Am heutigen Freitag hat die Sea-Eye nach aktuellen Meldungen rund 600 Menschen vor der afrikanischen Küste aus Seenot gerettet. Angestoßen hat das Projekt der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer. Wir haben uns mit ihm über seine Beweggründe und Erfahrungen unterhalten.

Der 39jährige Michael Buschheuer über sein Engagement: "Ich würde es sofort wieder machen." Fotos: pm

Der 39jährige Michael Buschheuer über sein Engagement: „Ich würde es sofort wieder machen.“ Fotos: pm

Herr Buschheuer, Sie haben vor einigen Monaten einen Verein gegründet und ein Schiff, die Sea-Eye, gekauft, das jetzt vor der afrikanischen Küste kreuzt, um dort Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Ein außergewöhnliches Projekt.

Ich bin nicht der Meinung, dass das so außergewöhnlich ist. Für einen Maler aus Bayern ist vielleicht die Projektart etwas ungewöhnlich. Für einen Fischer in Italien wäre das aber naheliegend. Im Grunde genommen mache ich nichts anderes, als jemand, der Wäsche für Flüchtlinge sortiert, jemand der sich im Palliativ-Verein oder bei der Feuerwehr engagiert. In unserer Gesellschaft sollte es zumindest normal sein, dass man ein paar Stunden seiner Zeit einer Sache widmet, die nicht im finanziellen Sinne gewinnbringend ist. Das ist nichts Besonderes. Dafür bin ich nicht bei der Feuerwehr.

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