SOZIALES SCHAUFENSTER

Safe Abortion Day

Abtreibung – Mythen und zu wenig Ärzte

Seit 2011 wird am 28. September der „Safe Abortion Day” weltweit begangen. Das Datum verweist auf  das am 28. September 1871 in Brasilien verabschiedete „Gesetz des freien Bauches” (portugiesisch: Lei do Ventre Livre). Dieses legte fest, dass von Sklavinnen zur Welt gebrachte Kinder frei sein sollten. Heutzutage wird an diesem Datum für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen demonstriert. regensburg-digital sprach mit Claudia Alkofer von pro familia über das Thema.

pro familia steht Frauen mit der Schwangerenkonfliktberatung zur Seite. Nicht selten müssen dabei zunächst Sprachbarrieren überwunden werden. Foto: bm

„Es gibt keinen mir bekannten Paragrafen, der in ähnlicher Weise in die Selbstbestimmung über den Körper des Mannes eingreift“, sagt Claudia Alkofer verständnislos. Die Sozialpädagogin arbeitet bei pro familia in der Schwangerenkonfliktberatung. Dabei geht es nicht selten auch um einen möglichen Schwangerschaftsabbruch. Genau darüber würden im Jahr 2020 noch immer viele Mythen und falsche Bilder bestehen, so Alkofer im Gespräch mit regensburg-digital.

Schon allein die Tatsache, dass ein Schwangerschaftsabbruch immer noch im Strafgesetzbuch verankert ist, zeuge von einem generell falschen Umgang mit dem Thema. Der sogenannte Abtreibungsparagraf § 219a StGB untersagt Ärzten Schwangerschaftsabbrüche öffentlich zu bewerben, etwa auf der Homepage ihrer Praxis. „Das ist oftmals eine riesige Unsicherheit, wenn Frauen im Internet nicht recherchieren können, ob in ihrer Nähe so ein Eingriff überhaupt durchgeführt werden könnte.“ Gleichzeitig würden praktizierende Ärzte auf Seiten von Abtreibungsgegnern offen an den Pranger gestellt. „Das ist dann offenbar Ok.“

Die medizinische Versorgung ist gefährdet

Hinzu käme mittlerweile auch eine Generationenfrage. „Die meisten Ärzte, die diesen Eingriff anbieten sind schon älter und werden in den kommenden Jahren aus dem Beruf scheiden. Das sind genau diejenigen, die sich im Zuge der großen Debatten in den 60er und 70er Jahren aus der eigenen Überzeugung heraus auf Schwangerschaftsabbrüche spezialisiert haben.“

Der Eingriff, der meist ambulant durchgeführt wird, sei grundsätzlich nicht besonders schwierig. „Ein Kaiserschnitt beispielsweise ist viel komplexer. Doch in der Ausbildung der Ärzte und Ärztinnen kommt der Schwangerschaftsabbruch so gut wie nicht vor.“ Deswegen wüssten immer weniger praktizierende Ärzte, wie das gemacht wird, erklärt Alkofer. „Schon jetzt gibt es in Regensburg lediglich zwei praktizierende Ärzte, die einen Schwangerschaftsabbruch anbieten. Und die versorgen den gesamten ostbayerischen Raum. Leider gibt es keine Klinik, die Abbrüche durchführt. Erst in Nürnberg oder München gibt es dann wieder die Möglichkeit.“

Und wenige Ärzte bedeuteten gleichzeitig lange Wartezeiten, was bei einer Abtreibung, die in Regensburg nur bis zur 10. Schwangerschaftswoche möglich ist und nicht bis zur 14. Woche, wie es gesetzlich erlaubt wäre, schon mal zeitlich problematisch werden könne, wie Alkofer aus ihrer beruflichen Erfahrung weiß.

Abtreibungsgegner erschweren Arbeit

Dass es Frauen so schwer gemacht wird, das hänge durchaus mit der Lobbyarbeit von klerikalen und konservativen Kreisen zusammen. Die sogenannten Lebensschützer treten offen gegen Abtreibungen auf. In München komme es einmal im Monat zu einer Demonstration vor den Räumen von pro familia. „Die Beratung findet an diesen Tagen dann leider nicht statt. Das möchte man den Frauen einfach nicht antun.“

Unlängst klebten Unbekannte in Regensburg Plakate mit Bezug zu Thurn und Taxis’ Abtreibungsgegnerschaft. Foto: privat

In Regensburg fand eine Zeit lang regelmäßig ein sogenanntes Vigil statt. Dabei zogen einige Gläubige nach einer Andacht in der Stiftskirche St. Johann, neben dem Dom gelegen, zum Castra Regina Center und beteten für die ungeborenen Kinder. Dort befinden sich die ambulanten Operationsräume, in denen auch Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden. pro familia selbst wurde in Regensburg bisher von Protesten verschont.

Mit Gloria von Thurn und Taxis und dem hiesigen Bischof Voderholzer leben in Regensburg zudem zwei namhafte Personen, die Abtreibung als „Mord“ und „Massaker“ benennen. Voderholzer nimmt seit mehreren Jahren am „Marsch für das Leben“ in Berlin teil und hielt dort in der Vergangenheit des öfteren Reden. Auch sein Berufskollege aus Passau, Bischof Stefan Oster, sprach bereits in Berlin.

Gloria von Thurn und Taxis gilt vielen als eine der einflussreichsten Personen aus dem Umfeld der Abtreibungsgegner, zu denen auch die AfD-EU-Abgeordnete Beatrix von Storch gehört. In den USA spielt diese Debatte seit jeher eine unweit größere Rolle als in Deutschland. Mit der Nominierung von Amy Coney Barrett als Kandidatin für das US Supreme Court hat Trump das Thema nun auch zum Gegenstand des Wahlkampfes gemacht. Barrett könnte der kürzlich verstorbenen Frauenrechtlerin Ruth Bader Ginsburg folgen. Seit 1973 kann der Staat niemanden mehr zum Austragen einer Schwangerschaft zwingen. Doch Abtreibungsgegner hoffen nun, dass dieses Gesetz mit der Ernennung Barretts gekippt wird.

„Nicht selten beraten wir auch Frauen Anfang 40“

Laut Alkofer würden die Gegner vor allem Ängste schüren und Unwahrheiten verbreiten. Dabei bestünden auch so schon genügend Mythen rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch. „Viele glauben, es seien vor allem sehr junge Frauen, die halt nicht aufgepasst hätten und deshalb auch selber schuld seien.“ Alkofer arbeitet seit mehreren Jahren in der Beratungsstelle und erklärt, dass es tatsächlich vor allem Frauen Mitte, Ende 30 sind. „Nicht selten beraten wir auch Frauen Anfang 40.“ Etwa 60 Prozent, also über die Hälfte der Frauen, haben bereits eigene Kinder.

Fehlende Erfahrung beim Thema Sex und Verhütung seien es also nicht wirklich. Warum es dann trotzdem zu ungewollten Schwangerschaften komme, habe zahlreiche Gründe. „Es passiert oft Frauen, die in einer langen Beziehung sind und bereits Kinder haben.“ Die Familienplanung sei meist abgeschlossen, das Paar zudem sexuell nicht mehr so aktiv und eine sichere Verhütung werde nicht mehr als so wichtig erachtet. „Es gab auch schon Fälle, wo eigentlich eine Unfruchtbarkeit angenommen wurde und dann doch plötzlich eine Befruchtung stattgefunden hat.“ Andere seien einfach extrem fruchtbar. Zudem dürfe man nicht vergessen: „Kein Verhütungsmittel ist zu 100 Prozent sicher.“ Es seien eben klassische Verhütungspannen.

Krankenkasse übernimmt Kosten nicht

„Übrigens bedeutet der Besuch einer Schwangerenkonfliktberatung nicht automatisch, dass die Schwangerschaft beendet wird“, betont die Sozialpädagogin. Es gehe zunächst einmal darum, die eigene Situation auf den Tisch legen zu können und offen über die persönlichen Gedanken sprechen zu dürfen. „Am Ende muss die Entscheidung allein von der Frau getroffen werden. Denn es ist ihr Körper und ihr Leben.“

Die Beratung sei der erste Schritt, ohne den auch kein Abbruch möglich wäre. Ist die Frau danach weiter von einem Abbruch überzeugt, dann werde der Kontakt zu einem Arzt hergestellt. „Es ist schon ein langes Prozedere. Den Frauen wird die Entscheidung also alles andere als leicht gemacht“, so Alkofer. Dass der Eingriff keine Krankenkassenleistung ist – immerhin 400 Euro werden veranschlagt – verstehe sie genau so wenig wie die fehlende Kostenübernahme von Verhütungsmitteln. „Die Stadt Regensburg und der Landkreis haben inzwischen freiwillige Verhütungsmittelfonds geschaffen, um immerhin bei ALG II-Bezieherinnen und -Beziehern – im Landkreis ist es sogar ein erweiterter Personenkreis – die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel zu übernehmen. Auch teure, aber sehr wirksame Verhütungsmethoden wie zum Beispiel die Sterilisation des Mannes können übernommen werden.“

In Regensburg tauchen regelmäßig Graffitis oder Plakate mit Bezug auf die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen auf. Hier die weibliche Vulva zwischen zwei Händen die ein Herz bilden. Foto: bm

„Wie gut geht es Alleinerziehenden?“

Würde es eine bessere sexuelle Aufklärung geben und der Zugang zu Verhütungsmitteln besser funktionieren, ist sich Alkofer sicher, dann gäbe es weniger ungewollte Schwangerschaften. Auch die soziale Unterstützung durch den Staat für Familien und Alleinerziehende spiele eine wichtige Rolle. „Unser Steuermodell begünstigt nach wie vor Ehepaare ohne Kinder gegenüber kinderreichen Familien oder gar Alleinerziehenden.“ Dabei seien die sozialen Verhältnisse der Frauen ein wesentlicher Grund für Abbrüche. „Wenn man gerade noch in der Ausbildung oder im Studium ist, passt ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht einfach nicht in den Lebensplan.“ Und solange es keinen ausreichenden bezahlbaren Wohnraum gibt, werde auch diese Problematik immer wieder mit dazu führen, dass eine Schwangerschaft nicht fortgesetzt werden könne. „Wie gut geht es Alleinerziehenden in Deutschland“, das sei eine wesentliche Frage. Am Ende drohe nämlich vor allem ihnen die Altersarmut.

Aber auch für Frauen in gesicherten Verhältnisse gäbe es gute Gründe. „Wenn bereits Kinder da sind, haben die Eltern vielleicht einfach keine Energie mehr, um nochmal von vorne anzufangen“. Eine weitere Schwangerschaft könnte für die Frau auch gesundheitliche Risiken bergen. Nicht-stabile Beziehungen und Probleme in der Partnerschaft können ebenfalls Gründe sein.

Die Entscheidung liegt am Ende bei der Frau

Egal was am Ende den Ausschlag gäbe, eines betont Alkofer mehrfach: „Die Entscheidung muss die Frau treffen.“ Denn mit einer Schwangerschaft ändere sich für die Frau alles, für den Mann aber unter Umständen nicht viel. „Natürlich hat sich in den vergangenen Jahren einiges entwickelt. Wir merken auch, dass das Interesse bei den Männern immer größer wird, sich an der Erziehung zu beteiligen. Bei der Beratung sind aber nur etwa ein Viertel der Frauen in Begleitung ihres Partners.“ Nach wie vor kämen Männer oft gar nicht auf die Idee, dass sie etwas mehr zur Familienarbeit beitragen und zum Beispiel länger Elternzeit nehmen oder die Arbeitszeit reduzieren könnten.

Generell sei das Thema Abtreibung für Männer viel abstrakter. „Sie sind natürlich auch nicht so direkt davon betroffen. Wir erleben ganz oft, dass Frauen erst einmal zusammenbrechen und einfach nur heulen.“ Häufig hätten die Frauen auch niemandem, dem sie davon erzählen könnten. „Die Angst vor Stigmatisierung ist sehr groß. Sogar bei den eigenen Freundinnen.“ Laut Alkofer ein gesamtgesellschaftliches Problem und ein wichtiger Auftrag an die Politik.

Die müsse auch bei der Gesetzgebung endlich etwas ändern. „Die §§ 218/219 müssen weg. Dadurch wird Schwangerschaftsabbruch klar kriminalisiert und weiterhin stigmatisiert.“ Natürlich habe der Staat die Aufgabe, Leben zu schützen, meint auch Alkofer. Doch der Begriff werde heute völlig falsch genutzt. „Deshalb sehe ich auch in der sogenannten Lebensschützerbewegung tatsächlich keine Lebensschützer. Die sind ganz klar gegen die sexuelle Selbstbestimmung.“

„Selbstbestimmung bedeute auch Gleichberechtigung“

Ein weiteres Vorurteil, das meist von Abtreibungsgegnern vorgebracht wird, könne im übrigen schnell entkräftet werden, wie Alkofer erklärt. „Das angebliche Post-Abortion-Syndrom („post abortion“ – „nach dem Schwangerschaftsabbruch“) konnte bis heute einfach nicht nachgewiesen werden. Wenn es nach einem Abbruch zu psychischen Beschwerden kommt, dann liegt es tatsächlich oft daran, dass es nicht die Entscheidung der Frau war.“ Dann hätten nach Einschätzung der Pädagogin meist Angehörige oder der Partner Druck aufgebaut.

Für Alkofer zeigt sich letztlich vor allem eines: „Die vielen falschen Vorstellungen und die politische und rechtliche Lage machen es Frauen, die ungewollt schwanger wurden, wirklich schwer, sich mit dem Thema vernünftig auseinander zu setzen.“ Genau das müsse sich ändern. Denn Selbstbestimmung bedeute auch Gleichberechtigung.

Am kommenden Samstag, den 3. Oktober, wird pro familia zusammen mit der feministischen Gruppe Eben.Widerspruch auf dem Regensburger Neupfarrplatz eine Kundgebung im Rahmen des Safe Abortion Day abhalten.

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Kommentare (7)

  • Mr. T.

    |

    Der gesamte Themenkomplex enthält dermaßen viele Skandale, das es kaum zu glauben ist, wie mittelalterlich unsere Gesellschaft in manchen Bereichen immer noch ist.

    Angesichts der gewaltigen Einschränkung der Selbstbestimmung schwangerer Frauen ist es nahezu unglaublich, dass es immer noch Idiot*innen gibt, die schon eine Diktatur wittern, wenn sie vorübergehend eine Maske aufsetzen müssen, wenn sie demonstrieren wollen.

  • R.G.

    |

    Gerne stell ich anonymisiert einen erzkatholischen Hauptstreiter gegen die Abtreibung vor. Er handelt sich um einen hochintelligenten Mann mit bester Ausbildung.
    Er erzählte mir von seiner Ehefrau, der Nebenfrau und der Trutschn, die ihn auf Zahlung von Unterhalt klage. Das Geld brauche er aber für seine Berufung, er verteile vor einer Praxis Embryonen und Infos an die Massenmörderinnen und bete dabei den Rosenkranz. Ich müsse die Fahrkosten bedenken. Für seine neue Freundin, mit der allein er einen höheren Grad der Hingabe an Jesus erreiche, brauche er auch noch was. Er sei auf die Idee gekommen, dass wir unsere Wohnung in der Stadt kündigen sollten, bei ihm wäre Platz, wir könnten mit unserer Miete die gute Sache sponsern.
    Ich fragte ihn interessiert, wie das mit seiner Berufung ablief.
    Sein Stiefsohn habe gestanden, schwul zu sein, da habe ihn die Wut Gottes gepackt, er verstand, dass er gegen die Unkeuschheit mit ihren Folgen aufstehen müsse.

  • Mathilde Vietze

    |

    ZU “R.G.” – Auch wenn Ihr Bericht schauerlich wirkt, solche Leute gibt es tatsächlich
    und – sie halten sich auch noch für die besten Katholiken aller Zeiten. Doch nicht
    genug damit: Sie wollen andere auch noch “auf den richtigen Weg” bringen. Und
    so mir so einer geschlichen kommt, erwidere ich dem immer “Jesus hat nicht so
    sehr die Sünder verurteilt, als vielmehr die Selbstgerechten.”So verschaffe ich
    mir Ruhe.
    Ich selbst kenne auch so einen Ober-Frommen. Der hat s i e b e n Knaus-Ogino-
    Kinder, weil die Kirche keine andere Verhütungsmethode erlaubt. Und nun wütet
    er gegen alle, die von Anfang an vernünftig und sicher verhütet haben.

  • Ratisboo!ner

    |

    Wieder einmal wird das komplexe Thema „Abtreibung“ nur von einer Seite beleuchtet (Agenda) und die Gegenseite als unwissend (Mythen) und verstockt (Gloria als pars pro toto) stigmatisiert. Die §§218f. StGB sind ein hart erkämpfter Kompromiss, der keine Seite vollkommen zufriedenstellt. Im öffentlichen Diskurs nehme ich aber wahr, dass dieser Kompromiss in erster Linie von den Abtreibungsbefürwortern in Frage gestellt wird. Die rote Linie soll immer weiter verschoben werden und ein klares Ende ist dabei nicht in Sicht. Von Abtreibung bis zur Geburt war dabei laut vernehmbar (Juso-Bundeskongresse) schon die Rede. Erlangt das Kind erst bei Durchtrennung der Nabelschnur sein Menschenrecht Artikel 3? Und wer garantiert, dass es dabei aufhört? T4 ick hör dir trapsen.
    Dass von der Entscheidung zur Abtreibung zwei Leben betroffen sind, wird in der pro-abortionistischen Argumentation wie in diesem Artikel bewusst ausgeblendet. Stattdessen werden plakative Einzelfälle wie eine angenommene Unfruchtbarkeit hervorgekehrt. Echt jetzt!? Bei etwa 100.000 registrierten straffreien Abtreibungen (und einer vernachlässigbaren Zahl von kriminologischer und medizinischer Indikation) kann ich weniger einen Versorgungsnotstand (bei einem ambulanten, offenbar ja völlig harmlosen Eingriff) erkennen, als ein großes Verhütungsdefizit (oder 100.000 Verhütungspannen…). Das Erreichen eines gewissen Alters oder eines Familienstands entbindet mich nicht der persönlichen Verantwortung für ein kontrolliertes Sexualleben, gerade auch als Mann.

    P.S.: Es war mir nur ein Anliegen einen Gegenstandpunkt zu setzen. Auf das in diesem in dieser Frage leider eindeutig positionierten „Forum“ erwartbare Bashing meines Meinungsbeitrags werde ich nicht reagieren und überlasse die Kommentarspalte ihrer selbst.

  • joey

    |

    daß die kath. Kirche katholisch ist, war ja nun eine große Überraschung. Sogar der sonst links so beliebte Papst verirrt sich hier in Holocaust Vergleiche.

    Ja, die Sklavinnen. Heute müßten sie abtreiben, denn ein Geburtsprozeß schränkt ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit ein. Eine Karriere als Sklavin ist viel besser und zudem fällt dann ein Jahr mit 3xUrlaub nicht aus. Auch die sexuellen Merkmale bleiben in Form, das Äußere zählt ja viel.
    Fledermäuse, haben Brutplätze gesetzlich besser geschützt sind als Menschen in den ersten Wochen. Deutsche Politik: “verboten aber nicht bestraft”. Auch die Kirche hat keine Hölle mehr. Nur noch BlaBla . Kein Wunder, daß sich die Mitteleuropäer das Geld sparen.

    Ich kenne zwei anerkannte Künstlerfamilien mit jeweils 7 Kindern. Die leben einfach alternativ. Darüber mache ich mich nicht lustig. Ebenso wenig über die Meinung von Gloria, die ich zwar kritisiere, aber aus grundsätzlicher Haltung als “anders” respektiere. So hoffe ich, daß niemand hier “selbstgerecht” ist, wenn so viele Steine geworfen werden.

  • Hthik

    |

    @Ratisboo!ner 29. September 2020 um 10:13

    “Die §§218f. StGB sind ein hart erkämpfter Kompromiss, der keine Seite vollkommen zufriedenstellt.”

    Das ist wahr, sagt aber inhaltlich nichts über dieses Gesetz aus.

    “Im öffentlichen Diskurs nehme ich aber wahr, …”

    Ging es oben noch um den Diskurs über das Gesetz, erklimmen wir hier noch eine weitere Abstraktionshöhe weg vom vom Inhalt: die subjektive Wahrnehmung des Diskurses über das Gesetz.

    “Erlangt das Kind erst bei Durchtrennung der Nabelschnur sein Menschenrecht Artikel 3?”

    An wen richtet sich die Frage? Falls es die Jusos sind, würde ich empfehlen, die zu fragen.

    Zur Frage Grundgesetz und § 218 empfehle ich immer noch

    Die Fristenregelung und das Grundgesetz. Ehmke, Horst. 1975
    Ganz kostenlos hier zu lesen 31/PI 4550 E33, Universitätsbibliothek Lesesaal Recht II oben auf der Galerie, wenn ich mich richtig erinnere. Es ist ein netter Zug des Architekten, dass das erhabene Recht weit weg von den Pfennigfuchsern aus Wirtschaft/Recht I hoch oben in einem extra Bau residiert, der an das BVerfG-Quadrat erinnert. Nur die FAZ dort auszulegen, scheint obsolet.

    “Und wer garantiert, dass es dabei aufhört?”

    Das was aufhört? Die Äußerung von Meinungen von Jusos? Oder die der Prinzessin Gloria?

    “T4 ick hör dir trapsen.”

    Das könnte allerdings auch eine Wahrnehmungstäuschung sein.

    “Dass von der Entscheidung zur Abtreibung zwei Leben betroffen sind, wird in der pro-abortionistischen Argumentation wie in diesem Artikel bewusst ausgeblendet.”

    Der Beweis hierfür wäre?

    “P.S.: Es war mir nur ein Anliegen …”

    Irgendwas ist hier angekommen. Ob es das Beabsichtigte war, ist nicht so ganz klar, aber dass das Anliegen ein Anliegen war. Anliegen sind hier ziemlich häufige ähm … Anliegen.

    Apropos. Horst Ehmke weist in dieser Meldung library.fes.de/cgi-bin/digibert.pl?id=016966&dok=32/016966 von 1984 darauf hin, dass kein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung Mutter und Kind besteht. Das ist meines Wissens immer noch so und zeigt, wie man sich von konservativer Seite Leistungen für Kinder in ärmlichen Verhältnissen vorstellt, nämlich als von der eigenen Willkür abhängigen Gnadengabe statt als Erfüllung eines Menschenrechts.

  • Lupiana

    |

    @Ratisboon!ner
    Sie haben auf jeden Fall Recht mit der “Agenda”. Es geht schon um eine Weltsicht, in der es als schrecklich erachtet wird, wenn Küken geschreddert werden,

    wird ein unschuldiger, kleiner Mensch abgespritzt, sei das “Selbstbestimmung”.
    Nein, es wird nicht so arg in das Leben einer Frau eingegriffen, für die die Vagina umfassenden Hände in dem Sgraffito stehen -auf die Vagina hätte sie mal besser Acht gegeben- es geht um das Leben eines neuen Lebens, das nichts weiß von spinnerten Diskussionen wie der, ja die Familienplanung ist ja abgeschlossen, jetzt müssen wir Dich leider töten.

    Wie viel Verve und Spaß die Abtreibungsbefürworter in die Diskussion einbringen, sieht man ja auch dem Papieraufkleber mit der Thurn und Taxis, ein Mordaufruf, zudem an der Forderung von den Jugendabteilungen aus dem Grünen und Sozilager, Kinder bis zum 9. Monat abtreiben zu dürfen.

    Sehr geehrter Ratisboo!ner, da höre ich kein Trapsen, die Zeiten in denen man Neugeborene an die geflieste Wand klatscht, sind nicht mehr fern.

    Ein paar Artikel drunter bringt man einen Sermon über die Krankentötungen im 3. Reich. Das passt doch nicht zusammen

    In diesem Zusammenhang wäre es toll zu erfahren, was die linken Weltretter zur Überbevölkerung in Afrika sagen, wie soll man da verfahren? Was denken die? Das würde bestimmt nicht nur mich brennend interessieren.

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