Fall Eisenberg: Schmierereien an der Uni

Sachbeschädigung, Beleidigung und Aufforderung zu Straftaten – das sind die voraussichtlichen Tatbestände denen die Regensburger Polizei wegen mehrerer Schmiereien ermittelt, die übers Osterwochenende an der Uni Regensburg entstanden sind. Es geht um den Fall Tennessee Eisenberg. Während der lose Zusammenschluss aus Regensburger Bürgern, der für den 16. 19. April, 19.30 Uhr, zu einem Benefizkonzert in die Alte Mälzerei aufruft, platte oder gar feindselige Parolen tunlichst vermeidet, weisen die (mittlerweile bereits entfernten) Sprüche an der Regensburger Uni eine bislang nicht gekannte Aggressivität auf. „Rache für Tennessee Eisenberg. Zwischen Bullenhelm und Nasenbein passt immer noch ein Pflasterstein” oder „Wir fordern: Bekanntgabe der Namen der Mörder von Tennessee Eisenberg” war bis vor kurzem in zwei Meter breiten Schriftzügen zu lesen. Polizeisprecher Thomas Plößl ist hörbar schockiert: „Auch wenn jemand die Polizei nicht mag – das geht zu weit.” Ein ebenfalls an die Wand geschmierter Demo-Aufruf für den 30. April, dem Todestag von Eisenberg, der mit „Rache” überschrieben ist, dürfte für weitere Ermittlungen sorgen. Bislang ist der Polizei nichts von einer Demonstration bekannt.

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Kommentare (13)

  • Herbert W.

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    Und warum muss man das an die Uni schmieren? Wem bringt das was? Tennessee Eisenberg war übrigens kein Student, wie alle immer fäschlicherweise behaupten, sondern Schüler am Music College…

  • Der Besserwisser

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    Und wer zahlt´s? Ich mit meinen Studiengebühren. Danke auch!

  • spielehippi

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    Das Konzert findet am 19. April statt!

  • Elisabeth

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    wenigstens ist jemand an der wahrheit interessiert, die von politikern (unseren repräsentanten) absichtlich unterdrückt wird.

  • gifthaferl

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    Wenn mit dem Gewaltmonopol des Staates von Staatsdienern alles andere als rechtsstaatlich umgegangen wird, dann brauchen grade die sich nicht zu wundern, wenn sie damit auch alttestamentarische Emotionen wecken.

    Wenn geschriebenes Recht Gewicht haben soll, dann hat es von ALLEN Seiten eingehalten zu werden – zuallererst von Staatsdienern, sonst nämlich wird es zu Makulatur.

  • DH

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    „Polizeisprecher Thomas Plößl ist hörbar schockiert: „Auch wenn jemand die Polizei nicht mag – das geht zu weit.”

    Stimmt. Wenn jemand Sachen beschädigt und unlustige Drohreime schreibt, darf man nicht einfach wegsehen:

    Aus diesem Grund fordere ich die Polizei auf, die Täter zu ermitteln und die Staatsanwaltschaft, ein ordentliches Gerichtsverfahren zu genauen Klärung der Vorfälle einzuleiten.

    Nur so können wir solch inakzeptabelen Missstände beseitigen.

  • eduard buchinger

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    an @all und Schmierfinken!“… ;-(

    Das geht so nicht! Rache- Zorn und Vergeltung und der plakative Aufruf dazu, sind,sicher auch nicht im Sinne des (bisher) noch nicht rehabilitierten Tennessee Eisenberg! Seine Devise war: „Ich folge meinem Herzen und das ist ganz einfach!“….

    Allerdings ist der Umgang und die Nichtaufarbeitung in Form der unbegründeten Einstellung des Ermittlungsverfahren gegen die beiden Schützen,
    deren Namen spätestens im vermutlich erfolgreichen K l a g e e r z w i n u n g s v e r f a h r e n (dann) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein wiird, durch den verantwortlichen LOSTA der StA Regensburg, wohll auch mit ein Anlaß für die schlimmen Parolen an der UNI!

    An die aufgebrachten Sachbeschädiger, Beleidiger und Aufrufer zur Straftat, ein Hinweis: Anstelle diieser eindeutigen Straftaten zum Nachteil der hiesigen Polizei und Uni Regensburg, nicht zulezt der engagierten Bürgerfouren, könnte „man“
    sich auch eine, ohne Belastungseifer und womöglich berechtigte Strafanzeige, wegen einer Strafvereitelung im Amt – gegen den verantwortlichen LOSTA überlegen.
    Eine sollche verlangt vielmehr „Schneit“ sprich Zivilcourage, weil etwaige Anzeigeerstatter namentlich benannt werden, im Gegensatz vorbezeichneter Nacht- und Nebelaktion an der UNI Regensburg.

    Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bereits eine solche Anzeige seit längeren vorbereitet habe, um diese demnächst der zwar nicht zuständigen Generalbundesanwältin Frau Prof. Monika Harms, mit Bitte der Prüfung, nebst Eingangsbestätigung, zur Weiterleitung an eine NICHT Bayerischen Staaatsanwaltschaft dujrch die Genralbunderswältin, vorlegen werde!

    Auch das ist in meinen Augen ein, wenn auch für mich mit Gefahren verbundener Weg, der nun überfälligen Aufkläurng und Rehabilitation für bzw. des durch den unverfhältnismäßigen Einsatzt der Dienstwaffen (Ausmaß, -nicht Einsatz: 12 Kugeln – 12 Fragen!“…, des Schußwaffengebrauchs ) der den bereits schwerstverletzten und deswegen handlungsunfähigen Tennessee Eisenberg, vom Leben ind den Tod befördert hat!!!

    Mit besten Grüßen! Eduard Buchinger

  • Kisara

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    Amnesty International hat sich jetzt (endlich) dieses unglaublichen Falls angenommen!

  • Stefan D, Christoph

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    u.a.@eduard buchinger: Dabei ist aber auch zu bedenken dass der ltd. OStA in Regensburg schon frühzeitig ein Ausbrechen derart heftiger Rachegefühle vermeiden hätte können, indem er einfach für eine lückenlose Aufklärung des Falles gesorgt hätte. Die Geheimniskrämerei und ständige Verfahrenseinstellung auf StA-Seite hat die Emotionen nur viel mehr hochgeschaukelt als ein ordentliches Gerichtsverfahren das jemals gekonnt hätte.
    Was lange nicht heißt dass ich die Schmierereien begrüße; aber zumindest erklären kann ich sie mir, und damit weiß ich auch dass man solche Reaktionen hätte verhindern können…

  • samohD

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    ich erinnere hier an das grundgesetz artikel 20 absatz 4.

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

    ich persönlich finde es legitim und unser deutsche staat hat bisher bewiesen, dass er nicht in mehr in der lage ist für gerechtigkeit zu sorgen und das nicht nur in diesem fall. diese schmiererein sind eine logische kosequenz auf diese unfähigkeit

  • AntiFa

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    ein weiterer märtyrer im kampf gegen die postfaschistenbanden

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