SOZIALES SCHAUFENSTER

"Fridays for Future"

Kritik von Kleingeistern, Lob von den Profis

Die dümmlich-kleingeistige Kritik an Schulstreik und zeitweisem Blockieren einiger Regensburger Ein- und Ausfallstraßen bei der letzten Fridays for Future-Demo sollte für die Schülerinnen und Schüler ein Ansporn sein.

Wer am Donnerstag am Goethe-Gymnasium noch zwei Stunden zusätzlich dran gehängt hatte, der durfte am Freitag ohne Sanktionen für eine andere Klimapolitik demonstrieren, an anderen Schulen akzeptierte man Entschuldigungsschreiben der Eltern, verteilte Projektarbeiten oder Referate zum Thema Klimaschutz und wieder woanders – zum Beispiel an der Realschule am Judenstein – gibt es für die Demonstrationsteilnahme Verweise.

Befragt man Schülerinnen und Schüler, die am letzten Freitag von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, dann wird in Regensburg recht rege und höchst unterschiedlich Gebrauch gemacht von der „Bandbreite an Reaktionsmöglichkeiten“, die Bayerns Kultusminister Michael Piazolo den Schulleitern angesichts der „Fridays for Future“-Demos zugestanden hat. Festhalten kann man – zumindest für Regensburg – dass die stete Behauptung, hier werde konsequenzlos eine Verletzung der Schulpflicht hingenommen, ja gar aus irgendwelchem politischen Kalkül unterstützt, glatter Humbug ist.

Streik? Natürlich während der Unterrichtszeit! 

Doch egal unter welchen Vorzeichen – nach Polizeiangaben sind es immerhin 800 Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern und Großeltern, die am Freitag über zwei Stunden durch den Regen stapfen, um lautstark eine andere Klimapolitik zu fordern. Dass es stellenweise – vor allem in den sozialen Medien – für Empörung, ja gar Bestürzung gesorgt hat, dass die Route dieses Mal über einige wichtige Ein- und Ausfallstraßen Regensburgs bis hinauf auf die Nibelungenbrücke führt, können die Organisatoren ebenso als Erfolg für sich verbuchen wie die immergleiche Aufregung über die Verletzung der Schulpflicht.

Eine Samstagsdemo durch die Fußgängerzone hätte wohl kaum für solche Aufmerksamkeit gesorgt wie das kleine Stückchen ziviler Ungehorsam, das zu einem Streik nunmal dazu gehört und das bisschen Blockade dessen, was man mit als ein Problem ausmacht: den überbordenden Autoverkehr. Wann sonst, wenn nicht bei einer Demo für mehr Klimaschutz sollte man denn mal ein paar Straßen für sich beanspruchen?

Der böse Demo-Lkw – geht’s noch dümmlicher?

Dass der kleine Lkw und das Hilfsaggregat für die Lautsprecheranlage mit seinem nicht erwähnenswerten Spritverbrauch am Ende als zentraler Kritikpunkt herhalten musste, um die Demonstranten und deren Anliegen zu diskreditieren – sogar die rechtsextremen PI-News reiten nach der Steilvorlage eines hiesigen Anzeigenblatts in selten dümmlicher Weise darauf herum – ist da nur das Sahnehäubchen.

„Sie können uns fürs Schulschwänzen kritisieren oder für unser Engagement loben, aber so lange sie nix tun, machen wir weiter“, ruft die Schülerin Marlene am Freitag von dem Lkw herunter. Anders ausgedrückt: Man lässt sich nicht politisch vereinnahmen von irgendwelchen Parteien, egal welcher Couleur, man macht sein Ding, man vertritt sein Anliegen und nimmt dafür Zusatzstunden, Zusatzarbeit, Verweise und hämisch-kleingeistige Kritik in Kauf.

Dass das Anliegen der Schülerinnen und Schüler berechtigt ist und sie mit ihren Aktionen das Augenmerk auf den dringenden Handlungsbedarf gelenkt haben, bestätigen ihnen nicht nur die eine oder andere Partei auf Stimmen- und Nachwuchsfang, sondern zwischenzeitlich über 20.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – die Profis.

„Wir sprechen zu ihnen als die Menschen, deren berufliche Aufgabe es ist, die Welt zu verstehen, wie sie beschaffen ist und was sie zusammenhält. Andere würden uns vielleicht als die Profis bezeichnen, die sich das technologisch Sinnvolle, das ökonomisch Machbare anschauen und immer aus der Perspektive der Sicherung menschlichen Wohlergehens, (…) nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft. (…) Unsere Befunde zeigen, dass sich die Einschätzung des technologisch Sinnvollen und auch des ökonomisch Machbaren rasant verändern, wenn wir das ökologisch Notwendige ernst nehmen. Und da sich diese Befunde nicht erst gestern zusammengefügt haben, sondern ein sehr breite wissenschaftliche Basis unter sich tragen, möchten wir mit dieser Stellungnahme, die wir heute veröffentlichen, Positionen beziehen. Und zwar eine Position, die die Forderungen der protestierenden Schülerinnen und Studentinnen nach schnellem und dezidiertem Handeln in Sachen Klima- und Umweltschutz voll unterstützt.“

Prof. Maja Göbel bei der Bundespressekonferenz anlässlich Veröffentlichung der Erklärung am 12. März

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Kommentare (59)

  • xy

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    Man sollte das Wahlalter auf 16 Jahre absenken. Dann müssten die Mädels und Jungs nicht mehr unbedingt „streiken“ um auf sich aufmerksam zu machen, sondern dürften ordentlich demokratisch mitbestimmen.

  • Taxifahrer

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    Diejenigen die fordern, dass die Schüler samstags streiken sollen, müssten auch fordern, dass streikende Arbeitnehmer samstags ihre Arbeit niederlegen sollen.

  • Mr. T.

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    Starker Kommentar, Stefan Aigner!

    Ich tu mich manchmal auch schwer zu glauben, wie klein manche Geister eigentlich sein können.
    Faszinierend auch, wie weit die Gehirnfunktion zurückgefahren werden kann, ohne gleichzeitig die Fähigkeit sich noch zu äußern oder wichtige vegetative Funktionen zu beeinträchtigen.

  • aw

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    Ein Schulstreik für das Klima ist ungefähr so sinnvoll, wie das Verhalten eines kleinen Kindes, das aus Trotz lieber friert, um die Eltern zu „bestrafen“. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass die Schulen an einer Klimaveränderung schuld seien.

  • Mr. T.

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    aw, ich bezweifle ja, obs was hilft, aber ich versuchs mal zu erklären: Die Schüler streiken nicht gegen die Schule oder den Unterricht oder gar, um die Schule dazu zu bringen, den anthropogenen Klimawandel zu stoppen, falls das wirklich jemand meinen sollte. Sie demonstrieren, um Aufmerksamkeit für ein massives Problem, das ihnen noch mehr droht als den älteren Generationen, zu erreichen. Dazu dient so ein aufmerksamkeitsverursachender Streik ganz gut – vor allem während der Schulzeit und im öffentlichen Raum.

  • Roland Hornung

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    Großes Lob an Herrn Aigner, und Zustimmung!
    Ein guter Kommentar!

  • R.G.

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    @aw
    In der Entwicklung beobachten wir Zeitfenster, in denen übliche Fertigkeiten spielend erlernt werden, z.B. die Gehfähigkeit oder die Sprachentwicklung. Hindert man Heranwachsende, ihre körperlichen oder sozialen Fähigkeiten zum naturgegebenen Punkt zu entfalten, kann es zu einem Stopp der begonnenen neuen Schritte, und mitgehend, einem Zurückfallen überhaupt auf eine frühere Stufe kommen.

    In Gesellschaften, in denen Jugendlichen früher als bei uns, in Gruppen Gleichaltriger, aber von Erwachsenen angeleitet, Verantwortung übertragen wird, kennt man für unsere Kultur typische Pubertätskonfikte kaum.

    Meine Erkenntnis daraus, angewandt auf die während der Schulzeit streikenden Jugendlichen: Die (Selbst)Organisation in Gruppen mit ähnlich bis gleich Aussehenden, Denkenden, Hoffenden, Fürchtenden, entspricht ohnehin einer altersgerechten Entwicklung. Unterstützt man sie dabei (aber nur so weit, dass es von Erwachsenen nicht einverleibt wird als ihre Sache), erzeigt sich ihnen Gestaltungsverantwortung und Sinn.

    Verschenken wir Verständnis und Wärme für unsere heutige Jugend, respektieren wir sie als sich weiter entwickeln wollende Menschen. Ihnen gundsätzlich wohlwollend und wertschätzend zu begegnen, das ist unsere Verantwortung, in die wir anlässlich einer Situation wie der aktuellen Proteste hineinwachsen dürfen.

    Als uns gegebener nächster Entwicklungsschritt.

  • Eingeborener

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    Zwecks Solidarisieren und Protest bitte ich die SchülerInnen um Info, an welchen Schulen welche Schulleiter Verweise gegeben haben? Denn klar ist: Das wird sich zuspitzen, falls die Schüler dranbleiben !
    Schön zu lesen, wie im neuen ,Spiegel‘ eine Vertreterin der Schüler Minister Altmaier im Interview abwatscht.
    Der Schmierfink vom Woblabla kann nicht anders…

  • Joachim Datko

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    Der Vorwurf ist intelligent!

    Zitat: „Der böse Demo-Lkw – geht’s noch dümmlicher?
    Dass der kleine Lkw und das Hilfsaggregat für die Lautsprecheranlage mit seinem nicht erwähnenswerten Dieselverbrauch am Ende als zentraler Kritikpunkt herhalten musste, um die Demonstranten und deren Anliegen zu diskreditieren […]“

    Man kann durchaus der Meinung sein, dass der Zweck die Mittel heiligt oder dass ein Vergehen vernachlässigbar ist. Es ist aber prinzipiell ein kluger Vorwurf, wenn auf einen Widerspruch hingewiesen wird.

  • Mr. T.

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    Ja klar, der LKW ein Widerspruch. Zuletzt waren es für diese unselige Mischung aus Julian Reichelt und David Berger die Pelzkrägen. Wahrscheinlich war am schlimmsten daran, dass sie aus Kunstpelz waren. Und dann wohl auch noch die unzähligen E-Mails zur Anmeldung der Demo. Was die noch der Umwelt schaden. Und vielleicht hat noch eine oder einer geraucht…
    Die Schaden/Nutzen-Bilanz war sicher positiv. Man siehts ja alleine schon an der Reaktion der Kleingeister.

  • Roland Hornung

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    Die „Zeitreihe“ verschiedener relevanter Messwerte ist inzwischen so lange und so aussagekräftig, dass ein Klimawandel nicht mehr geleugnet werden kann!

  • R.G.

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    @Joachim Datko
    Ihre Kritik erinnerte mich an die erste bewusst erlebte paradoxe Situation.
    Eine Lehmmure bewegte sich auf Häuser zu. Alles was Arme hatte, eilte herbei und schaufelte mit an seitlichen Ableitungsrinnen, um die Katstrophe wenigstens zu verringern.
    Nur ein sehr kluger Mann stand untätig daneben und hielt einen Vortrag, dass Schaufeln aus Blech oder Eisen für die Bodenlebewesen schädlich seien, man müsse welche aus Kupfer kaufen.

    ; ) Es ist natürlich richtig, dass Sie detailbewusst auf die Schadstoffausgasung des eines vorübergehend abgestellten Demo – LKWs hinweisen…

  • R.G.

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    Hallo an die Demonstrierenden!

    Ich sehe, ihr verwendet Plakatschreiber auf Pappe, weil ihr wahrscheinlich nicht auf Plastikplanen schreiben wollt. Bei Regen weicht sich das Papier leider auf.

    Mein Tipp, selbst gemachte Malfarben auf Kaseinbasis (aus Quark) eignen sich zum Malen auf Stoff, sie überstanden nach meinem Erleben sogar notfalls milde Wäsche oder einen Regen.In den Kunstunterricht oder in Chemie würde das Anfertigen einer in der Konsistenz für Stoff geeigneten Kalkkaseinfarbe vielleicht ohnehin reinpassen.
    In Wikipedia seht ihr, welche Zubereitung einer Kaseinfarbe angetrocknet Wasser verträgt.
    Gebt ihr Leinöl bei, achtet ihr auf die Sebstentzündungskraft von mit Leinöl getränkten Tüchern, gebt diese zur Entsorgung in eine Dose oder hängt sie draußen zum Trocknen auf.

    Auf Englisch findet man Rezepte für Kaseinfarben unter DIY- oder Homemade Milk Paint Recipe.
    In Regensburg gab es übrigens 2015 eine Austellung „Marmor, Kalk & High Heels“ von Michael Moesslang, der Künstler arbeitete unter anderem mit Naturfarben auf Kaseinbasis.

  • thorstenv

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    @Joachim Datko 18. März 2019 um 17:21
    Etwa sie intelligent als würde man den Forschern vorhalten, sie führen ja mit einem dieselbetrieben Schiff in die Arktis statt hinzuschwimmen.

  • Biber

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    @Joachim Datko
    „Der Vorwurf ist intelligent!“
    Nein, ist er nicht!
    Wenn es sich um eine Art Suchbild handeln würde mit der Aufgabe „finde den Fehler“ dann hätten Sie recht. Hier haben wir es aber mit dem Versuch zu tun, den Beteiligten in Ermangelung eines Arguments ans Bein zu pinkeln und deren Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen; deshalb ist der Vorwurf nicht intelligent – und auch nicht dumm (falsche Kategorie!), sondern niederträchtig.

  • Der Kleingeist

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    So, die lieben Kleinen wollen das Klima gerettet haben (passiv). Welches Klima? Das von Heute? Von Morgen? Oder das von Gestern zurück haben? Das politische vielleicht? Das soziale vielleicht auch?
    Sie demonstrieren gegen eine fehlende Zukunft. Welchen eigenen Beitrag haben sie dazu geleistet und wollen sie dagegen leisten? Auf welchen Wegen, mit welchen Methoden wollen sie was erreichen? Achso, dass wissen sie ja noch nicht, sind ja noch in der Schule und können gerade nix lernen, da auf einem Religionsumzug unterwegs. Die Schule soll warm sein, Gebäude und Interieur auf neuestem Niveau, natürlich Laptops für Jeden. kleine Klassen und sehr viele Lehrer. Unterricht auf höchstem Niveau zu höchsten Kosten. Oder wollen sie besser Pfeile für die Jagd schnitzen lernen, das Reisig sammeln studieren, Perfektion im Manjokstampfen erreichen und die Handdrusch reüssieren lassen, einen Menschen vor den Pflug spannen, 3 Monate im Jahr hungern und 5 Monate frieren?
    Für etwas sein und nicht gegen alles. Leider ist opponieren viel einfacher als gestalten. Und sich in Szene setzen noch viel mehr. Die Generation Facebook heischt Aufmerksamkeit.

  • R.G.

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    @Der Kleingeist

    Bitte verraten Sie uns den Namen Ihres Optikers nicht.

    Da Sie die Jugendlichen als liebe Kleine bezeichnen, ist wahrscheinlich ihr Sehbehelf (hoffentlich nur das!) falsch.

  • Thik

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    @Der Kleingeist 18. März 2019 um 19:33 | #

    Einfach mal hingehen und dort fragen.

    „Leider ist opponieren viel einfacher als gestalten.“

    Der Protest richtet sich gerade dagegen, dass nichts gestaltet wird.

  • Joachim Datko

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    Kommentar gelöscht. Kein Getrolle.

  • Olli

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    Mich fasziniert, dass die Schmarotzergeneration, die ihr ganzes Leben nichts gearbeitet hat, das Erbe der Väter verpasst und die Zukunft der Jugend verhurt hat, nur auf einer Schulpflicht herum reitet und „ja, aber“ Argumente bringt.
    Zu dumm oder zu arrogant, sich mit der Sache inhaltlich auseinander zu setzen?

  • Lothgaßler

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    Wer hier auf Schulpflicht pocht, der scheißt formvollendete i-Tüpferl.
    Die Demos der Schülerinnen und Schüler sind nur eins: Sehr ehrlich in dem Punkt, dass die „Profis“ (lt. FDP Christian Lindner) zwar an das Thema ran müssten, aber seit Jahrzehnten außer Flugspesen zu Klimakongressen u.a. (Datko sofort nachrechnen) nichts zu Wege bringen. Die Politik wird demaskiert: Politik wird derzeit „pragmatisch“ am Wohl und Interesse von Wirtschaft und Industrie ausgerichtet. Zuvorderst sollen/müssen scheinbar aus der Perspektive unseres Staates die Einnahmen (Steuern u.a.) stimmen. Das müsste nicht grundsätzlich verkehrt sein, wenn nicht äußerst egoistisch die Interessen bestimmter Konzerne durchschlagen würden, und das immer wieder.

  • Mr. T.

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    Ja, Olli, ersteres wahrscheinlich. Frei nach Hanlon: Man sollte nie etwas der Arroganz zuschreiben, wenn es auch durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.

  • Joachim Datko

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    Herbe Kritik an der Jugend gab es schon im Altertum.

    Zu Olli 00:26 – „Mich fasziniert, dass die Schmarotzergeneration, die ihr ganzes Leben nichts gearbeitet hat, das Erbe der Väter verpasst und die Zukunft der Jugend verhurt hat, […]“

    Ähnliche Kritik soll es schon auf Tontafeln aus dem Altertum geben.
    Siehe: http://www.bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/

    Das Arbeiten kann die heutige Jugend größtenteils den Computern und Maschinen überlassen, sie können es besser.

    Cartoon:
    https://www.wearesquared.de/hubfs/1.5_K%C3%BCnstliche%20Intelligenz.png

  • WerAuchImmer

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    Tja und statt über das berechtigte Anliegen zu beraten (zur Erinnerung: es geht um Klimawandel und was JETZT dagegen zu tun ist), lassen wir uns allesamt in eine völlig überflüssige Diskussion darüber verstricken, ob die SchülerInnendemos in dieser Form okay sind. Welcher Schwachkopf ist bitte auf die Idee gekommen, uns Homo Sapiens zu nennen?

  • Olli

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    Joachim Datko:

    Es war in meinem Kommentar keinerlei Kritik an der Jugend beabsichtigt….

  • Regensburger

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    Ich kann nur begrüßen, dass unsere Kinder sich nicht nur die Gedanken über ihre Zukunft machen,
    sondern auch um die Zukunft unsere Erde.
    NIEMAND, kein Politiker hat bisher auf die Stimmen des Volkes und auch die Wissenschaftler gehört. Bisher hat jede „Umweltkonferenz“ nur viel Papier gebracht, sonst nichts. Die Demonstrationen in der Zeit der Unterricht wie ein Streikt in der Arbeitszeit zwingt die Politiker, wenn nicht zum Handeln,
    dann wenigstens zum Nachdenken. KEIN Politiker in dem Bundestag mit der Frau Merkl auf der Spitze, interessiert die Zukunft unserer Kinder und auch unsere Umwelt nicht, weil auf der Erster Stelle vertreten sie die Industrie, die Wirtschaft und die Finanzmärkte. Schließlich sitzen sie in den Aufsichtsräten und für ihre Unterstützung damit ihre Gewinne steigern, kassieren auch viel Geld.
    Wir sind verpflichtet unsere Kinder in ihrem Kampf für ihre „gesunde“ Zukunft zu unterstützen.
    Wahlrecht mit 16 Jahren hilft in der „demokratische Politik“ NICHTS. Die Rechte wie auch unsere
    Stimmen enden mit der Abgabe von den Wahlzetteln. Die Parlamentarische Demokratie ist nichts anders als eine politische Diktatur und hier enden auch Alle Wünsche der Bürger.

  • Waldschrat

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    Wieso wird sich denn überhaupt so über die Schüler aufgeregt? Laßt sie demonstrieren, ihr Anliegen an sich ist ja vollkommen in Ordnung! Lernen können sie dabei bestimmt einiges.
    Aber lehrt sie auch eine andere Lektion des Lebens: wer für eine Sache eintritt, muß auch bereit sein, die Konsequenzen davon zu tragen!
    Formal ist es halt nun mal Schule schwänzen, wenn man nicht zum Unterricht erscheint sondern auf eine Demo geht.
    Ist doch in der Arbeitswelt nicht anders: auch da kann man nicht einfach so streiken. Wenn man es dennoch tut, dann muß man halt mit den Konsequenzen leben. Ob’s einem das dann wert ist, muß jeder für sich selbst entscheiden.

  • ExRA

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    https://peds-ansichten.de/2019/03/neue-moehren/

    Eine etwas andere Perspektive. Aber wer schon eine Meinung hat und sich sicher ist, daß seine Meinung die einzig richtige ist, der kann sich das Lesen sparen. :-)

  • R.G.

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    @ExRA
    Ich habe mir Ihren Link angetan.
    Mir ist unerklärlich, wie man einen in stark herablassendem Ton geschriebenen Text überhaupt verlinken kann.

    Zum Smartphone.
    Ich war fest entschlossen, ein altes Mobile-Telefon ohne Internetfähigkeit für die Dauer seiner Haltbarkeit zu benutzen.

    Meine Bank, einige Behörden, die Bahnbetreiber einiger Länder, machen es unmöglich, ab Spätfrühling dieses Jahres meine Geschäfte weiter abzuwickeln, wenn ich kein Smartphone habe.

  • Dugout

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    @ExRa:
    Die Empfehlungen ihres links sagen eigentlich alles.
    Der Antisemit Jebsen, Querfront vom Feinsten mit Free21, Rothfuß, Mahnwache Dresden, Propagandaschau usw. usw. Wirklich jeder Dreck. Danke! Dieser Gaul ist seit 2015 schon tot.
    Sie haben vollkommen recht: Das lesen kann man sich sparen

  • Gondrino

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    Ich finds toll, dass Jugendliche für dieses Thema demonstrieren. Sie werden in Zukunft die Leidtragenden sein, wenn wir den Planeten weiter so gegen die Wand fahren. Ich kann den jungen Leuten nur sagen, macht weiter so bis sich was ändert.

    Und wenn Schulleitern keine intelligenteren Lösungen einfallen wie das Verteilen von Verweisen, ist das ziemlich ärmlich und man sollte mal überdenken nach welchen Kriterien solche Leute für diese Posten ausgewählt werden.

  • joey

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    wieviel Prozent der Schüler Bayerns streiken? Nach meinen örtlich begrenzten Infos eher wenige – deutlich unter der Landtagswahl Prozentzahl der Grünen.

    Man kann alles hochjubeln, ich sehe das Ergebnis der Mobilisierung eher mager.

    Dagegen muß man aber den Präzedenzfall abwägen – so kleingeistig ist eben der Rechtsstaat, der für alle gelten muß. Weil er nur so die Freiheit bewahren kann, auf deren Grundlage man hier demonstrieren darf.

  • Ex Regensburger

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    Der Hinweis auf irgendwelche Nicht-100%igkeiten ist ein beliebter Trick um etwas schlecht zu machen. Z.B. bei Veganern, bei denen man sicher etwas findet was nicht vegan ist (und was sie machen). Und wenn es der Leim unter dem Etikett ihres Weines ist. Oder das Posten von Urlaubsfotos bei Katharina Schulze (aus den USA), denn die darf ja als Grüne nicht fliegen. Alle anderen schon.
    Auch wenn ich etwas nicht 100ig richtig mache, darf ich Kritik üben. Denn – wer ist schon 100%ig korrekt u. fehlerlos? Ich darf sagen: „Sei doch bitte etwas umweltfreundlicher“, auch wenn ich mich mitunter diesbez. daneben benehme.

  • mkv

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    Think big(ger) !

    Prof. Claudia Kemfert, in R. nicht unbekannt, unterstützt die Schülerdemos; im NDR-Interview (*) weist sie darauf hin, dass das G20-Treffen in Japan im Juni das Thema der Klimakrise bereits aufgegriffen hat und behandeln wird.

    „As Japan’s Sherpa for the G20 Osaka Summit, Ambassador Koji Tomita made a speech mentioning that this Summit will revisit the rules and mechanisms of the free trade system, address global issues such as climate change and development, …“

    Grund genug, dass sich auch und gerade die globale Jugend mehr zum G20-Summit in Osaka einbringt. Greta Thunbergs Beispiel vor Augen.

    Das ausbaufähige Interesse der Jugend wird angesprochen und gewünscht unter
    https://g20.org/en/events/detail02/


    (*)
    https://www.ndr.de/kultur/Claudia-Kemfert-ueber-Appell-Scientists-for-Future,journal1696.html

  • ExRA

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    @R.G. und @Dugout: Das Lesen des Artikels hat offensichtlich doch etwas gebracht – Sie sind sich Ihrer Meinung jetzt noch sicherer als vorher. Zur Sache selber tragen Ihre Kommentare allerdings leider nichts bei. Schade.

  • R.G.

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    @ExRA
    Ihr Kommentar schreibt völlig an meiner Wirklichkeit vorbei. Deshalb erkläre ich, wie ich an den von Ihnen empfohlenen Text heranging.
    Normal lese ich Verlinktes grundsätzlich nicht durch. Ich erwarte mir Stichworte, mittels derer ich mir alles selbst „sucheln“ kann (googeln verweigere ich, es gibt weitere Suchmaschinen).

    Diesen Link sah ich mir extra von einem fremden Computer an, und nur weil speziell Sie ihn einstellten las ich ihn überhaupt.

    Zu neuen politischen Themen bemühe ich mich von mir aus, Seiten oder Bücher von ganz links bis mittig und weit rechts zu lesen. „regensburg-digital“ siedle sich wegen seiner Befolgung seriöser journalistischer Grundsätze in der soliden MItte an. Mit der Haltung ist es ein wirkliches Relikt, eine schützenswerte Kostbarkeit.

    Von Ex-Rechtsanwälten, -Richtern, -Polizisten, -Lehrern, -Kirchenmitarbeitern etc. erwarte ich hier und auf ihren Webseiten bei die Jugend betreffenden Themen einen verantwortungsvollen Ton, mehr sogar, ein bewusst freundlich zugewandtes Verhalten, und fallweise ein geduldig zurechtweisendes. Zeigen sie sich statt dessen durch einen Ton arroganter Herablassung als sich selbst aus dem Dialog Ausschließende, nehme ich das als deren Entscheidung an. Dann sollen sie halt vor dem Spiegel mit sich selbst streiten.

    Mir auf dem Papier erwachsenen Menschen gegenüber gestatte ich in diesen Portal einen härteren Diskussionsstil, als man ihn Jugendlichen zumuten sollte; ich teile manchmal aus, also muss ich auch einstecken können.

    Meine Meinung zu einer aufblühenden gesellschaftlichen Bewegung bleibt ein Stück weit offen, zwar vergleiche ich mit früheren ähnlichen Entwicklungen, aber gerade das lehrt mich, wie unbekannt mir die Einflüsse sein können, die den weiteren Fortlauf bestimmen.

    Es wundert mich sehr, dass man generell mit vorgefassten Meinungen an die Ereignisse der Gegenwart herangehen kann, das kommt mir doch als selbstgewählte Beschränkung der Verstandes- und Handlungskräfte vor.

  • ExRA

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    @R.G.: Da Sie mich offensichtlich kennen (?) – Sie schreiben, Sie hätten Text nur deshalb gelesen, weil ich ihn verlinkt habe -, sind Sie nun enttäuscht von mir, weil der Text in „stark herablassendem Ton“ geschrieben sei. Der Text stammt aber nicht von mir und ich habe den link auch nicht gesetzt, um Erwartungen an mich oder die Qualität „meiner“ links zu erfüllen, sondern den bislang in den Kommentaren völlig ausgeblendeten Aspekt der gelenkten Instrumentalisierung ins Spiel zu bringen. Okay? Die Kernfrage ist nicht, ob es Klimawandel an sich gibt (natürlich!), sondern, ob die jetzt zu unseren Lebzeiten womöglich tatsächlich wissenschaftlich festzustellenden Veränderungen des Klimas „menschengemacht“ sind. Und ich persönlich habe da aus diversen Gründen ganz erhebliche Zweifel.

  • joey

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    Schülerstreik für Atomenergie:
    Greta verkündet: „Personally I am against nuclear power, but according to the IPCC, it can be a small part of a very big new carbon free energy solution, especially in countries and areas that lack the possibility of a full scale renewable energy supply – even though its extremely dangerous, expensive and time consuming…“
    https://www.facebook.com/732846497083173/posts/on-friday-march-15th-2019-well-over-15-million-students-school-striked-for-the-c/793441724356983/
    (ausnahmsweise auch mal ein Link von mir)

  • Marcus keller

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    Meine Wenigkeit ist ja noch nicht lange aus der Schule (technischer Zweig BOS) wir waren uns Klassenübergreifend auch einig das eigentlich nur nuklare Energiegewinnung die Lösung sein kann. Wo soll der Strom bzw. Energie sonst herkommen in den Mengen wie wir sie benötigen in Zukunft nur mit e Mobilität? Solarenergie ? Herstellung der Zellen zu schmutzig und der wirkungsgrad geht nach ein paar jahren flöten… Wind und Wasserkraft? Ok lass uns mal sehen wie die Leute das so finden mit dem Trassenausbau und Windräder vor ihrer Haustüre :-) Flugreisen ? Verboten! usw… ;-) Blöd ist bloss das Klima keine Landesgrenzen kennt…. streiken die in China, Indien , USA, Brasilien usw. auch ?

  • R.G.

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    @ExRA
    Ihre Worte als Zitat, darunter meine Antwort:
    „sind Sie nun enttäuscht von mir, weil der Text in „stark herablassendem Ton“ geschrieben sei.“
    Mir war klar, dass ich ihnen den Text nicht zuschreibe.

    “ sind Sie nun enttäuscht von mir, weil der Text in „stark herablassendem Ton“ geschrieben sei.“
    Nein, ich bin nicht enttäuscht, aber ich steige auf eine solchen Art nicht mit Argumenten ein. Man kann so einen falschen Ton schlicht den Buckel runterrutschen lassen.
    “ den bislang in den Kommentaren völlig ausgeblendeten Aspekt der gelenkten Instrumentalisierung ins Spiel zu bringen…..Die Kernfrage ist nicht, ob es Klimawandel an sich gibt (natürlich!), sondern, ob die jetzt zu unseren Lebzeiten womöglich tatsächlich wissenschaftlich festzustellenden Veränderungen des Klimas „menschengemacht“ sind. Und ich persönlich habe da aus diversen Gründen ganz erhebliche Zweifel.“
    Die Zweifel dürfen Sie haben. Ich finde Ihren hier und heute gezeigten sprachlichen Ausdruck angenehm passend.

    Eine Zeit meines Lebens durfte ich häufig Fachleuten aus Land- und Fortstwirtschaft, Wasserbau, Umweltanalytik, Politik u.v.a.m. bei ihren privaten Diskussionen zuhören. Alle hatten zum Beruf privat Land und ein Gut oder arbeiteten nebenberuflich für eines.
    Eines ihrer Hauptthemen war, beobachtbare Klimaveränderungen haben, auch wenn sie nicht menschenerzeugt wären, Einfluss auf unsere Landwirtschaft, können die Schadstofflast in Großräumen verändern etc. – nur zwei von vielen regional bereits spürbaren Folgen.

    Sie bemerkten, spielen sie die nötigen Konsequenzen ohne Idelogischen Hinterbau durch, kommt das gleiche Ergebnis heraus, als wenn man mit erhobenem Zeigefinger die Probleme als vom Menschen verschuldet darstellt; es gibt dringenden Handlungsbedarf, wir müssten unser Verhalten, unsere Landwirtschaft, unseren Umgang mit Ressourcen ändern.

    Paktische Konsequenzen der Gespräche sind unter anderem, ein adeliger Studierter pflanzt seit bald vier Jahrzehnten großflächig an den Orten vorheriger Monokulturen unterschiedlichste Bäume und Sträucher an, um zu sehen welche Sorten und Pflanzengemeinschaften bei dem sich seiner Meinung nach rasant verändernden Klima als Gewinner oder Verlierer dastehen; akademische und praktisch gelernte Bauern stellten unabhängig voneinander auf andere Erzeugnisse um; Dörfer entwickelten Absiedlungsmodelle, um ihren bisherigen Lebensraum als Retentionszonen für den immer häufiger überschwappenden Fluss zur Verfügung zu stellen. Diese Entscheidungen fielen einfach aus verstandenen Notwendigkeiten. Beinahe alle dieser Bekannten haben die Auswahl der Lebensmittel weitgehend „regionalisiert“.
    Einzig bei der Diskussion, ob die Veränderungen Schuld des Menschen, oder bloße Tatsache sind, gibt es keine Einigung.

    Ich lebte in einer Stadt, da war die Luftqualität so schlecht, dass das durchschnittliche Lebensalter in dem Bezirk deutlich abwich. Man reagierte damals seitens der Politik engagiertest – mit dem konsequenten Abbau der Messtellen. Es wurde diskutiert, agiert, sich medial präsentiert, aber man schaffte keine vernünftige Änderung…
    Verstärkend wirkte, der Unterschied zwischen einem Haus an der Peripherie und der mit Spiegelplatten beplankten, abgasverseuchten grauen Hochhauscity betrug im Sommer um die vier Grad. Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Kleinklimas wie Begrünung der Dächer und Fassaden, Entsiegelung von Flächen, Nutzung von erneuerbarer Energie auch zur Kühlung im Sommer, Zurückdrängung des öffentlichen Verkehrs, wurden veröffentlicht. Zum größten Teil die gleichen Massnahmen wie beim möglicherweise menschengemachten Großklimawandel.
    Wir in unserer Erwachsenengeneration haben viele „akademische“ Dumm- und Trägheitsbeweise abgegeben; die Jugend sieht unsere realen Mängel, sie rafft sich teilweise unter der Parole des drohenden Klimawandels auf, viele längst fällige, wahre Not wenden sollende Schritte anzustoßen…
    Wer den praktischen Vorteil nicht sehen, sondern nur über das Prinzip allein weiterdiskutiert, versäumt ein Stück Leben.

  • Marcus Keller

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    Eine Sache habe ich noch vergessen zu erwähnen, es ist ja schön das demonstriert wird aber wäre ist nicht besser Taten sprechen zu lassen ? Sprich nicht nur Wasser predigen und Wein trinken ? Ich achte schon länger auf meinen ökologischen Fußabdruck. Wie viele Demonstranten tun dies auch ? Dazu gehört nämlich : kein Fastfood Konsum, keine Flug und oder Kreuzfahrtschiff Reisen in den Ferien, kein Skiurlaub, nicht von den Eltern herumgefahren werden, keine Klamotten von z.B eigentlich allen Modefirmen sondern Secound Hand oder wirklich nachhaltige Erzeugnisse, keine neuen Smartphones und andere digitale Technik wenn höchstens gebraucht, Lebensmittel nachhaltig kaufen also kein Discounter, sich vor Ort engagieren z.B. Müll beseitigten am Wochenende/Nachmittag im Wald in seinem Ort uvm. , Strombedarf und Heizung auf ein Minimum reduzieren uvm…. echter erhlicher Umweltschutz heißt verzichten und seinen Lebensstandart reduzieren ist also nicht der angenehmste Weg und damit klar kommen das selbst wenn ganz Deutschland so leben würde, es noch rein gar nichts am Klimawandel ändern würde. Dazu müsste die ganze Welt sich aktiv daran beteiligen….

  • Joachim Datko

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    Bei manchen Wetterlagen gibt es in Deutschland heute schon eine Überproduktion von Elektrischer Energie.

    Zu R.G. 21:53: „Wir in unserer Erwachsenengeneration haben viele „akademische“ Dumm- und Trägheitsbeweise abgegeben; die Jugend sieht unsere realen Mängel, sie rafft sich teilweise unter der Parole des drohenden Klimawandels auf, viele längst fällige, wahre Not wenden sollende Schritte anzustoßen…“

    So gedankenlos sind die „Alten“ nicht!
    Faszination Technik:
    Siehe z.B.
    https://www.wind-turbine-models.com/turbines/1605-mhi-vestas-offshore-v164-9.5-mw

  • Burgweintinger

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    @ Marcus Keller

    hmm…, anscheinend habt ihr in der Schule nur darüber geredet, was schon in der Zeitung steht…, nichts innovatives, wie z.B., wie mache ich aus CO2 wieder Kohlenhydrat…, das wäre nämlich ein Lösungsansatz…,

    Stichwort „Freie Energie, Kalte Fusion“
    Dann können endotherme Reaktionen im großen Maßstab durchgeführt werden und das CO2 aus der Luft geholt werden.
    Fusionsreaktoren sind die zeitnäheste Lösung, also statt Spaltung , Kernfusion.

  • ExRA

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    @R.G.: Danke für die klarstellenden Worte, ich denke, daß ich nun verstanden habe, um was es Ihnen geht.

  • WerAuchImmer

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    @Marcus Keller

    …was auch nicht dumm ist: Tatsächlich beim Konsum, der nicht verzichtbar ist, auf so ’speißige‘ Dinge wie den ‚Blauen Engel‘ achten. Ist unverändert eines der besten Verbrauchersiegel, wenn es um nachhaltige Produkte geht und in jedem Fall schon mal besser, als gar keine enstsprechenden Ansprüche an die Produkte zu stellen.

    Auch der aktuelle TCO-Standard (speziell bei IT-Technik) ist ein guter Wegweiser. Es spricht Bände über uns als Verbraucher, dass viele große Firmen sich mit verschiedenen Produkten dieser sehr anspruchsvollen Zertifizierung unterworfen haben (um bei entsprechenden öffentlichen Ausschreibungen zum Zug zu kommen), im Einzelhandel aber darauf verzichten, damit zu werben. Das interessiert schlicht kein Schwein. Danach zu fragen, ist daher eine sehr effektive Möglichkeit, bei Mediamarkt- oder Saturnverkäufern belustigt-dümmliche Gesichtsausdrücke zu generieren.

    Und speziell beim Thema Smartphone kann man ja auf sowas wie das Fairphone zurückgreifen, statt auf die in Blut und Tränen getränkten Geräte von Samsung, Apple und Co. Ja, ist nicht so schick, funktioniert aber – allen billigen Unkenrufen zum Trotz – zumindest bei mir einwandfrei. Ich hoffe, das war jetzt keine unerlaubte Werbung.

  • R.G.

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    @Joachim Datko
    Danke für ihren Link zu einer Windturbine. Ich werde das Bild in meinem Gehirnkastl zu den hunderten Turbinen, Sterling Motoren, Repulsinen, Wasserenergetisierern etc. hinordnen, die man mir schon als Beweis für die Klugheit der Vorgeneration zeigte.

    Was soll ich in meiner städtischen Umgebung mit der von ihnen verlinkten Turbine genau anfangen? Auf den Balkon damit, die Wäsche drauf trocknen lassen? In meiner mich umgebenden Landschaft, zwischen all den alten Bäumen, kann ich mit „Ihrer“ Windturbinde wieder nichts anfangen.

    Ich erwarte mir von klugen Menschen der Vorgeneration prakische Antworten auf reale Probleme meiner Region und meine allernächste Umgebung.

    Wir „Weisen“ unserer Generation haben in Wolkenkuckucksheimen kluge Modelle für theoretische Situationen im Anderswo konstruiert, aber die realen Schwierigkeiten und Lösungen für die eigne Umwelt ausgeblendet.

  • joey

    |

    @R.G.
    das interessiert Sie vielleicht doch
    https://www.ar.tum.de/klima/startseite/

    was hier alles gefordert wird, haben „die Alten“ längst entwickelt, den Studiengang gibts mindestens schon 15 Jahre. Wie ich schon mal schrieb, habe ich (alter grauer Sack) schon lange Fassadenbegrünung und Solartechnik auf dem Dach, mein Haus ist nach dem Prinzip Clima Design aufgebaut – obwohl es damals den Studiengang noch nicht gab, einfach andere Kulturen betrachtet und selber nachgedacht.

    Clima Design ist etwa so alt wie die „kultivierte Menschheit“, also ca. 10.000 Jahre. Schon immer haben Menschen versucht, sich mit Gebäuden vor der „lieben Natur“ zu schützen, ohne daß sie dafür Elektrik hatten. Man muß nur ein wenig lernen: Physik, Geschichte, … und nicht draußen obergscheit radikale Positionen rumschreien, sondern erst mal selber zuhören.

  • Tobias

    |

    Eine weitere sprachliche Spaltung der Gesellschaft, die nicht nötig ist. „Hell- und Dunkeldeutschland“, „Ewiggestrig und Kosmopolit“, „Gutmensch und….äh….Nicht-Gutmensch“, „Kleingeister“ gegen „Profis“. Du gegen uns. Und dann noch das „aber“ verbieten, damit es perfekt wird.

    Das hatten wir schon mal, 2013, als es mit den rechten Parteien danach ordentlich bergauf ging – nur, um dann weitere Begriffe für die Überheblichkeit gegenüber „denen da“ zu finden. Man muss ja sein Ego boosten.

    Diese Sprache ist der falsche weg. Oder überhaupt kein Weg. Ich habe auch meine Kritik geäußert, weil ich eben auch sehr viele Jugendliche um mich herum habe, und die wissen nicht einmal was ich mit „Asse“ meine. Oder was ein Recyclingcode ist, wenn diese sich nicht schlüssig sind, was in welchen Behälter soll. Da wird auf Phablets [große Smartphones] samt Bluetooth-Kopfhörer (warum umweltverschmutzende Akkus?) irgendetwas geliked, weil es „cool“ ist und, weil man „kein Kleingeist“ sein möchte, aber ein überwiegender Teil hat von der Materie wenig Ahnung. Es geht um das Protestieren des Protests wegen. Und, weil man eben auf der moralischen Seite stehen möchte. Auf Energieversorger schimpfen ist nämlich „cool“ und „revolution“ [auf englische Aussprache achten].

    Am Ende bin ich des doch, der neben einer Jugendgruppe eine sich am Boden durch die Luft wirbelnde Plastiktüte in den Mülleimer an der Albertstraße wirft. Damit habe ich wohl als Kleingeist mehr getan als diese Pseudo-Demonstranten……

  • Mr. T.

    |

    Man nehme ein paar bescheurte und ignorante Jugendliche, halte deren Verfehlungen fest und projeziere diese dann auf all jene, die es einem in seiner selbstgebauten geistigen Kleinbürgerkolonie ungemütlich machen. So einfach kann die Welt in einer dümmlich-braunen Gesellschaft sein. Genauso einfach gehts natürlich auch mit straffälligen „Nichtdeutschen“. Und wenn dann noch so ein besserwisserischer Gutmensch kommt, da findet sich bei dem sicher auch mal ein ausgespuckter Bio-Kaugummi, um all seine sinnlosen und naiven Weltverbesserungsversuche zu diskreditieren.
    Ich bin ja eh schon nicht der Hellste, aber manchmal wäre ich schon gern noch ein ganzes Eck dümmer, um es mir in der Welt so richtig schön gemütlich machen zu können.

  • mkv

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    „Jung“ und gleichzeitig ein „Greis“ – gemeinschaftliche Aufgaben

    Wie im Rahmen einer Glosse das heranwachsende Spitzenpersonal der „Volksparteien“ gedeutet werden kann und zur Frage hinführt, wie die Fridays-for-Future wieder „eingefangen“ werden können, wenn sie denn sollen, was ich bezweifle, liest man unter
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=50373

    wo Jens Berger schreibt:
    „Interessant ist da vor allem die Frage, wie die traditionelle Politik die jüngeren Generationen überhaupt wieder einfangen und einhegen will und ob ihr dies gelingt. Zumindest ich wäre sehr glücklich, wenn dies nicht der Fall ist. Denn Visionen sind nichts für den Arzt, sondern unerlässlich, wenn wir die Hoffnungen auf eine lebenswerte Zukunft nicht zusammen mit dem politischen Nachwuchs begraben wollen.“

    Daran zu arbeiten, ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Jung + Alt, von oben+unten, global+lokal – quer zu allen Schichten und Stämmen. All jene, die hier die Heranwachsenden auszugrenzen versuchen, haben wenig verstanden.

    Früher hieß es: WISSEN IST MACHT. Heute: WISSENSVERMITTLUNG IST MACHT. In diesem Sinne könnten alle viel von einander lernen – jenseits von rausgepfefferten Provokationen, sprachlicher Verwahrlosung und strafrechlich relevanten Beleidigungen samt übler Nachrede.

  • Thik

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    @joey 19. März 2019 um 20:20

    „Dagegen muß man aber den Präzedenzfall abwägen – so kleingeistig ist eben der Rechtsstaat, der für alle gelten muß.“

    Wie ein Kommunist einmal schrieb: wer A sagt, muss nicht B sagen, er kann auch erkennen, dass A falsch ist. Es ist die Aufgabe der Schule, Schüler auf die Zukunft vorzubereiten. Demzufolge ist es eher ein Armutszeugnis für die Schule, wenn sie das nicht tut. Dass die Schüler, wenn sie versuchen dies dann selbst in die Hand zu nehmen, nicht alles perfekt machen, ist durchaus zu erwarten, denn es sind eben Schüler.

    „Weil er nur so die Freiheit bewahren kann, auf deren Grundlage man hier demonstrieren darf.“

    Wieso den jetzt „darf“? Ich habe die Bemerkung zum Rechtsstaat so verstanden, dass die Schüler hier gerade nicht demonstrieren dürfen.

  • Thik

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    @joey 21. März 2019 um 14:02

    „… was hier alles gefordert wird, haben „die Alten“ längst entwickelt, den Studiengang gibts mindestens schon 15 Jahre.“

    Genau das ist der Punkt. Wie Joseph Weizenbaum sagt, wir könnten die Welt mit der bereits zur Verfügung stehenden Technik zu einem Paradies machen, aber wir organisieren sie wie ein Irrenhaus.

    Wenn die Technik da ist, dann liegt es also an etwas Anderem. Daher ist es nicht naheliegen, die Schüler aufzufordern, sie sollen doch brav Physik lernen, damit sie vielleicht dereinst ein Windrad erfinden können, dass noch 0,0001 % effektiver ist.

  • Thik

    |

    @WerAuchImmer 19. März 2019 um 10:42
    „Welcher Schwachkopf ist bitte auf die Idee gekommen, uns Homo Sapiens zu nennen?“

    Carl von Linné, hierzu Wikipedia zum heutigen Verständnis

    „Im Laufe der Stammesgeschichte des Menschen, der Hominisation und der soziokulturellen Evolution haben sich Merkmale herausgebildet, welche die Voraussetzungen dafür bildeten, dass der Mensch ein in hohem Maße sozialisations- und kulturfähiges Wesen werden konnte.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mensch

    Man beachte die Worte „Voraussetzungen“ und „werden konnte“. Was hier nicht zum Ausdruck kommt, ist, dass es sich wie üblich bei der Evolution um einen nicht abgeschlossenen Prozess handelt.

    Ein Tier das Beine hat, kann gehen, es muss nicht. Außerdem kann es die Beine auch zu etwas anderem verwenden, etwa zum Treten.

  • Thik

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    @ExRA 19. März 2019 um 15:40

    Ich ziere aus dem verlinkten Artikel
    „Klimaschutz ist weder unser Problem, noch ist es durch uns realisierbar.“

    Mit „es“ ist her vermutlich der Klimaschutz gemeint. Ist dieser tatsächlich unrealisierbar?

  • Thik

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    @Marcus keller 20. März 2019 um 21:36 | #

    „Wo soll der Strom bzw. Energie sonst herkommen in den Mengen wie wir sie benötigen in Zukunft nur mit e Mobilität? Solarenergie ?“

    Die Förderung der Solarenergie wurde zurückgefahren, statt dass man sich darum kümmert, diese besser zu speichern und zu verteilen. Wir zahlen etwa eine Umlage nach dem EEG, um die Energieunternehmen dafür zu entschädigen, dass sie Solarstrom zum Festpreis auch abnehmen müssen, wenn er an der Strombörse unter Preis verkauft werden muss. Es ist erstaunlich, dass noch keiner der Freunde des freien Marktes auf die Idee gekommen ist, den Verbrauchern den Zugang zur Börse und damit zu diesem billigen Strom zu ermitteln. Sollte dann nicht die unsichtbare Hand ganz automatisch das Problem lösen, wie Überproduktion gespeichert und wiederverkauft oder sonst sinnvoll – insbesondere energiesparend – verwendet wird?

    „Ok lass uns mal sehen wie die Leute das so finden mit dem Trassenausbau und Windräder vor ihrer Haustüre :-) Flugreisen ? Verboten! usw… ;-)“

    Das ist einer der Gründe, warum der Verweis darauf, man solle sich selbst läutern, statt zu demonstrieren unsinnig ist. Das Problem ist nur über verpflichtende Regeln für alle zu lösen. die Experten die da ran müssen, vergleiche die Äußerung des schon erwähnten Christian Lindner, sind also die Leute, die Experten für das aufstellen solcher Regeln sind oder zumindest sein sollten, vulgo Politiker, also Leute wie zum Beispiel Christian Lindner.

    „Blöd ist bloss das Klima keine Landesgrenzen kennt…. streiken die in China, Indien , USA, Brasilien usw. auch ?“

    Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma

    Noch ist es nicht bewiesen, dass sich die Menschheit nicht ändern kann, um unter Einsatz der Vernunft diesem Dilemma zu entkommen.

  • R.G.

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    @Thik
    Man reitet gerne auf sprachlichen Formulierungen herum, das Klima könne man nicht schützen, im Zuge von unabdingbaren, nicht von Menschen gemachten Veränderungen könne man vielmehr sich und andere Indiviuen nur bedingt schützen…
    Der Unterschied liegt in der Verantwortung; trüge das Konsumverhalten der Menschen doch nicht die Hauptschuld an den Klimaveränderungen, brauchte man den Schadstoffausstoß nicht einzuschränken, Jugendliche nicht als Mahner auf die Straße zu schicken.

  • mkv

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    „Wer´s nicht begreift, wird abgewählt, abgewählt.“ (Alt)

    Das Urgestein Franz Alt, er spricht vom „gesellschaftlichen Großkonflikt“, hat mit zwei Schülern von Fridays-for-Future ein erhellendes Interview geführt. Dr. Axel Berg (eurosolar) hat zur Notwendigkeit des Wandels, der globalen wie lokalen Transformation unserer Lebens- und Arbeitsweisen, Kluges zusammengefasst und auch Lösungswege aufgezeigt.

    Hier sind die Links dazu:

    http://www.sonnenseite.com/de/tipps/franz-alt-fridays-for-future-schuelerinnen-fuer-klimaschutz.html

    https://www.eurosolar.de/de/index.php/text-medien/pressemitteilungen-eurosolar/2321-deutsche-planwirtschaft-verharrt-weiter-in-der-kohlestarre

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