Schule demonstriert, Rathauschef kneift

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„Schreiten Sie ein! Schreiten Sie ein!” Maximilian Mittermaier wirkt panisch, als er die Polizeibeamten anherrscht. Gerade hat der persönliche Referent von Oberbürgermeister Hans Schaidinger hilflos mitansehen müssen, wie Dutzende Schülerinnen und Schüler ins Rathaus eindrangen, um seinem obersten Dienstherrn ordentlich die Meinung zu geigen. Die Ankündigung des Oberbürgermeisters, den versprochenen Neubau eines Schulgebäudes für BOS und FOS auf die Streichliste zu setzen, hat Kollegium, Schüler, Eltern und auch Studenten auf die Straße getrieben. Über 700 Menschen sind von der Landshuter Straße vors Alte Rathaus gezogen, um ihrer Forderung nach dem Neubau Nachdruck zu verleihen.

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Im September beschloss der Stadtrat, im nächsten Jahr mit dem Bau eines Gebäudes zu beginnen, in dem langfristig die komplette Schule untergebracht werden kann („Einhäusigkeit”). Diese Zusage hat Schaidinger Anfang der Woche zur Disposition gestellt. Begründung: Das Grundstück der Stadtbau GmbH, eine Gesellschaft, die zu 100 Prozent ohnehin der Stadt gehört, sei zu teuer. Schaidinger schlägt vor, einen Teil der Schule in hergerichteten Altbau-Räumen des Von-Müller-Gymnasiums unterzubringen. Diese plötzlich aus dem Hut gezauberte Lösung würde die Zweihäusigkeit auf Dauer zementieren, Schüler und Lehrer der BOS auseinanderreißen und die schon jetzt bestehenden Organisations- und Verwaltungsprobleme verschärfen, heißt es in einem offenen Brief des Kollegiums an die Regensburger Stadträte.

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„Wir werden einfach verarscht”, sagt ein Lehrer unumwunden am Freitag. Seit 40 Jahren ist die Schule, die alljährlich mehr Abiturienten verabschiedet als alle Regensburger Gymnasien zusammen, auf mehrere Gebäude aufgeteilt. Derzeit in einem Gebäude am Ziegelweg, dessen Wände größtenteils aus Asbest bestehen und einem Bau an der Landshuter Straße, wo der Platz hinten und vorne fehlt. Die Personalratsvorsitzende Evelyn Mittenzwei beschreibt die Zustände für Schüler und Lehrer als „Kafighuhnhaltung”. Immer wieder wurde Abhilfe versprochen, immer wieder wurden die Zusagen nicht eingehalten. Die Schüler bringen es auf Transparenten und in Sprechchören deutlich auf den Punkt: „Auf leere Wahlversprechen können wir scheißen”, ist zu lesen. „Schaidinger raus” wird minutenlang vor dem Alten Rathaus gerufen. Es gibt gellende Pfiffe für den Rathauschef. Zahlreiche Transparente beschäftigen sich mit der Rolle von Hans Schaidinger, der als Hauptverantwortlicher für die stiefmütterliche Behandlung ausgemacht wird. Von „beschaidenen Verhältnissen” ist die Rede, „OB wechseln” heißt es an anderer Stelle.

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Der OB hat sich am Freitag in seine Gemächer zurückgezogen und ist nicht zu sprechen. Lediglich Sozialbürgermeister Joachim Wolbergs empfängt die Demonstration auf dem Vorplatz, den er aber kurz nach Beginn der Kundgebung wieder verlässt. „Laut Schaidinger wurde im Vorfeld der Demonstration nicht angefragt, ob die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister bestehen würde”, heißt es in einer Pressemitteilung, die von der Stadt am späten Nachmittag verschickt wird. Mehrere Schüler suchen das Gespräch dennoch. Sie strömen ins Rathaus und – so beschreibt es der Polizeibericht – „klopften lautstark gegen die Tür zum Vorzimmer des Oberbürgermeisters”. Die Resonanz bleibt aus. Von Joachim Wolbergs werden sie des Rathauses verwiesen. Er ist sauer, nennt das Ganze „bodenlos”. „So geht es nicht, so geht man nicht miteinander um“, ist ein Statement, das der Oberbürgermeister verschicken lässt. Es sind wohl vor allem schlechter Erinnerungen, die Hans Schaidinger so auf die Palme bringen. DSC05233

Vor zehn Jahren wurde das Alte Rathaus mehrere Stunden von Schülerinnen und Schülern der BOS besetzt. Damals, weil das Gebäude an der Landshuter Straße – kurz gesagt – eine verschimmelte Dauerbaustelle war. Erst nachdem ein Gesprächstermin zugesagt wurde, gaben die Schüler das Rathaus frei. Beim anschließenden Termin versprach Schaidinger, das Problem zu lösen, nur um vor der Presse etwas ganz anderes zu behaupten. Dumm nur: Das Gespräch war aufgezeichnet worden, lief wenig später auszugsweise im Radio und dokumentierte beeindruckend wie der Oberbürgermeister mit dieser Schule umgeht. Da wundert es kaum mehr, dass Schaidinger heute vor einer Diskussion mit den Betroffenen zurückschreckt.

hanswurst

Ob der Neubau gestrichen wird, ist bislang noch nicht entschieden. Die CSU wird sich damit bei ihrer Klausur Anfang November beschäftigen. Wie sich die SPD zu dem Thema stellen wird, ist ebenfalls noch offen.

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Kommentare (29)

  • Joachim Datko

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    Es geht vielen Schülern und Lehrern der FOS/BOS scheinbar sehr gut. Je besser es den Menschen geht, desto größer werden oft die Ansprüche.

    Die Stadt ist mittlerweile massiv verschuldet. Trotzdem wird immer weiter gefordert. Viele Schüler der FOS/BOS leben meiner Ansicht nach in einem „Wolkenkukusheim“.

    Hoffentlich stehen wir nicht eines Tages im Freien, vor lauter „Einhäusigkeit“.

  • Werner

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    Schaidinger kündigt nur noch an, tut aber nichts. Die schwache und obrigkeitsdenkende CSU-Fraktion kann ihm nicht in den Arsch treten. Die SPD unter Wolbergs und Hartl reiht sich nahtlos ein. Herr Hartl in der Opposition bringt weit mehr für die Stadt als in der „Regierungsverantwortung“.

  • peter sturm

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    wenn 700 schüler und lehrer gegen wortbruch demonstrieren, dann halte ich das nicht für „bodenlos“ sondern für tapfer.
    ein wesenszug, der beim ob nicht sonderlich stark ausgeprägt scheint.
    er war da und hat mit den schülern nicht gesprochen. ebenso gut könnte er abdanken.

  • CSU Mitglied

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    Der Bericht der Regensburger Polizei spricht allerdings nur davon, dass sich „im Anschluss (..) sich einige Personen ins Alte Rathaus (begaben), um mit dem Herrn Oberbürgermeister ein Gespräch zu führen. Hierbei klopften sie lautstark gegen die Türe zum Vorzimmer des Oberbürgermeisters. Auf Aufforderung verließen die Personen jedoch das Alte Rathaus wieder.“

    Also viel Aufregung um nichts von H. Wolbergs?
    Was ist an diesem Verhalten bodenlos?

  • rosa rakete

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    Es ist wirklich unglaublich – da wird für diesen Baseball-Schwachsinn ein Ungeld ausgegeben und für unsere Bildung fehlt der Zaster.

    Dafür darf der Baseball-Vorsitzende Armin Z. pro-Schaidinger-Statements im Wochenblatt abgeben.

    Da muss man kein Schelm mehr sein, um Böses dabei zu denken.

    Da darf man ruhig mal die Vermutung äussern, dass es sich hier um das Symptom eines korrupten Systems handelt. Werden hier Millionen verschleudert, um Kommunalpolitikern innerparteiliche Loyalitäten zu sichern ? Statt sie in unsere Schulen zu investieren ? In soziale Projekte ? Zumindest hat es den Anschein und die Betreffenden tun wenig, um diesen Eindruck zu verwischen. Das würde man dann „offene Korruption“ nennen, das letzte Stadium zur Bananenrepublik.

    MAN SOLLTE DER GANZEN BANDE ENDLICH DEN RECHTSSTAAT VOR AUGEN FÜHREN UND DEN PROZESS MACHEN

    Wo ist da die Landesanwaltschaft, die Rechtsaufsicht ?

  • rosa rakete

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    Künftig solche demonstrationen allgemein ankündigen bitte, ich kenne locker 30 Leute, die derartige Anliegen gerne mit Teinahme an einer solchen Demo unterstützen würden.

  • Roswita Hallhuber

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    @Joachim Datko

    IHRE Steuergelder werden sowieso IMMER für die falsche Sache „hinausgeworfen“!

    Wenn sich heute z.B. behinderte Menschen über schlechte Infrastruktur beklagten, Sie schrieen sofort „SIMULANTEN! SIMULANTEN! MEIN GELD! MEIN GELD!“

  • Joachim Datko

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    Für die „Bildung“ wird viel zu viel Geld ausgegeben

    Zu rosa rakete am 01. Nov 2009, 16:53 „Es ist wirklich unglaublich – da wird für diesen Baseball-Schwachsinn ein Ungeld ausgegeben“
    ===
    Auch für die „Bildung“ wird viel zu viel Geld ausgegeben, das Bildungssystem ist ineffizient. Das “Lehrer-System” ist teuer und ineffektiv.

  • BOSLehrer

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    Zu Datko, der offensichtlich nicht mehr weiß, was er redet: Wie kann man nur solche Sätze formulieren? Für die Bildung würde zuviel Geld ausgegeben! Zuviel Geld für Bildung? Da haben Sie wohl bei sich als Erstem angefangen zu sparen, Herr Datko! Machen Sie nur weiter so! Es gibt noch viel mehr Bereiche, wo man sparen kann: Theater, Kunst oder dieser ganze ineffiziente Demokratiebetrieb … Auf geht`s, setzen Sie den Rotstift an! Aber Anführungszeichen nicht vergessen, schließlich war`s ja nicht so gemeint, oder? Viele Grüße aus dem „`Lehrer-System`“!

  • Margit Rötzer

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    Den vollkommen berechtigten Anliegen der Regensburger Schülerinnen und Schülern mit einen Wollberg´schem „bodenlos“ zu begegnen – oder wie Schaidinger, der seinen Adlatus Mittermeier mit Polizeihilfe die Rathaustüren verrammeln lässt – zeigt die Lächerlichkeit, die Ignoranz und die Verlogenheit der sogenannten Rathausherren.
    – Wir sollten es den Schülern gleichtun und auf die Strasse – und ins Rathaus – gehen.
    Grund dazu gibt es in Hülle und Fülle!
    Zu Frau Hallhuber: Bitte erinnern Sie Wollbergs nicht daran, dass er jemals Falken-Mitglied war. Da bekommt er wahrscheinlich einen Weinkrampf. Seine „wilde Zeit“ ist seit Jahrhunderten vorbei und hat dies vor Jahren den Falken auch mitgeteilt und ist ausgetreten.

  • Adalbert Singhuber

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    „Mündiger Bürger“ hat Recht wenn er die Bürgerschaft dazu aufruft, sich zu erheben. Es drängt sihc der Eindruck auf, dass Regensburg – aber auch Bayern – im Filz verfangen ist und die Protagonisten tun nichts, um diesem Eindruck entgegenzuwirken.

    Leider kommen auch die „Kontrollorgane“ irer Aufgabe nicht nach. Wozu gibt es die Pressefreiheit, wenn unser Heimatzeitung hiervon keinen Gebrauch macht und in Regensburg nicht einmal darüber berichtet wird, dass Schaidinger als Mitglied des Verwaltungsrats der Bayern LB mal wieder Steuergelder verzockt hat, indem er nichts gegen den Kauf der Hypo-Alpe-Adria Bank unternahm.

    Auch die Justiz bleibt hier tatenlos. Nachdem die Regensburger Staatsanwaltschaft bereits in puncto „Mitgliedsbeiträge“ erst nach einer Anzeige Ermittlungen gegen den OB und seine Parteigänger aufnahm, ermitteln die Staatsanwälte in der causa „Hypo-Alpe-Adria“ nur gegen Vorstandschef Schmidt, nicht aber gegen die beteiligten Politiker. Um diese „macht die Münchner Justiz jedoch einen großen Bogen“, „was an der prominenten Zusammensetzung des Kontrollgremiums liegen (könnte)“, dem neben unserem OB auch andere CSU-Granden angehören (http://www.sueddeutsche.de/finanzen/969/491338/text/4/).

    Selbst die Österreicher machen sich schon über unseren Filz lustig, wenn deren Presse beispielsweise titelt: „Bayerische Amigos und ihre Geschäfte am Wörthersee“ (nachrichten.at vom 16.10.2009).

    Wie soll der Bürger nur reagieren, wenn überall der Eindruck von Filz und Korruption herrscht, die Judikative und die „vierte Gewalt“, also die Presse, nicht eingreifen.

    Sollte es so weitegehen, so machen sich Staatsanwaltschaft und Presse daran mitschuldig, wenn Bürger sich gezwungen sehen, mit Selbsjustiz gegen die Verschwendug ihrer Steuergelder und das augenscheinlich korrupte Filz-System, in dem unser OB allem Anschein nach keine untergeordnete Rolle spielt, vorzugehen.

    Unsere Demokratie lebt davon, dass Presse und Staatsanwalt ohne Ansehung der Person Missstände aufgreifen und dagegen statt der einzelnen Bürger vorgehen. Wenn dies nicht schleunigst geschieht heißt es wohl bald: „Willkommen im Mittelalter“.

  • Objektivus

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    Schaidinger wurde immer als „Macher der Wirtschaft“ gelobt und hat sich dafür preisen lassen.
    Ende vom Lied: Ein haufen Schulden!

  • Manfred Veits

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    „Könnte ein Bürgerbegehren den Rathauschef ersetzen?“ – fragt MÜNDIGER BÜRGER.

    Antwort: Im Prinzip ja – derzeit vor allem im Bundesland Hessen, wo bereits via Bürgerentscheid ein Stadtoberhaupt abgewählt wurde.

    In Bayern: nein. So sind die bayerischen Regeln.

    Änderbar? Ja – z.B. durch ein Volksbegehren.
    ÖDP, als auf Volksbegehren spezialisierte Partei: Geh du voran!

  • Mündiger Bürger

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    @ Manfred Veits:

    Vielen Dank für Ihre Auskunft. Schade, dass ein Bürgerbegehren zur Absetzung des OB in Bayern nicht möglich ist.

    Leider wird ein Volksbegehren – auch wenn ein solches zur Einführung der Möglichkeit, einen OB wieder abzusetzen sehr zu begrüßen wäre – für Regensburg zu spät kommen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Stadt schon darniederliegen, die Gesellschaft in Amigos und andere geteilt sein. Was könne wir konkret tun, uns des OBs und des dazugehörigen Filz noch vor der nächsten Wahl zu entledigen? Ideen? Oder sind wir verdammt?

  • Manfred Veits

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    Machen Sie Ihrem Namen alle Ehre, MÜNDIGER BÜRGER, und stellen Sie Öffentlichkeit her – nehmen Sie Ihre Freunde und Ihren Stadtteil dazu: Aufklärung tut Not.

  • Johannes Mühlbauer

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    Schaidinger erneut beim Lügen erwischt!

    Bereits vor zehn Jahren wurde Schaidinger in Sachen BOS bei Lügen erwischt. Damals versprach er in einem Gespräch mit den Schülern, das Problem zu lösen, nur um vor der Presse etwas ganz anderes zu behaupten.

    Heute spricht er – offensichtlich um die berechtigt demonstrierenden Schüler zu verunglimpfen – von angebilchen Sachbeschädigungen durch die Schüler. Hierzu äußert sich Dr. Klaus Fischer, Verbindungslehrer
    und Sicherheitsbeauftragter an der
    FOS/BOS und im Rathaus Zeuge der
    Störaktion in der heutigen MZ. Hiernach kam es keinesfalls zu den behaupteten Sachbeschädigungen: „Ich
    kam gleichzeitig mit der Polizei vor
    dem OB-Zimmer an. Es war laut auf
    dem Gang, mehr nicht. Nach der ersten
    Aufforderung der Polizei gingen
    die Demonstranten auch sofort.“

    Typisch Stadtspitze. Während bisher nur politische Gegner verunglimpft wurden, geht es nun gegen die eigene Bevölkerung – und ausgerechnet gegen Schüler, unsere Kinder. Pfui Teufel!

  • Joachim Datko

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    1) Weiteres FOS/BOS Schulgebäude unnütz!

    2) Viele Menschen bedenken nicht, dass die öffentliche Hand nur das Geld der Bürger ausgeben kann. Ein zusätzliches, unnützes Schulgebäude muss von den Bürgern finanziert werden. Der Bildungsbürokratismus wird weiter aufgebläht.

    3) Die Schülerzahlen sind rückläufig (Schuljahr 2007/2008) Siehe:
    „Am stärksten gesunken sind die Schülerzahlen in Grundschulen (– 64 100; – 2,0%)“
    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/02/PD08__075__211,templateId=renderPrint.psml

    4) Es genügt nicht, über die hohen Steuern und Abgaben zu jammern, man sollte sparsam wirtschaften.

    5) Meine Streichliste z.B. auch als „Junktim“:
    Schulgebäude
    Jahnstadion
    Stadthalle

  • beobachterin

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    Die Diskussion um dieses nicht unwichtige zeigt wieder einmal die Sprachlosigkeit in unserer Stadtgesellschaft. Bei der Entscheidung ob, wann, wie und wo ein neues Schulgebäude für die BOS/FOS gebaut wird, geht es doch einfach darum alle Fakten auf den Tisch zu legen und dann zu entscheiden. Was sind die Fakten:
    Die Lehrsituation der BOS und der FOS, ursprünglich handelte es sich um zwei Schulzwiege, die in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht warren. Die FOS in der Amberger Straße in einem heruntergekommenen Gebäude und die BOS im Berufsschulzentrum. In den neunziger Jahren wurden diese beiden Schultypen zusammengeführt. Solange wird dem Lehrkörper und den Schülern Verbesserung ihrer Situation in Aussicht gestellt. Die Prioritäten wurden stets entgegen gegebenen „Versprechen“ gesetzt.

    Die Koalition im Stadtrat hat im vergangenen Jahr als Reaktion auf entsprechende Ankündigungen vor der Kommunalwahl den Schülern und Lehrern eine neue Schule und mittelfristig die Einhäusigkeit in Aussicht gestellt. Ein Versprechen? Wenn es ein Versprechen war sollte es gehalten werden, ansonsten braucht sich Politik nicht zu wundern, weshalb die Wahlmüdigkeit abnimmt.

    Warum tuen sich FOS und BOS so schwer auf sich aufmerksam zu machen? Ganz einfach! Es handelt sih um einen Schultyp, der in der Regel von Erwachsenen besucht wird (2. Bildungsweg), damit fallen die Eltern insbesondere die gut in der Stadtgesellschaft vernetzten als Unterstützer, die Politik ernst nimmt aus.

    Wie der Leserbrief des ehemaligen Leiters des Werner-von-Siemens-Gymnasiums zeigt, werden beide Schule von den konservativen Bildungsträgern nicht als gleichwertige Schultypen angesehen. Deshalb findet die Sanierung der Gymnasien eher Unterstützer.

    Andererseits: Bisher wird gestritten obwohl nicht bekannt ist, ob das VMG beide Schulen aufnehmen kann, ob und in welchem Zeitraum die Einhäusigkeit hergestellt werden kann. Der Landrat hat für den Kandkreis den Hut in den Ring geworfen. Vielleicht ist eine Aufteilung der Schulen auf die Standorte Regenstauf und Regensburg ja wirklich sinnvoll aufgrund der Kosten und vermiedener Reisestrecken.

    Aufklärung tut not! Weder der OB, der anscheinend als so belassen möchte wie es ist, noch die, die für eine Änderung eitreten haben bisher ihre Argumente auf den Tisch gelegt. Entscheidungen, die lediglich auf Machtdemonstration basieren, sind teuer und einer demokratischen Gesellschaft unwürdig.

    Die Zukunft/Bildung unserer Kinder unseres Landes sollte uns schon etwas Wert sein, mehr als ein neues Fußballstadion, eine Stadthalle und sonstige Prestigeprojekte.

    Die Kunst der Politik besteht darin visionär die richtigen Prioritäten zu setzen und zu entscheiden. Wenn die Diskussion in Regensburg verfolgt, könnten Zweifel aufkommen.

  • FOS-Lehrer

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    Herr Datko, Sie sind ja ein ganz Schlauer! Respekt! Sie wissen, dass die Grundschul-Schülerzahlen rückläufig sind und dass man, weil es ja das Internet gibt, im Prinzip ganz auf Schule verzichten kann. Sie haben früher nur aus Büchern gelernt, die Lernbedingungen waren Ihnen gleichgültig – mehr noch, Sie hatten gar keine guten Schulbedingungen nötig! Das nötigt mir erneut Respekt ab!
    Aber leider sind unsere Schüler nicht immer ganz so gnadenreich mit Intelligenz und Begabung gesegnet wie Sie! Und das Bedürfnis nach Frischluft, nach Treppenhäusern, die einem nicht ein Dosensardinengefühl geben, nach moderner Ausstattung – alles Unfug, da haben Sie wohl Recht!
    Kommen Sie mal zu uns und überzeugen Sie sich von unseren Arbeitsbedingungen – und dann gehen Sie auch einmal in die Klassenzimmer und erklären den Schülern, wie man richtig lernt und dass man dazu kein von guten Steuergeldern (pfui Teufel!!) finanziertes neues Schulgebäude braucht!
    Anschließend lade ich Sie zu einer Tasse Kaffee im Lehrerzimmer ein – in irgendeiner Ecke werden wir uns schon hinquetschen können! Und dann erläutern Sie mir noch mal genau Ihre Ansichten, ja?

  • trojan

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    @ beobachterin

    könnten Sie mir bitte Ihr Argument der „verminderten Reisestrecke“ für einen BOS Schüler aus Schierlich erläutern, wenn er nach Regenstauf und nicht nach Regensburg zur BOS fahren muss?

    Der Verzicht auf den FOS/BOS neubau ist, wenn ich die Berichterstattung richtig verstanden habe eine Idee, die allein vom Oberbürgermeister stammt.
    Bürgermeister Weber scheint sich vehement dagegen zu wehren und Bürgermeister Wolbergs hat sich noch keine abschließende Meinung bilden können, wohl, weil er vom Oberbürgermeister und dessen plötzlicher Eingebung genau so überrascht wurde wie die verantwortlichen Leute in der FOS/BOS.

  • trojan

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    tschuldigung der Schüler kommt aus Schierling oder meinetwegen auch aus Aufhausen.

  • Joachim Datko

    |

    Meine Streichliste:
    Schulgebäude, Jahnstadion, Stadthalle

    – Kein überflüssiges Schulgebäude
    – Kein überflüssiges Jahnstadion
    – keine überflüssige Stadthalle

    Die FOS/BOS ist zur Zeit mit Schulgebäuden sehr gut versorgt. Die Schülerzahlen nehmen ab. Das „lehrer-orientierte“ Schulsystem ist zu teuer und ineffektiv. Anreize für Telekolleg- Abschlüsse.

  • milchmädchen

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    geld scheint doch in regensburg keine rolle zu spielen. baseball-tribünen, neue möbel fürs rathaus III, ironman (in 10 Jahren noch wird man davon sprechen, wie die durch die donau geschwommen sind!), flüge nach china (hartl und schlegel)…

    zumindest geld für fragliche prestige-objekte. schulen, ach mei, fos und bos, da hat’s ja für ein gescheites abitur eh nicht gelangt.

    schaidinger, go home. as soon as possible, und nimm wolli und wild gleich mit.

  • sallerner

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    @ Datko

    Sie haben wieder mal keine Ahnung. FOS/BOS gut versorgt?
    Ein Gebäude asbestverseucht, 8 Klassen in Containern auf dem Pausenhof an der Landshuterstraße. Der Platz, der jedem Lehrer im Lehrerzimmer bleibt würde auf die Käfighaltung von Hühnern übertragen einen Aufschrei der Teirschutzverbände auslösen. Das sind die Fakten, aber die interessieren solche Leute wie Herrn Datko, die Nerversäge, nicht.

    Leute merkt euch Datko der Oberchecker unserer Stadt weiß trotzdem alles besser, Fakten – Nebensache, Hauptsache er kann eines seiner Feindbilder pflegen: Kaminkehrer – Energieversorger – Priester – Kirche im allgemeinen – Lehrer – Schüler usw.

  • peter sturm

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    – Kein überflüssiges Schulgebäude
    – Kein überflüssiges Jahnstadion
    – keine überflüssige Stadthalle
    der wettbewerb der „dümmsten kälber“ läuft in der mz und nicht hier.
    ich gebe aber zu, dass ich den impuls verspüre dieser liste einen punkt hinzuzufügen:
    -keine datkokommentare

  • maddin@saukopf.de

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    :) da trollt er wieder…

  • Hans

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    hallo,
    Besuche die BOS Techink und mich nervt es zu Tode was die Stadt mit diesen Schultyp macht . Alljährlich beim Infineon Preis heuchelt der OB das wir die Zukunft dieses Landes sind und wir so dringend benötigt werden…. Nun das die BOS wichtig ist stimmt (vor allem der Technische Zweig ) jeden klar denn dies ist der einzige Schultyp der zuverlässig Ing. Physiker usw. produziert also die Leistungsträger dieses Landes (Sozi und Wirt. ler ausgenommen) (das Gymi ist zu vernachlässigen die jammern ja schon rum weil s 1 jahr weniger haben, lächerlich, zufällig ist mein kleiner Bruder in der 11 Gym und ich bin weiter in Mathe und Physik und sonstigen Fächern und ich muss ihm auch noch Nachhilfe geben… und das als ehemaliger Hauptschüler und nein, mein Bruder ist kein vollpfosten ) armes Deutschland das einzige was dieses Land hat sind seine Ing. denn Deutsche Maschinen sind immer noch die besten der Welt (außer ein paar ausnahmen in der Automobilindustrie) wir haben keine Rohstoffe oder sonstiges….
    Darum ist nur dumm einfach dumm was die Stadt mit diesen Schultyp macht vor allen wenn man bedenkt das wir alle ü 18 sind und wählen
    und das ewige Gejammer es sei kein Geld da ist totaler Unsinn so etwas zu behaupten ist einfach nur idiotisch der Wirtschaftsraum Regensburg gehört zu einen der lukrativsten in Bayern ergo Geld ist auf jeden Fall da man sollte es nur damit richtig umgehen aber man sieht s an der Wirtschaftskrise, Leute die behaupten sie kennen sich mit Geld aus und mit Wirtschaft z.b Leute mit so einem BWL Studium Hm wie soll ich s sagen ohne zu abwertend und „Rassistisch“ zu Klingen…. wenn man nicht einmal einfachste Funktionen und Rechenoperationen beherrscht und nicht seinen gegeben Menschenverstand benützt sonder nur auf Gier ist…..

    Mit unfreundlichen Grüßen

  • Einzug der SIS beschleunigt FOS/ BOS-Neubau | Regensburg Digital

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