SOZIALES SCHAUFENSTER

Jetzt wird's schmutzig

Der Kompromator

Joachim Wolbergs wirft der Regensburger SPD recht unverhohlen vor, einen „Wahlkampfleiter“ mit „Dirty Campaigning“ gegen CSU-OB-Kandidatin Astrid Freudenstein beauftragt zu haben. Konkret geht es um ihre Doktorarbeit. Außerdem gebe es da auch noch was über einen Oberstaatsanwalt.

“Machenschaften”: In seiner neusten Videobotschaft langt Wolbergs trotz ruhigen Tons so richtig hin. Screenshot: Facebook

Es ist eine der ungewöhnlicheren Videobotschaften, die Joachim Wolbergs am Montag auf Facebook veröffentlicht hat. Im Gegensatz zu seinen meisten anderen Videos liest der suspendierte Oberbürgermeister seinen Text komplett ab, während er ansonsten früher oder später in einen emotionalen und oft lauten Ton verfällt, bleibt Wolbergs dieses Mal ausnehmend ruhig, und während er in der Vergangenheit stets die vollen Namen aller Personen nannte, über die er in seinen Videos sprach (selbst jener Angeklagten, deren Namen in der medialen Berichterstattung in der Regel abgekürzt werden), achtet der suspendierte Oberbürgermeister dieses Mal peinlichst genau darauf, sämtliche Nachnamen abzukürzen.

SUPPORT

Den des “Unternehmers D.”, der am kommenden Mittwoch im Korruptionsprozess als Zeugen aussagen soll, jenen eines Oberstaatsanwalts und eines gewissen Dr. S., Wolbergs zufolge der “Wahlkampfleiter” der Regensburger SPD bzw. seiner Stellvertreterin und SPD-Spitzenkandidatin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die in dem Video gleich mehrfach ihr Fett weg bekommt.

Ein Gespräch “vor wenigen Wochen”

Das Abkürzen scheint bewusst gewählt. Immerhin wirft Wolbergs dem „Wahlkampfleiter“ vor, gezielt nach kompromittierendem Material über CSU-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein zu suchen. Darüber hinaus kolportiert Wolbergs (angebliche) Aussagen von Dr. S. zur Qualität der Doktorarbeit des erwähnten Oberstaatsanwalts.

Bei besagtem Wahlkampfleiter handelt es sich um Dr. Gerhard Schmid, vor allem innerhalb der SPD auch als „Euro-Schmid“ bekannt. In der Vergangenheit galt der frühere Europaabgeordnete als zumindest moralischer Unterstützer von Wolbergs und Kritiker am Vorgehen der Ermittlungsbehörden.

Dass Schmid nun Gertrud Maltz-Schwarzfischer Schützenhilfe im Wahlkampf leistet, scheint Wolbergs ihm übel zu nehmen. Anders ist es kaum zu erklären, warum er jetzt ein Gespräch mit Schmid öffentlich macht, dass er mit diesem bereits „vor wenigen Wochen“ geführt haben will.

Freudensteins Doktorarbeit im Fokus

Unter der Überschrift „eine weiteres Beispiel für das stets korrekte Agieren der Regensburger Sozialdemokratie“ berichtet Wolbergs heute davon, dass Schmid die Doktorarbeit von Astrid Freudenstein habe prüfen lassen. Diese sei zwar „schlampig erarbeitet worden“, habe Schmid ihm gesagt, „aber substantiell nicht in einer Weise zu bemängeln, die der SPD helfen würde“.

Darüber hinaus habe Schmid ihm empfohlen, die Doktorarbeit des besagten Oberstaatsanwalts überprüfen zu lassen, „weil diese angeblich sehr problematisch sei“. Er selbst habe daran kein Interesses, aber vielleicht könne, das ja ihm, Wolbergs, helfen.

Einen Schmierzettel, auf dem ihm Schmid die E-Mail-Adresse des Nürnberger Plagiatsjägers Martin Heidingsfelder und den Namen des Staatsanwalts notiert haben soll, hat Wolbergs bereits auf Facebook veröffentlicht. Er werde dies auch „gerne“ mit zwei E-Mails von Schmid tun, die dies zusätzlich belegen sollen.

“Keine Rache, sondern Transparenz”

Verwenden wolle er all dies auf keinen Fall, bekundet Wolbergs, nachdem er all dies veröffentlicht hat. Er sei aber „entsetzt darüber, dass diese Art des Hinterherschnüffelns inzwischen wohl bei manchen zum politischen Handwerkszeug gehört. Ich will mit solchen Machenschaften auf jeden Fall nix zu tun haben und deshalb habe ich mich um diese Angelegenheit auch nicht weiter gekümmert.“ Bis zur heutigen Videobotschaft.

Sein Öffentlichmachen des Gesprächs mit Schmid sieht Wolbergs übrigens weder als Rache an der SPD (um die sich die 24minütige Botschaft in der Hauptsache dreht) noch als Wahlkampfmanöver, sondern im Sinne der „Ehrlichkeit und Transparenz“. „Ich lasse mir nur nichts mehr gefallen.“

“Gerhard Schmid völlig unbekannt”

Dr. Gerhard Schmid konnten wir bislang noch nicht erreichen, um ihn nach seiner Sicht der Dinge zu fragen. Das Wahlkampfteam von Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat unserer Redaktion aber eine Stellungnahme zu Wolbergs’ Videobotschaft versprochen. Plagiatsjäger Heidingsfelder erreichen wir in Brasilien. „Einen Auftrag der SPD kann ich nicht bestätigen“, sagt er. Der Name Gerhard Schmid sei ihm „völlig unbekannt“.

+++UPDATE+++

Zwischenzeitlich hat sich Gerhard Schmid bei uns gemeldet. Er schildert das Gespräch mit Wolbergs deutlich anders. Wir berichten nach.

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Kommentare (43)

  • Christian

    |

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund

  • Empörer007

    |

    Unser OB (suspendiert) packt jetzt die mediale Keule aus, wie einst im Märchen (da lebt er)… Don Quijote will er nun gegen Windmühlen kämpfen, ist das “crazy” oder Berechnung ? Rafinierte Methode!
    Wer hilft ihm, die Sancho Pansos vom “Brücke Verein”?,
    Abwarten, Hr. W. und Aufwachen, Ihre Zeit als “OB-(Kandidat)” nähert sich der Dämmerung…

  • Lutherer

    |

    Ein tragischer Versuch, endlich als politischer Gegner wahrgenommen zu werden. Man sähe Hass und spiele den braven Gärtner im Garten des Wählers. Wolbergs! Nice try!!

  • Martin Hoff

    |

    Bananenrepublik Regensburg?! Ich fürchte das reicht nicht mehr, ehr spät-römisch, das ganze “Schauspiel” erinnert ja ehr an Auszüge der Satyrgeschichten von Petronius.
    Es stünde allen Parteien jedenfalls gut an sich um die Zukunft der stadt zu kümmern, nachdem die Führung nun schon Jahre unterbesetzt ist.

  • KW

    |

    Vielleicht stört ihn auch nur, dass es da jetzt scheinbar einen zweiten OB-Kandidaten in seinem Wahlverein gibt, einen Herrn Rgs, Vorname Wolbe.
    Steht jedenfalls so auf einigen Wahlplakten.
    Und vor Frau Freudenstein muss er sich nicht mehr fürchten, die bewirbt sich scheinbar gar nicht mehr als OBin sondern als neues Christkindl für den Kittelschen/Fürstlichen oder irgendeinen anderen Weihnachtsmarkt. Jedenfalls wirkt das so auf mich wenn ich ihre Wahplakate sehe.
    Sorry für diesen etwa unernsten Kommentar, aber diese ganze Posse um den zum Scheitern verurteilten Versuch der Wiederwahl kann man ja mittlerweile nicht mehr für voll nehmen.
    Frage an Herr Aigner:
    Wie schätzen Sie die Chancen am 18.12. als Zuschauer einen Platz im Sitzungsaal zu bekommen? Ich überlege ob ich mal vorbeischaue, die Aussgage von Herrn D. würde mich interessieren.

  • Mr. B.

    |

    Zum vorher wahrscheinlich schmutzigen Handeln im Amt, kommt jetzt wahrscheinlich auch noch ein schmutziges Handeln im Wahlkampf.

    “Sex, Macht und Geld” bestimmen das Leben von einigen Menschen und dadurch auch von vielen anderen, die damit nichts zu tun haben und zu tun haben wollen oder einfach nicht können.

    Es fehlt im Beitrag m. E. noch ein wenig etwas “Wichtiges” über Sex!
    Ich glaube, dass wir jetzt für die nächste Wahl total amerikanisch getrimmt werden sollen.
    Über Donald Trump hatten die Demokraten (Gegenkandidatin Mrs. Clinton) u. a. gesagt, dass er als Präsident nicht geeignet ist, weil er vor ca. 30 Jahren ein Verhältnis mit einer Pornodarstellerin gehabt hätte
    Als dann die Republikaner daran erinnerten, dass Mr. Clinton (während seiner Amtszeit als Präsident) ein Verhältnis mit einer Praktikantin im Weißen Haus hatte, wurde darauf hingewiesen, dass dies nicht so schlimm gewesen sei, da ihm ja seine Frau verziehen hatte, da sie dies selbst nicht schlimm fand, wie damals berichtet wurde.

    Sehr geehrter Herr “Suspendierter”, ich glaube, Regensburg will eher einen sauberen und ehrlichen Wahlkampf! Die Bürger hier hätten längst wieder einmal einen ehrlichen verdient!
    Aber natürlich, bei “Deutschland sucht den Super….. (Entschuldigung, ich meinte Superstar), haben ja auch viele Bürger zur Sendung angerufen!!!!!!!!

  • Der sterbende Gallier

    |

    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

  • Julian86

    |

    Ist dieser Bericht geeignet als preiswürdig iSd Deutschen Buchpreises zu erscheinen? Das Ansehen von Regensburg-digital zu mehren? Warum dieser Abstieg in die Niederungen eines romanhaften Wahlkampfes, der diesen Namen nicht verdient hat?

    Unverständlich die beiden letzten Sätze. Denn vorher war von einem Auftrag doch gar nicht die Schreibe.

    Warum reicht im letzten Satz vor der zweiten Zwischenüberschrift der einfache Konkunktiv nicht aus – und wird durch “will” ergänzt?

    Samen säen säh´ ich gern. Mehrwertige. Ende der Deutschstunde.

  • Stefan Aigner

    |

    @Julian86

    Wenn jemand, die Doktorarbeit von jemandem prüfen lässt (so Wolbergs über Schmid), dann ist das was? Genau: ein Auftrag zur Prüfung. Eigentlich kann man das nicht missverstehen.

    Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Schmid verneint, dass er die Arbeit prüfen ließ.

  • Jonas Wihr

    |

    Junge, Junge, das hältste ja im Kopf nicht aus! Ich verstehe die vielen Follower des JW nicht! Was versprechen sich die, ihm nachzulaufen und ihm das Wasser zu tragen?
    Wann werden endlich die Sachen mit der Wohnung der Mutter, die immer noch in der 200 qm-Wohnung in der östlichen Altstadt wohnt und NICHT im Roten-Brach-Weg, mit der Sanierung der Pächterwohnung in der Alten Mälzerei, mit dem WE-Häuschen in Haslbach etc., geklärt? Hierzu wünsche ich mir endlich eine ausführliche und erhellende Videobotschaft vom OB-Kandidaten der Bruecke. Wurden Tretzel die Summen dafür zurückbezahlt? Aber da kommt nix. Hierzu schweigt der Suspendierte geflissentlich!

  • Jonas Wihr

    |

    Nachtrag: Mir geht’s ja nur um Transparenz … Liebe Mitglieder der Bruecke, die ihr hier fleißig mitlesen tut: Sind seit dem 2.10.2019 tatsächlich keine weiteren Spenden eingegangen? Das Marinaforum und der Leere Beutel sind laut Saalmanagement der RTG nicht gerade günstige Locations, die man sich eben mal so für Revisionen und ein Jour fixe anmietet.

  • R.G.

    |

    Sehen wir es positiv. Er wollte was tun.

    Es gäbe viele sinnvolle Programme, wie man sich für ein halbes Gehalt halb nützlich machen könnte.
    Verliehene Ordnen wieder entleihen, weil sie jemandem nach Figurveränderung nicht mehr so gut wie vorher stehen.
    Alle Straßentafeln auf Rechtschreibfehler kontrollieren.
    Die korrekte Mülltrennung von Ex-Parteikollegen überwachen.
    Bei Hochzeitsfotos von Bürgern durchs Bild marschieren.
    Da wäre doch ein Programm!

  • Mr. T.

    |

    Jonas Wihr, da geht es um selektive Transparenz. Die bruecke würde sicherlich gerne ihre Spender transparent nennen, aber es stehen wohl Sachgründe dagegen ;-)
    Einen dreckigen Wahlkampf beginnen, indem man anderen einen dreckigen Wahlkampf vorwirft. Er kann wohl nicht mal erwarten, bis ein anderer den ersten Eimer Scheisse auskippt.

  • Markus Panzer

    |

    Lieber Herr Aigner,
    habe heute zuerst Ihren ausführlichen Bericht über den Informationsaustausch eines pensionierten SPD Politikers und eines suspendierter Oberbürgermeisters gelesen und mich gefragt, welchen Wert diese Story für das Publikum besitzt. Aus meiner Sicht keinen, und das müsste man auch nicht unbedingt in einer Videobotschaft veröffentlichen.
    Anschließend habe ich mir jedoch die Videobotschaft in Gänze angesehen und stelle erst mal objektiv fest, dass diese ca. 24 Minuten dauert, knappe drei Minuten davon nimmt die hier ausführlich geschilderte Sequenz in Anspruch. Die anderen Aussagen beschäftigen sich mit der SPD im allgemeinen, mit berechtigten Fragen des Verhaltens und der Solidarität einiger SPD Größen.
    Vor allem geht es aber wiederum um Fragen zum Fehlverhalten der Regensburger Staatsanwaltschaft.
    Das mag zwar langweilig sein, weil es die Kommentatoren nicht interessiert, dennoch sollte man die von Wolbergs aufgeführten Aussagen durchaus mal investigativ beleuchten. Ebenso die Frage, warum die beiden ermittelnden Staatsanwältinnen, die den ersten Prozess absolut professionell zu Ende brachten, in der zweiten Runde nicht mehr mitspielen dürfen und nun von zwei Kollegen ersetzt werden, die den Fall nur von der Ferne kennen und offensichtlich keine Ahnung haben, was im ersten Verfahren Sache war. Aber diese Fragen interessieren niemanden, da sie die Geschichte stören, die man hier lesen will. Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich das Video anzusehen. Ob es insgesamt gut ist, mag jeder für sich selbst beurteilen. Die Berichterstattung passt aber in mein Bild von RD, das sich leider immer mehr von Effekthascherei prägt, was ich eigentlich angesichts der Qualifikation von Ihnen Hr. Aigner bedauere.
    Hierzu anschließend ein Beispiel: Die Bruecke veranstaltete in den letzen Wochen mehrere angekündigte inhaltliche Gesprächsabende.
    Nur über einen wurde überhaupt berichtet, als Bürgermeister Huber bei uns war. Denn das gab dann eine Story, Inhalte interessieren nicht.
    Noch Fragen?

  • Mr. T.

    |

    Wolbergs kritisiert nicht zu unrecht, dass ihm vorgeworfen wird, in seiner Rolle als gelegentlicher Vertreter des OB mit Bauangelegenheiten befasst gewesen zu sein. In diesen wenigen Sitzungen war er es wohl auch nicht maßgeblich. Allerdings war er es sicherlich in der “kleinen Koalitionsrunde” mit Schaidinger, Schlegl und Hartl. Hier wurden die Entscheidungen der Koalition für die Fraktionen vorgekaut. Und da ging es nicht nur um Winterdienst und Müllabfuhr.

    Auffällig auch, dass Wolbergs in seinen letzten Ansprachen seine Suspendierung immer deutlicher plakativ ignoriert.

    Auch finde ich es besorgniserregend, wie er seine Fallhöhe jeden Tag weiter nach oben schraubt.

  • Dieter

    |

    Wolbergs macht jetzt wohl einen auf Sebastian Kurz, der das “dirty campaigning” quasi als Schlagwort auf Dauerschleife hatte. Dass Schmid als Regensburger Silberstein taugt, kann man sich allerdings nur schwer vorstellen.

  • Günther Herzig

    |

    Ob sich das alles teilweise oder insgesamt bestätigt, steht dahin. Ob Wolbergs moralisch handelt oder nicht, ebenso.
    Gleichwohl wäre einiges davon eine interessante Ergänzung dessen, was im Politikbetrieb Regensburgs (und nicht nur dort) möglich ist. Wenn Wolbergs mit den noch nicht sehr konkreten Outings über andere damit gleichzeitig kundtut, er habe mit derartigen oder anderen Machenschaften nichts zu tun, werde auch in Zukunft nichts damit zu tun haben. nehme ich das interessiert zur Kenntnis.
    Zuerst scheint sich mir, -ist das eine oder andere nicht erfunden-, zu bestätigen, dass die SPD auch im kommunalen Maßstab nicht anders zu bewerten ist als die Partei, die uns täglich in den Medien als eine wild um sich schlagende Splitterpartei erscheint, bereit jeden Versuch zu unternehmen, zum eigenen Machterhalt andere zu nötigen.

  • R.G.

    |

    ” mehrere angekündigte inhaltliche Gesprächsabende.
    Nur über einen wurde überhaupt berichtet, als Bürgermeister Huber bei uns war.”
    Psst, ich verrate Ihnen, die Redakteure hier haben noch ein eigenes Leben, sie berichten bei keiner politischen Partei, keinem Verein über jede Veranstaltung. Warum auch? Weil man für den Aigner viele böse Worte hatte, soll er sich wie ein Hofberichterstatter ganz zur Verfügung eines Vereins stellen?

    “welchen Wert diese Story für das Publikum besitzt. Aus meiner Sicht keinen, ”
    Wie Wahlkampf geführt wird, mit welchen Mitteln, ist von vorrangigem Interesse.

    “Das mag zwar langweilig sein, weil es die Kommentatoren nicht interessiert, dennoch sollte man die von Wolbergs aufgeführten Aussagen durchaus mal investigativ beleuchten.”
    Ja, beleuchten Sie halt endlich. Es hindert Sie niemand. Machen Sie einen Blog.

    “Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich das Video anzusehen.”
    Selbst schuld, wer bei denen postet. Bei dem Verein wird nicht jeder Videos schauen.
    Würde ich mir seine Videos in youtube wieder ansehen?
    Nachdem ich eines sah, wo von “warm anziehen” die Rede war, sicher nicht mehr.
    Ich meide Sprache dieser Art.

  • R.G.

    |

    Ja, so beruhige ihn doch einer seiner Vereinsfreunde und versichere dem suspendierten Oberbürgermeister, dass niemand IHM Plagiate in seiner Doktorarbeit vorwerfen könne!

  • Lutherer

    |

    Wie wirkt sich das Recht zur Lüge eines Angeklagten auf die politische Aussage desselben aus? Warum wird der Prozess zum Thema eines Wahlkampfes, wenn die Strafbarkeit nur durch den Einzelnen verwirklicht werden kann? Leben wir in Nordkorea? Hängt alles mit allem zusammen? Gibt es die Regensburgverschwörung? Fragen über Fragen… Man sollte sich wirklich überlegen, ob die Öffentlichkeit mit diesen rituellen Unschuldswaschungen behelligt werden muss. Dennoch wenn es um andere Teilnehmer am Wahlkampf geht, dann ist es ja zwangsläufig berichtenswert, da es zumindest den Anschein hat eine gewisse politische Aussage inne zu haben. Insoweit wird über das einzige ohne Wolbergsbezug berichtet. Ziel verfehlt mit dem Video??

  • Julian86

    |

    Ergänzend nachtragend:
    Ich lese: ” … dass Schmid die Doktorarbeit von Astrid Freudenstein habe prüfen lassen.” Durch wen? Das bleibt hier offen.

    Diese berichtete angebliche Tatsache steht in keinem weiteren Zusammenhang, behauptet nicht, dass diese vorgebliche Prüfung just durch den (zwei Absätze später) erwähnten “Nürnberger Plagiatsjägers Martin Heidingsfelder” vonstatten gegangen sein soll.

    Letzteres suggerieren aber zwischen den Zeilen die von mir erwähnten beiden letzten Sätze des Berichts, wonach der “Jäger” telefonisch mitteilte, Euro-Schmidt (der vormalige Vizepräsident des EU-Parlaments)” sei ihm „völlig unbekannt“. Der dadurch für den Leser gesetzte (wertende) Rahmen, weist er nicht Wolbergs aus als jemanden, der die Unwahrheit per transportierem Video verkündet? Ohne dass irgendein Außenstehender eine solche Wertung zu diesem Zeitpunkt seriöser Weise vornehmen könnte?

    Ich lese das so, ohne dass es insoweit der angekündigten Sicht der “Dinge” des Ex-Vizepräsidenten bedarf.

    Fazit: Der eine oder andere emotionalisierende, Zugriffe schaffende Post dürfte diesen inneren (fehlenden) Zusammenhang von alleine “bestätigen”. Der Bericht erscheint wie eine “Vorlage” auf Wolbergs (schon jetzt) von geneigter Seite verbal einzuschlagen, ohne dass einer der “Schläger” das Pro und (angekündigte) Contra, geschweige denn die “Wahrheit” des Politiker-Dialogs kennen könnte.

  • Stefan Aigner

    |

    @Julian86

    Man kann natürlich alles absichtlich missverstehen.

    Gerhard Schmid hat, das geht aus dem Text klar hervor, laut Wolbergs, die Adresse von Heidingsfelder an Wolbergs weiter gegeben. Daraus erschließt sich der Rest, außer Sie unterstellen, hier würde – durch mich – absichtsvoll ein falscher Eindruck erweckt.

  • Julian86

    |

    Nichts unterstelle ich Ihnen, Herr Aigner. Gott bewahre! Aber die behauptete Weitergabe der Adresse von Heidingsfelder steht doch in einem anderen Zusammenhang, nicht? Die behauptete Übergabe der Adresse des “Jägers” steht doch im Zusammenhang mit dem erwähnten Staatsanwalt, oder?

    Fazit: Ich unterstelle nichts. Ich versuche Ihren Text aufgrund des Zusammenhangs zu verstehen und zu analysieren. Sie fangen an zu emotionalisieren. Schade. Meine vorgetragene Kritik ist durchgängig sachlicher Art.

    Kritik dieser Art stärkt die Demokratie. Der Großteil der unter diesem Bericht stehenden Posts haben eine andere Qualität, viele haben auch mit dem Thema gar nichts zu tun, sind Akte geringer Humanität und mehren das Ansehen von Regensburg-digital nur spärlich.

  • Stefan Aigner

    |

    @Julian86

    Dann zur Klarstellung: Die Bezugsperson bei den Aussagen/Behauptungen zu beiden Doktorarbeiten ist Heidingsfelder.

    Und P.S.: Nicht nur Ihre Kritik stärkt Demokratie. Und welche Kommentare nun qualitätsvoll sind oder nicht, darüber könnte man streiten.

  • Günther Herzig

    |

    @Julian86:
    Wer ständig das Haar in der Suppe sucht, sollte im Interesse seiner Gesundheit das Lesen vermeiden. Man darf übrigens auch mitdenken, wenn man etwas liest, um nicht den vermeidbaren Schluss zu ziehen, Stefan Aigner habe beschlossen eine andere Art des Journalismus zu praktizieren. Wollte er das, wäre er bei der Bildzeitung besser aufgehoben. Dass er das nicht will, kann jeder in der Gesamtheit aller von ihm verantworteten Texte nachlesen.
    Ich nehme nicht an, dass”86″ eine Hausnummer ist. Bedeutet es das Geburtsjahr?

  • liltroll

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte etwas sachlicher.

  • Lothgaßler

    |

    Ach Wolbergs, aber Ihr Wahlkampf damals war ohne jeden Makel!?
    Dieses Rumstochern in der Vita politischer Konkurrenten ist nicht neu und nicht erst seit Trump in der Welt. Die CSU-Kandidatin kann auch durch ständige Verweise auf ihre Leistungen im Dienste des CSU-Ministers A.S. in Berlin ins richtige Licht gerückt werden. Ich finde damit hat sie sich selber ein passendes Zeugnis ausgestellt.
    Den Staatsanwalt so anzugehen, mit Verweis auf Dritte, das kann böse ins Auge gehen. Wer weiß, ob dieser Staatsanwalt nicht einer “schlagenden” Verbindung angehört, dann fordert er womöglich Satisfaktion (ein Scherz). Zu Doktorarbeiten von Juristen und Ärzten gibt es tolle Geschichten: 10 Seiten incl. Inhaltsverzeichnis, das soll es bei Ärzten schon gegeben haben. Auch Ghostwriter scheinen allseits beliebt.
    Wie auch immer Herr Wolbergs: Der Überbringer unschöner Neuigkeiten macht sich selber selten beliebt, meist wird er stellvertretend gerichtet. Mit anderen Worten: Manchmal ist es gut etwas zu wissen, aber es ist besser darüber zu schweigen. Insbesondere die Bloßstellung bisheriger Unterstützer dürfte ein Eigentor sein, mal sehen, ob der Trainer (Wahlverein Brücke) seinen Spielmacher W. nicht noch auswechselt (noch ein Scherz).

  • Interessierter Mitleser

    |

    Mich schaudert. Im Mikrokosmos Regensburg werden alle Vorurteile bestätigt, die die Bürger gegenüber “den da oben” haben. Hollywood lässt grüßen. Wenn die Tatsachen stimmen, die bislang unbestritten behauptet worden sind: Ungesunde Nähe zwischen Wirtschaft und Politik. Ein OB, der angefüttert werden sollte, unabhängig der rechtlichen Bewertung sich aber im Recht fühlt und keinerlei selbstkritische Reflexion ob der Nähe zu den Bauträgern zu erkennen gibt, eine Justiz die Ermittlungsfehler begeht, teilweise schlampig arbeitet und dies nicht zugibt, und dabei nicht den Eindruck einer unabhängigen und fairen Ermittlungsbehörde abgibt, ja im ersten Verfahren ziemlich überfordert schien, politische Parteien die professionell nach Schmutz suchen um dem Gegner im Wahlkampf zu schaden, Illoyalitäten und Postengeschacher. Strafrechtliche Ermittlungen gegen massgebliche Verantwortliche der beiden größten Parteien. Eine Presselandschaft (mit Ausnahme von RD) die ziemlich an der Oberfläche bleibt und in “Lager” verortet werden kann. Eine Verwaltung die nicht den Eindruck einer fähigen, engagierten und rechtstreuen Behörde vermittelt. Mal gespannt, was noch alles ans Tageslicht kommt.

  • Hansemann

    |

    Was will Wolbergs eigentlich noch???
    Er ist weg vom Fenster und damit hat die Angelegenheit von alleine sich erledigt.
    Er will und kann es einfach nicht verstehen.
    Steht nun ein neues Wintermärchen an???

  • Giesinger

    |

    Zusätzlich zum Kommentar von Jonas Wihr,

    Jonas Wihr
    16. Dezember 2019 um 21:38 | #

    Nachtrag: Mir geht’s ja nur um Transparenz … Liebe Mitglieder der Bruecke, die ihr hier fleißig mitlesen tut: Sind seit dem 2.10.2019 tatsächlich keine weiteren Spenden eingegangen? Das Marinaforum und der Leere Beutel sind laut Saalmanagement der RTG nicht gerade günstige Locations, die man sich eben mal so für Revisionen und ein Jour fixe anmietet.
    —————————————————————————-

    hätte ich folgende Frage, was die Transparenz betrifft:

    Wer bezahlt eigentlich das Wahlkampfbüro in der Bachgasse?
    Wer ist der Sponsor?

    Bei Bachgasse muß ich irgendwie immer gleich an “In einem Bächlein helle” denken. (Schubert, die Forelle).

    Weiter um die Ecke gedacht, fällt mir zur Adresse des Vereins dann nur noch Clearwater (Florida) ein.

    Von der Existenz des Wortes “Kompromator” wußte ich bisher nichts.
    Ich vermute, es stammt vom Verb, “kompromittieren”.
    Cool, Herr Aigner, wieder auf den Punkt gebracht.

    Somit wären die Jünger der brjecke also Komprimatoren/innen?

  • Taxifahrer

    |

    Die Abrechnung von Wolbergs mit der SPD ist niederträchtig. Wie Rumpelstilzchen schlägt er um sich. Er kann einem fast schon Leid tun. Und das mit einer Partei, der er alles zu verdanken hat. Ohne die SPD wäre er nie OB geworden. Er wird sehen, wie stark sein Ergebnis bei der Wahl ohne die Partei ausfallen wird. Was erwartet er? Dass er gestückelte Spenden von Bauunternehmern annimmt und alle juhu schreien? Wer ihn nicht bedingungslos anhimmelt, ist aus seiner Sicht ein Verräter. Geschenkt.

  • Hansemann

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte keine Doppel-Postings.

  • Günther Herzig

    |

    @Hansemann:
    Was ist Joachim Wolbergs denn, wenn der BGH das Urteil des Landgerichts aufhebt und es dann zu einem Freispruch kommt?
    Das ist jedenfalls denkmöglich, ob das Gesamtergebnis nun gefällt oder nicht.

  • Checker2

    |

    Kommentar gelöscht. Ihre Behauptungen sind so nicht nachvollziehbar und spekulativ.

  • Dieter

    |

    Noch interessanter finde ich tatsächlich zum einen, dass Wolbergs wieder die Sparkasse unter Druck setzen will, so dass diese rechtliche Schritte einläuten soll. Das Druckmittel ist sein Vorwurf der potentiellen Untreue.

    Zum anderen, dass er die Revisionsbegründungen der StA angreift. Es mag ja sein, dass er alles belegen kann – Fakt ist doch aber, dass sich die Kammer bei den angeführten strafmildernden Faktoren rein auf die Aussagen Wolbergs (und Frau) beruft. Mir scheint hier die Argumentation der StA nachvollziehbar.

    Als Zusatzbemerkung: Wolbergs “Transparenz” gilt natürlich nur, wenn es seinen Kritikern und Gegnern schaden kann. Wie bzw. durch wen sich z.B. die BRJECKE finanziert, erfährt man nicht. Unliebsame Kommentare werden auch gerne gelöscht.

  • Andreas Zirngibl

    |

    Die meisten haben den Hammer in diese Viedeobotschaft wahrscheinlich überhört: the big Wolbergs rät SPD-Mitgliedern davon ab, sich politisch zu engagieren! (ungefähr bei 14:20). Sicher ein gut gemeinter Rat.

  • Regensburger

    |

    Wolbergs geht für seinen Traum OB zu bleiben über Leichen. Natürlich nur bildlich gemeint. Er nimmt eine ganze Stadt in Mithaftung. Lieber soll alles untergehen bevor er nicht mehr OB ist. Das macht ihn so gefährlich.

    Deshalb ist es so wichtig, konsequent an der Aufarbeitung seiner Verfehlungen weiterzuarbeiten. Niemand sollte mit so etwas durchkommen schon gar nicht ein Charakter wie er. :(

  • R.G.

    |

    @Regensburger
    ” geht für seinen Traum OB zu bleiben über Leichen. Natürlich nur bildlich gemeint.”

    Man darf es nicht so eng sehen. Er wurde nach seinem Wahlprogramm gefragt, vielleicht druckst einer rum und lenkt ein wenig ab, wenn er es erst ausdenken muss.

    Ist nicht so leicht, etwas anzubieten, was sonst keiner sagt.
    Bis einem da was einfällt….

  • Josef

    |

    Unterste Schublade, was Herr Wolbergs da macht. Gerüchte und Verdächtigungen über Gegenkandidaten (Maltz-Schwarzfischer und Freudenstein) verbreiten, und zugleich den Wunsch nach Transparenz als Motivation dafür anzugeben.
    Nur noch lächerlich.

  • Rengsburger

    |

    Josef, dass er seine Kontrahentinnen schlecht macht ist seine Art. Jeder der nicht nach seiner Pfeife tanzt wird aufs übelste beschimpft und mit Dreck übergossen.

    Aber warum geht er gegen die Doktor Arbeit des Staatsanwaltes auch noch los. Will er alle mit in den Abgrund reissen. Kann er nicht akzeptieren, das Andere halbwegs normal weiter leben wollen?

  • Mr. B.

    |

    Bin mal sehr gespannt, wie viele Mitglieder, “Verehrer” und Referenten (warum auch immer) bei der nächsten Bruecke-Versammlung anwesend sind. Glaube doch, dass jetzt der Charakter dieses Mannes erkannt sein müsste. Regensburg verkommt in seiner Wirkung nach außen zur total kaputten “Bananenstadt”. Ich hoffe, dass ein Großteil der Regensburger Wähler bei der nächsten Wahl nicht mehr für dumm gehalten werden kann und offenen Auges zur Wahl geht! Blender braucht die Stadt jetzt wirklich nicht mehr. Die ganzen Vorfälle dürfen gesamtgesellschaftlich nicht mehr hingenommen werden oder stimmt es wirklich, dass diese Gesellschaft größtenteils auch schon so kaputt ist. Ich hoffe nicht!

  • Markus Frowein

    |

    @ Andreas Zirngibl (17. Dezember 2019 um 15:18)
    “… Wolbergs rät SPD-Mitgliedern davon ab, sich politisch zu engagieren!”

    Das kann außerhalb der SPD-Parteistrukturen zu einiger Zustimmung führen.

  • Jürgen

    |

    Astrid wer?
    F R E U D EN S T E I N !!!
    Kenn ich nicht!
    ;-)
    Ich glaube inzwischen, dass die Frau Freudenstein die Überprüfung selbst beauftragt hat.
    Ziel erreicht, Sie wird erwähnt und andere bewerfen sich mit Schmutz.
    Lasst uns froh und munter sein
    und uns recht von Herzen freun!
    Lustig, lustig, traleralera!

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