Erste Reaktion der Koalition

Grüne fordern Rücktritt von Wolbergs

Margit KuncFraktion und Kreisverband fordern unisono den Rücktritt des Oberbürgermeisters.

„Mit dem Haftbefehl gegen Joachim Wolbergs ist eine neue Dimension erreicht. Zwar ist eine Schuld des Oberbürgermeisters immer noch nicht bewiesen. Es ist aber aus Sicht der Grünen aufgrund der aktuellen Ausführungen der Staatsanwaltschaft der Zeitpunkt erreicht, dass Wolbergs Konsequenzen zieht und als Oberbürgermeister zurücktritt.“

Knapp und deutlich: Unmittelbar nach der Veröffentlichung einer ausführlichen Pressemitteilung durch die Staatsanwaltschaft fordern die Fraktionsvorsitzende Margit Kunc und Kreisvorsitzender Stefan Christoph den Rücktritt von Joachim Wolbergs. Damit sind die Grünen die erste Koalitionsfraktion, die aus der monatelangen Geschlossenheit ausschert.

Nur Piratin zog Konsequenzen

Hatte die bunte Koalition vorzeitig verlassen und erntete viel Kritik: Tina Lorenz. Foto: Archiv

Hatte die bunte Koalition vorzeitig verlassen und erntete viel Kritik: Tina Lorenz. Foto: Archiv

Lange zuvor hatte nur Piratin Tina Lorenz Konsequenzen gezogen und die Koalition verlassen. Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben, hieß es damals. Nach Informationen unserer Redaktion hatte Lorenz eine Aussage von Wolbergs bei einer Koalitionssitzung als Einflussnahme auf ihre Aussage bei der Staatsanwaltschaft interpretiert. Andere Koalitionsmitglieder wollen eine solche Aufforderung nicht gehört haben. Lorenz war aktuell für keine Stellungnahme zu erreichen. 

 

UPDATE um 15.55 Uhr: Wir erreichen Lorenz telefonisch am späten Nachmittag. Von Schadenfreude oder Bestätigung keine Spur. „Ich bin völlig entsetzt darüber, was die Staatsanwaltschaft heute meldet. Ich weiß überhaupt nicht, was ich sagen soll.“

„Koalition leistet inhaltlich gute Arbeit“

Die Koalition wollen die Grünen bis zu Neuwahlen fortführen. Man leiste „inhaltlich gute Arbeit“, so Kunc und Christoph weiter.

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Kommentare (40)

  • Stadtbürger

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    Der Rücktritt sollte jetzt selbstverständlich sein. Aus dem Gefängnis heraus kann man keine Stadt führen.

  • joey

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    (zu) spät.
    Haben die Grünen bei der Neuausschreibung und Vergabe an Tretzel mitgestimmt – und warum?

    Haben die Grünen Wolbergs mal vorgeschlagen, sein Amt ruhen zu lassen, um die Aufklärung zu unterstützen? Oder welche Erklärung hatte man für die gestückelten Spenden? Wer da immer eine CSU Intrige gesehen hat, war recht blind.

    Die CSU hatte wohl kein Interesse an Untersuchungen zu Zeitgeschichte und Immobilien.

    Mal sehen, wer jetzt OB wird. Vielleicht ja (bundesweit neu) eine Piratin: die Einzige, die zum passenden Zeitpunkt aus dem stürzenden Karussell gesprungen ist und ein Mindestmaß an Realitätssinn gezeigt hat.

  • reminder

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    @stadtbürger: Mag sein, wobei die Vorwürfe ja zum einen noch nicht rechtskräftig bewiesen sind und zum anderen sich doch auch andere fragen lassen müssen, welchen Anteil sie an der Sache haben und ob nicht auch ihrerseits weiterreichende Konsequenzen zu ziehen wären.

    Wie glaubwürdig ist denn diese Forderung der Grünen zu diesem Zeitpunkt?

  • Mundschenk

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    7 Staatsanwältin in Regensburg ermitteln jetzt noch Haftbefehle das ganze ist wie eine Organisierte Gruppe das ist der Wahnsinn.Der (SPD) OB Joachim Wolbergs der Stadt Regensburg sitzt heute im Gefängnis,wurde in der früh von der Kripo verhaftet was kommt noch………..

  • hutzelwutzel

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    Liebe Grüne zu Regensburg!

    Gehts etwas weniger theatralisch? Bitte mal! Wegen einer U-Haft muß doch in Bayern niemand mehr zurücktreten, nachdem die „Verwandten-Beschäftigungsaffäre“ im Bayer. Landtag außer für den „Schüttel-Schorsch“ nahezu keinerlei Konsequenzen hatte.
    Da hättet ihr schreien, Zeter und Mordeo rufen können!

  • Bruder Berthold

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    »… dass Wolbergs Konsequenzen zieht und als Oberbürgermeister zurücktritt.«

    Liebe Grüne, jetzt ist der Mann heute vormittag verhaftet worden. Könnts ihr euch überhaupt vorstellen, wie das ist? Eingesperrt, keine Kontakte mehr. Das muss ein jeder erst einmal, zweimal, dreimal verdauen, ehe er an sowas wie „Amtsgeschäfte“ denkt.
    Wenn ihr selber Charakter hättet, würdet ihr mit solchen Forderungen abwarten, bis es menschlich denkbar ist.

    Aber ihr wollt die ersten sein, die den Stein geworfen haben!

    Wofür soll man euch wählen? Für eure menschliche Haltung?
    Sakrament, ist denn ein jeder in der Politik so verdorben?

    Gehts beichten und fangts neu an!

  • gustl

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    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

  • Hans Meiser

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    Eine Piratin? Lächerlich…Hoffe durch die Verhaftung von Tretzel und dessen Vernehmung kommen auch noch einige andere Leichen ( u.a. CSU) auf den Tisch.

    Da bleibt dann wohl nur noch eine Alternative….

  • reminder

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    @Hans Meiser: Tja, da liegt sie nun auf dem Tisch: Die zu befürchtende Kurzschlussreaktion, der wohl nicht zuletzt der im Zusammenhang mit dem Spendenskandal gepflegte Politikstil von Wolbergs und Co (also auch der Grünen) Vorschub geleistet hat. Weil angeblich alles eh Mist und Lüge ist, weil keiner die ‚kleinen Leute‘ ernst nimmt, dann kann doch eh gleich alles zum Teufel gehen. Dann wählt der überforderte Kleinbürger eben AfD. Das ist ein wenig wie anonyme Hasspostings im Internet: Eine billige Nummer, die keinerlei Ansprüche stellt und für die man hofft, nicht zur Verantwortung gezogen zu werden. Wird man aber. Spätestens wenn die Rattenfänger an die Hebel der Macht gebracht sind und dann auch noch die letzten Reste unseres Gemeinwesens an die Wand gefahren und zum eigenen Vorteil ausgeplündert haben. Echte Alternativen sehen anders aus. Setzen aber auch voraus, dass man keine Angst vorm Nachdenken und den möglicherweise unbequemen Antworten hat.

  • Markus B.

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    Rücktrittsforderungen sind nicht Konsequent genug, ein Austritt aus der Koalition wäre der Richtige Weg so wie es die Piratin vorgemacht hat. Doch da kleben noch einige an ihren Sesseln , wenn der OB das aus sitzen will so wie er es angekündigt hat dann sind die nächsten OB Wahlen erst 2018 möglich.

  • Brenner

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    Das mit dem „Aussitzen“ hat seit heute ja eine ganz eigene Dimension

  • MiReg

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    Es ist schon irre!
    Die einzige Person im politischen Geschäft Regensburgs, die einigermaßen das Profil eines künftigen Oberbürgermeisters hat, ist m. E. der derzeitige 3. Bürgermeister Jürgen Huber. Ihm jedenfalls scheinen (aus langer Beobachtung heraus) die Begriffe „Anstand“, „Bescheidenheit“ und „Empathie“ keine ihm unbekannten Fremdwörter zu sein.

  • Mr. T

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    Ja, den Huber fänd ich so schlecht auch nicht. Oder die Lorenz, die müsste ja schon aus erwiesenem Anstand zur Nachfolgerung verdonnert werden.

  • Florian Eckert

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    Dass ein „Fall Wolbergs“ in Regensburg überhaupt passieren kann, liegt auch an solchen Top-Insidern, wie wir sie unter den letzten Kommentatoren finden. Kaum ist der eine Hoffnungsträger nicht mehr ganz so hoffnungsvoll, schon wird fröhlich am nächsten gebastelt. Toitoitoi, wird schon klappen!

  • erich

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    eine Sauerei aber im Vergleich zu F.J. Strauß und schwarze Koffer Schäuble wohl nur Peanuts

  • hutzelwutzel

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    @reminder:

    Ihr Wort in Gottes Ohr! So jedenfalls heißt es immer, doch Faktum ist, dass man Filz nur dann weg bekommt, wenn man diesen massiv wegbringt.
    Für den Freistaat Bayern wird dies wohl oder übel heißen müssen, dass die AfD neben der CSU regiert, und sich beiden Parteien innerhalb kurzer Zeit negieren.
    Anders scheint mir dies mittlerweile auch nicht mehr denkbar, denn freiwillig hört der Filz nicht auf weiterzufilzen.
    Wenn der noch wasserdichter wird, ists sowieso vorbei.
    Also das kleinerei Übel: Bayerns künftige „zweijährige Regierungskoalition“: CSU und AfD, und damit:
    1. Isolation Bayerns vom Rest der Republik und zum Ausland hin

    2. Zur Hälfte bayerischer Stillstand, da keine der beiden Parteien zugeben will, dass sie beide nahezu jedwede Zuwanderung ablehnen.
    ————————————————-
    Nach zwei Jahren: Bayerns „Wir können es auch alleine“ ist vorbei. CSU und AfD sind beide vollkommen enttarnt, und Neuwahlen nötig, da das (Bundes)Land am Ende ist, wenn der Waffen- und sonstige Export demokratisch korrekt blockiert wurde.

    Anders scheint es nicht zu gehen, da alle Parteien im Bay. LT nicht das halten, was diese immer wieder versprechen.

    Und die Rattenfänger der AfD bleiben im Zaum, denn wenn die anderen Bundesländer/ -bürger*innen dann sehen was die in Bayern aktiv und passiv anrichten, dürften die für immer positiv geheilt sein.

  • Rland Hofmann

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    Da Huaba Jüagn???!!! Ned eanst, oda? Die einzigen Personen, die das Niveau für eine/n OB hätten wären die Schwarzfischer Gertrud oder der Rieger Franz. Gertrud ist eine hochgebildete und moralisch und charakterlich äußerst integre Frau; auch Rieger ist ganz o.k. Auch der Artinger wäre eine Alternative. Auch wenn ich meistens mit Wolbergs politisch anderer Meinung bin, tut es mir menschlich unendlich leid. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen, daß er menschlich und seelisch gut aus der Sache rauskommt. Da sollten ganz andere Tampons in der Schußlinie stehen. Wolbergs hat sich vermutlich zu sehr für die unsäglichen Zustände in den Regensburger Ämtern interessiert und ist daher gemärziodent worden … auch du mein Sohn Brutus. Viel Glück Joachim SFORZA GERTRUD!

  • Regensburger

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    Jetzt also doch die Absetzbewegungen, kaum das der Wind etwas mehr bläst. Ich bin erschüttert, was man menschlich, politisch und juristisch unserem OB ungestraft antun darf. Ich habe heute meinen Austritt aus der SPD nach Berlin geschickt. Eine Partei, in der Denunzianten wie Goger ungestraft wirken dürfen, die aber einem erfolgreichen OB jede Solidarität verweigert, ist nicht mehr meine. Die 14 Prozent in den Umfragen hat sich die bayerische SPD redlich verdient. Offensichtlich wollen einige, dass sie auch in Regensburg auf dieses Niveau sinkt.

  • Nemo Udeis

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    In anderen Kommunen werden Kandidaturen für Bürgermeisterämter ausgeschrieben (Prien/Chiemsee, Leutershausen, Husum etc.). Wäre das nicht eine anständige Lösung?

  • Heiner NRW

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    Herr Wolbergs dürfte seinen Parteifreunden einiges zu erklären haben. Und sich fragen, ob es klug war, einen Staatsanwalt zum Landesschatzmeister zu wählen. Immerhin wird auf eine Art größerer Schaden von der SPD abgewendet. Sie hat Zeit, bis zu den Wahlen eine

  • Georg Raab

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    Bin von beiden Parteien (Stadt Regensburg) ob es der ehemalige CSU OB Hans Schaidinger ist oder jetzige SPD OB Wolbergs wir sind enttäuscht wann mach ihr für Normalen Büger endlich mal Politik.Wir können kein Haus mehr Kaufen und kein Grundstück da alles in Regensburg teuer geworden ist,auch die Mietpreise gehen nach oben wir ziehen bald aus aus Regensburg mit meiner Familie.Wir werden AFD wählen..

  • Regensburger

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    Ich bin ersetzt und zwar nicht über die Tatsachen, dass Herr Wolbergs als OB wegen „Bestechung und Korruption“ verhaftet wurde, sondern über die Kommunal- Politiker, die Presse wie auch manche Bürger die einen Mensch der schon am Boden liegt noch mit vollen Kraft treten. Ja, Herr Wolbergs hat das Gesetz unserer Rechtsprechung
    Überschritten und einen oder mehrere wirtschaftlichen und moralischen Straftaten begangen, ABER – Er ist immer noch kein Mörder und kein Gewalttäter. Herr Wolbergs hat auch NIEMANDEN verletzt oder sogar beschädigt. Wenn er jemanden beschädigt und verletzt, dann er sich selbst und seine Familie. Die Politik ist ein schmutziges Geschäft.
    Ein Beispiel der Ehrlichkeit ist immer noch Frau Lorenz von den Piraten. JA – es stimmt, Frau Lorenz hat gleich am Anfang die Konsequenzen aus dem Verdacht gegen dem OB gezogen und sie hat als die Einzige Stadträtin die Koalition verlassen. Diese Tat spricht nicht nur über ihre Ehrlichkeit, Charakter, Intelligenz aber auch über ihre Verantwortung gegen über ihre Wähler. Was haben die anderen Koalitionspartner gemacht? So lange sie mit dem OB im einem Boot gesessen haben, wie sein Posten im Rathaus Herr Huber von den Grünen gerne genannt hat (seine Interview gegen Regensburg Digital), haben ihm fast alle Koalitionspartner (Entschuldigung diesen Ausdruck) in seinem A—- geschlupft. Jeder aus der Koalition hat schon längst über den Verdacht der Straftaten durch die Spenden Affären und Korruption gewusst, schließlich waren fast Alle Stadträte bei den verschiedenen Abstimmungen auch dabei. Alle und so meine ich auch Alle, die bei der Vergabe von der Kaserne – Bauplatzes an Trezel, ihrer Hand gehoben haben, die Alle sollten Gewiesen haben und auch zurücktreten. Der Schmutz sitzt nicht nur am Wolbergs selbst, sondern an der Führung der Stadt- und Kreis SPD aber auch auf der Mehrheit des Stadtrates. Es ist nicht nur paradox, sondern es ist auch lächerlich wenn eine „politischen Partei“ die praktisch der Wolbergs ins Rathaus mitgenommen hat, jetzt wenn sie dem Wolbergs nicht mehr in die Augen schauen können, sein Rücktritt verlangen und sogar sich eine Hoffnungen oder Anspruch auf die Posten des OB machen.
    Aber das Leben in der Stadt geht weiter. Jetzt müssen sich die Regensburger für einen Mensch und nicht für eine politische Partei entscheiden, der nicht nur durch die Koalitionspolitik beschmutzt ist, der aber in der Zukunft fähig wird unsere Stadt, ohne jede Beschmutzung, führen kann.

  • reminder

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    @Georg Raab: Tja, da liegt sie nun zum zweiten Mal auf dem Tisch: Die zu befürchtende Kurzschlussreaktion, der wohl nicht zuletzt der im Zusammenhang mit dem Spendenskandal gepflegte Politikstil von Wolbergs und Co (also auch der Grünen) Vorschub geleistet hat. Weil angeblich alles eh Mist und Lüge ist, weil keiner die ‚kleinen Leute‘ ernst nimmt, dann kann doch eh gleich alles zum Teufel gehen. Dann wählt der überforderte Kleinbürger eben AfD. Das ist ein wenig wie anonyme Hasspostings im Internet: Eine billige Nummer, die keinerlei Ansprüche stellt und für die man hofft, nicht zur Verantwortung gezogen zu werden. Wird man aber. Spätestens wenn die Rattenfänger an die Hebel der Macht gebracht sind und dann auch noch die letzten Reste unseres Gemeinwesens an die Wand gefahren und zum eigenen Vorteil ausgeplündert haben. Echte Alternativen sehen anders aus. Setzen aber auch voraus, dass man keine Angst vorm Nachdenken und den möglicherweise unbequemen Antworten hat.

    Nachtrag: Es geht nicht darum ggf. den einen Machtzyniker durch einen noch schlimmeren zu ersetzen (um sich damit an Ersterem zu rächen). Es muss darum gehen, gute, engagierte und redliche Leute zu finden, die wirklich an der Sache und nicht primär am eigenen Ego interessiert sind. Es geht nicht darum, dem lautesten Dummschwätzer auf den Leim zu kriechen oder sich von dem, mit den schönsten Versprechungen, einlullen zu lassen (CSU: „Wir werden 10.000 Sozialwohnungen in Regensburg bauen lassen!“ – SPD: „Und wir werden 1 Mio Sozialwohnungen bauen!“). Wir brauchen Leute, die sich konstruktiv und tatsächlich in einem echten (und nicht nur gefühlten) Dialog mit der Bevölkerung verantwortungsvoll der öffentlichen Angelegenheiten annehmen und keine auf Kravall gebürsteten Vollpfosten, die nur darauf spekulieren von irgendwelchen Wellen der Unzfriedenheit in lukrative Ämter gespühlt zu werden.

    Die Leute, die wir bräuchten, kommen wahrscheinlich nicht immer so smart und propper daher wie es nicht zuletzt ein Herr Wolbergs in früheren Zeiten recht überzeugend getan hat (wobei das für mich schon damals recht viel mit Hochstapelei zu tun hatte). Die haben vielleicht nicht gleich auf Alles und Jedes die eine richtige Antwort. Die trauen sich vielleicht auch mal zuzugestehen, dass sie die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen haben. Die weigern sich vielleicht auch mal, den Leuten Sand in die Augen zu streuen, nur damit die sensibleren Naturen unter uns keine Ungewissheiten aushalten müssen. Die machen veilleicht sogar mal Fehler und stehen dazu. Die erinnern vielleicht auch mal daran, dass Bürger-sein deutlich mehr bedeutet, als nur alle paar Jahre mal ein Kreuz auf einem Wahlzettel zu machen. Und deren Statements lassen sich vielleicht nicht immer schmissig auf mediengerechte Kurzhäppchen zusammendampfen. Das gilt es nicht nur auszuhalten, sondern auch aktiv zu unterstützen und einzufordern. Und solche Leute gibt es auch in Regensburg. Die könnte man doch zur Abwechslung auch mal aufstellen und wählen. Da muss man nicht auf irgendwelche AfD-Dumpfbacken zurückgreifen.

  • Rentnerin

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    Unfassbar !!!
    Herr Wolbergs hat in seiner Eigenschaft als 3. Bürgermeister soviel Erfahrung mit der CSU sammeln können, dass er hoffentlich ein Buch herausgibt, damit der Schmutz dieser CSU endlich mal nach oben geschwemmt wird.
    Alleine, dass sich die CSU immer den Kittel mit seinen Schmutzkampagnen im Schlepptau hielt, ist unerhört.
    Frau Maltz-Schwarzfischer wäre wirklich ein guter Ersatz, falls Herr Wolbergs geht.
    Trotzdem glaube ich noch immer, er kann bleiben.
    Es wäre furchbar, wenn die Justiz hier auch noch mit der CSU in Bayern paktieren würde.
    Zudem für mich unvergesslich, mit welcher Empathie sich Herr Wolbergs um die Flüchtlinge kümmerte.
    Selbst habe ich schon und werde viel für ihn beten. Ich kann nicht mehr für ihn tun.
    Eine Hetzjagd unter Tieren kann nicht grösser sein.

  • armin

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    Wolbergs ist erst seit 2014 im Amt. War sein Vorgänger Schaidinger auch bestechlich oder hat das mit wolbergs begonnen? Zumindest das „großzügige“ Sponsoring für den Jahn läuft wohl schon länger.

  • joey

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    @Regensburger
    „Eine Partei, in der Denunzianten wie Goger ungestraft wirken dürfen, die aber einem erfolgreichen OB jede Solidarität verweigert, ist nicht mehr meine“

    wäre es Ihnen lieber, wenn man Korruption nicht aufdeckt?
    Wenn Gesetze nur für die gelten, die sie nicht mögen? Wenn ein Wahlsieger (wegen sozialer Versprechen) das Recht zur Bereicherung erhält?
    (auch wenn hier hauptsächlich Schulden aus einem ruinösen Wahlkampf gedeckt wurden)

    Was uns von Albanien unterscheidet, ist nicht irgendeine Abstammungslehre, sondern einfach nur politische Ethik, basierend auf geschichtlichen Erfahrungen und Entwicklungen.
    Das Problem bei der SPD liegt nicht darin, daß die Sache aufgedeckt wurde, sondern daß keiner rechtzeitig gegen die Vergabe an Tretzel vorgegangen ist. Manchmal tut man jemandem einen Gefallen, wenn man ihm in den Arm fällt.

  • reminder

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    @hutzelwutzel: Bitte nicht bös sein, aber: Wie hoffnungs-, orientierungslos und frustriert muss man sein, um sich sowas auszudenken?

  • blauäugig

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    @Regensburger
    Sie haben Ihren Austritt erklärt?
    Wenn Sie in der SPD gut vernetzt waren und eine nennenswerte Position hatten, ist es mit Ihrer anonymen Hetzjagd gegen Goger ja vorbei, weil Ihre Position neu besetzt werden muss. Ich nehme an, wir lesen da nix.

  • Ulf

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    @Regensburger: Ich wäre eher entsetzt darüber, dass Wolbergs durch sein Verhalten alle Hoffnungen auf eine andere Politik für Regensburg jenseits schwarzer Bierdimpflmauscheleien vernichtet hat.

  • Regensburger

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    Kommentar gelöscht. Bitte ersparen Sie uns Ihre redundanten Attacken.

  • Tom

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    @ Regensburger

    Was erlauben sie sich eigentlich nach den Enthüllungen der letzten Tage den Kassier Goger weiterhin als Denunzianten zu beschimpfen?

    Es verdichtet sich die Bestärigung, dass er eine schwerwiegende STRAFTAT aufgedeckt hat. Sie sollten sich schämen!!!

  • Heiner NRW

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    Herr Wolbergs wird zurücktreten müssen, dieser Schritt ist alternativlos. Von einer Gefängniszelle aus kann er schlecht seine Amtsgeschäfte wahrnehmen. Sein Ruf und seine Autorität sind ruiniert.

    Und wenn man sich ansieht, was bislang bekannt geworden ist, ist festzuhalten, dass das mit dem Tricksen wenig intelligent vollzogen worden zu sein scheint. Alleine der Umstand, dass die Wahlkampfspenden in sehr beträchtlicher Höhe an seinen Ortsverein flossen, der gerade einmal 22 Mitglieder zählt und seine Frau als Kassiererin tätig war, lässt ein ungutes Gefühl aufkommen.

    Ich kann dem Landesschatzmeister nur meinen Dank aussprechen, dass er den Mut hatte, weitergehende Aufklärung zu betreiben und letztlich maßgeblich zur Aufdeckung der Affäre beigetragen hat. Gesetze gelten für alle, auch für Oberbürgermeister und Bauunternehmer.

  • Das Aussitzen geht weiter! » Regensburg Digital

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    […] Volker Tretzel und dem technischen Leiter der Stadtbau, Franz Wild, öffentlich gemacht hatte, forderten die Grünen den Rücktritt von Wolbergs. Nach dem Koalitionstreffen zogen auch Freie Wähler und FDP nach und forderten – mehr oder […]

  • Fürsterl

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    Ein Oberbürgermeister kann als Kommunaler Wahlbeamter gar nicht einfach zurücktreten… Blick ins Gesetz hilft weiter.
    Und hat nicht der neue alte grüne Spitzen-Cem sich Socken und Unterhosen von einem Politikberater und Sponsor bezahlen lassen?

  • Ludwig 1.

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    Höchste Zeit, dass der Stadtrat aus seiner Schockstarre erwacht und endlich eigenständige Entscheidungen zum Wohle der Stadt trifft.

    Demnächst steht diie Wahl zweier fragwürdigen Referenten an. Ohne Ausschreibung hat Wohlbergs die Wiederwahl von Schimpfermann und Unger im Stadtrat zum Durchwinken „angeregt“. Über die Leistungen der Planungs-und Baureferentin (von nichts gewusst?) habe ich jedenfalls eine miserable Meinung.

    Und Unger hat außer einer breiten Schleimspur hinter den beiden letzten Oberbürgermeistern, meiner Meinung nach, absolut nichts zum kulturellen Leben in Regensburg beigetragen. Tief in Ideologien des 19. Jahrhunderts verhaftet, fehlt ihm jedes Verständnis für die kulturellen Herausforderungen und Entwicklungen unserer Zeit. Ich wünsche mir sehr dass der Stadtrat die Gelegenheit ergreift und erste Signale nach innen und außen im Sinne einer selbstbewussten Stadtgesellschaft sendet.

  • Tiefe Verstrickungen » Regensburg Digital

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    […] erscheint zwischenzeitlich auch der Rückzug von Piratin Tina Lorenz Ende Juli aus der Koalition. Bereits vor einer Woche hatten wir darüber berichtet, dass Lorenz die Koalition verlassen hatte, weil sie sich im Rahmen eines internen […]

  • Die Korruptionsaffäre im Jahr 2017 » Regensburg Digital

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    […] Paukenschlag in Regensburg: Joachim Wolbergs wird verhaftet. Aus dem Anfangsverdacht wegen Vorteilsannahme bzw. Vorteilsgewährung ist nun der dringende Tatverdacht der Bestechlichkeit und Bestechung geworden, verbunden mit dem Vorwurf der Verdunkelungsgefahr. Zusammen mit Wolbergs wird auch der Baulöwe Volker Tretzel verhaftet. Er soll mit hohen Wahlkampfspenden und seiner Unterstützung für den SSV Jahn dafür gesorgt haben, dass er den Zuschlag für das städtische Nibelungenareal erhielt. Ebenfalls in Haft: Tretzels früherer Mitarbeiter Franz W., der über ein kurzes Intermezzo beim Generalunternehmen des Immobilien Zentrum zur städtischen Wohnbaugesellschaft Stadtbau gelangte und laut Staatsanwaltschaft als Architekt des aufgeflogenen Spendenkonstrukts gilt. Kurz nachdem die Nachricht durchgesickert ist, veröffentlicht die Staatsanwaltschaft eine ausführliche Pressemitteilung zu den Vorwürfen, in der auch die Rolle von SPD-Fraktionschef Norbert Hartl erwähnt wird. Die Koalition trifft sich zur Krisensitzung. Die Grünen fordern noch am selben Tag Wolbergs‘ Rücktritt. […]

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