SOZIALES SCHAUFENSTER

Speeddating mit Stadträten, Anwohnern und Jugendlichen

OB zum Betretungsverbot: „Wenn ihr eine Lösung habt, dann sagt sie mir.“

Gibt es doch noch eine Alternative zu einem Betretungsverbot auf Jahninsel und Grieser Spitz? Grüne Jugend und Jusos wollen bei der Thematik nicht klein beigeben und luden am Sonntag zu Gesprächsrunden mit mehreren Stadträten erneut auf die Jahninsel.

Ratlos: Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

„Die Leute sollen nach 22 Uhr möglichst leise sein. Wir können abends aber nirgends rein. Und zuhause soll ich auch nicht feiern.“ So fasst Armin Schmid die schwierige Situation in Regensburg zusammen. Dass es da aktuell noch mehr Menschen auf die wenigen Freiflächen ziehe sei somit nachvollziehbar, meint der Regensburger. „Wo sollen die Leute denn hin, wenn hier gesperrt wird?“, lautet eine häufig gestellte Frage am Sonntagabend auf der Jahninsel. Die Jusos und die Grüne Jugend wollen sich dort noch einmal auf die Suche nach einer Alternative zum drohenden nächtlichen Betretungsverbot machen. Wie bereits eine Woche zuvor haben die Parteijugenden am Sonntag deshalb zum „Dialog statt Verbot“ geladen. Diesmal sind auch mehrere Stadträte und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zugegen.

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Konstruktiv, freundlich und ideenreich werden im Nachgang einige der Anwesenden die kleinen Gesprächsrunden zwischen Anwohnern, Stadträten und Feiernden bezeichnen. Eine tatsächliche Lösung des Problems und eine schnelle Alternative zu einer Sperrung fehlt aber auch nach 90 Minuten Speeddating.

Keine Beschwerden, kein Verbot

Dabei ist man sich in vielen Punkten einig. Lärm bis in die Nacht hinein. Der viele Müll am nächsten Morgen. Exkremente in den Büschen der Anwohner. „Das ist mittlerweile einfach eskaliert“, sagt FDP-Stadtrat Horst Meierhofer und erfährt dafür auch von der Jugend viel Zustimmung. Einerseits. „Das sind bei weitem nicht alle“, entgegnet aber Leyla Stanojević vom Jugendbeirat. „Und jetzt werden wir aber in einen Topf mit einigen wenigen gesteckt und müssen dafür büßen.“

Mehr Mülleimer und Behälter für Pizzakartons gibt es mittlerweile. Öffentliche Toiletten müssen folgen, fordern Anwohner und Jugend. Fotos: Baumgärtner

Dem wollen die CSU-Stadträtinnen Kathrin Fuchshuber und Bernadette Dechant nicht widersprechen. „Wenn das wirklich nur einige wenige sind, dann müssen die Dutzend Kasperl in die Verantwortung genommen werden“, so Dechant. Gäbe es keine Beschwerden mehr und funktioniere das mit dem Müll brauche es für sie auch kein Verbot. „Da es die Gesellschaft aber nicht selber schafft, solidarisch miteinander umzugehen, braucht es wohl drastische Mittel“, erklärt Fuchshuber.

„Keine ausschließliche Feierzone“

In einem Gesprächskreis nebenan fordert auch die Oberbürgermeisterin mehr „Respekt für Natur und Mensch“. Schließlich habe man hier keine „ausschließliche Feierzone, sondern wunderschöne öffentliche Grünflächen“. Die Situation sei den Anwohnern nicht mehr zuzumuten und habe sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärft.

Der Slogan „Die Stadt gehört uns allen“, wie er auf einem ausgebreiteten Banner auf der Wiese steht, verdeutlicht dabei die Komplexität des bestehenden Problems. „Die Stadt gehört auch den Anwohnern“, lautet zusammengefasst die Meinung von CSU, SPD und FDP. „Die Stadt gehört auch den jungen Leuten“, entgegnen ihnen in den Debatten die Feiernden und auch einige Anwohner der Grünflächen.

“Das ist ein Schatz den wir hier haben.” Maltz-Schwarzfischer fordert mehr Respekt für die Natur der Stadt. Foto:bm

Man stimmt sich gegenseitig zu, zeigt Verständnis für die vorgebrachten Inhalte und ist bemüht. Grundsätzlich offen für alle Vorschläge gibt sich auch die Oberbürgermeisterin. „Wenn ihr eine Lösung habt, dann sagt sie mir“, spricht sie die Anwesenden direkt an.

Entzerrung durch neue Angebote?

Den Ideen des Stadtjugendringvorsitzenden Detlef Staude kann Maltz-Schwarzfischer allerdings wenig abgewinnen. Der schlägt ein tageweises Betretungsverbot während der Woche vor. Außerdem könne die Stadt sich an der Tradition der Zoiglbrauereien orientieren. „Da wird jeden Tag an einem anderen Ort Zoigl ausgeschenkt. Dann gibt es nur einmal in der Woche Lärm und die anderen Tage ist Ruhe.“

Der damit verbundenen Idee einer Entzerrung der beliebten Orte in der Stadt stehe sie zwar durchaus offen gegenüber, sagt die OB an anderer Stelle. Die Schillerwiesen seien hier eine Option. „Da wohnt auch niemand.“ Ob die jungen Leute aber überhaupt da rausfahren würden bezweifelt sie dann doch.

Horst Meierhofer (rechts) sieht ein temporäres Verbot momentan als die einzige Lösung.

Dabei sei gerade die immer stärkere Konzentration auf wenige Orte das eigentliche Problem, das durch Corona nur verstärkt worden sei, greifen Daniel Gaittet und Theresa Eberlein von den Grünen die Einschätzung vieler Regensburger auf. Neben den Schillerwiesen nennen Anwesende mehrfach den Stadtpark, den Dörnbergpark und das Hafengelände als potentielle Orte. Auch Fuchshuber und die SPD-Stadträtin Evelyn Kolbe-Stockert können sich durchaus vorstellen, an solchen Orten mit Verkaufsständen neue Angebote zu schaffen.

Mit Trauer-Smileys gegen den Lärm

Einen etwas anderen Vorschlag hat hingegen Stanojević vom Jugendbeirat. „Wieso bringen Sie dort keine Dezibel-Messanlage an, die ab einer gewissen Lautstärke dann einen Hinweis gibt?“ Wie bei Geschwindigkeitsmessgeräten im Straßenverkehr könnte etwa ein trauriges Smiley aufleuchten. Anders als einige seiner Kolleginnen sieht Meierhofer darin aber keine brauchbare Lösung.

Eine nächtliche Sperrung ist seiner Meinung nach derzeit die einzige Lösung. Zu lange führe man diese Debatten bereits. „Wirkliche Verbesserungen gibt es bisher nicht.“ Eine Sperrung müsse allerdings zeitlich auf ein, zwei Jahre begrenzt werden. „Denn solche Verbote bekommen wir schwer wieder weg, wenn wir sie mal haben.“

„Wenn das wirklich nur einige wenige sind, dann müssen die Dutzend Kasperl in die Verantwortung genommen werden.“ CSU-Stadträtin Bernadette Dechant.

Dabei sehen auch viele der Anwohner am Grieser Spitz und der Jahninsel ein Betretungsverbot als falsches Mittel. „Wir sind ja hier nicht in Hong Kong“, sagt beispielsweise Siegfried Heindl. Wenn die jungen Leute den Grieser Spitz zumindest sauber hinterlassen würden, wäre für ihn das Thema „bereits wieder gegessen“.

 

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Kommentare (41)

  • Untertan Giesinger

    |

    Was für eine Überschrift – was für eine Oberbürgermeisterin!

    Wow!

    Ohne den Text gelesen zu haben, schreibe ich das nun.
    Keine Angst, den Text werde ich gleich schon noch lesen.

  • Mr. T.

    |

    Bei Aussagen wie „keine ausschließliche Feierzone“ muss man schon daran zweifeln, ob man denn überhaupt eine Lösung anstreben will. Das ist mit Sicherheit keine Forderung von irgendeiner Seite. Sogar einigen Anwohnern würde es reichen, wenn es etwas ruhiger wäre und der Dreck weniger. Es muss einfach so werden, dass Lautsprecher und Scherben als “uncool” gelten. Natürlich ist auch die Stadt gefordert Möglichkeiten anzubieten, um sich von Müll und anderen Lasten erleichtern zu können.

  • Charlotte

    |

    Vielen Dank den Stadträten und der Oberbürgermeisterin für ihr Engagement und die Offenheit gegenüber den Jugendorganisationen.

    Auch wenn es aus Sicht der jungen Erwachsenen nicht nachvollziehbar ist – die Erfahrung hat leider gezeigt, dass es aufgrund der schieren Masse der Feiernden und Menschen keine Alternative zur Sperrung ab 22.00 Uhr – eigentlich spätestens – gibt. Ich schließe hier die Altstadtplätze ausdrücklich mit ein. Dort ist es für die Bewohner ebenfalls nicht zumutbar, dass sie dem permanenten Lärm, den Müllbergen und Hinterlassenschaften draußen auf Straßen und Plätzen ausgeliefert sind. Nicht umsonst gibt es Regeln für ein Ende der Nutzung von Freisitzen. Die Nachtruhe ab 22.00 Uhr ist ein absolut notwendiges Lärmschutzgesetze – wir wissen, welche gesundheitlichen Folgen Lärm hat. Und hier gibt es leider schon das grundsätzliche Missverständnis: es gibt eben kein Recht auf ‚Feiern‘ im öffentlichen Raum. Und eines ist sicher – die meisten Bewohner in der Altstadt und in Stadtamhof sind für die Sperrung. Es funktioniert einfach nicht anders, das zeigen die letzten Jahre: in Regensburg und auch anderen Städten ist die Situation jährlich schlimmer geworden und das hat nur ganz wenig mit Corona zu tun. Und wenn man mal ehrlich ist: es ist auch den Bürgern nicht zuzumuten, dass sie mit ihren Steuergeldern mindestens das halbe Jahr über Heerscharen von Ordnungskräften, Polizisten und Beschäftigte in der Müllabfuhr und im Gartenamt bezahlen, damit das einigermaßen im Zaum bleibt.

  • corazondemelon

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    Ich bin einer, der da wohnt. Ich bin keiner der sich beschwert. In den allermeisten Fällen kann man sich auf den Balkon setzen und das Hintergrundgeräusch unter “summer in the city” verbuchen, Biergarten kann auch ziemlich laut sein und einige Brüllaffen gibts halt immer. Was sich definitiv geändert hat die letzten Jahre sind die mobilen Musikabspielgeräte. Die bringen mittlerweile die Lautstärke eines Open Air Konzertes in der Kiesgrube. Wenn aufm Bürgerfest die ACDC Revival Band am Grieser Spitz spielt kommt das bei mir deutlich leiser an als manche Boom Box der Feiernden. Und natürlich muss man dann noch lauter brüllen, weil die Musik ja schon so laut ist. Anstatt mit einem Betretungsverbot für Alle den Spaß zu verderben, schlage ich vor, diese mobilen Boxen dort lokal zu verbieten, dann muss niemand mehr so viel brüllen und es ist für alle Seiten gut.

  • R.G.

    |

    An die Jugend!
    Mein Vorschlag, dokumentiert den Ist-Zustand.
    Macht private Interviews mit Eltern und Großeltern, auch mit Politikern, wo sie sich in der Jugend getroffen haben, wenn sie konsumfrei unterwegs waren. Was haben sie dort gemacht?
    Zeichnet im Stadtplan ein, welche der damaligen Treffpunkte nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt zur Verfügung stehen.
    Zeigt das den Politikern, schickt es an Zeitungen und Online- Portale.
    _______
    Überlegt euch, wie könnte man heute in den wenigen verbliebenen Freiräumen eine Art Zeckwidmungen unterbringen?
    Wo wären von der Stadt für das Grillen gewidmete Plätzchen gut?
    Wo passt ein Ort für Esoteriker hin?
    Wo Raum für Unplugged Musik.
    Wo ein Kreativen-Eck?
    Wo ein Speakers Corner?
    Wo ein Meditationsplatz?
    Wo ist es für Familien nachts fein zum Sitzen?
    Versucht, eure Vorstellungen an unterschiedlichen Orten im Plan zu platzieren.
    Schließlich, wo würdet ihr den Lauteren, Saufenden das Blieben erlauben?

    Usw.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Mr. T.” – Also, ich bin schon verwundert, warum Sie sich an der Aussage, daß be-
    sagte Orte keine ausschließlichen Feierzonen sind, aufhängen und daraus den Rück-
    schluß ziehen, daß hier “ehe keine Lösung angestrebt wird.” Natürlich ist diese Fläche
    eine Spazierzone, ein Kinderspielplatz, eine Ruhezone usw. und ich bin fest davon
    überzeugt, daß die Stadt eine Lösung findet, die a l l e n gerecht wird. Ich bin auch
    davon überzeugt, daß die meisten Jugendlichen sich an gesteckte Grenzen halten und
    keine Freude an den Krawallbrüdern haben, die ihnen den friedlichen Spaß am Feiern
    verderben.

  • Ohrwurm

    |

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum Spaß immer mit Lärm verbunden sein muss. Das fängt beim Fussballspiel an geht über Gettoblastersound und hört bei Motorradlärm immer noch nicht auf. Jeder beansprucht offensichtlich die Lautstärke bei der er glaubt in der Mitte des Krawalls noch Gehör zu finden.
    Ruhe ist die wahre Kunst des Könnens.

  • XYZ

    |

    Empfehle dazu das Urteil des VG Freiburg vom 10.10.2018, AZ 4 K 805/16, Kurzfassung:
    Verpflichtung der Behörde zum Einschreiten, wenn Tonwiedergabe-Geräte in solcher Lautstärke betrieben werden, dass dadurch andere erheblich belästigt oder gestört werden, insbes. Lärm zur Nachtzeit. Die öffentliche Sicherheit umfasst nach Art. 2 Abs. 2 GG auch den Schutz der Gesumdheit.

  • Kneipenschreck

    |

    Auch für das Feiern ist Corona eine Krise. Und wie es Krisen so an sich haben, bieten sie auch Chancen. für Katarsis. Für Einkehr, Einsicht & Reagieren. Mein Credo: In kurz: Paradies Eins. Wieso war es da damals möglich, ein friedliches Zusammenleben unterschiedlichster Menschen unterschiedlichster Subkulturen zu schaffen ? Ohne Glasscherbenmeer, ohne rumliegenden Müll, dafür mit viel Phantasie, Kreativität und Charme ? Meiner Meinnung nach deswegen, weil hier sich die Feiernden selbst einen Ort geschaffen hatten und daher auch Verantwortung dafür übernahmen. Der Rest war dann ein Selbstläufer. Bitte liebe Stadt, denkt mal unkompliziert, gebt dem Korbi eine Honorarstelle als Streetworker oder sowas, oder einfach ein kleines Stück Brache und lasst uns mal machen. Dann reguliert sich das mit dumpf konsumistisch sich besaufenden Youngsters nämlich von selbst.

  • Mr. T.

    |

    Frau Vietze, ich finde es einfach unlauter, wenn man so Sachen wie “ausschließliche Feierzone” in den Raum wirft und dann dagegen argumentiert. Da tut man sich leicht weil das fordert auch niemand. Da hat man gleich 100% hinter sich. Wer in eine Diskussion einsteigt und erst mal dem Gegner nie gestellte Forderungen unterstellt, möchte kein konstruktives Ergebnis erreichen. Da möchte man einfach nur den Weg zu einem Betretungsverbot planieren.

    An der Diskussion sieht man auch ganz schön, dass es nicht alle Anwohner stört.
    Und man sollte auch nicht vergessen, dass dieses Jahr ein besonderes ist.

  • #eingenervter

    |

    Ich verstehe die Diskussionen immer nicht so ganz! Wieso diskutieren die Junge Grünen und Jusos -und wer auch immer- über dieses Thema immer so angestrengt mit denen, die den aktuellen Zustand so nicht mehr ertragen können und wollen bzw. mit irgendwelchen Politikern!?
    Wieso diskutieren sie denn nicht mit den 20 Menschen, die Samstagmorgen um 5 auf der Steinernen Brücke gestanden sind und so laut gesungen haben, wie es ihnen nur möglich war! Oder mit denen, die, wo immer sie auch auch sitzen oder liegen einfach nur aufstehen und alles liegen lassen, was sie vorher aus allen Ecken der Stadt und des Umlands angeschleppt haben!?
    Oder mit denen, die Biofleisch im Supermarkt kaufen, aber dann die Verpackungen samt Bierflasche in die Donau werfen!?
    Ich kann dieses “es sind ja nur ganz wenige, die sich so aufführen” nicht mehr hören! Weil es einfach nicht stimmt, weil es ist gelogen ist! Es sind die allermeisten; eine ganze Generation von Ignoranten, die sich sich sicher ist, dass schon irgendjemand hinter ihnen herräumt und ständig auf ein “Recht auf Feiern” pocht, aber null von Verantwortung und Pflichten hören will!
    Und warum? Weil man es ihnen so beigebracht hat!

    Ich seh das mittlerweile wie bei einem Fußballspiel:
    Zünden ein paar Idioten während des Spiels Bengalische Fackeln an, müssen beim nächsten Spiel alle Fans draußen bleiben! Auch die echten Fans!
    Und weshalb? Weil man sowas nur von innen heraus regeln kann!
    Nur die echten Fans können die schwarzen Schafe dazu bewegen, sich ordentlich zu benehmen! Keiner von außen! Die von außen können nur das Stadion sperren!
    Bengalisches Feuer aus!

    Übrigens: einfach mal die Grünanlagensatzung -GrünanlS lesen, und man wird sich wundern, was sowieso alles auf diesen Flächen verboten wäre, es aber leider keiner ahndet!

    Vorschlag von mir wäre folgender:
    Die Stadt sperrt bis Ende August nicht.
    Sozusagen auf Bewährung.
    Schafft es die Feiergemeinde in dieser Zeit ohne Ruhestörung und ohne Vermüllung der Flächen Ihrem Bedürfnis nach Feiern nachzugehen, dann bleiben die Flächen offen. Wenn nicht, werden sie ab 22 Uhr dicht gemacht!
    Fairer Deal finde ich!

  • Stefan Egeli

    |

    @eingenervter

    Ihr Beitrag erfasst genau das Problem. Genau so ist es. Würden die Leute einfach nur zusammensitzen und quatschen und evtl. nur mit Gitarren Musik machen und im Anschluss ihren Dreck wegräumen, würde sich vermutlich niemand daran stören. Aber man muss ja immer die Sau rauslassen und sich aufführen als gäbe es kein morgen. Leute, ihr habt es selbst in der Hand. Schnappt euch selbst diese Idioten, die euch den Aufenthalt dort vermiesen. Wenn es angeblich nur ein paar wenige sind, wird es euch doch gelingen, diese auch in die Schranken zu weisen, wenn ihr nur geballt genug dagegen aufsteht.

  • R.G.

    |

    @Stefan Egeli
    In der Frage stimme ich ihnen komplett zu, allerdings müsste man seitens der Ordnungskräfte eine verlässliche Beziehung zu den jugendlichen aufbauen, damit sie sich an diese vertrauensvoll wenden, wenn Radaukerle auftauchen..

  • Stefan Egeli

    |

    @R.G

    Ich glaube fest daran, dass man, wenn man sich als normal feiernder oder abhängender Personenkreis mal einfach hinter die Ordnungskräfte stellt, diese verstärkt und somit klar macht: “hey, wir lassen uns das hier wegen euch Deppen nicht kaputt machen” , dann denke ich, kann man viel erreichen. Gemeinsam kann man ohne Gewalt sehr viel erreichen.

  • Peter Lang

    |

    Wer schon mal versucht hat, mit Betrunkenen, mit Sturz-Betrunkenen, zu diskutieren, der weiß, das das nicht geht. Das ist sinlos. Da hilft kein Argumentieren, kein Appellieren, nichts!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Mr.T” – Ich habe den Begriff “ausschließliche Feierzone” nicht erfunden, bin also
    die verkehrte Adressatin. Und außerdem sehen die weder die Frau OBin, noch die
    Stadträte ihre Gesprächspartner als “Gegner,” das ist Ihre Version. Den Vernünftigen
    unter den Feiernden und der Stadt wird es sicher gelingen, eine Lösung die a l l e n
    zugute kommt, zu findne.

  • Johannes Kaiser

    |

    # unverhältnismäßige Verbotswelle

    Der Hong Kong Vergleich im Beitrag gefällt mir. Mein erster Gedanke ist auch gleich bei diktatorischen Staaten aus anderen Regionen der Welt.
    Ein Betretungsverbot steht in keinem Verhältnis zu den negativen Punkten.
    Der Strassenverkehr wird auch nicht komplett verboten, obwohl er massive negative Seiten hat.
    Am besten wir sperren die ganze Stadt zu und jeden vor dem Fernseher daheim zuhause ein, damit es überall schön ruhig und sauber ist.
    Das gilt momentan leider für sehr viele Bereiche und hat auch etwas mit Spießerei und mangelender Toleranz zu tun.
    Ich finde es auch traurig, dass Einzelne, die sich beschweren regelmäßig so viel Gehör bekommen und einer großen Gemeinschaft den Spaß und die Freiheit nehmen oder einschränken können.
    Speziell nach Corona wünsche ich mir wieder mehr Feierkultur, Freiheiten und Stelle dann auch die verordnete Bettruhe von 22 Uhr für ein ganzes Land in Frage, wo man dank Klimawandel eh erst zwischen 20 und 21 Uhr nach draussen gehen möchte.
    Aktuell finde ich es nur richtig gezielter gegen die Einzelnen vorzugehen und auch etwas mehr Lärm und Dreck zu akzeptieren. Es scheint ja auch momentan mehr als genügend Ordnungskräfte und Polizei zu geben…

    J.K ( 40 Jahre)

  • Charlotte

    |

    @Johannes Kaiser

    Der Hongkong Vergleich ist völlig absurd und auch die Aufregung über die notwendige Sperrung ist noch absurder.

    In vielen Städten und Regionen ist das längst Praxis und nur in Regensburg regt sich ein wirklich kleiner Teil der Bevölkerung darüber auf. Und so ist es eben: auf den Bedürfnissen der Mehrheit basieren die Regeln und Gesetze.

    Und nein: es beschwert sich die Mehrheit über die Rücksichtslosigkeit der Feiernden. Und nochmals nein, Grünanlagen und der Öffentliche Raum sind per se keine Partyzonen. Dieses Anspruchsdenken hat sich erst in den letzten Jahren bei dieser kleinen Gruppe entwickelt.
    Das Leben besteht nicht nur aus Spaß und Egoismus, ein Trauerspiel, dass man das überhaupt erklären muss.

  • Tobias

    |

    Warum “feiert” man nicht auf dem Campus? Oder im Garten/der Wohnung der “Feiernden”. Ich hasse das NIMBY-Verhalten der “Feiernden”. Auf den Freiflächen/Parkplätzen der Stundentenheime? Denn “feiern” heißt, wenn wir ehrlich sind, nur stumpfe Musik (aus mehreren Bluetooth-Lautsprechern), Fressen von Pizzen und Alkohol bis tief in die Nacht (und damit meine ich weit nach 1 Uhr). Das ist kein “Feiern”, das ist ein exzessives, wöchentliches Besäufnisritual, dass die angeblich “jungen Erwachsenen” abziehen. 22 Uhr ist Zapfenstreich; nicht jeder hat ein Wochenende, aber jeder hat ein Recht auf Nachtruhe. Punkt. Aus. Damit ist die ganze Sache schon vom Tisch.

  • #einverärgerter

    |

    …was ich übrigens in meinem ersten Post vergessen habe.
    Für überzogen halten die angedachte Maßnahme fast ausschließlich Leute, die nicht in unmittelbarer Nähe zum Unteren Wöhrd oder dem Grieser Spitz wohnen.
    Weshalb ich der Meinung bin, dass diese Menschen sich auch keine Urteil darüber bilden sollten, was für uns erträglich sein sollte und was nicht!

  • Burgweintinger

    |

    @Charlotte

    absurd sind höchsten Ihre Kommentare!

    Wer sind denn die Mehrheit von der Sie sprechen?

    Der öffentliche Raum ist sicherlich keine Partyzone, aber es ist ein öffentlicher Raum, der zugänglich sein und nicht mit einem Betretungsverbot belegt werden sollte…, solche Regeln will die MEHRHEIT nicht!

    Wenn Sie sich denn Ihrer Mehrheit so sicher sind, dann starten Sie doch eine Petition, dann aber nicht traurig sein, wenn die Mehrheiten doch anders ausfallen ;)

  • Korber

    |

    Den Hongkong Vergleich halte ich auch für sehr unglücklich gewählt. Es sollte unstrittig sein, dass es am Grieser Spitz kein Recht auf Partymachen ab 22:00 Uhr gibt, weder für Erwachsene, noch für Jugendliche. Aus allen mir bekannten Artikeln geht hervor, dass man es seitens der Anwohner und auch Verantwortlichen jahrelang mit Reden und Diskussionen versucht hat, mit Feiernden ins Gespräch zu kommen und auch erwartet hat, dass irgendwo auch eine Einsichtsfähigkeit zu erwarten wäre. Pustekuchen, im Jahr 2020 werden Anwohner und Ordnungskräfte beschimpft, nur weil weit nach Mitternacht um Ruhe und Verständnis gebeten wird. Man dreht sogar die Boomboxen danach noch lauter auf. Hat schon mal einer der Kritiker des Betretungsverbotes daran gedacht, wie sich Kinder im eingezäunten Kinderspielplatz fühlen müssen, wenn Betrunkene dort vordringen und sich vor ihren Augen erleichtern. Gestern hat mir eine Bekannte erzählt, sie traue sich nicht mehr mit ihrer Familie, vor allem den Kindern, zum Spitz, da es für Kinder unzumutbar ist. Barfuss laufen durch das Gras? Würde ich dort aufgrund der Scherben keinem Kind mehr empfehlen. Auch ist klar, dass nicht jeder Bewohner Am Gries sich belästigt fühlt. Dies ist schon aufgrund der Lage einiger Häuser zum Spitz geschuldet.

  • Charlotte

    |

    @Burgweintinger
    Da bin ich ganz entspannt. Ich weiß, dass die Mehrheit mit den neuen Regeln kein Problem hat, weil es auch überhaupt keine massive Einschränkung für die Mehrheit der Regensburger bedeuten würde. Von den 160.000 Regensburgern sind ja nur ein Bruchteil überhaupt an der Donau und zum Beispiel am Bismarckplatz. Und wenn doch, ist es für sie kein Problem, nachts dort dann eben nicht zu sein. Gott sei Dank akzeptieren die allermeisten ohne großen Aufschrei für ein sozialverträgliches Miteinander gewisse Regeln.

    Ein bisschen scheint es, als ob sich eine Minderheit aufregt über minimale Beschränkungen, aber gleichzeitig doch für viele Belästigungen sorgt. Seit Wochen ist das in diesem Jahr doch schon wieder Thema, und trotzdem muss nach wie vor ständig das Ordnungsamt und die Polizei für Ordnung sorgen.

  • Häh?

    |

    „Neben den Schillerwiesen nennen Anwesende mehrfach den Stadtpark, den Dörnbergpark und das Hafengelände als potentielle Orte.“ – im Hafengelände kann man nicht mal tagsüber spazieren gehen, ohne von der „Hafenpolizei“ vertrieben zu werden, wie soll man da „feiern“..?,

    Das mit dem „feiern“ verstehe ich sowieso nicht. Wir haben früher paar mal im Jahr was gefeiert (Geburtstage etc.), aber heutzutage heißt dann tägliches Komasaufen „feiern“…? – verrückt!

    Das „Paradies eins“ war auch nicht sooo „friedlich“ – da wurde schon so manchem der Kopf gegen das Eingangsschild gedroschen mit dem Hinweis, man sei hier nicht erwünscht (selbst gesehen) – von dem her aber evtl. eine gute Idee für die Situation, würde wohl mehr bewirken als nur freundlich-zahnlose Ermahnungen…

  • hans dampf

    |

    Ach die lieben Kindlein. Jetzt sieht man welche Arschgeigen sonst im Zap nach 20 Tequila ins Eck speim. Im Zap kommt halt der Türsteher…

    Das Problem ist nicht neu sondern verschiebt sich von den Kneipen und Diskotheken zu plätzen die zugänglich sind. Und hier sind anteilig dann Krawallos. Alternativvorschlag für Feldversuch: gebt das Hanf frei. Alkoholverbot auf den Plätzen aber quarzen erlaubt. Ich bin mir sicher die meisten sind äusserst friedlich und leise da ihnen gröhlen oder sachen zerdeppern zu anstrengend ist.

    Disclaimer: solange die bars und Diskotheken nicht öffnen wird das Partyvolk zur Jahninsel etc pilgern. Wenn verboten dann Verschiebung zu Parks. Die jungen Lieben wollen feiern. Und ich kanns ihnen nicht verdenken. Ich hab vor 15 Jahren auch über die Stränge geschlagen nur halt in der Suite im Sudhaus oder Zap und da hats keinen interessiert da Teil des Angebots. Solange das nicht möglich ist sehen wir auch den Exzess der sonst unter Tage stattfand.

  • Mathilde Vietze

    |

    Gestern ging ich im Dörnbergpark spazieren. Da saßen auf einer Wiese ungefähr
    20 junge Leute im Kreis. Sie erzählten und lachten und man merkte ihnen an,
    daß sie richtig Spaß haben. Aber, es war da keine Lärmbelästigung.
    Ich frage mich wirklich, was das noch mit Spaß und Freude zu tun hat, sich bis
    zum Umfallen zu besaufen und dann die Sau rauszulassen. Arme Schweine sind
    das!

  • Altstadtkid

    |

    Sehr gute Kommentare…
    Das Problem mit den Schreiorgien haben wir in der Innenstadt seit
    Jahren.Anscheinend wohnen in Stadtamhof doch die einflussreicheren Mitbürger.
    Wir wurden nie gehört! Der Effekt ist das bedingungslose Recht auf Feiern das jetzt
    natürlich ausgelebt werden will
    PS:Ich befürchte das die ganz schweren Fälle auf den Donauinseln diese Diskussion
    gar nicht mitbekommen, vielleicht wären “leichtere” Portale wie Instagramm oder TicToc hier die besseren Plattformen

  • Charlotte

    |

    @Altstadtkid
    Sie haben völlig Recht, die Altstadt braucht ebenfalls dringend mehr Ruhe und Regeln. Wahrscheinlich müssen alle Altstadtbewohner massiv an Politik, Verwaltung und evtl. auch an die Presse herantreten, um nochmals die enorme Belastung auch in der Altstadt zu sensibilisieren. Momentan scheint die politische Offenheit für Anwohner- und Lärmschutz größer zu sein, als in den letzten Jahren.

  • Mr. T.

    |

    Charlotte, in der Altstadt brauchen wir nur eine Regel: Sämtliche Kneipen, Geschäfte und gut besuchte Plätze, wegen denen ich die lebhafte Altstadt zum Wohnort gewählt habe, müssen genau dann schließen und alle Menschen müssen genau dann heimgehen, wenn ich auch heim gehe. Dann könnte es funktionieren. Dann klappt das auch mit der “Wasch mir den Rücken, aber mach mich nicht nass”-Mentalität.

  • ki

    |

    Liebe Kommentierende,
    sehr empfehlenswert ist es, folgenden Text zu lesen, denn täglich grüßt das Murmeltier:

    https://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/

    Und ansonsten fände ich es einfach angebracht, wenn Frau Oberbürgermeisterin sich selbst auch Gedanken dazu machen würde, wie Probleme gelöst werden könnten und nicht ihren offensichtlichen Lieblingssatz vom Stapel lässt:
    “Sagen Sie/ihr es mir doch, wie man das lösen kann…”
    Keine eigenen Lösungsansätze, außer Verbot, Verbot, Verbot und dann Vorschläge kategorisch ablehnen – wow.
    Netter wäre es, die durchaus charmanten Ideen der jungen Generation aufzunehmen und weiterzudenken.
    Wie Verbote in anderen Städten, die im Übrigen auch oft nicht die gewünschte Wirkung zeigen – die Problematik verlegt sich lediglich auf andere Orte – funktionieren genau solche Ideen durchaus ziemlich gut in anderen Städten.
    Und egal wo sich die junge Generation einen Platz sucht zum Feiern, abhängen, sich treffen, Musik hören, es gefällt immer irgendwem nicht. Und wenn es nur die Bäume sind -> siehe Paradies
    (https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/dunkle-wolken-ueber-dem-paradies-21179-art960099.html)
    Witzig finde ich ja auch wieder Frau Fuchshuber – “mit Verkaufsständen neue Angebote schaffen” – wittert sofort ein neues Geschäft – Häh? – Wird dadurch die angeprangerte Lärmbelästigung geringer? Und warum gleich nochmal gehen die Studierenden, Auszubildenden und Schüler*innen in die Parks? Ach ja, richtig, nicht sooo irre viel Geld, vorallem bei den immer noch währenden Pandemieeinschränkungen, keine Studentenjobs – och kommen Se doch, leider volle Themaverfehlung.
    Und nein, ich bin weit über 28 ;-)

  • Altstadtkid

    |

    @Charlotte
    Das versuchen leider viele seit Jahren, aber da stehen umsatzsteuerstarke Gastronomen davor, die mit der Stadt anscheinend sehr gut vernetzt sind.
    Wenn es zu schrill wird werden ein paar Plakate gedruckt und es geht weiter wie davor.
    Das Problem ist ja auch nicht primär die Gastronomie, sondern das Verhalten vor und nach Besuch einer “Solchen”, und das leidige rauchen im Freien
    Die Besichtigungen der Lage finden dann,seitens der Stadt, um 24:00 Uht statt, wo noch alle in der “Vorglühphase” sind.Hart wird es dann zwischen 02:00 bis 06:00, aber das kann sich eh keiner Vorstellen der es nicht selbst gesehen hat
    Dieselben sind jetzt natürlich alle auf der Jahninsel und es gibt nicht mal Türsteher die in der Innenstadt manchmal noch regulierend eingreifen.
    Dafür gibt es in der Innenstadt aber so gut wie nie nie Ordnungsdienst oder Polizei
    Die Anwohner da können einem echt leid tun……

  • Kepler

    |

    @Altstadtkid, @Charlotte,

    alles absolut Richtig und auch hier gibt es solche Wirte die darauf Achten, dass es vor ihrer Kneipe halbwegs gesittet zugeht und solche, denen der Wahnsinn vor ihrer Kneipe egal ist, Hauptsache die Kasse stimmt….
    Und ja natürlich, irgendwelche Plakate haben noch nie geholfen, genau sowenig wie irgendwelche Farbe auf der Straße, …. ein anderes Thema….

  • Woidla

    |

    Die Sache ist doch an und für sich ganz einfach. Es gibt bestehende Regeln, seien es Nutzung von Grünanlagen, Ruhezeiten, Umweltschutz und was weiß ich nicht alles.

    Die müssten halt konsequent umgesetzt werden. Dabei geht es nicht darum, Menschen die 3-10 Bier am Abend zu verleiden, sondern darum, eine erzieherische Maßnahme einzuleiten: Müll mitnehmen, dicke Laustsprecher haben im öffentlichen Raum nix verloren, gekotzt wird nicht, geschlägert wird nicht etc pp.

    Konsequent die Störenfriede entfernen, bei wiederholtem Verstoß ein paar Sozialstunden und Sonntags in der früh den Müll der anderen wegräumen. Es gibt kein Recht auf Saufen, Pöbeln, Abfackeln, Schreien und Mucke aufdrehen. Öffentlicher Raum heißt auch Rücksicht nehmen auf andere. Wer gerne im Müll lebt, kann das daheim tun.

    Gleichzeitig stellt die Stadt Klos auf, sorgt für genug Mülleimer und die entsprechenden Kapazitäten beim Ordnungsamt. Kostet Geld, gehört aber dazu.

  • Ben

    |

    Mein Vorschlag: das städtische Ordnungsamt lässt für eine Woche auf der Jahninsel und dem Grieser Spitz den Abfall auf Wiesen, Wegen, Ufern usw. einfach liegen und leert nur die Mülleimer. Zur Beruhigung der Touristen und Bürger helfen ein paar Hinweistafeln, dass die Stadt hier einen Testlauf versucht und für die Partyscene die Ankündigung, dass sie für ihre Hinterlassenschaften selbst zuständig ist.
    Mal sehen, wer dann noch Lust hat in seinem eigenem Müll zu feiern

  • Charlotte

    |

    @ki
    23. Juli 2020 um 11:59 | #

    Auch wenn es Ihnen nicht gefällt, Frau Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer macht sich Gedanken und konkrete Lösungs-Vorschläge und das ist auch gut so. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben nun mal bewiesen, dass es mit Rücksicht und Einsicht nicht weit her ist. Es ist ganz klar richtig: Lärmschutzgesetze und die Nachruhe von Bewohnern gehen ohne wenn und aber vor Partywünschen einer kleinen Minderheit der Stadtgesellschaft. Ich frage mich, warum man das überhaupt erklären muss?!?

    Die Outdoor-Feiern sind in Regensburg und nicht nur in unserer Stadt völlig eskaliert. Die bisherige sehr liberale Politik in den Großstädten hat viel Vorschuss- Vertrauen gegeben – leider ohne Erfolg. Es ist eben doch die Masse, die glaubt, mit selbst mitgebrachtem Alkohol einen billigen Partyabend im öffentlichen Raum mitten in Wohngebieten abhalten zu können. Jetzt kommt noch dazu, dass trotz Klimadiskussionen im letzten Jahr es billigend in Kauf genommen wird, dass unglaublich viel Müll, Scherben, Kronenkorken und Zigarettenkippen auf Plätzen, Straßen und Grünanlagen liegenbleiben. Da fehlt es doch an einem Minimum an Anstand und Erziehung!

    Und ja, Verbote sind punktuell richtig und notwendig in einer Gesellschaft – wir sehen ja, was sonst passiert.

    Und ganz ehrlich: die angeblich charmanten Ideen der Jugend gehen gar nicht. Und wenn sie alle zu anderen Plätzen ziehen, wäre es ganz einfach: mit hohen Bußgeldern regelt sich auch das ganz schnell.

    Ich wünsche mir von der Jugend Rücksichtnahme und die Einhaltung von Gesetzen. Und ja, mir tut es ein wenig leid, dass Clubs und Kneipen noch nicht wieder offen sind. Aber das ist das Leben, es läuft nunmal nicht immer perfekt. Je schneller das alle lernen, umso besser.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Ki” – Ich gebe Charlotte recht. Und – ich finde es prima, daß die Frau OBin
    die Jugend mit einbezieht und um Vorschläge bittet, anstatt nur einfach zu
    sagen, “so wird es gemacht und Eure Meinung interessiert uns nicht.”
    Probleme lassen sich im allgemeinen nur im Dialog lösen.

  • Mr. T.

    |

    “Aber das ist das Leben, es läuft nunmal nicht immer perfekt. Je schneller das alle lernen, umso besser.”
    Könnte man auch lärmgeplagten Anwohnern zurufen ;-)
    “Mir tut es ein wenig leid, dass Euch Müll und Lärm plagen.”

    So viel zum Egoismus heutzutage…

    Die Rente sollen sie Euch schon mal zahlen, aber bis dahin soll man sie am besten nicht wahrnehmen. Bis zum ersten bezahlten Job das Haus nicht verlassen.

  • Charlotte

    |

    @ Mr. T.

    Es könnte eine nett gedachte Retourkutsche sein, sie funktioniert nur nicht bei einer massiven Missachtung der Lärm- und Umweltgesetze.

    Zu Ihrem Schlusssatz:
    Auch das ist leider nicht richtig: zu keiner Zeit hatte die Jugend und die jungen Erwachsenen so viele Freiheiten und Möglichkeiten wie jetzt. Die Jugendschutzgesetze zum Beispiel sind deutlich weniger streng, es gab Zeiten, da durften 16 jährige sich nur bis 22.00 Uhr im öffentlichen Raum oder in Kneipen aufhalten ! Auch das Betreten von Parkflächen war bis vor ein paar Jahren stark reglementiert und zum Teil verboten. Das Feiern auf dem Bismarckplatz mit mitgebrachtem Alkohol- nicht vorstellbar… ebenso mit einer Vodkaflasche durch die Stadt laufen – undenkbar.

    Das mit der Rente – schauen wir mal, ob das klappt! Bisher legt der Nachwuchs ja deutlich mehr den Schwerpunkt auf Freizeit und Work-Life-Balance als die heutigen Mittvierziger…

  • Mathilde Vietze

    |

    Die M e h r z a h l der jungen Leute denkt durchaus an später und hängt nicht
    bloß gedankenlos irgendwo ab. Und diejenigen, die es sich leisten können, in
    den Tag hineinzuleben, haben meist einen geldigen Vater, der ihnen diesen
    Lebensstil ermöglicht.

  • Untertan Giesinger

    |

    Man sehe sich doch mal, egal in welcher Stadt, die gepflasterten Innenbereiche/ Plätze, insbesondere vor den Bars bzw. den früher üblichen Treffpunkten, gegen 6:00 Uhr morgens an:

    Tausende von Kippen!

    Die Bars müssen im Sö***-Reich immer noch geschlossen bleiben!
    Somit stellen die auch keine Aschenbecher vor die Tür.

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