SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 5. Dezember 2020

Am Donnerstag begann am Landgericht Regensburg der Prozess gegen einen 55-jährigen Regensburger, der in den Jahren 2017 bis 2019 mehrfach zwei Mädchen vergewaltigt haben soll. Den Beginn der Hauptverhandlung dominieren mehrere Anträge der Verteidigung. Noch ist unklar, ob vor der Jugendschutzkammer möglicherweise ­unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wird. Auch das hat die Verteidigung beantragt.

Der Angeklagte Gerhard K. meidet den Blick in den Saal. Foto: om

Der Angeklagte setzt alles daran, nicht erkannt zu werden. Hochgezogener Mund-Nasen-Schutz, Kapuze über dem Kopf, die meiste Zeit vom zahlreich anwesenden Publikum abgewandt. In einer Sitzungsunterbrechung hält er einen Zettel vors Gesicht und blickt sich durch ein hineingestochenes kleines Guckloch um. Niemand soll dem mutmaßlichen Kindervergewaltiger ins Gesicht schauen. Lediglich mit seiner Tochter, die zuvor Blickkontakt mit ihm gesucht hatte, unterhält er sich kurz am Rande des Prozesses.

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01
drin