SOZIALES SCHAUFENSTER

Grünen-Vorstoß

Mit dem Ein-Euro-Ticket zur Klimademo?

Als „sozial gerechte Möglichkeit zur klimafreundlichen Anreise“ bei der Klimademo am kommenden Freitag, fordern die Regensburger Grünen für diesen Tag ein Ein-Euro-Ticket. Bei den Verkehrsbetrieben steht man dem Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber. Jetzt hängt alles am Aufsichtsrat des RVV.

Am kommenden Freitag, 20. September, ist die Sommerpause der Fridays for Future-Bewegung endgültig beendet. Anlässlich eines weltweiten Aktionstages rufen die Aktivisten auch in Regensburg zu einer Großdemonstration auf. Unter anderem zusammen mit der Aktionsplattform Verkehrswende, Gewerkschaften und dem Bündnis für einen Radentscheid in Regensburg ist auch dieses Mal eine Menschenkette um die Altstadt (von 17.30 bis 18 Uhr) geplant. Dann soll es von Jakobstor, Ostentor und Ernst-Reuter-Platz in drei Demonstrationszügen zum Domplatz gehen. Motto: Future for Regensburg.

„Probelauf für 356-Euro-Ticket“

Im Vorfeld des Aktionstages machen nun die Regensburger Grünen mit einem Vorstoß auf sich aufmerksam. „Der gesamte Busverkehr am 20. September sollte für lediglich einen Euro an diesem Tag im Stadtgebiet genutzt werden können“, so deren Oberbürgermeisterkandidat Stefan Christoph in einer Pressemitteilung vom heutigen Freitag. Unterstützung bekommt er dabei von der Grünen Jugend und dem Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt. Man wolle nun mit diesem Vorschlag an den Regensburger Verkehrsverbund herantreten, um „allen sozial gerecht die Möglichkeit zu einer klimafreundlichen Anreise zu geben“. Das Ein-Euro-Ticket könne außerdem ein Probelauf für die Einführung eines 365-Euro-Tickets nach Wiener Vorbild in Regensburg sein, so Lena Krebs von der Grünen Jugend.

Bei den Regensburger Verkehrsbetrieben („Stadtwerk Mobilität“) scheint man dieser Anregung durchaus positiv gegenüberzustehen. Die Umsetzung dieses Vorschlags sei „denkbar“, teilt Pressesprecher Martin Gottschalk auf Nachfrage mit. Generell sind wir als Stadtwerk der Meinung, dass man auf besondere Ereignisse auch mit speziellen Maßnahmen reagieren kann, damit die Attraktivität des ÖPNV auch weiter gesteigert wird.“

„Kostenloses Busfahren an verkehrsintensiven Tagen“

Als Beispiel nennt Gottschalk die Vorweihnachtszeit. „Hier ist durchaus denkbar, das Busfahren an den verkehrsintensiven Tagen kostenlos anzubieten, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV (zumindest an diesen Tagen) zu motivieren.“ In einen solchen Kontext ordne man nun auch den aktuellen Vorschlag der Regensburger Grünen ein. Schon in der Vergangenheit hatten sich die Regensburger Verkehrsbetriebe positiv zu einem 365-Euro-Ticket für das Stadtgebiet geäußert.

Die Krux an der Sache: Entscheiden kann über dieses 365-Euro-Ticket sowie über das Ein-Euro-Ticket am 20. September nicht der Regensburger Verkehrsverbund selbst, zuständig für solche Tariffragen ist der mit Stadt und Kreisräten besetzte Aufsichtsrat der RVV, Vorsitz: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Dieser müsste sich also innerhalb der kommenden Woche zusammenfinden und eine Entscheidung hierzu treffen“, so Gottschalk. Der Subtext dabei: Es eilt.

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Kommentare (29)

  • Piedro

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    Das ist blanker Hohn. Schüler verfügen eh über ein Schülerticket und können kostenlos fahren. „Sozial gerecht die Möglichkeit zu einer klimafreundlichen Anreise“ zu einer Demonstration ist zwar nett und wunderbar populistisch, aber nicht mehr als das.
    „„Der gesamte Busverkehr am 20. September sollte für lediglich einen Euro an diesem Tag im Stadtgebiet genutzt werden können“, so deren Oberbürgermeisterkandidat Stefan Christoph in einer Pressemitteilung vom heutigen Freitag.“

    „Als Beispiel nennt Gottschalk die Vorweihnachtszeit. „Hier ist durchaus denkbar, das Busfahren an den verkehrsintensiven Tagen kostenlos anzubieten, um mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV (zumindest an diesen Tagen) zu motivieren.“
    Auch nett. Wenn ordentlich Geld ausgegeben wird darf es ruhig auch mal kostenlos sein.
    Das 365-Euro-Ticket ist auch nett. Für die, die es sich leisten können mal diesen Betrag auf den Tisch zu legen. Theoretisch wäre damit auch der Bedarf für Verkehr eines Leistungsberechtigten gedeckt, hier sind aktuell 35.33€/Monat vorgesehen. Trotzdem dürften die wenigsten die Möglichkeit haben 365 Euro zu zahlen, um diese Möglichkeit zu nutzen. Sie sind weiterhin auf das Sozialticket um 24,20 für Zone 1 angewiesen. Wer auch nur einmal eine weitere Fahrt bezahlen muss sprengt schon das vorgesehene Budget.

    Einsparungsmöglichkeit für alle, bis auf die wirklich Armen. Prädikat: ein guter Ansatz, ausbaufähig.

  • dünnster Künstler

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    Die Ribisl-Partie wird entlang der Radl-Demo-Route am Fr.20.September Radl-Wahlplakate präsentieren (Vorausgesetzt der Ribisl Verein wird nach dem Urlaub nun schnell eingetragen; zwei Wörter in der Satzung haben noch nicht gepasst – es eilt). Wir laden alle dazu ein weitere Themen einzubringen, mitzumalen und so 6 Monate lang den öffentlichen Raum mit entsprechenden Statements zu verschönern: http://europabrunnendeckel.de/?p=7817#neuerste (NACH OBEN SCRALLEN; DORT FINDET IHR U.A. BLINKENDE RVV- BUSSE)
    Übrigens: „Ribisl“ muß nur im auf der Plakatrückseite angebrachten Impressum der Plakate zu lesen sein.

    Später wird das Sackgasse-Für Autos-Motiv mit Radfahrer*innnen in 10er Auflage hergestellt und an den großen Zufahrtsstraßen in Abstand zur Altstadtgrenze aufgestellt, in etwa auf Höhe der Stellplatz-Zähleranzeigen für die innerstädtischen Parkhauser. An der Grenze zum Landkreis wäre eigentlich am besten….
    Mit dem „Sackgasse-für-Autos-Motiv“
    habe ich heute auch gleich das erste Malkampfvideo zum Thema Radfahren erstellt. Ich radle gestern Nachmittag in die Prüfeningerstraße zur Aktion vom Radentscheid (und dort über den roten Teppich)…uns heute früh wieder nach Hause – Immer im Bild das Sackgassenmotiv): https://youtu.be/TKXNhUXro_E

  • Stefan Aigner

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    @Piedro

    Es wäre schön, wenn Sie sich gelegentlich kürzer fassen würden.

  • Sir Sonderling

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    „Die Ribisl-Partie wird entlang der Radl-Demo-Route am Fr.20.September Radl-Wahlplakate präsentieren“

    Für mich als zutiefst überzeugten Fahrradpendler ein Grund, dieser Demo fernzubleiben. Für dümmlichen Polit-Klamauk ist mir persönlich das Thema viel zu wichtig. Ich finde es höchst zweifelhaft, die Aktion der Radfahrer*innnen für Ihren Selbstinszenierungszirkus zu kapern.

    Servus,
    Sir

  • MaSlos

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    Klimaproteste schön und gut.
    Aber diese ständigen Altstadtblockaden nutzen sich in meinen Augen gerade ziemlich ab. Ganz besonders wenn der öffentliche Nahverkehr stundenlang gestört wird.
    Dadurch werden nämlich genau die Leute die jetzt schon auf ein/ihr Auto verzichten oder aber die keine andere Wahl haben (z.B. Rentner, Behinderte, Familien mit Kinderwagen) sinnlos mit betroffen.

    Wie wäre es denn mal alle Werkstore eines stadtbekannten Fahrzeugherstellers am Montag zur Frühschicht (4h) zu blockieren?
    Das würde dann zu 100 Prozent den Richtigen treffen!
    Könnte aber etwas mehr Ärger geben als sich Nachmittags um fünf mit ein paar Kumpels (instagram-tauglich) vor‘s Jakobstor zu hocken.

  • Piedro

    |

    @Stefan Aigner
    Kürzer als das gerade wird mir schwer fallen, (14 Zeilen eigener Text), aber für Sie versuche ich’s gerne.

  • Piedro

    |

    @Sir Sonderling
    „Wir laden alle dazu ein weitere Themen einzubringen, mitzumalen und so 6 Monate lang den öffentlichen Raum mit entsprechenden Statements zu verschönern“
    Themen einbringen ist nix für Sie? Schade. Aber Selbstdarstellung ist auch nicht unbedingt, andere aufzufordern sich einzubringen.

  • Berta

    |

    Ist total logisch 1€uro-Ticket für eine Demo, damit der umweltfreundliche Bus stundenlang behindert wird. Die Kundschaft bestellt zwischenzeitlich bei Amazon. Regensburg-> mausetot.

  • Eingeborener

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    Mich hätten die weiteren Pläne der fridays-Schüler Innen wesentlich mehr interessiert als dieser läppische Schaufenster-Vorschlag der ,Grünen‘.
    Diese Partei ist jedenfalls in Regensburg nicht ernst zu nehmen, sie versucht sich an reale Bewegungen ran zu hängen, mehr ist nicht. Und Bgm. Maltz-Schwarzfischer wird sich sicherlich freuen, sich hier für 1 Euro miteinzukaufen, und ansonsten weiter zu verhindern, dass real weniger Autoverkehr in der Altstadt stattfindet.

  • Jonas Wihr

    |

    Lieber Herr Aigner,

    nix für ungut, aber die als Kommentar getarnten Wahlwerbungen der Ribisl-Partei nehmen nicht weniger Platz ein als die Posts von Pietro. Wo bleibt der Hinweis, dass sich der dünnste Künstler kürzer fassen soll?

  • Sir Sonderling

    |

    @Piedro: Schade? Nein.
    Verschönern? Das ist ja immer so ne subjektive Sache. Warten wir mal ab, ob es dann in der Praxis nicht eher wie eine Sperrmüllentsorgung im öffentlichen Raum wirkt.

    @Jonas: Du triffst es auf den Punkt. Aus der überaus penetranten Eigenwerbung, mit der der Dünnste K. die Kommentare hier seit langer Zeit bombardiert, wird jetzt, wenn man den ganzen Zirkus ernst nimmt, Wahlwerbung. Damit ist in meinen Augen die Grenze überschritten, an der Stefan Aigner einschreiten sollte.
    Man stelle sich vor, hier würden alle Parteien ständig in sperrigen Beiträgen Werbung für Aktionen und Veranstaltungen posten!

  • Eingeborener

    |

    @ Berta: Haben Sie etwas besseres vorzuschlagen ?Tun Sie gar etwas besseres ? Oder ist Ihr Anliegen schlichtweg die Diskriminierung der fridays Aktivisten,weil Sie zur Glaubensgemeinschaft derer gehören, die den Klimawandel für nicht-menschengemacht halten ?

  • Piedro

    |

    @Eingeborener
    Bitte, wo hat Berta denn diskrimiert? Und warum unterstellen Sie ihr irgendeine Glaubensgemeinschaft? Das gibt der Beitrag nicht her. Es ist allerdings anzunehmen, dass die Busline umgeleitet wird, wenn die Veranstaltung das ratsam macht, und dass Regensburg mausetot sein wird, weil die Altstadtkunden ihren Bedarf online decken dürfte auch eher unberechtigte Furcht sein.

    @Ute Graf
    „und daneben nackerte Gestalten. Muss das sein?“
    Muss wohl nicht, kann aber durchaus. Irgendwer hat diese Schilder gemalt. Müssten sie peinlich verborgen werden, weil da Nacktheit dargestellt ist? Wohl eher nicht. Die meisten Menschen dürften mit dieser Darstellung, die weit von Pornographie entfernt ist, kein Problem haben. Ich fände es eher bedenklich, wenn der dünnste Künstler diese Entwürfe unterschlüge, damit Ihr Schamgefühl geschont wird.
    http://europabrunnendeckel.de/download/ribisl/malkampf/DSC05467.jpg
    Ach, ließe sich das doch nur skandalisieren! Vielleicht mal im Schloss anfragen ob da was geht?

  • Lothgaßler

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    Aktionen ohne Aufregungspotenzial sind heutzutage fast sinnfrei, die Aktionen müssen Gewohnheiten durchbrechen.
    Ein Vorschlag zu Blockadezeiten: Samstag ab 20:00 Uhr bis Sonntag 06:00 Uhr, dann triffts überwiegend den in die Regensburger Altstadt einfallenden Spaßverkehr, darunter viele Jugendliche, und ich hätte etwas mehr Ruh;-))
    Ein „autofreies“ Wochenende wäre auch eine nette Idee, und bis auf einige wenige Autoverliebte und unabdingbare Autofahrten würde das vermutlich auch klappen.
    Das 1-Euro-pro-Tag-Ticket (bzw. das 365 Euro Jahres-Ticket) werden in der Politik schon diskutiert. Aus meiner Sicht wäre es kein Fehler das einzuführen. Der Vorschlag der GRÜNEN gehört in die Wahlkampfecke, also darf RIBISL auch.
    Kostenfreies Busfahren an verkehrsintensiven Tagen (Vorweihnachtszeit) ist dagegen abzulehnen, denn das sind Sachleistungen zugunsten des Handels oder der Eventbranche. Warum soll der Alltag mehr kosten als der Einkaufsrummel?

  • Matthias Beth

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    Mein Vorschlag ist, an folgenden Tagen zu demonstrieren:
    Samstag ab 20:00 Uhr bis Sonntag 08:00 Uhr, da trifft es wenig berufstätige bürger die mit Ihren Steuern die Bustickets für 1 EUR finanzieren müssen, denn die Kosten für den Betrieb der Buslinien in Regensburg durch den RVV werden ja deshlab nicht geringer, oder fährt der Busfahrer dann den Bus auch für 1 EUR die Stunde? Ich nehme an NEIN. Leistungen die zwar Kosten haben, aber keine Preis haben sind nichts Wert und laufen betriebswirtschaftlich gesehne aus dem Ruder und die Allgemeinheit hat die Kosten zu tragen!

  • joey

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    nur weil das Ganze „1€ Ticket“ heißt, kostet es nicht einen Euro. Es zahlen nur eben alle aus dem Steueraufkommen. Ach ja, ein sozialistischer Gedanke.

    365 Ticket: belohnt wieder die Studenten, bestraft den Bauarbeiter oder Bäcker. Die fahren an Orte oder zu Zeiten, wo es keine gute oder gar keine ÖPNV Anbindung gibt. Der BMW Facharbeiter aus dem Landkreis Regen kommt auch aus einer Gegend, wo ÖPNV in dichtem Takt einfach nicht realistisch ist.
    Wenn man nun auch noch den großen Teil der „Ausländer“ betrachtet, die in Bäckereien und Baustellen (etc.) die harte Arbeit machen, dann erkennt man deren Grund für Skoda Diesel. Die fahren damit am WE nach Haus – und zwar schnell, weil sie sonst nicht lange zuhause sein können. Diese Leute haben Familie und sind die ganze Woche weg.

    Sozialismus: denkt nicht nur an den Hipkreis Altstadt und Uni. Für wen war denn der Sozialismus eigentlich… für die Akademiker… eine rote Burschenschaft?

  • Piedro

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    @joey
    Infrastruktur aus Steuergeldern zu bezahlen ist ein sozialistischer Gedanke? Schau an, wieder was gelernt! Dann können wir ja froh sein, dass wir in einem sozialistischen Land leben, in dem zB Schulen aus Steuermitteln finanziert werden (offenbar ein sozialistisches Merkmal) und unentgeltlich genutzt werden dürfen, sogar müssen.

    „365 Ticket: belohnt wieder die Studenten…“
    Wieder? Warum? Dass der ÖPNV nicht rund um die Uhr verfügbar ist und nicht alle Regionen gleichermaßen abgedeckt ist freilich kein Argument gegen eine kostenfreie Verfügbarkeit.

    „Für wen war denn der Sozialismus eigentlich… für die Akademiker… eine rote Burschenschaft?“
    Wenn mir Ihrer Argumentation und Begriffsbelegung folgt: für alle, die steuerfinanzierte Infrastruktur nutzen.

  • Giesinger

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    Kommentar gelöscht. Diskussionen mit der Redaktion bitte per Mail.

  • Laura

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    @Berta
    „damit der unweltfreundliche bus stundenlang behindert wird“
    Der umweltfreundliche bus wird auch dieses mal (wie bei der menschenkette am 5.7. auch schon) nicht behindert werden.
    zudem wird nichts „stundenlang“ behindert, sondern der mIV und der ÖPNV wird eine HALBE STUNDE nicht in die ALTSTADT fahren dürfen. stundenlang ist hier eine falsche information. fahrradfahrer*innen und fußgänger*innen haben also erneut die möglichkeit, ungestört von autos/rollern/etc die ruhige altstadt zu nutzen.

  • joey

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    @Piedro
    Eine Straße aber ist 24h befahrbar, z.B. fürs Auto des Bäckers, aber der Bus geht trotzdem nicht dann, wenn er gebraucht wird.

    Ach, das war ja das alte Thema „München“: alle Infrastruktur geht in die Zentren, dafür steigen dann dort die Mieten irr. Vorher hatte noch Frau Prof. Münch in der Zukunftskommission vorgeschlagen, jede Förderung außerhalb Münchens und Nürnbergs zu streichen. Bayern München sozusagen. Ist halt Professorin für Politik und nicht für Wirtschaft.

    Selbst wenn Sie den Bus kostenlos anbieten, werden die polnischen Installateure/Bäcker/… mit dem Auto in die Arbeit fahren. Aber die Polen sind ja sowieso ein Volk, das die Deutschen immer wieder zu seinem Glück zwingen wollen, sich aber genau dagegen äußerst allergisch wehrt.

  • Piedro

    |

    @joey
    „…der Bus geht trotzdem nicht dann, wenn er gebraucht wird.“
    Und das ist ein Argument gegen freien ÖPVN? Oder weil das sozialistisch ist, da es ja jeder nutzen könnte?
    „Selbst wenn Sie den Bus kostenlos anbieten, werden die polnischen Installateure/Bäcker/… mit dem Auto in die Arbeit fahren.“
    Ist das ein Argument gegen freien ÖPVN? Weil ihn nicht alle nutzen werden? Sie meinen Polen würden sich dagegen wehren, wenn für den Bus keine Fahrkarte mehr gebraucht wird? Das erschließt sich mir nicht, Herr joey.

  • NIX HALBE STUNDE

    |

    Einfach mal die Webseite der Bewegung durchlesen und dann hochrechnen. Man stellt dann fest dass Dutzende Busverbindungen mehr als eine ‚HALBE STUNDE‘ (zusätzlich Vorlauf u. Auflösung der Sperrung ) nicht nur in der Altstadt behindert werden, sondern in weiteren Teilen des RVV Bereich sich dies negativ auswirkt. Stellt sich die Frage wie kommen Notfallfahrzeuge zurecht?

  • cF

    |

    Von den Rändern der Stadt Regensburg ins Demo-Zentrum sind es etwa 3 km Fußmarsch. So what?

    Warum es auch für Regensburg wichtig ist, dass am Globalen-Freitag die größte aller Demonstrationen zustande kommt, beschreibt eine junge SZ-Journalistin in der dortigen Nachhaltigkeits-Serie (Abschluss):

    Nachhaltigkeit
    Wir haben es in der Hand

    Die Öko-Revolution beginnt unten. Jeder muss mitmachen. Wenn viele auf die Straße gehen, schaffen sie Bewusstsein. Die Regierenden haben den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt.
    SZ- Essay von Vivien Timmler 13.9.2019

    In einem ZEIT-Interview sagt Reinhold Messner sinngemäß: Die Staaten müssten global gemeinsam gegen die Erwärmung angehen, damit sich das Klima wieder „beruhigt“ und das würde eher Jahrhunderte als Jahrzehnte dauern.

    Tja. Und weil das so ist und weil jede Veränderung „von unten“ kommt, zählt jeder einzelne am kommenden Freitag in Regensburg und weltweit.

  • joey

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    @Piedro
    kostenfreier oder stark subventionierter Bus wäre immer noch für viele „Beförderungsfälle“ untauglich, aber eine hohe Belastung für alle. Es gibt Städte, die Preise bereits stark abgesenkt haben, aber keine neuen Kunden gewonnen haben.

    Der Takt an ungewöhnlichen Zeiten ist das Problem. Diese verschieben sich – z.B. weil je nach Konjunkturlage Überstunden anfallen. Weiteres Beispiel zur Flexibilität Baufirma: Fertigstellung einer Dachdeckung: die fahren nicht Punkt 5 heim, sondern wenn das Dach fertig ist. Also 17.06. Oft erst um 18.39. Deswegen fahren die meisten Arbeiter mit dem Auto, weil sie am Abend schnell wieder heim kommen. Ach ja, der große Trinkvorrat ist auch leichter mit dem eigenen Auto transportiert.

    Manche Leute können auch rechtzeitig raus nach Hause (Behörden), aber auch bei Bürojobs der freien Wirtschaft gibt’s oft noch irgendwelche Sitzungen oder Nacharbeiten (das muß heute abend noch ausgedruckt sein, der Drucker spinnt wieder…).

    Einen rund um die Uhr 10 Minuten Takt in breitem Netz kriegen Sie nur zu hohen Kosten hin.

  • Eingeborener

    |

    Während die bayrische evangelische LandesKirche zur Teilnahme am , Klimastreik‘ aufruft, kommt von den katholischen bayrischen Bistümern wenig. Man ermögliche den Mitarbeitern die Teilnahme, aber sie müssten die Zeit reinarbeiten , ist die allgemeine Antwort. Die übelste Antwort kam vom Bistum Regensburg: Die politische Meinung der Kirchenmitarbeiter sei deren Privatsache(.Sonntagsblatt, hrsg. Evangelische Kirche, 15.9.2019)

  • Piedro

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    @joey
    Die unkommentierte Liste mit Links hat wohl nicht gefallen, die kommentierte auch nicht. Ich dachte ich spare mal Text… Naja. Meine Antwort möchte ich Ihnen trotzdem nicht unterschlagen.

    Selbstverständlich können nicht alle Beförderungen vom ÖPNV geleistet werden. Das ist aber kein Argument dafür, die Beförderung nicht kostenbefreit anzubieten. Welche Städte durch günstigere Tickets nicht mehr Fahrgäste generierten wollen Sie nicht verraten?

    Über die Belastung durch freien ÖPNV kann sich eigentlich nur konstruktiv austauschen, wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen.
    Dazu gehören die Kosten für das Fahrkartenwesen: Druck, Automaten, Warten und Bestücken derselben, Beschicken der Vorverkausstellen. Hinzu kommen die Kosten für Kontrollen, Mahn- und Buchungswesen. Und dann die Kosten für die 40.000 Verfahren/Jahr, wie die Kosten für die Inhaftierung von Schwarzfahrern., ca. 7000 x 150€/Jahr. Soweit ÖPNV bereits subventionert wird ist darauf zu achten, dass dieser Betrag nicht doppelt gerechnet wird.

  • Stefan Aigner

    |

    Das Forum wird geschlossen. Es wird zu abseitig.

  • Pfefferminza

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    @ Eingeborener

    „Die übelste Antwort kam vom Bistum Regensburg: Die politische Meinung der Kirchenmitarbeiter sei deren Privatsache.“

    Wenn das wirklich als „übel“ erachtet wird, dann gute Nacht, Demokratie und Freiheit.

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