Beiträge mit Tag ‘Stadtbau’

Verweist auf gewisse Unschärfen bei der Abfrage der Einkommenssitution, hat aber noch eine andere Interpretation: Geschäftsführer Joachim Becker. Foto: Archiv

Verweist auf gewisse Unschärfen bei der Abfrage der Einkommenssitution, hat aber noch eine andere Interpretation: Geschäftsführer Joachim Becker. Foto: Archiv

Eine Mieterbefragung der Stadtbau stellt der städtischen Tochter in einigen Bereichen ein recht gutes oder zumindest akzeptables Zeugnis aus. Ein genauerer Blick aber zeigt eine deutlich überdurchschnittliche Belastung des Haushaltseinkommens durch die Miete. Der Geschäftsführer hingegen warnt davor, das Ergebnis „überzuinterpretieren“.

„Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, sagt Joachim Becker. Und tatsächlich dürfte das von ihm in den Fokus gestellte Ergebnis der Mieterbefragung bei der Stadtbau Regensburg den oft gescholtenen Geschäftsführer mit einer gewissen Genugtuung erfüllen. Demnach würden 86 Prozent der Mieter die städtische Tochtergesellschaft – aller Kritik in verschiedenen Details zum Trotz – weiterempfehlen. Das Ergebnis kann man angesichts einer Rücklaufquote der entsprechenden Fragebögen von 31 Prozent ohne weiteres als repräsentativ bezeichnen.

Zuständig für die städtischen Notwohnungen: Sozialbürgermeisterin und aktuelles Stadtoberhaupt Gertrud Maltz-Schwarzfischer 
und Sozialamtsleiter Wilhelm Weinmann. Foto: Archiv
Modellprojekt gegen Obdachlosigkeit beendet

„Durchaus positiv“ oder „Rohrkrepierer“?

Die Stadt hatte 2016 mehrere leerstehende Stadtbau-Wohnungen angemietet, um darüber Obdachlose wieder in ein reguläres Mietverhältnis zu vermitteln. Nach etwas mehr als einem Jahr ist das Projekt beendet. Die Hälfte der Betroffenen musste wieder zurück in die städtischen Notunterkünfte und ob es eine Fortsetzung gibt, steht noch in den Sternen.

Werner Hinreiner: "Die städtische Tochter greift zu Mitteln, die von raffgierigen Investoren und Miethaien praktiziert werden: Vertreibung von Mietern unter Umgehung des Rechts."
Mieterbund kritisiert "System der Mietervertreibung"

„Ein Sicherheitsrisiko für den sozialen Frieden“

Anfang des Jahres machte ein Gebäude der Stadtbau GmbH Schlagzeilen. Zum Teil seit drei Jahren steht in der Alfons-Bayerer-Straße ein Großteil der 57 Wohnungen in einem 14stöckigen Hochhaus leer. Geschäftsführer Joachim Becker sprach gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung damals von einem nicht vermeidbarem Leerstand. Die städtische Tochter wolle das Gebäude sanieren und vermiete deshalb keine leer werdenden Wohnungen neu. Es seien aber einige „Hartleibige“, die in den Wohnungen blieben und sich nicht zum Auszug bewegen ließen. Im Februar wurde den sechs verbliebenen Mietparteien „modernisierungsbedingt gekündigt“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadtbau heißt. Für Werner Hinreiner und Kurt Schindler vom Mieterbund Regensburg steckt dahinter ein System zur Mietervertreibung.

Der eine schloss einen umstrittenen Vertrag, der andere hat jetzt die Klage am Hals: Hans Schaidinger und Joachim Wolbergs. Foto: Archiv
Rechtsstreit um 700 Wohnungen

Schaidinger-Altlast: Stadtbau zahlt 24 Millionen und wird verklagt

Die städtische Tochtergesellschaft löste den Vertrag mit einem Berliner Immobilienfonds vorzeitig auf, überwies einen Millionenbetrag und wurde nun verklagt. Die Entschädigung sei zu gering, so die Kläger. Oberbürgermeister Wolbergs sagt, er sei über alles bestens informiert – und hüllt sich ansonsten in Schweigen.

"Stimmungsmache geht mir auf den Senkel." OB Wolbergs Foto: Archiv/ Stadt Regensburg
Debatte im Stadtrat

OB watscht Mieterbund ab

Einstimmig lehnte der Stadtrat am Mittwoch eine Eingabe des Mieterbundes ab. Ein positives Ergebnis aber hatte die Debatte: Künftig soll die Stadtbau 13 leerstehende Wohnung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Verfügung stellen.