SOZIALES SCHAUFENSTER

CSU-Wahl im Bauerntheater

Oh, wie schön ist Panama!

Begleitet von viel Gelächter ging am Freitag die Wahl von Michael Lehner zum neuen Kreischef der Regensburger CSU über die Bühne. Die Delegierten setzten aber auch erste Duftmarken in Richtung OB-Kandidatur – mit einem kleinen Dämpfer für Astrid Freudenstein.

Fröhlicher Abschied mit Panama-Hut: Michael Lehner und Franz Rieger mit dem Wahlausschuss der CSU auf der Bühne. Foto: as

Einen Euro kostet das 68 Seiten starke Programmheft, das auf den laminierten DINA6-Zetteln beworben wird, die auf den Tischen im großen Saal auf der Hubertushöhe herumliegen. 58 Aufführungen des hiesigen Bauerntheaters kommen hier jedes Jahr mit beachtlichem Erfolg auf die Bühne – die Veranstaltungen der Regensburger CSU, deren Hauptakteure heute an den zwei Tischen direkt unterm Herrgottswinkel sitzen, nicht mitgerechnet. Erfolgreich und von guter Stimmung begleitet ist aber auch deren Spektakel am Freitag, die Krönungsmesse für den neuen Kreisvorsitzenden Michael Lehner. „Gefühlt“ sei dieser „der älteste JU-Vorsitzende in Bayern, aber jünger als er aussieht“, merkt Franz Rieger an, während er unter einigem Gelächter den 35jährigen als seinen Nachfolger vorschlägt.

„Vergelt’s Gott für die vielen schönen Jahre“

Rieger, der 2007 das Ruder in der damals heillos zerstrittenen Regensburger CSU übernahm, damals protegiert von einem Anti-Schaidinger-Lager um den berühmt-berüchtigten Thomas Fürst, den er später über die Klinge springen ließ, hört mit einem „Vergelt’s Gott für die vielen schönen Jahre“ als Kreisvorsitzender auf. Manchmal sei es schwierig gewesen, aber er habe es immer gern gemacht, sagt er. Vor allem als er es vor gut sechs Jahren geschafft habe, die Gräben in der CSU zu überwinden und diese wieder zu einen. Höflicher Applaus.

Rieger spricht von „vielen schönen Ereignissen“ – Neujahrsempfängen mit den Granden der Staatsregierung, dem wiederbelebten Schwarzen Eck beim Bürgerfest, Stadlfesten bei ihm daheim und manch interessanter Veranstaltung. Von der 70-Jahr-Feier der Regensburger CSU im fürstlichen Schloss, das zu einem der Höhepunkte gezählt habe und – wie man hört – die Partei auch gar nicht allzu viel gekostet hat.

Gut behuteter Abschied

Die desaströsen Wahlergebnisse unter seiner Verantwortung – Verlust der absoluten Mehrheit bei der Kommunalwahl 2008, kompletter Machtverlust 2014 und schließlich das gerade noch gelungene Fotofinish um das Direktmandat gegen den Grünen Jürgen Mistol bei der Landtagswahl, bei dem er sich den neuerlichen Einzug in den Landtag sicherte – spart Rieger bei dem Rückblick aus. Ebenso die Ermittlungen gegen ihn, unter anderem wegen des Verdachts, einen Regensburger Bauträger erpresst und Wahlkampfspenden über Scheinrechnungen verschleiert zu haben.

Platz am Katzentisch: OB-Kandidat-Kandidat Jürgen Eberwein. Foto: as

Thema wird das Ganze aber dennoch. Als Michael Lehner seinem politischen Ziehvater zum Abschied mit schelmischem Grinsen eine neue Kopfbedeckung überreicht und dabei betont, dass es sich um „einen Original Panama-Hut“ handle, goutieren dies die gut 100 Anwesenden mit Gelächter, verhaltenem Johlen und vereinzeltem Klatschen. Auch Rieger sichert sich ein paar Lacher und stellt sich – neu behutet – wieder ans Mikro, um nochmals danke zu sagen.

Die Wahl selbst gerät vor diesem Hintergrund zur reinen Formsache. Lehner sahnt 85 der abgegeben 98 Stimmen ab, ähnliche Ergebnisse fahren seine Stellvertreterinnen Kerstin Gailer, Christoph Gailer und Armin Gugau ein. Lediglich Bernadette Dechant fällt mit 69 Stimmen demgegenüber etwas ab, aber selbst das ist – betrachtet man die Zustände in der CSU vor einigen Jahren – noch ein akzeptables Ergebnis. Gegenkandidaten gibt es an diesem Abend keine. „Wir wurden bei der Kreisvorstandssitzung schon ordentlich eingenordet, damit auch nichts schief geht“, raunt ein Delegierter – und lacht.

Stimmungstest für die OB-Kandidat-Kandidaten

Doch nicht überall im Saal herrscht diese vorbehaltlos gute Laune. Ganz hinten im Eck, am Katzentisch, sitzt Stadtrat Jürgen Eberwein. Er ist nach wie vor im Rennen um die bislang nicht entschiedene OB-Kandidatenfrage. Doch als Mitglied im Ortsverein von Dagmar Schmidl, die ebenfalls Ambitionen hat, für das Amt des Stadtoberhaupts zu kandidieren, hat man Eberwein nicht mal als wahlberechtigten Delegierten aufgestellt. Er ist auf dem fünften Ersatzplatz und muss die Wahl als Beobachter verfolgen, höflich lächelnd.

Rüffel von Rieger für OB-Kandidat-Kandidatin Astrid Freudenstein. Foto: as

Auch Astrid Freudenstein, die zuletzt via Facebook recht deutlich ihren Willen zur Kandidatur bekundet und eine Urwahl angeregt hatte, wirkt am Freitag nicht sonderlich glücklich. Etwas nervös wuselt sie durch die Gänge von Tisch zu Tisch und plaudert mit den Delegierten. Von Rieger hat sich Freudenstein bei dessen Abschiedsrede einen ordentlichen Rüffel eingefangen. Da gebe es welche, die „Anzeichen für Unfrieden schaffen“, so Rieger. „Wer aber für die Partei ins Rennen geht, sollte intern diskutiert werden und nicht über die Medien.“

Lehner hält sich aus all diesen Nicklichkeiten am Freitag raus. Sowohl Freudenstein als auch Schmidl als auch Eberwein schlägt er als Beisitzer für den Vorstand vor. Ohne erkennbare Präferenzen für eine(n) der drei, stets mit dem pflichtschuldigen Lob für bereits Geleistetes.

Nimmt man die Stimmen der Delegierten bei der Wahl der Beisitzer, dann hat aktuell Dagmar Schmidl bei diesen die Nase vorn. Sie erhält von 93 abgegebenen Stimmen 85, knapp gefolgt von Jürgen Eberwein mit 80. Wiederum knapp dahinter liegt Freudenstein mit 76 Stimmen. Ein Omen für die OB-Kandidaten-Kür? Ein tatsächliches Abbild der Meinung der CSU-Basis? Für Lehner wird es eine erste Feuerprobe als Kreisvorsitzender sein, die Aufstellung in geordnete Bahnen zu lenken und ohne größere Verwerfungen über die Bühne zu bringen.

OB-Kandidaten-Kür bis Juli

Eine Urwahl, wie sie die CSU im Vorfeld der letzten Kommunalwahl durchgeführt hat, per Anschreiben an alle Mitglieder, die sich dann brieflich zurückmelden konnten, lehnt Lehner ab. Allerdings könne er sich eine Versammlung vorstellen, bei der neben den wahlberechtigten Delegierten auch alle anderen CSU-Mitglieder geladen sind, um den Kandidaten oder die Kandidatin gemeinsam zu küren, ließ er zuletzt verlauten. Ein Kompromiss.

Michael Lehner nach gewonnener Wahl mit seinem politischen Ziehvater Rieger. Foto: as

Bis zum Juli könne und werde man diese Frage auf jeden Fall beantworten, kündigt Lehner in einer ersten kleinen Wahlkampfrede an. „Alles andere als die Wahl zu gewinnen, dürfte bei unserem Selbstverständnis gar nicht infrage kommen“, befindet er. Auch das gefällt dem Publikum. Wieder gibt es Szenenapplaus.

Schlegl wünscht sich Anwaltsgutschein

Einer, der mit ähnlichen Ambitionen in die letzte OB-Wahl gegangen ist, aber eine krachende Niederlage hinnehmen musste, heißt Christian Schlegl. Auch er war zuletzt im Kreisvorstand und hat diese, wie er sie selbst nennt, „geile Zeit“ am Freitag beendet. Ob er wieder für den Stadtrat kandidieren will? „Da stehen die Chancen Fifty-Fifty“, sagt er auf Nachfrage. Der Beruf. Die Familie. Und dann gibt es da natürlich noch diese Anklage wegen des letzten Wahlkampfs. Der Vorwurf von Scheinrechnungen steht im Raum, Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Verstoß gegen das Parteiengesetz und schließlich uneidliche Falschaussage im Prozess gegen Joachim Wolbergs.

Zum Abschied ein Bulmare-Gutschein für Christian Schlegl.

Er geht damit weit weniger heimlichtuerisch um als Franz Rieger. Als Lehner ihm zum Abschied eine Flasche Wein und einen Gutschein fürs Bulmare überreicht, bedankt Schlegl sich herzlich, aber: „Ein Anwaltsgutschein wäre vielleicht auch gut gewesen.“ Wieder Gelächter und Applaus. Ganz so tragisch scheint die anwesende CSU-Basis das alles gar nicht zu nehmen. Und immerhin: Spendenaffäre hin, Spendenaffäre her – 2018 gab es für die CSU trotzdem fast 90.000 Euro an Spenden, etwas weniger als die Hälfte von juristischen Personen, Unternehmen. Ob sich darunter auch Bauträger befinden, war am Freitag zwar nicht zu erfahren.

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Kommentare (24)

  • Dicke Russin

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    Nach Rieger kann es nur besser werden!!! Was Herr Lehner leider nur noch nicht ganz umrissen hat, ist, dass seine Partyfreunde, denen er für deren Treue etwas schuldet, eine Parade der Peinlichkeit darbieten und der gemeine Regensburg mit diesen Gestalten nichts anfangen kann.
    Eine über 30 jährige Dauerstundentin ohne Abschluss etc. soll politisch genau was bewirken bzw den Regensburgern bieten? Das reiche Metzgerstöchterlein, das schön Wahlkampf für Herrn Rieger macht (und im Landkreis wohnt) kümmert sich genau wie um die Belange der Regensburger?
    Das ist ein Gruselkabinett, die Quittung kommt dann 2020.

  • Meier mit „ei“

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    Peinlich fand ich die „wohlwollende“ Berichterstattung in der MZ über Rieger. Irgendwie fällt mir gerade Wien ein und was man mit der Kronen -Zeitung geplant hatte. Aber angepasste Berichterstattung kenne ich auch schon von woanders her.

  • R.G.

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    Ibiza ist im Moment out.
    Fahren wir nach Panama.

  • Mr. T.

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    Manfred Weber, der aktuell einzige „Shooting Star“ der CSU hat über Lehner mal gesagt, dass „solche Leute in der JU nichts verloren haben“. Nachdem sein Vater die Reichskriegsflagge aus seiner Wohnung entfernt hat, ist Lehner wohl auch wieder kreisvorsitztauglich. Die Suspendierung durch die CSU wurde ja auch wieder aufgehoben. Konsequent inkonsequent!

  • Manu Ebert

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    Die CSU Regensburg ist alles andere als geeint. Warscheinlich werden wir alle bis zur OB-Kandidaten -bekanntgabe noch viele kleine „Stückchen“ davon mitbekommen. Dei beiden Zeitungsartikel von der Frau Doktor haben es ja bereits gezeigt.

  • Manfred L.

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    Was ist aus den ehemals „jungen Ortsvorsitzenden in der Regensburger CSU“ geworden, die seinerzeit den Parteiausschluss von Lehner & Co. gefordert haben? Sind die „rassistischen und faschistischen Entgleisungen“ nun vergeben und vergessen? Ist der „Werte-Kanon der CSU“ entglitten?

    https://www.focus.de/politik/deutschland/volksverhetzung_aid_56176.html

    Mit Lehner könnten dann Thomas Fürst und Gero Kollmer wieder zurückkommen.

  • Samson

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    @ Manfred L
    “Mit Lehner könnten dann Thomas Fürst und Gero Kollmer wieder zurückkommen.”
    Einem Thomas Fürst wurde Umgang mit rechtslastigen Parteifreunden vorgeworfen. Einer davon wird jetzt CSU Chef.
    Dunkle Zeiten.

  • Mr. T.

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    Na ja, Manfred L., mindestens zwei der jungen Ortsvorsitzenden, der Antifa in der CSU, waren ja anwesend, aber wohl nicht so glücklich an dem Abend.

  • Horst

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    U.a. Gerhard Polt spricht ja gerne vom „Gschwollschädl“ – meine erste Assoziation angesichts dieser bildreichen Reportage. Da wird einem doch gleich ganz anders beim „Selbstverständnis“ dieser Damen und Herren. Wen kann man überhaupt noch wählen angesichts der Alternativen…

  • Matthias Betz

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    der Focusartikel ist sehr interessant:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/volksverhetzung_aid_56176.html

    Nun wird jemand CSU-Kreisvorsitzender, welchemvor 12 Jahren von eine Frau und einigen Herren, die sich als „Junge Ortsvorsitzenden“ der CSU bezeichneten, rechtsradikale Umtriebe vorgeworfen wurde! Da dürfe doch jetzt, einem Wiedereintritt von Hr. Dr. Fürst und Herrn Dr. Gero Kollmer in den CSU Kreisverband Regensburg nichts mehr entgegensprechen, da ja offensichtlich diese Anschuldigungen nur eine infame Kampanie waren, dieser „Jungen Ortsvorsitzenden“.

  • XYZ

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    Der Panama- Hut sagt alles: ist diesem provinziellen Clan überhaupt noch zu helfen? Erinnert mich an süditalienische Mafiafilme.

  • Giesinger

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    Ich habe auch einen (echten) „Panamahut“ (aus Ecuador) in meiner Hutsammlung. Gerade für den Sommer ist der optimal.
    Ich will aber auf der Straße deshalb nicht als Regensburger CSU’ler diffamiert werden. Den tragen alle möglichen Menschen; bleibt also tolerant, liebe Regensburgerinnen und Regensburger.

  • Mr. T.

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    Matthias Betz, das war eben keine infame Kampagne (!), die haben halt nur über die rechten Umtriebe ausgepackt. Ob aus Eigennutz oder wirklich aus hehren demokratieschützenden Gründen sei dahin gestellt. Die „rechten Umtriebe“ an sich werden ja nicht angezweifelt. Lehner wahr halt nur nicht rechtsextrem genug für einen endgültigen Rauswurf. Haben vielleicht noch ein paar Hitlergrüße gefehlt. Und außerdem wird er sich wohl entschuldigt haben…

  • R.G.

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    Ein bajuwarisch sprechender Politiker großen Formats wurde angeblich diesen Samstag im Nachbarland frei; gewiss könnte man ihn als unabhängigen Regensburger Quereinsteiger empfehlen.

    Er brächte alles mit, was echte Werte ausmacht.
    Eine in Wirklichkeit blütenweiße Vergangenheit, fotogenes Aussehen, immer tadellose Haltung, internationales Format, dipomatische Begabung, Vernetzung zum Adel, einzigartigen Umgang mit Medien…

    Sein winziges Manko: Was hat er, was die Regensburger Politiker grundsätzlich nicht selbst könnten?

  • hans dampf

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    Ich hatte letztes Jahr die Freude, mit dem Rücken zu den Herren Lehner und Rieger im Biergarten Goldener Hirsch zu sitzen.
    Leider war kein Platz frei sonst hätte ich dies vermieden. Meine Frau und ich haben uns mehrmals angeschaut und die Augen verdreht was man da so an hellen Gesprächen mithören musste.
    Das Selbstverständis dieser Herren ist schon überaus beeindruckend.
    Eine Mischung aus Monaco Franze und Kir Royal triffts am Besten wobei die 2 Prüfeninger Djangos eher die Low Budget Variante darstellen.
    Mir persönlich gefällt Herr Lehner mit Franz Josef Fan Boy T Shirt und Intellent Brille besser als so seriös mit Einstecktuch.
    A bissl wos geht immer. Gell Schbozl… Ball halten Amigos!

  • Mr. T.

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    R.G. frug: „Was hat er, was die Regensburger Politiker grundsätzlich nicht selbst könnten?“

    Ihm ist das Spendenmodell bislang noch nicht um die Ohren geflogen. Wobei er ja die österreichische Version der BfR jetzt offen gelegt hat. Hier würde er sich dann in einer Jagdhütte bei Cham mit einem kontaktreichen Veranstalter treffen, um die feindliche Übernahme von regensburg-digital auszubaldowern. Hier solls ja auch „Journalisten“ geben, die von Hofberichterstattung bis Meineid alles im Programm haben.

    Die schlagenden Verbindungen, die er mitbringt, hat R.G. noch vergessen. Auch die scheinen in rechten Regensburger Kreisen wichtig zu sein!

  • Lothgaßler

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    Das ist doch eine gute Nachricht für alle anderen Parteien. Freudenstein als aussichtsreiche Kandidatin wird vermutlich nicht zur OB-Kandidatin gekürt, ehemals junge Rechtsaußen kommen evtl. wieder zu Parteiämtern und Parteiwürden und die Wähler haben gelernt, dass ohne CSU-Regierenden die Welt nicht untergeht. Jetzt brauchen die Noch-CSU-Wähler nur eine neue Heimat (ÖDP, Grüne, FW, AfD).
    Ich warte auf einen politischen Knaller: Rieger wird als OB-Kandidat gekürt. Das würde zu Regensburg passen!

  • R.G.

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    Mir klangen die österreichischen Ausrutscher wie eine Zusammenfassung der Berichterstattung von regensburg-digital in den letzten Monaten, übertragen auf Bundesebene.
    Die österreichische Lichtgestalt hat grundsätzlich vorzuweisen,
    eine sich für das Wohl des Knaben abrackernde Mutter, anders gesagt eine, die dem Knaben durch Selbstausbeutung einen Platz im angesehenen katholischen Internat der Stadt ermöglichte.
    Schulabbruch.
    Schlussendlich doch Ankommen in einem gut bezahlten Beruf.
    Beziehung mit der Tochter eines Politikers, der ihm zum geistigen Vater wird. Weltanschauliche Weichenstellung.

    Die ehemaligen Schulkollegen sitzen inzwischen in akademischen Berufen, Redaktionen, Immobilienfirmen.
    Letztlich doch noch Aufstieg auf Akademikerebene, über „Charisma“. Erlangung einer Führungsposition in der Politik.
    Das Gefühl, dass man sich zwar daneben verhielt, aber das könne schon mal passieren, wohingegen die Verräter und Aufdecker die wirklichen zu bekämpfenden Feinde seien.
    Die Erkenntnis, dass kritische Berichterstattung aktiv verhindert werden müsse.

  • Piedro

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    @R.G.
    Danke, aber nein. Wir nehmen aus Austria nur gescheiterte Kunstmaler, keine brotlosen Zahntechniker in die Politik auf.

  • Matthias Beth

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    Frau Dr. Freudenstein gehörte zu der Gruppierung „die jungen Ortsvorsitzenden der Regensburger CSU“ 2007 die in „mutiger Art und Weise“ die rechtsradikalen Umtriebe in der Regensburger CSU aufklärten in dem Essay „Rechte Umtriebe in der Regensburger CSU – parteischädigendes Verhalten“. Einer der Co-Autoren ist Herr Christian Schlegl. Das Werk zeigt den geistigen Horizint der Frau Dr. Freundenstein und Ihrer Mitstreiter in 2007 auf, der sich offenbar auch 2019 nicht weiter erweitert hat!

  • Mr. T.

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    Matthias Beth, der geistige Horizont der beiden (und ihrer anderen Mitstreiter) war jedenfalls hoch genug, um die Gefahr in den rechtsextremen Umtrieben dieses „Flügels“ oder Fürst-Lagers, wie man es damals nannte, zu erkennen und an die Öffentlichkeit zu tragen. Der geistige Horizont von Leuten, die Reichskriegsflaggen daheim hängen haben, unter Pseudonymen wie ‚Baldur von Schirach‘ in Foren aktiv sind, sich extremrassistisch äußern und SMS mit ‚Heil Hitler‘ unterschreiben, scheint noch deutlich darunter zu liegen. Ich persönlich halte von Schlegl nix bis gar nix, ein typischer konservativer Möchtegern-Politemporkömmling, wie es sie leider regelmäßig in unsere Räte und Parlamente spült, aber seine Mitarbeit am Dossier rechne ich ihm hoch an. Und das sogar, obwohl seine Motive eher machtpolitisch waren als demokratisch waren.

  • altstadtkid

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    Rieger als OB Kandidat :o)))))))))))), dann ist er ja nicht mehr imun

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