Insolvenzverfahren eröffnet

Pornoabmahner: Der letzte Akt ist eingeläutet

Tiefer Fall: Thomas Urmann. Foto: Archiv/ as

Tiefer Fall: Thomas Urmann. Foto: Archiv/ as

Gegen die GmbH des berühmt-berüchtigten Pornoabmahners Thomas Urmann wurde am Mittwoch das Insolvenzverfahren eröffnet. Es geht um Forderung von über einer halben Million Euro. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Es sind zwei Zahlen, an denen der tiefe Fall des einstigen Abmahnanwalts Thomas Urmann („Porno-Pranger“, „Redtube Affäre“, KVR-Massenabmahnungen) abzulesen ist: 2011 erzielte seine Rechtsanwalts GmbH, in der zeitweise bis zu 35 Mitarbeiter beschäftigt waren noch einen Jahresüberschuss von über 440.000 Euro. 2014 machte man fast ebenso viel Verlust.

Gibt das Maskottchen für sein Verteidigungsblatt: OB Wolbergs. Foto: Archiv/ Starzinger
OB Wolbergs hat ein Verteidigungsmedium

Spendenaffäre: Schweigen, Dementis und offene Allianzen

Der Ton wird rauer in der Spendenaffäre – das betrifft sowohl den Oberbürgermeister wie auch die Staatsanwaltschaft. Derweil machen Gerüchte die Runde und das Bauteam Tretzel dementiert angebliche Aussagen seines Inhabers gegenüber dem Wochenblatt. Das Anzeigenblatt gefällt sich in der Rolle der kritiklosen Pro-Wolbergs-Fraktion. Das erklärt manche Aktion des Oberbürgermeisters.

2014 wurde Paul Mai (re.) von Bischof Voderholzer in allen Ehren und mit viel Lob bedacht in den Ruhestand verabschiedet. Zöglinge Mais im Knabenseminar beschreiben ihn als sadistischen Schläger. Foto: Bayer
Gewaltexzesse im Obermünsterseminar

Die Verfehlungen des Monsignore Mai

Abseits von den Domspatzen spielen die Übergriffe in anderen Einrichtungen der Diözese Regensburg offiziell keine Rolle. Doch tatsächlich lässt das Bischöfliche Ordinariat seit Jahren wegen körperverletzender Übergriffe in Bischöflichen Knabenseminaren recherchieren. Einer der Täter soll der hoch angesehene Prälat Paul Mai sein. Betroffene schildern ihn als hemmungslosen Schläger.

4. August: Richtfest des Immobilien Zentrums in Schwabelweis mit OB Wolbergs. Foto: SIWO GmbH
Spendenaffäre

Neuer Stadtbau-Geschäftsführer war auch für Immobilien Zentrum tätig

Der zukünftige technische Geschäftsführer der Stadtbau GmbH ist der fünfte Verdächtige bei den Ermittlungen rund um die Spendenaffäre. Er arbeitete nicht nur für das Bauteam Tretzel, sondern war bis Mitte Juni auch Geschäftsführer bei einem Generalunternehmer des Immobilien Zentrum Regensburg. Drei Tage nach Bekanntwerden der Ermittlungen wurde er abberufen.

Das Pfarrheim St. Emmeram ist wieder leer. Foto: om
Was bleibt von der Dombesetzung?

Mehrwöchige Protestaktion von Asylsuchenden in Regensburg geht zu Ende

Am Montag, den 08. August, wurde das Pfarrheim St. Emmeram polizeilich geräumt. Die Räumung kam nicht überraschend, zumal sich die Fronten zwischen dem Bistum Regensburg und der Pfarrheim-Gruppe zunehmend und letztlich unversöhnlich verhärtet hatten. Zeit für ein kleines Resümee der letzten Tage und vergangenen Wochen.

"Aber die anderen machen das doch auch?" Christian Schlegl wehrt sich gegen Vorwürfe, bei seinem Wahlkampf habe es ähnliche Praktiken gegen wie bei der SPD. Foto: Archiv/ Staudinger
Koalitionäre spinnen Theorien, CSU wehrt sich

Spendenaffäre: Ermittlungen ausgeweitet, neue Durchsuchungen, Verschwörungstheorien

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat die Ermittlungen in der Spendenaffäre um OB Wolbergs ausgeweitet. Nach Informationen unserer Redaktion gab es auch Durchsuchungen beim fürstlichen Haus. Derweil wehrt sich der frühere OB-Kandidat Christian Schlegl gegen Vorwürfe des Regensburger Wochenblatts. Dieses sei ein „SPD-Kampfblatt“.

Das Pfarrheim St. Emmeram ist wieder leer. Foto: om
Pfarrheim St. Emmeram

Update: Strafanzeige gegen Pfarrheim-Gruppe – Steht eine Räumung des Pfarrheims bevor?

Die Räumung des Pfarrheims St. Emmeram, in dem sich nach wie vor über 20 Personen aufhalten, wird zunehmend wahrscheinlicher. Erwachsene, die das Pfarrheim verlassen, werden auf Direktive des Bistums vom Sicherheitsdienst nicht mehr reingelassen. Drei Personen wurden im Laufe der Woche von der Polizei festgenommen.

Bewohnerausweis aus der so bezeichneten "Notunterkunft St. Emmeram". Die Bewohner sind nicht länger geduldet. Foto: om
Asylsuchende im Pfarrheim St. Emmeram

Keine „geduldete Präsenz“ mehr für Asylsuchende im Pfarrheim St. Emmeram

Das Bistum Regensburg hebt die Duldung der sich derzeit im Pfarrheim St. Emmeram befindenden Asylsuchenden aus unterschiedlichen Balkanländern auf. Diese wollen jedoch, nachdem die Polizei rund um den Wiesmeierweg weitgehend abgezogen ist, mit Kirchenvertretern an einem Runden Tisch weiter verhandeln. Unterstützergruppen haben sich mit einem offenen Brief ans Bistum gewandt.

Immer noch harren über 20 Personen im Pfarrheim aus. Foto: Archiv/Mathias Roth
Polizeieinsatz am Pfarrheim St. Emmeram

Ehemalige Dombesetzer treten in Hungerstreik

Im Zuge eines großen Polizeieinsatzes am Mittwoch im Bereich des Pfarrheims St. Emmeram, in welchem sich seit einer Woche die ehemaligen Dombesetzer befinden, spricht die Polizei von einer Vorsichtsmaßnahme. Die Gruppe der ehemaligen wirft währenddessen der Kirche vor, Abmachungen zu missachten und tritt in einen Hungerstreik.

Dr. Harald Klimenta hat Physik studiert. Der Publizist gehört wissenschaftlicher Beirat von Attac Deutschland und ist Autor des Buchs "Die Freihandelsfalle". Foto: Archiv
CETA und TTIP: Interview mit Harald Klimenta

„Ich hab überhaupt nix dagegen, wenn Toasterhersteller miteinander konkurrieren“

In der sonntäglichen Affenhitze begegnet mir Harald Klimenta von Attac im RT-Bad, wir unterhalten uns über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA, im Nachklapp glätteten wir unser hitziges Gespräch, das sich bis zu der Frage dehnte: Kann man mit einem bayerischen Volksbegehren eine internationale Freihandelszone verhindern? Zumindest glauben das zahlreiche Regensburger Initiativen, die am kommenden Samstag hierfür allein in Regensburg an 14 Orten Unterschriften sammeln wollen.

Ein Teil der im Dom schutzsuchenden Roma. Foto: Michael Bothner
Pressekonferenz

„Was sollen wir machen?“ – Protestierende Roma im Dom schildern ihre Lage

Die über 40 Balkan-Flüchtlinge, die am gestrigen Dienstag im Regensburger Dom Quartier bezogen haben, äußerten sich im Rahmen einer Pressekonferenz zu ihren Motiven, den Hintergründen ihrer Lebenssituation und ihren Perspektiven. Der Bistum Regensburg dankten sie dabei ausdrücklich für die bisherige Unterstützung.

Von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge aus dem Balkan im Regensburger Dom. Foto: Michael Bothner
Drohende Abschiebungen

Update: Protest erfolgreich – Balkan-Flüchtlinge bleiben vorerst im Dom

Asylsuchende aus dem Balkan haben am Dienstagvormittag im Regensburger Dom ein Protestlager aufgeschlagen. Die rund 40 Frauen, Männer und Kinder stammen aus verschiedenen Ländern wie Mazedonien, dem Kosovo, Montenegro oder Bosnien und sind unmittelbar von Abschiebung bedroht. Ein Teil der Asylsuchenden, die bislang in Regensburg und Ingolstadt untergebracht waren, hätten heute mit dem Flugzeug abgeschoben werden sollen. Ihre Hoffnung auf Unterstützung durch die katholische Kirche wurde erfüllt: Das Bistum Regensburg hat entschieden, dass die Flüchtlinge vorerst im Dom St. Peter bleiben können und dass man sich um ihre humanitäre Versorgung kümmern wolle.

Michael Buschheuer: "Warum wir das tun? Weil es notwendig ist." Foto: om
Seenotrettung von Flüchtlingen

„Weil es notwendig ist“

Michael Buschheuer, Initiator der aus Regensburg stammenden Seenotrettungsinitiative Sea-Eye e.V., referierte am 29. Juni auf Einladung von CampusAsyl an der Universität Regensburg über die tägliche humanitäre Katastrophe im Mittelmeer, die Seenotrettung und die Möglichkeiten der Hilfe.

Großzügiger Jahn-Sponsor im Fokus der Ermittlungen: Volker Tretzel. Foto: www.altrofoto.de
Firma äußert sich

Tretzel zur Spendenaffäre: „Es gab nie konkrete Gegenleistungen“

Vor allem das Bauteam Tretzel steht neben Schmack und dem Immobilien Zentrum im Fokus der Ermittlungen zur Spendenaffäre im Wahlkampf von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Der Jahn-Sponsor soll dem Vernehmen nach über 350.000 Euro für den Wahlkampf der SPD gespendet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit, ob dabei Strohmänner zum Einsatz kamen. Pikant ist auch, dass es wegen einer Grundstücksvergabe an Tretzel eine Rechtsaufsichtsbeschwerde der CSU gab. Nun hat sich der Unternehmer über seine Rechtsanwälte erstmals zu der Affäre geäußert. Wir dokumentieren die Pressemitteilung im kompletten Wortlaut.