SOZIALES SCHAUFENSTER

Brücke beschließt Wahlprogramm

Selbstlob statt Selbstmitleid

Gestern verabschiedete Joachim Wolbergs‘ Wahlverein Brücke einstimmig sein Kommunalwahlprogramm. Die Bühne gehörte einmal mehr dem suspendierten Oberbürgermeister, der die Inhalte ausführlich vorstellte.

Joachim Wolbergs stellte das Wahlporgramm vor. Foto: om

„Auch in der politischen Auseinandersetzung wollen wir Brücken bauen. Diese Stadt ist derzeit in großen Teilen geprägt von einem Gegeneinander und nicht von einem Miteinander. Das wollen wir ändern.“

So steht es in der Vorbemerkung des gestern einstimmig beschlossenen Wahlprogramms der „Wählerinitiative“ Brücke – Ideen verbinden Menschen. Man wolle sich „ausschließlich an der Sache orientieren und Politik ohne ideologische Scheuklappen betreiben“. Außerdem möchte der Wahlverein die stärkste Fraktion werden und die Stadt mitregieren.

Das alles dürfte allerdings schwierig werden, zumal Joachim Wolbergs in den letzten Monaten im Zuge der laufenden Prozesse gegen ihn, Brücken zur politischen Konkurrenz mit Nachdruck eingerissen hat. Allen voran zur SPD und der CSU. Mit wem er regieren möchte und aufgrund von Überwerfungen überhaupt könnte, sagt der seit fast drei Jahren suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs am Dienstagabend nicht.

Gelöst statt verbittert

Dafür skizziert der Brücke-Oberbürgermeisterkandidat im Saal des Leeren Beutels fast zwei Stunden das umfangreiche Programm des Vereins. Das umfasst fast 26 Seiten („in Schriftgröße 9“, wie betont wird) und 21 Themenbereiche. Wolbergs gelingt dabei, die Programmvorstellung unter Hervorhebung der wesentlichen Punkte zu einer kommunalpolitischen Grundsatzrede zu entfalten und wie so oft rhetorisch höchst gekonnt vorzutragen. Anders als in der Vergangenheit gibt sich Wolbergs in seinem Vortrag nicht verbittert, frustriert und zornig. Im Gegenteil. Er zeigt sich optimistisch und kämpferisch, wirkt gelöst und stellenweise regelrecht humorvoll. Etliche der etwa 80 anwesenden Vereinsmitglieder hängen sichtlich beeindruckt an seinen Lippen.

Noch bevor der Kandidat die inhaltlichen Punkte, die in zahlreichen Arbeitsgruppen „in mühevoller Arbeit vor allem mit externer Expertise“ (darunter der hochrangiger Vertreter der Stadtverwaltung) formuliert wurden, vorstellt, lobt er voller Enthusiasmus seinen Wahlverein. Mit 70 Mitgliedern habe man im April 2019 die Brücke aus zwei Gründen gegründet: Zum einen wollten einige Menschen die Stadt außerhalb „klassisch etablierter Parteien“ mitgestalten, zum anderen hätten sie seine Politik als Oberbürgermeister fortsetzen wollen. Mittlerweile habe die Brücke 350 Mitglieder, was „relativ einmalig für eine Wählerinitiative“ sei. Dass er im Spätsommer noch von 600 Mitgliedern bis Ende 2019 ausging, erwähnt Wolbergs nicht. Misserfolge passen nicht hierher.

Lob und Selbstlob

Die Stadtratsliste, die aus dem Verein gebildet wurde und „die es in dieser Unterschiedlichkeit und Vielfalt wohl noch nicht gegeben hat“, sei „phänomenal“. Er sei „sehr stolz auf die Liste“, so Wolbergs. Den ehemaligen SPD-Stadträten Thomas Thurow und Ernst Zierer sei er zudem „von Herzen dankbar“, dass die Brücke durch ihren Beitritt seit Herbst eine eigene Stadtratsfraktion habe. Die beiden hätten damit „sehr viel Rückgrat“ bewiesen. Im Zuge der Vereinsgründung habe man „Haltungen“ formuliert, auf deren Grundlage das jetzige Wahlprogramm fuße.

Das Brücke-Programm selbst stellt „Ideen“ vor, die aus jeweils thematisch hinführenden, allgemeineren Passagen und einer unterschiedlich langen Liste mit konkreten Forderungen und Maßnahmen bestehen. Die redaktionelle und inhaltliche Besonderheit ist, zumindest für ein Wahlprogramm, dass in den Hinführungen bis auf zwei Ausnahmen (Digitalisierung sowie Umwelt und Klima) Joachim Wolbergs namentlich erwähnt und immer wieder ausdrücklich persönlich gelobt wird. Allgemein für seine Politik oder konkret für bestimmte Maßnahmen.

Oft wurde durch ihn „in besonderer Weise“ dies und jenes „forciert und ausgestaltet“ (Arbeit und Wirtschaft), unter ihm „viel getan“ (Radverkehr), ein bestimmtes Thema „zur Chefsache“ (Altstadt) gemacht oder „wieder angeschoben“ (Wohnen). Sein Einsatz im Bereich des Sozialen verdiene sogar „besondere Anerkennung“. Seine einstige Partei oder (ehemalige) Koalitionspartner finden freilich keine Erwähnung. Das Lob gilt allein Joachim Wolbergs.

Digital und analog ist besser

Das Selbstlob spart Wolbergs in seiner Rede auch nicht aus, er konzentriert sich aber auf neue Ideen seines Wahlvereins. Bei der Digitalisierung etwa sei die Stadt „schlecht aufgestellt“, was auch sein eigenes Versäumnis sei. In diesem Bereich fordert die Brücke die Entwicklung eine „E-Government-Strategie“ sowie eine Digitalisierungs-Stabsstelle mit Querschnittsaufgaben. Angesiedelt direkt beim Oberbürgermeister.

Die Mitglieder entschieden einstimmig. Foto: om

Das Analoge, betont Wolbergs eindringlich, dürfe aber nicht vernachlässigt werden. Dazu sei man als Stadt verpflichtet. Auch ein „Haus der Digitalisierung, der Künstlichen Intelligenz und der Robotik“ solle entstehen. Wolbergs selbst hätte es gerne auf dem Kepler-Areal. Über den Standort gibt es unter den Brücke-Mitgliedern allerdings keine Einigkeit. Die Standortfrage bleibt offen.

Keine sachgrundlosen Befristungen bei der Stadt

Weiterhin möchte die Brücke eine aktive Wirtschaftsförderungspolitik verfolgen, um in der Region weiterhin „nachhaltige und dauerhafte Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen“ zu schaffen. Einer Wachstumsskepsis erteilt der Brücke-Kandidat eine deutliche Absage. Als eine der „Wachstumsbranchen schlechthin“ begreift der Wahlverein die „Kultur- und Kreativwirtschaft in Regensburg, die sich zu einer Jobmaschine entwickeln wird“. Das Degginger, das als „subventioniertes Café“ verspottet wurde, sei hier „nur der Anfang“.

Großen Applaus gibt es für die Ankündigung, dass es bei der Stadt Regensburg künftig keine sachgrundlosen Befristungen mehr geben soll. „Keine einzige“, so Wolbergs. In Aufsichts- und Verwaltungsräten soll es Quotenregelungen für Frauen geben. Er selbst sei immer ein Gegner von Quoten gewesen, „aber es geht nicht anders“.

Idee: Wohnraum auf dem Dultplatz

„Mobilitätsformen“ möchte die Brücke neu denken und in diesem Sinne bis 2030 die Altstadt autofrei machen. Das künftige zu bauende Parkhaus am Alten Eisstadion soll als Mobilitätsdrehscheibe dienen und 2500 Parkplätze fassen. Ein Parkhaus auf dem Jacobi-Gelände lehnt die Brücke hingegen kategorisch ab. Im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs soll das gesamte Liniennetz neu- beziehungsweise überplant werden. Schüler, Studierende, Azubis sowie Personen mit Stadtpassanspruch sollen künftig kostenfrei Bus fahren können, für weitere Fahrgäste soll ein 365-Euro-Jahresticket getestet werden.

Beim Thema Wohnen setzt Wolbergs vor allem auf den Erwerb von Grundstücken durch die Stadt („Kaufen, kaufen, kaufen!“), die Verhinderung von Verkäufen städtischen Eigentums („Wir verkaufen nicht mehr!“), eine stärkere Kapitalisierung der Stadtbau sowie „neue und unkonventionelle Lösungen insbesondere in Bezug auf das Überbauen von bereits bestehenden versiegelten Flächen“. Eine konkrete Idee, „über die wir nur nachdenken“, ist die Bebauung des Dultplatzes mit Wohnraum. Die Dult könnte dann beispielsweise auf die Parkplätze der Arena Regensburg ausweichen.

Welterbe um jeden Preis?

Mehr als ein Dutzend weiterer Handlungsfelder stellt der Brücke-Spitzenkandidat den Anwesenden vor. Zum Programmentwurf habe es im Vorfeld „viele inhaltliche Anmerkungen“ gegeben, die zum Teil eingearbeitet wurden, zum Teil nicht. Viele Diskussionspunkte oder gar Kontroversen gibt es vor der endgültigen Abstimmung nicht.

Einzig die Frage, wie die Brücke zum UNESCO-Weltkulturerbetitel stehe, wird ausführlicher debattiert. Im Programm heißt es zunächst, man könne sich vorstellen auf den „Welterbetitel verzichten“, sofern er „nachhaltigen Verkehrskonzepten, dem Klimaschutz, der Barrierefreiheit und der Fortentwicklung einer modernen historischen Stadt insgesamt im Wege stünde“. Ein paar Mitglieder halten den Status Weltkulturerbe aber aus Denkmalschutzgründen für unverzichtbar.

Eine von Wolbergs vorgeschlagene Kompromissformulierung setzt sich am Ende fast einstimmig durch. Demnach könne man sich „im Extremfall“ vorstellen, das UNESCO-Label zu verlieren. Hätte Wolbergs etwas anderes vorgeschlagen, er hätte sich trotzdem durchgesetzt. Die Brücke, das wird an diesem Abend in jeder Hinsicht deutlich, folgt ihrem Kandidaten überall hin. Jetzt erstmal mit einem Programm in den Wahlkampf und ab März 2020 in eine neue Stadtregierung. So hofft man bei der Brücke zumindest einmütig.

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Kommentare (54)

  • XYZ

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    Wieder mal so ein Wahlprogramm, liest sich ja ganz nett und was kommt dabei heraus?
    Lauter hohltönende Versprechungen die dann doch nicht eingehalten werden.

  • Monetäre Kriterien

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    Guter Artikel!

    Der Welterbetitel steht womöglich der Barrierefreiheit im Wege??? hä?
    Das finde ich holprig.

  • XYZ

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    Lese nur abstruse Ideen: ‘Haus’ der Digitalisierung und Robotik – damit wäre im Rathaus anzufangen, wo ich vor 10 Jahren am Minoritenplatz unterm Dachboden Bauakten einsah. Ein einsamer Feuerlöscher und ein Heizöfchen im Winter, die Dame kramte dann doch noch den richtigen Akt heraus und bot mir freundlich einen Kaffee an. So gangts zua . . .

  • Karin Haber

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    Werter Herr Oswald, die inflationären Anführungszeichen tragen leider nicht zur Objektivität bei. Der Artikel ist in Teilen sachlich falsch ( Welterbeänderung wurde nicht einstimmig angenommen) und bedient die Klischees der Mehrheit Ihrer KommentatorInnen.
    In dieses Programm haben viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen enorm viel Zeit und Hirn investiert und damit in einem Kraftakt echtes demokratisches Engagement bewiesen. Ist das nicht bemerkenswert? Enttäuschend, dass eine Zeitung, die ‘Regensburg’ im Namen führt, die Bürgerinnen diskreditiert.

  • Mr. T.

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    Das Programm hört sich ja gut an. Die Liste ist auch nicht schlecht. Da sind ein paar fähige Leute drauf. Einzig der Kristallisationskeim der bruecke stört mich halt. Ich kann ihm einfach nicht mehr trauen.

  • Ursula

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    Habe mal ‚gewikilt’ und erfahren das im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch die Bezeichnung „Guru“ …für Menschen benutzt wird, die durch religiöse oder philosophische Aussagen Anhänger um sich scharen, im weiteren Sinne auch für Fachleute mit überdurchschnittlichem Wissen, langer Erfahrung und gegebenenfalls charismatischer Ausstrahlung.

    Das dürfte allerdings vermutlich weder dem Anspruch der brücke und auch nicht dem Autor bei der Abfassung des Berichts unterstellt werden können. Den Regensburgern wirds sowieso wurscht sein.

  • Giesinger

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    Textzitat:

    “Hätte Wolbergs etwas anderes vorgeschlagen, er hätte sich trotzdem durchgesetzt. Die Brücke, das wird an diesem Abend in jeder Hinsicht deutlich, folgt ihrem Kandidaten überall hin.”
    ——————————————
    Führertreue bis in den politischen Tod?
    Nach dem 15.März werden wir es wissen. Vor allem, wie wohl die “paar fähigen Leute”, die es laut MR.T ja angeblich innerhalb der brjecke gibt, dreinschauen werden. (Wer sind die eigentlich?)

    Oft habe ich das Gefühl, daß sich Auswärtige schon mehr für die Wahl und die Affaire interessieren, als die Regensburger selber. Fast schon habe ich das Gefühl, die Mehrheit der Regensburger will einfach nur wieder ihre Ruhe.
    Ja mei, wenn es so ist?…Seufz!
    So oder so wird sich am 15. März (neben den Prozessen) ein Bild von Regensburg ergeben, welches auf ganz Bayern ausstrahlen wird.

    @Karin Haber und brjecke: Kann natürlich sein, daß ich völlig daneben liege mit meiner Einschätzung. Dann dürfen Sie und Ihr Wahlverein gerne triumphieren! Ich werde es hinnehmen und weiterleben.
    Meinen Entschluß vor 22 Jahren aus diesem Regensburg wieder wegzuziehen habe ich nie bereut.

  • Taxifahrer

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    So ist das in einem Fanclub. Die Fans huldigen unreflektiert dem Star. Sie erhoffen sich durch ihn den ein oder anderen Stadtratsposten. In den Stadtrat wird the bridge wohl gewählt. Ich rechne mit drei Sitzen. Das wäre ein Erfolg. Ansonsten sind 350 Mitglieder natürlich wahnsinnig wenig. Angekündigt waren 600. Naja. Angekündigt waren aif Facebook vor Weihnachten auch tägliche Hausbesuche und Podcasts. Geschenkt. Wolbergs halt.

  • Giesinger

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    Nochmal zum Begriff “fähige Leute” bei der brjecke, der schon des öfteren von Mr.T. so gebracht wurde.

    Welche Fähigkeiten sind gemeint, @Mr.T?
    Ich nehme mal an, Sie meinen berufliche Fähigkeiten. Diese haben aber doch mit der Befähigung zum erfolgreichen Politiker (meistens) nichts zu tun. Ich könnte Beispiele nennen, will aber nicht Gefahr laufen, wieder wegen Themenfremdheit gelöscht zu werden. Vielleicht kommen Sie aber selber auf einige. Ganz bestimmt sogar.

  • Christoph Sichler

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    @Frau Haber: Die „inflationären Anführungszeichen“ tragen gerade zur Objektivität bei. Der Autor zitiert Herrn Wolbergs bzw. das Wahlprogramm direkt (wörtlich) und setzt diese Zitate völlig korrekt in Anführungszeichen.

    Herzlichen Dank für den guten Bericht. Er komplettiert mein Bild von diesem seltsamen Verein.

  • Jürgen

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    Zum Thema “´Wohnbebauung Dultplatz” würde mich interessieren, wie das von statten gehen soll? Wieder einem Immobilienhai (oder mehreren) in den Rachen werfen statt selbst die Verantwortung als Stadt zu übernehmen? Die stärkere “Kapitalisierung der Stadtbau” weist deutlich in diese Richtung! Kurzum, es entstehen wieder Luxuswohnungen zu irrsinnig hohen Preisen, die den Mietspiegel wieder anheben, auf den dann wieder Vermieter zurück greifen um die Mieterhöhungen des Bestandes zu begründen.
    Die Betrachtung ob der Dultplatz überhaupt bebaut werden soll, lass ich mal außen vor.

  • Checker

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    Komisch erst wurde alles an die Bauträger verkauft und nun soll die Stadt wieder alles kaufen.

    Das kommt mir vor wie an der Börse. Egal ab gekauft oder verkauft wird die Makler verdienen immer. :)

    Lustig auch die Vorstellung Wohnraum auf dem Dultplatz. am besten direkt neben dem Hahn Zelt. :)

  • R.G.

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    ” das umfangreiche Programm des Vereins. Das umfasst fast 26 Seiten („in Schriftgröße 9“, wie betont wird) und 21 Themenbereiche.”

    Ein Produkt mit 26 Seiten Kleingedrucktem ( in Schriftgröße 9 = Punkt 9?) ist grundsätzlich zu hinterfragen.
    Die Hauptinformation ist, der Wahlwerber kann jede ihm vorteilhaft vorkommende Erscheinungsform annehmen. Von cholerisch bis einschmeichelnd, von gebrochen bis selbstbewusst. Wie es nützt.

  • Martin Oswald

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    @Karin Haber:
    Zur Abstimmung über den Welterbetitel: Nach dem Zurückziehen der beiden Änderungsanträge (Unverzichtbarkeit und Klimaschutz/Solaranlagen) und Wolbergs’ Kompromisvorschlag gab es in meiner Erinnerung keinen Dissenz mehr. Ich schließe nicht aus etwa Enthaltungen übersehen zu haben. Das tut mir leid, ich habe die Passage entsprechend abgeändert. Danke!

    Kurz zu Ihren weiteren Ausführungen: Das demokratische Engagement der Brücke-Mitglieder und ihre Mitwirkung am Wahlprogramm stelle ich im Artikel nicht in Abrede. Sie scheinen zu erwarten, dass ich sie dafür lobe. Das reicht schon aus, dass Sie sich diskreditiert fühlen? Welche Klischees ich genau bediene, weiß ich nicht, wenn es um die exponierte Stellung des OB-Kandidaten geht, hinter dem sich die Brücke-Mitglieder geschlossen versammeln, ist das wahrlich kein Klischee.

  • Mathilde Vietze

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    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie beim Thema.

  • Lothgaßler

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    Den Dultplatz bebauen? Dazu muss dieser vorher hochwassersicher umbaut werden, was bisher nicht vorgesehen ist. Wenn die Dult weg wäre und der Hochwasserschutz gebaut wäre, dann wäre das ein begehrtes und teures Wohngebiet.
    Den Weltkulturerbe-Titel in Frage stellen/ aufgeben? Doch nicht etwa deshalb, weil ein paar Lieblingsprojekte der Stadtplanung im Stadtkern gefährdet sind (z.B. Brücken)? Wie Stadtentwicklung aussehen kann ohne Weltkulturerbe, das kann außerhalb der Weltkulturerbezone bewundert werden. Viel Spaß beim Grausen! Etwas ganz anderes ist “Denkmalschutz”, darüber kann und muss debattiert werden.
    Stabsstelle Digitalisierung bei Wolbergs und eGovernment in Regensburg? Na dann, regiert mal schön über facebook und twitter und schließt die Hälfte der Bevölkerung aus (zumindest derzeit die ältere Generation)! Doch Moment, vielleicht ist das anders gedacht und OB samt Bürgermeistern und Referenten sollen durch KI ersetzt werden! In diesem Fall Daumen hoch!
    Die BRÜCKE ist nicht schlechter oder besser als andere Politvereine auch. In vielen Punkten klingts doch bei allen sehr ähnlich. Die Dominanz von Wolbergs aber ist abstoßend. Bei allen guten (gutklingenden) Ansätzen ist die BRÜCKE für mich schon alleine deshalb nicht wählbar, weil ich Wolbergs keinen Platz in der Kommunalpolitik mehr zugestehen will.

  • Günther Herzig

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    @Karin Haber:
    Jetzt habe ich den Artikel zum wiederholten male gelesen und komme nicht damit zurecht, dass Sie eine Diskreditierung der Bürgerinnen beklagen. Ich wohne nicht in Regensburg, der Stadt, in der ich geboren wurde, und bin deshalb vielleicht auch nicht detailliert genug informiert. Helfen Sie mir bitte, aus was Sie die Diskreditierung entnehmen. Gäbe es sie und hätte ich sie nicht übersehen, würde ich deutliche Worte finden. Ich meine aber auch dass die Bürgerinnen selbstbewusst genug sind, um nicht aus jeder Formulierung zu allerserst eine Herabsetzung zu entschlüsseln.

  • Rengsburger

    |

    Lothgaßler:

    Seit ich denken kann ist der Dultplatz der Dultplatz.

    Allein darüber nachzudenken dort zu bebauen ist nicht ok. Wieviel Millionen kostet das den Dultplatz Hochwasser sicher zu machen. Und selbst wenn es möglich ist soll dort nicht bebaut werden. Unser Dultplatz soll für viele Generationen noch Dultplatz bleiben.

    Die Brücke schießt sich mit solchen Ideen Gott sei Dank selber ins Abseits.

  • gustl

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    Mit seiner vom-Saulus-zum-Paulus-Rede versucht der wegen Korruptionsdelikten verurteilten und vom Dienst suspendierte Wolbergs seine 80 Fans auf den bevorstehenden Kommunal-Wahl glücklich einzustimmen.

    Bei der Analyse des Wahl-pro-Gram wird jedoch festzustellen sein, dass es wie üblich keinerlei Verbindlichkeiten gibt. Genauso wie beim letzten von IZ, Schmack und Tretzel gesponserten “der-kniet-sich-rein”-Wahlkampf, oder war’s “der-kanns”, oder doch “der-nimmt-alles”.

    Allerdings müsste Wolbergs gar keinen Wahlkampf mehr machen und leere Versprechungen ausposaunen, sein Etappenziel “lebenslange-Rente-ab-Nominierung” haben ihm seine 80 Nibelungen-treuen Fans doch schon erfüllt.

  • auch_ein_regensburger

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    „wirkt (…) stellenweise regelrecht humorvoll. Etliche der etwa 80 anwesenden Vereinsmitglieder hängen sichtlich beeindruckt an seinen Lippen.“ Kann es sein, dass die Beiträge zum Thema Wolbergs immer tendenziöser werden? RD hatte auch schon mal mehr journalistisches Niveau.

  • Brandner K

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    @Karin Haber und alle Brücke-Gefolgschaften: Es ist nach wie vor zu begrüßen, dass sich Bürger in Ihrer Stadt für die Kommunalpolitik interessieren und sich engagieren. Vielleicht hatten Sie ja auch schöne Ideen, die zu diskutieren wären. Aber es sollte Sie nicht wundern, dass über Ihre Ideen niemand redet, wenn Sie einen wegen Korruptionsdelikten verurteilten Straftäter als OB-Kandidaten aufstellen.
    Es darf Sie nicht wundern, dass sich der Eindruck breit gemacht hat, es geht nicht um die Politik von Bürgern sondern einzig und allein um Wolbgers Rente.

    Mit Wolbergs werden Sie Ihre politischen Ziele in Regensburg leider nie durchsetzen und mehr als 80 Kreuzchen werden es wohl nicht werden.

  • Robert

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    Leider werden die Thematiken regenerative Energien, CO2, Strom- und Wärmeversorgung im Artikel nicht behandelt, waren diese denn kein Thema bei der Verabschiedung H. Owald?

    Im Positionspapier der Brücke steht dazu nur scheinbar unverfängliches:
    “Wir möchten die Nutzung fossiler Energieträger aufs Äußerste reduzieren, eine dezentrale Energieversorgung fördern und Bürger sowie Unternehmen dabei aktiv einbeziehen.”
    Als OB hat Wolbergs noch ganz Regensburg davon überzeugen wollen, dass der allein fossile Energieträger verbrennende und propagierende Baumagnat Tretzel auf dem Nibelungenareall ein “innovatives Energiekonzept” biete.

    ich frage mich, hat Wolbergs womöglich im Zuge seiner Verurteilung wegen Vorteilsnahme etwas gelernt, oder den Unterschied hinsichtlich dem Einsatz fossiler Energieträger nicht genau verstanden?

  • R.G.

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    “Kann es sein, dass die Beiträge zum Thema Wolbergs immer tendenziöser werden?”
    Tendenziös ist ein schönes beinahe aussterbendes Wort.
    Verwenden Sie es fleißig!
    Zu:
    “Etliche der etwa 80 anwesenden Vereinsmitglieder hängen sichtlich beeindruckt an seinen Lippen.”
    Das dache ich bei meinen älteren Nachbarinnen gleichfalls, weil sie für einen bübisch lächelnden Ortspolitiker schwärmten.
    Seit sie mit Hörgeräten versorgt sind, finden sie ihn nicht mehr genial.

  • Bonnie

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    Das hört sich an wie eine Steilvorlage für die Brücke aus der Altstadt zum Oberen Wöhrd. Bebauung des Dultplatzes bedeutet wahrscheinlich auch die Bebauung des RT Geländes. Ein Aus für die RT Halle und das Sportgelände und natürlich für das Bad, das man ja dann noch schnell verkommen lassen kann. Das wird dann ganz sicher kein soziales Projekt, es ist nicht auszumalen, was unserer Stadt noch bevor steht.

  • Julian86

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    Regensburg wird grün!

    Mit dem Dult-Platz-Veränderungs-Vorschlag hat die Brücke e.V. mit ihren Aficionados,-as einen Coup gelandet. Vielleicht nicht, was die angedachte Wohnbebauung angeht. Aber doch, was die gezielte Verlegung der Dult zur Arena angeht. Abertausende Lärmbetroffene im Dultplatz-Umkreis von einem Kilometer nur dürfte nun wissen, wem sie ggf. ihre Stimme geben.

    Ich plädierte allerdings statt der Wohnbebauung für die Anlegung eines der heraufziehenden Erderwärmung widerständigen, luftfildernden und schattenspendenen Stadtwalds inmitten einer grünen Oase zur Naherholung. Als weiteren Schritt für den Aufbau eines “nachhaltigen Regensburgs” (FDP), das ist doch klar.

    So gesehen, gäbe es erste Überschneidungen im Programm FDP/Brücke. Was sagte die ÖDP zum Stadtwald auf dem (ehemaligen) Dultplatz? Und was sagten die Grünen im 40. Jahr ihrer Gründung? Ah, sie würden 40 Bäume spenden? Wie toll! Wäre das. Nur Mut! Kreativität ist gefragt, nicht nur beim Spendeneintreiben.

  • Christine

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    Dult genießt auf dem derzeitigen Gelände Bestandsschutz, eine Verlegung wird innerhalb der Stadtgrenzen unmöglich werden, weil die immissionsschutzrechtlichen Anforderungen nicht eingehalten werden können. Das sollte ein seit 2008 in der Stadtverwaltung Veantwortung tragender kommunaler Wahlbeamter wissen, der noch dazu von einem ehemaligen Baudirektor in der Brücke unterstützt wird.
    Im übrigen als ehemalige Wolbergswählerin von seiner politischen Führungsfähigkeit nach seinem Auftreten vor Gericht nicht überzeugt. Wer sich um seine eigenen und die ihm anvertrauten Finanzen nichts schert, ist als OB ungeeignet. Aus der Ära Wolbergs ist wenig Erfolgreiches zu vermelden. Dank gebührt ihm für seinen Umgang mit den in R ankommenden Flüchtlingen. Sein Management hat sich erfreulich von dem seines Vorgängers abgehoben. Aber ansonsten ist nur festzuhalten organisatorisches Chaos und personelle Aufblähung der Stadtverwaltung. Lt. Programm der Brücke soll es so weitergehen. Nicht wählbar!

  • Armin Schöffmann

    |

    @Rengsburger
    “Seit ich denken kann ist der Dultplatz der Dultplatz.”

    “Der” Dultplatz ist der Neue Dultplatz.
    Der existiert seit dem Bau der RMDK-Schleuse. anfang der 70er.
    Früher lag der Dultplatz weiter östlich in etwa im Bereich der heutigen Schleuse.

    Verkehrstechnisch betrachtet, finde ich es schon zulässig, über einen erneuten Umzug nachzudenken.

  • Julian86

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    Christine, könnten Sie freundlicherweise die von Ihnen angesprochenen “immissionsschutzrechtlichen Anforderungen” konkretisieren, vielleicht mit einem Link. Danke. Oder kann das der angespochene, die Brücke e.V. unterstützende Baudirektor?

  • Alfred Santfort

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    Der aktuelle Dultplatz wurde im Zuge des Baus der Schleuse Regensburg errichtet und ist bis zum 100 – jährigen Hochwasser hochwassersicher. Anders wäre er für Dulten nicht zu gebrauchen.

    Unabhängig von der Lage: Zu der Zeitdauer der Dult sind noch Auf- und Abbauzeiten hinzuzurechnen. Die Arena wäre zu Fußballspielzeiten lange ohne Parkplätze.

  • Jürgen

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    Zum Dultplatz finde ich Julian86s Vorschlag am schlüssigsten.
    So eine grüne Lunge tut jeder Stadt gut und man könnte hier auch Fuß- und Radverkehr abseits der Straßen umleiten. Der Phantasie sollte man keine Grenzen setzen.

  • Günther Herzig

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    @Brandner K
    ich verstehe nicht, dass Wolbergs nur auf Grund der laufenden strafrechtlichen Aufarbeitung gehindert sein soll, sich als Kandidat zu bewerben. Solange keine Verurteilung vorliegt, die es verhindert im Amt des Oberbürgermeisters zu sein, ist es nicht in Ordnung ihn so zu behandeln, als gäbe es einen rechtlichen Hinderungsgrund. Dann soll es allein von den Regensburger Bürgern abhängen, ob er wieder in das Amt kommt. Dass er weiß, wie eine Stadt der Größe Regensburgs regiert wird, ist nicht zu bestreiten. Ließe man ihn nicht als Oberbürgermeisterkandidaten zu, führt das nur zu einer Märtyrerrolle. Das scheidet aus, wenn antreten kann. Ist er aber sogar erfolgreich, wird der Wunsch einer ihn tragenden Mehrheit erfüllt. Alles andere darf keine Rolle spielen.

  • Brandner K

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    @Günther Herzig
    Wie kann man nur ernsthaft auf den Gedanken kommen, dass Wolbergs die Kompetenz zur Führung einer Stadtverwaltung besitze? Erstens verfügt er über keinerlei Ausbildung und zweitens hat Wolbergs diese Stadt in seiner Amtszeit ins Korruptions-Chaos geführt und wurde wegen Korruption verurteilt. Oder ist das gar nicht wahr und alles nur geträumt?

  • Ahnungsloser

    |

    @Günther Herzig, sicherlich können die Regensburger Bürger Herrn Wolbergs wiederwählen. Aber dem “Wunsch einer tragenden Mehrheit” wird damit nicht entsprochen werden. So bleibt seine Suspendierung auch bei einer erneuten Wahl bestehen, so dass er das Amt nicht ausüben kann. Wird in dem – noch ausstehenden – beamtenrechtlichen Verfahren festgestellt, dass seine Dienstvergehen so schwer wiegen, dass er aus seinem Amt entfernt wird, endet auch seine Dienstzeit. Dabei spielt der “Wille” der Wähler keine Rolle.

  • Rengsburger

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    Wenn der Dultplatz dort seit 50 Jahren ist sollte man ihn auch nicht ohne Not verlegen. Strom, Gas, Infrastruktur alles ist vorhanden. Ich denke dort hat sich eine schöne Tradition entwickelt. Diese sollte erhalten bleiben.

  • Günther Herzig

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    Warum wird nicht einmal vorsichtshalber gewartet, ob die Regensburger Bürger das auch so sehen, wie Sie, Brandner K. und ein gewisser Ahnungsloser? Wolbergs hat das Chaos nicht angerichtet. Er wurde in das Chaos geworfen. Fehler hat er sicher gemacht und diese Fehler würde er nicht wieder machen.
    Und ich zweifle, ob er permanent mit dem Vorsatz unterwegs war, Straftaten zu begehen. Die Häme, mit der er jetzt in alttestamentarischer Strenge verurteilt wird, nicht durch ein Gericht, sondern durch Mitbürger, die vielleicht den Splitter in seinem Auge sehen, ist widerlich. Es gibt genügend ähnliche Geschichten in der Bibel, mit Pharisäern und so, ihr wisst schon!!!!! Wird er durch das Landgericht verurteilt, wird er nach unseren Gesetzen belangt. Meldet Euch alle, denen er etwas genommen hat. Er hat sich nicht persönlich bereichert. Ein Kapitalverbrecher sieht anders aus und Schaidinger wird sicher keine Gelegenheit haben mit dem Sportflugzeug über der JVA eine Ehrenrunde zu fliegen.

  • Mr. B.

    |

    Wahnsinn, wie offensichtlich die Politik seit vielen Jahre dieser Stadt und seinen Bürgern im Ansehen und im Vertrauen geschadet hat!
    Und manche finden, dass dies kein Ende haben soll?
    @ Frau Haber: Glaubwürdigkeit sollte anders aussehen und sich auch anders präsentieren!

  • Günther Herzig

    |

    Herr Ahnungsvoller:
    Cool down und abwarten. Sicher wird jetzt irgendeiner kommen und behaupten mir sei das Rechtsamt versprochen worden. Ich werde das nicht bestätigen und auch nicht dementieren, damit jeder war hat. Interessieren würde es mich schon!

  • Jonas Wihr

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    @ Günther Herzig
    “Er hat sich nicht persönlich bereichert.”
    Parkettboden, Pächterwohnung in der Alten Mälzerei, Sanierung Wochenendhaus … Ach so, ja richtig, das hat man ihm ja untergeschoben. Und die Frau Mama wohnt immer noch nicht am Roten-Brachweg. Was ist aus dieser Wohnung nun geworden? Teuer vermietet? Weiter verkauft?

  • Empörer007

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Dominik Müller

    |

    @Jürgen
    Die grüne Lunge wäre in der Mitte Regensburgs doch noch sinnvoller. Nördlich vom Dultplatz ist nur die Donau und ein paar Häuserzeilen bis zu den Winzerer Höhen. Der Dultplatz ist also fast schon Stadtrand, dahinter grün, aber anders als irgendwo bei der ehemaligen Conti-Arena kommt man mit vielen Buslinien recht nahe ran (Haltestelle Keplerstraße). Julian86 wohnt wohl im 500m-Umkreis zum Dultplatz, und möchte die Belästigung durch die Dult eben auf andere abschieben. Dazu also andere Flächen versiegeln und diejenigen, die jetzt schon versiegelt sind, aufwändig entsiegeln. Das halte ich für ökologisch kontraproduktiv.

  • Mr. T.

    |

    Zum Thema “Persönliche Bereicherung” darf man neben den im Vergleich zu anderen relativ bescheidenen Beträgen für die kostenlosen Renovierungen und den Nachlässen für die Verwandtschaft die Spenden nach der Wahl nicht vergessen. Sie werden offiziell als Spenden für die “Fortführung des Dauerwahlkampfs” deklariert. Man kann sie aber auch als nachträgliche Spenden für den abgelaufenen Wahlkampf sehen, für dessen überzogenes Budget Wolbergs privat eingesprungen ist, um die SPD schadlos zu halten. Genau das war such der Punkt, mit dem alles aufgekommen ist. Kommt nix mehr rein, zahlt er das aus eigener Tasche. Kommt noch was rein, fließen seine Sicherheiten wieder zurück in seine Tasche.

  • XYZ

    |

    Julian 86, 11.44
    Es ist m.E. in erster Linie eine Aufgabe des Stadtplanungsamtes für den oberen aber auch unteren Wöhrd und Stadtamhof ein Gesamtkonzept der Entwicklung zu einem flussbegleitenden Naherholungsgebiet zu erarbeiten, unter besonderer Berücksichtigung der Klimafaktoren die auf der Hand liegen.

  • Giesinger

    |

    Zum Thema Dultplatzverlegung: Das werden wir alle sicher nicht (mehr) erleben, so meine Einschätzung.
    Könntet ihr Euch etwa vorstellen, die Wiesn’ (das Oktoberfest) würde von der Theresienwiese nach Fröttmaning verlegt werden?
    Zwecks Wohnbebauung?
    Ja wos machma dann jetzt mit der Bavaria, setzen wir’s aufn Müllberg draußen? Na, des war nix…

    Für alle Volksfest-Geplagten: Es bleibt nur, während dieser Zeit möglichst auszuwandern oder Urlaub zu nehmen. Gleiches gilt aber auch für Bürgerfeste und sonstige ausufernde Veranstaltungen.

  • Monetäre Kriterien

    |

    @ Haber, 8.1.

    Noch 2 Klischees von mir:

    1. Wer viel und gut redet, dem vertraust du besser nicht blind. Tu ihm trotzdem den vorübergehenden Gefallen und häng’ an seinen/ihren Lippen, damit er/sie sich nicht blöd vorkommt.

    2. Das Ergebnis steht für sich. Wenn der Weg dorthin viel Arbeit war oder ein “Kraftakt” oder Haste-nich-gesehn, dann muss das nicht extra betont werden. Man muss sich nicht mit aufgeblasenen Backen oder hochgekrempelten Ärmeln fotografieren lassen um der Welt zu zeigen, dass man was anpackt.

  • Beatrix Szabo

    |

    Interessant sind einige Bemerkungen was Wohlbergs und die Brücke alles gemacht haben sollen in der Vergangenheit und auch an dem Dienstag. Wer von Ihnen war dort? Wer stützt seine Meinung lediglich auf dem was die Presse berichtet? Bitte nehmen Sie doch persönlich an Vorträgen teil und urteilen dann. Und dann diskutieren Sie bitte mit der Brücke und Wolbergs. Bei der Brücke sitzen einige Menge Leute die sich für die Stadt einsetzen und einsetzten wollen.

  • Jürgen

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    @ Mr. B. / 9. Januar 2020 um 17:28:
    Diese Verallgemeinerungen können Sie getrost lassen. Das ist Populismus, sonst nichts!
    “Die Politik” hat nicht Regensburg geschadet. Ob Sie es glauben wollen oder nicht, Sie und alle Bürger sind “die Politik”! Jeder, auch Sie können sich aufstellen lassen oder wenn sie es nicht schaffen aufgestellt zu werden, ihre eigene Partei zu gründen.
    “Politik” das sind wir alle und wir allen haben die Möglichkeit mitzugestalten!
    Diese sinnfreien populistische Aussagen beleidigen somit also alle Bürger!
    Das musste einmal gesagt werden.
    Ich teile die Auffassung einiger hier, dass Wolbergs im ersten Prozess sehr viel Glück gehabt hat. Jeder kleine Beamte wäre für weniger verurteilt worden.
    Der aktuelle Prozess ist hingegen ganz anders gestrickt.
    Hier wird Wolbergs eine Einflussnahme unterstellt, die es so (glaubt man den diversen Aussagen) nicht gegeben hat. Schaut man sich dann noch die zeitlichen Zusammenhänge an, muss sehr schnell klar werden, dass hier nichts gelaufen sein kann.
    1. Wurden die meisten Entscheidungen von Schaidinger noch durchgesetzt.
    2. War Wolbergs zu kurz im Amt, um diese “Steuermöglichkeit” überhaupt gehabt zu haben. Fragen Sie jeden x-beliebigen Bürgermeister, der wird bestätigen, dass man die ersten sechs Jahre erst einmal die Sachen seines Vorgängers erledigt. Gestaltungsmöglichkeiten hat ein OB erst in seiner zweiten Wahlperiode.

  • Tina Lorenz

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    Hm, da hat Herr Wolbergs die aktuelle Stadtpolitik aber nicht sonderlich gut verfolgt – und das trotz zweier eigener Stadträte: Der Stadtrat hat bereits letztes Jahr die Einrichtung einer Digitalisierungsstabstelle – mit dem Schwerpunkt Smart City – als Querschnittsteam innerhalb der Verwaltung beschlossen. Leider ohne die Belange Datenschutz und Bürgerinteressen abzubilden. Um die Interessen der Regensburger:innen zu vertreten, bräuchte es einen Datenschutz-Beirat, der nicht durch Industrieinteressen geleitet wird. Weil Transparenz, Open Source, Datenschutz und ein schlüssiges Datenkonzept generell aber nicht Teil der Überlegungen dieser Stabsstelle sein werden, bin ich auch nicht sonderlich glücklich mit dessen Einrichtung.

  • Günther Herzig

    |

    Die Alten behaupten oft, es habe eine “Gute alte Zeit” gegeben. Das war aber tatsächlich nicht so. Manches war gut, einiges schlecht. Und, dass alte Leute auf diese Zeit verweisen hat sicher damit etwas zu tun, dass sie damals durch die ständige Übung gewohnt waren, Schwierigkeiten zu meistern, was ihnen heute schwerer fällt.
    Früher gab es auch öffentliche Hinrichtungen. Der Nachteil: man musste sich zur Richtstätte begeben.
    Das ist wirklich heute günstiger. Es gibt, jedenfalls bei uns, keine Hinrichtungen mehr in der überkommenen Bedeutung. Aber heute kann man, ohne sein Wohnzimmer zu verlassen, in wohliger Anonymität, an Hinrichtungen im Internet und anderen Medien teilnehmen.
    Man nennt es natürlich anderes. Aber es handelt sich um die dauerhafte Beschädigung und Vernichtung der Existenz von Personen, ihres und des Rufes ihrer Familien.
    Tugendhafte Mitbürger, überzeugt Vorbilder zu sein, wiederholen ständig, dass es eine Unschuldsvermutung gibt, um in einer Endlosschleife zu erklären, was den Betroffenen vorzuwerfen ist, was eine gleichzeitige Bezichtigung und Relativierung bedeutet all dessen, was stattgefunden haben soll, aber erst bewiesen werden muss wegen dieser „dämlichen“ Unschuldsvermutung.
    Und damit findet eine dauernde Beschuldigung statt mit dem Ergebnis, dass am Ende niemand mehr abwarten muss, ob sich Vorwürfe bestätigen, weil schon irgendwas dran gewesen sein muss. (Kein Rauch ohne Feuer!) So auch Marc Anton in seiner Rede.
    Das erleben wir nun schon seit langem. Es betrifft Joachim Wolbergs, der uneinsichtig und dreist genug ist, nicht zu Kreuze kriechen zu wollen, und der sich zugegebener Maßen nun wirklich nicht immer geschickt verhält.

  • Giesinger, der Tugendhafte

    |

    Textzitat:
    “Beim Thema Wohnen setzt Wolbergs vor allem auf den Erwerb von Grundstücken durch die Stadt („Kaufen, kaufen, kaufen!“)”
    ————————————————————

    Der Herr Wolbergs weiß offensichtlich gar nicht, wovon er redet, wenn er redet. Hauptsache er redet. Seinen 350 Aficionados (vor allem den Aficionadas) scheint es zu gefallen, wenn man die leuchtenden Augen auf manchen Fotos und Videos sieht. Tja, die Geschmäcker sind verschieden und 350 Leute sind jetzt auch nicht die Welt.
    Ursula hat schon Recht mit der Bezeichnung “Guru”.
    Ich habe ja schon mal den Begriff “Sekte” ins Spiel gebracht.
    Die beiden kommentierenden Damen der brjecke (gesprochen brtzke oder bruetzke, je nach Lesart) haben mir es wieder mal bestätigt.
    Vereinszweck der brjecke war doch glaube ich die Wiederwahl von J.Wolbergs als OB.
    Was macht der Verein denn nach der Wahl?
    Wird der Verein dann so eine Art Gebetskreis mit dem Verkünder der Frohbotschaft und seinen andächtig Lauschenden?

    Ommm……

  • Mr. B.

    |

    Jürgen
    10. Januar 2020 um 07:22| #

    Lieber Herr Jürgen,

    Populismus sieht anders aus!!!!!!!

    Gut, dass es R-D gibt, sonst könnte niemand seine eigene Meinung abgeben!
    Jeder andere kann ja weiterhin die anderen Medien verfolgen, wo offensichtlich vieles “abgeschwächt” wird? Warum wohl?
    Und…. mir ist es total egal, ob ein Amtsträger vor der Wahl oder nach der Wahl von den Immo-Haien gefüttert wird, weil sie Zuschläge erhalten oder noch erhalten wollen. Es sind doch immer die gleichen Firmen, welche sich das weniger oder mehr kosten ließen, oder?
    Wenn sie der Meinung sind, dass wenigen Personen für gutes Geld alles zusteht, dann bleiben sie einfach bei ihrer Meinung, denn dann verstehe ich sehr gut, warum sie der Meinung sind, dass alles normal gelaufen ist!

  • Stadtfrager

    |

    Mal ganz was anderes: (Wieso) gibt’s eigentlich keine Umfragen zwecks OB-Wahl im März? Das ist in bereits 2 Monaten! – Klar, das kostet ein bisschen was, aber a) hätte das hiesige “Medienhaus” ja genug Kohle, und b) ist’s nicht so viel Aufwand, eine aufwandsmäßig abgespeckte (Online)Umfrage auf die Beine zu stellen. Könnte man sogar auf RD veranstalten… (wobei, das wäre wohl nicht allzu repräsentativ…)

  • friedhelm

    |

    Wolbergs ist mit der Arbeit von Gertrut Malt-Schwarzfischer zufrieden. diesen Eindruck vermittelt er, ansonsten könnte er das Gewurschtel von Fr.Malt-Schwarzfischer beenden indem er selbst mit sofortiger Wirkung vom OB-Job zurücktritt, dann gäbs sofort Neuwahlen.

  • Don’t Stop Me Now » Regensburg Digital

    |

    […] sind deutlich mehr Mitglieder, Unterstützer und Gäste des Wahlvereins gekommen als noch vor einer Woche zur Verabschiedung des Wahlprogramms. Darunter auch Vertreter der Sozialen Initiativen, die ehemalige Oberbürgermeisterin Christa Meier […]

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