Autor Archiv

"Basis für vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben"

Wegen Spendenaffäre: Piratin verlässt Koalition

Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben, schreibt Tina Lorenz in einer aktuellen Presseerklärung.

Hat die bunte Koalition verlassen: Tina Lorenz. Foto: Archiv

Hat die bunte Koalition verlassen: Tina Lorenz. Foto: Archiv

Die Fassade der Geschlossenheit bekommt erste Risse: Kurz vor der Sommerpause des Regensburger Stadtrats verlässt Piratin Tina Lorenz „mit sofortiger Wirkung“ die bunte Koalition. „Nach aktuellen koalitionsinternen Diskussionen“ sei die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben, schreibt die Stadträtin in einer Erklärung, die am späten Donnerstagabend an die Medien verschickt wurde. Ihre Entscheidung habe sie „nach reiflicher Überlegung“ und „unabhängig vom Ausgang der momentanen Ermittlungen“ getroffen, so Lorenz weiter.

Keine offenen Arme für Theaterkriterinnen: Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Archiv/ Staudinger
Wochenrückschau

Die Ausladung der Woche

Welche Konsequenzen eine kritische Betrachtung der Schlossfestspiele haben kann, was sich in Sachen Spendenaffäre so tut und warum die Flüchtlingsunterkunft Königswiesen nun vorerst doch nicht kommt, lesen Sie in unserer Wochenrückschau.

Dr. Harald Klimenta hat Physik studiert. Der Publizist gehört wissenschaftlicher Beirat von Attac Deutschland und ist Autor des Buchs "Die Freihandelsfalle". Foto: Archiv
CETA und TTIP: Interview mit Harald Klimenta

„Ich hab überhaupt nix dagegen, wenn Toasterhersteller miteinander konkurrieren“

In der sonntäglichen Affenhitze begegnet mir Harald Klimenta von Attac im RT-Bad, wir unterhalten uns über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA, im Nachklapp glätteten wir unser hitziges Gespräch, das sich bis zu der Frage dehnte: Kann man mit einem bayerischen Volksbegehren eine internationale Freihandelszone verhindern? Zumindest glauben das zahlreiche Regensburger Initiativen, die am kommenden Samstag hierfür allein in Regensburg an 14 Orten Unterschriften sammeln wollen.

Großzügiger Jahn-Sponsor im Fokus der Ermittlungen: Volker Tretzel. Foto: www.altrofoto.de
Firma äußert sich

Tretzel zur Spendenaffäre: „Es gab nie konkrete Gegenleistungen“

Vor allem das Bauteam Tretzel steht neben Schmack und dem Immobilien Zentrum im Fokus der Ermittlungen zur Spendenaffäre im Wahlkampf von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Der Jahn-Sponsor soll dem Vernehmen nach über 350.000 Euro für den Wahlkampf der SPD gespendet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit, ob dabei Strohmänner zum Einsatz kamen. Pikant ist auch, dass es wegen einer Grundstücksvergabe an Tretzel eine Rechtsaufsichtsbeschwerde der CSU gab. Nun hat sich der Unternehmer über seine Rechtsanwälte erstmals zu der Affäre geäußert. Wir dokumentieren die Pressemitteilung im kompletten Wortlaut.

"Gewählt, um Träume zu erfüllen." Joachim Wolbergs nach der gewonnenen Stichwahl im März 2014. Foto: Archiv/ Baumgärtner
CSU wehrt sich gegen Wolbergs' Andeutungen

Schlegl zur Spendenaffäre: „Wir hatten kein Panama-Konstrukt.“

Schmack, Tretzel und Immobilien Zentrum heißen die drei Bauunternehmen, gegen die die Regensburger Staatsanwaltschaft – neben dem Oberbürgermeister – wegen möglicherweise illegaler Parteispenden ermittelt. Wolbergs‘ früherer Gegenkandidat Christian Schlegl wehrt sich derweil dagegen, „von ihm in den Dreck gezogen zu werden“.