Asylsuchende im Pfarrheim St. Emmeram

Keine „geduldete Präsenz“ mehr für Asylsuchende im Pfarrheim St. Emmeram

Das Bistum Regensburg hebt die Duldung der Asylsuchenden aus unterschiedlichen Balkanländern im Pfarrheim St. Emmeram auf. Diese wollen jedoch, nachdem die Polizei rund um den Wiesmeierweg weitgehend abgezogen ist, mit Kirchenvertretern an einem Runden Tisch weiter verhandeln. Unterstützergruppen haben sich mit einem offenen Brief ans Bistum gewandt.

Update: Acht Personen haben das Pfarrheim inzwischen verlassen.

Sefran Asanovski und Albana Ademi bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Foto: om

Sefran Asanovski und Albana Ademi bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Foto: om

Die Lage der nach unterschiedlichen Angaben 34 (Bistum) bzw. 36 (Gruppe der Geflüchteten) Personen im Pfarrheim St. Emmeram ist in den vergangenen Tagen nicht übersichtlicher geworden. Die Balkan-Flüchtlinge, die am 5. Juli den Regensburger Dom St. Peter besetzten und aufgrund einer Vereinbarung mit dem Bistum zwischenzeitlich in das Pfarrheim St. Emmeram im Wiesmeierweg gezogen waren, traten am 20. Juli in einen Hungerstreik, nachdem Gespräche mit Caritas-Sozialberatern aus ihrer Sicht unbefriedigend verlaufen waren.

Hungestreik ausgesetzt

Der Hungerstreik wurde am Montag dieser Woche nach fünf Tagen ausgesetzt. Wie es seitens der Gruppe heißt, aus Rücksicht auf die Kinder (die sich nicht im Hungerstreik befanden), weil die Polizei das große Aufgebot um den Wiesmeierweg mittlerweile deutlich reduziert habe und weil man für kommende Verhandlungen zu Kräften kommen wolle.

Weitere Forderungen, die Rückkehr des Sprechers Isen Asanovski sowie ein Bleiberecht für die betroffenen Personen blieben bislang unerfüllt. Asanovskis Bruder Sefran und Sprecherin Albana Ademi traten am Mittwoch im Wiesmeierweg vor die Presse, um über den aktuellen Stand zu berichten und über ihre Verhandlungsbereitschaft mit dem Bistum zu informieren.

Sie signalisierten große Bereitschaft, sich mit Kirchenvertretern an einen Runden Tisch zu setzen, um in Ruhe weitere Schritte zu besprechen. Weiterhin schilderten sie die Gefahren, die den Asylsuchenden im Falle einer Abschiebung in ein „sicheres Herkunftsland“ (z. B. Albanien, Mazedonien oder Kosovo) drohen würden. Die Personen wären dort vielen Formen von Diskriminierung ausgesetzt. „Wo Menschenleben bedroht sind, ist kein Mensch sicher“, so Sefran Asanovski.

Die Geflüchteten im Pfarrheim St. Emmeramzu Beginn des Hungertreiks. Der Hungerstreik ist mittlerweile ausgesetzt. Foto: Mathias Roth

Die Geflüchteten im Pfarrheim St. Emmeram zu Beginn des Hungertreiks. Der Hungerstreik ist mittlerweile ausgesetzt. Foto: Mathias Roth

Dem Bistum reicht es

Ebenfalls am Mittwoch hat allerdings das Bistum Regensburg mitgeteilt, die Duldung der Personen im Pfarrheim, das seitens der Kirche als „Notunterkunft“ bezeichnet wird, aufgehoben zu haben.

Zeichnet verantwortlich für demütigende Serienbriefe, bleibt bislang im Amt: Generalvikar Michael Fuchs. Foto: Archiv/ Staudinger

Generalvikar Michael Fuchs: „…als letztes Mittel eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.“ Foto: Archiv/ Staudinger

Generalvikar Michael Fuchs wörtlich:

„Nach all unseren Versuchen der Hilfe und Klärung, nach den unerfüllbaren Forderungen und massiven Drohungen der Gruppe, vor allem auf Grund der zunehmenden Gefährdungen und Verschlechterungen für die Gruppe ist ein weiterer Verbleib im Pfarrheim St. Emmeram nicht mehr verantwortbar. Es geht nicht mehr. Unsere Bitte an die Behörden um eine geduldete Präsenz wurde zurückgenommen. Es bleibt uns daher keine andere Wahl, als die Gruppe mit Verweis auf das Hausrecht aufzurufen, das Pfarrheim zu verlassen. Sollte sie das Haus dennoch nicht verlassen, müssten wir als letztes Mittel eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch in Betracht ziehen.“

Im Zuge der „massiven Drohungen“ und „zunehmenden Gefährdungen“ berichtet das Bistum davon, dass innerhalb der Gruppe vermehrt über Suizidgedanken gesprochen werde und ein Vater im Falle einer Ablehnung des Bleiberechts damit gedroht habe sich und seine minderjährige Tochter anzuzünden.

Bewohnerausweis aus der so bezeichneten "Notunterkunft St. Emmeram". Die Bewohner sind nicht länger geduldet. Foto: om

Bewohnerausweis aus der so bezeichneten „Notunterkunft St. Emmeram“. Die Bewohner sind nicht länger geduldet. Foto: om

Unterstützergruppen schreiben Offenen Brief ans Bistum

Unterdessen haben unterschiedliche Gruppen, Vereine und Initiativen (15 Erstunterzeichner) einen Offenen Brief an das Bistum Regensburg veröffentlicht. Darin kritisieren sie allgemein die Asylgesetzgebung insbesondere im Hinblick auf die sogenannten „sicheren Drittstaaten“ und die damit verbundenen „Schnellverfahren“, die ein ordentliches Asylverfahren unterlaufen würden. In diesem Kontext wird an das Bistum appelliert mit seinen „Werten Position [zu] beziehen, für eine gerechtere und menschlichere Welt“ und dahingehend seine Stellung, seinen Einfluss und seine Macht geltend zu machen. Das Bistum möge sich für die Menschen einsetzen:

„Auch wenn Sie nicht die Gesetze schreiben oder die Abschiebelager errichten – so können Sie sich doch gegen diese aussprechen, mit Ihren Werten Position beziehen, für eine gerechtere und menschlichere Welt – so können Sie Ihre Stellung, Ihren Einfluss, Ihre Macht für diese Menschen einsetzen.“

Wie sich die Situation weiterhin entwickelt, ob es Gespräche zwischen den Beteiligten und eventuelle Ergebnisse geben wird oder es sogar zu einer Räumung kommt, ist aktuell unklar.

UPDATE (29.07.16):
Am Donnerstagabend gegen 20 Uhr wurden acht Personen aus dem Pfarrheim St. Emmeram in die ihnen zugewiesene sogenannte Aufnahme- und Rückführungseinrichtung nach Ingolstadt/Manching gebracht. Die Asylsuchenden, darunter mehrere Kinder sowie die bisherige Sprecherin Albana Ademi, hätten sich freiwillig zu diesem Schritt entschlossen, nachdem durch die Aufhebung der Duldung im Pfarrheim die Gefahr eines Polizeieinsatzes zunehmend steige.

Bei einer kurzen Pressekonferenz am Freitagvormittag berichtete der aus Albanien stammende Bardhok Bardhoku, dass die im Pfarrheim verbliebenen Personen nicht gehen wollen, zumal sie lediglich im Schutz der Kirche eine „letzte Hoffnung“ sähen, die sie weder im „Abschiebelager“ noch in ihren Herkunftsländern hätten. Gespräche mit der Kirche hätte es seit zwei Tagen jedoch nicht mehr gegeben.

Einige Asylsuchende aus dem Pfarrheim bei der Abreise nach Ingolstadt/Manching. Foto: as

Einige Asylsuchende aus dem Pfarrheim bei der Abreise nach Ingolstadt/Manching am Donnerstagabend. Foto: as

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Kommentare (26)

  • Magnus

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    Wenn ein „Vater“ tatsächlich Überlegungen anstellt, sich und sein Kind in Brand zu setzen, dann ist hier eine Grenze erreicht, die nicht überschritten werden sollte. Und dies nicht im Sinne des, sondern gegen den Vater. Diese Verantwortungslosigkeit gegenüber einem Schutzbefohlenen ist unerträglich.

    Ich plädiere dafür, dass spätestens zum 1. August, wenn die aktuellen Aufenthaltsgestattungen der Gruppe, die sich immer wilder und berechenbarer aufführt, abläuft, man die Gruppe mittels Staatsgewalt aus der Kirche holt und geschlossen in Abschiebehaft steckt. Und dann auch zeitnah in ihr Heimatland abschiebt.

    Die Asylanträge wurden offenkundig negativ beschieden, denn die „Diskriminierungen“, von denen die Gruppe spricht, sind so sicherlich maßgeblich. Wer im 21. Jahrhundert diesen nicht notwendigen Lebensstil eines fahrenden Volkes weiterhin kultiviert und sich nicht in die Gesellschaft integrieren lassen will, der kann meinetwegen von Diskriminierung reden. Diese Definition kann aber auch im Umkehrschluss auf die Gruppe angewandt werden.

  • Jacques Bressot

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    Keine Beschimpfungen. Kommentar gelöscht.

  • semmeldieb

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    auch für mich ist eine rote linie endgültig überschritten, wenn jemand mit auf ein kind erweiterten suizid droht.

    ist das mit dieser ankündigung eine zuverlässige info?

  • Jacques Bressot

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    Wo bitte war da eine Beschimpfung? Es waren lediglich 2 Fragen. Aber scheinbar passen diese RD nicht ins Eingefahrene Konzept. Durch solches Verhalten entsteht der Begriff „Lügenpresse“ – verständlich

  • Stefan Aigner

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    @Bressot Begriffe wie „Sozialschmarotzer“ passen nicht ins Konzept. Wenn Sie das nicht als Beschimpfung sehen, sind Sie hier falsch.

  • joey

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    Die Besetzer haben erreicht, daß nochmal drüber gesprochen wurde. Es war aber illusorisch zu glauben, daß die Flüchtlinge nun geduldet werden – sonst wären gleich neue Besetzungen „sinnvoll“ oder gleich das Sozialtor für den ganzen Balkan offen. Eine Regierung, die sowas zulassen würde, könnte sich dann Besetzungen durch die ansässige Bevölkerung, Volksbegehren und katastrophale Wahlniederlagen abholen.

    Die Unterstützer haben die Flüchtlinge hier politisch verheizt. Mit der Drohung von Selbst- und Kindesmord wurde nun „erreicht“, daß die nächsten Besetzer sofort rausfliegen und keine Diskussionen mehr zugelassen werden.

    Liebe Antifa: Eure Position ist nicht mehrheitsfähig. Solche spektakuläre Aktionen reduzieren nur existierende Hilfsbereitschaft. Wir leben in einer Demokratie: werbt um Mehrheiten, aber verhindert Aufhetzungen, Erpressungen und Morddrohungen.

    Das Kind sollte bleiben dürfen, denn es ist durch einen solchen Vater tatsächlich an Leib und Leben bedroht. Den Vater sofort abschieben – heute noch.

  • Tobias

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    Wie bereits gesagt: Wenn so die „Diskriminierung“ aussieht, dann werden diese Leute wohl auf der ganzen Welt „diskriminiert“. Bin ich jetzt auch „diskriminiert“, wenn ich im RVV ohne Fahrschein fahre, ‚rausfliege und noch Strafe zahlen muss? Bin ich dann „verfolgt“, weil bei Weigerung der Zahlung ein Inkasso-Unternehmen Kontakt aufnimmt?

    Ich bin zutiefst froh, dass diesen illegalen Migranten, Hausbesetzern und Diffamierern (es hieße, sie haben verbal ordentlich ausgeteilt), die hier kostenlos durchgefüttert und aufgenommen wurde, inklusive Einrichtung von Duschen etc. nicht alles erlaubt ist. Es reicht schon die Farce, dass Polizeibeamte der Stadt diese Gruppe abgeschirmt hat. Denken sie, diese Leute hätten sich einen Job gesucht? Die hätten die ARGE besetzt – und „Aktivisten“ von der Uni wären nach 3 Minuten Fußmarsch auch sofort zur Stelle gewesen.

    Nein, lieber nicht.

  • Christian Feldmann

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    @Ronald McDonald

    „Unterbringungsbredouille“, „Funktionstuer“, „völkisch-exklusivistisch“, „katholischhartseelig“, „kirchenkreislich“, „supraremisige Chauffeurswohnung“ … Blanker Hass verdirbt nicht nur die Gesprächskultur, sondern ganz augenscheinlich auch die Sprache.

  • eierlegende Wollmilchsau

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    @ Ronald McDonald : „Vaticanum-Zwo-Gedöns“

    pfff.. das is doch nur mehr McKinsey PR-Gewäsch, weil denen langsam die Lemminge ausgehen…

  • auch_ein_regensburger

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    Leider ist die ganze Angelegenheit zu einem Musterbeispiel dafür geworden, wie man dem eigenen Anliegen durch unüberlegte Kommunikation schaden kann. Mit ihren Forderungen und Beleidigungen hat sich die Gruppe weitgehend isoliert, der zwischenzeitliche Hungerstreik wurde dann nur noch als Erpressungsversuch der Öffentlichkeit wahrgenommen. Mit ihrem ungeschickten Vorgehen hat die Gruppe letztlich nur den Hetzern und Rassisten Munition für ihre Tiraden geliefert.

  • Oliver

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    @auch_ein_regensburger:
    Ich verstehe die Gruppe, ob ihr Vorgehen geschickt oder ungeschickt war, sei dahingestellt. Erpressung ist immer ein unschicklicher Weg. Auf jeden Fall ist eines klar: Unser Sozialstaat funktioniert allenfalls exclusiv, sonst haben wir bald einen Nachtwächterstaat. Ich bin mir außerdem ziemlich sicher, dass unsere Republik die Integration und die Flüchtlingskrise nicht stemmen kann. Wir werden noch einen katastrophalen Rechtsruck erleben.

  • auch_ein_regensburger

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    @ Oliver
    Der Sozialstaat funktioniert doch schon lange nicht mehr, und zwar nicht wegen irgendwelcher „armen Schweine“, die hier Zuflucht vor Hunger, Tod und Verfolgung suchen, sondern weil sich die selbsternannten Eliten längst aus jeder Form von Solidargemeinschaft verabschiedet haben. Ob Deutschland die Flüchtlingssituation meistert oder nicht, hängt meiner Meinung nach weniger vom Können ab als vom guten Willen.

  • Roland

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    “ .. Antipathie gegenüber diesen armen nirgendwo gerne gelittenen Menschen ..“ , ja klar, und überall liegt es an den Anderen?? Sorry, Leute, die damit drohen, ihre Kinder anzuzünden, kann ich nicht mehr als Menschen behandeln!

  • keinMenschistillegal

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    Ich kann die Leserbriefschreiber, die in rd über die Roma und überhaupt über Flüchtlinge herziehen, sehr gut verstehen: Sie erinnern mich an meinen Vater. Das Lieblingsschimpfwort meines Vaters war “ Du Zigeuner !“ .Sein Lebensmotto war: „Erst muss mein Schornstein rauchen, dann kommt lange gar nichts, und dann kommen vielleicht die anderen.“ Der Staat war ein „Verbrecherstaat !“ , sobald jemand etwas bekam, das ihm nach Ansicht meines unbestritten schwer arbeitenden Vaters nicht zukam. Bei Wahlen konnte er sich immer schwer zwischen CSU und NPD entscheiden. Was fehlt noch ? Mein Vater war ein typischer alter Nazi des Schlags „Der Hitler war nicht schlecht, nur den Krieg hätte er nicht verlieren dürfen, und das mit den Juden hätte er nicht machen sollen“. In der Gesellschaft war er ein geachteter Bürger, in unserer Familie ein verachteter Tyrann, den niemand geliebt hat. Letztlich war er ein echt armes Schwein. Also ihr ausländerfeindlichen Hetzer : Ich weiss, dass euch schlimmes angetan worden ist, sonst wärt ihr nicht so emotional verkrüppelt. Das tut mir leid, aber dafür können die Ausländer nichts. Die wollen nämlich auch nur leben.

  • menschenskind

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    „…weil sich die selbsternannten Eliten längst aus jeder Form von Solidargemeinschaft verabschiedet haben…“

    Das lässt mich an Franz Josef Strauss denken. Wie war es nur möglich, dass so ein windiger Politiker (wie er), der weder geerbt hatte, noch allzureich eingeheiratet hatte, der lediglich seine Abgeorneten-/Minister-/Ministerpräsidentengehälter bekam, von dem auch nie bekannt wurde, dass er je groß im Lotto gewonnen hätte, wie war das nur möglich, dass der seinen Kindern eine halbe Milliarde (500 000 000.-) Mark hinterlassen konnte?

    Er gehörte zu jenen „selbsternannten Eliten“ und bog, wie seine Kollegen auch, Recht und Gesetz nach Gutdünken. Er fand auch stets korrumpierbare Richter, Staatsanwälte, hohe und weniger hohe Beamte, die ihm „behilflich“ waren bei seinen diversen Rechtsbrüchen und Steuerhinterziehungen.

    Das Systen hält zusammen und deckt sich gegen- bzw. wechselseitig. Jeder könnte den anderen für Jahre hinter Gitter bringen, aber man schweigt und profitiert und hilft dem System weiterzuleben, denn auch die eigenen Kinder und Kindeskinder sollen davon einmal profitieren können…

  • hutzelwutzel

    |

    @menschenskind:

    „Das Systen hält zusammen und deckt sich gegen- bzw. wechselseitig. Jeder könnte den anderen für Jahre hinter Gitter bringen, aber man schweigt und profitiert und hilft dem System weiterzuleben, denn auch die eigenen Kinder und Kindeskinder sollen davon einmal profitieren können…“
    ———————————————————————————————————————-
    Richtig! Aber wir werden es bald erleben (können), wie sich dann weitere Teile der gefürchteten 70 Mio. weltweit auf der Flucht befindlichen Leute den Weg in die frei werdenden Landschaften Europas bahnen. Anfangs wird man – auch das wird kommen – noch sehr rabiat werden, doch später muß man es geschehen lassen, und die „Überlebenden“ werden sich bitter dafür zu rächen wissen, was wir deren Getöteten angetan hatten. Leider!

  • menschenskind

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    Meine Roma haben mich gebeten, um Euch ein vollständiges Bild zu bieten, Euch auch die anderen Landsleute zu zeigen.

    Wenn Ihr an echt geldige Leut aus dem Ausland denkts, dann denktses wahrscheinlich eher an Leut aus Dubai oder Katar. Aber es gibt auch extrem reiche Roma. Hier ein Einblick in die Welt der Schönen und Reichen der Roma:
    Hochzeit; san scho schön dene ihre Frauen:
    https://www.youtube.com/watch?v=vcbv9Jom81o
    noch mehr, achtet auf das Ambiente, die Krone der old lady ist aus purem Gold:
    https://www.youtube.com/watch?v=m0JGGfSbX24
    und hier ihre Autos, achtet auf die Zulassungen, die meisten leben unter uns…
    Der Typ mit dem Bentley war übrigens unter Ceausescu Straßenkehrer.
    https://www.youtube.com/watch?v=tDFK2WqRoS0

    Das sind Leut aus der Mittelklasse, wohnhaft in Rumänien:
    https://www.youtube.com/watch?v=SbKYXcQ_uvY

    Roma Musik I
    https://www.youtube.com/watch?v=BrTAekFLRuw

    Musik II
    https://www.youtube.com/watch?v=0xw8R9R4BBY

    Musik III (Die Tänzerin ist der absolute Wahnsinn!!!)
    https://www.youtube.com/watch?v=A3g-lPWvXDI

    Musik IV
    https://www.youtube.com/watch?v=rwGZJhNWc_w

    Musik V
    https://www.youtube.com/watch?v=X2k_MsV9Upc

    Musik VI
    https://www.youtube.com/watch?v=AKv1IGz9m7s

    Musik VII
    https://www.youtube.com/watch?v=02i63VjoKlY

    Musik VIII (anderer Stil)
    https://www.youtube.com/watch?v=QXaCPa-HRSk

    Musik IX (so a liabs Madl!)
    https://www.youtube.com/watch?v=A8SExnSUAmY

    Musik X
    https://www.youtube.com/watch?v=rkSUre8JH78

    Musik XI

  • semmeldieb

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    nun, dann befragen wir diese reichen, unter uns lebenden roma einfach nach dem feiern mal als nächstes zu den themen umverteilung, sozialer wohnungsbau, reichensteuer, steuerflucht allgemein und am ende wollen wir dann noch wissen:

    „sagt, wie haltet ihr`s mit umweltschutz und mülltrennung?“ (sind das eigentlich elektroautos?)

    diese bilder und filme sind purer hohn angesichts deren verfolgten und bedrohten landsleuten, die hier kirchen besetzen.

    …und auch angesichts flaschensammelnder rentner.

  • menschenskind

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    Oh, weh, oh weia, ehrenwerter Semmeldieb!

    Was soll der Doppelstandard, was diese Doppelmoral?

    Hast Du schon mal erlebt, dass der Vorstand der Deutschen Bank sein klein wenig Hab und Gut mit einem deutschen Obdachlosen geteilt hat? (immerhin leben eine halbe Million Menschen in der BRD auf der Straße!)

    Hat der wohlhabende Daimler-Chef je ernsthaft an „Umverteilung“ gedacht?

    Hat der reiche Jogi Löws, weil er die Umwelt so liebt, je auf seinen Sportwagenspaß mit 400 PS aufwärts verzichtet?

    Hat der nicht ganz unvermögende Boris Becker je daran gedacht, sich am sozialen Wohnungbau zu beteiligen?

    Haben die geldigen Herrn Uli Hoeneß oder Franz Beckenbauer je die Notwendigkeit ein E-Fahrzeug zu fahren eingesehen?

    Hast Du je bei Gunther Sachs, Herbert von Karajan oder Curd Jürgens (als sie noch lebten) Anzeichen feststellen können, von Gefühl von Verpflichtung für die Allgemeinheit?

    Hat sich je irgendein geldiger Deutscher stark gemacht für die Reichensteuer?

    Hat FJS (das war der, der seinen Kindern 500 000 000 Mark hinterlassen hat) je was draufgegeben, dass Steuerflucht unmoralisch ist?

    Ist je bekannt geworden, dass Ex-BMW-Chef Pischetsrieder vorbildlich Müll getrennt hat?

    Ich kenne Bayern, die die freie Wohnortwahl innerhalb der EU dazu genutzt haben, nach Kroatien, Rumänien oder Südtirol zu gehen, um mit ihren dortigen G’schäftles reich zu werden.
    Warum soll nicht auch ein Rom aus Rum. dazu die Chance haben?

    Für mich sind diese genannten reichen Deutschen purer Hohn, und zeigen, dass sie nicht besser sind als ein x-beliebiger „Zigeuner“!

  • Mr. T

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    Ich finde es äußerst konraproduktiv, hier Beispiele für ein paar Superneureiche Roma zu zeigen. Das schürt doch noch mehr Vorbehalte. Vor allem weil wohl einige der, die da ganz schnell ganz reich geworden sind, das sicher nicht mit schwerer Arbeit und viel Fleiß erreicht haben (wie bei uns natürlich auch). Da ist sicher einiges zu Lasten anderer gegangen. Die Musikvideos zeigen viel mehr die Kultur und Lebensfreude dieser Menschen. Die meisten Menschen dieses Volks brauchen Verständnis und Unterstützung, keinen Neid.
    Und über das Mülltrennungsverhalten von Pischetsrieder zu spekulieren, ohne auch nur einen Ansatz davon zu wissen, ist noch müssiger…

  • menschenskind

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    Mazedonien. Ein abgeschobener Rom berichtet auf Deutsch:
    https://www.youtube.com/watch?v=w6dSVpYIr3k

    Möchten Sie Sinti und Roma als Nachbarn ? (2012)
    https://www.youtube.com/watch?v=tvv_C7gDd18

    Maybrit Illner – Sinti und Roma (2013)
    https://www.youtube.com/watch?v=bh7wHX_t-9s

    Sprengsatz Armutsflüchtlinge – Roma in Deutschland (2013)
    https://www.youtube.com/watch?v=3ok0KD9Nbr4

    @Mr. T
    Pischetsrieder – Mülltrenner, nein, aber dafür Müllmacher (1,5 Mio Euro High-Tech-Müll):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Pischetsrieder#McLaren-F1-Unfall

    Sicherlich auch Steuerhinterzieher:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bernd_Pischetsrieder#Steuerhinterziehung

  • Steht eine Räumung des Pfarrheims bevor? » Regensburg Digital

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    […] ungeklärt, wenngleich die Vorzeichen zunehmend auf eine mögliche polizeiliche Räumung deuten. Nachdem das Bistum vergangenen Mittwoch der Gruppe Asylsuchender aus den Balkanländern die „gedul…, blieben die meisten dennoch im […]

  • hutzelwutzel

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    Etwas ausführlicher wie hier – aktuell unter kath.net:

    http://kath.net/news/56237

    Lesenswert vor allem die dortigen Kommentare, die keinen Zweifel daran aufkommen lassen dürften, dass die Röm.-Kath. Kirche in Deutschland / oder nur Bayern? die Worte deren eigenen Papstes Franziskus noch immer nicht verstanden zu haben scheint.
    Ratschlag für den hier sich verantwortlich erklärenden GV: Im Sommer kann man Sommergrippe bekommen, und andere die Arbeit machen lassen. ;-)

  • menschenskind

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    „die keinen Zweifel daran aufkommen lassen dürften, dass die Röm.-Kath. Kirche in Deutschland / oder nur Bayern? die Worte deren eigenen Papstes Franziskus noch immer nicht verstanden zu haben scheint“

    Das, lieber Freund, müssen Sie so verstehen. Die Kirche ist sich der Mentalität ihrer Nochanhänger voll bewusst. Diese setzen sich in erster Linie zusammen aus CSU-Wählern, Freien Wählern, AfDlern, Pegidisten. Dieser Haufen hegt gewisse, nicht unbeträchtliche Vorurteile gegenüber Fremden bzw. anderen Unerwünschten.
    Und die Kirche, bestrebt ein Wir-Gefühl herzustellen oder zu erhalten, muss mitheulen in diesem Wolfsrudel, will sie weiter er- und gehört werden.

    Auch so mancher brave Sozialdemokrat sah sich schon gezwungen verbal auf die Einwanderungsbremse zu treten, um Bürgernähe zu demonstrieren.

    So war das doch auch mit dem noch längst nicht seligen Benediktus, dem 16., der, um der Ultrarechten in seinem Verein willen (LeFevre, Piusbrüder & Co.) Jahre des Dialogs und der Annäherung an die Juden zum Teufel schickte (Einführung der Karfreitagsfürbitten u.a.). Er setzte ganz einfach Präferenzen, ebenso wie die rk-Kirche sie jetzt setzt.

    So ist das nun mal mit den großen Organisationen, um ihre Schäfchen möglichst vollzählig zu behalten, kommen sie ohne (schäbigen) Populismus nicht aus.

    Wer klug ist, lernt daraus, nix wie raus aus den Vereinen, Parteien, Kirchen, Sekten (und dem ganzen Sch…).

  • hutzelwutzel

    |

    @menschenskind:

    Da habe ich mit doppelter Staatsbürgerschaft wenigstens immer noch einen Grund in keiner dieser Organisationen, außer der Kath. Kirche zu sein. ;-) Letztgenannte sieht mich auch bald von hinten. ;-)

    Danke für die Erläuterungen! Ich wollte es nicht so deutlich schreiben, doch man muß dies tun.

    Jetzt bräuchte ich noch eine/n Asylrechtskundige/n:

    Gehe ich richtig mit der Annahme, dass diese 25 Leute zumindest so lange hierbleiben könnten, würde irgendjemand deren Aufenthalts- und Unterbringungskosten vorschießen/ bezahlen?

    Wenn ja: Warum macht dies die barmherzige Röm.-Kath. Kirche, der Welt weit reichsten Diözese Regensburg denn nicht?
    An bestimmten Stellen werden derzeit schon Immobilien verkauft, mutmasslich um hier eine Organisation die im November Zahlen vorlegen muß, arm rechnen zu können.

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