Der Kommentar von Stefan Aigner zur Neunutzung des Evangelischen Krankenhauses hat für Unruhe im Stadtrat und Verärgerung bei Oberbürgermeister Joachim Wolbergs gesorgt. Wir veröffentlichen seine Stellungnahme sowie eine Erwiderung von Stefan Aigner.
Joachim Wolbergs: “Ein Vorgehen von höchster Transparenz…”
Joachim Wolbergs zur Neunutzung des Evangelischen Krankenhauses: “Ein Vorgehen von höchster Transparenz”. Foto: Archiv
Sehr geehrter Herr Aigner, lieber Stefan,
gestern wurde ich von einem Stadtratskollegen auf Deinen Kommentar zum Evangelischen Krankenhaus angesprochen und um Richtigstellung der entscheidungsrelevanten Daten gebeten, weil er vermutet hat, dass du den möglicherweise zugegeben komplexen Sachverhalt wenigstens nicht vollständig erfasst hast. Ich habe mir daraufhin den Kommentar durchgelesen und bin zu dem Ergebnis gekommen, Dir nur ein paar Tatsachen mitzuteilen, weil der Kommentar im Wesentlichen, wie üblich von stärkster Abneigung gegenüber der Stadt und der Stadtspitze geprägt ist und eher “anschwärzen” soll (nach dem Motto, es wird schon was hängen bleiben). Dem Wunsch nach einer Richtigstellung komme ich aber gerne nach und nenne folgende Fakten:
Trotz „Chefaufklärer“ Ulrich Weber und trotz Kuratorium zur Aufarbeitung von Gewalt und Missbrauch bei den Domspatzen: Dem bischöflichen Ordinariat geht es anscheinend weniger um die Betroffenen. Es agiert wie von Anfang an, weiter taktisch. Es geht um die Rettung der in ihrer Existenz bedrohten Domspatzen. Betroffene aus anderen Einrichtungen sind Opfer zweiter Klasse.
Georg Ratzinger will weder etwas von der exzessiven Gewalt noch von Missbrauch bei den Domspatzen gewusst haben. Das behauptet der frühere Domkapellmeister in einem Interview mit PNP-Redakteur Karl Birkenseer – einem Mann, der seine schwindelerregenden Bezüge zu den Domspatzen nicht offenlegt und seine Position als Journalist dazu nutzt, um nur ja nichts auf die Domspatzen-Familie kommen zu lassen. Betroffene sind empört. Sie bezeichnen Birkenseer als Ratzingers „Haus- und Hofschreiber“ und „Rest einer jahrzehntealten Vertuschungskultur“.
Wie um Gottes Willen konnte das Einsetzen eines unabhängigen Aufklärers zu unabhängiger Aufklärung führen? Da wird der Messwein im Kelch sauer. Wie konnte es zu diesem Fehler kommen und was bleiben dem Bistum nun für Optionen?
Der Zwischenbericht von Rechtsanwalt Ulrich Weber zu Gewalt und Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen straft den in der Vergangenheit behaupteten Willen des Bistums Regensburg zur Aufklärung erneut Lügen.
Unsere Redaktion verabschiedet sich in die alljährliche Dezemberpause. Voraussichtlich Anfang Januar sind wir wieder da. Zwischen den Feiertagen wird ein kleiner, höchst subjektiver Jahresrückblick erscheinen. Wir wünschen erholsame Feiertage, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir bedanken uns für die Grußkarten, die uns erreicht haben, bei unseren Leserinnen und Lesern für das […]
Nach dem offenen Brief von 20 Stadträten an MZ-Verleger Peter Esser und dem offenen Brief von MZ-Führungskräften an die Stadträte, melden sich nun die gekündigten Beschäftigten des Mittelbayerischen Verlags ihrerseits in einem offenen Brief zu Wort. Sie bedanken sich bei den 20 Stadträten und schildern ausführlich den Verlauf der Verhandlungen um einen Haustarif. Das Fazit: Es war wohl nie beabsichtigt, sie weiterzubeschäftigen. Wir veröffentlichen das Schreiben im kompletten Wortlaut.
In Berlin war es der Reichstag, in Regensburg soll es nur ein König sein: Am 5. Dezember wird der Bund für Geistesfreiheit das Denkmal von König Ludwig I. am Domplatz feierlich verhüllen. Der König soll weg und Kurt Eisner hin, lautet die Forderung.
Die Nachwuchsprobleme der Regensburger Domspatzen haben Folgen: Das neue Gymnasium wird nur noch zwei- statt dreizügig sein. Bis die Umplanungen fertig sind, steht die Baustelle.
Die öffentliche Diskussion um die Entlassungen im Mittelbayerischen Verlag erreicht eine neue Eskalationsstufe. Nach dem offenen Brief von 20 Stadträten an MZ-Verleger Peter Esser antworten nun 28 Führungskräfte der Mittelbayerischen ihrerseits in einem offenen, allerdings bislang unveröffentlichten Brief zurück. „Dafür haben Sie vom Wähler kein Mandat erhalten“, heißt es unter anderem. Regensburg Digital veröffentlicht das Schreiben in voller Länge. UPDATE: Ein ebenso kursierendes Dankesschreiben an jene Stadträte, die den Esser-Brief nicht unterschrieben haben, liegt uns mittlerweile ebenfalls vor.
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Ex-Bürgermeister Josef Schmid und den früheren Verwaltungschef Hans E. erhoben.Also doch: Entgegen anfänglicher Vermutungen, dass der Finanzskandal in Wenzenbach nur politisch aufgebauscht worden sei, hat die Regensburger Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen Ex-Bürgermeister Josef Schmid und den früheren Verwaltungschef Hans E. erhoben. Das bestätigte ein Sprecher am Donnerstag. Den beiden Angeschuldigten […]
Heute Nachmittag heißt es wieder “Live aus dem Stadtrat”. Um 16 Uhr beginnt die Sitzung des Planungsausschusses. Hier geht es zum Sitzungskalender mit allen Tagesordnungspunkten. Unter anderem geht es um einen Antrag der CSU zur Wohnungspolitik, über den wir bereits berichtet haben.