Tag 32 im Wolbergs-Prozess

(Un)heimliche „Nettigkeit“ unter Freunden

Im Korruptionsprozess gegen Joachim Wolbergs bestätigen weitere Handwerker, dass ihre Rechnungen für Renovierungsarbeiten in Objekten des suspendierten Oberbürgermeisters ganz oder teilweise vom Bauteam Tretzel übernommen wurden. Von ihm und seinem Verteidiger Peter Witting gibt es am Montag keinerlei Nachfragen oder Erklärungen. Wolbergs hatte in der Vergangenheit beteuert, nichts von den finanziellen Vorteilen von rund 20.000 Euro gewusst zu haben.

Keine Nachfragen, keine Erklärungen: Joachim Wolbergs und sein Anwalt Peter Witting am Montag. Foto: Oswald

„Hat Ihre Firma sonst irgendwann einmal ein Privatobjekt für das Bauteam Tretzel renoviert?“

„Nein. Eigentlich nie.“

„Kam es früher schon einmal vor, dass Sie eine Rechnung aufsplitten oder auf BTT umschreiben mussten?“

„Daran könnte ich mich nicht erinnern.“

„Villa Querini“ statt Pächterwohnung

Es sind immer dieselben Fragen, die das Gericht im Korruptionsprozess gegen Joachim Wolbergs und seine drei Mitangeklagten seit mittlerweile vier Tagen an verschiedene Handwerker stellt. Und die Antworten fallen fast wortgleich aus: Die Renovierung von Wolbergs‘ Wochenendhäuschen in Mitterhaselbach und seiner Pächterwohnung in der Alten Mälzerei im Auftrag des Bauteam Tretzel (BTT) und die anschließende Aufsplittung der Rechnungen, teils auf Wolbergs, zum überwiegenden Teil aber an BTT, war demnach für sämtliche beteiligten Handwerksbetriebe ein einmaliger und ungewöhnlicher Vorgang. Das bestätigen am Montag erneut die Aussagen eines Installateurs, der Spenglerarbeiten am Wochenendhäuschen erledigt hat, und der Mitarbeiter einer Fachbetriebs für Innenausbau, der den Parkettboden in Wolbergs‘ Pächterwohnung sanierte.

Laut Anklage beliefen sich die Gesamtkosten für sämtliche Arbeiten an beiden Projekten auf rund 33.000 Euro. Joachim Wolbergs habe davon aber lediglich knapp 14.000 Euro beglichen, der Rest der Rechnungen wurde auf laufende Bauprojekte von BTT ausgestellt, beispielsweise „La Serena“ im Stadtwesten Regensburgs. Den Aussagen der bislang vernommenen Handwerker zufolge wurden die Gesamtrechnungen dafür teils aufgeteilt, teils übernahm BTT die komplette Summe, beispielsweise im Fall der Sanierung des Parkettbodens in der Pächterwohnung, die rund 8.500 Euro kostete, aber komplett als Arbeit an der „Villa Querini“ auf „La Serena“ abgewickelt wurde.

Anklage: BTT übernahm rund 20.000 Euro

Im Vergleich zu den Komplexen, die bisher im Prozess behandelt wurden – die üppigen Parteispenden von 475.000 Euro, dem millionenschweren Engagement Tretzels für den SSV Jahn und der Frage, ob bei der Vergabe des Nibelungenareals an BTT alles mit rechten Dingen zuging – ist bei den Renovierungsarbeiten vieles unstrittig. Weder bestreitet die Verteidigung der vier Angeklagten, dass solche Arbeiten durchgeführt wurden, noch wurde die in Rede stehende Höhe der gesplitteten Rechnungen und der damit verbundene Vorteil für den suspendierten Oberbürgermeister – knapp 20.000 Euro – moniert.

Joachim Wolbergs beteuert allerdings, von diesen Vorteilen nichts gewusst zu haben. Er habe lediglich den damaligen BTT-Geschäftsführer Franz W. „aus freundschaftlicher Verbundenheit“ gebeten, die Handwerkerarbeiten für ihn zu organisieren. W. habe ihm anschließend, wohl „aus Nettigkeit“, Rechnungen erspart und über das Tretzel-Unternehmen bezahlt, weil sie über dem Preis gelegen seien, den der damalige BTT-Geschäftsführer ihm zuvor genannt habe. Er, Wolbergs, habe erst im Zuge der Ermittlungen im Jahr 2016 von diesen finanziellen Vorteilen erfahren.

Franz W. und Bauleiter Oliver S.

Franz W. war über Jahrzehnte die rechte Hand von Volker Tretzel. Foto: Archiv/ Staudinger

Franz W. ist unter anderem wegen dieser Vorgänge der Beihilfe zur Vorteilsgewährung angeklagt. Seine Verteidiger sind am Montag die einzigen, die bei den geladenen Handwerkern nachfragen. Es geht unter anderem darum, seine Rolle bei Splittung und Kostenübernahme zu klären.

Einen nicht unwichtigen Part bei diesem „Freundschaftsdienst“ scheint nämlich auch der BTT-Bauleiter Oliver S. zu spielen. Sämtliche bisher vernommenen Handwerker bestätigen, dass der Hauptkontakt bei den Renovierungsprojekten über S. gelaufen sei. Demnach überwachte dieser auch die Durchführung der Arbeiten und war – gemeinsam mit Franz W. und Wolbergs – bei der Abstimmung der Arbeiten am Wochenendhäuschen vor Ort. Oliver S. selbst hatte in seiner Zeugenaussage erklärt, dass er von Franz W. beauftragt worden sei, sich um die Arbeiten zu kümmern und für die Splittung der Rechnungen zu sorgen. Er gehe davon aus, dass Volker Tretzel davon gewusst habe, so S..

Heimkehr ins BTT-Boot

Der BTT-Bauleiter wurde beim Korruptionsverfahren bereits mehrfach als Zeuge vernommen, beispielsweise auch, als es um die Spenden ging, die er und seine Kollegen im Auftrag/auf Wunsch ihres Chefs an den SPD-Ortsverein von Joachim Wolbergs leisteten. Seine gut 16jährige Karriere bei BTT unterbrach S. 2015 und wechselte damals zu einem anderen Bauträger, dem „Immobilien Zentrum Regensburg“. Erst nachdem die Ermittlungen ins Rollen gekommen waren, ging er 2017 zurück zu BTT.

Dazwischen liegen mehrere abgehörte Telefonate zwischen ihm und Franz W., wo dieser unter anderem anmerkt, dass Tretzel Oliver S. doch zurück ins Unternehmen holen solle, wenn er und andere wollten, dass „du mit ihnen im Boot sitzt“. Ebenfalls in diese Zwischenphase fällt ein Treffen zwischen Oliver S., Joachim Wolbergs und Franz W. in der Kanzlei von dessen Rechtsanwalt am 31. Dezember 2016. Oliver S. war kurz zuvor von der Kripo aufgefordert worden, zur Zeugenvernehmung zu erscheinen. S. wandte sich an Franz W. und man vereinbarte besagtes Treffen, wo Wolbergs laut eigener Aussage zum ersten Mal von den Kostenübernahmen durch BTT erfahren haben will.

Ein Gespräch, um „nichts zu verheimlichen“

Für die Staatsanwaltschaft war diese Zusammenkunft ein wesentlicher Punkt, um den wenig später gerichtlich bewilligten und Mitte Januar vollzogenen Haftbefehl gegen Wolbergs, Tretzel und W. zu beantragen. Der damalige Verdacht: Oliver S. sollte im Vorfeld seiner Vernehmung von den Beschuldigten beeinflusst werden. Bei der Aufhebung der Haftbefehle sah die Strafkammer des Landgerichts in diesem Gespräch dann keine Verdunkelungsgefahr.

Der BTT-Bauleiter hatte bei seiner Aussage vor Gericht dazu erklärt, dass er mitnichten beeinflusst worden sei. Es sei lediglich um die Frage gegangen, ob er mit oder ohne Rechtsanwalt zur Vernehmung bei der Kripo gehen solle. Man habe ihn, im Gegenteil, bestärkt, die Wahrheit zu sagen. „Der Tenor des Gesprächs war, dass es nichts zu verheimlichen gibt.“

Wenige Monate später wechselte Oliver S. wieder zurück vom „Immobilien Zentrum Regensburg“ zu BTT. Nach einer ersten Zeugenaussage seines wiedergewonnenen Bauleiters hatte Volker Tretzel mit Blick auf S. angemerkt, dass dieser ein „intelligenter Bursch“ sei.

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Kommentare (37)

  • Hirsch

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    Weiß man eigentlich, ob Wolbergs, nachdem er, sowie er zumindest behauptet, von den Vorteilen im Nachhinein erfahren hatte, diese Rechnungen dann beglichen hat?

  • Noch ein Regensburger

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    Laut gerichtlicher Zeugenaussage des BTTBauleiters Oliver S., habe er sich am 31.12.2016 mit dem Beschuldigten ehemaligen BTT Prokuristen Franz W in den Kanzleiräumen von dessen Rechtsanwalt mit dem rechtschaffensten und unschuldigsten Bürgermeister aller Zeiten, darüber besprochen, dass er bei seiner Vernehmung durch die Kriminalpolizei Zeugen nichts zu verheimlichen habe.

    Darüber, dass er nichts zu verheimlichen hat, muss sich kein Zeuge in einem Ermittlungsverfahren mit den Beschuldigten sicher nicht besprechen besprechen. Er hat überhaupt gar keinen Grund hier zu. Es ist schlicht und einfach Rechtspflicht des Zeugen wahrheitsgemäß und vollständig auszusagen und nicht durch Weglassen und verschweigen, etwas zu verheimlichen.

    Vollkommen losgelöst von dem Strafverfahren gegen Wollbergs und andere, erscheint es mir allgemein und abstrakt betrachtet, die Vermutung als ausgesprochen naheliegend, dass ein Zeuge für seine Aussage präpariert und manipuliert werden soll, wenn er sich vor seiner Vernehmung mit 2 Beschuldigten trifft, von denen einer sogar noch seinen Rechtsanwalt hinzugezogen hat.

    Wenn der Zeuge einfach nur vollständig und wahrheitsgemäß aussagen soll, dann geht er – nach der Anschauung meines schlichten und einfältigen Gemüts nach – einfach zur polizeilichen Vernehmung und macht dort eine vollständige und wahrheitsgemäße Aussage – und fertig.

    Sofern es heißt bei der Besprechung wäre es auch um die Frage gegangen, ob BTT-Bauleiter Oliver S als Zeuge in Gegenwart eines von ihn vetretenen Rechtsanwaltes durch die Kripo vernommen werden soll, ist es vollkommen unplausibel, warum an an dieser Besprechung Wollbergs teilgenommen hat. Was hätte denn Wollbergs zur Beantwortung dieser Frage beitragen können?

    Wollbergs ist bekanntermaßen kein Jurist und scheint auch in der Rechtsanwalt Szene schlecht vernetzt zu sein. Dies ist auf grund der Tatsache zu vermuten, dass er im Ermittlungsverfahren zumindestens über einen längeren Zeitraum am Anfang, sofern ich mich hierin nicht irre, von einer Familienrechtlerin und nicht von einem Strafverteidiger vertreten wurde. Außerdem hat Wollbergs meiner Erinnerung nach wiederholt betont, dass es jetzt mit diesem Korruptionsprozess das erste Mal für ihn sei, vor Gericht zu stehen.

    In der Mittelbayerischen war am Samstag auf Seite 3 zu lesen, dass der Angeklagte Franz W. in einem abgehörten Telefonat den Zeugen Oliver S als „eingelotet“ bezeichnet habe.

    Vollkommen losgelöst von dem Strafverfahren gegen Wollbergs u. a. , ganz allgemein und abstrakt betrachtet ist es natürlich so, dass wenn ein Zeuge von einem Straftäter erfolgreich dazu angestiftet worden ist, diesen mit einer Falschaussage zu entlasten, dann wird er natürlich auch die Anstiftung zur Falschaussage leugnen und stattdessen wahrheitswidrig aussagen, es hätte keinen Beeinflussungsversuch gegeben, andernfalls würde die Falschaussage, zu der er angestiftet worden ist, ihren Zweck vollkommen verfehlen.

  • Lothgaßler

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    Beim Parkettboden muss Wolbergs nun erklären, warum er hier die Begünstigung nicht mitbekommen hat. Keine Rechnung aber ein neuer Boden, das muss auch ihm aufgefallen sein ;-))
    Die Absprachen zwischen BTT und Wolbergs aufbrechen:
    Das Gericht bzw. die Staatsanwählte sollten die Splittungen hinterfragen: Was wurde wie aufgeteilt? Wäre daraus erkennbar, dass die Leistungen nicht vollständig abgerechnet wurden (z.B. weil das Material nicht ausgereicht hätte, die ggü. Wolbergs verrechneten Arbeitsstunden ebenfalls zu gering ausgefallen sind)? Wurde so gesplittet, dass nur die von „Franz W“ ja unverbindlich oder verbindlich (?) ggü. Wolbergs geäußerten Kosten an Wolbergs in Rechnung gestellt wurden? So wirds ja dargestellt, also muss noch hinterfragt werden, welche Kosten „Franz W“ überhaupt ggü. Wolbergs wann benannt hatte. Dazu gibts entweder was Schriftliches oder Erinnerungen (vage bzw. mit Lücken). In jedem Fall müssen sich dann die Beteiligten etwas genauer dazu äußern.
    Offenbar haben sich die BTT-Herren mit Wolbergs vor Ort getroffen und über die Maßnahmen gesprochen, dann war Wolbergs aber der Aufwand klar (er muss ja gesagt haben ich will das und jenes und es sollte nicht mehr kosten als), und erst dann (nicht irgendwann vorher) konnten die Kosten genauer beziffert werden.
    Wenigstens wird bei dieser Sache klar, wie wenig den Beteiligten von Seiten BTT und Wolbergs bei den restlichen Punkten im Verfahren geglaubt werden muss.

  • Ex-SPD-Wähler

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    Was für ein Glück dass die Tretzel-Immobilien-Käufer die Füße still halten und nicht hinterfragen, wer wann in welcher Höhe (und warum) das Wolberg´sche Parkett oder neue Fensterscheiben (oder waren es Lackiererarbeiten? Ach, egal, peanuts!) für das Ferienhäuschen etc. auf der eigenen Rechnung hatte. Man muss sich wundern!

  • Reiner Wehpunkt

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    Bisher dachte ich, Herr Wolbergs habe sich nur von einem gewieften Immoblienhai über den Tisch ziehen lassen und diese unappetitlichen 9.900 € – Spenden akzeptiert, um -nach erfolgreicher Wahl- den Bau von Sozialwohnungen forcieren zu können.

    Sollten sich diese Schmiergelderzahlungen bestätigen, ergibt sich eine ganz neue Dimension: nicht nur, weil die 20.000 € Peanuts sind im Vergleich zu den Millionengewinnen des Immobilienunternehmers, sondern weil Herr Wolbergs dann einfach Dreck am Stecken hat und charakterlich gescheitert ist. Höflich formuliert.

    Herr Wolbergs – wann treten Sie zurück?

  • Lieschen Müller

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    Auf der einen Seite hat sich Wolbergs nicht wirklich um die Renovierung gekümmert / interessiert.
    Auf der anderen Seite fragt er per eingescannter email nochmal extra nach ob die Rechnung “ so in Ordnung “ sei.
    Weshalb macht man denn sowas??? Das allein ist doch bezeichnend.

    Ich frage mich auch ob er die von BTT übernommenen Beträge mittlerweile zurück bezahlt hat? Oder vielleicht sogar gespendet? So sozial wie er ist? Aber wohl eher nicht, das hätte er sonst der Presse gesteckt.

  • Lieschen Müller

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    @Ex-SPD-Wähler
    Die Zivilklagen nach dem Prozess werden auch ziemlich interessant.
    Und da werden sicher einiges kommen!

  • Tim

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    Ich kann wirklich nur noch den Kopf schütteln…. Und der Auftritt von Herrn RA Witting ist für mich auch höchst befremdlich – außer permanente Angriffe auf die Staatsanwälte kann ich nicht erkennen, wie er den OB entlasten will- außer: lese ich nicht, wusste ich nicht usw. kann der OB selbst auch nichts entkräften. Man muss schon mal ehrlich sagen: WER lässt Renovierungen in so einem Ausmaß durchführen und weiß dann nicht was das kosten soll??? Dann ist man wirklich weltfremd. Mich ärgert allmählich, dass die Anwälte ständige Angriffe starten – außer den formalen Fehlern (die nicht hätten passieren dürfen – stimmt schon) konnte man eigentlich bei keinem der Punkte das Gegenteil beweisen. Das sagt doch schon alles. Die Videobotschaft von letzter Woche kann ich jetzt wirklich nicht mehr nachvollziehen. Gott sei Dank ist das Ganze in einem Jahr rum – und jemand anderes wird gewählt werden.

  • Giesinger

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    Sehr gut und zentral zutreffend, passend und buchhalterisch erhellend finde ich gleich den ersten Kommentar des Hirschen, weshalb ich mir erlaube, ihn einfach zu wiederholen.
    ————–
    Hirsch
    14. Januar 2019 um 17:47 | #

    Weiß man eigentlich, ob Wolbergs, nachdem er, sowie er zumindest behauptet, von den Vorteilen im Nachhinein erfahren hatte, diese Rechnungen dann beglichen hat?

  • Claus Anderle

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    Ich fürchte es wird eng, den Hoffnungsträgern schwimmen allmählich die Felle davon.

  • mkv

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    https://dejure.org/gesetze/StGB/331.html

    Welche Tatbestandsmerkmale gibt es?
    Und für welche hat die bisherige Beweisführung ein potentielles, teilweises „JA“ ergeben?
    Welche Merkmale harren der Beweisführung?

    Sachliche User-Einschätzungen wären ggf. förderlich für jedermann mit dem Hinweis:

    Ein Prozessbericht ist ein Prozessbericht. So auch der Prozessbericht Nr. 32.

    Da er grundsätzlich Politisches und Moralisches nicht behandelt, sind User-Kommentare in dieser Richtung eine Art Themaverfehlung.

    Unser alter Lateinlehrer hätte womöglich diesen Usern ins Logbuch geschrieben: „Setzen, sechs!“

    P.S.

    Von Bestechung und Bestechlichkeit, der angenommenen rechtlichen Grundlage für etwa 10 000 abgehörte Telefonate, auf weiter Flur: bisher nichts.

  • Noch so einer

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    Der Forenuser mkv könnte möglicherweise noch nicht bemerkt haben, dass es sich bei Regensburg Digital um eine journalistische Internet-Plattform handelt, die sich schwerpunktmäßig unter anderem mit der Regensburger Kommunalpolitik auseinandersetzt.

    mkv scheint indessen Regensburg Digital für ein juristisches Fachportal zu halten. Dass es nicht Juristerei Digital oder Jurisprudenz Digital heißt, spielt für ihn dabei wohl keine Rolle. Vielleicht hat sich mkv auch nur verklickt und wollte eigentlich zur community.beck.de o.ä.

    Der Strafprozess gegen Wollbergs u.a. dürfte wohl nicht auf Regensburg Digital so ausführlich wegen hoch interessanter juristischen Feinheiten oder der durch ihn zu erwartenden Klärung grundlegender Rechtsfragen gecovert werden, sondern alleine wegen seiner kommunalpolitischen Bedeutung.

    Und genau deswegen ist Regensburg Digital, durchaus ein geeigneter Platz, das Verhalten von Tretzel & friends
    in seinen moralischen und politischen Dimensionen zu würdigen.

    Die Spitzfindigkeit mit der mkv den Wolbergs-Kritikern zu verbieten sucht ihre Meinung auf Regensburg Digital zu äußern, ist in ihrer gleichzeiten Plattheit und Perfidität schon besonders dreist.

    Die 6 hätte sein alter Latein-Lehrer möglicherweise dem mkv selbst in dessen Notenbuch eingetragen, nicht nur weil er zum wiederholten Male gänzlich unvorbereitet in den Unterricht erschienen ist , sondern auch weil er noch nicht darüber orientiert war, in welchem Fach er gerade unterrichtet wird.

    Zu der Themenverfehlung, die mkv erkannt haben will, gilt: keine Themenverfehlung durch die Wollbergs Kritiker, T sondern Themenverfehlung ausschließlich durch mkv selbst.

    Ja, den Umgang mit mkv dürften einige Forenuser wohl als pädagogische Herausforderung erleben!

  • Günther Herzig

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    Parkett! Parkett?
    Das scheint aber nun zur Zufriedenheit aller geklärt zu sein. Angeblich fiel das Parkett von einem LKW, wurde dann zwischengelagert auf einer nahen Baustelle und schließlich, nachdem es niemand vermisst zu haben scheint, eingebaut. Warum dort und nicht woanders? „Was weiß schon ein Fremder?“

  • Westendler

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    Nachdem dieser ca. 20.000 Euro Vorteil nun ja vor Gericht belegt ist, gibt es für mich primitiven normalen Bürger nur zwei Schlussfolgerungen:

    1. Es war abgesprochen –> klare Verurteilung

    2. Es war so nicht abgesprochen –> BTT hat Wolbergs reingelegt und ihn somit erpressbar bzw. gefügig gemacht. Wenn man die ca. 450.000 Euro Spenden und den 20.000 Euro Vorteil durch BTT öffentlich gemacht hätte, wäre Wolbergs dran gewesen (was ja nun über Umwege passiert ist).

    Gegen Punkt 2 spricht die große Einigkeit bzw. „gute Freundschaft“ (über 80 Treffen mit Tretzel) und die Mentalität der Immobilienbranche (hier wird nichts aber auch garnichts umsonst oder mit Hintergedanken gemacht!!).

  • Stefan Aigner

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    @Günther Herzig

    Das Parkett wurde ordnungsgemäß von Wolbergs bezahlt, so ein Zeuge am Montag.

  • Heidemarie

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    @Noch so einer,
    warum sollte nicht auch @mkv (manchmal leider zu viele links) posten dürfen? Es gibt soviel gute, auch manchen miserablen Kommentar die veröffentlicht werden. Für die Zensur der gemeinen, beleidigenden K. ist Herr Aigner &Co zuständig und die machen ihre Sache gut.

  • Giesinger

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    Für mich User ist das Moralische bei einem OB durchaus wichtig. Darum eine kleine Nachfrage an den Chef:

    War der Rechnungsempfänger des Parketts Wolbergs oder BTT?
    Bei der Konkurrenz im Newsblog steht lediglich, daß es eine Rechnung gab und diese auch beglichen wurde.
    .
    Ich zitiere unverschämterweise mal aus dem MZ-Newsblog:
    ————–
    „Es gab da ja auch noch eine Lieferung von einem Fertigparkett, meint die Richterin. Der Zeuge sagt sofort ja. Er wisse, dass Material für Wolbergs geliefert worden sei. Es sei an eine Baustelle geliefert worden und dort abgeholt worden. Es gebe darüber eine Rechnung und die sei auch bezahlt worden. „Das kommt 1000 Mal im Jahr vor“, sagt der Zeuge. Er habe wegen der Abrechnung für die Arbeiten in der Wohnung nochmals bei S. angerufen, weil er den Bauherrn nicht gekannt habe.“

  • Stefan Aigner

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    @Giesinger

    Laut meinen Notizen ging die Rechnung an Herrn Wolbergs.

  • Giesinger

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    Danke!

  • Ex Regensburger

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    Ein Extrapluspunkt an „Noch so einer“ für seine amüsanten Ausführungen. Ich habe gut gelacht.

  • Check

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    Wurde der Parkettboden für das Ferienhaus ordentlich bezahlt oder der für die Wohnung?
    Wie kann der ordentlich bezahlt worden sein wenn er erst auf eine Baustelle geliefert wurde? Da fehlen doch dann die paar qm. Im normalen Baustellenbetrieb kümmert sich doch da kein Mensch mehr um die paar qm. Es ist doch bekannt, dass wenn einer betrügen möchte Material auf der Baustelle nimmt. Nach dem Moto, sei schlau klau am Bau. Das stinkt doch alles zum Himmel.
    Ein normaler Mensch würde den Parkettboden beim Baumarkt holen aber nicht von der Baustelle eines guten Kumpels.
    Noch dazu wenn der Mensch Oberbürgermeister werden möchte und dem Kumpel als Oberbürgermeister viel gutes tun könnte.
    Herr Tretzl hat am Telefon zu seinem Sohn mal gesagt, dass mit den Spenden hätte er besser sein lassen sollen.
    Da kann ich ihm nur voll und ganz zustimmen. Und das mit dem Freundschaftsdienst am Ferienhaus und der Wohnung von Wolbergs hätte das BTT besser auch sein lassen.

  • Günther Herzig

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    Sehr geehrter Herr Aigner,
    ich nehme die Korrektur gerne zur Kenntnis. Wenn das Material auf einer anderen Baustelle abgeholt wird, statt dass es von einem Händler geliefert wird, bliebe, wenn hier lächerlicher Weise jedermann , mich eingeschlossen, als Quasi-Ermittler tätig ist, die Frage, ob der Bauherr, oder ein Käufer oder der Mieter eines Käufers auf der anderen Baustelle etwa auch mit Kosten belastet werden konnte.
    Ich habe lange Zeit am liebsten Gerichtsreportagen in der Art, wie sie Gisela Friedrichsen abgeliefert hat, gelesen. Ihre von mir geschätzten äußerst sachlichen Berichte sind anders, gleichwohl in der bewusst nicht wertenden Art, weil das schließlich einem Urteil vorbehalten bleiben soll. unverzichtbar. Ich will mich, so gut das möglich ist, auf die Richtigkeit der Gerichtsberichterstattung verlassen können.

  • R.G.

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    Eine Frage ist, ob es denn Freunderlwirtschaft, eine zweite, ob es Freundschaftsgetue gab.

    Ganz allgemein gefragt.
    Was erwarte ich von einem erwachsenen Mann oder einer solchen Frau, wie sie sich bei einfachen Verrichtungen verhalten? Zeigen sie sich grundsätzlich fähig, das Hemd selbst aus dem Schrank und das Schreibpapier aus dem Regal zu nehmen, rufen sie statt dessen immer Mama , dass sie es tue?

    Stehen sie privaten Vertragspartnern selb(st)ständig gegenüber bzw. gestatten sie es ihren Lebenspartnern, lassen sie die Rolle lieber einem nicht verwandten großen Bruder oder dem besten Freund samt seinen Freunden sowie dessen Angestellten, und zeigen sich nachher verwundert über die heutige (nicht nur Preis-) Realität?

    Welches Maß an Gegenwartsverhaftetheit und Eigenständigkeit erwarte ich von mit größerer Verantwortung belegten Menschen der Politik?
    Dass er / sie sich von privaten oder bezahlten Lakaien untüddeln lässt, während er / sie selbst präsentabel von Pressetermin zu Pubilicityveranstaltung eilt?

    Welche Grundfertigkeiten sollten unsere Volksführer bzw- vertreter haben, was von der Realität derer aus der regierten Durschnittsmenge teilen?

    @mkv
    Ich frage das tatsächlich, ja. Sollte man das nicht verbieten, das ganze Internet?

  • Lothgaßler

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    @Aigner: zu Parkett
    „…Den Aussagen der bislang vernommenen Handwerker zufolge wurden die Gesamtrechnungen dafür teils aufgeteilt, teils übernahm BTT die komplette Summe, beispielsweise im Fall der Sanierung des Parkettbodens in der Pächterwohnung, die rund 8.500 Euro kostete, aber komplett als Arbeit an der „Villa Querini“ auf „La Serena“ abgewickelt wurde…“
    => was stimmt nun, hat Wolbergs bezahlt, oder hat BTT kreativ umlagefinanziert?

  • Stefan Aigner

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    @Lothgassler

    „Sanierung des Parkettbodens“ in der Pächterwohnung ist etwas anderes als die Bezahlung des neu zu verlegenden Parkettbodens im Häuschen. Es stimmt also beides. Der Artikel ist korrekt. Mein obiger Kommentar war lediglich eine Ergänzung.

  • ExRA

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    Vielleicht sollte Herr Aigner einen Extra-Kommentar-Thread aufmachen, in dem die Damen und Herren Juristen untereinander die strafrechtlichen Feinheiten dieses Prozesses diskutieren können? Der Rest der Kommentatoren, also die unverbildeten Bürger, denen es rein um Anstand und Moral geht, wissen dann, das sie dort wegen Dampfplauderei-Gefahr gleich gar nicht mitzulesen brauchen. :-)

  • Check

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    Laut eigenen Aussagen weiß Wolbergs seit aller spätestens 3.12.16, dass das BTT ca. 20.000 Euro zu UNRECHT an Handwerkerrechnungen für ihn übernommen hat.
    Jeder normale Mensch geschweige denn ein Oberbürgermeister hätte versucht die Rechnungen zumindest im Nachhinein zu zahlen und aus der Welt zu schaffen.
    Nicht so Wolbergs der schreit die Staatsanwaltschaft dafür an weil sie sich erdreistet eine Frage diese Richtung zu stellen.
    Es wird immer interessanter und es kommt immer mehr ans Licht. Ob dies an der guten Arbeit des Gerichts und der Staatsanwaltschaft liegt kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest schadet es derzeit nicht anderen Befürchtungen zum Trotz.

  • joey

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    die Käufer bei BTT können gar nichts machen. Sie haben zum Festpreis gekauft. Daß die Preise in R völlig überhöht sind, ist lange statistisch erwiesen. Daß hier ein Kartell organisiert war, ist durch den Prozeß nun wohl bald bewiesen.

    Daß man günstiger mit selbst beauftragten Architekten und eigener Vergabe baut, kapieren viele nicht. Ein Bauträger muß wie jeder Geschäftsmann immer Risiko und Gewinn aufschlagen. Bei den Regensburger Bauträgern waren die Aufschläge nun schon sittenwidrig überhöht.

    Die Summen fürs Parkett beweisen nur, für wie wenig Geld man hier einen OB kaufen kann. Schaidinger ist offenbar teurer – der konnte es besser. Aber wie ich schon oft geschrieben habe: auch die „Wohltat“ Fußballfinanzdoping haben die Regensburger bezahlt: durch überhöhte Kaufpreise und folgend überhöhte Mieten.

  • Bertl(Original)

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    Das Einkommen eines Regensburger OB ist doch sicher so gestaltet, dass damit incl. Familie ein gutes Leben geführt werden kann.
    In diesem Amt dürfte man jedenfalls nicht auf Gelder angewiesen sein, die moralisch nicht mit dem ausgeübten Amt vereinbar sind.
    Und man fragt sich, wie es zur umstrittenen Auslegung seines Amtes durch JW kommen konnte.
    Die Familie, aus der JW. kommt, hatte ein sicheres und gutes Einkommen (Vater TW (verst. 2011) war als angesehener Altphilologe Akademischer Direktor an der UR (m.W. nicht habilitiert). Die Mutter dürfte eine Witwenpension (€ 3500?) haben, von der viele Rentnerinnen in Regensburg nur träumen können. Sie dürfte ebenfalls nicht nicht auf vom Sohn übernommenen Handwerkerkosten angewiesen sein.
    Und doch genügte JW die Einkommenssituation nicht und man nahm gern die „Freunderlgaben“ an.
    Das Haus in Mittelhaselbach dürfte schon Jahrzehnte im Besitz der Familie W. sein, dort soll zusammen mit Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten gefeiert worden sein.
    In Regensburg wohnte die Familie in der V.d.T.-Str., in dem weitere kulturell und wissenschaftlich Tätige ihren Wohnsitz hatten.
    In einem zurück liegenden Interview ließ W. wissen, dass es in seiner Familie üblich war, über Politik zu diskutieren. Der Vater hatte als Experte der altgriechischen Kultur, der Wiege unserer heutigen Demokratie, sicher einen prägenden Einfluss.
    Dass für JW. sein politisches Amt ein Mittel war, um mehr sein zu können, als ihm aufgrund seiner Ausbildung zuzutrauen wäre, läßt einen nachdenklich werden und sich fragen, was in seinem Leben zu solch angewandte Kompensationen geführt hat.
    Um ein politisches Amt sollte er sich – zu seinem eigenen Vorteil – jedenfalls nicht mehr bewerben.

  • highwayfloh

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    Was mich an den ganzen Diskussionen zu diesem Thema sehr erstaunt ist, dass sich viele der Mitkommentatoren / Mitkommentatorinnen als Hüter der Moral und des Anstands betrachten und in diesem Zusammenhang sehr regide und fast schon aggressiv (oftmals) argumentieren. Hier stellt sich mir jedoch folgende Fragen:

    Wieso erst jetzt bezüglich unserem OB Wolbergs und der SPD? Wo blieb / bleibt die ganzen Entrüstungen bezüglich dem Gebaren von Alt- und Ex-OB Schaidinger (CSU) und dessen Parteigenossen? Nein, das geht nicht, denn die CSU ist in Bayern offenbar eine Heilige Kuh. Moral und Anstand sind aber keine Einbahnstraße sondern ein genereller Maßstab, der für ALLE (!) gleichermaßen gilt. Von daher finde ich die Häme mit der auf Wolbergs rumgehauen wird für nicht angemessen und unfair, wenn zugleich bei anderen Agitatoren geflissentlich „weggeschaut“ wird. Wenn schon, dann muss man diesen Maẞstab für alle gleich anlegen.

    Ob strafbare Handlungen vorliegen oder nicht, entscheidet das Gericht und falls es auf strafbare Handlungen erkennt, werden auch die entsprechenden Sanktionen erfolgen. Nix für ungut!

  • Mr. T.

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    highwayfloh, man schaut bei Schaindinger, Rieger und Co. nicht geflissentlich weg. Ein Großteil hier wartet sicher sehnsüchtig auf eine Anklage und erhofft sich wohl auch, dass es die noch mehr erwischt als Wolbergs. Jedem ist klar, wer das System der Spezlwirtschaft in Regensburg in süditalienische Dimensionen geführt und eine handvoll Immobilienfirmen sauber alimentiert hat. Wolbergs gereicht zum Nachteil, dass er von den meisten seiner Wähler als derjenige erachtet wurde, der dem ein Ende setzt und es nicht munter weiterführt. Im Nachhinein wird klar, warum Schaindinger auf Wolbergs als seinen Nachfolger gesetrzt hat, obwohl er von der Feindpartei war. Von Schaindinger und der CSU hat man sich nur beschissen gefühlt, von Wolbergs aber getäuscht.
    Hier über die genannten zu diskutieren, wäre auch am Thema vorbei. Ich hoffe, das kann man bald in einer begleitenden Berichtertattung eines weiteren Prozesskomplexes.

  • Karl55

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    Spätestens an dem Tag wenn ich erfahre dass ein Immobilienentwickler mehr als die Hälfte meiner privaten Renovierungskosten – ohne mich zu informieren (!?!) – überwies, müssen bei mir sämtliche Alarmglocken läuten! Normal wäre es eine e-mail an den Baulöwen zu senden:
    Habe heute erfahren müssen dass meine Renovierungskosten teilweise von Ihnen bezahlt wurden. Dies kann ich auch nicht als Privatperson und schon gar nicht als Oberbürgermeister akzeptieren! Zumal finde ich die von Ihnen warum auch immer, bezahlten Rechnungsübernahme als ziemlich dreisten Versuch eventueller Einflussnahme! Zur schnellstmöglichen Begleichung bitte ich um umgehende Mitteilung ihrer Kontoverbindung mit exakter Benennung der für mich übernommen Rechnungen!
    Ich bitte zukünftig von solch einfachen Versuchen der Einflussnahme abzusehen!

  • Giesinger

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    Vielleicht darf ich ja wenigstens dies nochmal sagen:

    Es freut mich unglaublich für die SPD, daß sich Wolbergs für den Fall seiner Nicht-Verurteilung der Wiederwahl stellt!

    Speziell für Regensburg, freut es mich natürlich gerade auch sehr für Frau Malz-Schwarzfischer.

    Noch mehr freuen (geht das überhaupt?) und überraschen lassen würde ich mich über die Gestaltung der dann aufgehängten Wahlplakate .

  • R.G.

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    @Bertl(Original)

    Bei Treffen mit Leuten aus unserem Schülerzentrum von ehemals können sich nur zwei schier gar nichts leisten, nicht mal den Tee (wir laden sie herzlich ein, alle anderen bringen dagegen etwas für alle mit), erstens die Gattin eines Bestverdieners, zweitens ein frühverrenteter, und deshalb nur etwa €6000, 00 bis €6500,00 netto pro Monat beziehender Akademiker.
    Armutsempfinden richtet sich nicht nach objektiven Zahlen.

    Ich nehme deshalb für den Regensburger Oberbürgermeister an, neben entsprechend reicheren Freunden könnte sich sein Gehalt klein anfühlen.

  • B. Sorgt

    |

    @Bertl (Original):
    Ich finde, dass es zu weit geht, wenn Sie Details zur Familie von Herrn Wolbergs öffentlich machen. Diese Details sind meines Wissens nach nicht allgemein bekannt, und die Familie hat auch nichts mit der Verhandlung zu tun. So sehr ich Herrn Wolbergs für sein Verhalten kritisiere (ob es nun belangt werden kann oder nicht): es geht um ihn, nicht um seine Angehörigen.

    @ highwayfloh:
    aktuell wird der Fall Wolbergs verhandelt. Ob Herr Schaidinger oder andere vergleichbare Verstrickungen mit der Immobilienbranche haben, ist dabei erst mal nicht wichtig. Hier wird über das Verhalten des gewählten Oberbürgermeisters diskutiert. Niemand ist ein Moralapostel, weil er einem hohen Beamten auf die Finger schaut. Warum jetzt ausgerechnet Herrn Wolbergs Verhalten diskutiert wird, und nicht das Verhalten anderer Personen? Weil aktuell Herr Wolbergs vor Gericht steht, weil er eines Verbrechens angeklagt ist, und weil die anderen von Ihnen genannten Herrschaften aktuell nicht vor Gericht stehen.

  • Giesinger

    |

    @B.Sorgt, 17. Januar 20:32

    das finde ich keinesfalls, ganz im Gegenteil.
    Das gehört in jede Zeitung!

    Wolbergs‘ Familie hat sehr wohl mit der Verhandlung zu tun.
    Sehen Sie sich doch nur mal den kommenden Verhandlungstermin an. Hier geht es um mögliche Vorteile für Wolbergs‘ Mutter, die er ihr verschafft haben soll. Die bisher vorgebrachten Vorteile für das Wochenendhaus für die ganze Familie Wolbergs haben Sie schon auch mitbekommen?
    Ähm… muß ich jetzt im Übrigen doch gar an den Biologieunterricht erinnern…?

    Irgendwann erbt dann auch nochmal ein OB susp…(mitsamt seiner Miterben/Brüder)

    … und zwar im Falle des vorteilhaft renovierten Wochenendhauses und der, der Mutter zum Vorzugspreis verschafften Wohnung in erster Linie einfach mal Immobilien, also Sachwerte!
    Wie die dann wohl bewertet werden…

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