SOZIALES SCHAUFENSTER

Autor Archiv

Einem Dult-Fischbrater haben das Finanzamt und die Justiz gehörig die dicken Fische versalzen.Da staunten selbst die Steuerfahnder nicht schlecht: Knapp 700.000 Euro soll der 66jährige Landwirt und Berufsfischer Alois S. aus dem südöstlichen Landkreis zusammen mit seiner zwei Jahre jüngeren Ehefrau Emma am Fiskus vorbei geschleust und in Österreich auf einem Nummernkonto deponiert haben. Das Ehepaar betreibt seit vielen Jahren auch eine Fischbraterei auf der Regensburger Dult. Offenbar hielten sie sich besonders schlau, als sie vor rund zehn Jahren damit anfingen, immer am Ende der Frühjahrs- und Herbstdult sämtliche Kassenbons der eingesetzten Registrierkasse verschwinden zu lassen und durch eine einseitige Zusammenstellung zu ersetzen. Damit die Manipulationen nicht aufflogen, wurde der „Wareneinsatz” entsprechend niedriger angegeben. Schon „zwangsläufig” wurden dann auch die Umsatzsteuer- und Einkommensteuererklärungen dem „konstruierten” Kassenbuch angepasst. Pech für den Fischer und seine Frau war aber: Einem Betriebsprüfer des Finanzamtes fiel auf, was der jahrelange Steuerberater nicht gesehen haben will: Alle Einnahmen hatten am Ende der Tagesumsätze immer „glatte Nullbeträge”. Nachdem zudem über Jahre hinweg Mitarbeiter überwiegend „schwarz” ausgezahlt wurden, einigte sich zwischenzeitlich das Finanzamt mit dem frevlerischen Ehepaar auf eine Summe von rund 1,3 Millionen Euro einschließlich Zinsen und Säumniszuschlägen, die inzwischen auch bezahlt wurden. Am Dienstag mussten sich die fleißigen Fischbrater vor dem Schöffengericht Regensburg wegen des strafrechtlich noch nicht verjährten Teils der letzten fünf Jahre mit rund einer halben Million Euro verantworten. Mit den erkenntnisreichen, einleitenden Worten „Geld verdirbt den Charakter” legten zunächst der Senior, anschließend seine Angetraute und Mitangeklagte ein volles Geständnis ab. Richter Franz-Xaver Zeitler und seine Schöffen honorierten dies mit jeweils zwei Jahren Bewährungsstrafe und zusammen 44.000 Euro Geldstrafe. Mit dem Schlusswort „Wir sind zufrieden, Schluss ist” nahmen sie das Urteil an. Von Heinz-Alfred Stöckel

„Eine deutliche Meinung”

Man muss den Narragonen und Lustcaniern dankbar sein. So im Bewusstsein der Regensburgerinnen und Regensburger war der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar noch nie. Als am 2. April letztes Jahr der Termin in einer Tageszeitung zum ersten Mal genannt wurde, war es lediglich Stadträtin Margit Kunc (Grüne) aufgefallen, um welches Datum es sich da handelt. Das […]

Der Narren Eiertanz

Der Lehner Edi ist ein Gaudi-Fünferl. Während er herumhüpfend von den Festwägen redet, von den Fußgruppen und der Musik, von den Gummibärchen, Luftschlangen und vom Popcorn ziert ein breites Grinsen das Gesicht des 1. Vizepräsidenten der Narragonia. Und auch wenn es „eine Plage” war, den Faschingsumzug am 27. Januar mit der Lusticania zu organisieren: Die […]

Er rät: „JU – wählt mich”

Da hat einer gut lachen. „Sehr erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass sich die Junge Union gegen die Sperrzeitenregelung ausspricht”, reagiert Horst Meierhofer auf unseren Artikel zum JU-Wahlprogramm. Er sei der einzige Stadtrat, der sich gegen die Regelungen zur Verschärfung der Sperrzeiten ausgesprochen habe, so der FDP-Spitzenkandidat. Und er ruft der JU zu: „Unterstützt die […]

Stiefvater entpuppte sich als Sittenstrolch

Seit vier Jahren ist der heute 41jährige Anton K. (Name geändert) aus Furth im Wald arbeitslos, inzwischen auch Frührentner. Zu verdanken hat er dies in erster Linie seinem „guten Freund“ – dem Alkohol. Auch seine Ehefrau griff viel zu gern und viel zu oft zur Flasche. Gestern musste sich der Mann vor der Großen Jugendkammer […]

Regensburg lustig! München damisch oder uneinsichtig?

Die Regensburger haben’s – trotz langwieriger Diskussion – hinbekommen: Der Gaudiwurm am Holocaust-Gedenktag wurde verlegt. Das sorgte, wie man hört, auch aus anderen Gründen für Aufatmen in der Stadtverwaltung. So haben die Lusticanier und Narragonen eine Woche länger Zeit, um die Sicherheitsauflagen zu erfüllen. In der bayerischen Landeshauptstadt wird dagegen am 27. Januar um die […]

Morgen, Regenburg

An dieser Stelle muss ich mich bei Herrn Caspers entschuldigen, dessen Name in unserer gestrigen Ausgabe („Egon, erinnerst Du Dich?”) in recht verschiedenen Schreibvarianten zu finden war. Also: Er heißt Klaus Caspers (nicht Claus Kaspers) ist Künstler, Architekt, SPD-Urgestein und einer jener altgedienten Herren altgedienter Bürgerinitiativen. Jetzt sind wir wieder gut, oder? Gar nicht gut […]

„Mehr als 500 Unterschriften” – Linke tritt an

Der Wahlvorschlag der Regensburger Linken hat „deutlich mehr” als 500 Unterstützerunterschriften erhalten. Das meldet die Partei in einer gestern abend verschickten Mitteilung. Spitzenkandidat Richard Spieß sieht sich dadurch – natürlich – bestätigt. Das Programm der Linken bilde eine echte Alternative zu den etablierten Parteien, denen es trotz mancher „ähnlicher Positionen” in ihren ProgrammenÍ an Glaubwürdigkeit […]

Eisbären vom Aussterben bedroht

Probleme beim Über- und Unterzahlspiel stellte EVR-Trainer Igor Pavlov zum Abschluss des erneuten Nullpunkte-Wochenendes fest. 4:6 (1:2), 2:3, 1:1) unterlagen sie gegen die Lausitzer Füchse und sinken immer tiefer – so es denn noch geht – in den Tabellenkeller. Im zweiten Drittel spielten die Eisbären die Füchse zwar kurz schwindlig und konnten nach durch Treffer […]

Morgen, Regensburg

Joachim Wolbergs fürchtet sich… Nein! Stopp! Er „fürchtet um”. Um das Image unserer Stadt nämlich. Das erfahre ich gestern abend aus einer Pressemitteilung. Welche Parteien in Regensburg die Regierungsverantwortung übernehmen könnten, sei sechs Wochen vor der Kommunalwahl „klar erkennbar”, stellt er fest. Wolbergs erwähnt zwar nicht, welche Parteien das sind, aber weil er selbst als […]

JU fordert: Sperrzeit soll weg

Die Präambel liest sich blumig. Just am Wochenende bevor die große Schwester CSU ihr Wahlprogramm nun endlich verabschieden will (am Dienstag), hat die Junge Union ihres vorgelegt. Eine mehrfaches Bekenntnis zur Arbeit von Hans Schaidinger ist dem Zwölf-Seiten-Papier vorgeschaltet. Zum Veröffentlichungstermin meint die Vorsitzende Martina Dräxlmeier nur süffisant: „Wir waren halt ein bisserl schneller.” Noch […]

Egon, erinnerst Du Dich

Nein. Wirklich für den Bau der Parkgarage im Schlosspark hat sich der Egon nicht ausgesprochen. Aber auch nicht wirklich dagegen. Die Bedenken seiner Denkmalbehörde – er ihat es zum Generalkonservator gebracht – könnten zurücktreten, schrieb er letztes Jahr an den OB. „Unter der Voraussetzung, dass die Realisierung eines Hotels der einzige Weg ist, die Gesamtanlage […]

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