Hochschule senkt Studiengebühren

Eine Absenkung der Studiengebühren auf den gesetzlichen Mindestsatz von 100 Euro sei „nicht diskutabel“ hatte der Präsident der Hochschule Regensburg, Professor Josef Eckstein (Foto), die streikenden Studierenden vergangenen Dezember wissen lassen. Die gleichzeitige Zusage, die Höhe der Gebühren generell zu überprüfen, hat Eckstein aber ungeachtet dessen ernst gemeint. Das geht aus einer heute verschickten Presseerklärung hervor: Um immerhin 100 auf damit 400 Euro werden die Gebühren an der Hochschule zum kommenden Semester gesenkt. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Hochschulleitung und Sprecherrat vergangene Woche. Zuvor hatte man gemeinsam die Verwendung der Studiengebühren im Jahr 2009 überprüft. Heute hat der Senat dazu sein Placet gegeben. Damit ist die Gebührensenkung amtlich. In Bayern steht es den Hochschulen frei, Studiengebühren von mindestens 100 und maximal 500 Euro zu erheben. An Universitäten liegt die Spanne zwischen 300 und 500 Euro. Im Gegensatz zur Hochschule schöpft die Universität Regensburg den Spielraum bis zur Gänze aus.

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Kommentare (7)

  • Joachim Datko

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    Nur ein erster Schritt!

    Viele Bundesländer verlangen für das Erststudium keine Studiengebühren, es wird höchste Zeit, dass die Studenten in Bayern keine Nachteile haben und sich auch auf das Studium konzentrieren können.

    Siehe Tabelle: Studiengebühren in den deutschen Bundesländern
    http://de.wikipedia.org/wiki/Studiengeb%C3%BChren_in_Deutschland

  • Tommy

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    Waaaaaaaass? Nur hundert Euro für`s anbiedern????????????

    Streik! :-)

  • Student

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    An der Uni gibt es auch Fortschritte!
    Die Studierenden ziehen endlich an einem Strang.
    Nach Gesetz müssen die studentischen Vertreter jedes Semester ein Votum zu den Verwendungsvorschlägen abgeben.

    Dies wird allerdings zum einen konsequent übergangen zum anderen ist es eine Zwangslage, vor allem weil man über die Verwendung abstimmen soll, obwohl man gegen Studiengebühren ist. Von Universitätsseite und dem Ministerium kommt dann die Aussage, die Studenten hätten über die Verwendung abgestimmt, sind also einverstanden.

    Gestern haben endlich alle Studenten zusammengehalten und dieses Votum komplett verweigert.
    Jetzt bleibt abzuwarten, welche Repressionen folgen werden, bis auch an der Uni endlich gesenkt wird.
    Ausführlichen Berechnungen zu Folge ist es kein Problem, auf 300 Euro zu senken vor allem da viele Luxusgüter aus Studiengebühren gezahlt werden. (Visitenkarten von Dozenten, ein Mac- Beauftragter, der sich um die Mitarbeiter der Uni kümmert die einen Apple haben, gepolsterte Stühle)
    Die Frage ist eher, wie mutig die Hochschulleitung gegenüber dem Ministerium ist.

  • Besserwisser

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    @Student
    ein Mac-Beauftragter hat angesichts der steigenden Nutzerzahlen sehr wohl seine Daseinsberechtigung. Bei uns in der schönen Wiwi-Fak. sieht man fast keine Windows-Notebooks mehr. Also: Mac-Betreuer muss erhalten bleiben!

  • Student

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    Sorry, es gibt in der Uni so viele freie Cip Pools.

    Damit ihr da mit Eurem Mac Book arbeiten könnt, muss ich nicht 500 Euro zahlen. Dass muss man sich echt mal vorstellen. Ich hab drei Nebenjobs, damit irgendwelche Leute gestreichelt werden, wenn ihr Mac Book einmal in tausend Jahren nicht funzt :D
    das ist echt lächerlich… Ich kauf mir nach zwei Semestern ohne Studiengebühren ein Mac Book, dass ich dann selber bedienen kann.
    Das dient nicht der Verbesserung der Lehre…

    Viel schlimmer ist, dass in manchen Fakultäten die Lehre ohne Studiengebühren gar nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Also den status quo erhalten… Das ist im Gesetz nicht so vorgesehen.

    schöne Grüße aus dem Cip Pool :)

  • grace

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    Verbesserung der Lehre?

    Stundendeputat der C3/C4 erhöhen, und zwar kräftig.

  • grace

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    Hochschule UND Uni

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