SOZIALES SCHAUFENSTER

Zweiter Warnwert überschritten

Corona-Regeln werden ab Freitag verschärft

Regensburg hat nun auch den zweiten Warnwert von 50 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten. Gemäß der bayerischen Corona-Ampel treten ab Freitag automatisch neue Regeln in Kraft.

Die Sperrstunde beginnt in Regensburg um 22 Uhr, ebenso das Verkaufsverbot für Alkohol to go, und private Treffen werden auf fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten beschränkt – diese Verschärfung der Corona-Regeln tritt ab Freitag um Mitternacht in Kraft, nachdem die Stadt nun auch den Grenzwert von 50 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gerissen hat (hier zur Mitteilung der Stadt Regensburg). Die Kommune hat bei dieser Sperrzeitverlängerung laut Aussage des städtischen Rechtsreferenten keinen Ermessensspielraum.

Am heutigen Donnerstag liegt dieser Inzidenzwert in Regensburg bei 54,9. Zum Vergleich: Bayernweit liegt dieser Wert im Durchschnitt bei 61,34. Mehrere Städte und Kreise haben hier auch die Grenze von 100 gerissen, für die Ministerpräsident Markus Söder der sogenannten bayerischen Corona-Ampel am gestrigen Mittwoch nun noch ein viertes, dunkelrotes Warnlicht hinzugefügt hat. Spitzenreiter ist der Landkreis Berchtesgaden (292), aber auch die Landkreise Neustadt, Schweinfurt, Passau, und Regen, Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie Weiden von den dann noch strengeren Regeln (Sperrstunde ab 21 Uhr, Begrenzung von Veranstaltungen auf 50 Personen) betroffen. In Berchtesgaden gibt es mittlerweile sogar wieder Ausgangs- und weitere Beschränkungen, die einem Lockdown gleichkommen.

Gesundheitsamt kapituliert

Der deutsche Städtetag hat mittlerweile Kritik an diesen, zunehmend unübersichtlichen Regeln geübt. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy befürchtet insbesondere angesichts der neuen, dunkelroten Warnstufe, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung leiden könne. Als ein zentrales Ziel bezeichnet Dedy die Nachverfolgung der Kontaktpersonen von Covid 19-Infizierten durch die Gesundheitsämter. Doch dies sei regional kaum noch möglich.



Regensburg ist dafür ein schlagendes Beispiel. Bereits Mitte September hatte es anlässlich eines Corona-Falls in einer Regensburger Gaststätte Kritik an der mangelhaften Informationspolitik des Gesundheitsamts gegenüber Kontaktpersonen und dem Wirt gegeben. Die im Landratsamt angesiedelte, staatliche Behörde sah damals zwar keine Versäumnisse, räumte allerdings ein, dass man personell an der Belastungsgrenze sei. Der vorhandene Personalstand von 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei „für das derzeitige Aufkommen an täglich neu gemeldeten Fällen gerade noch ausreichend“, hieß es am 24. September gegenüber unserer Redaktion.

Zwischenzeitlich hat das Gesundheitsamt gegenüber dem Infektionsaufkommen offenbar kapituliert. Es handle sich um „ein diffus verbreitetes, flächendeckendes Infektionsgeschehen“, so ein Sprecher am Dienstag gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung. Anders ausgedrückt: Eine Nachverfolgung von Kontakten kann die Behörde nicht mehr gewährleisten.

Deutlicher Anstieg von Intensiv-Patienten

Auch wenn die Intensivstationen in Krankenhäusern bundesweit noch weit von einer Überlastung entfernt sind – laut dem Intensivregister der Deutschen Gesellschaft für Intensivmedizin gibt es noch 8.500 freie Betten plus einer 7-Tages-Notfallreserve von 12.500 Betten – lässt sich dennoch eine klar steigende Tendenz von Covid 19-Patienten ausmachen. Binnen eines Monats stieg deren Zahl von 267 am 21. September auf 943 am gestrigen Mittwoch.

Print Friendly, PDF & Email

SUPPORT

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (54)

  • Mr. T.

    |

    Es ist sicher hilfreich, dass die Bürger nochmal eine Stunde früher aus der kontrollierten Umgebung der Gastronomie in die Dunkelzone des Privaten entlassen wird!

  • Julian86

    |

    “Ein formales Zahlenverhältnis von 35 oder 50 pro 100 000 reicht jedenfalls allein nicht, um schwerwiegende Grundrechtseinschränkungen zu begründen.” – so der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Papier in der Neuen Zürcher Zeitung vom 20.10.2020.

    In diesem Interview arbeitet er auch heraus, dass das Infektionsschutzgesetz des Bundes überhaupt nicht “passt” auf die aktuelle Pandemie: Diees sei nur ausgegerichtet auf “ein regional sowie personell begrenztes Infektionsgeschehen ausgelegt.” Er fordert daher ein “Massnahmengesetz für den epidemischen Notstand nationalen Ausmasses”.

    Folgt man dem erfahrenen Juristen dürfte sich im Bundestag in den nächsten Tagen und Wochen einiges zusammenbrauen. Die Oberbürgermeisterin sollte daher mit dem Rechtsrerferenten der Stadt sich in Ruhe überlegen, ob man dem Aktionismus des MP Söder, der von Kubicki in der Saarbrücker Zeitung als “traurige Figur” bezeichnet wird, der immer nur Angst zu mache, ohne Perspektiven aufzuzeigen, immer kritiklos “gehorchen” wolle. Denn folgt man Papier, dann dürfte es den – verschärften – Grundrechtseingriffen an einer tragfähigen rechtlichen Grundlage fehlen. Die Gastwirte werden diese – Stichwort: Berufsfreiheit – gewiss nicht endlos hinnehmen.

  • Luchs

    |

    Gab es am 21. Mai eine ganz kurze Welle bei den Intensivbetten oder hatte der Mann mit der Strichliste einen Tremor?

  • Auch a Regensburger

    |

    Julian,

    Meine Frau ist gerade mit meiner Tochter vom Arzt gekommen. Ihr war schwindelig, wir hatten keinerlei Verdacht auf Corona.
    Ihr ist aber jetzt ein antikörpertest gemacht worden, weil der Arzt anscheinend bereits ein paar Fälle hatte wo Kinder corona nicht mal bemerkt hatten aber jetzt unter Schwindel und Seh Problemen leiden.
    Soviel zum Thema Angst.

    Wir wissen doch noch viel zu wenig über den Virus.

  • joey

    |

    @Julian86
    Papier ist ja der mit “Herrschaft des Unrechts” zur Flüchtlingspolitik Merkels.
    Das hat überhaupt keine Folgen. Der Bundestag sagt nix, weil man da nix sagen darf. Die AfD sagt sicher was, weil man da nix sagen darf und sie (leider) die einzige (traurige) Opposition ist. Die parlamentarische Demokratie ist in unserer Zeit nicht mehr lebendig. Nein, keine Diktatur – aber immer mehr autoritäre Republik, die von abwechselnden Notständen begründet ist.

  • Gregor

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte keine Spekulationen, die Sie nicht untermauern können.

  • R.G.

    |

    @Auch a Regensburger
    Heute Nacht habe ich einen Beitrag einer selbst erkrankten (Ärztin?)aus Amerika gesehen, die Covid 19 mit “respiratorische Erkrankung” falsch bezeichnet sieht, man müsse vielmehr von einer “vaskulären Erkrankung” sprechen, deshalb wären auch (bei ihr) unter anderem die Augen betroffen. Sie sei ein leichter Fall, dafür bereits länger arbeitsunfähig.
    Falls hilfreich, suche ich den Link raus.

  • R.G.

    |

    @Auch a Regensburger
    Hier die Überschrift, damit finden Sie den Beitrag in Youtube:
    Covid-19 Survivor Becomes Advocate For Those Still Suffering | The 11th Hour | MSNBC

  • U. Mayer

    |

    Ich bin dankbar, Lehrerin sein zu dürfen …. Vom Bayrischen Kultusministerium zitierte wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass an Schulen ein geringes Infektionsrisiko besteht.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Mr. T.
    Dieses Argument, dass sich nach der Sperrstunde das Feiern in den privaten Raum verlagert, liest man ja öfter. Aber ist das wirklich so? Feiert wirklich jeder privat weiter? Und selbst wenn, ist der Teilnehmerkreis wohl erheblich kleiner als in einer Kneipe, und je weniger Kontake, desto weniger Ansteckungsmöglichkeit. Kann man also wohl nicht einfach gleichsetzen.

  • Mr. T.

    |

    auch_ein_regensburger, natürlich nicht jeder. Und natürlich auch nicht die komplette Kneipe. Aber doch einige.
    Ich habe von ganzen Disco-Cliquen gehört, die zusammen mit dem DJ ihre Parties im Untergrund weiter gefeiert haben – teilweise auch über der Grenze.

    Wenn in der Gastronomie alles ordentlich gehandhabt wird, ist es dort auch sicherer, wenn’s schon dunkel ist.

  • Zapfnmandl

    |

    @auch_ein_regensburger: nein, das natürlich nicht. Nur: je früher man die Sperrstunde legt, umso eher wird dann danach privat weiter gefeiert. Wenn man um 23 Uhr Schluß macht, dann ist man leicht versucht, das Ganze dabei zu belassen. Aber um 22 oder 21 Uhr wäre meine Neigung, noch mit Freunden auf eine Runde daheim, wesentlich höher.
    Was hier auch nicht bedacht wird: in einem öffentlichen Lokal herrschen Hygeneregeln und Abstände etc. Klar kann man sich auch dort bei anderen Leuten am Tisch anstecken. Nur eher weniger/kaum bei Leuten, die am Nachbartisch sitzen. Denn dafür ist ja der Abstand extra gedacht, d.h. die Größe der potentiellen Kontaktgruppe ändert sich nicht groß. Man hat also eine Gruppe mit Leuten, die man dann in den eventuellen Kontakt mit anderen Leute bringt, nur weil sie das Lokal verlassen sollen.
    Das ergibt keinen Sinn, Menschen aus einen gut kontrollierten Bereich in einen fast unkontrollierten zu bringen.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Mr. T. @ Zapfnmandl
    Verstehe. Aber das gilt dann wohl eher für junge Leute. Ich denke mal, nicht jeder Wirtshausbesucher will unbedingt bis in die Puppen feiern. Aus der Sicht der Regierung ist das Vorziehen der Sperrstunde wohl eher ein Kompromiss zugunsten der Gastronomie. Denn die Alternative wäre wohl eine erneute Schließung, inklsuive aller damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme.

  • Mr. T.

    |

    auch_ein_regensburger, natürlich betrifft es nur die, die um diese Zeit noch unterwegs wären. Die Generation 60+ ist im Schnitt wohl schon eher daheim.
    Ich sehe das weniger als Kompromiss denn als Aktionismus. Das ist mehr so eine antihedonistische Södersche Strafaktion gegen die designierten Sündenböcke, die feiernde Jugend.
    Zapfn(streich)mandl hat das ja auch schon gut weiter ausgeführt warum das Vorziehen der Sperrstunde unsinnig ist.

  • Charlotte

    |

    Sehr geehrter Mr. T.,

    Sie scheinen ja gut vernetzt zu sein in der Gastronomie und guten Kontakt zu haben zu den Feierwilligen. Wenn wir alle uns nur für eine kurze Zeit bewegen könnten und Kontakte und Treffen und mehr Alkohol deutlich einzuschränken, wären die Zahlen bald wieder im grünen Bereich.

    Ich bin sicher, sie können viele engagiert überzeugen, dann einfach alleine oder maximal zu zweit nach Hause zu gehen. Sie wären der Held der Stadt!

  • Mr. T.

    |

    Charlotte, Sie scheinen ja noch viel besser vernetzt zu sein, wenn Sie wissen, dass dies die einzige Schraube ist, an der man drehen muss. Muss dasselbe Netz sein, wie das von unserem Sinisterpräsidenten.

  • awe

    |

    Das nennt man dann wohl “feiern bis der Arzt kommt”.

  • Julian86

    |

    Geht man zum Deutschlandfunk, klickt auf “Mediathek”, findet man ab 7:15 (23.10) ein anzuhörendes Interview der Chefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen, Ute Teichert.

    Stichwort: Fehlendes Personal in den Gesundheitsämtern.

    Sie klärt uns auf: Seit 1990 wurde (also unter Kanzler Kohl) die Erhebung von Daten zur personellen Ausstattung der Gesundheitsämter gestrichen. So lange dauert der neoliberale Wahn, die Verschlankung des Staates, an. Niemand hat seither den Überblick.

    Seit Monaten haben die MP der Länder es versäumt, nicht nur langfristig verstärkt Personal einzustellen.

    Heute scheitert eine Verfolgung der Infektionen, die aber noch lange keine Fälle/Krankheiten darstellen müssen, am fehlenden Personal.

    Das Interview gibt im Übrigen einen tiefen Einblick in das öffentliche Gesundheitswesen.

    Bleiben wird freiwillig 10-14 Tage so gut es geht zuhause und warten darauf, dass sich das Virus in seiner exponentiellen Ausbreitung selbst einschränkt/limitiert, wie Frau Huber erhellend vortrug.

  • Charlotte

    |

    Mr. T., wir wissen beide, dass das nicht die einzige Schraube ist, aber eine wichtige. Und um die anderen kümmern sich ja schon ganz viele

  • Katharina Schmidt

    |

    Schön, dass immer soviele freie Betten in den Artikeln genannt werden, aber dass es für diese freie Betten nicht genug Personal gibt wird nie erwähnt. Die Patienten können zwar in dem freien Betten liegen, aber ohne Pflegekräfte, wird keine Beatmung, keine Körperpflege oder Sterbebegleitung stattfinden. Die angegeben freien Betten haben in der Realität also nichts mit der tatsächlichen Kapazität gemein.

  • Tom

    |

    @ Katharina Schmidt

    Ein wirklich wichtiger Aspekt, den Sie da ansprechen. Ich bin da völlig bei Ihnen. Aber anstatt unser Gesundheitssystem personell zu stärken betrieben die Entscheidungspolitiker einen unsäglichen, dafür aber sehr teuren Aktionismus. Es hätte einen Bruchteil der Kosten verursacht hätte man unser Gesundheitssystem entsprechend unterstützt. Aber was hat Söder und Co seit März in diese Richtung unternommen??? Null!
    Aber mit der Nachricht, dass unser Intensivmedizinisches Gesundheitssystem jetzt auf einen noch bessern Stand als im Frühjahr ist und auf eine, durch die herbst- und winterliche Erkältungswelle verursachte Mehrbelastung sehr gut vorbereitet ist hätte sich keine Panik uns Hysterie erzeugen lassen….

  • Gerda Huber

    |

    War klar, dass wir über 50 rutschen. Das wird alsbald in (fast) allen größeren Städten und auch in kleineren der Fall sein.
    Aber die Politiker haben ja getönt: “Einen weiteren Lockdown wird es nicht geben”. “Wir haben dazu gelernt (Spahn)”.
    Und was ist das jetzt, wenn es nicht Cola ist, dann ist es Cola light (schmeckt genau so mies).
    Nehmen wir mal ein krasses Beispiel – könnte sein, dass es davon bald mehr gibt:
    Im Berchtesgadener Land wurde seit einigen Tagen ein heftiger Lockdown verordnet. Wenn man mal genauer schaut, findet man auf den offiziellen Seiten folgendes:
    Intensivregister 20.10.20: Berchtesgadener Land – “Covid-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung: NULL. Rubrik DAVON INVASIV BEATMET: NULL.
    Kein Wunder, dass die Bevölkerung stocksauer ist und eine Sammelklage vorbereitet (findet man im Netz).
    Wenn wir nicht von den ungeeigneten Starren auf Infektionszahlen bzw. Positiv-Test-Zahlen – und noch dazu in dieser Weise – wegkommen, dann…

  • Zapfnmandl

    |

    Grad mal auf der Webseite der Stadt Regensburg nachgeschaut: Die Maskenpflicht in der Innenstadt gilt explizit auch für Radfahrer?! Wirklich Klasse, wenn man bei den momentan niedrigen Temperaturen fährt und Brillenträger ist. Ehrlich gesagt, da können die mich mal. Mir ist meine freie Sicht beim Radfahren wichtiger als ein Infektionsschutz.
    Hieß es nicht mal, die Masken sind nötig, wenn man den Abstand nicht einhalten kann und längere Zeit Kontakt zu anderen Personen hat? Ich glaub nicht, daß sich bei max. 2-3 Sekunden, die man im Nahbereich eines anderen Menschen radelt sich auch nur irgendwer anstecken kann. Da müßte man ja genau in dem Augenblick dem anderen schon direkt ins Gesicht husten.
    Nebenbei bemerkt: wer aktuell in der Weißenburger Straße gen Stobäusplatz radeln will, darf sich ja der prächtigen Rewag-Baustelle erfreuen. Und was ist hier: Radfahrer und Fußgänger werden alle auf den Fußgängerweg zusammengefaßt, sogar offiziell mit Schild!
    Klasse Leistung, alles auf engsten Raum zu drängen, wie war das mit Abstand und so?

  • Gregor

    |

    Ich möchte mich Gerda vollumfänglich anschließen.
    Es ist sehr wichtig, sämtliche Virus-Ängste mal etwas herunterzufahren, um wieder etwas klarer denken zu können.
    Wir sind hier, finde ich, scheibchenweise in eine globale Angststörung hineingeschlittert (worden).
    Lebensqualität ist viel mehr als das rein biologische Überleben der einzigen Krankheit, die aktuell als relevant erscheint.

  • WillieS

    |

    @ Gerda Huber

    Nehmen wir mal ein krasses Beispiel — dafür, daß man gerne etwas altes postet, weil
    es einem gerade in den Kram passt…

    Wenn man mal genauer schaut, findet man auf den offiziellen Seiten folgendes:
    Intensivregister 23.10.20: Berchtesgadener Land – “Covid-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung: ZWEI. Rubrik DAVON INVASIV BEATMET: EINS

  • Zapfnmandl

    |

    @WillieS: das stimmt schon, nur sind diese Zahlen immer noch meilenweit weg von jeglicher Schwelle, an der man Panik haben müßte. Auch wenn das noch ansteigen wird, ist das noch nicht dramatisch.
    Das Problem ist immer noch, daß relative und absolute Zahlenwerte permanent vermischt werden. So wie die Inzidenzwerte bestimmt sind, sind es relative Werte, nämlich relativ zur Anzahl der Tests, d.h. durch die Anzahl der Tests kann ich diesen Wert beinflussen. Die Grenzwerte selbst sind aber absolute Zahlenwerte.
    Ich denke, daß wird man jetzt dann in Berlin sehen: wenn hier die Nachverfolgung der einzelnen Fälle aufgegeben wird und auf Clusterverfolgung gesetzt wird, dann erst einmal der Inzidenzwert wohl erst einmal sinken, denn es werden sich dann sicher nicht alle Personen eines Clusters sofort testen lassen (dazu müssen sie nämlich wissen, daß sie im Cluster sind, wenn ihnen das aber keiner sagt…). Langfristig könnte er aber sogar steigen, weil mehr Leute sich bemühen werden, so schnell wie möglich wieder aus dem Cluster zu kommen, wer will schon in Quarantäne sitzen.
    Bitte versucht wenigstens, die Zahlen halbwegs richtig zu deuten! So schlecht kann doch die mathematische Bildung in diesem Land nicht sein.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Mr. T.
    Ich hatte eigentlich schon auch an ältere Gastronomiekunden gedacht, nicht an alte Leute allgemein. Aber egal.
    @ Gerda Huber
    Sie wiederholen sich … Abgesehen davon, dass Ihnen logisches Denken offensichtlich komplett fremd ist, wie man nicht nur im zweiten Absatz Ihres Beitrages oben deutlich erkennen kann.

  • Tom

    |

    @ a e Regensburger

    Lassen sie doch einfach mal ihre persönlichen Diffamierungen! Es wäre weitaus diskussionsfördernder, wenn sie auch mal nur versuchen würden mit belegbaren Fakten zu argumentieren.

  • Auch a Regensburger

    |

    @Zampfnmandl:
    Ihre mathematische Schlussfolgerung ist richtig.
    Aber bei Weitem nicht die Einzige die man treffen muss.
    Nur mal zum nachdenken. Tests werden um 20% erweitert. Infektionsgeschehen verdoppelt sich im selben Zeitraum. Erhöhen sich die Infektionen?

    Und Sie haben Recht. Die gemeldeten Infektionen sind noch kein Problem. Würde man warten bis die Situation problematisch ist, würde es ja danach noch problematischer werden. Also ist die Frage wo fängt man an Maßnahmen zu ergreifen und dann welche.
    Wo würden Sie die Grenze setzen und welche Maßnahmen würden Sie treffen (Ziel sollte sein die Intensivkapazität nicht zu überschreiten)?

    @frau Huber:
    Jetzt hab ich es kapiert. Man hätte die Grenzwerte so setzen sollen, dass es keine Einschränkungen oder Lock Down geben muss.

    P.S. An Beide: der offizielle 7 Tageweet hängt eh 1 bis 2 Wochen hinterher. Ergo werden die Zahlen nach Beginn der Einschränkungen auch 1 bis 2 Wochen noch nach oben gehen. Deshalb muss man dieses Verzug für einen auslösenden Grenzwert mit einrechnen.

  • Tom

    |

    @ auch ein Regensburger

    „auslösender Grenzwert“

    Sie meinen sicherlich damit den Wert, bei dessen Erreichen oder Überschreiten Maßnahmen ausgelöst werden. Aber haben Sie sich nicht mal die Frage gestellt, was überhaupt bei Erreichen oder Überschreiten des Grenzwertes überhaupt tatsächlich ausgelöst wird?Wir haben doch schon eine „Welle“ im Frühjahr erlebt, wir müssten doch jetzt schon Erfahrungen haben. Was war denn im Frühjahr bei einem Inzidenzwert von 35, 50 oder 100? Ist ab 35 oder ab 50 oder sogar erst ab 100 unser Gesundheitssystem zusammengebrochen? Wo sind die Studien oder wenigstens die fachlichen Einschätzungen, dass ab einem Wert über 35 eine Sperrstunde 23 Uhr hingegen bei einem Wert von 50 eine Sperrstunde 22 Uhr notwendig ist? Muss ich ein Virologe oder wenigstens Bankkaufmann sein, um mir diese Fragen zu stellen? Ich kann es einfach nicht glauben, dass sich Menschen mit einem normalen Menschenverstand diese Fragen nicht stellen und jede, auch noch so absurde Maßnahme in erschreckendem Gehorsam hinnehmen.
    Was sagen Sie denn dazu, daß ihnen Drosten und Spahn zu Beginn der Krise noch expressis verbis erzählt haben, dass das heutige Allheilmittel Maske gegen ein Virus überhaupt nicht hilft? Glauben Sie wirklich, dass sich der wissenschaftliche Konsens innerhalb eines halben Jahres komplett ins Gegenteil verkehrt hat?

  • dugout

    |

    @Tom:

    “Ist ab 35 oder ab 50 oder sogar erst ab 100 unser Gesundheitssystem zusammengebrochen?”

    Es haben nun wirklich genug Experten immer und immer erklärt warum es diese Grenzen gibt. Leider haben sie anscheinend zu früh damit aufgehört.
    Ab 50 Neuinfektionen ist eine Kontaktnachverfolgung und damit eine Infektionskettenunterbrechung nur noch sehr schwer realisierbar.
    35 ist einfach ein Warnsignal, 100 hat sich Söder vor ein paar Tagen ausgedacht. Punkt.
    Diese Grenzen waren nie medizinisch Begründet sondern immer organisatorisch.
    Das Gesundheitssystem ist eben gerade deswegen nicht zusammen gebrochen, weil man Maßnahmen ergriffen hat.
    Ob jetzt Sperrstundenverkürzungen die wirksamen Maßnahmen sind kann man ja anzweifeln.
    Ich persönlich habe in den letzten Wochen sehr unterschiedliche Erfahrungen in Restaurants gemacht, deswegen finde ich es schwierig eine pauschale Aussage zu machen.
    Es gab sehr positive Erlebnisse mit wirklich vorbildlichen Abständen und vielen Vorkehrungen um die Sache sicher zu gestalten. Da hätte man auch bis drei Uhr morgens sitzen können ohne sich irgendeiner Gefahr auszusetzen.
    Das Gegenteil gab es auch mehr als einmal. In Läden, die bis auf den letzten Stuhl eng besetzt sind , der Lärmpegel deshalb so hoch ist, dass es ohne Geschrei nicht geht, der Wirt natürlich mit Maske am Kinn das Essen serviert…… da kann ich mich auch schon um 19:00 infizieren.
    Bestraft werden mit dieser Maßnahme leider die, die ihre Sache ordentlich machen.

  • Mr. T.

    |

    dugout +1

  • Tom

    |

    @dugout

    Danke für den Versuch auf meine Fragen zu antworten.

    “Es haben nun wirklich genug Experten immer und immer erklärt warum es diese Grenzen gibt.”

    Ich bitte um kurze Benennung der Experten und um einen kurzen Link, wo die wissenschaftlich Evidenz der Festlegung der Werte erläutert wird.

    “Diese Grenzen waren nie medizinisch Begründet sondern immer organisatorisch.”

    Das ist wirklich ein interessante These. Maskenpflicht im Freien, Sperrstundehopping usw. nur wegen der Organisation?

    “Es gab sehr positive Erlebnisse mit wirklich vorbildlichen Abständen….”

    Lagen ihre positiven Erlebnisse darin Abstände zu Ihren Mitmenschen zu haben oder weil sie sich sicher waren, durch die Abstände wurden sie von einer Infektion verschont?

    “In Läden, die bis auf den letzten Stuhl eng besetzt sind , der Lärmpegel deshalb so hoch ist, dass es ohne Geschrei nicht geht, der Wirt natürlich mit Maske am Kinn das Essen serviert……”

    Ach so, Ihnen gefallen einfach enge und laute Lokale nicht. Und ich dachte schon, sie haben tatsächlich Angst vor einem erhöhten Infektionsrisiko.

  • dugout

    |

    “jetzt Sperrstundenverkürzungen die wirksamen Maßnahmen sind kann man ja anzweifeln.”

    Sperrstundenverlängerungen meinte ich natürlich

  • Auch a Regensburger

    |

    Tom,

    Bei 35 oder 50 maßnahmen zu ergreifen machen wir das erst mal. Ob es reicht oder der Wert zu niedrig is werden wir erst in ein paar Wochen merken.
    Eine Erkenntnis haben wir ja schon. Maßnahmen bei 35 helfen nicht um unter 50ig zu bleiben.

    Und zu den 50ig.
    Hier ist 1-2 Wochen Verzug von 7tage Wert zu tatsächlicher Infektion. Also geht es jetzt erstmal hoch. Wenn sich dann mit den Maßnahmen ein konstantes Infektionsgeschehen einstellt war Wert und Maßnahmen OK.
    Wir werden erst in ein paar Wochen wissen, ob wir zu stark oder zu wenig reagiert haben. Wissen kann es keiner. Beispiele was passiert wenn man nicht konsequent handelt haben wir zur genüge.

    Und ja, sie haben recht ob 22 oder 23uhr ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber das Gebot heisst, in Summe muss die Anzahl der Begegnungen (hier gehört auch Dauer dazu) begrenzt werden.
    Ergo ist dies eine Möglichkeit die statt einer anderen gewählt wurde. Man hätte auch auf 4 statt 5 Personen einschränken können.

  • Julian86

    |

    Byung-Chul Han: Palliativgesellschaft. Schmerz heute. Matthes & Seitz, Berlin 2020. 87 Seiten, 10 €.

    Der Autor, in den Jahren 2012 bis 2017 Professor an der Universität der Künste Berlin, formuliert darin Folgendes:
    “Der pandemische Schock wird letzten Endes dazu führen, dass sich global ein biopolitisches Überwachungsregime durchsetzt, das einen Zugriff auf den Körper gestattet.“

    Werden die Gesellschaften folglich ihren bereits ermüdenden Widerstand gegen ein globales/lokales Überwachungsregime einstellen? Im Namen der Gesundheit?

  • dugout

    |

    @Tom
    Man kann sich natürlich auch blöder stellen als man ist.

  • Joachim H.

    |

    @auch a regensburger, ziemlich sinnloser Aktionismus, den du hier mal wieder anpreist…

  • Tom

    |

    @ dugout

    Ehrlich, ich hatte nicht viel erwartet, aber ein wenig mehr doch. Jeder blamiert sich so gut er kann.

  • Ebenfalls ein Regensburger

    |

    Es gibt hier nur einen Autor bisher, der die Pandemie und epidemiologisches Geschehen verstanden hat: Auch a Regensburger. Ich bin ebenfalls ein Regensburger und kann euch allen nur dringend anraten, euch tiefer in die Materie einzulesen. Dr. Fauci fasste es in wenigen Worten zusammen: “It’s an airborne virus.” – alle Indoor-Hygiene Konzepte sind ohne effiziente und wirksame Luftfilter in etwa das Papier wert auf dem sie geschrieben wurden. Es gibt einige Probleme, die andere Erreger so nicht darstellen: asymptomatische Verläufe die eine unerkannte Ansteckung (auch bei Kindern inzwischen international bewiesen) ermöglichen, Schäden und Tod korrelieren nicht-linear positiv mit dem Alter, es gibt aber auch in den unteren Altersgruppen Komplikationen, die bei milden und schweren Verläufen zu massiven Folgeschäden, die zeitverzögert auftreten können. Hospitalisierungsrate, High-Care und Sterbezahlen laufen zeitlich verzögert um teilweise mehrere Wochen hinterher, was Prognosen für verhältnismäßige Massnahmen erschwert und für die weniger reflexionsfähigen unter uns mitunter den Eindruck der Unverhältnissmäßigkeit erwecken. Dazwischen tummeln sich diverse Lobby Gruppen und Verbände die allesamt nur eines im Kopf haben: ihre Mitglieder zu stützen, koste es was es wolle. Kanonenfutter heisst das früher. Die Schulen und das Narrativ der “nicht kranken” Kinder lassen wir mal aussen vor, das Problem von Missbrauch, schlechten Eltern, zu wenig Essen ohne Schule ist auch in Deutschland inzwischen zu groß, als das man auf fairen und effektiven Home Unterricht zurückgreifen könnte – zumindest nicht flächendeckend und es gibt auch viele Eltern, die lieber Infektionen in Kauf nehmen, als die “Bildungschancen” ihrer Kinder zeitlich etwas zu verzögern. Hier das Narrativ: nicht mehr wieder aufzuholender Schaden in der kindlichen Entwicklung. Was für ein Käse: Mami und Papi müssen arbeiten und haben keine Lust sich um Victor und Elli zu kümmern, zumindest nicht ganztags. Weiterhin versuchen rechte Gruppierungen, die national und international agieren und aufgestellt sind und leider auch digital extrem versierte Personen ihr Eigen nennen können, das entstandene Wissensvakuum der Bevölkerung für sich zu nutzen, um ihre Macht und ihren Einflussbereich zu vergrößern. Und jetzt langsam zu eine Zwischenfazit: wer jetzt noch herumjammert, dass er sein verdammtes Bier, Cocktail, Wein in sein angestammten Kneipe oder Club nicht mehr trinken kann, sondern mal einige Wochen einfach seinen Hintern zu Hause pflegt und für eine Solidargemeinschaft eintritt und damit mittelfristig betrachtet seinen eigenen Wohlstand oder seinen eigenen freiheitlichen Lebensstil sichert, dem ist nicht mehr zu helfen. Reisst euch zusammen, hört mit dieser verblödeten um den heißen Brei-herum-Instrumentalisierung-von-dem-was-mir-gerade-passt auf und helft mit diesen Krankheit einzudämmen. Egal was euch einige Talkshow-Professoren/Funktionäre/Mediziner von der Fraktion der Leugner, Faktenverdreher, Mutmacher und Herdenimmunitäts-ist-ja-gar-nicht-so-schlimm (ja klar, wenn man der „Elite“ angehört und sich selbst isolieren kann) gerne mitteilen möchten: denkt nach, informiert euch mit wissenschaftlichen Studien und Artikeln (Lancet, Nature, MaiLab, Helmholtz HZI, .. Pre.print Server….) und macht euch SLEBST EIN BILD … aber bitte ohne “Bild”. .. und die letzte Bitte: nehmt mir die Ironie, die fehlende Vollständigkeit und etwas Übertreibung nicht übel, ich hab nur etwas Zeit während die Stunde gerade zurückgestellt wird, trinke mein Winterzeit-Bier gerade zu Hause und ich möchte vor eigentlich nur eines: denkt nach und informiert euch anstatt zu streiten. Danke und bleibt gesund!

  • R.G.

    |

    Problematisch ist die Wartezeit zwischen Testung und Auswertungsergebnis:
    Ein neuer, ohne Geräteaufwand, von einfachen Labors, z.B. in Krankenhäusern ,Pflegeinrichtungen durchführbarer SARS-CoV-2-Nachweis-Test (ähnlich sensitiv, spezifisch und deutlich billiger als PCR-Tests) wurde in Wien entwickelt.
    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201021_OTS0124/alternative-zum-gold-standard-neuer-sars-cov-2-nachweis-aus-wien
    Alternative zum “Gold-Standard”: neuer SARS-CoV-2 Nachweis aus Wien

    In Italien wurde ein Speicheltest entwickelt, mit Ergebnis in drei Minuten;
    https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5864801/Coronavirus_Schneller-Speicheltest-in-Italien-entwickelt

    Ein Lolli-Test (Schlecker-Test) für kleine Kinder;
    Lutscher-Test: Neuer Coronavirus-Test für kleinere Kinder …
    https://www.vienna.at/lutscher-test-neuer-coronavirus-test-fuer-kleinere-kinder-in-wien-in-entwicklung/6764244
    Lutscher-Test: Neuer Coronavirus-Test für kleinere Kinder in Wien in Entwicklung 0 Kommentare 6.10.2020 12:23 (Akt. 7.10.2020 08:05)

  • Gerda Huber

    |

    Werter Schlaumeier WillieS: Ich habe das Datum dazu geschrieben; neuere standen mir zum Zeitpunkt des Postens nicht zur Verfügung. Und – der Witz ist ja schließlich, dass der Berchtesgadener Lockdown verfügt wurde, als Ihre Zahlen vom 23.10. noch nicht im Raum standen – oder? Ausserdem, selbst mit Ihren MINIMAL höheren Zahlen ist ein Lockdown absolut ungerechtfertigt, deshalb gibt es dort jetzt auch stocksauere Mitbürger, die Klage erhoben haben und nicht nur welche die skandieren: “Gebt uns mehr Einschränkungen!” (was auch in den Kommentaren hier immer wieder anklingt).

    Zur Anregung von “Ebenfalls ein Regensburger”: Korrekte Anregung Ihrerseits, ich lese mit seit Februar täglich ca. 5 Stunden in die Materie ein, diskutiere und schreibe mich mit Fachleuten und Freund*innen und war auch schon vorher beim Thema Epidemiologie/Seuchen nicht unbeleckt. Der Haken ist halt, dass man beim Einlesen durchaus zu anderen Schlüssen kommen kann, da sich die Wissenschaft bei der Bewertung diverser Aspekt der Pandiemie überhaupt nicht einig ist. Das ist ja das schwierige an diesem vertrackten Thema.

    Nochmal zu den Inzidenzzahlen: “Es haben nun wirklich genug Experten immer und immer erklärt warum es diese Grenzen gibt.” Das ist nun wirklich nicht der Fall. Der Präsident der Ärztekammer hat bei Lanz gesagt, woher diese Zahlen kommen. Sie sind nicht evidenzbasiert. Ja genau, der Dr. Reinhardt, der erst gegen die überbordende und sinnlose Maskenpflicht gewettert hat, um dann kleinlaut einen öffentlichen Widerruf zu starten. Klar, bei dem Gegendruck, da sieht man wieder wie’s läuft.
    Wen es wirklich interessiert, wie zur Maskenfrage die wissenschaftliche Zusammenschau aussieht, sollte sich mal die zertifizierte ärztliche Fortbildung zu diesem Thema durchlesen. Da wird eindeutig ausgeführt und mit Studien belegt, dass Masken im Freien absolut sinnfrei – und wohl sogar kontraproduktiv – sind:
    https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1174-6591

    Und Leute, denkt einfach mal logisch: Die Virologen haben aus gutem Grund raumanzugähnliche Schutzanzüge, wenn sie mit Viren arbeiten. Wenn Alltagsmasken die Viren abhalten würden, könnten die sich auch einen Schal vor das Gesicht halten :-).

    Das Problem ist meines Erachtens folgendes: Die sich selbst und ihre Möglichkeiten überschätzende Mehrheit der Mitmenschen ist der Auffassung, dass man ein Naturphänomen (Epidemie, Virenausbruch) mit ihren mageren Möglichkeiten eindämmen oder gar verhindern kann. Daraus wird dann ein Ideologie gebastelt und sich eingeredet, dass das einen deutlichen Effekt hätte. Sorry, aber das ist moderne Märchenstunde – mehr nicht. Sogar das RKI spricht jetzt davon, dass alle Massnahmen das Ganze höchstens etwas “verlangsamen” können. Realistischerweise wird nicht mehr von “Aufhalten” etc. gesprochen. Mein Fazit: Wenn man es vielleicht etwas verlangsamen kann, dann nicht zu jedem Preis (Freiheitsrechte-Einschränkung, soziale Verwerfungen, Pleiten etc.).
    Was auch deutlich wird: Seit Wochen haben die Schweden täglich keinen oder maximal einen Covid-Toten, im Gegensatz zu (fast) allen anderen Ländern. Das ist sicher jetzt so erfreulich, weil in Schweden heftige Lockdown-Massnahmen und Maskenpflicht galt und gilt (Ironie Ende). Aber macht nur weiter so mit der Verantwortungspanik und der Einschränkung von Grundrechten, die AFD wird es euch – leider – danken.

    Ansonsten schliesse ich mich Tom an, wenn er ausführt: “Lassen sie doch einfach mal ihre persönlichen Diffamierungen! Es wäre weitaus diskussionsfördernder, wenn sie auch mal nur versuchen würden mit belegbaren Fakten zu argumentieren.”

  • dugout

    |

    @Gerda Huber:
    “Es haben nun wirklich genug Experten immer und immer erklärt warum es diese Grenzen gibt.” Das ist nun wirklich nicht der Fall. ”

    Hören sie doch endlich auf mit diesen Unsinn.
    Wochenlang wurde ihnen erklärt das es ab ca. 50 Neuinfektionen nicht mehr möglich ist die Kontakte der Infizierten nachzuvollziehen um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dies aber ein existentieller Teil der Pandemiebekämpfung ist.
    Wenn sie das nicht mitbekommen haben ist das nicht mein Problem. Lesen sie doch mal was vernünftiges in den 5 Stunden die sie täglich anscheinend mit Schwachsinn verplempern.

  • Gerda Huber

    |

    @dugout:
    Lassen Sie doch mal die überhebliche Schreibe. Wie wäre es mit: “Ich sehe das anders” und dann Beleg, statt Verweise auf “Schwachsinn” und ähnliche magere “Argumente”? Naja, wenn man es nicht anders gelernt hat…
    Hier der Beleg für meine These zu den Inzidenzwerten (Quelle TAGESSCHAU vom 6.10.20):

    Charité-Professor Willich fordert neuen Schwellenwert

    Aus Sicht des Direktors am Institut für Epidemiologie an der Charité Berlin, Professor Stefan Willich, fehlt für die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen ein “vernünftiger Bezugsrahmen”. Vor fünf Monaten sei der Schwellenwert von 50 sogenannten Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner definiert worden. “Das schien damals präzise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt”, sagte Willich im RBB-Inforadio.

    Jetzt werde mehr getestet als im Frühjahr. “Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen”, fügte Willich hinzu.

    Die Zahlen müssten sich aber auf repräsentative Stichproben beziehen, die jetzt erst beginnen. “Ich denke, das wird in den nächsten Wochen auch auf der Basis von neuen Stichproben und Erhebungen noch einmal anders definiert werden müssen”, sagte Willich. Damit könnten die Werte besser und realistischer eingeordnet werden.”

    Und immer mehr Ärzte üben Kritik, aber für den Ober-Epidemie-Spezialisten sind das ja offenbar alles “Schwachsinnige”:
    “Letztlich, so Dr. Feltkamp, wisse zum jetzigen Zeitpunkt eben noch niemand ganz genau, was zu tun sei. „Nicht Frau Merkel. Nicht Herr Drosten. Und auch ich nicht. Aber alle starren wie paralysiert auf den Grenzwert 50. Dabei wurde der willkürlich festgelegt. Und nein, die Welt geht nicht unter, wenn diese Marke gerissen wird.” Er selber habe keine Angst und auch nie Angst gehabt, fährt Dr. Feltkamp dann fort. „Angst ist überhaupt ein schlechter Ratgeber.”

    Quelle:
    https://www.haller-kreisblatt.de/lokal/halle/22883734_Die-Angst-vor-Corona-muss-weg-Haller-Chefarzt-warnt-vor-Panikmache.html

    So könnte ich weiter machen, aber lassen wirs, man ist ja selbst das Bedienen einer Suchmaschine mächtig.

  • Joachim H.

    |

    @dugout pickst auch die Argumente raus, auf die du was erwidern kannst? Was sagst denn dann zu dem Fakt, dass Schweden ohne Lockdown seit Wochen so gut wie keine ,,Corona Toten” mehr hat? Vorsicht, es könnte deine Argumente ad absurdum führen

  • dugout

    |

    @Joachim H.
    Was ich dazu sage? Ich wünsche den Schweden das es so bleibt. Ich glaube aber nicht daran.
    Gegenfrage: Was sagst du denn dazu, dass Tschechien praktisch keine 1. Welle hatte im Frühjahr?
    Tschechien hat, am 19. März, als eines der ersten Länder in Europa eine weitreichende Maskenpflicht, auch im Freien, eingeführt. Damals noch gegen die Empfehlung der WHO. Erst im Juli wurde diese wieder Schritt für Schritt zurückgenommen. Vielleicht war das nicht so verkehrt?
    Aufgrund der sich bereits im August abzeichnenden Entwicklung wollte der Gesundheitsminister die Maskenpflicht wieder einführen. Er wurde leider nicht Ernst genommen.

  • Joachim H.

    |

    Vll hast du auch mitbekommen dass besagte WHO Schwedens Strategie als Zukunftsmodel sieht.

  • Auch a Regensburger

    |

    Joachim,

    Ihre Aussage zu Corona Toten falsch ist, Schweden hat weiterhin Corona Tote und dies im selben Verhältnis wie wir.

    Hier wurde xmal erklärt warum Schweden nicht vergleichbar ist. Ihnen egal sie machen das Fass wieder auf.

    Ergänzend zu den vielen Erklärungen die schon da waren. In Schweden sind die Einschränkungen für die Ü70 letzte Woche aufgehoben worden. Strategie Schweden nix einschränken aber die alten schützen. D.h. werden bei uns diese Gruppe wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, haben die Ü70 in Schweden monatelang eine massive Ausgrenzung erfahren.

    Also wenn sie das Thema diskutieren dann richtig.

    Hat sich die Mehrzahl der Toten gelohnt obwohl wirtschaft genauso einbricht?

    Hat es sich gelohnt die alten 7 Monate wegzusperren?

    Was passiert in den nächsten Monaten wo der Sommer vorbei ist und die alten wieder unter die Leute dürfen?

    Warum reicht in Schweden eine Empfehlung und die Leute bewegen sich genauso eingeschränkt wie in Deutschland und warum funktioniert dies in Deutschland nicht?

    Frau Huber,

    Vielleicht weniger input aber dafür mehr die Zusammenhänge verstehen. Sonst ist die investierte Zeit ja wie Perlen vor die Säue.

  • Sample

    |

    @Gerda Huber:
    Selbst wenn man sich täglich 10 Stunden mit dem Thema beschäftigen würde, kann der Output schlecht sein (was Sie hier ständig beweisen), wenn man die Zusammenhänge nicht versteht oder falsche Rückschlüsse zieht. Es ist mir zu aufwändig auf Ihre zusammenhanglosen Aufzählungen einzugehen. Auch habe ich keine Zeit mir ein Lokalinterview im Haller Kreisblatt (!) anzusehen.

    Es gibt jedoch eine Aussage, welche Ihre Denke ganz gut zusammenfasst:

    „Und Leute, denkt einfach mal logisch: Die Virologen haben aus gutem Grund raumanzugähnliche Schutzanzüge, wenn sie mit Viren arbeiten. Wenn Alltagsmasken die Viren abhalten würden, könnten die sich auch einen Schal vor das Gesicht halten :-).“

    Genau hier liegen Ihre grundsätzlichen Denkfehler. Wie kann man tatsächlich das Arbeiten eines Virologen im Labor mit dem Leben eines Otto Normalverbrauchers vergleichen? Wie? Es geht los bei den hohen Virenkonzentrationen im Labor und endet bei dem Austausch der Schutzkleidung bei möglicher Kontamination. Anderes Beispiel: Haben Sie schon mal gesehen, welche Schutzausrüstung (Helm, feuerfeste Kleidung, …) ein Rennfahrer trägt? Wieso benutzen Sie dann überhaupt einen Sicherheitsgurt?

    Ihr größter Fehler liegt jedoch darin, dass sie versuchen mit gesundem Menschenverstand und Logik die Zusammenhänge zu verstehen. Menschenverstand und Logik basieren auf Erfahrungswerten. Diese haben wir bzw. Sie kaum oder gar nicht. Außerdem geht es hier um wissenschaftliche Dinge wie exponentielles Wachstum, Infektionsketten, Statistik etc. Da kommen Menschen wie Sie, welche über keine wissenschaftlichen Grundkenntnisse verfügen, sehr schnell an ihre Grenzen.

    @Piedro, Mr. T., auch a Regensburger, ebenfalls ein Regensburg, dugout:
    Ich finde es bewundernswert, mit welcher Geduld Sie auf den immer wiederkehrenden Unsinn einiger Kommentatoren eingehen. Vielen Dank dafür.

  • dugout

    |

    Liebe Covidioten,
    eure Drückerkolonne hat mir heute den Briefkasten mit Den üblichen Schwachsinn zugemüllt.
    Darauf zu finden: Statistiken die passend mitte September enden um den immer wiederkehrenden Blödsinn der steigenden Infektionen aufgrund steigender Testzahlen zu beweisen.
    Damit zeigt sich wieder einmal was ihr wirklich seid:
    Ihr seid die Physikstudenten, die erforscht haben, dass die Hummel nicht fliegen kann! Und damit müllt ihr in einer penetranten Filibusterei die Kommentarspalten zu.
    Da wird mit Pseudowissenschaft und angelesenen Fachbegriffen nur so umsich geworfen.
    Und selbstverständlich fordert ihr die Außernandersetzung mit euren “Fakten” und natürlich eine fundierte Einarbeitung ins Thema und und und..
    Aber wisst ihr was das schöne ist an der Sache?
    Man muss gar nichts machen! Man muss sich nicht in Aerodynamik oder Physik einlesen, 5 Stunden am Tag, um euch zu widerlegen.

    Man muss sich nur auf die Terrasse stellen.
    Und warten bis eine Hummel vorbei fliegt.
    Euer Flugblatt hat sich auch schon widerlegt. Ganz einfach.

  • Joachim H.

    |

    @dugout Aufstand der Ahnungslosigkeit bei dir…

    @auch a regensburger dir sollte klar sein, dass jedes Jahr Tausende alte Menschen an Grippe sterben, ist es deine Lösung in Zukunft immer daheim zu bleiben? Du bist mit deinen Ansichten einf weltfremd.

  • dugout

    |

    Liebe Covidioten,
    schon vor Wochen war die Aussage falsch: Mehr Infizierte nur durch mehr Tests. Damit geht ihr immer noch hausieren.
    Als ich euch erklärte- Nein das ist falsch! Die Positiv-Rate hat sich verdreifacht- Da habt ihr gesagt: ” Aber wo sind die Kranken?”
    Als ich euch sagte- Die Zahl der Intensivpatienten steigt täglich – Da habt ihr
    gesagt: ” Aber wo sind die Toten?”
    Als ich euch gesagt habe- Die Zahl der Toten steigt täglich – Da habt ihr gesagt: ” Aber die Grippe….!”
    Ihr stellt euch hin und macht euch zum Deppen mit eurem Wodarg-Bhagdi- Schiffmann- Hirnschiss. Ihr labert über PCR- Falsch Positiv- Raten, über DNA-Stränge, über Kreuzreaktion zu SARS 1, über E-Gene, E-Gene2 (IP4), N-Gene, S-Gene und RdRp., über alles mögliche.
    Und während ihr labert schieben sie hinter euch die Schwerkranken in die Intensivstationen!
    Ihr seid die Baghdad- Bob`s 2020!

  • Auch a Regensburger

    |

    Joachim,

    Deckel drauf. Bringt nix. Ist ne Grippe.
    All die letzten Jahre hat man die zusammenbrechenden Gesundheitssysteme in den ganzen Ländern der Welt einfach nicht so bemerkt. Jetzt machts klick bei mir. Würde wahrscheinlich unterdrückt und jetzt wirds hochgepusht.

    Grüßle

  • Joachim H.

    |

    Wann ist in Deutschland jemals das Gesundheitssystem ansatzweise zusammengebrochen? :D In diesem Jahr waren Krankenhäuser so wenig ausgelastet wie nie zuvor. Und nicht ansatzweise drohte hier das Gesundheitssystem zusammenzubrechen. Bisschen logisch denken bevor man tippt. Deckel ist jetzt drauf.

Kommentare sind deaktiviert

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01