SOZIALES SCHAUFENSTER

Wahlkampfauftakt der Grünen

OB-Wahl: Christoph ist der Kandidat der Grünen

Die Regensburger Grünen stellen sich für den OB-Wahlkampf 2020 auf und präsentieren am Samstagmorgen Stefan Christoph als ihren Kandidaten. 

Stefan Christoph und Theresa Eberlein bilden den aktuellen Parteivorstand. Nun möchte Christoph OB-Kandidat der Grünen werden. Foto: Bothner

Seit Wochen wird spekuliert, wen die Grünen als ihren Spitzenkandidaten in den Regensburger Kommunalwahlkampf schicken. Am 12. Juli soll dieser im Rahmen einer Mitgliederversammlung offiziell gewählt werden. Nun gab als bisher einziger Kandidat Stefan Christoph seine Kandidatur im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Der 31jährige ist bereits seit 2002 Mitglied der Grünen und war bis 2016 bei der Grünen Jugend aktiv, deren Landessprecher er 2007 bis 2009 war. Bereits seit 2015 hat Christoph das Amt des Stadtvorsitzenden der Partei inne – seit Mai dieses Jahres zusammen mit Theresa Eberlein.

Im vergangenen Herbst wurde der Grünen-Politiker zudem in den Oberpfälzer Bezirkstag und dort als Fraktionsvorsitzender gewählt. Christoph ist also durchaus kein Politneuling. Innerhalb der Partei hofft man durch diese Personalie auf frischen Wind und eine moderne Politik für Regensburg. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stärkten der Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol, die stellvertretende Bundesvorsitzende Jamila Schäfer sowie die politische Geschäftsführerin der Regensburger Grünen Jugend, Anna Hopfe, Christoph den Rücken.

Anna Hopfe und die Grüne Jugend fordern eine signifikant Verjüngung der Regensburger Politik. Foto: Bothner

„Stefan steht der Grünen Jugend seit Jahren sehr nah und wir hoffen, dass dies auch künftig so bleibt“, freut sich Hopfe über die Kandidatur. Er mache eben Politik aus Überzeugung und sei genau der richtige Bürgermeister, den diese Stadt brauche. Für den künftigen Stadtrat fordert die Grüne Jugend eine signifikante Verjüngung und wird kommenden Montag zwei eigene Spitzenkandidaten wählen, die im Herbst in aussichtsreicher Position auf die Wahlliste gewählt werden sollen.

Wohnen und Mobilität

Das vorgeschlagene Wahlprogramm zeige bereits eine deutliche Handschrift, die neue Akzente setzen möchte, wie alle an diesem Vormittag mehrfach betonen. Zwei Themen seien von besonderer Relevanz. „Wir wollen die Themen Wohnen und Mobilität als Grundrechte, die allen zustehen, wieder in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Christoph. Beides dürfe nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Und schon gar nicht dürfe Regensburg es zulassen, dass gewisse Milieus an die Stadtgrenzen verdrängt werden.

Regensburg gehöre allen. Aus diesem Grund wolle man die Bürgerinnen und Bürger endlich stärker und vertrauensvoller in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen. Dies trage zu einer höheren Akzeptanz von Beschlüssen bei und stärke die Stadtgesellschaft, ist sich Christoph sicher. Zusätzlich solle es künftig einen eigenen Haushaltstopf geben, über dessen Verwendung die Bürger mitentscheiden dürfen.

Auch Jürgen Mistol setzt auf Christoph als starkes Zugpferd für die Kommunalwahl.

Mit der Umsetzung einer Stadtbahn und der Einführung der Biotonne habe man bereits gute Ideen auf den Weg bringen können, wie Mistol meint. „Erst vor wenigen Tagen hat die große Koalition mit der Zweckentfremdungssatzung nun auch ein Werkzeug zur Bekämpfung von Spekulationen mit Wohnraum und zur Regulierung von Ferienwohnungen verabschiedet“. Um den Wohnungsmarkt weiter zu entlasten, setze man besonders auf den Kauf der Prinz-Leopold-Kaserne. Dort sollen durch die Stadtbau neue Wohnungen geschaffen werden. Geht es nach den Plänen der Grünen, künftig auch mit einer höheren Sozialwohnungsquote. Für Mistol sei hier noch deutlich Luft nach oben.

„Wir wollen das Vertrauen weiterhin erfüllen.“

Dass auch die Regensburger derzeit ein großes Vertrauen in die Partei hätten, habe man anhand der Ergebnisse der letzten Wahlen gesehen, wie der Landtagsabgeordnete erfreut anführt. Die guten Ergebnisse und den derzeitigen Schwung der gesamten Partei gelte es laut Eberlein jetzt nach Regensburg zu holen. „Wir wollen das Vertrauen weiterhin erfüllen und mit langfristigen Überlegungen die Stadt modern gestalten.“

Eine Verkehrswende sei hier unumgänglich, macht Christoph klar und fordert einen attraktiveren und bezahlbaren ÖPNV, sowie ein besseres Liniensystem. „Darüber hinaus braucht die Stadt ein umfangreiches Radwegenetz.“ Eine Verkehrswende müsse langfristig gedacht werden und Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer zusammendenken“, erklärt Eberlein. Eine dritte Röhre für den Pfaffensteiner Tunnel, wie sie derzeit überlegt wird, mache daher keinen Sinn. „Wir hoffen den Individualverkehr künftig ökologisch nachhaltig gestalten zu können und das bedeutet unserer Meinung nach weniger PKWs“, ergänzt Christoph. Stattdessen brauche es mehr Verkehrsberuhigungen und auch die Forderungen des derzeit laufenden Radentscheids unterstütze man.

Grünen fordern ein NS-Dokuzentrum

Mit der Idee eines städtischen NS-Dokuzentrums möchte die Partei ebenfalls neue Akzente setzen und mit einer eigenen Abteilung für die Geschichte deutsch-jüdischen Lebens in Regensburg auch diesem Aspekt gerecht werden.

Bei der anstehenden Wahl im kommenden Frühjahr wolle man sich ganz auf die eigenen Inhalte und Stärken verlassen, wie Christoph betont. Daher beschäftige man sich auch nur soweit nötig mit den anderen Parteien und möglichen künftigen OB-Kandidatinnen und Kandidaten. Doch dürfte für die Grünen insbesondere die SPD eine nicht unwichtige Rolle spielen. So hat Sebastian Koch, Unterbezirksvorsitzender und Wenzenbacher Bürgermeister der SPD erst vor wenigen Wochen betont, dass seine Partei schon immer grüne Themen gesetzt habe und es nun darum gehe hier das Vertrauen der Bürger in die eigenen Kompetenzen zurückzugewinnen. Das Thema Nachhaltigkeit könnte also gewisse Reibungspunkte bei der Wählerakquise beinhalten.

Gleichzeitig mit der Wahl des OB-Kandidaten wird es am 12. Juli zur ersten Lesung des vorgeschlagenen Wahlprogramms kommen. Bis zum 27. September können die Mitglieder Anträge einbringen um dann bei einer zweiten Lesung dieses zu verabschieden. Im Oktober möchte die Partei dann ihre Wahlliste aufstellen.

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Kommentare (24)

  • Checker Tobi

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    Ok, also anscheinend WOLLEN die Grünen die OB – Wahl verlieren. Mit Herrn Mistol wäre das eine gmahte Wiesn gewesen, egal, wen CSU oder SPD aufgestellt hätten. Der hat ja auch dem Rieger fast das Direktmandat abgeluchst.

    Jedenfalls selten dämlich, den Typen kennt keiner, Chance vertan.

  • Horst

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    Ich fürchte, bei der CSU knallen schon die Sektkorken.

  • dünnster Künstler

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    ….Mistol meint. „Erst vor wenigen Tagen hat die große Koalition mit der Zweckentfremdungssatzung nun auch ein Werkzeug zur Bekämpfung von Spekulationen mit Wohnraum und zur Regulierung von Ferienwohnungen verabschiedet“.

    Recht auf Stadt sagt zur Zweckentfremdungssatzung:
    „Satzungsentwurf ist eine Mogelpackung!“
    vergl.: https://rechtaufstadt-regensburg.de/zweckentfremdung-satzungsentwurf-ist-eine-mogelpackung/

    Da ist wohl auch noch Luft nach oben…

  • Andreas Zirngibl

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    Mutige Entscheidung! Ich sehe das als echten Neuanfang nach Jahren nicht-grüner Politik von Jürgen Huber. Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Schaidinger kannte damals auch niemand (Wahlplakat: „Wer ist dieser Mann?“).

    Falls jemand meint „Der ist doch viel zu jung!“: dieses „Problem“ löst sich mit der Zeit von selbst, wie wir alle wissen.

    Falls jemand meint „Der hat doch gar keine Erfahrung!“: doch, hat er (Grüne Jugend, Partei, Bezirkstag). Außerdem ist er Politikwissenschaftler. Und auch Erfahrung wird mit der Zeit immer mehr!

    Mein Vorschlag: soll er doch im Wahlkampf erstmal zeigen, was er drauf hat und dann bilden wir uns am Wahltag ein Urteil.

  • Taxifahrer

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    Das Rennen zwischen CSU und Maltz-Schwarzfischr wird spannend.

  • Charlotte

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    Schade – strategisch nicht nachvollziehbar! Mal abgesehen davon, dass die Wahl ja erst stattfindet… dem guten Ton geschuldet, sollte die Pressekonferenz deshalb auch erst nach der Wahl des OB-Kandidaten stattfinden. Was interessiert es jetzt, welche Pläne H. Christoph hat, wenn er vielleicht gar nicht gewählt wird?!?

    Den Schwung eines etablierten Profis gerade im Höhenflug der Grünen nicht mitzunehmen, wäre eine fatale Entscheidung. Und gerade diese Voraussicht, erwarte ich vom Vorstand eines Kreisverbandes: dieser sollte nicht im persönlichen Interesse entscheiden, sondern ganz im Sinne der bestmöglichen Chancen für die Partei.

    Und – Nicht nur, dass H. Christoph kaum jemand kennt, bin ich auch ein großer Fan von Kandidaten, die nicht nur politische Erfahrung nachweisen können, sondern auch eine solide Berufs- und Lebenserfahrung im ‚normalen’ Leben gesammelt haben. Ein OB- Kandidat hat nach seiner Wahl nämlich auch gleich mal eine anspruchsvolle Leitungsfunktion in der Verwaltung. Da reicht ein langjähriges politisches Engagement in der Grünen Jugend leider nicht aus – so ehrenvoll das auch ist!

    Auch scheint mir der Blick auf die Bevölkerungsstruktur in Regensburg beim Kandidaten und seinen Unterstützern etwas verloren gegangen zu sein. Nur die junge Generation im Auge zu haben, wird sich böse rächen: Der Anteil der unter 25-jährigen beträgt selbst in Regensburg nur rund 15 % ( ! ), der ab 45-jährigen liegt bei rund 42 % der Bevölkerung in Regensburg mit stark zunehmender Tendenz aufgrund der demographischen Entwicklung!

    Es wäre klug, wenn auch der/die Kandidat(in) aus der überwiegenden Altersstruktur kommt- auch das ist Lebenserfahrung. Ein sehr junger Kandidat ohne Erfahrung wird nicht gewählt, weil er einfach zu wenig vorweisen kann und nicht zündet in dieser Gruppe… ob man das nun toll findet oder nicht.

  • Checker

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    Man sieht ja was Jahre eines Grünen MInisterpräsidenten als ökologische Wende in Baden-Württemberg gebracht haben. Nämlich gar nichts. 🙁

  • Wintermute

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    @Checker: Der aus BaWü gehört doch zur älteren Generation? …

    @Alle:
    Inhalte. Es geht um die Inhalte. Oder ihr wählt doch nicht Leute nur, weil ihr das Gesicht kennt und es euch so nett von den Plakaten anlächelt? Oder?

    Ich finde durchaus, dass R ein wenig „frischen Wind“ brauchen kann. Wenn man immer nur das gleiche macht, verliert man oft den Blick für Dinge, die tatsächlich möglich sind. Und meint am Ende nur, dass nur das geht, was man schon immer gemacht hat.

    Und wegen Erfahrung und Leitungsfunktionen: Ich hab inzwischen ein bisschen Erfahrung und habe … z.B. in Vereinen und so … festgestellt, dass es eher nicht auf’s Alter und die Anzahl gelebter Jahre ankommt. Sondern in wie weit man anderen zuhören kann, gute Entscheidungen treffen kann und Ideen zulassen kann. Das können Jüngere auch schon. Und Ältere können auch vieles gegen die Wand fahren, da schützt die Erfahrung auch nicht immer davor.

    Schauen wir uns doch einfach den Wahlkampf an ;-) Da gibt es immer Überraschungen.

  • Hartnäckig

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    hochinteressanter Denkansatz:
    NS-Dokumentationszentrum statt 3. Tunnelröhre !

  • Ex Regensburger

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    @Checker: Kretschmann ist freilich kein gutes Beispiel für grüne Politik, der war mal grün. In anderen Bundesländern, wo die GRÜNEN mitregieren läuft das anders.
    Natürlich müssen die GRÜNEN aufpassen, dass sie nicht immer braver u. angepasster werden, man merkt diese Tendenz vor allem an Beispielen wie der geplanten Masern-Impfpflicht, da sind sie – nach anfänglicher Gegenwehr – dann doch umgefallen (obwohl sich Ethik-Rat, Allgemeinärzte, Umweltmediziner, das Robert-Koch-Institut, Söder und Huml etc. DAGEGEN ausgesprochen haben).
    Auch beim Thema 5G hätten sie vor einigen Jahren noch auf die hochwahrscheinlichen Gesundheitsgefahren hingewiesen, jetzt sind sie nur noch geil auf noch mehr Digitalisierung u. wollen unbedingt modern dastehen.

  • Dominik Müller

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    @Wintermute
    Es geht mir nicht nur um Inhalte, sondern auch um Glaubwürdigkeit, also – insbesondere wenn die Gruppierung in die Koalition eingebunden war – inwieweit sie dann auch entsprechend dem Wahlprogramm gehandelt hat. Ein Parkhaus bei der Gräßlschleife
    (https://www.regensburg-digital.de/parkhausplaene-entzweien-gruene-und-bund-naturschutz/12062018/), aber auch das Lago (https://www.regensburg-digital.de/vogelparadies-entzweit-naturschuetzer-und-bunte-koalition/03052019/) sind sehr sichtbare Zeichen, ob die Inhalte ernst genommen werden.

  • Sabine F.

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    Stefan Christoph ist nicht gerade mein Traum-Mann, aber er beendet mit seiner Kandidatur den grünen Albtraum in Regensburg. Im Gegenzug könnte jetzt der „über den man nicht spricht“ die Gelegenheit nutzen und den „Nahles“ machen, um das jetzige grüne Bürgermeister-Drama zu beenden.

  • Barnie Geröllheimer

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    Was aus Grünen wird, die statt zu phantasieren Realpolitik machen müssen, ist wunderbar an Jürgen Huber zu sehen. Kaum müssen sie liefern, anstatt an Luftschlösser in irgendwelchen Gremien zu basteln, wirds sparsam mit den Idealen. Aber der hocherfahrene Herr Christoph wird schon noch lernen was möglich ist.

  • Petra K.

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    … und bitte liebe grüne Basis, sucht auch schon mal eine (jüngere) Kandidatin! für das Landtagsmandat. Im bayerischen Landtag sitzen zu viele Männer.

  • Charlotte

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    @Wintermute

    Genau das meine ich…es geht eben nicht um ein Engagement in einem Verein oder einer politischen (Jugend) -Organisation, wo es letztendlich um nichts – aber auch gar nichts geht!

    Ein OB ist Ansprechpartner für Bürger, gestandene Unternehmer und Vorstandsvorsitzende und eben auch für 1000e Mitarbeiter mit all ihren Themen. Erfahrung hilft hier ungemein, glauben Sie mir, ich bewege mich seit langem in diesem Umfeld und habe schon viele Unerfahrene ( hier meine ich absolut nicht das Alter!) scheitern sehen und es war ziemlich unerfrischend für alle Beteiligte, der Unerfahrene war für immer verbrannt! Eine gesunde Selbsteinschätzung über eigenen Möglichkeiten hilft hier sehr.

    Und richtig, frisches Blut ist absolut notwendig – aber doch bitte ein Kandidat mit der Chance auf Erfolg! Ich bin mehr als verwundert, dass sich die Regensburger Grünen diese historische Chance entgehen lassen. Ich fürchte, die letzte für lange Zeit… schade!

  • Jonas Wihr

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    Ich kenne Herrn Christoph so gut wie gar nicht, ich habe ihn vielleicht zwei-, dreimal gesehen. Aber lasst ihn nur ruhig mal machen. War höchste Zeit für eine Wachablösung. Herr Mistol bei der PK war schon wieder too much! Sein Gelaber von der Prinz-Leopold-Kaserne … Tss. Als ob dardurch der Mietwucher in Regensburg gelindert würde! Ich lebe seit über 30 Jahren in Regensburg. Die Grünen, das waren seit dem immer und ausschließlich: Scharfenberg, Mistol, Kunc, Huber. Scharfenberg, Mistol, Kunc, Huber. Scharfenberg, Mistol, Kunc, Huber. Scharfenberg, Mistol, Kunc, Huber …

  • Giesinger

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    Liebe Grüne, warum nehmt ihr nicht lieber die hübsche Theresa Eberlein?

    Wäre doch schon alleine von ihrer Ausbildung (Suchmaschine), viel ansprechender, als ein Politik-Wissenschaftler.

    Wo bleibt der von den Grünen propagierte Feminismus?

    Auf Regionaler Ebene fände ich eine grüne Bürgermeisterin durchaus gut!

    Ansonsten, natürlich, „Der Untergang mit Grün-Merkel“.

  • @Charlotte

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    Wenn 42 Prozent der Bevölkerung über 45 sind, dann heißt das, dass 58 Prozent jünger sind. Ist es dann nicht klüger, jemanden aus dieser Alterskohorte zu nehmen (wenn man schon die Generationen gegeneinander ausspielen möchte)?

  • Ronald McDonald

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    @ Charlotte 29.06.2019, 23:54h

    “ … ich bin auch ein großer Fan von Kandidaten, die … auch eine solide Berufs- und Lebenserfahrung im ’normalen‘ Leben gesammelt haben …“

    Da wollen wir doch mal schauen/(gründeutsch) gucken, wie es mit der „soliden Berufs- und Lebenserfahrung im ’normalen‘ Leben“ des auf diesem Blog als Lehrmeister des derzeitigen supendierten Regensburger OBs bezeichneten Ex-OB Hans Schaidinger aussieht: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schaidinger
    Nach einem nationalökonomischen Studium husch, husch in den öffentlichen Dienst (was auch sonst), dort stadtentwicklerische und wirtschaftsfördernde Verwaltungsplanspielereien ins blaue Irgendwas hinein.
    Dann aber, endlich, werden die Ärmel in der freien Wirtschaft hochgekrempelt – mit erneuten Projektentwicklungsspielereien: https://de.wikipedia.org/wiki/DIBAG_Industriebau
    Vielleicht hat er dort das beigebogen bekommen, was mittlerweile die Regensburger Staatsanwaltschaft beschäftigt: https://www.sueddeutsche.de/politik/profil-hans-schaidinger-1.3343775
    Gelegenheiten zur Aneignung besonderer Art und Weise volkswirtschaftlicher Betätigung hätte er dort zu mindest in der Geschäftstätigkeit der übergeordneten Doblinger Unternehmensgruppe GmbH haben können: https://de.wikipedia.org/wiki/Doblinger_Unternehmensgruppe

    Was die akademisch fundierte „gesammelte solide Berufs- und Lebenserfahrung im ’normalen‘ Leben“ eines Verwaltungsbeirates der Bayerischen Landesbank anbelangt: https://www.regensburg-digital.de/bayernlb-fahrlassiger-schaidinger-kann-sich-freuen/10022011/

    Und was „die anspruchsvolle Leitungsfunktion in der [kommunalen] Verwaltung, die ein OB-Kandidat nach seiner Wahl nämlich auch gleich mal hat“ abfordert: das kann jedesmänn*innenische Geradeaus-Denkfähige*in – denn das OB*in denkt, und die Verwaltung lenkt (und die Immo-Branche schenkt – manchmal).

    Und hier geht’s zur „soliden Berufs- und Lebenserfahrung“ unserer Regensburger homines superiores: https://www.regensburg.de/rathaus/stadtpolitik/oberbuergermeister-buergermeister – allesamt erfahrene Bierfaßanzapfer*innen, Blablaist*innen und Grinserübe*innen.

  • Robi

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    Ganz klassisch: Erst Politikwissenschaft, dann Sekretär bei einer/einem MdL – der junge Bursche hat doch keine Chance. Schade, dass Jürgen nicht wollte.

  • Taxifahrer

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    OB-Wahlen sind Persönlichkeitswahlen. Da hat er keine Chance gegen die amtierende Bürgermeisterin und gegen Freudenstein (die es meiner Meinung nach werden wird).

  • xy

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    Eigentlich sind Schülersprecher-Typen ja schon in Ordnung, aber als OB-Kandidat? Und warum man Mistol nicht per Parteidisziplin gezwungen hat, als Kandidat anzutreten, verstehe ich auch nicht…

  • Hans-Peter Dantscher

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    Soso, da gibt ein junger Mensch seine Kandidatur für die Kandidatur für ein wichtigeres Kommunalamt bekannt und einige scheinen hier zu KampagnenstrategInnen für Kommunalwahlfragen zu mutieren – da ist er zu jung, zu unerfahren, zu unbekannt. Sorry, aber so läuft der Laden (wohl hoffentlich auch bei den Grünen) nicht mehr.
    Kurz (zu jung), Trump (zu weirdo), Sanders (zu alt und zu links), Ocasio-Cortez („zu ausländisch“, zu links AAACH und viel zu jung) und einige Andere belegen soweit das Gegenteil was Erfolg in Wahlen angeht.
    Wichtiger erscheint mir das KandidatInnen ihre Kandidatur ernst nehmen, das Vertrauen der Parteimitglieder haben und eben nicht aus Parteidisziplin – ihr Ernst Herr/Frau xy?- kandidieren.

    Ansonsten würde ich mich Wintermute anschließen, welche Inhalte haben die Grünen für Regensburg? Können ihre Konzepte überzeugen?

    Ich kenne Stefan Christoph persönlich und werde ihn wohl nicht wählen, aber bestimmt nicht weil er das „Falsche“ studiert hat oder zu unerfahren ist, sondern weil ich mit einer anderen Partei (die Linke) sympathisiere.

    Und weil ich darauf angesprochen wurde, der Post von Hans-Peter weiter oben stammt nicht von mir, was geht mich die OB-KandidatInnenwahl der Grünen an, das kriegen die alleine hin. Biotonnen und Stadtbahn bin ich jetzt auch nicht dagegen, allerdings sollten erstere nicht zu sehr stinken und zweitere vernünftig konzeptioniert sein. Ist evtl. ja dann Stefans Job ;-)

    Schönen Gruß ein (zu alter) Schülersprecher-Typ

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