichen Raum vereinnahmen.
    Sagen wir es mal ganz deutlich:” fummeln, saufen,beschallen, beer bong Spiele, und auch “etc” geht sie schonmal einen Scheissdreck an. Muss man so deutlich sagen.
    Bleibt noch : Krachmachen, Lärmen, Grölen, Pissen.
    Wenn sie der Ansicht sind, es passiert da etwas unrechtmässiges, rufen sie die Polizei.
    Oder das Ordnungsamt. Die sind nämlich dafür zuständig.
    Alles klar, Herr Kommissar?

  • Dugout

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    @Jonas Wihr
    Noch ein Tipp von Opa zu Opa.
    Diese lauen Genderwitzchen kommen nicht wirklich cool rüber.
    Man entgendert korrekt nach Phettberg: “das Sündentiery”

  • Bruckmandlsepp

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    Irgendwie bezeichnend, wenn man bei jungen Feiernden (oder auch bei den Saubären) gleich von “weggeworfenen Spritzen” und dergleichen spricht..
    Bin zwar froh, dass ich aus dem Alter raus bin, aber eine vernünftige Diskussionsgrundlage seh ich bei der grauen Eminenz keine.
    Habe die Ehre..

  • R.G.

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    @Bruckmandlsepp
    “Irgendwie bezeichnend, wenn man bei jungen Feiernden (oder auch bei den Saubären) gleich von “weggeworfenen Spritzen” und dergleichen spricht..”

    Wenn die Politik die Aufenthaltsmöglichkeiten so sehr einschränkt, dass sich alle an wenigen Orten zusammendrängen müssen, kann man die Unterschiedlichkeit der Jugendlichen nicht mehr wahrnehmen.

  • Chenkover

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    Absolut unverständlich ist, dass immer wieder die Anwohner Am Gries “die Bösen” sein sollen. Diese waren und sind gegenüber den Jugendlichen immer zuvorkommend und freundlich, haben aber immer mehr damit zu kämpfen, dass dieses freundliche Verhalten vermutlich als Schwäche ausgelegt wird und zur Folge hat, Anwohner zu beleidigen. Nehmen wir mal den gestrigen Freitag Abend. Mehrere sehr alkoholisierte Jugendliche beleidigten spät Abends am Grieser Spitz Anwohner, die nur Spazieren gegangen sind, als Penner und noch mehr Ausdrücken, die ich hier nicht wiederholen möchte. Boomboxen kamen ebenso zum Einsatz. Dies hatte zur Folge, dass wiederum der Grieser Spitz geräumt werden musste. Es hat doch nun wirklich keiner was dagegen, wenn friedlich gefeiert wird, und dies in einem normalen Rahmen geschieht. Das gestrige Verhalten kann nun wirklich keiner mehr nachvollziehen, es waren auch keine Einzelfälle, aus der Gruppe heraus.

    Warum sollen Anwohner sich stetig und grundlos durch alkoholisierte Jugendliche beleidigen lassen müssen, um dann sich von Dritten sagen zu lassen, man könne diese Vorgänge doch der Polizei, bzw. dem Kommunalen Ordnungsservice melden, damit dann reagiert wird. Zur Erinnerung, keiner der Anwohner hat die Jugendlichen beim Partymachen angesprochen, sie wollten nur spazieren gehen und wurden dann ohne Grund beleidigt. Von den eingesetzten Boomboxen rede ich mal gar nicht. Hier fehlt einfach der Respekt der Jugendlichen, der ihnen aber bislang von Anwohnern entgegengebracht wird. Mir wäre es in dem Alter im Leben nicht eingefallen, Erwachsene zu duzen und zu beleidigen. Auch wenn man es nicht gerne hört, letzten Sommer wurde dort am hellichten Tag an Kinder und Jugendliche Drogen verkauft, und zwar von Jugendlichen. Die Polizei hat bei Kontrollen entsprechende Funde bestätigt. Spritzen lagen im Gras und vermehrt auch im Sand des Kinderspielplatzes. Vermutlich löse ich nun wieder einen Shitstorm gegen die Anwohner aus.

  • Mr. T.

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    Chenkover, der große Teil der Anwohner hier und woanders sind sicher nicht “die Bösen”. Die meisten kommen damit klar und es haben sich hier schon genug in der Art gemeldet. Oft genug werden die Anwohner und andere wenig spezifizierte Bevölkerungsgruppen diffus von irgendwelchen antiweltlichen Querulanten vorgeschoben und misssbraucht, um zu deren Schutz auf sämtliche Auswüchse des Hedonismus eindreschen zu können und für ewiggestrige Law & Order-Politik zu werben. Ich zumindest komme nichta if die Idee, “die Anwohner” für die aktuelle Situation verantwortlich zu machen.
    Natürlich sind die von Ihnen geschilderten Zustände nicht tragbar und dagegen muss vorgegangen werden. Aber eben nicht durch ein Betretungsverbot. Es gibt ja schon genug Eingriffsmöglichkeiten durch die bestehenden Gesetze. Wenn solch tumbe, pauschale Beschränkungen Schule machen, ist dem Irrsinn Tür und Tor geöffnet.
    Man stelle sich vor, Sie, Ich und alle anderen dürfen in Regensburg nicht mehr Radlfahren weil es für Stadt und Polizei so einfacher wäre, etwas gegen die rempelnden, bei Rot über Ampel und in die falsche Richtung fahrenden Kampfradler zu machen.

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drin