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Der neugegründete Colosseum-Verein hat etwas geschafft, wofür die Stadt Regensburg bislang noch nicht einmal ein Konzept hatte. Im früheren KZ-Außenlager entsteht ein Gedenk- und Begegnungsort. Es darf auch gelacht werden.

Seit dem 1. April tut sich etwas im Colosseum in Stadtamhof. Fotos: red

Es geschah heimlich, still und leise. Vor fast genau 15 Jahren, Mitte April 2011, verlegte die Stadt Regensburg 2011 vor dem Colosseum in Stadtamhof eine lange geforderte Gedenkplatte im Boden. Schon zuvor hatte es über Jahre eine öffentliche Debatte gegeben, wie an die Opfer im früheren KZ-Außenlager würdig erinnert werden könne. Für den Text erfuhren OB Hans Schaidinger und Kulturreferent Klemens Unger reichlich Kritik. Selbst ausgewiesene Experten empfanden ihn als verharmlosend.

Ein weiteres Kapitel in der Jahrzehnte währenden und von Peinlichkeiten und Unsäglichkeiten begleiteten Auseinandersetzung um das Colosseum und ein würdiges Gedenken für die Insassen des einstigen Außenlagers des KZ Flossenbürg. Inzwischen ist eine inhaltlich gehaltvollere Gedenktafel an der Hauswand angebracht – wenn auch etwas unscheinbar. Und seit Kurzem entsteht in einer der Ladenflächen im Erdgeschoss sogar ein moderner Gedenkort – ohne politische Auseinandersetzungen, dafür in aller Öffentlichkeit.

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