SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Grieser Spitz’

Die Debatte um ein Betretungsverbot städtischer Freiflächen offenbart ein generelles Problem der Stadtentwicklung. Denn bisher fehlt ein Gesamtkonzept, um die Stadt nachhaltig und dezentral zu entwickeln. Ein Kommentar.

Die Jahninsel und der Grieser Spitz stellen für viele wichtige konsumfreie Räume dar. Genau die sind in Regensburg Mangelware. Foto: Archiv/bm

Haben Sie es schon mitbekommen? Der Sommer ist da. Am Wetter der vergangenen Wochen ist das ja nicht immer erkennbar gewesen. Aber zum Glück hat Regensburg ein zuverlässiges Indiz dafür: Sobald die alljährliche Debatte um das Verhalten der Stadtjugend auf dem Grieser Spitz und der Jahninsel wieder startet, können Sie sich sicher sein, dass die Sommermonate gekommen sind. Dieses Mal steht sogar ein nächtliches Betretungsverbot zur Debatte und wieder einmal sehen sich alle Seiten nicht wirklich verstanden. Zugegeben, die anhaltende Corona-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft. Tatsächlich geht es in der Debatte aber um viel mehr als Lärm und Müll und wer nun tatsächlich verantwortlich ist.

Demo auf Jahninsel

Betretungsverbot: Protest statt Dialog

Parteijugenden üben deutliche Kritik an Überlegungen zu einem Betretungsverbot für Jahninsel und Grieser Spitz. Öffentliche Freiflächen müssten für alle zugänglich sein. Die Anwohner müssten sich damit abfinden, heißt es am Sonntagabend während einer gemeinsamen Kundgebung. Ein angekündigter „Dialog“ bleibt vorerst aus. Es gibt vereinzelte Appelle.

ZSK beim Jahniselfest

„Nörgler und Besserwisser sollen einfach die Schnauze halten.“

Am kommenden Wochenende gibt es mal wieder was auf die Ohren, wenn beim Jahninselfest Bands wie Zoo Escape aus München, die Regensburger Brew Berrymoore oder Distemper aus Moskau die Verstärker aufdrehen. Absolutes Highlight dürfte in diesem Jahr für viele der Auftritt von ZSK sein. Die Band um Frontsänger Joshi hat sich 1997 in Göttingen gegründet und wurde schnell zu einem Geheimtipp, auf den auch Bands wie Agnostic Front, Bloodhound Gang, Anti Flag oder auch die Toten Hosen aufmerksam wurden. Neben den mittlerweile hunderten eigenen Konzerten treten die Punker, die schon vor einigen Jahren ihren Wohnort nach Berlin verlagert haben, immer wieder als Anheizer für diese und andere namhafte Bands auf. Seit nunmehr über 20 Jahren spielen sich die Altpunker durch die Clubs und Jugendzentren der Bundesrepublik und nach mehreren Jahren Abstinenz kommt ZSK nun auch wieder auf das Jahninselfest. Joshi hat mit regensburg-digital vorab ein wenig geplaudert.

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