SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 19. Mai 2020

Plädoyers im zweiten Korruptionsprozess

„In der rechtsstaatlichen Sahelzone“

Strafverteidiger Michael Haizmann übt in seinem Plädoyer im Korruptionsprozess scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft. Für seinen Mandanten Ferdinand Schmack beantragt er Freispruch in allen Anklagepunkten.

“Die Schmacks leben in Regensburg, nicht in Corleone.” Strafverteidiger Michael Haizmann. Foto: Archiv/as

„Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als die Lüge.“ Dieses Nietzsche-Zitat, das Strafverteidiger Michael Haizmann irgendwann im Verlauf einflicht, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Plädoyer, bei dem er der Staatsanwaltschaft immer wieder entgegenhält, sich im Verlauf der Ermittlungen wegen auffälliger Bauträger-Spenden irgendwann völlig verrannt zu haben. Der Verteidiger von Ferdinand Schmack, dem die Staatsanwälte Vorteilsgewährung und Bestechung vorwerfen, fordert einen vollumfänglichen Freispruch für seinen Mandanten.

Prozess zu Polizeieinsatz in der "Schocknacht"

„Rechtmäßig ja, naheliegend nein“

Mit einem Freispruch vom wesentlichen Anklagepunkt endet der Prozess wegen eines Polizeieinsatzes wegen Ruhestörung im Januar 2018, der völlig aus dem Ruder lief. In jener, so Medienberichte, „Schocknacht für die Regensburger Polizei“ brach sich ein Beamter das Sprunggelenk. Doch das könne man dem Angeklagten nicht zum Vorwurf machen, so das Gericht. Das Verhalten der Beamten sei weder vorhersehbar noch naheliegend gewesen.

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