Jetzt gibt’s auch eine Gewaltbeauftragte

Als ob man zuvor nie etwas davon geahnt hätte. Nach Öffentlichwerden der Prügelexzesse in der Domspatzenvorschule in Etterzhausen/ Pielenhofen hat das Bistum Regensburg heute eine Ansprechpartnerin für Opfer von Körperverletzung in kirchlichen Einrichtungen eingesetzt. „Durch dieses zusätzliche personelle Angebot möchte die Diözese Opfern von Körperverletzung in kirchlichen Einrichtungen verstärkt die Möglichkeit geben, erlittenes Leid zur Sprache zu bringen und aufzuarbeiten”, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Dabei sind die Vorwürfe nicht völlig neu. Bereits vor 20 Jahren haben sich erste Gewaltopfer bei den Domspatzen zu Wort gemeldet. Damals geschah nichts. Insofern ist es mehr als fraglich, ob just die Diözese bzw. die Kirche der richtige Ansprechpartner für Opfer ist, die Prügel und Missbrauch in ihren Einrichtungen erlitten haben. Unterdessen wurde heute bekannt, dass die Gewalt gegen Kinder an der Domspatzen-Vorschule bis ins Jahr 2001 hineinreichte. Ein heute 19jähriger berichtet von Misshandlungen gegen heimwehkranke Kinder. Internatsschüler, die die Nachtruhe störten, hätten zur Strafe stundenlang und meist barfuß in einem dunklen Waschraum ausharren müssen.

Klosterschwestern hätten den Buben verboten, sich zu setzen oder an die Wand zu lehnen. Auch das Geständnis von Papstbruder Georg Ratzinger sorgt zunehmend für Tumult. Er hätte von den Prügeln gewusst, so Ratzinger vor wenigen Tagen. Allerdings seien die Berichte der Schüler bei ihm „nicht so angekommen, dass ich glaubte, etwas unternehmen zu müssen“. Der musikalische Leiter der Münchner Schauburg, Ex-Domspatz Toni Matheis hat das heute gegenüber Abendzeitung als „absolute Frechheit” bezeichnet. „Georg Ratzinger hatte eine Verantwortung, er hätte etwas tun müssen.“

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (11)

  • Joachim Datko

    |

    Und da wollten christliche Kreise „Georg Ratzinger “ zum Ehrenbürger hochjubeln!

    Zitat: „Auch das Geständnis von Papstbruder Georg Ratzinger sorgt zunehmend für Tumult.“

    Katholische Erziehung ist aus meiner Sicht etwas ganz Übles.
    ================
    So etwas ist jetzt hoffentlich vom Tisch:
    http://r-digital.de/?p=1528&cpage=1

    Barbara Junghans
    23. August 2008 um 15:03 Uhr

    Sehr geehrter Herr Datko,
    ….
    Es geht einzig darum, ob man Georg Ratzinger zum Ehrenbürger machen soll! Seine Verdienste um Regensburg sind unbestritten, ob Ihnen das nun paßt oder nicht.
    Versuchen Sie zur Abwechselung mal, das zu begreifen und kommen Sie nicht wieder mit angeblichen Argumenten, die an der Sache voll vorbeigehen.

  • Helmut Matias

    |

    Die Katholiken sollen doch endlich aufwachen. Bischof Müller macht Fehler, Fehler, (hoffentlich) wieder aufkosten seiner Berater. Leider glauben bestimmte Menschen alles, auch wenn es längst überholt ist. Denen sollte man einmal folgende Statistik vorlegen:
    Anzahl der bekannten Fälle (Misshandlung und Vergewaltigung) im Verantwortungsbereich der kath. Kirche, der ev. Kirche und in den konfessionsfreien Schulen. Vielleicht können dann die Gläubigen doch noch nachdenklich werden. Es ist für mich unbegreiflich, was sich der Katholizismus heute noch leisten und beeinflussen kann.
    MfG

  • Barbara Junghans

    |

    @ Datko 11. März 2010, 20.07

    Sehr geehrter Herr Datko,

    Sie zitieren mich mit einem Beitrag vom August 2008 (also von vor zweieinhalb Jahren!), den ich in einem völlig anderne Zusammenhang geschrieben habe. Ihre Einstellung zur Kirche (egal welcher Konfession) ist allen hier im Forum bekannt, weil Ihnen ja auch nichts anderes einfällt, als sich ständig zu wiederholen.

    Lassen Sie bei Ihren Tiraden aber mich aus dem Spiel und reißen Sie nicht Worte aus dem Zusammenhang, nur um Ihre Meinung (angeblich) zu untermauern, sonst könnte ich vielleicht auf die Idee kommen, Ihnen zu verklickern, was für einen Schmarr’n Sie hier ständig verzapfen und daß das mir und manchem anderen gewaltig auf den Keks geht.

    Barbara Junghans

  • Barbara Junghans

    |

    @ Datko

    Korrektur:

    mein Kommentar liegt nicht zweieinhalb sondern nur eineinhalb Jahre zurück, aber er hatte einen völlig anderen Zusammenhang.

    Was ich aufrecht erhalte ist die Feststellung, dass Herr Datko nur zwei Themen hat, die er mit manischem Eifer ständig daherbetet: seine Warnungen vor der Institution Kirche und seinen Haß auf die Kaminkehrer (könnte das wohl Futterneid sein?)

    Vielleicht nehmen Sie sich einfach mal eine Auszeit, Herr Datko, und kommen dann mit neuen Negativ-Ideen und Warnungen an die Welt zurück (oder auch nicht!!!)

    Barbara Junghans

  • Der Besserwisser

    |

    @Barbara… don´t feed the trolls… langsam sollte auch der letzte gemerkt haben, dass herr datko das alles nicht ernst meinen kann. ich meine… immerhin hat er studiert und jemand der studiert hat kann nicht soviel sch….öne dinge verzapfen wie herr datko

  • Joachim Datko

    |

    Was da an Kult abläuft mit den Brüdern Ratzinger ist mir schon lange suspekt!

    Zu “ Barbara Junghans 12. März 2010 um 16:13 Uhr … die er mit manischem Eifer ständig daherbetet: seine Warnungen vor der Institution Kirche und seinen Haß auf die Kaminkehrer “

    Ich bin der Ansicht, dass die Bevölkerung gehörig über den Tisch gezogen wird. Vor der katholischen Kirche kann ich nicht oft genug warnen, da sie sich bei den Menschen meiner Meinung nach von klein auf ins Gehirn einnistet. Aus meiner Sicht betreibt die katholische Kirche mit ihrer Erziehung Gehirnwäsche. Es ist keine Erziehung zur geistigen Freiheit, sondern eine Erziehung in die geistige Abhängigkeit von Priestern.

    Mich ärgert es einfach, wenn jemand meint den „Papstbruder“ zum Ehrenbürger loben zu müssen.

    Welche Verdienste hat der „Papstbruder“ für Regensburg? Ist es ein Verdienst junge Menschen zu Sängern „Gottes“ hinzutrimmen? Und wenn es mit der Tonhöhe nicht klappte, gab es manchmal ein paar Ohrfeigen.

    Ohrfeigen sind jeweils mit einer Gehirnerschütterung und eventuell einem Schleudertrauma, Schäden am Ohr und in der Regel einer Erniedrigung des geschlagenen Menschen verbunden. Damit sind sie nicht nur schmerzhaft, sondern auch eine Körperverletzung. Wobei die Erniedrigung sogar beabsichtigt ist.
    Siehe:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,682649,00.html

  • Barbara Junghans

    |

    @ der besserwisser

    …hat Herr Datko wirklich studiert? Was für ein Fach denn? Ich dachte – auf Grund seiner tiefschürfenden Kommentare mit ewig gleichem Inhalt – er habe seine Ausbildung in eher in einer Baumschule erworben.

    Danke für den Hinweis!

    Aber von wegen….er könnte sonst nicht so viel sch…öne Dinge verzapfen… Ich könnte Ihnen jede Menge akademisch Gebildeter nennen, deren Zitate von derselben Brillianz sind, wie die unseres verehrten Herrn Datko. Aber vielleicht macht er ja mal eine einjährige Weltreise und sieht aus Kostengründen davon ab, uns hier im Forum weiter zu nerven. Ich würde ihm sogar Gute Reise! wünschen.

  • maddin

    |

    @besserwisser:
    „don´t feed the datko“ :)
    genial. das wär fast ein t-shirt wert…

  • grace

    |

    Ach Frau Junghans, wenn Ihnen die -im übrigen sehr sachlichen- Kommentare von Herrn Datko nicht passen,
    lesen Sie sie halt nicht.
    Er nimmt genau wie Sie selbst für sich die Meinungsfreiheit in Anspruch.

  • Barbara Junghans

    |

    @ grace

    Lesen bildet, liebe Dame/Herr. Herr Datko kann so viel Unsinn verzapfen, wie er will, aber er soll nicht Kommentare von mir aus dem Zusammenhang reißen, um seine Thesen zu untermauern. Deshalb habe ich es mir auch verbeten. Ansonsten hat er selbstverständlich Narrenfreiheit – pardon Redefreiheit.

  • Wilfried Schuler

    |

    Lieber Herr Datko,

    ihre Bemerkungen zur katholischen Kindererziehung sind cool. Weiter so. Was halten Sie denn von
    Bischof Mixa? Der hat doch schlagend bewiesen wie erfolgreich diese Methoden sind.

    Liebe Frau Junghans,

    das waren noch andere Zeiten 1500 und etwas. Wenn man da Herrn Datko hätte loswerden wollen, hätte man einfach ein Autodafe veranstaltet.

    So einfach geht es leider heute nicht mehr.

Kommentare sind deaktiviert