SOZIALES SCHAUFENSTER

Radfahren in Regensburg

Koalition ist gegen Pop-up-Bike-Lanes

Mit einem Antrag wollten die Regensburger Grünen am Mittwoch temporäre Radwege (sogenannte Pop-up-Bike-Lanes) auf den Weg bringen. Die Idee: In den kommenden Monaten mehr Platz für den Radverkehr schaffen und an entsprechenden Punkten den bestehenden Verkehrsraum zumindest zeitlich begrenzt neu verteilen. Die Verwaltung äußerte Bedenken. Die Koalition sieht keinen effektiven Nutzen.

Zumindest für eine Stunde schufen VCD, ADFC, Greenpeace und Bund Naturschutz am 23. Mai eine eine Pop-up-Bike-Lane im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages. Foto: bm

„Man muss nicht alles machen, nur weil es andere machen.“ Mit diesen Worten bringt die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Mittwochabend im Stadtplanungsausschuss die Meinung der Koalition zu den Plänen der Grünen auf den Punkt. Diese hatten mit einem Antrag die Schaffung von temporären Radwegen etwa im Bereich der nördlichen Kumpfmühler Straße (ab dem Justizgebäude Richtung Bismarckplatz) gefordert.

Die sogenannten Pop Up-Bike Lanes werden derzeit in zahlreichen Städten diskutiert und auch vielfach umgesetzt. Mit Markierungen und beweglichen Vorrichtungen sollen meist nur an gewissen Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten möglichst sichere Fahrradwege auf Autospuren geschaffen werden.

In München und Wiesbaden wurden entsprechende Beschlüsse mittlerweile verabschiedet. In Berlin entstanden in den vergangenen Wochen über 17 Kilometer neue Radwege. Und auch in London, wo Corona-bedingt immer mehr Menschen Fahrrad fahren setzt die Stadt auf die temporären Umstrukturierungen des Verkehrsnetzes.

30 Zentimeter zu wenig

In Regensburg fordern Fahrrad- und Umweltverbände etwa für die Prüfeninger Straße und die Kumpfmühler Straße entsprechende Umsetzungen. Beide gelten als wichtige Verkehrsrouten. Doch im Bereich der nördlichen Kumpfmühler Straße wird mit 1,20 Meter Radwegbreite derzeit nicht einmal die geltende Verordnung eingehalten.

30 Zentimeter zu wenig hat der Radweg der nördlichen Kumpfmühler Straße. Foto: bm

„Eigentlich müssen Radwege mindestens 1,50 Meter breit sein“, erklärte dort Wolfgang Bogie vom VCD Regensburg im Rahmen einer Kundgebung am 23. Mai. „Das bedeutet hier hätten Radfahrer sogar die Wahl, auf der Straße zu fahren.“ Das sei an dieser stark befahrenen Stelle nicht ratsam. „Die Stadt muss endlich Abhilfe schaffen“, so Bogie.

“Einfach mal ausprobieren”

Am vergangenen Mittwoch bringt die Stadtratsfraktion der Grünen das Thema Bike Lanes dann auf die Tagesordnung des Stadtplanungsausschusses. „Wir müssen den Menschen, die jetzt in der Corona-Krise auf das Rad umsteigen sichere Wege bieten, damit wir hier einen langfristigen Effekt generieren können“, begründet Michael Achmann den Antrag seiner Fraktion. Pop-up-Radwege seien „ein guter Test, ob Leute die neue Infrastruktur annehmen und wo damit auch mehr Sicherheit geschaffen werden kann.“

Unterstützung findet die Idee bei der Linkspartei, der Brücke und der ÖDP. Während Thomas Thurow (Brücke) es etwas pragmatisch hält – „warum nicht einfach mal was ausprobieren“ – wird der Fraktionsvorsitzende der ÖDP, Benedikt Suttner, deutlicher. Bereits am Mittwochnachmittag auf einer Kundgebung am Dachauplatz der Jusos, der Grünen Jugend und Fridays for Future sagte Suttner: „Wir müssen jetzt aktiv werden und den Bus- und Radverkehr stärken.“ Die Bike Lanes seien eine sinnvolle Ergänzung, wiederholt er auch später in der Ausschusssitzung. „Wir könnten damit notwendigen und bereits beschlossenen Maßnahmen wie in der Prüfeninger Straße vorgreifen.“

Verwaltung äußert Bedenken

Doch gerade die Prüfeninger Straße – diese soll 2021 neu gestaltet werden – und die Kumpfmühler Straße stellen für die Verwaltung „schlechte Beispiele“ (Rechtsreferent Walter Boeckh) dar. So habe eine Befragung der verantwortlichen Ämter und der Landespolizei laut dem Rechtsreferenten ein deutliches Bild ergeben. „Der Aufwand wäre im Bereich der nördlichen Kumpfmühler Straße sehr hoch.“ Die Ampelschaltung und die Busführung müssten für den von den Grünen vorgeschlagenen Zeitraum bis in den Herbst neu geregelt werden.

Kapute Fahrbahn, Parkplätze auf dem Gehweg und fehlende Radwege. Die Prüfeninger Straße soll neugestaltet werden. Foto: bm

„Ob dadurch die Situation für die Radfahrer wirklich sicherer werden würde, ist auch nicht sicher“, sagt Boeckh. Daher empfehle man, auf das Radwegekonzept zu warten, wie Planungsreferentin Christine Schimpfermann ergänzt. Das werde in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt.

Nein zu “Hoppla Hopp”-Maßnahmen

Langfristige Planung, statt kurzfristiger Effekte und „Hoppla Hopp“ (Günter Riepl, Freie Wähler), so lautet die ausgegebene Devise der Koalitionsparteien. „Ich befürchte tatsächlich auch eher negative Effekte, wenn dann in ein paar Monaten die Radwege wieder weg sind“, sagt etwa Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). Einen „unvorbereiteten Versuch, der wenig strukturiert ist“, nennt ihr Parteikollege Klaus Rappert die Pläne der Grünen. „Wem nützt das?“

Und überhaupt sei ein Vergleich mit Berlin falsch, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Denn Berlin hat ja bereits ein ausgearbeitetes Konzept. Die dortigen Pop-up-Bike-Lanes greifen da lediglich beschlossenen Maßnahmen vor und werden dann in der Folge auch umgesetzt.“

Den Verkehrsraum neu verteilen

Warum das für die Prüfeninger Straße – ein entsprechender Beschluss des Stadtrates existiert bereits seit letztem Jahr – nicht auch gelte, versteht man bei der ÖDP und den Grünen allerdings nicht. Und auch Klaus Wörle vom ADFC Regensburg lässt am Donnerstag telefonisch wissen: „Prüfeninger und Kumpfmühler Straße wären durchaus geeignet das ganze mal auszuprobieren.“

Er nimmt jedoch generell ein völlig falsches Verständnis wahr. „Der Verkehr ist ja kein starres System. Das ist höchst dynamisch. Wenn ich eine Straße ausbaue, erhalte ich auch mehr Verkehrsaufkommen.“ Umgekehrt könne durch eine Umverteilung des Verkehrsraumes auf Kosten des PKW der Autoverkehr an den Stellen auch verringert werden.

Hoffen auf das Radwegekonzept

„Ein Teil wird sich neue Wege suchen. Andere werden sich aber auch überlegen, ob das Auto noch attraktiv genug ist.“ Genau da wolle man hin, sagt der Vorsitzende des ADFC. „Mehr Platz für Radler und Fußgänger und weniger Raum für Autos.“ Pop-up-Bike-Lanes seien „eine gute Chance auch einfach mal aufzuzeigen, wie der Raum neu genutzt werden kann und wie ein attraktives Radwegenetz aussehen könnte.“

Dass der Antrag der Grünen letztlich von den Koalitionsparteien abgelehnt wurde, ist für Wörle allerdings nicht sonderlich dramatisch. „Wir hoffen jetzt einfach auf einen perfekt ausgearbeiteten Radverkehrsplan.“

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Kommentare (35)

  • Mr. T.

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    “Einfach mal ausprobieren” sollte öfter das Motto sein. Aber in einer grauen Koalition wird’s wohl eher “Einfach mal so weitermachen” heißen.

  • Karin Haber

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    “Nicht alles machen, was die anderen tun” … Das soll die “auf den Punkt gebrachte” Meinung sein? Wenn tatsächlich ein Konzept in der Schublade liegt, das in den nächsten Tagen präsentiert werden soll, ok: das kann eine abwarten. Aber ist das ein Überraschungspaket oder warum argumentiert die OB nicht inhaltlich?
    Außerdem: pop-up heißt gleichzeitig mögliches schnelles pop-down, oder?
    Liebe Grüne: schöne Anträge , die abgelehnt werden. Schade, aber gewöhnen wir uns dran.

  • Schneemann

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    Ich bin voll für Pop-up-Bike-Lanes, unter der Bedingung das diese im Winter dann als Pop-up-Schlitten/Ski-Lanes verwendet werden.

  • R.G.

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    Popup-Radwege, besser temporäre Radwege, wären in diesen auf den Corona-Lockdown folgenden Ferien, eine Investition als Angebot an den wichtigsten Gast des Sommers, die typische, nun erstmals nicht auf Auslandsurlaub fahrende Regensburger Familie.

    Man hätte alles tun sollen, um die eigenen Bürger in der Stadt zu halten, ihnen Freizeitangebote zu machen, sie zum Konsum am Ort zu verleiten.
    Dazu könnten gehören, Radrouten durch die in Urlaubszeiten verkehrsberuhigte Stadt, Abkühlungen wie Duschen und Wasserspender, durch Gastwirte verkaufte erschwingliche Picknickkörbe (Kartons) auf abgegrenzten Picknickwiesen, bzw. von Gastronomen bereute Grillstationen, ein kleiner von Cafetiers bedienter Sandstrand mit Liegestühlen etc.

  • Julian86

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    Zukunft klimafreundlich gestalten. Wenn will die neue OB damit anfangen?

    U.a. Mobilität nachhaltig machen!

    Eine konsequente und naturverträgliche Mobilitäts- und Energiewende muss forciert werden, wenn wir unsere Zukunft sichern wollen. Es muss allen Menschen möglich sein, nachhaltig zu leben. Deshalb soll in ein gut ausgebautes, breit leistbares öffentliches Nah- und Fernverkehrsnetz und leistbare, regionale erneuerbare Energie für alle investiert werden.

    Mobilität: Emissionsfreie Mobilität braucht viele Lösungen: den Ausbau und die Vergünstigung des öffentlichen Verkehrs, klimafreundliche Fortbewegungsmittel und leistbare Alternativen für alle Regionen. Hier gibt es sehr viele unterschiedliche Konzepte. Viele Regionen können gut öffentlich angebunden werden – hier muss es zu einem Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs kommen. Gleichzeitig müssen klimafreundliche Fortbewegungsmittel auch zur ersten logischen Wahl für alle werden, d.h. mit leistbaren Preisen und in dichten Intervallen getaktet. Dort wo kein Zug oder Bus hinkommt, muss es andere bedarfsorientierte Lösungen geben: z.B. Carsharing, Rufbusse, oder auch Rad oder E-Bikes für die letzten Kilometer. Es muss schlussendlich allen Menschen möglich gemacht werden, klimafreundlich unterwegs zu sein.
    https://klimavolksbegehren.at/forderungen/

  • Zapfnmandl

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    Warum muß man eigentlich jeder blödsinnigen Idee hinterherlaufen? Ich bin selbst jeden Tag in Regensburg mit dem Rad unterwegs und fahr inzwischen so ziemlich alles damit im Nahbereich. Und ich hab eigentlich noch nie Probleme mit den existierenden Radwegen gehabt. Klar, manche sind sehr schmal und etwas unsinnig in ihrem Verlauf oder enden abrupt aber, aber das ist in der Regel kein Problem. Im Zweifelsfall geht’s halt auf die Straße selbst raus.
    Meine Beobachtung der letzten Jahre ist eher ein andere: nicht die Autos sind das Problem sondern die Radfahrer selbst. Zum einen diejenigen, die meinen, sie haben recht egal wie sie fahren, zum anderen Leute, die eigentlich nicht wirklich Rad fahren können: auch für Radfahrer gilt: Defensiv fahren!!! Gerade wenn man sich nicht an die StVO hält. Wenn mir auf dem Radlweg jemand gegen der Fahrtrichtung entgegenkommt und sich dann aufführt, weil ich ihm keinen Platz mach, ja mein Gott: Darwin Award.
    Es gibt inzwischen so viele Radler, die schlicht damit überfordert sind: Überschätzung der Geschwindigkeit, gerade bei E-Bikes, Unwissenheit bzgl. Verkehrsregeln oder einfach jeglicher Verlust von gesundem Menschenverstand: ich bleib mit Radlanhänger und Kind drinnen einfach nicht mitten auf dem Radlweg stehen weil ich abbiegen oder auch nur Ratschen will und führ mich dann auf, wenn man angemosert wird.
    Wie wäre es denn mit Der Abschaffung aller Radwege und Integration der Radler in den laufenden Verkehr. Dann müßte sich nämlich JEDER wieder mehr an die Verkehrsregeln halten.
    Leute, der ganze Verkehr wäre kein Problem, wenn jeder sich auf eine defensive Fahrweise besinnen und schlicht sein Hirn einschalten würde.
    Und ja, es wird auch weiter Unfälle geben, aber das Leben ist kein Ponyhof!

  • Giovanni Bavarese

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    „Man muss nicht alles machen, nur weil es andere machen.“ – Sehr witzig, dieses Argument immer wieder zu hören. Hat doch der Richter von – wie hieß er nochmal? Bin den Namen leid – ah, Wolle! Diese Worte auch erst diese Woche benutzt.

    Jedenfalls: Wenn die Koalition gegen diese Bike Lanes ist, bin ich gegen die Koalition. Erst gestern hat mich ein fetter schwarzer SUV-BMW in der D Martin Luther-Straße stadteinwärts geschnitten (dort gibt es keinen Radweg!) und eine schwarze S-Klasse, gefahren von einem Senior, mir in der Hemauerstraße die Vorfahrt genommen (Das ist eine Fahrradstraße!).

    Diese Dominanz der Automobile in der Stadt muss gebrochen werden!
    Tempo 30 in der Weißenburgstraße ist ein Anfang (Stickoxidbelastung ist wohl der Grund dafür). Es ist nicht zu tolerieren dass die lauten Brüllaffenfahrzeuge täglich mehr werden und immer noch durch die Gesandtenstraße cruisen und sich den an Ampeln auf das lautere Soundsystem im Auspuff batteln.

    In diesem Zusammenhang: Ja, die Autohersteller nutzen die Endrohre als Lautsprecher! Audi (u.a.) baut Körperschallwandler in die Auspuffe ein, so dass diese anders und lauter klingen. Das ist anscheinend legal und ich unterstelle mal, dass das nur deshalb zugelassen wird weil die Teile zufällig auf dem Prüfstand leise sind. Ebenso verhält es sich mit den Autos mit den Fehlzündern. Wie kann so etwas heutzutage passieren wenn nicht absichtlich in die Motorsteuerung einprogrammiert?

    Wie kann soetwas nicht von Gesetzgeber und Polizei verfolgt werden?

  • Giovanni Bavarese

    |

    @Zapfnmandl:
    „Wie wäre es denn mit Der Abschaffung aller Radwege und Integration der Radler in den laufenden Verkehr. Dann müßte sich nämlich JEDER wieder mehr an die Verkehrsregeln halten.“

    Die Narbe in meinem Gesicht beweist dass deine Argumentation gemeingefährlich ist. Das weißt du wahrscheinlich selber oder?
    Menschen- und hier wird es schlimm- Autofahrer mit 2 Tonnen unterm Arsch machen Fehler. Menschen sterben regelmäßig deswegen. Auch in unserer Stadt. Ich kann dir mehrere Kreuze zeigen.

    „Und ja, es wird auch weiter Unfälle geben, aber das Leben ist kein Ponyhof!“
    Wie kann man nur so zynisch sein?“
    Der überbordende Autoverkehr ist kein Normalzustand.

  • Thomas Schreyegg

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    Grundsätzlich sind mehr Freiräume für Radler und Fußgänger zu begrüßen. An sich ein “grünes” Thema.

    Popup-Lösungen mögen aktuell modern und sexy sein; aber sie lösen nicht das Problem, eine leistungsfähige Infrastruktur zu schaffen.

    Die Grünen im Regensburger Stadtrat haben im Oktober 2017 nicht besonders laut gebrüllt, als der “Rückbau” (=Abriss) bestehender Radwege in der Aussiger Straße beschlossen wurde. ÖDP und Linke sprachen sich gegen das Projekt aus.

  • Bonnie

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    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pontevedra-fussgaenger-autos-1.4259542
    Eine sinnvolle Planung für den Innenstadtbereich braucht wirklich mehr als Pop-up. Es braucht ein entspanntes Miteinander. Kurz getaktete, kostenlose Busse in der Innenstadt, alle weiteren Buslinien aus der Stadt verbannen in einen Ringverkehr. Radfahrer fahren ohne Radfahrwege rücksichtsvoll, Fußgänger haben immer Vorrang. Nur die notwendigsten Autofahrten sind gestattet und das im Schrittverkehr.

  • Lotte E.

    |

    Ich stimme Zapfnmandl absolut zu. Als ältere Fußgängerin muss ich gerade im Bereich Kumpfmühler Strasse täglich feststellen, dass sich die Radlfahrer leider oft so gar nicht an die Verkehrsregeln halten. Zum Teil benutzen sie die vorhandenden Radwege nicht einmal, auf dem Fußweg fährt es sich anscheinend viel besser. Wie wäre es mit einem Fahrradführerschein, damit die Leute wenigstens einmal theoretisch die Verkehrsregelen lernen?
    Ich bin durchaus dafür, mal neue Dinge auszuprobieren, aber Pop up Bike lanes führen nur zu Chaos.

  • KW

    |

    @Zwetschgnmandl
    Aus dem sehr aggressiven Tonfall der aus ihrem Kommentar förmlich herausschreit lässt sich ableiten, dass man Ihnen im Straßenverkehr lieber nicht begegnen möchte und dass vermutlich gerade Sie nicht zu den defensiven Verkehrsteilnehmern gehören.
    Wer “so gut” Fahrrad fährt wie Sie, sollte erst recht Rücksicht nehmen auf jene die weniger clever oder einfach nur unsicherer unterwegs sind.
    Generell leider scheinbar eine typisch deutsche Attitüde, völlig unabhängig ob Auto-, Rad- oder Sonstwasfahrer: diejenigen die sich selbst für unfehlbar halten erwarten von anderen eine noch größere Unfehlbarkeit.
    Von daher:
    Da es so eine heterogene Mischung von Teilnehmern im Straßenverkehr gibt und angesichts dessen, dass Jahrzehnte lang dem Auto zu viel Platz eingeräumt wurde – Nur her mit den Pop-Up-Lanes für Radler :-)

  • Charlotte

    |

    Danke @ Zapfnmandl

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich bin ebenfalls viel mit dem Rad unterwegs und manchmal auch mit dem Auto. Ich ärgere mich tatsächlich in beiden Fällen mehr über Radfahrer als über Autofahrer.

    Inzwischen halte ich eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder für absolut notwendig.

    Mir geht es wie Ihnen. Ich fühle mich keinesfalls bedroht im Regensburger Verkehrs- und Radverkehrsnetz.

  • Beate Schneider

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    Als erstes gehören die Radl-SUVs mit gigantisch Abmessungen Breite 130cm, Länge 265cm mit einem Leergewicht über 50 kg verboten.
    Ich möchte nicht meine Kinder in die Körbe setzen oder Unfallopfer in der Fußgängerzone mit diesen Radlmonstern werden.

  • Dauerradfahrer

    |

    Und noch jemand, der Zapfenmandl (fast) komplett zustimmt!
    Immer mehr Zweiradler hier in Regensburg werden immer rücksichtsloser und machen das freundliche “Gemeinsam” unmöglich: Alle 30 oder 50 Meter kommt auf dem Radweg ein Geisterradler entgegen —- Handzeichen oder Umschauen beim Abbiegen? Wieso, überflüssig! —- Selbst breite Radwege werden durch das Rechtsfahrgebot missachtende, mittenmang daherzuckelnde Sonnenkönige blockiert, die Klingel-resistent sind, und man ist gezwungen, entweder minutenlang hinterherzuzuckeln oder rechts auf den Gehweg auszuweichen, um zu überholen usw usw
    — Ich mache seit mehr als 35 Jahren fast alle Wege mit dem Rad, und 30 Jahre lang war’s ein mehr oder weniger vernünftiges Miteinander. In den letzten 5 Jahren jedoch wurden sehr viele radelnde Mitbürger deutlich chaotischer, aggressiver und unverschämter (oder sind’s einfach mehr als früher?). Besonders rotzfrech sind gerade die Jungen (die Alten haben’s halt oft nicht mehr im Griff, es sei ihnen verziehen). Zwei Radunfälle mit Fahrerflucht des jeweils zweirädrigen, aggressiv-dumpfbackig durch die Menschenmenge pflügenden Verursachers stehen sinnbildlich dafür. Beide Unfälle passierten mir in den letzten knapp 4 Jahren in Uninähe. Davor passierte > 30 Jahre lang nix…

  • KW

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    @Dauerradfahrer
    Habe mir nur mal einen Satz aus Ihrem Sammelsurium von zugespitzten, subjektiven Wahrheiten rausgepickt:
    “Zwei Radunfälle mit Fahrerflucht […] passierten mir in den letzten knapp 4 Jahren in Uninähe”
    Man beachte die Menschenmengen in Uninähe!
    Der Hauptunterschied zwischen @Zwetschgenmandl und Ihnen ist, dass für ersteren alle anderen Deppen sind wogegen für Sie scheints hauptsächlich die “Jungen” die Schlimmen sind.
    Um damit zurück zum Thema zu kommen:.
    Wenn nur ein Bruchteil dessen was Sie beschreiben zutrifft (und ein Bruchteil trifft zugegeben sicher zu), ja eben darum braucht es mehr und breitere Radwege!

  • SH

    |

    @ Dauerradler: „Oder sind´s einfach mehr als früher?“

    Ich denke, da sind Sie ganz nah dran an der Problematik. Regensburg ist nicht mehr das beschauliche Provinzstädtchen von vor 20 Jahren, in dem man sehr gut mit dem Rad unterwegs sein konnte, sondern gibt sich weltstädtisch, immerhin ist sie ja Weltkulturerbe. Man kann es drehen und wenden wie man will, aber die Stadt wächst an den Rändern und dort, wo früher einfach Brache war (Dörnberg), aber die Innenstadt wird immer das Nadelöhr bleiben. Zu viele Menschen auf zu wenig Platz.
    Roudies gab es auf dem Fahrrad und im Auto auch vor 20 Jahren schon. Aber es waren weniger Verkehrsteilnehmer insgesamt unterwegs und es war dadurch mehr Platz, sich aus dem Weg zu fahren. Bei mehr Menschen gibt es dann auch mehr Roudies, egal ob bei Auto-, Radfahrern oder Fußgängern. Und die SUV- Größen an Autos gab es halt vor 20 Jahren auch noch nicht für jeden Otto, sprich die Verkehrsteilnehmer, die da waren beanspruchten in der Regel auch weniger Raum. Das betrifft auch Radfahrer, denn der heutige E- Biker kommt meist ja auch voluminös daher. Hier haben sich z.B. auch die Geschwindigkeitsunterschiede stark vergrößert, das ist auch nochmal eine Schwierigkeit für sich, wie ich finde.

    Wege aus diesem wohl unauflöslichen Dilemma wären
    1. Der Ausschluss bestimmter Verkehrsteilnehmer aus der Innenstadt, um das Aufkommen insgesamt zu reduzieren und Platz zu schaffen. Das erfordert Mut.
    2. Eine rücksichtsvolle und regelkonforme Verkehrsteilnahme ALLER Beteiligten. Das erfordert Hirn.
    3. Das konsequente Aus- dem- Verkehr- ziehen von Menschen, die ihr Fahrzeug nicht beherrschen oder fahrlässig benutzen. Das erfordert viele Kontrollen, Personal und Geld.
    4. Die Reduzierung des Individualverkehrs zugunsten ÖPNV. Das erfordert Gemeinsinn.
    5. Die Innenstadt sprengen und nach Verkehrsbedürfnissen wieder aufbauen. Das geht meiner Einschätzung nach zu weit. ;-)

    Ich sehe das alles ehrlich gesagt nicht kommen. Außerdem denke ich, das eigentliche Problem von Regensburg ist, dass die Entwicklung dieser ach so schönen Stadt einfach von vorne bis hinten nie zu Ende gedacht wurde. Da können sich jetzt Radl-, Autofahrer und Fußgänger beschimpfen so viel sie wollen- it will change nix! Der Verkehrswahnsinn ist ein Problem unserer Zeit. Zeiten ändern sich.

  • Felix

    |

    Schade – wer gehofft hatte, die neue Rathauskoalition wäre offen für bürgerfreundliche Vorschläge, wurde gleich bei der ersten Gelegenheit enttäuscht.
    Es geht also so weiter wie früher: Anträge der Oppositionsparteien werden reflektorisch abgelehnt.
    Demokratie geht anders!

  • AceInExile

    |

    Das ganze lässt sich also auf typisch Maltz-Schwarzfischer als OB-Vertretung reduzieren: “Was, da hätte die Verwaltung Arbeit? Naa, dann geht des ned”. Hatte gehofft, dass dieser Automatismus aufhört, wäre sie in Amt & Würden statt nur komissarisch. Leider eine falsche Hoffnung wie sich zeigt.

    Und das Argument “nicht jeder Idee hinterherrennen/ nicht alles machen was andere machen” ist einfach kein Argument. Denn konsequenterweise wären wir mit der Einstellung noch bei Faustkeil und Feuerstellen [aber, is’ ja gut traditionell, gell].

    Und hätte man in der Stadtverwaltung & -regierung ansatzweise vernünftige Leute, müsste man auch nicht den Ideen anderer Städte hinterherrennen, sondern könnte zur Abwechslung auch mal selbst was entwickeln.
    Ach, das macht der Verwaltung Arbeit? Naa, dann lassen wir’s lieber.

  • Charlotte

    |

    @Felix
    20. Juni 2020 um 14:26 | #

    Dass der Antrag nicht nachvollziehbar und sinnvoll sein könnte, daran denken sie wohl nicht… ich halte die Begründung der bürgerlichen Koalition der Mitte für nachvollziehbar. Es macht Sinn, ein Gesamtkonzept spontanen Einzelmaßnahmen vorzuziehen.

    Das gleiche Dilemma gibt’s übrigens auch bei der von den Grünen beworbenen Holzgartenbrücke. Teuer, falsche Stelle, Einzelmaßnahme ohne Einbindung der Brücke in ein sinnvolles Radwegenetz.

    @AceInExile
    20. Juni 2020 um 14:27 | #

    Da ist es wieder… reflexartiges Draufhauen auf die OBi . Muss ich vermuten, dass da mal wieder die Brücke dahintersteht?

    Ich bin sehr dafür, nicht jeder Idee hinterherzulaufen,, nur weil andere sie machen. Ich freue mich, wenn vorher das Hirn eingeschaltet wird.

  • R.G.

    |

    @ “Dass der Antrag nicht nachvollziehbar und sinnvoll sein könnte, daran denken sie wohl nicht… ”

    In der Tat fehlt durch die erste, wohl leichtere Corona-Welle bereits viel Geld, die Stadt muss straffer wirtschaften, nette Aktionen wie vorübergehende Fahrradstreifen werden des Rechnens mächtigen Politikern deshalb nicht vertretbar erscheinen.
    Es wäre vorteilhaft, das so zu begründen.

    Anders läge es, wenn man die Stadt zwischen zweien oder mehreren Lockdown(s) denken würde, wenn demnach die “Radfreundliche Sommerstadt” die Leute Richtung Gastronomie und Museen locken sollte, die Einheimischen als kauffreudige Touristen im eigenen Ort verstanden würden.

  • R.G.

    |

    @
    “Das ganze lässt sich also auf typisch Maltz-Schwarzfischer als OB-Vertretung reduzieren: “Was, da hätte die Verwaltung Arbeit? Naa, dann geht des ned”. ”
    Sie drücken sich aus wie jemand, der aus der Opposition heraus die Amtszeit Maltz-Schwarzfischers als Anlass für einen Dauerwahlkampf verstünde.

  • Reiner Wehpunkt

    |

    @Dauerradfahrer – ich stimme Ihrer Beschreibung 100% zu. Letztlich sind es – wie auf der Autobahn – ein paar wenige rücksichtslose Verkehrsteilnehmer, welche das System des “freundliche[n] Gemeinsam”” zerstören.

  • Zapfnmandl

    |

    @KW: tut mir leid, wenn mein Beitrag als aggressiv rüberkommt. Ist er nämlich nicht. Und ja, ich fahr eher sportlich aber mit Sicherheit nicht besonders aggressiv. Was mir halt “stinkt” sind Leute, die sich an nichts halten und dann dafür auch noch andere dafür verantwortlich machen wollen. Wobei ich den Leuten hier auch nicht immer Absicht unterstell: ich hab den Verdacht, viele kennen schlicht die Verkehrsregeln nicht (ich nehm mich dabei auch nicht aus: es gibt sicher Regeln, die auch ich nicht kenn oder aus purer Gewohnheit ignorier).

    Ich fahr nun seit gut 30 Jahren mit dem Rad in Regensburg Stadt und Landkreis. Und meine persönliche Erfahrung ist es, daß der Radverkehr immer chaotischer wird. Zum einen, weil es viel mehr Radler gibt und zum anderen eben, weil sich immer weniger um Verkehrsregeln geschissen wird (und zwar von ALLEN Teilnehmern).
    Es ist ja nicht so, daß ich nie kritische Situation hatte: ich bin auch schon drei mal vom Rad geholt worden. Das waren Situationen, wo ich dachte, der Autofahrer hat mich gesehen, weil er mir ins Gesicht schaut. Nun, hat er eben nicht. Zum Glück ist dabei bis auf Materialschaden nie was passiert. Aber das waren alles Situationen, wo mir auch kein Radweg etwas geholfen hätte, denn auf selbigen war ich da grad.
    Aber wenn ich mir nicht sicher bin, daß mich z.B. beim Abbiegen der LKW oder das Auto sieht, dann halte ICH an, auch wenn ich eigentlich Vorfahrt hätte und weiterfahren könnte. Das ist schlicht Eigenschutz.
    Es ist die momentane Unaufmerksamkeit von Leuten, die man nicht vorhersehen kann. Und damit muß ich aber leben, weil es das immer geben wird. Wenn ich das nicht will, dann darf ich nicht aus dem Haus gehen oder muß eben selbst mit Blech um mich herum fahren um meinen Schaden zu minimieren.
    Klar klingt das zynisch, nur ich kann im Leben nicht immer alles auf andere abschieben. Es gibt einfach Eigenverantwortung und das heißt hier: rechne mit der Dummheit anderer und verhalte dich danach, egal ob du im Recht bist oder nicht.

  • KW

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    @Zapfnmandl
    Jetzt klingt Ihr Beitrag schon eher so wie ich das auch sehe.
    Besonders dem letzten Satz stimme ich voll zu und kann nur jedem Raten genau das zu beherzigen. Wobei der Satz natürlich auch für den motorisierten Verkehr gilt und im Prinzip nichts anderes als Paragraph 1 der StVO ist.

  • Lotte

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    @Zapfnmandl
    ‚daß mich z.B. beim Abbiegen der LKW oder das Auto sieht‘
    Du kannst beruhigt sein , die nächsten 10 Jahre werden dich die Meisten 🚚 nicht sehen ;-o

  • Horst

    |

    Wo wir gerade beim Thema sind – was hat eigentlich die Einführung der Fahrradstraße z.B. in der Hemauerstraße gebracht?

    Fahren hier wirklich Radler selbstbewusst und von ihrem Recht Gebrauch machend nebeneinander, auch wenn von hinten ein Auto kommt?

    Sieht für mich nach reiner Symbolpolitik aus, vor allem, wenn man an die Verkehrssituation denkt, wenn man von den 200 Metern Fahrradstraße in der Hemauerstr. in die totale Chaoszone Albertstr./Lutherstr. einfährt.

  • AceInExile

    |

    @Charlotte, @R.G.:
    Mittnichten habe ich irgendetwas mit der Brücke &/oder der Opposition zu tun. Verkürzt heißt das wohl, sämtliche Kritik an der Stadtpolitik sei “Wahlkampfgetöse”?
    Das macht’s halt recht einfach, weil dann muss man sich ja mit der Kritik nicht auseinandersetzen.

    Wir werden ja erleben, ob und was am Ende beim angekündigten Konzept der Stadt herauskommt.
    Zu wünschen wär’s ja. Es beliebt mir, daran zu zweifeln.

  • Tröster

    |

    So läuft’s halt mal: Wenn man etwas nicht will, dann schiebt man es auf das noch fehlende Gesamtkonzept, das irgendwann kommen soll…
    So hat man z.B. über Jahrzehnte eine Beruhigung des Domplatzes verhindert.

  • Tobias

    |

    Auch ich habe keinen Führerschein und laufe, fahre mit dem Bus oder eben Fahrrad. Ich kann mich nur den Zapfnmandel anschließen, in beiden Punkten.

    Zum Einen sind es die Radfahrer selbst. Ich sehe es als Fußgänger täglich, z.B. beim ALEX-Center: Da wird noch mit ca. 25 km/h (was für Rad in der Stadt bei fließendem KfZ-Verkehr viel ist) die rote Ampel mitgenommen. Oder beim DEZ. Oder man fährt in der Weißenburgstraße in der falschen Richtung auf der Busspur (!!, zwei Mal gesehen). Oder man bremst abrupt beim Kolpinghaus, weil man links bei Leder Lärm/Barbarossa reinwill (Ich war im 3er, der eine Vollbremsung hinlegen musste).

    Das Problem ist, dass die Radler in Regensburg inkompetent sind. Generation Handy und die dazugehörige Verblödung zeigen nach einer Dekade Wirkung. Was war das ewige Gerede über Totel Winkel von LKWs? Oder “Wenn Du den Fahrer siehst, dann sieht er Dich” etc? Da hätte man schon zwei weiße Fahrräder weglassen können. Aber nee, “ich habe Grün, ich fahr los”, denn Licht > Gesunder Menschenverstand. Warum selber denken, wenn man doch von Navis, Siri, Alexa und Co. zugelabert wird? Weshalb fahren Autos in Gewässer? Weshalb fahren Radlfahrer bei Rot? Die Antwort ist dieselbe.

    Man darf nicht vergessen, dass eine Stadt IMMER von Individualverkehr lebt. Alles andere ist unrealistisch. Wenn ich z.B. im Bus auf der Weißenburgstraße mit 10 km/h rumtuckere, weil eine Omi auf ihrem 1960er-Fahrrad fast umkippt, weil sie so langsam ist – sorry, daran merkt man, dass man den Radlern schon zu weit in den Popo gekrochen ist, weil es “in” ist, “grün” zu sein, auch wenn es weit über jegliche gesunde Stadtplanung hinweggeht.

  • Giovanni Bavarese

    |

    @Tobias:
    Sag mir bitte: wo soll die Oma auf der Weißenburgstraße denn mit ihrem Rad fahren wenn es dort keinen Radweg gibt?

    Sollte sie Angst vor dem Bus hinter ihr haben?

    Und: Liegt es etwa an ihrer digitalen Demenz dass sie sich erdreistet, mit dem Fahrrad auf der dafür vorgesehenen Spur zu fahren?

  • peter

    |

    bitte nicht noch mehr pop-up

    ordentlich breite radwege, da wos geht, aber bitte daeurhaft

    da wos nicht geht ALLGEMEINE RÜCKSICHT

    (latürnich gehen mir alle diese anderen menschen die sich im verkehr immer scheisse verhalten furchtbar auf das gemächt, weil ich ja nie nen fehler mache.)

  • Franzi

    |

    Ich kann @peter und die Koalition nur unterstützen, es muß wirklich nicht alternativlos Aktionismus durchgesetzt werden.

  • Stefan Egeli

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    @Giovanni Bavarese @Peter @Franzi, vielen Dank für Ihre bodenständigen Meinungen. Ich dachte nämlich beim Überfliegen der anderen Meinungen schon, bei mir liefe etwas falsch. Regensburg ist eine Stadt, in dieser Stadt fahren Autos, Lastwägen, Busse, Räder und Motorräder, ja auch Fußgänger sind unterwegs. Es gilt hier, für jeden Verkehrsteilnehmer vernünftige, auch für andere Verkehrsteilnehmer akzeptable Lösungen zu finden. Jetzt schnell für Radfahrer irgendwelche pop up Wege ins Leben zu rufen halte auch ich für vollkommen überzogen. Auch den Vorschlag z.B. von R.G, für die Radfahrende Gemeinschaft Picknicke oder Ä. zu organisieren und zu veranstalten, halte ich für absurd, was hat das mit diesem Thema zu tun? Ja wo samma denn? Jeder Verkehrsteilnehmer soll mal sein Gehirn einschalten, dann passiert auch nicht so viel. Verlasst euch nicht darauf, dass andere keine Fehler machen. Ein Konzept muss her, welches für alle Verkehrsteilnehmer akzeptabel ist. Am Ende ist jeder selbst für sich und andere verantwortlich, das muss jeder langsam mal kapieren. Ich selbst bin seit Jahren Auto, Rad-u.Motorradfahrer und verlasse mich nie darauf, dass das Auto, das an der Kreuzung wartet, mich sieht und meine Vorfahrt auch beachtet. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass der rausfährt und eben nicht wartet. Ich hatte Gott sei Dank noch nie im Leben einen Verkehrsunfallunfall! Evtl. liegt es ja an meiner defensiven Fahrweise? Wer weiß?

  • Stefan egeli

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    @ Giovanni Bavarese-sorry, ich habe hier zwei Personen verwechselt, Sie waren hier nicht gemeint. Ich wollte eigentlich Zapfnmandl ansprechen, welcher ja auf meiner Wellenlänge liegt.

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