SOZIALES SCHAUFENSTER

Gastronomie

Die Wunderbar schließt – eine Kapitulation

Seit 1988 gibt es die Wunderbar in Regensburg. Jetzt macht Pächter Martin Stein zu. Ein Kapitulationsschreiben.

Von Martin Stein

Es ist ja schon so, dass die Kapitulation an sich keinen besonders guten Ruf hat. Einen ziemlich schlechten sogar. Kapitulation und Vokuhilas und Phil Collins – alles gleichermaßen unbeliebt; wenn man das alles nicht ok findet, dann macht man schon mal viel richtig im Leben.

Nun ist das vielleicht auch ein bisschen ungerecht. Möglicherweise leidet die Kapitulation auch nur unter schlechtem Image, und eine gute Marketingkampagne könnte da einiges wieder richten. Es ist ja immer bloß von denen die Rede, die trotz dutzendfacher Niederschläge im Leben am Ende doch noch Millionär werden. Das ist natürlich der interessantere Filmstoff, aber statistisch an sich nicht zu rechtfertigen.

Die allermeisten Tellerwäscher bleiben Tellerwäscher. Wenn Napoleon damals einfach auf Elba hocken geblieben wäre, hätte es halt einen Abba-Song weniger gegeben. Und, ganz ehrlich: nachdem der zweite Todesstern kaputt war, hätte man auf dem Scheiterhaufen des Anakin Skywalker auch gleich die Drehbücher sämtlicher Pre- und Sequels mit verbrennen sollen.

Das war nun eine mächtige Vorwärtsverteidigung, um auf den simplen Umstand hinzuführen, dass ich meine Bar aufgebe. Ende, aus, vorbei. Die Wunderbar in Regensburg gibt es seit 1988, und ich mache das Licht aus. Das ist nicht schön, aber es hilft nix.

Seit Mitte März ist die Bar nun geschlossen. Wie bei allen anderen. Und wie bei allen anderen Bars fehlt auch bei mir im Moment jegliche Perspektive, wie das überhaupt irgendwann weitergehen soll. Es kommen noch ein paar verschärfende Umstände hinzu: über die vergangenen Jahrzehnte hinweg hat sich die Wunderbar den Ruf einer Spätkneipe erworben, wo man halt hingeht, wenn die anderen zusperren. Mir ist es leider genauso wenig wie meinen Vorgängern gelungen, dieses Klischee zu ändern, wodurch schon von Haus aus das Wirtschaften nicht gerade erleichtert wird.

Wenn nun die Corona-Lockerungen entsprechend der bisherigen Logik weitergehen, dann werden wir im Juli für 30 Leute bis 24:00 aufsperren dürfen. Und das ist halt völlig für die Katz.

Und bevor Attila Hildmann knallhart investigativ die verborgenen Fakten zutage fördert, stelle ich die entscheidende Frage lieber gleich selber: starb denn meine Bar wirklich an Corona? Oder doch bloß – mit?

Wenn man als einer der ersten die Segel streicht, gibt es natürlich schon zwei, drei Gründe, die da zusammenspielen. Ein bisschen was Privates, zum Beispiel. Und die Wunderbar ist halt auch ein alter Kasten, der nach all den Jahren jetzt schon bisschen mehr Zuwendung verlangt, als ich zu leisten bereit bin. Da ist es mit Gaffer Tape nicht mehr getan, da muss man schon mal grundsätzlich ran. Aber nicht mehr mit mir. Mein Vertrag läuft auch nicht mehr lange, und immerhin konnte ich mich mit den Verpächtern auf einen Ausstieg einigen.

Finanziell ist das alles natürlich so oder so ein komplettes Desaster, aber alternativ könnte ich mir auch jeden Morgen eine Cohiba mit einem Hundert-Euro-Schein anzünden und käme immer noch billiger weg.

Und da sperre ich lieber zu, lecke meine Wunden und harre der Dinge, die da kommen. Das Konzept Zukunft schien mir sowieso immer schwer greifbar; jetzt schaue ich halt mal. Dann seh ich’s schon. Bajuwarische Zen-Tautologie.

Finanziell bleibt das alles ein entsetzliches Desaster, aber ich kann auch nicht anders, als die ganze Situation trotzdem immer noch ziemlich spannend zu finden. Wäre das alles ein Film, man würde ihn sich anschauen; leider spielt man selber mit.

Und so eine Einstellung beobachte ich auch bei vielen Kollegen, die noch mitten im Kampf stecken.

Es sind brutale Zeiten für alle. Die Wartelisten der Psychotherapeuten haben mittlerweile eigene Wartelisten. Viele Menschen verlieren grade den Boden unter den Füßen, weil sie von vielen Gewissheiten und Sicherheiten Abschied nehmen müssen, auf denen sie ihre Leben aufgebaut haben. Die Fundamente bröseln. Die Hilferufe werden lauter.

Ich behaupte mal: auf diesen Wartelisten lassen sich nicht viele Gastronomen finden.

Staunend sehe ich meine Kollegen gelassen am Abgrund stehen. Vielleicht rauchen sie ein wenig mehr als vorher. Noch mehr. Aber im Grunde? Es ist halt so: Gastro bedeutet in aller Regel den täglichen Tanz auf dem Vulkan, ein ständiges Feuerlöschen. Kein Morgenkaffee ohne Katastrophe. Dein Leben ist voller Risiken und von Unsicherheit geprägt? Willkommen im Club; bitte schnapp dir einen Pümpel und sieh zu, dass das zweite Pissoir wieder frei wird.

Ich romantisiere mal schamlos vor mich hin: viele Gastronomen (männlich, weiblich und divers) sind wie Angehörige einer uralten Kriegerkaste, und in einer nicht endenden blutigen Schlacht tobt der Kampf gegen die Orks vom Ordnungsamt, die Finanzamts-Assassinen und die Nekromanten-Nachbarn. Apokalypse ist Alltag. Ich sehe bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen immer noch ein verblüffendes Maß an Kraft und Gelassenheit, zu der, ganz ehrlich, eigentlich kein Anlass besteht.

Hilfe durch die Politik ist nicht zu erwarten. Wir sind nicht relevant. Zumindest nicht sichtbar relevant. Wie die Prostitution. Erst, wenn es uns nicht mehr gibt, werden die Auswirkungen spürbar werden. Aber bislang lief es immer nach dem Motto: einer sperrt zu, dafür macht halt ein anderer auf. Und dann arbeiten die Angestellten halt bei dem Neuen weiter. Dem Universum geht keine Energie verloren.

Und was machen die Alleingelassenen, die auf den Ämtern und bei den Banken schon vor Corona behandelt wurden, als wären sie ansteckend? Sie sind aktiv. Und wie. Sie schuften für Obdachlose und andere, die noch weniger haben als sie, obwohl da zum Teil nicht mehr viel Luft nach unten ist. Sie sind kreativ und finden Möglichkeiten und Wege, mit ihren Gästen innerhalb des Regellabyrinths zusammenzufinden, auch wenn das oftmals nach außen hin die Illusion erzeugt, das alles könnte in irgendeiner Form kostendeckend sein. Sie machen einfach immer weiter. Sie sind die Band, die auf der Titanic bis zum Ende spielt.

Und deshalb mache ich mir um diese Menschen auch keine großen Sorgen. Wenn jemand mal einer Berufsschulklasse den Begriff „Schlüsselqualifikation“ erklären will – bitteschön. Und diese Menschen können ganz viel und könnten, wenn sie mal tatsächlich auf den ganzen Scheiss hier keinen Bock mehr haben, tatsächlich auf die Idee kommen, mal was zu machen mit ordentlichem Verdienst und Feierabend und Urlaubsgeld. Sowas völlig Verrücktes halt. Cocktails gibt’s ja schließlich mittlerweile auch aus dem Automaten, wer braucht da schon noch den Bartender.

Aber natürlich werden auch etliche meiner Kollegen weitermachen, aus reiner Sturheit vermutlich, und mit einem Schuldenberg, angesichts dessen man sich über die geringe Lebenserwartung des Berufsstandes fast freuen mag.

Ich hoffe bloß eines: dass diejenigen postapokalyptischen Pioniere, die am Ende aus den Ruinen auferstehen und sich der Zukunft zuwenden werden, dann mit Stolz und Selbstbewusstsein den Lohn für ihre Leistung einfordern. Sich nicht in Rabattschlachten aufreiben. Und dann, in dieser neuen Welt voller Automatencocktails, endlich die Wertschätzung einer Gesellschaft erfahren, für die sie jetzt nicht relevant zu sein scheinen.

Na ja, träumen darf man ja.


Mehr zur Situation der Gastronomie gibt es am Wochenende bei Ghost Town Radio.

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Kommentare (29)

  • HansR

    |

    Respekt. für die lange Zeit des Betriebes dieser Regensburger Institution, und für den Artikel, das Fazit, das Teilhabenlassen.
    Alles Gute für die Zukunft!

  • Untertan Giesinger

    |

    Kapitulation ist für mich nicht ganz der richtige Ausdruck.
    Als jemand, der den Lockdown und die Kontaktbeschränkungen von Anfang an für unverantwortlichen Unsinn gehalten hat, sage ich nur:
    Es wurden und werden bewußt manche Branchen hingerichtet und vernichtet. Gegenwehr war und ist nicht möglich.
    Auch ich bin selbständig tätig. Ich habe genug zu tun, aber ich habe nun spätestens seit der Maskenpflicht und den sonstigen Auflagen die Lust und den Spaß an meiner Arbeit verloren.
    Zudem wurde einem jede Möglichkeit auf Samstgabend-Freizeitvergnügen genommen. Bei einem sind es wohl Barbesuche, bei mir sind es Konzertbesuche und vor allem der Besuch von Tanzveranstaltungen.
    Ich wurde degradiert zum reinen Steuerzahl-Depp und systemrelevanten Volldepp, der nach immer neuen Vorschriften zu funktionieren hat.
    Mein Beileid und Gruß,

    Untertan Giesinger

  • R.G.

    |

    Schade um das Ende einer Beziehung zwischen Ihnen und dem Gemäuer.

    Bitte schreiben Sie ohne Bar trotzdem weiter hier.
    Ich mag Ihre Art zu schreiben.

  • Altstadtkid

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    Gut geschrieben :o) , Alles Gute für dir Zukunft

  • gerhard PROGEL

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    naja, ganz so düster würde ich die Situation nicht sehen. Es gibt viele Kneipiers, die gutes bis sehr gutes Geld gemacht haben und jetzt ist eben mal zeitweilig niente und Ende des Jahres wird es heißen: Schwamm drüber.

  • Mr. T.

    |

    Ich weiß nicht viel, was für mich systemrelevanter als so eine Bar ist. OK, Krankenhäuser, Ärzte, Lebensmittelversorger, Brauereien und Brennerein natürlich. Aber dann kommen schon gleich die Bars.
    Mag jemand anders da eine Kita für wichtiger heißen – aus Selbstsucht – ja bitte ;-)
    Aber die Politik scheißt sich viel zuwenig um die Gastronomie. Es wird viel geredet – aber nichts getan. Die aktuellen Szenarien unter hohen Auflagen ersticken bereits jede Diskussion. Sir dürfen ja wieder aufmachen. Dass aber dieses Aufmachen bisweilen noch teurer ist als ganz zulassen, interessiert niemanden. Wenn die Automobilindustrie, die jährlich Milliarden einsäckelt und weiter Dividenden bezahlt, nach Hilfen schreit und mit Arbeitslosen droht, übertreffen sich die Politiker mit Hilfsangeboten. Da werden Herstellern, welche seit Jahren Staat und Kunden mit manipulierten Abgassystemen bescheissen und Steuern mit größtmöglicher Kunstfertigkeit reduzieren, auch noch Kaufprämien für ihren umweltschädlichen Schrott versprochen. Aber die Gastronomie, die noch deutlich mehr Menschen beschäftigt, wird mit Almosen wie einer befristeten Mehwertsteuerreduzierung abgespeist. Ein Mittel, das bei kaum Umsatz kaum hilft.
    Ich kann gar nicht so viel Palmator saufen, wie ich kotzen möchte.

    Ja schade, um die Wunderbar. Ein Crowdfunding häte hier wohl auch nimmer geholfen. Alles Gute dem Wirt! Ich bin davon überzeugt, dass eine Marke wie er wieder auf die Füße fällt.

  • Mr_Baseball

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    Schnüff und Heul….

  • GSH

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    Lieber “Untertan Giesinger”:

    Es geht in diesem Artikel um die Kapitulation der Wunderbar, was wirklich sehr bedauerlich ist.

  • Jost Müller

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    Absolut treffend und genial geschrieben und beschrieben. Danke dafür und viel Glück für die Zukunft.

  • R.G.

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    Ich oute mich als Mensch, der einige Jahre in einer Bar das Nebenwohnzimmer hatte, nicht um jemandem die Zunge in den Hals zu stecken, sondern um zwischen Menschen bei guter Musik in sicherer Umgebung allein sein zu können.
    Nach dem Totalstress in der Arbeit gleich in die einsame Wohnung, das wäre für die Seele nicht gut gewesen, und für eine tragfähige Beziehung hatte ich nicht die Zeit.
    Der Wirt war, ohne es je selbst für sich in Anspruch zu nehmen, gratis Beichtvater, Psychotherapeut und ein auch wenig Freund für seine Gäste.
    Man unterschätzt seitens der Politik die psychosoziale Funktion der spätnachts noch offenen Lokale entschieden.

  • Hutzelwutzel

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    Einfach nur schade. So verschwinden Institutionen die gerade in Universitätsstädten das sprichwörtliche “Tüpfelchen auf dem i” waren.

  • R.G.

    |

    @”Lieber „Untertan Giesinger“:
    Es geht in diesem Artikel um die Kapitulation der Wunderbar, was wirklich sehr bedauerlich ist.”

    @GSH
    Giesinger verhielt sich ganz so, wie es Menschen, vor allem Männer in Nachtbars gerne tun möchten. Nachdem Alkohol die Zunge gelockert hat, an der Bar irgendwann von den Sorgen erzählen…

  • Dieter

    |

    Schade um die “Wunderbar”, auch wenn ich seit dem letzten Besitzerwechsel nicht mehr oft drin war.
    Offensichtlich starb die Bar nicht “an”, sondern “mit” Corona. Manche können diese Durststrecke finanziell besser wegstecken, manche nicht, manche kämpfen bis zum Schluss. Die immens gestiegenen Pachten tun ihr übriges, Lehrstände gab es auch vor Corona immer mehr.

    Dass der Staat bei Einzelunternehmern nicht im ausreichenden Rahmen einspringt, war auch von vorneherein klar. Leider.

    Man kann nur hoffen, dass sich die regionale Gastroszene gesundschrumpft, man nicht mehr die hohe Kneipendichte als Aushängeschild feiert und die einzelnen Gastronomen dafür auf sichereren finanziellen Beinen stehen. Oder es drängen noch mehr Gastro-Ketten nach Regensburg. Man wird sehen. So oder so geht natürlich ein weiteres Stück Kultur verloren.

    Apropos Kultur:
    Die Veranstaltungsbranche wird es noch härter treffen. Hier würde ich mir auch mal Artikel dazu wünschen.

    “Kapitulation” bleibt leider immer negativ besetzt, ein “Rücktritt” hingegen hört sich schon besser an.
    Martin Stein alles Gute.

  • highwayfloh

    |

    @Martin Stein:

    Ihre Schilderung berührt sicherlich, insbesondere emotional, doch Stelle ich mir die Frage, ob Sie – wenn auch verzögert – diesen Entschluss ob der von Ihnen geschilderten persönlichen Analysen nicht auch ohne, die aktuelle Situation so getroffen hätten. Nicht falsch verstehen, ich finde es sehr mutig, dass Sie Ihren Entschluss und die Gründe dafür öffentlich machen.

    @Untertan Giesinger:

    Mit Verlaub eine Frage:

    In welchem Bereich sind Sie selbstständig? Es wäre nett, wenn Sie dies mal verraten würden. Vergessen Sie bitte nicht, dass auch abhängig Beschäftigte unter der Situation leiden und die Folgen ebenso spüren, viele davon sogar sehr hart, da Sie in präkären Arbeitsverhältnissen stecken usw. usf.

    Sie jammern auf einem sehr hohen Niveau! Zeigen Sie doch, dass Sie es wirklich können und finden Sie kreative Wege, die Situation für Sie selbst als auch für ihre Beschäftigten positiv zu gestalten. DIES ist JETZT Ihre Schuldigkeit gegenüber Ihren Angestellten und nicht das jammern auf den ach so “bösen bösen Staat” welcher nur der Verantwortung gerecht wird, welche ihm ob der Bevölkerung unseres Landes obliegt und zu der gehören auch Sie, vergessen Sie das bitte nicht.

  • highwayfloh

    |

    @ Untertan Giesinger:

    etwas spitz, aber nicht abwertend gemeint:

    Sie haben doch gewiss “etwas auf dem Kasten” wie es so schön heisst, sonst hätten Sie keine eigene Firma und dies respektiere ich und erkenne es auch vollumfänglich an.

    Dennoch:

    Selbstständigkeit und Unternehmertum beinhaltet eben auch folgendes:

    Selbst _und_(!) ständig etwas zu unternehmen und zu tun!

    Sallopp gesagt: nicht jammern und auf den bösen Staat schimpfen, der einem vermeintlich das Leben schwer macht, sondern den (geistigen) Allrad-Antrieb einschalten und sich aus der Situation bestmöglich rauswühlen! DAS ist für Selbstständige und Unternehmer das Gebot der Stunde (auch in sozialer Verantwortung der Beschäftigten gegenüber).

    Eine Krise ist immer auch eine Chance, also nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern neue Wege finden, evtl. sogar neue Geschäftsideen / Geschäftsfelder, welche evtl. vorher nie angedacht worden sind und nicht “jammmern”, “mir gehts sooo schlecht”.

    Ich hab diesbezüglich mal in einer Firma einen guten Spruch gelesen:

    “Wer etwas will sucht Wege – wer etwas _nicht_ will_ findet Gründe!” oder so ähnlich.

  • Samson

    |

    Sehr sehr schade.

    Wo gibt es denn eigentlich eine Geschichte von Anfang bis Ende der Wunderbar?
    Die gab es ja sicher mehr als 40 Jahre.

  • Burgweintinger

    |

    So, so…, da Untertan Giesinger, degradiert zum Steuerzahlerdepp!

    Wahnsinn, wie mich diese Freelancer aufregen, zahlen keinen Cent in die Sozialversicherungssysteme, sind aber die ersten, die das Maul aufreissen und auf den Staat schimpfen und die Hand aufhalten…

    Untertan Giesinger, Sie sind für jeden Steuerzahler, der auch noch in die Rentenkasse, Arbeitslosenkasse, Krankenversicherung (wo er nicht selbst entscheiden kann) einzahlt, ein Hohn.

    Manchmal ists einfach besser, wenn man den Mund hält!

  • highwayfloh

    |

    @Untertan Giesinger:

    Als abhängig Beschäftigter, möchte ich Ihnen noch eines mit auf dem Weg geben:

    Auch in der Position ist die derzeitige Lage nicht einfach, insbesonder wenn der Arbeitgeber Entscheidungen treffen muss, welche grundsätzlich das Überleben der Firma sichern. Allgmein beschrieben: Bei meiner Firma, war es gottseidank _nicht_ “Kurzarbeit” oder sogar Stellenabbau, sondern “nur” eine Reduzierung der Arbeitszeit von einer 6 – Tage-Woche auf eine 5-Tage-Woche. Natürlich spürt man dies als angestellter Arbeitnehmer auch und es tut weh, insbesondere finanziell. Dennoch stehe ich als Arbeitnehmer in einer solchen Situation hinter meiner Firma und habe dafür Verständnis!

    Dies ist der Punkt, wo sich offenbar Ihre und meine Sichtweise grundsätzlich unterscheiden, insbesondere dahin, da Sie offenbar nur Ihren persönlichem Vorteil anheim und gewillt sind. Anders kann man diverse Äusserungen von Ihnen im Gesamtkontext nicht verstehen.

  • S. Schubert

    |

    Burgweintinger, dein Niveau ist so niedrig, dass ich nach dem ersten Satz schon aufgehört hab, weiter zu lesen.

    Untertan Giesinger, danke, dass hier jemand schreibt, was viele Menschen ganz genauso sehen!

  • Untertan Giesinger

    |

    Es muß zwischen 1994 und 1996 gewesen sein. Jedenfalls landete ich damals nach dem Jenseits-Besuch ziemlich betrunken in der Wunderbar. (Es war gerade Schluß mit der Kerstin).
    Das Jenseits war damals bereits in der Keplerstraße.
    Jedenfalls habe ich den Abend bis heute noch, als voll lustig in Erinnerung. Ich kann mich sogar noch eine Dame erinnern, die mich zur Bekanntschaft mit ihrer “Neunschwänzigen Katze” einlud.
    Bevor ich lange darüber nachgedacht habe, hatte sich schon ein anderes Opfer gefunden.
    Es war lustig, und eben voll das Leben.
    Herr Stein, waren Sie damals schon Wirt?

    P.S.
    Die Bars sind auf den Konzerten, die ich gerne besuchen würde, sowie auf den Tanzveranstaltungen sowieso mitinbegriffen.
    Allerdings ist die Auswahl meist reduziert auf Cuba-Libre , Mochito, Caipirinha.
    Ich bestehe aber schon immer auf Caipirissima!

  • Günther Herzig

    |

    Ihr versteht mehrheitlich den Untertan Giesinger nicht. Ich verstehe ihn ein bisschen besser und ich schätze ihn. Manchmal kommt er etwas clownesk , ein anderes Mal ironisch aber niemals bösartig aggressiv daher. Manche Frage an ihn könnte ich schon einigermaßen zutreffend beantworten. Oder auch nicht. Aber sicher ist, dass er unterhaltsam ist und in dem, was er sagt nicht einfach auszurechnen. Als ich ihn hier kennenlernte, habe ich ihn oft nicht verstanden. Heute sind wir Freunde, glaube ich!
    Venceremos companieros !

  • Untertan Giesinger

    |

    Ich danke Dir, Günther, ich danke auch S.Schubert!

  • Samson

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    Ja geahnt hat er es ja:
    (ZitT vom Januar €
    Bei allem Optimismus – 2020, ich fürchte, das wird nix mehr mit uns. Davon erholt sich unsere Beziehung nicht. Verdufte mal lieber schnell wieder.

  • Günther Herzig

    |

    @Burgweintinger
    Schämen Sie sich eigentlich nicht? Was Sie treiben ist strafbare üble Nachrede oder sogar Verleumdung. Zahlen Sie in die Sozialversicherungssysteme ein?
    Sind Sie abhängig beschäftigt und lassen einen Sozialversicherungsbeitrag durch den gesetzlich dazu gezwungenen Arbeitgeber für Sie bezahlen, wobei immerhin der Hälfteanteils als von Ihnen aufgebracht gewertet wird?
    Sind die Zahlungen der Arbeitgeber für Ihre Angestellten in die Sozialkassen keine Leistungen, die den Sozialsystemen zu Gute kommen? Und, stellen Sie doch mal klar, ob Sie Giesinger bezichtigen keine Steuern zu bezahlen, dann also Steuern zu hinterziehen? Sie bezeichnen ihn also als Sozialschmarotzer? Ich erwarte, dass Sie einiges klarstellen, wenn Sie nicht Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren werden wollen!
    Und eine letzte Frage: Haben Sue das verstanden?

  • Burgweintinger

    |

    Omei,, Günther Herzig…

    Ich habe niemals Arbeitgeber als Sozialschmarotzer bezeichnet. Da ist wohl Ihre Phantasie durchgegangen!
    Aber ich bin der Meinung, dass Freiberufler, die keinen einzigen Angestellten haben (wo es nun mal sehr viele gibt), 30 Jahre nichts für die Sozialversicherungssysteme tun, aber dann, wenn es eng wird, doch gerne beim Staat anklopfen…

    Deshalb sollten alle einzahlen: Ärzte, Rechtsanwälte, Künstler, Lehrer, Beamte, Selbstständige im Allgemeinen

    Aus welchen Budget werden denn diejenigen armen Teufel bezahlt, die eben tatsächlich nicht für sich selbst sorgen können, wie z.B. menschen mit einer geistigen Behinderung?
    Warum werden besserverdienende (Ärzte/RA etc) dem Gesundheitssystem entzogen, oder dürfen sich entziehen, indem sie Ihr eigenes Süppchen kochen (Ärztekammer etc.)?

    Haben Sie jetzt verstanden, was ich sagen möchte, oder is es Ihnen zu niveaulos?

    Und noch etwas, lassen Sie ihre plumpen Drohungen, damit können Sie heute nicht mal mehr ein 10 jähriges Kind erschrecken, oder soll ich Ihnen drohen wegen übler Nachrede?

    In diesem Sinne, Herr Rechtsanwalt!

  • Günther Herzig

    |

    @Burgweintinger
    Ihre Frage im vorletzten Absatz beantworte ich mit “Ja”!
    Was eine plumpe Drohung ist, werden Sie lernen! Ich gehe sogar von öffentlichem Interesse aus, wenn ein Steuer zahlender Bürger öffentlich bezichtigt wird.
    Giesinger hat Angestellte. Die Einzelheiten festzustellen überlasse ich gerne der Staatsanwaltschaft, über deren Rolle in unserer Gesellschaftsordnung, wie hier immer wieder zu beobachten, kein präzises WIssen besteht. Eine Win-Win-Situation außer für Sie. Wenn Sie bei der Staatsanwaltschaft für Gelächter sorgen wollen, sollten Sie mich gerne anzeigen. In diesem Sinne Burgweintinger! Sie tun mir leid!

  • Mr. T.

    |

    Burgweintinger, Freiberufler zahlen nur nicht in die Arbeitslosenversicherung und die Rentenkasse ein. Da können sie aber auch nichts rausholen. Steuern zahlen sie ordentlich – und daraus werden Beihilfen gezahlt. Und die wenigsten Freiberufler können davon profitieren weil sie erst an Beihilfen kommen wenn sie ihre Reserven aufgebraucht haben. Freiberufler tragen schon immer sämtliche Risiken selber.
    Das mit den zwei Krankenkassensystemen ist ein anderes Problem, das aber nicht den Freiberuflern anzulasten ist. Eher schon den Beamten, die noch mehr davon profitieren und deswegen das System politisch schützen.
    Vor der komischen Querfrontl, die sich hier gebildet hat, brauchen sie wirklich keine Angst zu haben 😉

  • Stefan Aigner

    |

    @Einige

    Könnten Sie Ihre seltsame Diskussion über einen User hier beenden. Jetzt!

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