SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 2. Mai 2020

Sie werden rigoros abgeschottet und weggesperrt: Alte und Pflegebedürftige. Zu ihrem eigenen Schutz, so das Argument vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Doch dieser Schutz ist nicht wirklich gewährleistet. Mangelhaft ausgestattetes Personal erhöht das Infektionsrisiko.

“Unverhältnismäßige Härte”: Der Pflegeschutzbund BIVA fordert ein Besuchsrecht in Pflegeheimen trotz Corona. Foto: Andreas Bohnenstengel/Wikimedia Commons

Während etwa Geschäfte, Baumärkte und Autohäuser mittlerweile wieder geöffnet sind, Ausgangsbeschränkungen weiter gelockert werden und Zusammenkünfte für religiöse Gruppen nach einem Gerichtsurteil wieder zugelassen werden müssen, bleiben andere große Gruppen weiter rigoros abgeschottet und weggesperrt: Alte und Pflegebedürftige. Vergessen und verdrängt von politischen Entscheidungsträgern? „Das ist kein Schutz. Das ist eine Qual.” Sie wolle lieber sterben, als eingesperrt zu sein. Mit diesen Worten brachte eine 86jährige Frau die gegen ihren Willen verordnete Isolation im Pflegeheim auf den Punkt (hier zum lesenswerten RND-Artikel von Ende April).

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