SOZIALES SCHAUFENSTER

Ex-OB wünscht keine Fragen

Von „Erfüllungsgehilfen“ und „Haubentauchern“

Mit nur einer Gegenstimme beschließt der Stadtrat, den Verein „Faszination Altstadt“ für drei weitere Jahre zu fördern. Bei Brücke-Fraktionschef Joachim Wolbergs sorgen Nachfragen zu dem Thema für einen Wutausbruch.

Wollte „eigentlich nichts sagen“: Joachim Wolbergs. Foto: Archiv/Bothner

„Ich bin sehr froh, dass es die Faszination Altstadt gibt“, sagt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gegen Ende eines längeren Wortbeitrags, der einer Verteidigungsrede für den städtisch geförderten Verein gleichkommt. Dinge wie der Altstadt-Zehner („Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen schon mal einen in der Hand hatte.“) seien „eines von vielen Projekten“, mit denen „Faszination Altstadt“ „wirklich versucht hat und immer noch versucht und das zum Teil sehr erfolgreich tun nicht nur für ihre Mitglieder, sondern für die Altstadt, für den Handel in der Altstadt Verbesserungen zu erreichen“.

Seit es die „Faszination Altstadt“ gebe, habe die Stadt endlich einen Ansprechpartner, der natürlich professionell geführt werden müsse, um das damit zusammenhängende Arbeitspensum zu bewältigen, so die Oberbürgermeisterin. Und in der Verwaltungsvorlage, um die es gerade gehe, seien die Verdienste des Vereins um den inhabergeführten Einzelhandel in der Altstadt „vielleicht noch nicht mal ausführlich genug beschrieben“.

Grüne fragen nach

Stadtrat Michael Achmann hatte Fragen. Foto: pm/Meyer

Anlass für Maltz-Schwarzfischers Ausführungen sind mehrere Fragen, die Grünen-Stadtrat Michael Achmann anlässlich der turnusgemäßen Evaluation der Vereinsarbeit aufgeworfen hat. Wie berichtet, wurde die städtische Förderung von 75.000 Euro jährlich für eine professionelle Geschäftsführung plus maximal 10.000 Euro für die Organisation von bis zu fünf Festen in einzelnen Straßenzügen 2014 unter Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf den Weg gebracht. Damals noch als „Anschubfinanzierung“, verbunden mit verschiedenen Zielvorgaben, die alle drei Jahre überprüft werden sollten. Ob und inwieweit diese Ziele erreicht wurden, darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein, ebenso dazu, ob die Evaluation dieser Ziele in der diskutierten Verwaltungsvorlage tatsächlich transparent und realistisch dargestellt wird (dazu unser Bericht vom vergangenen Freitag).

Der frühere Juso-Vorsitzende Heinrich Kielhorn hatte im Vorfeld der Neubewilligung via Facebook Kritik an der „Faszination Altstadt“ geübt. Zur Seite gesprungen war ihm CSU-Chef und Stadtrat Michael Lehner („Dem ist nichts hinzuzufügen! Werde das ansprechen, red du auch mal mit eurem Häuptling.“) Doch während Lehner bei der Debatte schweigt und am Ende auch für die Vorlage stimmt, fragt Achmann nach.

Unter anderem will der Grünen-Stadtrat wissen: Wie konnte es dazu kommen, dass in der Vorlage von einer Kooperation mit der REWAG die Rede ist, die es nicht gibt? Ob man – ähnlich wie beim Stadtmarketing-Verein – die Mitgliedsbeiträge der Faszination Altstadt der städtischen Förderung gegenüberstellen könne? Ob das Gutscheinmodell „Altstadt-Zehner“ auch digital umgesetzt werde? Ob die städtische Förderung einer Online-Handelsplattform mit 10.000 Euro sinnvoll sei, und ganz generell die Zusammenarbeit von „Faszination Altstadt“ mit der MZ-Tochter City-Mail?

„Nicht ad nauseam diskutieren…“

Wirklich beantworten kann die Oberbürgermeisterin die aufgeworfenen Fragen im Rahmen ihres Bekenntnisses zur „Faszination Altstadt“ nicht. Ob manches nun sinnvoll sei oder nicht, ob es den Altstadt-Zehner auch digital geben solle – das und anderes könne man wohl nur mit dem Verein selbst diskutieren. Ob es eine Kooperation mit der REWAG inklusive Vergünstigungen für Vereinsmitglieder gebe (die REWAG verneint dies eindeutig), das wisse sie nicht, so die Oberbürgermeisterin. Wirtschaftsreferent Georg Stephan Barfuß wird eine Antwort dazu schriftlich nachreichen, ebenso zu der Frage nach den Mitgliedsbeiträgen der „Faszination“.

Wirtschaftsreferent Barfuß hält die Förderung für gerechtfertigt. Foto: Archiv

Manche Dinge seien „unglücklich“, so Barfuß. Man könne auch hinterfragen, ob man mit einer Online-Handelsplattform, wie sie „Faszination Altstadt“ seit Ende 2019 erneut plant, gegen Amazon „anstinken“ könne. Das sei aber eine „rein akademische Diskussion“. Man könne gerade in Corona-Zeiten „nicht ad nauseam (bis zum Überdruss, Anm. d. Red.) diskutieren, was das Beste wäre“. Man müsse es eben mal probieren. „Das ist Unternehmertum.“ Die 75.000 Euro jährliche Förderung hält Barfuß für gerechtfertigt. „Das kann man machen und wir haben uns so entschieden.“

„Eine Frage des Rückgrats…“

Für Raunen und teilweises Gelächter im Plenum sorgt dann eine Wortmeldung von Joachim Wolbergs, dem Vater der 2014 auf den Weg gebrachten Förderung. Er habe „eigentlich nichts sagen“ wollen, um nicht einen weiteren Artikel zu provozieren, so Wolbergs mit Blick auf regensburg-digital. Aber es sei „eine Frage des Rückgrats“, dazu etwas zu sagen. Die Tatsache, dass man hier überhaupt noch diskutiere sei hauptsächlich auf die Berichterstattung von regensburg-digital zurückzuführen. Und wenn man deshalb hier nachfrage, dann wolle man „nur zündeln“. Das sei „völlig bescheuert“.

Die 75.000 Euro jährlich seien eine freiwillige Leistung, die man an Bedingungen geknüpft habe, „wie sonst übrigens nirgends“. Schließlich schreibe man der Alten Mälzerei auch nicht vor, welche Konzerte sie veranstalte. Und man fördere ja auch den „Ring politischer Jugend“, „wo lauter Haubentaucher rumlaufen“. Die „Faszination Altstadt“ habe alle Vorgaben, die mit der Förderung verbunden waren, „erfüllt“, meint Wolbergs.

Es gehe hier doch nur darum, eine Debatte gegen den Geschäftsführer Ingo Saar loszutreten. Es gehe generell immer nur darum, „ein paar Personen zu vernichten“.Die Grünen machten sich zu „Erfüllungsgehilfen“, indem sie in der Sitzung nachfragten. „Solche Fragen stellt man bei keinem anderen Verein.“ Und schließlich könne jeder, den das interessiere, das „mit einem Anruf“ bei der „Faszination Altstadt“ klären. Die habe ihre Sache „richtig gut gemacht“.

Friedl stimmt dagegen

Den Vorschlag von Stefan Christoph (Grüne), Geschäftsführer Ingo Saar doch einmal in den Stadtrat einzuladen, lehnen sowohl Wolbergs aus dem Off („Geht‘s noch?“) als auch Maltz-Schwarzfischer am Mikro („Man kann sich selber beim Verein informieren.“) ab.

Unkommentiert bleibt der Einwand von Stadtrat Jakob Friedl (Ribisl), der unter anderem bemängelt, das die kumulierte grafische Darstellung der alljährlich in Umlauf gebrachten Altstadt-Zehner in der Verwaltungsvorlage „unseriös“ und „ein bisschen Hochstapelei“ sei. Ebenso die Anmerkung von Irmgard Freihoffer (Linke), die anmerkt, dass es „nichts Ehrenrühriges“ sei, im Stadtrat Fragen zu stellen.

Gegen Friedls Stimme wird die weitere Förderung der „Faszination Altstadt“ für weitere drei Jahre schließlich beschlossen.

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Kommentare (34)

  • Horst

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    Ja gut, 75.000€. Das sind nicht mal 8 Tretzel-Tranchen, lachhafter Haubentauchertarif!

  • WUDELHUDEL

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    Den Altstadt-Zehner als Erfolg feiern? Straßenfeste organisieren? Welcher Verein erhält so viel Geld für …., für was eigentlich?

  • Kw

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    Eigentlich nicht verständlich dass sich Stadtrat Wolbergs über die RD Berichterstattung beschwert, kommt er doch sonst nur unter ferner liefen bzw. als Haubentaucher vor.
    Was die “Förderung des Vereins” in Höhe vo 75 kEUR angeht so ist dies doch das Gehalt des Herrn Saar und seines Assitenten, oder habe ich da was falsch verstanden? Mit was genau wird denn dann der eigentliche Verein bzw. dessen “Arbeit” gefördert?

  • Antigone

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    Nur eine Gegenstimme??? Was für ein grüner Witz! Ein weiterer Grund das nächste Mal Ribisl zu wählen. Bravo, Jakob Friedel!

  • R.G.

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    OK, Regensbörg först!
    Hat doch beim Onki Donald auch geklappt.

  • R.G.

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    Sind die Oberbürgermeisterin und der Ex-Oberbürgermeister eigentlich genetisch eineiige oder zweieiige Zwillinge?

  • Lol, der lächerliche

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    Habt Ihr´s nicht verstanden ? der Zuschuss – besser 100% ige Kostenuebernahme – wird in altstadt pfennigen ausgezahlt

  • Mr. T.

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    Sich über kritische Bericherstattung beschweren ist natürlich ein demokratischer Offenbarungseid.

    Die Politik wäre so einfach, wenn da nicht immer wer kritisch nachfragen würde. Genau so infach wär’s aber auch, sich argumentativ gegen die Kritik zu wehren anstatt mit Pöbeleien.

  • DemAignerseinLeftutti

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    Ich empfinde es als sehr konsequent vom Wolbergs, das Prinzip “Geld ohne Gegenleistung” zu verteigen.

  • R.G.

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    Ribisl, der Antipode!

  • empörer007

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    Es ist schon erstaunlich, wie sich der immerhin 2 x verurteilte Ex-OB W. aus dem “Fenster lehnt”…, mehr Bescheidenheit u. Selbsterkenntnis wäre doch wünschenswert!…
    Fehler machen nur die Anderen…, und wollte Ex-OB W. nicht seine “Zelte in R. abbrechen” und die Stadt verlassen, sobald er verurteit wird…?
    Was nun?, er wird zum “Zambano” im Stadtrat…, die cholerischen Wütereien werden zunehmen, auf allen Ebenen…
    Frage: wie sieht es denn mit dem kolportierten Bestreben des “sehr erfolgeichen” Kneipiers W. bei der Lokalitätspacht “Scholz” aus?, man hört gar nichts, wem das Lokal nun von der Stadt R. “angedient” wurde?
    Faszination Altstadt Regensburg, der W. marschiert voran…, W. mir graust vor dir…

  • Jürgen

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    Lieber Willi,
    ich verstehe deine Aussagen in Richtung rd nicht.
    Leidet nicht gerade die Kommunalpolitik unter keiner, geringer oder einseitiger Berichterstattung der Tageszeitungen? Hat die Kommunalpolitik nicht massive Probleme überhaupt wahrgenommen zu werden?
    Oft ist es doch so, dass über politische Veranstaltungen überhaupt nicht berichtet wird. Die MZ als oberste Instanz bestimmt was von Interesse ist und was nicht. Wenn dann doch Mal ein Bericht erscheint, kann man doch froh sein, dass die Namen der Protagonisten richtig geschrieben wurden und der Inhalt richtig wieder gegeben wurde. Ich weiß nicht worüber du dich aufregst. Regensburg ist in dieser Hinsicht eine Insel der Glückseligkeit.

  • Fremder2020

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    Den Verein „Faszination Altstadt“ oder besser gesagt den fraglichen Gehalt von Herrn Ingo Saar (CONSULTING GMBH) wurde durch die Stadt mit 75 Tausend Euro jedes Jahr finanziert?
    Habt ihr alle …..
    Man sollte für die Leistungen und nicht nur für die „Freundschaft“ zahlen.
    Mehr als 2 Jahren ist der Kunstverein GRAZ ohne bleibe, einfach auf der Strasse, obwohl als Fördere auch die Stadt Regensburg eingetragen ist. Mehr als 2 Jahren stehen die Künstlerinnen und Künstler auf der Strasse und die UNESCO – Kulturstadt Regensburg kann den Künstler keine angemessene Bleibe und Ateliers anbieten. Ist das NUR eine Frage des Geldes, oder der Kulturpolitik?
    Es ist eine unbeschreibliche Schande für die Stadtführung aber auch für die Stadträte, die die 75 + 10 Tausend Euro für die „Faszination Altstadt“ abgesegnet haben. Für die Förderung von Künstler oder von kulturellen Projekten hat die Stadt kein Geld. Armes Regensburg.

  • Piedro

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    Es ist interessant, dass der Verein unbedingt der einzige Ansprechpartner der Stadt sein soll, obwohl es noch andere Interessenvertretungen gibt, u.a. von aus dem Verein ausgetretenen Mitgliedern, die ihre Interessen hier nicht vertreten fanden.

    Die im Plenum gestellten Fragen waren sachlich und berechtigt, zumal sie nicht beantwortet werden konnten. Es mag sein, dass sie ohne die Berichterstattung von rd nicht gestellt würden, aber das als negativ zu bewerten lässt tief blicken. Zum einen, weil Bürgervertretern hier das legitime Recht zu fragen abgesprochen wird, zumindest, wenn diese Fragen journalistisch aufgeworfen werden. Zum anderen, weil Herr W. als Intention die beabsichtigte Vernichtung von “ein paar Leuten” vermutet.

    Rückgrat lässt der Ex-Gröbaz jedenfalls nicht mal im Ansatz erkennen, wenn er sich dagegen stellt das bisherige Modell des selektierten, einzigen Ansprechpartners zu hinterfragen.

    Die Bedingungen, an die eine städtische Förderung von einmalig 500.000 und dann jährlich 75.000 geknüpft sind, wurden nicht kommuniziert. Welche sind denn das? Erfolgsparameter wohl kaum, wenn die Mitgliederzahl ebenso wie die erbrachte Leistung rückläufig sind.

    Entgegen der Behauptung des Dampfplauderers W. kann ich als Leser nicht erkennen, dass hier ein Herr Saar vernichtet werden soll. Würde der Verlust des Mandats dieses Vereins sein Unternehmen ruinieren spräche das, angesichts seines Kundenstamms, nicht gerade für seine Befähigung der Geschäftsführung, die ich jedoch für gegeben halte. Sollte das nicht der Fall sein – worin bestünde sonst die behauptete Vernichtungsabsicht? Weil die angedachte Stellungnahme zu den gestellten Fragen vernichtend wäre?

    Von jemanden, der eine Verurteilung zum Freispruch ummünzt, und erst groß ankündigt fortzugehen, sollte er verurteilt werden, um dann als OB-Kandidat eines Erfüllungsvereins in den Stadtrat einzuziehen, ist freilich weder Rückgrat noch irgendeine Sachlichkeit zu erwarten. Aber was ist mit den anderen Stadträten? Warum interessieren die sich nicht für die gestellten Fragen, geschweige denn für ein alternatives Model der Vertretung, das auch andere Gewerbetreibende einschließt, das eben nicht nur auf einen subventionierten Verein ausgerichtet ist, der entsprechend kritiklos agiereren dürfte? Weshalb ist es derart wurscht, wie viele von diesen Altstadtzehnern tatsächlich von den Konsumenten in Anspruch genommen werden, und ob der Verein die Zahlen schönt oder verfälscht, um weiter gefördert zu werden? Wieso ist es statthaft Mitglieder, absolut unseriös, mit einem erfundenen Vorteil zu locken? Und eine Stellungnahme des Referenten erst nach dem Subventionsbeschluss vorzulegen?

    Ich vermute: weil a Rua sein soll. Basta. Aber ich steck da ja nicht drin.

  • Stefan Aigner

    |

    @Piedro

    Es sind insgesamt rund 500.000, jährlich 75.000 plus Zuschüsse für die Straßenfeste.

  • R.G.

    |

    In der heutigen Zeit noch einen ZehnER.
    Keine ZehnSIE und kein ZehnDIVERS oder ZehnKIND.
    Sagt schon alles.

  • Piedro

    |

    @Stefan Aigner
    Danke für die Richtstellung.

    Vielleicht wäre es zielführender gewesen, das Geld direkt in die Organisation der Feste zu stecken. Um zwei, drei Festivitäten/Jahr zu organisieren braucht es nicht zwingend einen privaten Geschäftsführer. Interessenten melden sich bei Ausschreibung mit Sicherheit, wenn das halbwegs was her macht. Die Standplätze werden vergeben, mit Bühne und Beschallung wird ein kompetentes Unternehmen beauftragt. Die Auswahl der Künstler für eine Bühne sollte man sowieso nicht unbedingt Kaufleuten überlassen, sondern denen, die wissen was da an Musikern so kreucht und fleucht. Aber bitte, wenn man sonst keinen Ansprechpartner akzeptieren will,geht’s natürlich auch so.

    In “meiner” Stadt organisieren sich die Kaufleute einiger Viertel auch, sie werden projektbezogen unterstützt. Die Kosten kommen durch Standgelder wieder rein, wenn was los ist finden sich immer Interessenten, die Förderung durch die Stadt wird für das Engagement von überregional bekannten Musikern verwendet.

    Aus Wien kenne ich Straßenfeste von gewerblichen Zusammenschlüssen, die recht gut funktionieren, regelmäßig, ohne einen Geschäftsführer, der mehr kostet als die Feste selbst. Die Gemeinde übernimmt das Organisatorische und kassiert dafür die üblichen Standgelder nach der Marktordnung, kein Vergleich zu dem was private Veranstalter verlangen. So wird nicht nur die anliegende Kaufmannschaft gefördert, sondern auch die heimischen Marktbeschicker.

    Die Stadtfeste in Linz, ein ganz eigenes Kaliber, funktionieren mit Sponsoring, das ermöglicht den Auftritt namenhafter Künstler über zwei bis drei Tage, ganz ohne Vereinsschaftelei. Der Kaumannschaft steht es natürlich frei sich ebenfalls einzubringen.

  • Rumpelstilzchen

    |

    Es ist gut, dass die Episode OB W vorüber ist, sein Beitrag in der Angelegenheit Faszination Altstadt zeigt, dass er in keinster Weise die Voraussetzungen für das Oberbürgermeisters mitbrachte. Allerdings konnte er dieses Defizit bis zu seiner Enttarnung im Jahre 2016 sehr gut überspielen. Traurig ist, dass die aktuelle Führung anscheinend nicht kompetenter ist. Die von SR Achmann eingebrachten Fragen hätten in der Sitzung beantwortet werden können, wenn man/frau sich vorbereitet hätte. Entlarvend ist auch, dass die Stadträte, ausgenommen Friedl, dem Antrag der Verwaltung zustimmten.
    Die Altstadtkaufleute waren noch nie eine Einheit, Saar kann die Erfahrung des Scheiterns als Kaufmann und erfolgreicher Vermieter einbringen. Ob das der Vielfalt der Kaufmannschaft entspricht? Altstadtkaufleute sind Mitglied Sttadtmarketingverein. Warum stellt niemand die Frage nach der Existenberechtigung zweier Plattformen, die von der Stadt mit erheblichen Finanzmittel unterstützt werden. Es wird spannend werden, wenn in der nahen Zukunft den Bürgerinnen und Bürgern erklärt werden muss, dass Abgaben und Gebühren steigen und Leistungen im Bereich der Pflichtaufgaben gekürzt werden müssen, weil die Finanzen marode werden.

  • Mr. T.

    |

    Das schlimmste hierbei ist ja, dass man als Unternehmer in der Altstadt gezwungen ist, diesem Verein beizutreten, um überhaupt einen Draht zur Stadt zu bekommen. Das ist ja fast schon mafiös.

  • R.G.

    |

    Zu Piedros Beobachtung:
    “Aus Wien kenne ich Straßenfeste von gewerblichen Zusammenschlüssen, die recht gut funktionieren, regelmäßig, ohne einen Geschäftsführer, der mehr kostet als die Feste selbst.”

    Wien geht innerhalb der Stadt regionaler vor als Regensburg, die einzelnen Kaufleute schließen sich am häufigsten der eigenen “Einkaufsstraße”, einer “Grätzelinitiative” oder einem “Bezirksfest” bzw. einem “Marktfest” an. Gefördert wird seitens der Stadt anlassbezogen oder auch durch Parteien etc. Das wird den rechtunterschiedlichen Bedingungen am besten gerecht.

  • joey

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    „Solche Fragen stellt man bei keinem anderen Verein.“
    Na, dann macht das bei anderen Vereinen auch, wenn sie ihren Zweck nicht erfüllen.

  • Robert

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    Der digital-aigner ist schuld, niederträchtig und gemein!
    Ja klar, in Wolbergs` Augen war Aigner dies auch schon, als dieser sich damals mit der Staatsanwaltschaft die Korruptionsaffäre ausgedacht hatte und ihn als OB vernichtete.

    Weltbilder und Handlungsmuster von gefallenen Männern, die stets eine integer-schöne Fassade aufrecht erhalten müssen, sind einfach gestrickt.
    „Eine Frage des Rückgrats“, „aufgeben ist keine Option“, das sind so Bausteine dieser Fassade.

    Dass der Stadtrat über ein Thema diskutiert, weil ein Presseorgan darüber berichtet, was in drei Teufels Namen soll daran falsch oder problematisch sein?
    Wolbergs´ Verständnis von kommunaler Demokratie und kollegialer Debatte ist mehr als befremdlich und destruktiv, er möge sich endlich von der Kommunalpolitik verabschieden.

    OBin Malz-Schwarzfischer hätte die Debatte nicht ungeklärt abwürgen sollen, sondern verschieben und später richtig führen.
    Stadtrat Friedl steht nun als Abweichler da, tatsächlich hat aber m.E. nur er Haltung gezeigt.

  • Christa

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    Danke erstmal für die interessante Berichterstattung!
    Habe ich es richtig verstanden, dass der Stadtrat Achmann die richtigen Fragen im Stadtrat stellt, die beschriebenen Antworten erhält u dann dafür stimmt?

  • R.G.

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    Darf man erfahren, weshalb der Ex-Oberbürgermeister dem einzigen akzeptierten Mittler zwischen der Jetzt-Oberbürgermeisterin & Co und der Kaufmannschaft nicht vergönnte, sein wunderschönes Konzept stolz präsentieren zu dürfen?
    Da zerfranst sich einer Tag und Nacht selbstlos, stellt das beste Konzept zwischen Nord- und Südpol auf, und dann darf er den Erfolg nicht auskosten?

  • Burgweintinger

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    @Joe
    Welcher andere Verein bekommt den Geld in dieser Höhe von der Stadt und erfüllt nicht seinen Zweck?

  • highwayfloh

    |

    Hmh, diesbezüglich schiesst sich Wolbergs wirklich selbst ins Knie. Wunden lecken usw. ok.
    Das er sich persönlich und menschlich verletzt sieht usw. auch ok.

    Jetzt wäre aber die Zeit – wenn auch aus zweiter Reihe – Qualitäten zu beweisen. Leider hier konkret nicht der Fall.

  • da_Moartl

    |

    Der Verein “Faszination Altstadt” ist der eine Kasperlverein – Zuschüsse für einen Geschäftsführer statt für Aktionen, wo gibt es denn sowas? Schlimmer wiegt für mich der andere Kasperlverein; denn der Stadtrat macht sich selbst immer mehr dazu. Was sollen denn all die angeblich kritischen Nachfragen, wenn am Ende doch nur ein einziger dagegen stimmt? Liebe Herren Stadträte und Stadträtinnen, dann veranstaltet Euren Kindergarten doch woanders, aber lasst Euch nicht auch noch aus dem Stadtsäckel für solche Haubentaucher- Schaukämpfchen fürstlich entlohnen.

  • Elke Herbst

    |

    Interessant, werden jetzt etwa weitere Details der Amtsführung und Vertragserfolge unser letzten Stadtregentschaft publik ?

  • R.G.

    |

    @Christa
    11. Oktober 2020 um 09:48 | #
    ” dass der Stadtrat Achmann die richtigen Fragen im Stadtrat stellt, die beschriebenen Antworten erhält u dann dafür stimmt?”

    Herr Achmann lässt auf dem Photo vermuten, dass er seinen Verstand in die Politik einzubringen gedenkt. Mit richtigen Fragen in der Vereinssache hat er bereits alle im Raum anwesenden älteren Personen (außer Friedl) überholt und damit den Intelligenzbeweis angetreten.
    Wir konnten lesen, wie weit Achmann ALLEINE kam. Unter den Fiitichen eines/einer Mentors/Mentorin oder mit dem Rückhalt einer starken Gruppe hätte er noch einen weiteren Schritt gehen können.

    Wir sind für unsere Jüngeren verantwortlich, das gilt auch in der Politik. Hat man sich vorbildhaft ihm gegenüber verhalten?
    Volksvertreter mit Verantwortung werden sich, aus Liebe zu ihrem Land, ihrer Stadt, voran um einen kultivierten Umgangs bemühen, interne Frage-, Streit-, und Antwortkultur ist das Grundmaß.

    Zu den Chefs diverser Vereine und ” Schöpfungen”.
    Das Bewusstsein regelmäßig erfolgender und ernsthaft betriebener Kontrolle fordert heraus, gute Leistungen zu bringen, gültig sind nicht nur äußere Erfolge, sondern auch Hintergrundarbeit im Alltag.

    Den Nacheis der Bemühungen und Ergebnisse keifend zu unterbinden, halte ich für eine Haltung zwischen Neid und Geiz. Man gönnt anderen die Aufmerksamkeit und nötige anspornende Kritik nicht, bremst dadurch berufliches Wachstum, man lässt sie lieber im Geruch, sie bekämen vielleicht ohne Gegenleistung Geld.
    Fairness sieht anders aus.

  • Hthik

    |

    @Hagi 10. Oktober 2020 um 01:51
    Beantwortet das der Link nicht?

  • Lutherer

    |

    Und da krame ich und suche ich und finde letztendlich woran mich die Faszination Altstadt erinnert: an den BFC Dynamo Berlin – bei dem Verein hat auch keiner gefragt, bzw. sich getraut zu fragen. Freundschaft oder Glück auf Amigos!

  • XYZ

    |

    Na ja, der Stadtsäckel ist wohl wolbergs noch gefüllt, dann weiter so in den Ruin.

  • Hirmer

    |

    Der Verein erfüllt seinen Zweck, weil er sonst nicht vom Stadtrat gefördert würde. Weil das ja klar ist. Weil in dem Verein (und im Stadtrat) viele Kompetenzen zusammen laufen. Und der Altstadt es schon viel besser geht, seitdem der Verein sein segensreiches Werk verrichtet.

    75.000 Euro für einen Geschäftsführer, der dann hier und dort ein bisschen g’schaft’lhuberisch herumhampelt, ein netter Job. Würde ich auch machen wollen.

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