SOZIALES SCHAUFENSTER

Wahlkampf

AfD wagt einen neuen Anlauf

Die AfD startet mit einem Infostand in den Wahlkampf. 120 Regensburger sorgen für lauten Protest. Kommunalpolitisch ist die Partei bislang mit keinerlei Themen aufgefallen.

Mit einem Infostand in der Drei-Helm-Gasse wollte die AfD vergangenen Freitag in den Regensburger Kommunalwahlkampf starten. Bereits ab 12.30 Uhr versammelten sich etwa 120 Personen zum Gegenprotest am Karavan-Denkmal. Die Polizei schirmte den Infostand ab und hielt den Protest auf Abstand.

Vielleicht war es ja tatsächlich als nette Geste gemeint. Ein jüngeres Mitglied der AfD stellt sich vor die Demonstranten und bietet einer Person 100 Euro an. „Kauf dir bitte gescheite Schuhe. Du läufst ja rum…“ Mehrfach wiederholt er sein Angebot, doch die angesprochene Person scheint gar nicht hinzuhören. Im Hintergrund hält ein AfD-Sympathisant in gewohnter Manier Infomaterial der Partei in die Höhe. Währenddessen veranstalten die Demoteilnehmer an beiden Seiten des Infostandes ein lautes Pfeifkonzert.

Initiative gegen Rechts ruft zum Protest auf

Die Regensburger Initiative gegen Rechts hat eine Kundgebung gegen den AfD-Stand angemeldet. „Die AfD ist eine extrem rechte Partei, die für Rassismus, Sexismus und Nationalismus steht“, so ein Redner während der Kundgebung. „Wenn diese Partei einen Infostand abhält, dürfen wir das nicht unkommentiert lassen.“

Dann gegen 13.30 biegt der weiße VW-Bus mit dem Parteilogo in die Drei-Helm-Gasse an der Nordseite des Kaufhofgebäudes. Schnell positionieren sich entlang der Gasse jeweils zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei. Während die AfD ihren Infostand aufbaut, sammeln sich bereits auf beiden Seiten die Demonstranten.

Manche halten rote Müllbeutel bereit. „Sie können gerne ihren Müll hier reinwerfen“, so ein junger Mann und zeigt dabei auf die Flyer der AfD, die eine Frau in der Hand hält. Während diese die Flyer aber behalten möchte, scheinen sich ansonsten nur wenige Leute für die Partei zu interessieren.

Die AfD erhält nur wenig Resonanz

Und so ist der Infostand vor allem ein Parteitreffen mit Christoph Schikora, Nikolai Sitschow, Wilhelm Jäger und Rudi Bittner aus dem Regensburger Kreisvorstand. Gegen 15.30 Uhr werden die Materialien dann wieder eingepackt, der Aufsteller mit dem Parteilogo eingeklappt. Begleitet von viel Lärm verlässt die AfD den Ort des Geschehens.

Das mobile Landtagsbüro. Foto: Bothner

Es ist übrigens fast ein Jahr vergangen, seit die AfD zuvor das letzte Mal eine größere Veranstaltung in Regensburg abhalten wollte. Im Oktober 2018 war es Björn Höcke, der auf dem Domplatz sprechen sollte. Doch die Veranstaltung war für die Regensburger AfD ein Desaster. Höcke sagte kurzfristig ab, die Stromversorgung für die Bühne funktionierte nicht und am Ende kam es sogar zu einer Anzeige wegen Schusswaffengebrauchs eines AfD-Funktionärs.

Neuer Kreisvorstand plant für Stadtrat

Der Kreisvorsitzende der AfD Regensburg: Erhard Brucker. Foto: Archiv/Witzgall

Seitdem ist es in der Regensburger Öffentlichkeit etwas ruhig um die Partei geworden. Lediglich mit unplanmäßigen Änderungen im Vorstand und einem Mausklicker machte die AfD von sich reden. Doch seit der Wahl eines neuen Vorstandes vor wenigen Monaten scheint man langsam wieder in Bewegung zu kommen. Aktuell ist Erhard Brucker 1. Vorsitzender des Kreisverbandes Regensburg.

Brucker, der früher bei der extrem rechten Partei Die Freiheit aktiv war und des öfteren bei PEGIDA-Aufmärschen etwa in München als Redner auftrat, hat bei einer Parteiveranstaltung im Juli deutlich gemacht, dass er mit der AfD in Regensburg bei den anstehenden Kommunalwahlen in den Stadtrat einziehen will. Zu kommunalpolitischen Themen indes hat sich die Partei bislang an keiner Stelle geäußert. Beobachtet man den Auftritt der AfD in den sozialen Medien spielen Regensburger Themen dort keine Rolle.

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Kommentare (39)

  • Mr. T.

    |

    Kein Zufall, dass der Kreisvorsitzende einen Schmiss da hat, wo andere eine Kopf haben, oder? Ist das nicht ein alter Stürzenberger-Spezl und altbekannter Rechtsextremer?
    Auch wenn’s komisch klingt, aber sogar bei der Regensburger NSAfD ist noch ein Rechtsruck möglich. Egal, ob Regensburg, Oberpfalz, Bayern oder Deutschland, alle stramm auf Flügelkurs nach ganz rechts außen.

  • highwayfloh

    |

    Wer sich der Geschichte Regensburgs wirklich bewusst ist, als Wiege Europas (immer waehrender Reichstag), kann und darf solchen Populisten in keinster Art und Weise Unterstuezung gewaehren.

  • Joachim Datko

    |

    Ich bin aktiver AfD-Sympathisant!

    highwayfloh 22:24 Zitat: „Wer sich der Geschichte Regensburgs wirklich bewusst ist, als Wiege Europas (immer waehrender Reichstag), kann und darf solchen Populisten in keinster Art und Weise Unterstuezung gewaehren.“

    Die kulturelle Wiege Europas stand im antiken Athen.
    Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schule_von_Athen

    Ich bin, wie die AfD, gegen eine Völkerwanderung aus Afrika nach Europa.

    Ohne die AfD hätten viele meiner politischen Ansichten keine Vertretung in den Parlamenten. Die AfD trägt meine politischen Ansichten in die Parlamente.

    Populismus ist ein politisches Schlagwort bzw. ein „Kampfbegriff“. Wichtig ist für mich die ursprüngliche Bedeutung: lateinisch populus ‚Volk‘. Jeder demokratische Politiker ist gut beraten, auf die Wünsche der Bevölkerung einzugehen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

  • Thik

    |

    @highwayfloh 24. September 2019 um 22:24
    „Sinnlose Europäer, die daran denken, sich gegenseitig zu erwürgen, wo doch gleiche Zivilisation sie einhüllt und vereint!“ https://de.wikiquote.org/wiki/Anatole_France
    Die Antworten auf diesen lebensgefährlichen Unsinn sind alt, müssen aber wohl immer wieder gegeben werden.

  • Politiker-Beobachter

    |

    @Mr.T
    Ich denke, wenn sich die AfD intern und extern von Rechtsextremen trennen bzw. abgrenzen würde, bekäme sie sogar das eine oder andere Prozent an Stimmen dazu. Egal, ob Regensburg, Oberpfalz, Bayern oder Deutschland.

    Andererseits wäre ein bundesweiter Auftritt der CSU eine Alternative für einen AfD-Wähler.

    Dass die AfD permanten Gesprächsstoff ist, dafür sorgen die old school Medien und die Politiker ja selbst: Die Stimmungsmache und der dauernde Versuch, die AfD bloßzustellen. Mittlerweile ist das plumpe Vorgehen zum Schmunzeln.

    Sich auf einzelne, in Wort und Ton, untragbare bzw. undemokratische Änderungen einzuschießen würde doch viel mehr Wirkung an Wirkung bzw. an Wahrnehmung von Wählern erzielen bzw. nicht so „abstumpfen“.

    Sich auf die eigene Partei und deren Inhalte zu verfolgen, wäre der Sache dienlicher. Ein Beispiel, wie lächerlich unsere stimmenmäßig abbauenden Volksparteien sind, ist die Koalition. Anstatt geschlossen hinter der geplanten Gesetzeseingebung zu stehen, stellen sie das jedes Mal öffentlich in Frage – Stichwort „Futterneid“.

    Da ist halt die AfD für den Wähler die Möglichkeit, den Volksparteien einen Denkzettel zu erteilen…

  • Mathilde Vietze

    |

    Herr Datko, es wäre für die Gesellschaft weiß Gott k e i n Schaden, wenn Ihre
    kruden Ansichten in der Politik k e i n e Vertretung hätten. Das, was Sie da
    regelmäßig posten, ist nicht nur grenzwertig; es hat auch sehr wenig mit „freier
    Meinungsäußerung“ zu tun.

  • Thik

    |

    @Joachim Datko 25. September 2019 um 13:22
    Was wären dann also die Meinung, die künftig nur durch die AfD im Stadtrat vertreten werden?

  • Donauaufwärts

    |

    Zitat
    Joachim Datko
    25. September 2019 um 13:22 | #

    Ich bin aktiver AfD-Sympathisant!
    ———————————————————
    Auch aktiver AFD-Sympathisant ist der Schwarze Deutsche Serge Menga, der als Kind mit seinen Eltern vom Kongo nach Deutschland geflüchtet/eingewandert ist.

    Sein neuestes Video: „Deutsche Flüchtlingspolitik zerstört die Herkunftsländer – Serge Menga trifft Beatrix von Storch“
    https://www.youtube.com/watch?v=eKj-aWN8eKU&feature=youtu.be

    Bevor gleich Gekeife und Geschrei losgeht, würde ich mir von den Links-Grünen und den Kommunisten hier wünschen, das Video erst mal anzusehen.

    Bezeichnend im Artikel finde ich – neben den anderen Bildern – das Foto des Roten Frontkämpferbund-Schalmeien-Tröters.

  • Mr. T.

    |

    Politiker-Beobachter, würde sich die NSAfD von den Rechtsextremen lösen, wäre sie ihres Markenkerns beraubt und sowas wie Grüne ohne Ökos.
    Ihrer These mit der CSU stimme ich jedoch zu.

    Drollig, wie Datko so auf eine vermeintliche Völkerwanderung fixiert ist. Ohne eine solche wären wir hier noch gänzlich unbesiedelt ;-)
    Ich denke mal, dass keine Partei für eine Völkerwanderung von Afrika nach Europa ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass ganz Afrika auf dem Weg zu uns ist.
    Aber die Gegenerschaft für die „Völkerwanderung“ ist nur wohl ein schwach euphemistisches „Lasst sie doch verrecken!“

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    „Ohne die AfD hätten viele meiner politischen Ansichten keine Vertretung in den Parlamenten. Die AfD trägt meine politischen Ansichten in die Parlamente.“
    Das freut mich für Sie. Gibt es vielleicht auch Ansichten, die diese Partei in die Parlamente trägt, die Sie nicht teilen? Fragen Sie sich manchmal, warum gewisse Schlagworte, Vernetzungen und Disinformation so vehement vorgebracht werden? Nun, das ist ein Kennzeichen von Populismus. Wie sie das Wort für sich verstehen möchten ist eine Sache, wie es verwendet und gemeint ist eine andere.

    Der neue regensburger Alternativhäuptling ist vor allem ein Rassist, das hat er bei Pegida mehrfach unter Beweis gestellt, gern an der Seite von Herrn Stürzenberger. „Der Islam ist…“, „Die Moslems wollen…“. Blödes Gefasel bis zum Abwinken, der Untergang des Abendlandes, ein wenig Werbung für katholische Fundamentalisten, vor denen sogar dem Papst graust, Floskeln bis zum Abwinken, gelegentlich etwas, das als Fakt getarnt wird, aber sehr selten Substanz hat. Ansprachen vor Jubelpublikum, die Rassismus für von der Meinungsfreiheit gedeckt halten und den Redner mit restenthirnten Zwischenrufen toppen wollen. Ist bei youtube zu sehen. Wenn so einer Ihre Ansicht in den Stadtrat tragen kann, nun denn.

    Sorry, Frau von Storch tue ich mir nicht an, ich habe heute spät gegessen.

  • Joachim Datko

    |

    Ich unterscheide zwischen der Religion Islam und den Gläubigen

    Zu Piedro 21:35: Zitat: „„Der Islam ist…“, „Die Moslems wollen…“. Blödes Gefasel bis zum Abwinken, […]“

    Der Islam ist eine äußerst üble Religion, da hat die AfD recht.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Datko: Die Positionen, die die AfD vertritt, sind schlimmer als die übelste Religion.

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    „Ich unterscheide zwischen der Religion Islam und den Gläubigen.
    Der Islam ist eine äußerst üble Religion, da hat die AfD recht.“

    Nun, dass sehen fast zwei Millarden Menschen anders. Und einige Millionen leben bei uns. Dem meisten ist nichts vorzuwerfen, wenn es einem nicht reicht, dass sie Moslems sind. Ihre Äußerung ist klassisch islamophob. Ich glaube nicht, dass die AfD sich islamophob nennen möchte, aber Erhard Brucker ist es eindeutig. Dieser Herr pflegt zwei Themen: ungehinderte Massenzuwanderung des afrikanischen Kontinents, und das, was er unter Islamkritik versteht. Dabei ergänzen sich die Herren Brucker und Stürzenberger in gemeinsamen Vorträgen vor anderen Islamophoben, zB bei Pegida. Tatsächlich war Herr Brucker bisher eher bei Pegida-Aktivitäten wahrnehmbar als AfD-Regionalwahlkampf – jedenfalls aus der Ferne. Seine Wortspenden sind bei youtube leicht zu finden.

    Hat Regensburg tatsächlich eine Islamisierung zu befürchten? Oder einen relevanten Zuzug durch afrikanische Einwanderer oder Flüchtlinge? Leidet die Bevölkerung bereits wegen einer üblen Religion, und die AfD muss das dringend regulieren? Oder reicht die Sympathie zu Islamophobikern und unbedingt welche im Stadtrat zu wollen, ganz gleich was sie zur Kommunalpolitik beitragen wollen, können oder würden?

    Islam böse. AfD.
    Moslems böse. AfD

    Wenn sie meinen, dass ein Pegida-Scharredner, der sich sonst vor den verbliebenen Resten dieses Rassistenverbandes als Schwarfredner betätigt und dabei kaum ein Klischee auslässt, sollte die Regensburger Kommunalpolitik anvertraut werden, bitte. Ich glaube nicht, dass viele Bürger ebenso urteilen und wählen.

    Immerhin, über Ibiza würde er nicht stolpern, da trifft man sich in seinem Tauchresort auf Leyte, wo sich auch Herr Stürzenberg wohl fühlt. „Von dort teilte er mit: „Dies könnte in Zukunft ein Treffpunkt für Patrioten werden, die der kalten Jahreszeit in Deutschland für ein paar Wochen entkommen möchten. Unter Gleichgesinnten in herrlich warmer Umgebung, fantastischer Landschaft, wunderschönen Stränden und freundlichen Menschen – die überdies zu 99% Christen sind und überhaupt keine Lust auf Islamisierung haben.“

    Da wird einem doch ganz warm ums Herz, gelle?

  • Joachim Datko

    |

    Kommentar gelöscht. Es geht hier nicht um Religion.

  • Politiker-Beobachter

    |

    Für die AfD oder gegen die AfD: diese Partei wird bei der nächsten Wahl in den Regensburger Stadtrat einziehen.

    Es gibt genügend (5% + x) Otto-Normalverbraucher, die mit den Volksparteien nichts mehr anfangen können. Politisch kann die AfD (wie in ganz Westdeutschland) ja nichts bewegen.

    Aber: für zusätzlichen „Unterhaltungswert“ im Stadtrat wird gesorgt. Dann haben wir das Szenario vor der Haustüre, mal sehen wie der Umgangston sein wird…

  • cF

    |

    Wie Hass schleichend Gesellschaft und Institutionen untergräbt und dadurch unsere freiheitliche Ordnung gefährdet.

    Sie sind mir ein rechter „Politiker-Beobachter“. „Unterhaltungswert“ sollen potentiell 2020 in den Stadtrat einziehende AfD-Politiker haben? Wissen Sie, was Sie da schreiben?

    Im verlinkten Demokratie-Forum
    https://www.swr.de/unternehmen/organisation/standorte/Demokratie-Forum-Hambacher-Hass-ohne-Grenzen,demokratieforum-102.html
    spricht der Gewaltforscher Prof. em. Heitmeier im Zusammenhang auch mit der AfD von einer Vierer-Kette.

    „Entwertung-Diskriminierung-Hass-Gewalt“

    Er redet von „autoritären Nationalradikalen“ und davon, wie der Gebrauch der Sprache durch die (vermeintliche) Elite dieses Kette aktiviert.

    Unterhaltsam? Nein! Das untergräbt Demokratie und Rechtsstaat. Jedermann, der damit „spielt“, die AfD zu wählen, sollte sich seiner persönlichen Verantwortung bewusst sein bzw. werden.

  • Ronald McDonald

    |

    @ Michael Bothner

    „Die AfD erhält nur wenig Ressonanz [sic!]“.
    Wenn‘ s mit Fremdworten orthografisch nicht so klappt, dann bleibe schriftleitersprachlich im Lande:
    https://www.synonyme.de/resonanz/
    https://www.openthesaurus.de/synonyme/Resonanz

    @ Mr. T. 23.09.2019, 15:14h

    Nicht jewede Narbe am/auf dem Os frontale, der Regio frontalis, muß eine „schmissige“ Faktifizierung einer scharfen Mensur sein; die hier als „Schmiss“ von Ihnen gedeutete Stirnnarbe erscheint Alten Herren eher als Nachfolge einer anders erzeugten Verletzung als der eines Pauktages. Das bislang einzig „Schmissige“ im Ausbildungsleben des Herrn E. Brucker war/ist dessen Hinschmeißen des Jurastudiums.
    Sauber geschlagene Schmisse sehen übrigens so aus: https://www.wissen.de/lexikon/butenandt-adolf-friedrich
    Sei’s drum.
    Möglicherweise handelt es sich um eine unterseeische Begegnung mit einer poseidonischen Fuscina tridens: https://www.11880.com/branchenbuch/regensburg/181614958B100166899/tauchsport-dreizack-erhard-brucker.html
    Gehen Sie einfach mal hin, und fragen Sie ihr Haßobjekt danach.

    Und hier gibt’s noch was zum rot-grünen Laberthema Rechtsradikalismus-Verfassungstreue-Schlagende Verbindungen-und dergleichen Politaufregerlein mehr:
    https://www.bundestag.de/resource/blob/420870/5aefd935c963bff208adca2b86e7a50d/wd-3-171-14-pdf-data.pdf
    https://www.bundestag.de/resource/blob/546728/43fc9b58545acb8e44d5282c303a94b8/wd-7-181-14-pdf-data.pdf

  • Joachim Datko

    |

    Die AfD erhält eine hohe Resonanz!

    Zitat aus dem Artikel: „Die AfD erhält nur wenig Resonanz“

    Zuerst beeindruckende Zahlen, einer Partei, die es erste seit 2013 gibt:
    Bundestagswahl 2017: AfD 12,6 %, drittstärkste Partei
    Europawahl 2019: AfD 11,0 %, viertstärkste Partei
    Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg gemittelt: 25,5 %, stärkste Partei

    Jetzt zu AfD-Veranstaltungen, wie z. B. in Regensburg:
    Die AfD wird diffamiert und schikaniert, das ist allgemein bekannt. Insofern ist es besser, sich bei der Resonanz, die die AfD erhält, an den Wahlergebnissen zu orientieren.

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    „Jetzt zu AfD-Veranstaltungen, wie z. B. in Regensburg:
    Die AfD wird diffamiert und schikaniert, das ist allgemein bekannt. Insofern ist es besser, sich bei der Resonanz, die die AfD erhält, an den Wahlergebnissen zu orientieren.“
    Ja, es ist wirklich tragisch, dass sich Demokraten merklich gegen dieses Partei aussprechen. Reine Schickane. Aber diffamiert? Wie könnte man die denn diffamieren? Und warum soll man die Resonanz auf einen Wahlkampfstand an Wahlergebnissen orientieren, noch dazu an nicht-kommunalen?

    Mit dem Markenkern des neuen Vorsitzenden, Islamophobie, wird sich vermutlich nicht viel kommunalpolitisches Kapital in Regensburg schlagen lassen. Und wer Grüne und Linke in die Nevercomeback-Airline verbringen will, wie der neue Vorsitzende, hat damit keinen tragbares, kommunalpolitisches Angebot. Natürlich werden sie trotzdem gewählt, zB von Ihnen, Herr Datko, obwohl auch sie vermutlich keine nennenswerte Islamisierung Ihrer Heimatstadt belegen können. Aber vielleicht die Diffamierung und Schikane der blauen Ritter?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Datko: „Insofern ist es besser, sich bei der Resonanz, die die AfD erhält, an
    der D u m m h e i t der Wähler zu orientieren.

  • Giesinger

    |

    Frau Vietze, vermutlich genießen Sie einen Sonderstatus, hier auf regensburg-digital.

    Gelöscht wurde ich zum Beispiel vor langer Zeit mal wegen „Themenfremdheit“ bei der Frage, die ich jetzt an Sie stelle:

    Wen würden Sie wohl lieber wählen: Wolbergs oder Ihre SPD?

    Wenn Sie sagen, alle AFD-Wähler sind dumm, dann haben sie mit mir einen neuen AFD-Wähler gewonnen!

    Werte Frau Vietze, werden wir beide es noch erleben, daß wir die SPD in das „Lächerlichste Museum aller Zeiten“ räumen können?

    (Giesinger ist zurück, und zwar mit Herz und Seele.)

  • Joachim Datko

    |

    Zu Mathilde Vietze 06:58:

    Die AfD wurde anfänglich sogar etwas spöttisch Professorenpartei genannt. Die Argumentation der AfD ist in der Regel anspruchsvoll.

    Die SPD, bei der Sie Mitglied sind, legt viel Wert auf den „Stallgeruch“, das ist in der Demokratie auch ok.

  • Mr. T.

    |

    Sämtliche Wahlentscheidungen für die NSAfD sind sicherlich nicht durch Dummheit ausgelöst. Aber man darf nicht bei allem von Vorsatz ausgehen, wenn es nicht auch hinreichend durch Dummheit erklärbar ist (Hanlon).

    Das mit der „Professorenpartei“ ist ein ganz alter Hut aus Zeiten der Gründung durch Lucke. Damals war es die Euro-kritische Partei rechtskonservativer Wirtschaftsliberaler und noch nicht die der völkisch-nationalen Rechtsextremisten. Von Lucke hat sich die NSAfD mittlerweile sehr, sehr weit entfernt. Höcke und Lucke sind weiter von einander entfernt als Thunberg und Trump.

  • Joachim Datko

    |

    Mr. T. 10:29 Zitat: „Höcke und Lucke sind weiter von einander entfernt als Thunberg und Trump.“
    Herr Höcke ist Gymnasiallehrer für Geschichte, er sieht gesellschaftliche Entwicklungen auf der Basis eines breiten Hintergrundwissens.

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    „Die AfD wurde anfänglich sogar etwas spöttisch Professorenpartei genannt.“
    Jau, das war mal.

    „Die Argumentation der AfD ist in der Regel anspruchsvoll.“
    DER war gut! Die Argumentation ist vor allem völkisch, vorgestrig, polemisch. Gerade der aktuelle Regensburger Häuptling zeichnet sich bei Pegida durch alles aus, nur nicht durch Argumente. Sind Ihnen diese Reden nicht bekannt? Man findet sie ganz leicht…

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    Das lässt sich doch leicht prüfen. Welches Hintergrundwissen war denn für diese Erkenntnis verantwortlich? „Die Evolution hat Afrika und Europa – vereinfacht gesagt – zwei unterschiedliche Reproduktions­strategien beschert.“ Biologisch ist das Bullshit, aber bestimmt gibt es da geeignete Rasseliteratur des letzten Jahrhunderts für einen „Beleg“.

    Und welchem Hintergrundwissen ist es zu verdanken, dass die AfD nur einmal die absolute Mehrheit braucht? Ach ja, Geschichtslehrer… hat schon mal funktioniert…
    „Wir werden so lange durchhalten, bis wir 51 Prozent erreicht haben. Dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD.“ Das gleiche Hintergrundwissen ist wohl auch für diesen Ausspruch nützlich: „Das große Problem ist, dass Hitler als absolut böse dargestellt wird. Aber wir alle wissen natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt.“
    Zumindest hat er ein breites Hintergrundwissen was NS-Formulierungen angeht: „Sigmar Gabriel, dieser Volksverderber, anders kann ich ihn nicht nennen.“ Aber wenn Hitler nicht nur böse war, darf man sich auch seines Vokabulars bedienen, gelle?

    Herr Höcke könnte heute nicht mehr im Lehramt arbeiten. Man würde ihm auf die Finger und aufs Maul schauen. Wenn der vor der Klasse so redete wie vor seinen Jubeldeutschen hätte das disziplinarische Konsequenzen vom Feinsten.

  • Joachim Datko

    |

    Die CSU hatte schon häufig in Bayern Ergebnisse mit weit über 50 %

    Zu Piedro 12:34:
    „Ach ja, Geschichtslehrer… hat schon mal funktioniert…
    „Wir werden so lange durchhalten, bis wir 51 Prozent erreicht haben.““

    Siehe: https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2008-09-28-LT-DE-BY/charts/index/chart_2532989.png

    Wenn eine Partei über 50 % der Stimmen bekommt, geht deswegen die Demokratie nicht unter.

  • Dugout

    |

    @Datko:
    „Herr Höcke ist Gymnasiallehrer für Geschichte, er sieht gesellschaftliche Entwicklungen auf der Basis eines breiten Hintergrundwissens.“

    Höcke wünscht sich gesellschaftliche Entwicklungen auf der Basis des Faschismus:

    „Die Antragsteller hatten bei Gericht zahlreiche Zitatstellen aus einem Höcke-Buch sowie Presseberichte über den AfD-Politiker vorgelegt. Die Materialsammlung bestätige die faschistische Agenda Höckes und könne als gerichtsbekannt vorausgesetzt werden. Darin finden sich Sätze vom „bevorstehenden Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch“ oder die „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Bezogen auf den Hitler-Faschismus geht es um die „katastrophale Niederlage von 1945“.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bjoern-hoecke-darf-als-faschist-bezeichnet-werden-gerichtsurteil-zu-eisenach-a-1289131.html

  • Lothgaßler

    |

    Befremdlich und geschichtsvergessen ist, auf Basis einiger Aussagen und Statements zum Umgang mit Flüchtlingen all die anderen Aussagen und Statements dieser Alternativen zu vergessen.
    Die AfD benutzt die Flüchtlinge und unsere Bedenken mit diesen, um eine „völkische“ und nationalstaatenzentrierte Politik zu etablieren. Was aber soll das sein: Germania first, Deutschland den Deutschen, kauft nicht bei …? Damit wird die Welt nicht besser und kein Flüchtling vom Traum auf Recht, Freiheit und Wohlstand abgehalten im vermeintlichen Paradies Deutschland vorbeizuschauen.
    Andererseits: Wäre Deutschland so wie die AfD es sich erträumt, dann würde kein Nichtdeutscher sich mehr freiwillig über die Grenze verirren. Nein, wir würden statt „Gastarbeiter“ wieder „Zwangsarbeiter“ ins Land holen, und das Prekariat würde nicht um die Verbesserung ihrer Lebenssituation demokratisch streiten können, sondern wird mit Essensmarken versorgt und könnte ihrem Hass freien Lauf lassen, gegenüber den Untermenschen.
    Was Höcke betrifft: Wer so ungeniert rhetorisch abkupfert, der hat selbst eher wenig auf der Pfanne. Dieses Sprachgenie begeistert mit seinen Formulierungen nur diejenigen, die schon verroht sind. Gut, dass die unteren Kader häufiger unverschnörkelt Klartext quatschen.

  • Joachim Datko

    |

    Zu Dugout 13:08:

    Die AfD und insbesondere der Gymnasiallehrer für Geschichte Höcke werden massiv diskreditiert.

    Ich interessiere mich für die politischen Positionen der AfD und nicht für die „zahllosen“ Angriffe auf die Partei.

  • Mr. T.

    |

    Wenn eine antidemokratische und faschistische Partei über 50 % der Stimmen bekommen würde, wäre deswegen die Demokratie schon sehr stark gefährdet.

    Und der Beruf „Gymnasiallehrer für Geschichte“ immunisiert genauso wenig gegen größenwahninnige Diktaturträumereien wie der Beruf „Postkartenmaler“.

  • R.G.

    |

    Herr Datko, die nationale Herkunft eines Menschen ist für mich nicht das Kriterium, nach dem ich mir meine Bekannten aussuche.
    In Ihrem Fall aber mache ich mir Gedanken über Ihren nicht ganz deutsch ausklingendes „tko“.
    Was um Himmels willen treibt einen Menschen mit mutmaßlich slawischem Namen an, sich für eine poltische Richtung zu begeistern, in der meiner Meinung nach überdurchschnittlich viele Mitglieder ihn nur wegen seiner Herkunft als nicht deutsch genug bezeichnen würden?
    Haben Sie nicht unverrückbaren Respekt vor Ihren europäischen Vorfahren, denen Sie doch Ihr Leben verdanken? Weshalb sprechen Sie für politische Umgebungen, in denen Ihre mutmaßliche Biographie als weniger wert denn irgendeine hiesige gelten könnte?

    Ich verstehe es einfach nicht, erklären Sie es mir wie Sie diese Kurve kriegen!

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    Sie behaupten jetzt zum zweiten Mal die AfD würde diskreditiert. Hätten Sie da vielleicht auch mal ein Beispiel? Die Konfrontation mit den eigenen Aussagen – und die entsprechende Positionierung – setze ich mal als erlaubt voraus.

    Sie unterscheiden offenbar zwischen „Positionen“ und Personal. Bitte, wenn Sie das für geboten halten… Aber welche Positionen taugen Ihnen denn so? Etwa die Privatisierung der Arbeitslosenversicherung? Oder die nicht vorhandene Position zur Rentenpolitik? Werden Sie doch mal konkret, immer die gleichen Floskeln überzeugen keinen, dessen IQ über der Raumtempartur liegt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Giesinger“ – Warum sollte ausgerechnet ich auf RD einen „Sonderstatus“ haben?
    Wenn Sie die Kommentarreihe aufmerksam durchgelesen hätten, wäre Ihnen auf-
    gefallen, daß auch bei mir nicht jeder Kommentar freigeschaltet wurde. Und wem
    ich bei der Kommunalwahl die Stimme gebe ist doch klar: Der SPD!

  • Joachim Datko

    |

    Mehrklang-Signalhörner, wie auf dem obigen Bild zu sehen, können das Gehör der Umstehenden massiv schädigen.

  • Piedro

    |

    @Joachim Datko
    „Wenn eine Partei über 50 % der Stimmen bekommt, geht deswegen die Demokratie nicht unter.“
    Kommt wohl auf die Partei an. Bei der NSDAP haben 43,9 % gereicht. Und die Ansagen mancher Parteigranden weisen recht deutlich darauf hin, dass sich Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit u.ä. recht bald erledigt haben, wenn dieser Verein „an der Macht“ ist. Es wäre klug Verfassung und Demokratie vorher zu verteidigen, zB um nachvollziehbar aufzuzeigen welch Geistes Enkel da am Werke sind.

    „Mehrklang-Signalhörner, wie auf dem obigen Bild zu sehen, können das Gehör der Umstehenden massiv schädigen.“
    Fazit: AfD-Anhänger könnten die Gesundheit massiv schädigen. Meine Rede. ;)

    Wollten Sie nicht noch aufzeigen wann, wo oder wie die AfD so massiv diskreditiert wird? Oder doch lieber nicht und es bleibt bei der Behauptung, weil das für Stimmungsmache ausreicht?

  • Mathilde Vietze

    |

    Herr Datko, das, was Sie von sich geben, schädigt nicht nur das Gehör der Umstehenden.

  • cF

    |

    Die AfD zielt auf eine weitere, dieses Mal klimapolitische Spaltung der Gesellschaft ab.

    Dazu gibt es aus berufenem Munde einen sehr informativen Gastbeitrag in der ZEIT, der die gegenwärtige Lage in Deutschland bestens umschreibt.

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/afd-anti-klimaschutz-populismus-polarisierung/komplettansicht

    Zum knapp 30 jährigen Autor, dessen Bücher das Kind beim Namen nennen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hillje

    Zur Bekämpfung der AfD rät er zu einer eigenen „Erzählung“ positiver Art, die aus der Mitte der Gesellschaft und des Parteienspektrums kommen sollte. Sein Schlagwort dazu lautet:
    „Climate-friendly made in Germany“.

  • Joachim Datko

    |

    Es müssen täglich 7 Milliarden Menschen ernährt und mit den sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt werden!

    Zitat: cF 18:00 „Die AfD zielt auf eine weitere, dieses Mal klimapolitische Spaltung der Gesellschaft ab.“

    Die AfD ist realistisch und sieht die Gefahren, die unserer Wirtschaft und letztlich auch uns drohen. Man rechnet 900 Milliarden € der jährlichen öffentlichen Ausgaben in Deutschland dem Sozialbereich zu, das sind ungefähr 30 % des Bruttoinlandprodukts. Welche drastischen Folgen ein Stottern des „Wirtschaftsmotors“ hat, sieht man am schnellen Anstieg der Arbeitslosigkeit in einer Wirtschaftskrise und den Einschnitten im Sozialbereich.

    Getreideschiff beim Beladen:
    https://www.topagrar.com/imgs/3/3/9/0/7/0/0/baywa_hafen-df6ae36a75d57365.jpg

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