SOZIALES SCHAUFENSTER

"Konfrontation statt Kooperation"

„Vogelparadies“ entzweit Naturschützer und Bunte Koalition

Der Streit um die geplante (teilweise) Bebauung der Schlämmteiche entzweit Naturschutzverbände und Bunte Koalition. Man werde alle rechtsstaatlichen Mittel ausschöpfen, um das „Vogelparadies“ zu retten, kündigt der Vorsitzende des Bund Naturschutz an.

Die zwei Industriehallen auf den ehemaligen Schlämmteichen. Die Schmacks planen zwei weitere. Foto: as

„Völlige Fehlbesetzung“, „einfach eine Enttäuschung“, „fast schon eine Lachnummer“. Dass es just die Vorsitzenden der drei größten Umwelt- und Naturschutzverbände in Regensburg sind, die Bürgermeister Jürgen Huber am Freitag bei einer Pressekonferenz so bezeichnen, verwundert allenfalls auf den ersten Blick. Denn tatsächlich hat die Debatte um die geplante Bebauung der Schlämmteiche tiefe Verwerfungen hinterlassen zwischen dem Bund Naturschutz (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Donau-Naab-Regen-Allianz (DoNaReA) auf der einen und dem Umweltbürgermeister (Grüne) auf der anderen Seite. Bisheriger Höhepunkt: Die Sitzung des Planungsausschusses im Regensburger Stadtrat vom 30. April.

Hier brachte die Bunte Koalition zusammen mit der CSU ein „Rahmenkonzept Ost“ auf den Weg – unter Protesten des BN-Vorsitzenden Raimund Schoberer, dessen wütende Zwischenrufe von der Zuschauerempore Sitzungsleiter Huber mit harschen Worten unterbinden musste. „Ich verbiete Ihnen, hier zu diskutieren.“

Gewerbefläche contra „Vogelparadies“

Worum geht es? 2008 erwarben die Immobilienunternehmer Ferdinand und Martin Schmack das Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik, darunter auch die ehemaligen Schlämmteiche. Ein wertvolles Biotop, sagen die Vertreter von BN, DoNaReA und Landesbund für Vogelschutz übereinstimmend. Eine Kartierung von 2004, die der LBV-Vorsitzende Josef Gerl am Freitag dabei hat, listet fast 150 Vogelarten auf, die hier beheimatet sind, darunter viele seltene Arten, die auf der Roten Liste stehen. Immer wieder fällt der Begriff „Vogelparadies“. Für die Schmacks ist das Areal dagegen attraktiver Baugrund. Im Flächennutzungsplan – aus den 80er Jahren allerdings – ist die Fläche für Gewerbe ausgewiesen.

Das beschlossene Rahmenkonzept. Rot umrandet: der vorgesehene Bebauungsplan für die Schlämmteiche (zum Vergrößern anklicken).

Zwei große Industriehallen (LAGO A3) sind dort bereits entstanden – 2012 und 2016, genehmigt jeweils via Weisung durch Oberbürgermeister Hans Schaidinger für die erste und dessen Nachfolger Joachim Wolbergs für die zweite Halle. Der Leiter des Bauordnungsamtes hatte sich im Vorfeld geweigert, die entsprechenden Genehmigungen zu erteilen und sich sogar mit einer sogenannten Remonstration gegen die Entscheidung seiner Chefs gewandt.

OB versprach „ergebnisoffene Gespräche“

Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Genehmigung für die zweite Halle und einem vermuteten Zusammenhang zu Parteispenden zwischenzeitlich Anklage gegen die Schmacks und Wolbergs wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung bzw. Vorteilsannahme erhoben. Doch das nur am Rande.

Blick von oben auf die Schlämmteiche. Die Kassetten 11 und 12 sind mittlerweile überbaut, 13 bis 16 sollen folgen. Luftbild: Stadt Regensburg

Als die Genehmigung für die zweite Halle 2016 ruchbar wurde, riefen die Naturschutzverbände zum Protest auf, sammelten rund 1.600 Unterschriften und drohten mit Klage. Allerdings konnte Joachim Wolbergs damals die Wogen glätten und ließ sich im Gegenzug das Versprechen abringen, sich zwei Mal jährlich in einem „Umweltforum“ zu treffen, ergebnisoffene Gespräche mit den Verbänden zu führen und keine weitere Halle zu genehmigen, ehe man nicht gemeinsam ein tragfähiges Konzept erarbeitet habe.

„’Ergebnisoffen‘ ist ein Kampfbegriff“

„Vermählen, was zusammengehören kann.“ Bürgermeister Jürgen Huber. Foto: Archiv/ Staudinger

Doch bereits damals war klar: Die Schmacks wollen mindestens vier Hallen. Und genau so sieht es nach dem „Rahmenkonzept Ost“, das am 30 April beschlossen wurde, nun auch aus. Einige weitere Schlämmteiche sollen demnach mit zwei weiteren Hallen überbaut werden, der Rest des Biotops soll nach den Vorstellungen der Stadt erhalten werden – soweit die Flächen nicht für Straßenbauten benötigt werden (Hafenspange, Ausbau der Kremser Straße). Geradezu ein „Durchbruch“ sei es, sagt Planungsreferentin Christine Schimpfermann, dass man bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen am Donauufer zu reinen Naturschutzflächen umwidmen werde – als Ausgleich für die vorgesehene Überbauung.

Für Umweltreferent Jürgen Huber sind diese Pläne ein „hervorragender Kompromiss“, der versuche, „zu vermählen, was zusammengehören kann“ – also Biotop und Gewerbe. „Wir müssen gesamtstädtische Belange im Auge haben“, sagt er mit Blick auf die Kritik der Naturschutzverbände. „Hysterische, falsche und lautstarke Äußerungen werden uns hier nicht weiterbringen.“

Einen von CSU und Linken unterstützten Antrag von ÖDP-Stadtrat Benedikt Suttner, den Beschluss zumindest so lange zu vertagen, bis eine noch ausstehende artenschutzrechtliche Prüfung vorliege und man zudem die versprochenen ergebnisoffenen Gespräche mit den Verbänden geführt habe, hatte die Bunte Koalition zuvor abgelehnt. Man habe genügend mit den „Lobbyverbänden“ diskutiert, so Huber. Und deutlich ungehaltener: „Ergebnisoffen“ sei doch nur ein „Kampfbegriff des Herrn Schoberer“ und er lasse sich diese nun geschaffene „maximal gute Situation“ auch von Suttner „nicht skandalisieren“. Nach etwa eineinhalbstündiger Debatte brachten Koalition und CSU das Rahmenkonzept schließlich auf den Weg – der darin vorgesehene Bebauungsplan für die Schlämmteiche ist damit zwar noch nicht beschlossen, aber eine deutliche Vorgabe für das weitere Vorgehen der Verwaltung.

„Jürgen Huber hat viel Unsinn geredet.“

„Jürgen Huber hat bei dieser Sitzung wirklich viel Unsinn geredet“, lautet das enttäuschte Resümee des LBV-Vorsitzenden Gerl am Freitag. Tatsächlich habe es seit Juli 2017 mit der Stadtverwaltung keinerlei gemeinsame Gespräche mehr zum Thema Schlämmteiche gegeben, von dem versprochenen Runden Tisch ganz zu schweigen. Auf mehrfache Rückfragen dazu sei man zunächst einmal vertröstet worden, schließlich habe man gar keine Antwort mehr erhalten und von der nun beschlossenen Verwaltungsvorlage für das „Rahmenkonzept Ost“ habe man eher zufällig, durch die ÖDP, erfahren. „Die Zusage von Herrn Wolbergs ist für die Bunte Koalition offenbar Schnee von gestern“, ärgert sich Josef Paukner (DoNaReA).

Lebt im Schlämmteich-Biotop: das Blaukehlchen. Foto: Bund Naturschutz

Tatsächlich sei man bei ersten Gesprächen – insbesondere mit Investor Schmack – zunächst auf einem guten Weg gewesen, so Schoberer. Auf eine weitere, kleinere Halle hätte man sich nach verbandsinternen Diskussionen sogar noch eingelassen. Doch was die Stadt nun vorgelegt habe, biete im Vergleich zu einem ersten Bebauungsplanentwurf – entgegen der Behauptungen von Huber und Schimpfermann – keinerlei Verbesserungen.

Die Ausweisung des Donauufers als Naturschutzgebiet sei nämlich nichts Neues, sagt Paukner. „Das wurde bereits bei der Diskussion um das Flussraumkonzept 2010 so festgelegt.“ Jetzt werde das plötzlich als Ausgleichsfläche für die Schmack-Bebauung deklariert. Und ganz abgesehen davon: „Nur weil auf einem Plan eine Fläche jetzt grün eingefärbt wird, passiert zunächst einmal gar nichts.“ Die neuerliche Verkleinerung des Schlämmteiche-Biotops durch zwei weitere Hallen könne möglicherweise sogar dazu führen, dass das Biotop als Ganzes nicht mehr groß genug und damit als solches nicht mehr tragfähig sei, befürchtet Vogelschützer Gerl.

„Grüne Stadträte sagen zu allem Ja und Amen“

Doch etwas Positives können die drei Naturschützer dem Ganzen abgewinnen. „Die Schlämmteiche sind noch da und es lohnt sich, dafür zu kämpfen“, so Schoberer. Und man werde nun auch alle Mittel ausschöpfen, die rechtsstaatlich möglich seien. Sobald der entsprechende Bebauungsplan vorliege, werde man dagegen klagen. „Und bei der Kommunalwahl wird der weitere Umgang mit den Schlämmteichen für uns der wesentliche Prüfstein sein.“

Raimund Schoberer (hier bei einer Demonstration bei den Schlämmteichen 2016) kündigt weitere Proteste an. Foto: Bund Naturschutz

„Das ist schade“, sagt Schoberer mit Blick auf das zerrüttete Verhältnis zur Stadtregierung. „Es ist viel Geschirr zerschlagen worden und gerade die Bunte Koalition ist mit völlig anderen Wahlversprechen angetreten.“ Jetzt werde man eben sehen, ob die Stadt mit Konfrontation statt Kooperation tatsächlich schneller zum Ziel komme. Und auch wenn Schoberer, ebenso wie Gerl und Paukner, gleichfalls Bürgermeister Jürgen Huber kritisiert, merkt er doch an: „Es wurden außerdem vier Grüne in den Stadtrat gewählt, die auch zu allem Ja und Amen sagen.“ Auch Schoberer ist seit 15 Jahren bei den Grünen – noch, möchte man fast sagen.

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Kommentare (29)

  • Fanny Reiter

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    Jahrzehnte lang hatte ich das (zweifelhafte) Vergnügen auf der Straße entlang der stinkenden Teiche zu fahren. Jetzt sinkts anders dafür muss man jetzt um sein Leben fürchten durch den Schwerverkehr. Tolle Lösung.

  • Petra K.

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    Die Bezeichnung „Lachnummer“ für den „grünen“ Bürgermeister Jürgen Huber hat schon eine gewisse Eindeutigkeit. An der grünen Basis sollten endlich Konsequenzen gezogen werden, sonst werden bayerische Wahlerfolge an den Regensburger Grünen vorbei gehen.

  • Blas Femi

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    Während alte weiße Männer den Investoren den Zucker in den Arsch blasen, demonstrieren junge Bürger für ihre Zukunft auf der Straße.

  • M.K.

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    Dass ausgerechnet ein Grüner den Neubau von weiteren Immobilienhallen als „hervorragenden Kompromiss“ bezeichnet, kann man wirklich nur als schlechten Witz bezeichnen! Und ob es bei der ganzen Sache wirklich um „gesamtstädtische Belange“ geht und nicht viel eher um die Interessen eines einschlägigen Immobilieninvestors, sei ebenfalls dahingestellt.
    Während die Landesregierung nach dem „Volksbegehren Artenvielfalt“ endlich kapiert hat, dass das Artensterben kein Hirngespinst linker Ökofundamentalisten ist und entsprechend gegensteuert, kann man es sich in Regensburg offenbar leisten, dem wertvollsten Biotop des gesamten Stadtgebiets mal eben zwei Drittel seiner Fläche wegzunehmen. Vom resultierenden Flächenfraß ganz abgesehen, stellt sich die Frage, welche Bedeutung ein gerade mal hundert Meter breites Biotop noch für seltene Vogelarten haben kann, wenn er zudem von einer Betonwüste umgeben ist. Und der ständige Verweis auf die wundervollen Ausgleichsflächen ist ein ebenso vorhersehbares wie hanebüchenes Argument – in den wenigsten Fällen erreichen diese auch nur annähernd die Bedeutung für den Artenschutz, die die ursprünglichen Gebiete hatten.
    Ohnehin bräuchte es dringend eine Zusage der Stadt, im verbleibenden Restbereich der Klärteiche Maßnahmen gegen die fortschreitende Sukzession der Flächen zu ergreifen, da sich das „Problem“ der hohen Artenvielfalt in einigen Jahren sonst von selbst erledigt hat – und Herr Schmack problemlos auch noch die Restfläche wird zubetonieren können…

  • Andreas Zirngibl

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    @ Petra K.
    @ M.K.
    Alle Kritiker*innen sind herzlich eingeladen, an der „grünen Basis“ mitzumachen. Nur so kann eine personelle Erneuerung bei Grünen Mandatsträger*innen gelingen. Die „grüne Basis“ ist nämlich nicht zwangsläufig derselben Meinung wie die GRÜNEN Mandatsträger*innen.

  • Burgweintinger

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    @ Zirngibl

    danke für die Einladung, aber ich möchte politisch nicht aktiv sein, mir sind, pauschal gesagt, Politiker, Immobilienmakler und Jäger sehr suspect! Ich gehe, wenn ich aufgefordert bin, zum wählen, so auch nächstes jahr bei der Kommunalwahl und werde sicherlich nicht mehr die Grünen wählen, solange Herr Huber und Frau Kunc (schreibt man die so?) dort etwas zu sagen haben. Herr Huber ist als Bürgermeister nicht tragbar, eine Totalversager! Ich hoffe, sie werden in Regensburg so richtig abbestraft bei der nächsten Wahl!

  • Juro Pumphutt

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    @Andreas Zirngibl wer nominiert denn bei den Grünen die Mandatstäger*innen? Ich freue mich jedenfalls auf die Wahlinformationsstände bei der nächsten Kommunalwahl. Die Mitglieder der bunten Koalition dürfen sich warm anziehen, an den Ständen wird Ihnen ein eisiger Wind ins Gesicht wehen. Versprochen!!!

  • R.G.

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    @Zirngibl
    Ihrer Logik folgend könnte man ebenso der AfD beitreten, weil die Basis anders sei, als die Führung sich darstellt.

  • Andreas Zirngibl

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    @Burgweintinger: Nur meckern gilt nicht. Als grünes Mitglied kannst Du mit Deiner Stimme bei Kandidaten-Wahlen direkt dazu beitragen, dass Herr Huber und Frau Kunc nichts mehr zu sagen haben. Viele GRÜNE sind nämlich derselben Meinung wie Du.

    @Juro Pumphutt: Bei den GRÜNEN werden die Kandidaten für Mandate direkt von der Basis (den Mitgliedern) gewählt. Deshalb meine Empfehlung: Mitglied werden und mitwählen!

  • Piedro

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    @Andreas Zirngibl
    Was Sie da empfehlen ist natürlich nicht falsch, aber auch seltsam. Einer Partei beitreten um zu verhindern, dass die Mandatare dieser Partei nicht mehr zur Wahl stehen, weil sie nicht im Sinne der Partei-Ideale agieren bedeutet doch, dass die Partei ihre Ideale nicht ohne neue Mitglieder umsetzen kann. Das wiederum ist nicht wirklich eine Beitrittsempfehlung.

    Mir stellt sich das so dar: es wird Wahlkampf gemacht, und da wird so einiges versprochen und behauptet, wie das so ist. Dann, wenn der Wahlkampf einigermaßen erfolgreich verlief, wird man zum Mehrheitsbeschaffer. Im Bund haben die Grünen der SPD geholfen den Sozialstaat zu demontieren und danach jahrelang geschwiegen, was die Auswirkung der mitverantworteten „Reform“ angeht. Vermutlich werden sie alsbald im Bund mit der Union koalieren, und was dabei rauskommt würde ich lieber nie erfahren. In Regensburg nicken die Stadträte ab was der Koalitionspartner will, warum auch immer, und das soll nur besser werden wenn diese Räte ersetzt werden? Nun, dem könnte man folgen, aber dann stellt sich die Frage: ersetzt durch wen?

    Ich möchte wetten, dass in Regensburg keine Stellungnahmen von der Grünen Basis zu erfahren sind, was zB diese Flächennutzung angeht. Das kann verschiedene Ursachen haben: Parteikalkül, ist ja wieder Wahlkampf, vielleicht ist diese Kritik auch nicht oder kaum vorhanden, oder man kriegt davon halt nix mit.

    Letzterem ließe sich leicht abhelfen. Immerhin steht ein regionales Medium zur Verfügung, dass die Möglichkeit von Gastbeiträgen bietet. Wie wär’s denn damit?

  • Piedro

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    @R.G.
    Die Idee hat was. 100.000 neue AfD-Mitglieder, die in den Ortsverbänden und Parteitagen sagen wo’s ab sofort lang geht. Aber wer schießt sich schon ein Gurkerl ins Knie um Radieschen zu ernten?

  • Hans H.

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    Ich lese bis zum ersten *, da ist dann alles gesagt.

    Solche Leute sind für mich unwähbar. Dann gebe ich meine Stimme halt einer anderen Partei.

  • Petra K.

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    Die „Lachnummer“ ist eigentlich nicht zum Lachen.

    Nachdem der Heimatzeitung-Kommentator Heinz Klein dem grünen Umweltbürgermeister Jürgen Huber attestierte, dass dieser mit grün nicht viel am Hut habe, macht ihm der noch grüne Huber via fb eine örtliche Nähe des MZ-Druckzentrum zu den besagten Schlämmteichen zu einem seltsamen moralischen Vorwurf. Hä?!
    Der verzweifelte Versuch, der da hinter steckt ist zwar klar! Aber für wie doof hält uns eigentlich der Huber? Zwischen den Schlämmteichen und dem MZ-Druckzentrum liegen Luftlinie vielleicht nur 1 Kilometer, allerdings auch die bald 6-spurige Autobahn A3.

    Die Heimatzeitung ist zwar ein reaktionäres Provinzblatt, aber sie verbreiten keine Fake-News und werfen niemandem mit an den Haaren herbeigezogenen und zudem falschen Vergleichen eine seltsame Moral vor.

    Also noch grüner Bürgermeister, poste lieber weiterhin Bilder von Eseln, die passen besser!

  • hartnäckig

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    Hans H. hat geschrieben:

    Ich lese bis zum ersten *, da ist dann alles gesagt.

    Solche Leute sind für mich unwähbar. Dann gebe ich meine Stimme halt einer anderen Partei.

    Da hat Hans H. auch meine Meinung wiedergegeben, zumal es in und um Regensburg wichtigere, ja viel wichtigere Probleme zu lösen gäbe als * zu vergeben !

  • Leo

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine nicht belegbaren Unterstellungen.

  • Andreas Zirngibl

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    Ich könnte meine Empfehlung zum Mitmachen auch allgemeiner formulieren: Machen! Nicht quatschen!
    Wer Mandatsträger kritisiert soll sich entweder selber aufstellen lassen oder andere wählen.
    Übrigens: bitte nicht (Stadtrats)-Fraktion und (Partei)-Führung verwechseln. Das ist (auch personell) nicht das selbe.

  • Dieter

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    Ich hatte vor ein paar Monaten die Gelegenheit mich mit Huber über eMobilität zu unterhalten.
    Nach ein paar Sätzen wurde mir aber klar, dass er von den aktuellenen Gegebenheiten nicht viel Ahnung hatte. Das hatte eher was von einem Verkaufsgespräch.

    Ansonsten wäre mir nicht viel Positives seit 2014 aufgefallen.

    Landesgartenschau? Fehlanzeige.
    Die Umweltzone ein Hohn, wenn sich ein paar Meter weiter die Donau-Touri-Schiffe stapeln.
    Spenden-Skandal? Schweigen im Walde.

    Zum Direktorium 3, welches Hubers Zuständigkeit ist:
    Abfallgebühren? Trotz Rekordeinnahmen der Stadt Steigerungen bis zu 30%.
    Mülleimer in der Altstadt? Weniger scheint hier mehr zu sein.
    Winterdienst? Keine Verbesserung. Bereitschafts- und Nachtdienst will sich das reiche Regensburg nach wie vor für die Bürger nicht leisten.

    Am RKK festhalten, Bäume fällen und die grüne Basis vergrämen? Gut, hier gibt es zumindest „Erfolge“ zu verzeichnen.

    Die Diskussion um die Schlämmteiche setzt die Linie nahtlos fort und die Tricksereien um die Ausgleichsflächen sind ebenso erbärmlich.

    Meine Stimme bekommen zumindest die Fraktions-Grünen sicher nicht mehr.

  • Juro Pumphutt

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    Warum soll ich die Grünen wählen, wenn ich mit der Ödp zumindest in Regensburg eine umso viel bessere und glaubwürdigere Alternative habe?

  • Hans H.

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    „… Wer Mandatsträger kritisiert soll sich entweder selber aufstellen lassen oder andere wählen.“

    Und mit dieser Aussage hast du dich in meinen Augen so dermaßen ins Abseits geschossen, dass es völlig sinnlos ist, mit sowas wie dir überhaupt zu sprechen…

  • Mr. T.

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    „Wer Mandatsträger kritisiert soll sich entweder selber aufstellen lassen oder andere wählen.“
    Die Aussage ist fast genauso dumm wie die, derer, die sich an den Gendersternchen stören. Und wer die Staatsanwaltschaft kritisiert, soll selber Staatsanwalt werden, oder? Und wer die Spieler vom Jahn kritisiert, soll selber mitspielen? Und wer den Winterdienst kritisiert, soll selber Schnee räumen? Vielleicht sollte man nicht die grünen Stadträtinnen und Stadträte kritisieren, sondern sich selber, weil man ihnen dummerweise vertraut und die Stimme gegeben hat. So sympathisch wie der Huber eigentlich ist, genauso hat er bei der Umsetzung grüner Politik versagt. Die Grünen müssen schon selber schauen, dass sie zu ihren Grundsätzen zurückfinden, und nicht diese Aufgabe auf die Allgemeinheit abschieben. Ansonsten sind Suttner & Co. wirklich die bessere Alternative in Regensburg.

  • Piedro

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    @Andreas Zirngibl
    „Ich könnte meine Empfehlung zum Mitmachen auch allgemeiner formulieren: Machen! Nicht quatschen!
    Wer Mandatsträger kritisiert soll sich entweder selber aufstellen lassen oder andere wählen.
    Der erste Teil mag motivierend wirken, der letzte Satz ist einfach nur schlimm. Was halten Sie von dem: Wer Priester kritisiert sollte sich selbst weihen lassen. Oder: Wer Millionäre kritisiert soll erst mal selbst reich werden. Oder: wer Raser kritisiert soll sich erst mal ein schnelles Auto kaufen.

  • R.G.

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    @Andreas Zirngibl
    In einigen Phasen meines Lebens, so zeigt es die Rückschau, bewegte ich mich großteils unter Grünen.
    Zum Beispiel, als wir (ich beschreibe kurz eine Phase aus der Ausbildungsstadt) junge Eltern waren und im urbanen Umfeld einen gesunden, naturverbundenen Lebensstil verwirklichen wollten.
    Weil die Leute am Spielplatz im größten Kulturwald entspannt wirkten, leiteten wir daraus ab, Grüne seien aber besonders soziale Leute.
    Als wir auf Gruppenreise waren, auch bei Treffen im Zentrum, wo wir an Obdachlosen und anderen Verlierern der Gesellschaft vorbeimussten, in Gesprächen mit Andersdenkenden oder konträr Lebenden, fielen uns immer mehr unangenehme Seiten auf.
    Sehr spät erst, in der ernsthaften Reflektion, erkannten wir, soziale Kompetenz hatten weder die uns aus dem privaten Leben bekannten Parteigänger, noch die Funktionäre der uns damals umgebenden Grünen bewiesen; es war unsere eigene Schuld, ihnen unterstellt zu haben, nur weil sie sich in baumreicher Umgebung vorübergehend kompetenter benommen hatten, wären sie mitfühlend empfindende Wesen.

    Ein gut im Baum mit den KIndern turnender Affe macht noch keinen Humanisten.
    Das Plaudern über wichtige Themen wie Blaukehlchen und aussterbende Mottenarten, während zigtausende in der Schwerindustrie ihre Arbeitsplätze verloren, die Sorge um dringend wieder anzusiedelnde Bären, während man in der Politik mit Hartz IV die Menschen hart(z)herzig gegeneinander ausspielte, waren nicht Zufall, sie entsprangen bewusst elitärem, über Generationen tradiertem, an den Sorgen der Mitmenschen völlig desinteressiertem Verhalten.
    Ich erinnere mich an in den Kindergruppen aufliegende Literatur über die zu stillende Sexualität des Kindes -Cohn Bendit gibt selbst zu, dass es diese Arbeitshypothesen in der Praxis gab -, wie verzweifelt uns das machte, dass wir mit unserer Kritik daran, zur Zielscheibe von Mobbingverhalten wurden.

    Für mich sind die Grünen allerorts im deutschsprachigen Raum Beweise für eine soziale, solidarische, Gleichheit und Brüderlichkeit fördernde Grundhaltung schuldig geblieben.
    Ich frage Sie persönlich, wodurch zeichnet sich das Weltbild der neuen besseren Grünen an der Basis menschlich aus, von welchem Auswüchsen und Hartherzigkeiten von jetzt und von früher distanzieren sie sich endlich?

  • Oberbayer

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • mkv

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    Artenschwund

    Eine 9-Minuten-Rede, die es in sich hat

    In Paris wurde heute extra „the lokal people“ angesprochen, siehe Pressekonferenz in Paris, ab etwa 38. Minute
    — > Beitrag Robert Watson

    The IPBES presents the latest UN science report on Global Biodiversity Assessment

  • Hansemann

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    DiE Rot-Grünen Stadtoberen werden einmal für die Epoche der Stadt Regensburg
    als die „Zubetoniermeister“ unserer schönen Stadt eingehen.
    Einbetonieren geht immer.

  • Bücherl

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    Die Schlämmteiche sind Industrieanlagen. Der ökologische Wert ist anthropogen und damit auch ersetzbar. Diese stadtnahen Flächen sollten genutzt werden auch um Flächenverbrauch zu verhindern.

  • Piedro

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    @Bücherl
    Jau, und dort angesiedelten Vögel sind Industrieprodukte. Naturschutz als Flächenverbrauch, allerliebst. Manche lernen’s nie.

  • Woody Woodpecker

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    Gschaftl-Huber hat sich leider noch nie für ökologische Belange stark gemacht. Insofern kann man ihm in Hinblick auf seine Umweltpolitik mit Recht Versagen auf ganzer Linie vorwerfen. Auch die grüne Partei selbst, von Machtgelüsten getrieben, hat ihre Ideale schon unter Außenminister Fischer für eine Regierungsbeteiligung verraten. Wie so oft passiert bei uns im Kleinen, was in Berlin oder Brüssel im großen Stil verbockt wird.
    Doch es gibt für umweltbewußte Bürger in Regensburg eine Alternative.

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