„CSUler kritisieren: Wolbergs zu oft in der Zeitung”

So eine schöne Schlagzeile (siehe Überschrift) hatte just jene Zeitung heute im Internet präsentiert, in der man seit Monaten täglich Fotos unseres rührigen Sozialbürgermeisters betrachten kann. Sei es bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft oder beim Karussellfahren mit Flüchtlingskindern, beim 90. Geburtstag von Oma Hilde oder beim Schneeschippen, Straßenkehren und richtig wichtig drein schauen. Täglich können die Leserinnen und Leser der Mittelbayerischen Zeitung quasi live miterleben, wie der SPD-Bürgermeister mit seinem Amt reift und wächst. Was die CSU-Fraktion daran auszusetzen hat, erfährt der MZ-Leser im Internet leider nicht. Die Schlagzeile wurde kurz nach Erscheinen auch schon wieder von der Seite genommen. Eine weiße Seite erschien beim Klick auf den entsprechenden Link. Lediglich über Google lässt sich noch der Anreißer der Wolli-Schlagzeile finden: „Haben CSU-Stadträte Angst davor, dass Bürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) 2014 zum Regensburger OB gewählt wird? In der Sitzung der CSU-Stadtratsfraktion am Montagabend wurde Wolbergs häufige Präsenz in der Zeitung moniert – diese Präsenz sei nicht gut für den Koalitionsfrieden.” Den Koalitionsfrieden gefährden? Das wollte die MZ sicher nicht – wo doch Verleger Peter Esser für sein verdienstvolles Trachten und Wirken gerade erst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Schwuppdiwupp verbannte man den Artikel von der Seite. Mal sehen, was die Printausgabe morgen bringt – wobei: Es muss ja nicht dauernd etwas über Joachim Wolbergs in der Zeitung stehen, oder?

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (13)

  • Marion Puhle

    |

    Schon übermorgen erwarte ich ein neues Bild von Bürgermeister Wolbergs in der Mittelbayerischen Zeitung, denn für Morgen, Mittwochvormittag, hat er sich in der Flüchtlingsunterkunft angesagt.

    Marion Puhle

  • ur-regensburger

    |

    Warum sind die CSUler jetzt sauer?

    Weil sie nicht geschnallt haben, dass der meistfotografierte und in der Tageszeiung erscheinende Bürgermeister Regensburgs seit den 70er Jahren der/die jeweilige Sozial- und Seniorenbürgermeister/in war und ist?

    Alte Regensburger wie ich erinnern sich noch daran, egal ob „Jet“ Hofmaier, Hildegard Anke oder Petra Betz, sie alle haben als Sozial- und Seniorenbürgermeister die jeweiligen Oberbürgermeister und Bürgermeisterkollegen, was die Medienpräsenz betrifft um Längen in den Schatten gestellt.

    Die CSU hat Herrn Wolbergs diese Bühne auf dem Präsentierteller serviert und mit dem Verzicht auf das Jugendamt sogar die Möglichkeiten für Medienpräsenz noch deutlich ausgebaut. Also muss man sich nicht wundern, wenn Wolbergs jetzt seine Arbeit macht und dabei als Nebeneffekt häufig in den Medien auftaucht.

    Sollte Herr Wolbergs übringens als Vertreter der Stadt (und nicht als Sozialbürgermeister) irgendwo auftreten liegt´s daran, dass der CSU-OB und der CSU Bürgermeister, die beide vor dem 3. Bürgermeister Wolbergs an der Reihe wären die Termine nicht wahrnehmen wollten.

    Also liebe CSUler schickt euren OB und euren Herrn Weber zu den Veranstaltungen, dann kommen die in die Zeitung. Aber davon habt ihr dann auch nix, weil beide 2014 nicht mehr antreten.

    Das Eigentor hab ihr selbst geschossen liebe CSUler.

  • Roswita Hallhuber

    |

    Mei, jetzt lasst ihn doch! Der Hansi lässt sich ja aus gutem Grund fast nicht mehr blicken, und den Wolli erkennt doch auf der Strasse niemand mit seinem Bin-irgendwie-mal-wieder-wegen-irgendwas-beleidigt-Gesicht. Durch die Fotos in unserer sog. Tageszeitung wissen wir wenigstens: Wolli ist kahl, glatthäutig und sein Kopf ist oft gerötet, was an der vielen Aufregeung liegen mag, die so ein Amt mit sich bringt. Gerade wenn man nichts anderes „gelernt“ hat.

  • Vater eines Sohnes

    |

    Wenn interessiert’s ob Wohlbergs in der Tageszeitung steht oder nicht? Doch nur noch die älteren Regensburger. Die Jungen sind längst zu Facebook, SchuelerVZ etc. abgewandert.

  • grace

    |

    Was wäre der Ablauf -rein rechtlich-, wenn OB Schaidinger zurücktreten würde?

  • sundown

    |

    @ grace

    der Ablauf wäre der Gleiche der jetzt um den Landratsposten in Cham zu sehen ist, nachdem Landrat Zellner zu Sparkassenhäuptlng gemacht wurde.

    Neuwahl eines Oberbürgermeisters; ich glaub innerhalb von 3 Monaten. Aber den Gefallen wir uns Schaidinger nicht machen.

  • Barbara Junghans

    |

    Wie schön, dass die CSU keine anderen Sorgen hat, als die häufige Ablichtung des SPD-Bürgermeisters. Hat sie (oder ihr geistiger Vorturner Sch.) den nicht selbst auf den Schild gehoben? Also, was soll der Sch…? Auch unser hochverehrter Herr OB erscheint ja in regelmäßigen Abständen in Wort und Bild in unserer Heimatpostille. Rein optisch gesehen weiß ich nicht, wem ich den Vorzug geben soll. Haben muß ich beide nicht – und das geht sicher vielen ähnlich! Denn ihre Sprüche dienen doch nur der Eigenprofilierung und ihre optisch Erscheinung – na schweigen wir lieber!

  • SPD-Mitglied

    |

    Es bleibt doch den CSU-Leuten – die sicher auch einen guten Draht zur Presse haben –
    unbenommen, ihre Heldentaten auch mit Bild in die Zeitung zu bringen. Oder h at Wolbergs
    ihnen das verboten?
    Ich glaube auch, daß da Neidhammel & Co mitgemischt hat.

  • Adalbert Singhuber

    |

    Neidgefühle entwickeln immer die, die selbst nichts können.

    Oder, um Dr. Rieger und Gugau (beide unneidische CSUler) in der heutigen MZ zu zitieren:

    „Bevor man Medienschelte betreibe, sollte man sich fragen, ob mit der eigenen Arbeit vielleicht etwas nicht stimmt.“

    „Anstatt rumzujammern, sollte die Fraktion lieber durch Sacharbeit und kreative Aktionen politische Kompetenz beweisen.“

    Ansonsten fällt mir noch ein passendes Sprichwort ein: „Der Neidische ist sein eigener Henker!“ Aufs Schafott geführt werden die CSUler spätestens bei der nächsten Kommunalwahl.

  • Thomas Thurow

    |

    Nun mal ehrlich, mit welchen Themen müssen wir uns in schwierigen und besonders für die Stadt finanziell katastrophalen Zeiten beschäftigen. Wahre Sacharbeit scheint den Sich-Beschwerern nicht so wichtig. Neiddebatten anzustoßen jedoch sehr. Findet zurück zu den Problemen, die die Bürger interessieren und deren Lösung uns allen wichtig ist – oder zieht Euch zurück und jammert im Hinterstübchen, denn sonst kümmern wir uns mit Herrn Renter auch noch in Zukunft um die Hundehaufen in der Stadt.

  • grace

    |

    „Haben CSU-Stadträte Angst davor, dass Bürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) 2014 zum Regensburger OB gewählt wird?“

    Nicht nur die, auch ich als einfacher Bürger habe diese Angst.

    „Finanziell katastrophale Zeiten…“
    und wer hats erfunden?
    Wer hats Geld rausgeschmissen?
    Welche Sacharbeit denn?

  • SPD-Mitglied

    |

    Unfassbar, schon wieder H. Wollbergs in der MZ! Ist das eine Verswchwörung?

  • CSU-Mitglied

    |

    Etwas unfassbares ist in Regensburg passiert, in der heutigen Ausgabe der MZ, 15. März 2010, ist wieder H. Wolbergs abgelichtet! Warumm unternimmt der OB mit seiner CSU-Stadtratsfraktion nichts dagegen? Wo sind die Auftritte der CSU-Bürgermeister? Gibt es die Partei noch? Fragen über Fragen und keine Antworten aus dem Rathaus und/oder München.

Kommentare sind deaktiviert