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Beiträge mit Tag ‘Colosseum’

Verharmlosend: Der Text auf der Bodenplatte vor dem Colosseum.
Die Bodenplatte vor der ehemaligen KZ-Außenstelle Colosseum in Regensburg Stadtamhof sorgt zunehmend für Empörung. Am Rande einer Veranstaltung zum gestrigen Antikriegstag hat das Bündnis „Kein Platz für Neonazis“, dem unter anderem der DGB und die Sozialen Initiativen angehören, für den 16. September eine Kundgebung vor dem Colosseum angekündigt. DGB-Gewerkschaftssekretär Andreas Schmal kritisierte den Text auf der Platte am Donnerstag als verharmlosend. Einem würdigen Gedenken an die Todesopfer des Colosseum werde die Stadt damit nicht gerecht. Auf der Platte wird weder darauf eingegangen, dass es sich beim Colosseum um eine Außenstelle des KZ Flossenbürg gehandelt hat, noch, dass 65 Menschen dort den Tod fanden. Es wird lediglich erwähnt, dass im Colosseum „Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg untergebracht“ gewesen seien, die vor dem Haus „durch Unterernährung und Demütigungen geschwächt, zum Appell antreten“ mussten. Tatsächlich waren insgesamt 400 Gefangene auf engstem Raum im Colosseum eingesperrt. Sie waren von der Reichsbahn und den Regensburger Messerschmidt-Werken angefordert worden, um am Bahnhof Bomben zu räumen und Gleise zu verlegen und damit die Lieferungen der Rüstungsschmiede sicherzustellen. Am 23. April 1945 wurden die Überlebenden zum Todesmarsch getrieben. Weniger als 50 von ihnen wurden am 2. Mai von den Alliierten befreit. Wie berichtet, wurde die Gedenkplatte bereits im April verlegt, ohne dass die Öffentlichkeit, geschweige denn der Stadtrat über den Termin oder den Inhalt der Tafel informiert worden wäre.

SPD-Fraktion war mit dem Text nicht einverstanden

Christa Meier (SPD): „Frage mich schon, warum solche Dinge immer wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht werden.“
Stadträtin und Oberbürgermeisterin a.D. Christa Meier (SPD) kann sich über das Vorgehen der Stadt nur wundern. Kulturreferent Klemens Unger habe ihr einmal auf Nachfrage einen Textentwurf für die Tafel gezeigt. „Ich habe ihm gesagt, dass unsere Fraktion damit nicht zufrieden ist und gerne Einiges ändern würde.“ Als sie später wieder nachfragte, habe Unger ihr mitgeteilt, dass die Gedenktafel auf Wunsch des Oberbürgermeisters schon verlegt worden sei. „Ich frage mich schon, warum solche Dinge in Regensburg immer wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht werden“, ärgert sich Meier. Laut Auskunft der Stadt stammt der Text aus dem Amt für Archiv- und Denkmalpflege. In einer gemeinsamen Runde aller Referenten zusammen mit Oberbürgermeister Hans Schaidinger und den Bürgermeistern Gerhard Weber (CSU) und Joachim Wolbergs (SPD) wurde der Gedenktext schließlich abgesegnet. Dann wurde die Platte ohne weitere Diskussion einfach verlegt.

Schaidinger: „Ein Detail der Regensburger Geschichte“

Dass dies heimlich, still und leise geschehen sei, will Oberbürgermeister Hans Schaidinger übrigens nicht gelten lassen. „Die Arbeiten wurden in aller Öffentlichkeit ausgeführt“, so der OB. Bleibt die Frage, wie das sonst hätte geschehen sollen. Bereits Anfang August hatte sich der Ortsvorsitzende der SPD Stadtamhof, Markus Zaglmann, an Schaidinger gewandt und angeboten, zusammen mit der Stadt wenigstens eine würdevolle Einweihung der Gedenkplatte nachzuholen. Schaidinger hat dies abgelehnt. „Ich halte es nicht für zielführend, eine Veranstaltung ohne Bezug zu einem Gedenktag durchzuführen“, so Schaidinger. Er halte diese Gedenkplatte für wichtig, um auf „ein Detail der Regensburger Geschichte“ hinzuweisen.

Colosseum-Gedenken „sehr beschämend“

Die klammheimliche Verlegung der Bodenplatte vor dem ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum in Regensburg Stadtamhof sorgt für Kritik. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtamhof, Markus Zaglmann, bezeichnet es als „sehr beschämend“, dass es anlässlich der Verlegung keine öffentliche Gedenkveranstaltung gegeben hat. „Man könnte den Eindruck gewinnen, dass kein großes Aufsehen gemacht werden sollte“, so Zaglmann.

Verschämte Verlegung

Sie ist über 25 Jahre alt: Die Debatte um ein angemessenes Gedenken für die Opfer des KZ-Außenlagers Colosseum in Regensburg Stadtamhof. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass eine vor zwei Jahren beschlossene Bodenplatte in aller Stille verlegt und darüber nicht einmal der Stadtrat informiert wurde.

Von Kommunisten, Senf-Fabrikanten und Schwammerlforschern

Heuer zum 40. Mal: Das “offizielle” Regensburg fehlt beim Gedenkweg für die Opfer des Faschismus. Für die CSU fehlt es an der rechten Ideologie: Es könnten Kommunisten teil nehmen, so die Befürchtung. Das ist nur ein Detail aus dem reichen Fundus an Regensburger Gedenk-Peinlich- und Ungeheuerlichkeiten. Dass diese nicht totgeschwiegen, sondern angesprochen werden, zeichnet den ideologisch bedenklichen Gedenkweg am Samstag aus.

Magie der Medien in Flossenbürg

Das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg. In Regensburg befand sich eines der zahlreichen Außenlager des KZs. Foto: Archiv Mehr als 62 Jahre dauerte es, bis in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in einer ersten Ausstellung an das Leid der über 100.000 Häftlinge und der 30.000 Toten erinnert wurde. 2007 holte das „vergessene KZ“ als letzte Gedenkstätte nach, was bundes- […]

Jahrelanges Trauerspiel

Unter keinem guten Stern steht der Gedenkstein für die Opfer des KZ-Außenlagers Colosseum in Regensburg Stadtamhof. Nach fast eineinhalbjähriger Diskussion hatte der Kulturausschuss im September 2009 immerhin beschlossen, den bis dahin versteckt stehenden Stein um 90 Grad zu versetzen und so besser sichtbar zu machen. Es dauerte erneut ein dreiviertel Jahr, bis dieser Beschluss Mitte […]

Antifaschistischer Gedenkweg: Dokumentationszentrum gefordert

„Wenn Sie öffentlich machen, dass es hier ein KZ-Außenlager geben hat, werden Sie die Konsequenzen tragen.” Diesen Spruch bekam Hans Simon-Pelanda von der ARGE ehemaliges KZ Flossenbürg 1983 aus dem Regensburger Rathaus zu hören. Damals hatten Schülerinnen und Schüler der BOS im Rahmen eines Geschichtsprojekts das KZ-Außenlager Colosseum in Regensburg Stadtamhof „wieder entdeckt”. Mindestens 65 […]

Gespaltenes Gedenken

Es ist die sich alljährlich wiederholende Regensburger Peinlichkeit: Zum Gedenken an die Opfer des Faschismus finden zwei getrennte Veranstaltungen statt. Das „offizielle Regensburg” würdigt am Dachauplatz Domprediger Johann Maier, den Polizeibeamten Michael Lottner und Lagerarbeiter Josef Zirkel. Sie hatten für eine kampflose Übergabe der Stadt an die Alliierten eingesetzt hatten und wurden deshalb von den […]

Empörungsoffensive

Was ist „Gedenktafel-Tourismus”? Das weiß allenfalls Christian Schlegl selbst. Ob nun google oder wikipedia, der Brockhaus oder der Duden: Nirgendwo ist dieses Wort bekannt. Der Fraktionschef der Regensburger CSU hat halt wieder nur so daher geredet, als er vom Wochenblatt gefragt wurde, ob die CSU eine Gedenktafel für die Neupfarrplatzgruppe aufstellen will.Er hat halt daher […]

Falsch gedacht, Herr Unger!

„Nun haben wir das Thema wieder auf der Tagesordnung und wieder wird nur so getan, als wolle man etwas tun.” Wenn Jürgen Huber auf eine Gedenktafel für die Regensburger Neupfarrplatzgruppe angesprochen wird, hält der Stadtrat mit seinem Ärger nicht hinter dem Berg. Für den kulturpolitischen Sprecher der Grünen ist das Thema Gedenkkultur in Regensburg eine […]

Geht’s besser?

„Da gehört was gemacht.” „Genau. Da gehört was gemacht.” „Unbedingt. Da müssen wir was machen.” „Ja, aber das? Eine Gedenktafel?” Es ist Donnerstag. Wir befinden uns in der Sitzung des Regensburger Kulturausschusses. Hierher haben die Stadtratsfraktionen jene Stadträtinnen und Stadträte entsandt, denen sie genügend Geist, Kreativität und Enthusiasmus zutrauen, um die kulturpolitischen Geschicke Regensburgs zu […]

Colosseum: Eine Bodenplatte vorm Gebäude?

In der Diskussion um ein angemessenes Gedenken für die KZ-Opfer im Colosseum in Stadtamhof liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch. Der Gedenkstein (Foto) soll um 90 Grad versetzt und am Brückenbasar entlang des Bürgersteigs aufgestellt werden. Vor dem Gebäude schlägt der Regensburger Kulturreferent Klemens Unger eine große Bodenplatte oder einzelne Metallplatten vor, um an […]

Colosseum: Kulturreferent reagiert
auf anhaltende Kritik

Am 23. September steht das ehemalige KZ-Außenlager Colosseum beim Kulturausschuss des Regensburger Stadtrats auf der Tagesordnung. Das teilt Kulturreferent Klemens Unger in einer aktuellen Presseerklärung mit. Unger reagiert damit auf Kritik der Landtagsabgeordneten Margit Wild (SPD). Sie hat sich kürzlich zu Wort gemeldet und eine rasche Entscheidung von den Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung gefordert, um […]

Gedenkstein für KZ-Opfer: „Einer Welterbestadt unwürdig”

In der Diskussion um ein würdiges Andenken für die Opfer des ehemaligen Regensburger KZ-Außenlagers Colosseum hat sich nun die Landtagsabgeordnete Margit Wild eingeschaltet und von den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung eine rasche Entscheidung gefordert. Über ein Jahr ist es her, seit die Grünen im Regensburger Stadtrat den Antrag gestellt haben, eine Gedenktafel am Gebäude anzubringen. […]

Regensburger Geschichte endet mit dem Mittelalter

Wie ist es um die Gedenkkultur in Regensburg bestellt? Welche Möglichkeiten gibt es, um die Erinnerung an die NS-Vergangenheit für kommende Generationen wach zu halten? Diese Fragen haben sich die Regensburger Grünen auf die Fahnen geschrieben. „Regensburg profitiert als Weltkulturerbe von seiner Geschichte”, erklärt Bundestagskandidat Jürgen Huber. „Dazu gehört auch die NS-Vergangenheit und vor der […]

Gedankenloses Gedenken

Immer lustiger wird die Posse um die Gedenkinschrift, die Kulturreferent Klemens Unger in Stadtamhof hat fabrizieren lassen. Seit kurzem ziert sie das Pylonentor. „1809 Schreckenstage durch Napoleon – Zum Gedenken an die Opfer 2009“ wurde dort ins historische Gestein gemeißelt. Das hat Kritiker auf den Plan gerufen. War es doch nicht Napoleon, sondern die Österreicher, […]

„Unterhalb jeden Niveaus der Kulturgeschichte“

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist der Zug der Erinnerung in Regensburg angekommen. „Hier war im Gegensatz zu manchen anderen Städten keine Überzeugungsarbeit nötig“, so Hans-Rüdiger Minow. Minow ist Vorsitzender des Vereins, der den Zug der Erinnerung 2007 gegen den Widerstand der Deutschen Bahn auf die Gleise setzte.  An mittlerweile über 80 Stationen […]

Hitlergruß beim Gedenkweg

Seit Jahren ist es dasselbe Spiel: In Regensburg wird den Opfern des Nationalsozialismus an zwei Tagen gedacht. Am 23. April findet der Gedenkweg für die Opfer des Faschismus statt, der vom ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum in Stadtamhof, über den Neupfarrplatz, die jüdische Synagoge und den Minoritenweg zum Dachauplatz führt. Tags darauf wird ein zweites Mal gedacht: […]

Zug der Erinnerung: Die Bahn AG zockt kräftig ab

Vom 4. bis zum 6. Mai hält ein besonderer Zug am Regensburger Bahnhof. „Der Zug der Erinnerung“. Im ganzen Bundesgebiet ist die rollende Ausstellung über die Deportation von jüdischen Kindern im Zweiten Weltkrieg seit drei Jahren unterwegs und erzählt die Geschichte der europäischen Deportationen. Zwischen 1940 und 1944 deportierten die NS-Behörden schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder […]

Colosseum: Wann tut sich was?

„Wir arbeiten weiter daran“, sagt Klemens Unger nur. Der Kulturreferent ist von der öffentlichen Diskussion um eine Gedenktafel am ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum etwas genervt. Das Ganze zieht sich ja schon eine Weile hin. Genauer gesagt: rund 25 Jahre. Der aktuelle Anlass: Vom Juli 2008 datiert ein Antrag der Grünen im Kulturausschuss, der (erneut) eine Gedenktafel […]

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