Archiv für 6. September 2018

Die Seniorenresidenz im Schloss Thurn und Taxis ist insolvent. Das Fürstenhaus lehnt weitere Verhandlungen mit potentiellen Betreibern konsequent ab und spätestens zum Ende des Monats wird die Einrichtung geschlossen. Den betagten Bewohnerinnen und Bewohnern, die erst am Freitag davon erfuhren, bleibt damit nicht einmal die gesetzliche Kündigungsfrist, um sich eine neue Bleibe zu suchen. 

Ilse Lefler: „Es ist einfach unmenschlich, was hier passiert.“ Fotos: as

Am Ende hatten sich sogar der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Aumer und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eingeschaltet, um die Immobilienverwaltung des Hauses Thurn und Taxis zu neuerlichen Verhandlungen zu bewegen – erfolglos. Die Gespräche mit zwei potentiellen Betreibern seien gescheitert, eigene Berechnungen hätten ergeben, dass die Einrichtung ohnehin nicht rentabel betrieben werden könne und deshalb gebe es auch keinen Grund, nochmal irgendwelche Verhandlungen aufzunehmen, soll die lapidare Antwort gelautet haben, die die beiden Politiker erhielten. Damit scheint das Aus für die Seniorenresidenz Thurn und Taxis im fürstlichen Schloss besiegelt.

4,3 Millionen Euro für 647 Opfer

Neue Zahlen des Bistums: Die Dimension von Gewalt und Missbrauch abseits der Domspatzen

Laut einer aktuellen Veröffentlichung des Bistums Regensburg haben Betroffene von Gewalt und sexuellem Missbrauch bislang rund 4,3 Millionen Euro an „Anerkennungsleistungen“ erhalten. Die nun erstmals veröffentlichten Zahlen zu Betroffenen machen auch deutlich, welche Dimension Gewalt und sexueller Missbrauch in anderen Einrichtungen des Bistums hatte: Bislang wurden fast 300 weitere Betroffene anerkannt.