Kinderheim Kallmünz: Die „personifizierte Bosheit” und der Triebtäter

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„Eine Mauer des Schweigens.“ Blick vom ehemaligen Kinderheim Laßleben in Kallmünz. Foto: privat

Franziska Bühler (Name geändert) hat lange gebraucht, um über das zu reden, was ihr im Kinderheim Laßleben in Kallmünz passiert ist. Sie ist ein Opfer von Hans K., der sie in den 70ern über Jahre hinweg sexuell missbraucht hat. Franziska war offenbar nicht das einzige Mädchen, an dem sich K. verging. Strafrechtlich belangt werden kann er für das, was er der heute 48jährigen damals angetan hat, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr.

Franziska Bühler hat das hinter sich, was man als klassische Heimkarriere bezeichnen kann. Sie stammt aus Berlin. Als eines von mehreren Kindern einer alleinerziehenden und völlig überforderten Mutter kam sie bereits mit vier Jahren in ein Kinderheim in Sigmaringen. Gewalt war dort an der Tagesordnung. „Ich war Bettnässerin. Wenn die Heimleiterin entdeckte, das mein Bett nass war, tanzte ihr Rohrstock zehn Minuten und länger auf meinen Hintern. Ich schrie und weinte, aber das beeindruckte sie nicht.”

Kinder und Geld, aber keine Kontrolle

Fünf Jahre war Franziska in diesem Heim untergebracht und den Prügeln der Heimleiterin ausgesetzt, die sie „Mutti” nennen musste. „Oft war mein Körper von blauen Flecken und offenen Stellen übersät. Aber weil ich schon groß war, durfte ich nicht weinen.” Damals war Franziska sieben Jahre alt. Als die Einrichtung 1970 in ein Heim für Jungen umgewandelt wurde, verfrachtete das zuständige Jugendamt in Berlin Franziska in ein Kinderheim nach Kallmünz (Landkreis Regensburg).

Das Kinderheim Laßleben war eines von drei Heimen in Kallmünz – ein Privatunternehmen in Besitz einer Erbengemeinschaft mit komfortablen Bedingungen für die Eigentümer. Von den Jugendämtern in Berlin kamen Kinder und Geld, aber keine Kontrolle. „Wir wurden dort gehalten wie im Schwersterziehbarenheim und durften nur unter Aufsicht raus. Ich hab mich gefühlt wie im Knast”, erzählt Franziska. Während die Aufseherinnen, pädagogisch nicht ausgebildete Hausfrauen, regelmäßig zuschlugen, setzten andere auf psychische Gewalt.

„Sie hat nie zugeschlagen, aber uns gezielt psychisch fertig gemacht.”

Die graue Eminenz im Kinderheim Laßleben war Elisabeth K., die der Erbengemeinschaft verwandschaftlich verbunden war und damit faktisch über der Heimleiterin stand. Als „personifizierte Bosheit” beschreibt ein ehemaliger Insasse, der ebenfalls zu unserer Redaktion Kontakt aufgenommen hat, die damals etwa 50jährige. „Sie hat nie zugeschlagen, aber uns gezielt psychisch fertig gemacht.” Als Verwalterin sämtlicher Akten wusste Elisabeth K. über die Familiengeschichten der Kinder bestens Bescheid. Und sie benutzte dieses Wissen. „Du bist hässlich. Du wirst so werden wie Deine Mutter. Es wird schon einen Grund haben, warum Du im Heim bist”, sind nur einige Sätze, an die sich Franziska erinnert. So eingeschüchtert waren die Mädchen ideale Opfer für den Mann von Elisabeth K., der in den Mädchen offenbar leicht verfügbare Sexspielzeuge sah.

Von der Frau gedemütigt, vom Mann missbraucht: Mädchen im ehemaligen Kinderheim Laßleben. Foto: privat

Hans K., damals Anfang 50, steckte den Kindern öfter Geld zu, lud sie zu Eis und Cola ein, fuhr mit ihnen zum Rudern an die Naab oder nach Regensburg zur Dult. „Dass er mich manchmal gestreichelt hat, empfand ich anfangs als Schmeichelei.” Als die Mädchen älter wurden und langsam weibliche Formen bekamen, blieb es nicht mehr beim Streicheln. Unbehelligt konnte K. sich in den Schlafräumen der Mädchen aufhalten und sie beim Umziehen beobachten. „Zum ersten Mal hat er mich angefasst, als ich zwölf oder 13 war”, erinnert sich Franziska. „Auf einer Fahrt nach Regensburg hat er plötzlich angehalten, meine Bluse aufgeknöpft und meinen Busen begrapscht. Als ich gesagt habe, er soll damit aufhören, meinte er bloß, ich solle mich nicht so haben, das sei doch schön.” Diese Übergriffe steigerten sich im Lauf der Zeit immer weiter. Sei es bei den Bootsfahrten oder Fahrten in seinem VW Käfer. „Bei einer Autofahrt griff er mir und einem anderen Mädchen immer wieder zwischen die Beine. Ich saß auf dem Beifahrersitz. Er umklammerte meine Hand und ich musste sein Geschlechtsteil anfassen.”

„Eine Mischung aus Schnupftabak und Moder”

An Gegenwehr war nicht zu denken. „Er war 1,90 Meter groß und bullig”, erzählt Franziska, die sich bis heute an Ks Geruch erinnert, „eine Mischung aus Schnupftabak und Moder.” Wusste seine Frau von den Übergriffen? Franziska ist davon überzeugt. „Nach dem Rudern wurde ich einmal von ihr ins Büro gerufen. Sie teilte mir mit, dass ich zu ihrem Mann gehen solle.” Die Ks wohnten im Nachbarhaus. „Zieh mal deinen Pullover hoch, meinte er und schon lag ich auf einer Liege im Wohnzimmer und er verging sich an mir. Das musste ich eine halbe Stunde ertragen, bis seine Frau kam.” Die tat so, als hätte sie nichts mitbekommen. „Sie hat mich nur von oben bis unten gemustert.”

Ende der 70er kam eine neue Heimleiterin nach Kallmünz. Neben ersten Verbesserungen – die Aufseherinnen wurden durch pädagogisch geschulte Erzieherinnen ersetzt – schöpfte die neue Heimleiterin Verdacht auf sexuelle Übergriffe durch Hans K. und versuchte, die Sache aufzuklären. Sie scheiterte an einer Mauer des Schweigens. Auch bei den Mädchen. Franziska spricht von einer Mischung aus Scham und Angst, die sie davon abhielt über K.’s Übergriffe zu sprechen. „Ich konnte mich nie auf jemanden verlassen. Ich hatte keine Eltern, zu denen ich zurück gehen hätte können. Ich hatte nie jemanden, dem mich anvertrauen konnte. Außerdem hat er uns Geld gegeben. Deshalb hatte ich Schuldgefühle.” Elisabeth K. tat bei einem Gespräch mit der Heimleitung die Verdachtsmomente gegen ihren Mann als „sexuelle Hirngespinste” der Mädchen ab, während er tobte und von „Verleumndnug” sprach. Immer wieder hatte Elisabeth K. zuvor den Mädchen vorgehalten hatte, sie würden „sowieso auf dem Strich landen”. Für K. gab es ab diesem Zeitpunkt wenigstens das Verbot, die Schlafräume der Mädchen zu betreten, ansonsten blieben die Anstrengungen der neuen Heimleiterin folgenlos. Sie wechselte wenige Jahre später frustriert die Stelle.

Hans K. lebt bis heute in Kallmünz

Franziska verließ das Heim 1980 mit 18 Jahren. Erst Jahre später brach das Trauma aus ihrer Heimzeit auf. „Mit 30 bin ich zusammengebrochen.” Sie machte eine Therapie, ist aber bis heute arbeitsunfähig und hat immer noch Berührungsängste. Ihre Erfahrungen hat sie schriftlich festgehalten und unserer Redaktion zur Verfügung gestellt. Das Heim in Kallmünz wurde Mitte der 80er geschlossen. Hans K. lebt noch heute dort.

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Kommentare (42)

  • Josef Graf

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    Hallo ich bin damals auch in Kallmuenz zur Schule gegangen u.kann mich auch noch an diese drei Heimkinder erinnern es waren drei huebsche Maedchen . Wenn ich so zurueckdenke ,dann waren die Maedchen oft traurig . Ich habe auch nicht gerade eine tolle Kindheit gehabt aber das ist ja das schlimste
    was passieren kann .Darum bin ich der Meinung dass es fuer solche Taten keine Verjaehrung gibt .
    LG Josef

  • Kernel

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    Wie kann der Mensch heute noch in Kallmünz leben? Müßte der nicht schon längst im Gefängnis sein?

    Mal kurz ein Wort zu dieser Seite: da wir in Regensburg mit qualitätsvollen lokalen Medien nicht verwöhnt sind (sehr nett geschrieben), hoffe ich, dass diese Seite weiter ausgebaut wird und auf diesem hohen Niveau bleibt.
    Das Qualität kostet, ist mir sehr wohl bewusst und ich werde demnächst auch ein Förderabo haben.
    (Nein – ich kenne niemand von den Machern dieser Seite, bin aber dankbar, dass es auch heutzutage noch Lichtblicke gibt).

  • Mädchen

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    Echt unglaublich

  • Sir Sonderling

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    Man möchte nur noch weinen, wenn man so etwas liest.
    Wie kann so ein Verbrechen verjähren? Da schützt das Gesetz eindeutig die Täter – denn es liegt in der Natur solcher Taten, dass die Opfer oft erst viel Jahre später darüber sprechen (oder sich jemand dafür interessiert).
    Wie soll man an dieser Gesellschaft nicht verzweifeln?

    Dank an die Macher dieser Seite, dass sie solch prekäre Themen auf so seriöse Art aufgreifen!!

  • Leidensgenossin

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    Von 1955 – 1970 bin ich im Kinderheim Laßleben aufgewachsen.
    Anfang der 60er Jahre habe ich die sexuellen Übergriffe von Hans K. am eigenen Leib erfahren.
    Meine Schwester und ich haben damals mit den Klassenlehrern gesprochen und die haben den Hans K. bei der Polizei angezeigt. Die Polizei kam zur Schule, hat die Anzeige aufgenommen, es kam aber nichts dabei raus. Hans K. hat damals zwar Hausverbot bekommen aber er hielt sich nicht daran.
    Wir wurden eingeschüchtert und sind von Elisabeth K. und der Heimleitung als Lügnerinnen abgestempelt worden.
    Wir sind dann Hans K aus dem Weg gegangen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, wenn die oben genannte Franziska Bühler damals als Heimkind zur Polizei gegangen wäre, daß sie dann mehr Erfolg als ich gehabt hätte. Sie war genauso hilflos wie ich.
    Damals waren diese Themen für die Öffentlichkeit noch nicht so interessant.

  • M. H. männlich

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    Ich hatte das „Vergnügen“ in der Zeit von 1973 – 1980 im Laßleben zu sein. Eines vorweg: Vielleicht war ich mit damals zehn Jahren zu jung, um die vermeintlichen Geschehnisse zu bemerken – vielleicht hatte ich aber auch Glück und männliche Insassen gehörten nicht zum gängigen Beuteschema. Es ist aber bedauerlich, dass es scheinbar (auch) im Laßleben zu sexuellen Übergriffen gegenüber Kinder gekommen ist. Was ich aber ausschließen kann, ist jegliche Art von Gewalt, sei es psychische oder physische. Mir sind sowohl H. als auch E. noch gut in Erinnerung- insbesondere E als streng aber sicher (in meinem Fall) nicht ungerecht.

    Selbstverständlich herschten andere Sitten als in einer regulären Familie – das bringt aber jedes Kinderheim für die Insassen mit sich und kann aber nicht als allgemeingültig angesehen werden. Abschließend muss ich sagen, dass mir der Kinderheimaufenthalt in Kallmünz mehr genutzt als geschadet hat – insbesondere wenn ich daran denke, unter welchen Umständen ich in Berlin bei meiner leiblichen Mutter gelebt habe.

    Wenn es aber tatsächlich zu sexuellen Übergriffen gekommen ist, dann sollte Hans K., trotz seines vermutlich sehr hohen Alters und der Tatsache dass diese Fälle alle verjährt sein dürften, zur Rechenschaft gezogen werden. Hier ist unser Rechtssystem gefragt – Es absolut unverständlich, dass solche Taten verjähren.

  • Veronika

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    Ich stimme zu, denn solche Leute sollte man nicht ungestraft davonkommen lassen. Andererseits kann man es gerade wieder feststellen, dass z. B. auch im Fall „Mixa“ wie auch sonst in der Kath. Kirche Deutschlands ebenfalls keinerlei Aufklärung er-/ gewünscht ist. Da ist scheinbar zu Vieles, was in Amt und Würden stehende Personen in Gefahr bringen könnte.

  • Norbert Reiners

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    Ich war etwa in den Jahren 1953 – 1961 im Kinderheim Maria Laßleben.
    Habe leider nur schlechte Erinnerungen an diese Zeit im Kinderheim Maria Laßleben.

    Vor einem Jahr im Alter von 61 Jahren habe ich begonnen meine Erinnerungen aus dieser Zeit aufzuschreiben.

    http://www.katzenbande.de/buch/entwurf.htm

    Sehr gute Erinnerungen habe ich allerdings an den malerischen Ort “Kallmünz”, der ja während meiner Kindheit zur Heimat wurde. Habe auch immer noch Kontakte zu lieben Menschen in Kallmünz wie z.B. eine Schulfreundin aus der damaligen Zeit, welche ich immer wieder gerne besuche.

  • lenny

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    ich war von 1974 bis 79 im kinderheim laßleben!
    es war noch schlimmer als ihr denkt!….es gab da eine pfarrer der sich um mich kümmern wollte da ich immer so traurig war! er nahm mich auch immer zu ruderfahrten und später auch zu einer reise nach österreich mit. immer und immer wieder verging sich dieser mann an mir. warum ich nicht sagte und tat?…..ich träumte immer nur von meiner mutti und hatte furchtbare angst, einfach nur angst!
    hätte ich den namen dieses popen würde ich ihn öffentlich brandmarken!
    ich gewann nie halt oder grundvertrauen zum leben!. ich freue mich auf mein nächstes leben, den dieses war super doof!

  • elke märz

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    also,unglaublich war ende 60-1974 in kallmünz spittlberg1waren lauter nonnen hab auch viel erlebt die sr. sigesmunda hat die jungs so geschlagen die hat man schreien gehört durchim ganzen heim aber das in lassleben wahnsinn!!

  • Monika

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    Hallo, ich war damals im Jahr 1955 oder 1956 im Alter von 8/9 Jahre auch dort im Kinderheim Kallmünz. In diesen Alter weiss ich noch einwenig -nicht mehr alles ,was ich an unschönen Dingen dort mit diesen Schwestern erlebt habe.
    „Kinderarbeit“ auf den Feldern die Sonne brannte uns auf den Körper , der Durst war gross, zum Trinken wenig und dies nur für ein kurzen Pause. Mein Rücken und meine Beine taten mir so weh, weil mir Stundenlang Arbeiten mussten und dies in der prahlen Sonne.
    Wir Kinder mussten den Boden auf die Knie schruppen,
    danach einwachsen auf die Knie und anschliessend blockern damit der Fussboden glänzt.
    Wäsche waschen einmal die Woche ,die Finger und Handgelenke schmerzten.
    Kirchengang war alle Tage in der früh 6:00 Uhr ohne Frühstück und dies 1.Stunde, Sonntag 3/4 Stunde länger und auf die Kniebank knien. (katholisch) . Im ganzen Monat Mai mussten wir Abends wieder in die Kirche,weil Maiandacht war. Die Kirche befand sich am anderen Ende von Heim. Das ganze Grundstück war eingezäumt.
    Die Schwestern waren sehr streng, ich hatte Angst vor ihnen und versteckte mich oft in der Toilette.
    War oft Traurig und habe viel geweint.
    Einmal wollte ich nicht mit in die Kirche hatte Bauchweh, die Strafe dafür, im Schlafraum der sehr kalt war musst ich mich nur mit Nachthemd und nackten Füsse auf den kalten Boden stehen bei Dunkelheit bis die Messe zu Ende. Daraufhin hatte ich mich verkältet und nässte Nachts ins Bett. Aus lauter Angst das die Schwester am Morgen nicht sieht habe ich die Zudecke nicht aufgeschlagen, es wurde entdeckt somit kam die nächste Strafe.
    Die Jungs wurden mit den Stock verprügelt, manchnal hörte ich die furchtbare Schreie von ihnen. Mit einen Jungen hatte ich heimlich Freundschaft geschlossen,um uns gegenseitig zu Trösten, nachdem er verprügelt wurde, sah ich ihm ein paar Tage nicht.“Das Heim war schlimmer wie ein Psychohorro “
    Meine Kommunion hatte ich leider auch dort verbracht.
    Gerne würde ich Kontakt mit den ehmaligen Mädel/Jungs haben. Bitte meldet Euch.

  • dietmar giebel

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    Salü alle midanannt.

    Meine kleine Schwester, mein kl. Bruder und ich waren auch bei Lassleben in Kallmünz. Erst war mein Bruder und ich bei einer Pflegestelle, bei “ Peppsi „,gleich neben einer, ich glaube es war eine Druckerei oder so etwas.
    Nun ,was ich bestätigen kann, es war auch diese Pflegestelle in Verbindung mit Lassleben.
    Ich bin gerade dabei, wegen dem Heimkinderfond ,meine Vergangenheit aufzuschreiben. Irgendwie muss es wirklich mal zur Sprache gebracht werden, wie die Ämter und die zugewiesenen stellen mit kindern umgegangen sind.
    ich war innert 12 Jahren in 13 verschiedenen Heimen und pflegestellen….schwererziehbar, angeblich.
    was bei Lassleben abgegangen ist, auch Arbeit für die Bauern des Dorfes war Quälerei. Nicht nur die nachnazizeit-Erzieher waren brutal und pervers, auch die ausgesuchten gruppenstärksten waren so.
    was ich jetzt nicht möchte ist klagen, das kommt in mein Buch vor, ich möchte mal fragen ob jemand uns Giebel noch kennt. Meine Schwester heisst Claudia. Mein Bruder hiess Alexander und ich Dietmar.
    Ich erinnere mich an einen Freund mit Namen Günther Dörksen.Ich würde mich freuen wenn es da noch jemand gäbe. Ich bin Baujahr 1958 und war 1964 bis 1965 dort

    Bin ganzschön traurig darüber, das wir ehemaligen Heimkinder ein Paket zu tragen haben, das unser ganzes leben geformt hat, und viele, auch mein Bruder konnten nicht mehr Leben,,,er ging vor 27 Jahren freiwillig aus dem leben, meine Schwester ist seelisch krank und ist in Behandlung, ich bin wütend, das es kaum noch nachweise meiner Existenz bei den Ämtern gibt.

    Auf jeden fall war Lassleben mit einer der Anfänge zum leben, was kein Elternteil seinen Kindern als gute Kinderstube mitgeben würde, oder zu lassen könnte.

    Danke euch allen ,für Eure Kommentare. dadurch merke ich ,das es doch noch Menschen mit Gefühl gibt. dietmar

  • P.

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    Servus Dietmar,
    zolle Dir sehr großen Respekt , eben weil Du sehr viel Mut bewiesen hast uns aus Deiner Vergangenheit zu
    erzählen. Viele Buben von damals haben Ihr Paket zu tragen.
    Bestimmt kennst du auch das damalige Heim Etterzhausen….

    http://www.intern-at.de/internat-schule/internat-schule1/

    Du schreibst von den damligen Behörden, …
    Klar haben Sie von den vielen Vorfällen bestimmt auch gewusst , auch zum Thema Regensburger Domspatzen haben Sie vieles damals schon gewusst!

    http://wir-sind-kirche.de/

    http://www.intern-at.de/original-texte/original-texte04/

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/regensburg/katholikentag-2014-ressort/artikel/missbrauch-der-wunsch-nach-aufklaerung/1071777/missbrauch-der-wunsch-nach-aufklaerung.html

    Dietmar , wünsche Dir viel Kraft heute auch in der Gegenward

  • Peter Kolwe

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    Ich war von 1977 bis es geschlossen wurde im Kinderheim Laßleben!
    Ich kann mich noch genau an die Sätze von der E. erinnern,als ich,nachdem meine Eltern mich da gelassen hatten und ich nur noch am Heulen war!
    Da kam kein beruhigen des Wort oder sonst noch irgendwas,nein,das was man zu hören bekam war:
    Was heulst du so? Du wirst schon wissen warum du hier bist und deine Eltern hätten mal nicht so viel f….. sollen,dann hätte deine Mutter dich nicht ins Heim geben brauchen!!!
    Es war eigentlich egal was war,man musste immer zur E. und die sprach dann die Strafen aus und die sogenannten Erzieherinnen spurten dann!
    Unternommen wurde mit uns Kindern rein gar nichts!
    Die E.saß mit den Erzieherinnen jeden Nachmittag in ihren Stübchen wo sie dann Stundenlang Kaffee und Alkohol tranken und eine Schachtel Zigaretten nach der anderen rauchten!
    Wir waren uns selbst über lassen und wenn wir mal raus wollten,z.b. in den Wald Blaubeeren sammeln für Kuchen,dann musste ein Kellerkind mitgehen,so hießen die Jugendlichen!
    Wenn von den aber keiner wollte,mussten wir kleinen im Heim bleiben!
    In einen Verein gehen ging nicht,weil ja auch kein PKW vorhanden war womit sie dann 10-12 Kinder mitnehmen konnten!
    Das erste mal das ich raus kam,war nach 8 Monaten,kurz vor meinem 10 Geburtstag,als mein ältester Bruder und ein Kumpel von ihm zu Besuch kam!!!
    Die letzten Monate,als wir nur noch zu sechst in dem Heim waren und es schon fast geschlossen war,haben wir die ganze Einrichtung Demoliert, wir haben uns am Haus unsere Wut ausgelassen!
    Zu diesen Zeitpunkt war der kälteste Sohn der E.,Heimleiter!
    Er sollte es nochmal richten!
    Das sagte die E. in einem Gespräch mit Franz,was ich durch Zufall mitbekam!
    Er wollte es aber nicht mehr machen,da er seine Mutter wohl schon viel früher danach fragte Heimleiter zu werden,da wollte die E. aber nicht!
    In der letzten Woche dann,konnte ich mich nach all den Jahren die wir alle vernachlässigt wurden,endlich auch bei der E.für alles “ bedanken“!!!
    Nach einen Streit,es ging um nichts großes, das uns allerdings der Franz erlaubt hatte,sie nahm mir mein Eigentum weg und machte es kaputt,nur weil ich nicht mehr das tat was sie wollte!
    Ich nahm meine ganze Kraft und meinen ganzen Mut zusammen und knallte ihr eine mit der flachen Hand!
    Sie schrie los,nach Franz,der gleich kommen würde und dann mir auch eine knallen würde!
    Es kam allerdings ganz anders!
    Er sagte nur,das die Zeit mit der Sie alles mit uns machen konnte,nun endgültig vorbei sei und Sie sich nicht wundern durfte, das wir ihr jetzt alles zurückgeben würden,was Sie uns in
    all den Jahren angetan hatte!
    Und er würde gar nichts machen,denn er hätte es uns erlaubt!!!
    Und so gingen ganz beschißene.4,5 Jahre in diesen Heim zu Ende!!!
    Leider kann ich mich beim besten willen an keinen Namen erinnern,die die anderen Berichte geschrieben haben und die in meiner Zeit dagewesen sein wollen!

  • Raimound Klose

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    Ich war auch im Kinderheim Laßleben bis 1974. Solche Dinge von Hans K. hatten wir Jungs nicht mitbekommen. Zu getrennt wurden die Mädchen von uns Jungs gehalten. Erst in den letzen Jahren wurde das Kinderheim besser. Eine junge Heimleiterin aus Altdorf bei Nürnberg übernahm die Heimleitung. Aber lange hielt sie es nicht aus und war auch nicht ständig da. Aber bis dahin wurden wir viel geschlagen. Auch von den Kellermann ihre Lieblinge. Diese hatten eine Famlie der Scharafinski als Pflegekinder aufgenommen und diese konnten mit uns machen was sie wollten ohne das wir irgendwo Hilfe suchen konnten.

  • Dorothea kolle

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    My mother Gerda kolle was in kallmunz orphanage from 194? To 1960 her phone number is 801-837-6974 thank you Dorothea kolle

  • Martina

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    Auch ich war von 1975 -1981 im Lassleben. Das was Franziska Bühler oben schrieb, habe ich miterlebt. Mich allerdings hat der Pepsi damals nicht angefasst. Ich kann mich an die Situation erinnern, als er mit seinen Söhnen uns „Amberger“ abgeholt hat, weil unser Heim in Amberg-Gailoh 1975 geschlossen wurde. Ich saß zusammen mit B. auf dem Beifahrersitz und immer wenn Pepsi in einen anderen Gang schaltete berührte er meinen Oberschenkel. Bis es mir zu bunt wurde und ich ihn anbrüllte, dass er gefälligst seine Griffel von meinem Bein nehmen solle. Seither ließ er mich in Ruhe. Seine Frau Tante E. ließ uns jeden Tag wissen, dass alle Buben in den Knast kommen und alle Weiber auf den Strich landen.
    Also dann bis die Tage.

  • Karl Heinz Neubert

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    Ich weis nicht ob sich noch jemand an mich errinnert ( mein Spitzname war Neger, da ich schwarze Haare hatte und immer eine dunkle Haut Südländischer Ausdruck ) es gabe zwei Jugen – und eine Mädchen Gruppe, meine Schwester ( Erzieherin war sehr korpulent fast dick ). Sie hatte Tauben gezüchtet und war sehr streng, einmal hatte sie mir eine mit den Schrupper übergebraten ( ich weis es wie Heute noch, Sie hat mich beim rauchen erwischt ). Wir sind immer in die Scheune gegangen und dann in die leeren Wohnung und haben da eine geraucht. Soweit ich mich errinnere ware ich Ende der 60iger Anfang der 70ger Jahren dort ( soweit in mich errinnere war ich der erste der es gewagt hat aus den Heim abzuhauen, ich wurde sehr spät von der Polizei zurück gebracht worden. Ich bin gerade in Begriff eine Broschüre oder Taschenbuch zu schreiben mit den Titel:
    In Teufelskreis des Jugendamtes ( ASD ), des Familiengerichtes, den Gutachters ( GWG ), der Vormünder und der stationären Unterkünfte ( Heime )
    Bis jetzt habe ich 12 Seiten geschrieben, naja ich muß meine behinderte Frau und mein geistig behinderten Sohn pflegen und schreibe zwischen durch wenn es die Zeit erlaubt.
    Würde mich über Nachrichten von ehemalige Heimkinder die mich noch kennen sehr freuen.
    Bis bald Karl Hein Neubert ( Neger )

  • Tobeschat

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    Kann mich an die Kellermann noch erinnern war von 69 bis 71 im Heim

  • Karl Heinz Neubert

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    Ich weis nicht ob Du dich an mich erinnern kannst, ich hatte den Spitzname Neger weil ich in Sommer bräuner war als die meisten und ich war der erste der es gewagt hat von Heim abzuhauen. Ich war in der Jungengruppe mit den Dickeren Schwester unsere Schafzimmer waren in zweiten Stock mit einer Zwischentüre ( die nur die Schwestern aufspeeren konnten ) zu den Mädchenschlafzimmer ). Wir sind auch immer zum rauchen über die Scheue in ersten Stock gegangen der Raum war leer wir wurden paarmal erwischt und hatten dafür ordentlich die Ohren langgezogen bekommen. Würde mich freuen wenn ich was hören würde ob Du mich kennst.

  • udo holy

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    Ich war aSie haben uns Kinder bei Nichtigkeiten verprügelt
    auch sexueller Missbrauch war norml. Ich bitte lle die mich noch kannten oder auch in diesem Heim waren sich bei mir zu melden.Wir ehemalige aus Kallmünz treffen uns seit einigen Jahren wieder einmal im Jahr in Kallmünz, Ich freue mich über jeden der mich kontaktiert. Meine tel Nr ist 016098723052uch in Kallmünz im Kath. kinderheimm bei den Nonnen am schlimmsten war Direktor Mehler und schwester Sigismunda

  • Neubert Karl Heinz

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    Jetzt weis ich es genau von wann bis wann ich in Kallmünz war also vom 15.10.1970 bis 16.09.1972. Wer war in der Zeit auch in Kallmünz bei Schwester Sigismunda in der Gruppe?

  • Neubert Karl Heinz

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    Hallo Elke März! Wie ich dein Bericht gelesen habe warst Du von 1960 bis 1974 in Kallmünz untergebracht! Ich war von 15.10.1970 bis 16.09.1972 in der Gruppe von Schwester Sigismunda und war einer der Jungs die Du schreien gehört hast ( vielleicht kannst Du dich an mich noch errinnen ). Würde mich freuen wenn ich von Dir was hören würde meine Tel. 089 / 15883940 oder eMail: khneubert@t-online.de.

  • Sabine Lemke

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    Hallo ich war nicht in kallmünz. Ich hatte Schulkolleginen sie hießen Beate Niemitz aus Berlin und die andere hieß Marion den Nachnamen weiß ich nicht. Kennt jemand die beiden ?

  • Neubert Karl Heinz

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    Sehr geehrte Frau Sabine Lemke, wissen Sie zufällig von wann bis wann Ihre Schulkolleginen in Kallmünz waren? Ich war von 1970 bis 1972 in Kallmünz, fragen Sie doch mal die Beiden von wann bis wann Sie in Kallmünz waren. Mit freundlichen Grüßen
    Karl Heinz Neubert ( Neger )

  • Sabine Lemke

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    Nein leider nicht die eine ist tot und die andere weiß ich nicht

  • Neubert Karl Heinz

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    Sehr geehrte Frau Sabine Lemke, es würde mich freuen wenn Sie es in Erfahrung bringen könnten von wann bis wann die eine in Kallmünz war ( wenn Sie in meiner Zeit dorten war, dann müssten wir uns ja kennen und vielleicht können wir in Kontakt tretten aber nur wenn Sie es wünscht ). Mit freundlichen Grüßen Karl Heinz Neubert

  • Martina

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    Hallo Sabine. Ich kenne Beate und Marion sehr gut. War mit ihnen zusammen in der „Mädchengruppe“. Marion ist letztes Jahr gestorben. Beate – leider weiss ich nix aktuelles über sie. Es ist schon sehr schade, dass die Heime nach der Kriegszeit bis Ende ’70 die kinder manipulierten – mit seelischer als auch körperlicher Gewalt. Gruß Martina

  • Martina

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    Hallo, nochmal ich. Beate und ich waren von 1975 bis 1981 in Kallmünz – Maria Laßleben Heim. Gruß
    Martina

  • Sabine Lemke

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    Hallo Martina
    Danke für die Information- wie hieß Marion mit Nachnamen ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Ich bin sehr traurig darüber. An was ist Marion gestorben? Meine schulkollegin sagte mir Beate sei tot. Wo haben die beiden gelebt? Ich denke sehr darüber nach.

  • Martina

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    Hallo Sabine, ich weiß nicht, ob Marion es gewollt hätte, dass ich ihren Nachnamen erwähne. Sie hat 3 Brüder: Martin, Detlef, an den jüngeren kann ich mich nicht mehr erinnern. Melde dich doch bitte unter meiner Mail-Adresse:maarnold@freenet.de. Dann kann ich dir mehr Infos geben. Gruß Martina

  • M.H.

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    Hallo Martina Arnold, hallo Raimound Klose,

    wir waren zusammen im Lassleben …. an Marion P. und ihren Bruder Detlef „Detti“ kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich hoffe es geht euch allen gut.
    Viele Grüße aus München
    M.H.

  • Martina

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    Hallo M. H. (Wie ist dein Name?) ja mir geht es gut. Wohne in Ludwigshafen/Rhein und arbeite in HP. Habe ein geregeltes Leben. Gehts dir auch gut?

  • M.H.

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    Hallo Martina, ich melde mich per Mail.
    VG

  • Martina

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    @M.H.: ok. Bin gespannt. LG

  • Monika Aduse Opoku an

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    Ich war auch in dem Kinderheim Laßleben
    Meine Schwester und mein Bruder waren auch dort, leider sind beide schon ok uns gegangen. Mein Name ist Monika Bogusch -wenn sich jemand an mich erinnert .bitte einfach Nachricht
    Liebe Grüße

  • Neubert Karl Heinz

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    Hallo Monika! Von wann bis wann warst Du in Kinderheim Kallmünz? Vielleicht erkennst Du mich ich hatte den Spitznamen Neger und war von 16.10.1970 bis 15.09.1972 in Kallmünz. LG Karl Heinz Neubert ( Neger )

  • Martina

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    Hallo Monika, ja ich weiß wer du bist. Du warst aber nicht mehr lange im Lassleben. Zu deuner Zeit war auch Gabi Schuhmann. Du warst damals die Älteste von den Mädels. Verbandelt mit Ronald P. Ich habe noch viel Erinnerungen an die Zeit. Ich hoffe, du bist gesund u es geht dir gut. Gruß Martina

  • Monika Bogusch

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    Ja ,richtig ich war von 1964 bis 1976 oder sogar 1977 da .Mir geht’s sehr gut und lebe in NRW Paderborn. Hast du denn noch Kontakt mit anderen die dort waren .
    Liebe Grüße

  • Neubert Karl Heinz

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    Hallo Monika! Ich habe jahrzehnte nicht mehr an die Zeit in Kallmünz gedacht und aus mein Gedächtnis gestrichen. Hast Du noch irgendwelche Gruppenbilder aus der Zeit 1970 bis 1972? Wenn Du möchtest kannst Du mich anrufen oder per eMail schreiben: Meine Telefonnr. lautet: 089 / 15883940 meine eMailadresse lautet: khneubert@t-online.de. Wenn ich gewust hätte, dass Du in Paderborn wohnst wäre ich als ich damals beim Circus Giovanni Althoff war und wir in Paderborn die Zelte aufschlagen hatten in Kontakt mit Dir getreten. Liebe Grüße Karl Heinz Neubert ( Neger )

  • Martina

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    Ja, Moni ich hatte sogar ein Heimtreffen organisiert. 2001 etwa war das. Aber ich denke, dass du die meidten gar nicht mehr kennst. Vielleicht die Kittler Brüder von der „kleinen Bubengruppe“. Deine Zeit waren eher dir Scharafinskis, Ronald, Glenn u co. aber die dind etwa alle auch zu deiner Zeit gegangen. Die Jeworowski Zwillinge dürften dir auch noch einen Begriff sein. Da gab es such noch einen kleinen Bruder zu ihnen. Hin u wieder habe ich per Message Kontakt zu einzelnen. Also, dann bis demnächst
    Lieber Gruß aus LU

  • Neubert Karl Heinz

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    Nochwas Monika, Du kannst wenn Du bei Facebook reinschaust unter meinen Namen Neubert Karl Heinz Bilder von mir anschauen und wenn Du möchtest kannst Du mich über Facebook anschreiben. Das gilt für alles die mich aus der Zeit 16.10.1970 bis 15.09.1972 noch kennen. Ich wohne jetzt in München. Liebe Grüße Neubert Karl Heinz

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